Beiträge von TW-Trainer

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    Um es ihnen einfach zu machen, durften sie auf das leere Tor schiessen. Ist das vielleicht kontraproduktiv?

    Zumindest ist es nicht spielnah, weil es der Angreifer meistens mit einem Torwart zu tun hat.


    Genauso wie die Paßtechnik ist auch die Schußtechnik ein sehr breites Trainingsfeld. Hinzu kommt, dass sich bestimmte Techniken altersbedingt besser oder schlechter eignen. Den Vollspannstoß würde ich nicht unbedingt bei einem 2007-er Jahrgang trainieren. Besser, sie lernen erst einmal den Ball mit dem Innenspann dorthin zu schießen, wohin sie ihn haben wollen.


    Allerdings hat es nicht nur mit Technik, sondern auch mit der Konzentrationsfähigkeit zu tun.


    Mal ein Beispiel für die Konzentration als Partnerübung
    1. Partner in ca. 3 m Distanz mit Ball plazieren
    2. abwechselnd soll einer der Beiden mit geschlossenen Augen den Ball des Anderen treffen


    Zu Beginn dieser Übung wird es wenig Erfolgserlebnisse geben, bis der Trainer einem Kind durch Anpassung seiner Position (Schußbein direkt hinter dem Ball, Standbein daneben) hilft, denn die meisten werden nicht hinter, sondern schräg oder sogar seitlich zum Ball stehen. Als nächstes soll sich das Kind auf den Ball, den es treffen will, schauen. Erst dann soll es die Augen schließen und den Ball mit einer kleinen Ausholbewegung das Schußbein durchschwingen. Nach wenigen Minuten wird das jedes Kind hinbekommen, weil die Konzentrationsfähigkeit für einen kurzen Moment vorhanden ist. Bei Kindern mit besserer Technik kann man die Distanz erhöhen bzw. das Schußbein wechseln.


    So, nun noch was zum Torwart. Der freut sich nur solange über Bälle, wie er nicht unter "Dauerbeschuß" genommen wird. Denn nach ca. 10 - 15 Bällen ist er mühe und die Chance einen Ball zu halten wird immer geringer.


    Hier ein Vorschlag, bei dem Spieler und Torleute gleich viel Spaß haben:


    1. 2-er Gruppen bilden und pro Paar ein Hütchentor (ca. 3 m) sowie ca. 8 m entfernt ein Hütchen als Markierung für den Torabschluß machen
    2. ausreichend Ersatzbälle bereit legen


    Die Übung startet per TR-Kommando
    1. Die Schützen plazieren ihren Ball aufs Tor
    2. Der Torwart hält den Ball, wird zum Schützen, indem er zum 8 m Punkt sprintet, während der Schütze nunmehr zum Tor rennt und sich mittig positioniert.
    2.a. wird ein Tor erzielt, muß der Torwart den Ball zurück holen - wird vorbei geschossen, muß der Schütze den Ball zurück holen (der fairnesshalber wartet der Schütze bzw. Torwart)
    3. Gewonnen hat der Spieler, der beim "Stopp-Kommando" des Trainers die meisten Tore erzielt hat.
    4. Ebenfalls gewonnen hat der Spieler, der beim "Stopp-Kommando" des Trainers die meisten Tore verhindert hat


    Ansonsten haben meine Vorredner bereits gute Hinweise auf das altersgerechte Training beim Torabschluß gegeben.

    Heute findet nun das nächste Training statt, würdet ihr das Spiel noch einmal ansprechen & wenn ja, was würdet ihr sagen? Generell haben Ich & mein Kollege natürlich schon versucht direkt nach dem Spiel Aufbauarbeit zu leisten, ob's geklappt hat, ist sicherlich ne andere Sache.

    Ich denke mal, die Jungs werden es schon verkraften. Die Eltern und Trainer brauchen möglicherweise eher tröstende Worte.


    Allerdings ist ein Nachwuchstrainer nicht allein dazu da, um für den Verein Meisterschaften und Pokale zu gewinnen, sondern den Kindern den Spaß am Fussball zu vermitteln. Man sollte deshalb Titel und Pokale eher als Momentaufnehme einordneten und ihnen keine perspektivischen Erkenntnisse überstülpen. Denn die nächste Liga kann schon wieder sehr viel stärker sein bzw. die nachrückenden Spieler im eigenen Team die besondere Mühe des Trainers verlangen.


    Das Schöne daran ist, das man selbst nach einem verlorenen Spiel schon das Nächste wieder gewinnen kann! Das ärgerliche hingegen, das nach einem Sieg der Anfang einer Niederlage stehen kann. Als Trainer ist man hin und wieder geneigt, aus bestimmten Spielen weitaus mehr zu interpretieren, obwohl man schon reichlich Erfahrungen besitzt, das Spezielle eines Spiels gut einordnen zu können.


    Für die Kinder ist das, was gestern war, sowieso heute schon nicht mehr so interessant. D.h. eure gewonnenen Erkenntnisse interessieren sie nur insofern, als dass ihr sie nicht unbedingt mit dem letzten Gegner in Verbindung bringt.


    Kein Kind geht mit der Absicht ins Spiel oder zu einem Training es besonders schlecht machen zu wollen, um die Anderen zu ärgern. Dazu ist der Ansporn sind messen zu wollen viel zu groß. Nutze die Neugier, die sie mitbringen als Stärke für die Weiterentwicklung. Die Spannung wird euch ja bleiben, weil ihr ja in anderen Wettbewerben die sportlichen Klingen kreuzen werdet.


    Aber Jammern auf hohem Niveau muß ja auch mal sein! :thumbup:

    Fussballakademien sind meist etwas breiter gefächert. D.h. sie haben einerseits Standorte, wo sie ein wöchentliches Training anbieten, aber sie haben meistens auch Campangebote. Über die Qualität dieser Akademien (der Begriff ist nicht geschützt) läßt sich ähnlich streiten wie bei den Fussbalcamps.


    Die Camps werden eigentlich von den Vereinen lieber gesehen, weil sie ihre Camps unter der Aufsicht der Vereinsführung vor Ort machen. Hier nehmen auch Kinder aus der näheren Umgebung teil, die man als neue Mitglieder für den Verein gewinnen kann. Ferner kommen ins Camp Kinder, die früher schon mal im Verein waren und nun ebenfalls vom Eventcharakter angezogen werden. Es wird ja teilweise in den Ferien wie eine Art Zeltlager auf dem Sportgelände aufgebaut. Schließlich läßt es sich für Camp-Betreiber wie für den Sportverein sehr gut vermarkten. Allerdings hat es hier und da schon mal Ärger mit den Eltern gegeben, die sich über die hohen Beiträge emphören und mit Vereinsaustritt drohen, sollte die Verantwortlichen eine Wiederholung wünschen. In diesen Fällen ist der Verein selbst der Veranstalter und gewinnt für dieses Event Sponsoren, die einen Teil der Kosten tragen.


    Bei den Akademien, die an festen Standorten ein regelmäßiges Training anbieten, ist das Verhältnis gespalten. Denn einerseits bietet die Akademie den Kindern etwas, was ihnen im Verein fehlt (sonst würden sie dieses Angebot nicht nutzen wollen). Den Eltern gibt es das Gefühl, dass ihr Kind dort ähnlich gefördert wird wie in einer Auswahl - oder sich zumindest über dieses Zusatztraining in eine Auswahl empfehlen kann. Aufgrund ihrer Standort-Politik sind sie auf "Stammkundschaft" angewiesen. Natürlich loben auch sie ihre Kinder, weil sie vom Geld der Eltern abhängig sind. Aber sie müssen bei ihrer Leistungsbeurteilung etwas vorsichtiger sein als die Camps, die auf "Laufkundschaft" warten.


    Problem dieser Akademien ist andererseits, dass sie meist gar nicht die Talente bekommen, mit denen sie gerne arbeiten und als kommerziell tätiges Unternehmen Werbung machen würden. Denn dafür gibt es meist zu viele Konkurrenten (Verband, DFB und NLZ größerer Vereine). Wenn aber eine Akademie sich selbst Leistungsmaßstäbe setzt, die nicht oder selten von ihrer Kundschaft nachgefragt werden, dann entsteht zwangsläufig ein Imageproblem. Sie wird sich schon deshalb für die Aufnahme solcher Kinder entscheiden müssen, weil sie vom Profit lebt und sich ihre Kunden deshalb nicht aussuchen kann.


    Jedoch vereint diese kommerziell tätigen Camps und Akademien das oberste Ziel, dass sich die Kinder unabhängig von ihrem Leistungspotenzial dort wohlfühlen sollen. Sie dürfen sich dort in Wettkämpfen auspowern und ihre Erfahrungen mit Kindern aus anderen Vereinen mit nach Hause nehmen. Sie werden dort als Kunden und nicht nur als Mitglieder behandelt.


    Auch Camps und Akademinen haben mit personellen Problemen zu kämpfen, obwohl die meisten ihre Trainer ordentlich bezahlen. Jedoch ist die Trainerklientel meist gar nicht an einer längerfristigen Bindung interessiert.


    Wie du schon schreibst, ist auch die Akademie eine wachsende Konkurrenz gerade für den unteren Jugendbereich. Er kann entweder Lust auf mehr Fussball (im Verein) machen, aber auch zum Entschluß führen, keinen Vereinsfussball mehr spielen zu wollen, weil man keinen fremdbestimmten Leistungsdruck mehr in seinem Hobby erleben möchte. Denn die Entscheidung, ob und wie es weitergeht, treffen sehr viele Kinder während oder nach der D-Jugend-Zeit.


    Die Vereine sollten die Veränderungen und den wachsenden Einfluß realisieren, statt sich weiterhin auf einem "Elfenbeiturm" in Sicherheit zu wiegen in dem der Fussball für immer und ewig die konkurrenzlose Volkssportart sein wird. Ansonsten wird der Frust über den jährlichen Verlust immer größer und der Mangel an Kindern bewirkt, dass selbst permanent meckernde Eltern mit "Samthandschuhen" bekandelt werden wollen, weil man sonst gar keine Mannschaft im Spielbetrieb anmelden kann.

    @sportsfreund
    Diese Trainingsform ist in der Tat ein Klassiker!


    Aber warum sollten deine Spieler im Training immer nur die Positionen spielen, wie in den Punktspielen? Ist "Einspielen" der einzige Grund? Wenn ja, dann löse dich ein wenig davon, damit deine Spieler variabler für deine Mannschaftsaufstellung werden. Probiere sie auf anderen Positionen aus! Warum nicht auch mal einen Feldspieler ins Tor? Na ja, in ein Kleinfeldtor selbstverständlich. Da lernen deine Angreifer gleichzeitig, dass es u.U. sinnvoll ist, nicht aus 10 Metern per Vollspann aufs Tor zu bolzen, sondern den Ball auch mal gefühlvoll mit dem Innenspann in eine Ecke zu schieben. Der "Trainingskeeper" lernt auf diese Weise, selbst Druck auf den Ball auszuüben, indem er die Situation frühzeitig erkennt und Flanken vors Tor abläuft.


    So, nun aber 2Vorschläge für das Trainingsspielchen, was sich mit einer unterschiedlichen Anzahl an Spielern gestalten läßt.


    Warmmachen
    1. Die Spieler bilden aus 2-er Teamseinen Kreis (Sollte mit Hütchen fixiert werden - Größe von Spieleranzahl abhängig)
    2. In der Mitte positioniert sich ein weiteres 2-er Team


    Regeln
    1. Die Spieler am äußeren Kreis passen sich den Ball zu
    2. Das 2-er Team im Zentrum versucht den Ball zu erobern - gelingt die Balleroberung, so wechseln sie ihre Position mit dem 2-er Team, von denen Einer den Ballverlust verursacht hat
    3. Gelingt es einem Spieler vom äußeren Kreis den Ball zwischen das zentrale 2-er Team hindurch zu spielen, so müssen alle Spieler des äußeren Kreises sofort in "Liegestützposition" wechseln
    Das 2-er Team, aus dem der Spieler zuletzt in die "Liegestützposition" gewechselt ist, wechselt nun die Position mit dem zentralen 2-er Team


    Variante1:
    1. dito
    2. zentrales 2-er Team bewacht ein 1 x 1 m großes Hütchenfeld, durch die die äußeren Spieler keinen Ball hindurch schießen dürfen


    Variante 2:
    1. dito
    2. im Zentrum 3 x 3 m großes Hütchenfeld plazieren - dorthin positioniert sich ein Spieler, der von den äußeren Kreisspielern angepaßt werden soll
    2.a. 3 Spieler bewachen das Hütchen-Viereck, sodass die äußeren Spieler zunächst so schnell den Ball zirkulieren müssen, bis sie eine Lücke für einen Paß zum Mitspieler im Zentrum entdeckt haben
    3. Gelingt der Paß ins Zentrum und kann der Zentrumspieler den Ball zu einem Mitspieler weiterleiten, so wechselt er die Position mit dem Paßgeber
    4. Nach ca. 3 Minuten wechseln die 3 zentralen Bewacher ihre Positionen mit äußeren Kreispielern


    Statt Abschlußspiel
    1. Eine Hälfe des Großfeldes mit Hütchen markieren
    1.a. das jweils hintere Drittel mit Hütchen markieren
    2. An jedes Ende ein Kleinfeldtor stellen
    3. Zwei in etwa gleichgroße und gleich starke Teams bilden
    3.a. Positionsbildung kann mit/ohne "Kette" gemacht werden


    Regeln:
    Alle Spieler (Ausnahme die beiden Trainingskeeper) dürfen sich nur innerhalb des durch Hütchen abgegrenzten mittleren Drittels den Ball zuspielen und versuchen einen Paß durch die Hütchenlinie zum Mitspieler zu schlagen. Hierbei darf nur ein ballnaher Spieler den Angreifer am Torabschluß hindern. Ferner hat der Angreifer lediglich 10 Sekunden vom Ballkontakt zum Torabschluß zeit.
    Entweder bei Torerfolg oder nach einer bestimmten Zeit werden die Positionen getauscht. Auf diese Weise haben alle Spieler in etwa die gleiche Anzahl an Ballkontakten, sehr ähnliche Laufarbeit und erweitern ihre Fähigkeiten in offensiven wie defensiven Aufgaben.


    Viel Spaß dabei und nicht gleich aufgeben, wenn einige deiner Spieler sich zunächst etwas dusselig anstellen! Wenn du mitspielst, dann kannst du es ihnen dort, wo es noch nicht so gut klappt zeigen.

    Na ja, es ging ihm wohl auch eher darum, einen Link auf seine Homepage und darüber auf eine kommerzielle Seite hier rein zu stellen, als um ein ernsthaftes Interesse am Fussball?
    Uwe sollte sich das mal genauer anschauen, ob er diesen User weiterhin hier im Forum haben möchte?

    Sorry Tw, bin häufig deiner Meinung, aber hier kann ich nicht folgen. Die Fussballakademien bbedienen die unreflektierten Träume der Eltern der kleinen Messis. Warum auch nicht, sie wollen Geld verdienen.

    Das gebe ich dir vollkommen recht! ich würde sogar so weit gehen @Zodiak zuzustimmen, als dass einem aus fussballerisch Sicht schlecht werden kann, was dort geboten wird! Habe nicht nur aus Zeitgründen meine Teilnahme dort abgelehnt. Aber es gibt natürlich Leute wie Anderbrügge, die ihren guten Namen dafür hergeben - aber ansonsten inhaltlich wenig bis gar nichts damit zu tun haben!


    Obwohl es teuer ist, gehen die Kinder dort gern hin, weil hier der Spaß im Mittelpunkt steht und jeder für sich sehr viel mehr Erfolgserlebnisse mitnimmt. Sie erleben den Fussball als Event, bei dem niemand Angst haben muß, vor versammelter Mannschaft vom Trainer für seine schlechten Leistungen runter gemacht zu werden. Allerdings an bestimmte Verhaltensregeln müssen sie sich auch im Camp halten!


    Dass darunter auch solche sind, die ihr Kind schon als Nationalspieler sehen, ändert nichts daran, als dass sie gegen die "Brüllaffen" im Heimatverein sind, die ständig an ihren Kindern herum mäkeln.


    An anderer Stelle wurde bemängelt, dass in vielen Vereinen jeder sein Süppchen kocht und viele gute Ideen deshalb nicht realisiert werden können, weil sie durch das "Kirchturmdenken" einzelner Trainer behindert werden.


    Was B-Jugendspieler denken, mag sehr unterschiedlich sein. Da kann es den dicken Paule geben, der eigentlich nur mit seinen Kumpels ein paar schöne Stunden verbringen will. Da kann es den Willi geben, der zum Fussball geht, weil er das schon seit den Bambinies immer so gemacht hat und ihm aus Gewohnheit sonst was fehlen würde. Da kann es den Tom geben, der wie sein bester Freund Tim, schon in einer höheren Liga kickt, in der er auch gerne möchte. Schließlich kann es den überehrgeizigen Fan von Manuel Neuer geben, der beim NLZ in der B-Jugend-Bundesliga der Bayern kickt, bei jedem Training an den Bildern seines Idols vorbei geht, mindestens 3 x in der Woche davon träumt, vor einer ähnlich großen Bühne als Held gefeiert zu werden.


    Es mag es noch 1000 andere Motive von B-Jugend-Spielern geben - wer weiß das schon so genau? Mir kam es aber mehr auf die strukturellen Probleme in den Dorfvereinen an. Denn wenn dort "Brüllaffen" ganze Jahrgänge leerfegen und die Verantwortlichen nur achselzuckend meinen, es hätte sich ja sonst niemand finden lassen, dann habe ich große Bedenken über die Zukunft solcher Vereine.


    Das Gejammere, man habe kein Geld, um die Erwartungen der Jugend in den Vereinen besser zu erfüllen, das kann ich schon nicht mehr hören. Schon im unteren Jugendbereich sollten gut ausgebildete Trainer tätig sein. Geld dafür wäre genug da, wenn man das Vereinsbudget gerechter verteilen würde und die Mitglieder-Gebühren so anhebt, als das die Trainerarbeit (incl. Fortbildung) anständig honoriert wird.


    Die Camp-Gebühren für ein paar Tage Spaß sind häufig so hoch, als das man für dieses Geld in einem kleinen Verein die gesamte Jugendzeit seines Kindes bezahlen könnte. Man hat nur deshalb Angst vor einer massenhaften Austrittswelle bei einer Gebührenerhöhung, weil die meisten Mitglieder nur aus Bequemlichkeit noch nicht ausgetreten sind. Denn das Angebot gefällt ihnen eigentlich schon lange nicht mehr. Andererseits bekommen die Vereine mitgliederabhängige Zuschüsse, die bei Mitgliederschwund geringer werden würden. Das man bei einer Gebührenerhöhung auch höhere Erwartung (z.B. durch besseres Trainerpersonal) haben könnte, ist ihnen durchaus bewußt. Allerdings kann man sich für eine gute Jugendarbeit dann nichts kaufen, wenn die 1. Senioren schlecht da steht. Denn nur dort wollen die Sponsoren investieren. Und die interessieren sich nicht für die langfristigen Überlebensstrategien eines Vereins, bei der die Jugend eine wichtige Rolle spielt.


    Ein Verein, der sich nicht in regelmäßgien Abständen für die Zukunft neu orientiert, wird nicht überleben können. Schon jetzt gibt es selbst im Seniorenbereich Spielgemeinschaften, die in ein paar Jahren ihre letzten Lebenszeichen abgeben werden! Danach kann man die Schlüssel der Anlagen anderen Vereinen geben, die mehr damit anzufangen wissen. Mancherorts grasieren schon jetzt Schafe auf den ehemaligen Fussballplätzen und die rostigen Sponsorenschilder erinnern an bessere Tage.


    Der Fussballverein, so wie sich ihn die Gründer einmal ausgedacht haben, den gibt es längst schon nicht mehr! Er ist zu einem Unternehmen geworden, der nur dann überleben kann, wenn er professional, also nach transparenten Regeln und zuverlässigen Rrozessabläufen geführt wird. Der Vereinsmanager ist längst auch zu einem wichtigen Thema in einem Breitensportverein geworden. Wer Spaß haben will, der braucht auch die finanziellen Mittel dafür, um ihn qualitativ absichern zu können.

    Ich habe vor 3 Wochen die B2-Jugend aus einem größeren Dorf der Umgebung übernommen.


    habe aber bisher keinerlei Trainererfahrung.


    habe ich mich letztlich für die Hallenfußballsaison zur Verfügung gestellt


    denke, dass hier ein individueller Trainingsplan für jeden für zu Hause hilfreich sein könnte.


    ch würde gerne Di, Do, Sa mit einbinden. Kleine Läufe, Dehnung, Kräftigung. Zeitlich würde ich so um die 15 - 30 Minuten einplanen wollen.

    Na dafür, dass dir die Erfahrungen als Trainer fehlen, haust du hier ganz schön auf die Kacke und bist beleidigt, wenn man dir nahelegt, dass dein Plan den Jungs ein Individualplan für zuhause zu geben, großer Mist ist. Die Jungs wollen zum Spaß ein wenig kicken. Wollten sie mehr, würden sie in der B 1 spielen wollen oder sich einen höher spielenden Verein anschließen.


    Mit dieser Erwartungshaltung wirst du in ein paar Wochen allein auf dem Trainingsplatz stehen!


    Deine Haltung zum Mädchenfussball möchte ich besser nicht komentieren!

    ine Selbstdiagnose wäre eventuell Schulstress, weil ich fast direkt von der Schule zum Training fahre. Oder eine gesteigerte Erwartungshaltung, da auch von meiner Seite, die in die Planung der Trainingseinheit investierte Zeit deutlich höher ist als noch vor ca. einem Jahr.

    Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass die Erwartungshaltung von Trainer und Spielern zu weit auseinander liegen. Du solltest also beim nächsten mal die stärkere Gruppe übernehmen, um herauszufinden, ob dieser Grad der Eigeninitiative besser zu dir paßt?


    Mit 17 Jahren hat man, die nötige Begeisterung und den Willen, nicht gleich beim ersten Widerstand die Flinte ins Korn zu werfen, noch einen langen Trainerweg vor sich. Zwar ist der Erwerb der untersten Trainerlizenz schon ein guter Anfang, aber Übungen und Spielformen für die jeweilge Altersgruppe in Kombination mit dem Leistungslevel "zum Laufen" zu bringen, dazu gehört schon auch ein Erfahrungsschatz, den man sich erst einmal aneignen muß. Denn das altersgerechte Training wird für die jeweiige Gruppe jeweils nur kurz angerissen.


    Wenn du hier weitere Unterstützung benötigst, dann würde ich dir empfehlen, einfach Kontakt zu einem naheliegenden NLZ aufzunehmen, um dort zu hospitieren. Denn ich interpretiere deine Erwartungshaltung so, als dass du später mehr Freude am Leistungsfussball haben könntest? Dafür kann man jetzt schon mal erste Erfahrungen sammeln. Es gibt genügend Beispiele von sehr erfolgreichen Trainern, die schon sehr früh für sich entdeckt haben, dass ihnen der Trainerjob mehr Spaß macht.


    Jeder Trainer sollte von Zeit zu Zeit für sich eine Zwischenbilanz ziehen, ob ihm das, was er gerade macht, wirklich noch genug Spaß macht, um für sich zu entscheiden, wie es weitergehen soll und was dafür die nächsten Schritte sind. Ein Austausch hier im Forum kann dafür der erste Schritt sein!

    @Powerzwergenpapa


    Du sagst es! Auf den Camps und im Fördertraining wird zwar mehr Geld gezahlt, dafür werden die Kinder respektvoll behandelt.


    Jetzt kann man sagen: die haben es ja leicht, weil sie keine Punkt- und Pokalspiele austragen und sich nur die Rosinen heraus picken! Doch mal im Ernst: die meisten von euch spielen im Breitensportfussball um die Goldene Ananas. Trainer bauen sich selbst vie Druck auf, weil sie meinen, sie würden sonst keinen guten Trainerjob machen. Klappt es nicht wie gewünscht und hat man einen schlechten Tag, dann wird Dampf abgelassen. Ist es wirklich so schwer, Kinder nicht nur auf ihre fussballerischen Fähigkeiten zu reduzieren, sondern sie als eigenständige Individuen zu respektieren, die sich erst noch soziale Kompetenz (die ihr längst habt) aneignen wollen?


    Wen wundert es da, dass die Eltern gern bereit sind mehr Geld auszugeben, wenn sie dafür zufriedene Kinder haben?


    Wieviele Kinder kommen denn in euren Vereinen überhaupt nicht in der A-Jugend an, mal ganz zu schweigen vom erfolgreichen Übergang in den Seniorenbereich?


    Ja Geld wäre genug da, um den Verein professioneller zu machen. Nur darf es nicht mit dem Füllhorn ausgeschüttet werden,sondern zuallererst sollte eine gründliche Bedarfsermittlung erfolgen, schon bei der Ideenentwicklung möglichst viele Leute für das Projekt ins Boot holen. Alle wichtigen Schritte könnten durch einen mit den jeweiligen Fachleuten besetzten Lenkungsausschuß kontrolliert werden. Wenn hier jeder von Anfang an merkt, dass er Ernst genommen wird, läßt sich verloren gegangenes Vertrauen zurück gewinnen. Dazu bedarf es jedoch sehr viel flacherer Hirachien als sie sich im Laufe von Jahrzehnten in vielen Vereinen selbst geschaffen haben.


    Dennoch: ohne Leidenschaft für die ehrenamtlichen Aufgaben ist die Professionalität nur ein kurzer Moment zum Durchatmen. Denn ohne langfristige Ziele und deren permanenter Kontrolle werden diese Maßnahmen rasch wieder verpuffen.


    Deshalb ist es wichtig, den Inhalte der Aufgaben des ehrenamtlichen Profis präzise zu beschreiben. Denn bislang war man vielerorts davon ausgegangen, dass man Professionalität nicht braucht, weil es auch so irgendwie ginge!

    TW-Trainer: Weil jeder meckern kann, läuft auch der Thread hier so gut und es gibt schon eine Partei dafür in Deutschland


    Wo sind die Lösungen? Loben - anstatt meckern und kritisieren. Professionalisierung anstatt Ehrenamt und Amateure. - sind aus meiner Sicht Ansatzpunkte.


    Ich würde sogar die Frage mit aufnehmen: Was erwartest du von deinem Verein? Was bist du bereit dafür zu geben? (wäre auch mal einen Thread wert oder?)

    Ja, das Meckern ohne konstruktive Hinweise "ala Lügenverein", das meinte ich! :thumbup:


    Klar kann man auch mehr Fragen stellen. Wichtig ist, dass sich die gewonnenen Daten so gut analysieren lassen, als das sie ein allgemeines Bild vom Status Quo abgeben.


    Eine Dateninterpretation wird dort sehr schwierig sein, wo bereits eine deutliche Entfremdung stattgefunden hat? Die Vorstände, die nicht mehr ausreichend für die Meinungen ihrer Mitglieder interessieren und damit auch nicht vertreten. Auf der anderen Seite die Mitglieder, die es sich in einer überwiegend passiven Rolle wohlfühlen.


    Klar könnten die Dachverbände des Fussballs regulierend eingreifen, jedoch scheint man sich mehr und mehr dem Geld (der finanzstarken Vereine und Sponsoren), statt dem Sport (der breiten Masse der Mitglieder) verpflichtet zu fühlen.


    Wohin eine "wild wuchernde" Professionalität führen kann, das wurde von diversen Schreibern beispielhaft angeführt.


    Aber ist ein Verein mit Anspruch auf Gemeinnützigkeit durch eine deutliche Steigerung an Professionalität wirllich die einzige Rettung oder muß sich auch etwas an der Einstellung (z.B. Hol-Bringschuld aller Mitglieder) ändern?

    Danke erst einmal für diese sehr deutlichen Worte in alle Richtungen!


    Man gewinnt den Eindruck, als wenn der Verein als Interessensvereinigung von Ehrenamtlichen ausgedient hat und dringend einer generellen Sanierung bedarf?


    Denn wenn man unter dem TEAM-Begriff nur noch "T"oll "E"in "A"nderer "M"achts versteht, dann ist der grundsätzliche Solidatitätsgedanke einer freiwilligend ehrenamtlichen Tätigkeit nur noch eine leere Hülle. So wird hier u.a. darüber diskutiert, wer eine Hol- und wer eine Bringschuld hat? Verstehen wird jedoch darunter: holst du es bitte, bringst du es mit? So könnte auch hier das Interesse zu finden sein, dem anderen das Fell über die Ohren zu ziehen, weil einem sonst selbst das Fell über die Ohren gezogen wird? Von Leidenschaft für den Sport bleibt dabei kaum etwas übrig. Denn ohnehin sind es immer die Anderen, die ja den ganzen Bockmist machen!


    Sind wir ein Volk von Meckerern geworden, die nur noch nach dem Haar in der Suppe suchen und selbst beim kleinsten Verein professionelle Strukturen erwarten? Warum fühlen wir uns nur dann als Mitglied dieses Vereins, wenn wir gerade davon profizieren, weil z.B. das Kind besonders gelobt wird und länger spielt als Andere in der Mannschaft? Warum sehen wir es als eine himmelschreiende Ungerechtigkeit an, weil ein anderer Trainer etwas anders macht?


    Welche Chancen geht ihr Vereinen, bei denen kaum noch Jugendliche in den Seniorenbereich gelangen, weil sich die Erwachsenen permanent in die Haare liegen, weil der Andere etwas falsch oder nicht genug macht? Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit, in der man im Verein soviel machen kann, wie man machen möchte oder sind wir in unserem Regelungswahn schon so weit, als dass selbst der Verbauch von Toelettenpapier pro Mitglied vorgeschrieben werden muß?


    Viele Vereine wurden in einer Zeit gegründet, in denen es unerlässlich war, gemeinsame Aktivitäten zu gestalten, weil man es allein gar nicht schaffen konnte. Denn die finanzielle Mittel waren sehr begrenzt. Heute können sich viele Menschen dank eines besseren Einkommens sehr viel mehr leisten und somit auch ein Stück Unabhängigkeit "kaufen"!


    Wenn sich also diese Rahmenbedingunen verändert haben, was muß geschehen, damit der Verein wieder zu neuem Leben erweckt wird, denn ohne die Jugend gibt es keine Zukunft? Einige Vereine haben bereits ihre Tore für immer geschlossen, manche versuchen sich noch ein paar Jahre über die Bildung von Spielgemeinschaften über Wasser zu halten. Auf den früher vollen Räumen der Generalversammlungen finden sich nur noch wenige interessierte Mitglieder.


    Klar, ein Rezept dazu wird es nicht geben, weil die Probleme überall ein wenig anders gelagert sind! Die Probleme finden man rasch durch eine einfache Frage an alle Mitglieder, die da lauten könnte: "wie wohl fühlst du dich im Verein"? Aber darauf allein kommt es wohl nicht an, sondern auf die Fähigkeit gute Kompromisse zu schmieden, in denen sich jeder wohlfühlen kann! Doch jeder ist ein Mitglied und kann sich aktiv daran beteiligen. Denn meckern kann ja Jeder!

    Aber so ganz ohne Grundregeln geht es ja auch nicht.

    Na, das ist doch klar! Was ich jedoch damit sagen wollte ist, dass sich Trainer und Spieler als Interessensgemeinschaft verstehen sollte, in denen man partnerschaftlich miteinander umgeht. Es geht nicht darum, einen Strafenkatalog zu entwickeln, nachdem Andere abgeurteilt werden.



    Bin jetzt in der U13. Die letzte Zeit kommen die aber im Training auf ganz abwegige Ideen.

    Klappt bei Pflichtspielen wahrscheinlich eher weniger, da meckern sie sich nämlich auch an.


    Denke mal, der Hinweis von @Manndecker bezog sich auf ein Fehlverhalten beim Training, so wie du es im Eingang auch formuliert hattest. Auf fand ich den Hinweis passend, dass wir unser Verhalten stets zu entschuldigen wissen, jedoch den Kindern (die unter zunehmendem Schulstress und Leistungsdruck beim Fussball ein wenig Abwechselung suchen) nicht gestatten, mal Dampf abzulassen.


    Im Breitensportbereich gibt es häufig eine große Streuung an gewünschten Anforderungen, sodass es für den Trainer nicht immer leicht ist, allen Teilnehmern gerecht zu werden. Einerseits hat er eine Aufsichtspflicht, die er nur dann als alleiniger Trainer nur dann gut nachkommen kann, wenn er die Trainingsgruppe gemeinsam üben läßt. Andererseits möchte er seine Spieler bestmöglich unterstützen, indem er den Schwierigkeitsgrad ein wenig variiert. Ich denke, hier kommt es auf den Erfahrungsschatz und das Engagement des Trainers an, inwieweit ihm dieser Ballanceakt gelingt allen gleichermaßen gerecht zu werden.


    Ein hohes Gerechtigkeitsempfinden haben U 13 Kinder jedoch, weshalb man nicht unbedingt jede emotionale Erregung mit Provokationsregeln ("ala jetzt ist aber Ruhe im Karton) beantworten muß. Die Kinder wollen sich gern ausprobieren, kommen mit großer Neugier und benötigen dort, wo sie allein nicht weiterkommen, die Impulse ihres Trainers. Durch geschickte Fragen kann der Trainer dazu beitragen, sie für die nächsten Entwicklungsschritte vorzubereiten.


    Wir Erwachsene sind sicherlich vielfach anders aufgewachsen, weil man uns Autortät mit Anbrüllen und Vorschriften, Strafarbeiten machen schon in der Schule verklickert hat. Wer jedoch Autorität im Fussball sucht, der muß sie sich Tag für Tag erarbeiten oder aber er sieht es gelassen nach dem Motto: "...ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich danach ungeniert ...!"

    @thomasg


    Der B-Juniorinnen-Bereich wird als Übergangsbereich zum Frauenfussball verstanden. Aufgrund der früher einsetzenden Pubertät werden die Prioritäten geändert, wobei die Parties ebenfalls eine andere Bedeutung erlangen.
    Waren es früher die Freundinnen als Hauptmotiv zur Trainingsteilnahme, spielen nunmehr andere Faktoren eine Rolle. Eine Veränderung der Trainingsbeteiligung ist unmittelbar am Spielergebnis gekoppelt. Gewinnt man das Spiel deutlich, so muß man ja selbst auch gut gespielt haben und wird beim nächsten Spiel sicher wieder von Beginn an spielen dürfen. Wozu soll man sich dann noch beim Training abrackern? hat man das Spiel deutlich verloren, muß man selbst wohl schlecht gespielt haben. Damit man beim nächsten Spiel wieder aufgestellt wird, ist es wohl besser zum Training zu gehen.


    Bei den Jungen spielen zwar die Freunde auch eine Rolle, aber man fragt nur noch selten und ehrer zufällig vorher, wer zum Training geht und warum! Bei den B-Juniorinnen haben sich hingegen parallee Kommunikationswege mit teilweise hohem Gruppenzwang gebildet, wovon ihre Trainer nur teilweise etwas mitbekommt. Etwa dem rauhen Ton, wenn es mehrere Whats-App-Gruppen gibt und eine Spielerin versehentlich dort etwas hineinschreibt, was eigentlich in eine andere Gruppe gehörte.


    Auch die Mannschaftsaufstellung verläuft hier anders. Spielen sollen die mit der höchsten Sozialkompetenz in der Gruppe, unabhängig von ihrem Leistungspotenzial. Noch defiziler kann es bei der Positionsverteilung zugehen. Wenn z.B. der Ex-Freund mit seiner neuen Bitch auf der rechten Seite zuschaut, dann will man überall, nur nicht dort aufgestellt werden. Na ja, man könnte wohl ein Buch drüber schreiben.


    Ich kann dich jedoch trösten. Denn sobald die Spielerinnen sich in eine Ausbildung stürzen und es nicht mehr selbstverständlich ist, jederzeit am Training und den Spielen teilnehmen zu können, wird es für sie wieder eine höhere Priorität erlangen, sich regelmäßig beim Fussball zu treffen. Aber es kann immer mal für eine Zeit ne "Männer- oder auch Frauenpause" geben, um sich in Partnerbeziehungen zu üben. Wenn dann der Frust des Alltags kommt, dann ist der Fussball ein guter Hafen, in denen gute "alte" Freundinnen warten.


    Das der Mädchenfussball viele Unterschiede zu denen der Jungen aufweist, hast du sicher schon bemerkt - freu dich schon mal auf die zukünftige Traineraufgaben im Frauenfussball! Also langweilig wirds da nie!

    Ein bisschen enttäuscht bin ich allerdings schon, wahrscheinlich habe ich zuviel erwartet, als ich eine eigentlich konkrete Frage stellte.

    Bestimmt nicht! Aber hier geht es um eine B2 im Breitensport und nicht um eine U17 eines NLZ! Selbst, wenn in den ersten Wochen des Trainerjobs ein paar Spieler zu dir kommen und nach Übungen für zuhause fragen, solltest du das schon richtig einordnen. Denn deine B2-Spieler haben sicherlich andere Ziele als Berufsspieler zu werden, weshalb der Fussball für sie ein wichtiger Ausgleich zu ihren anderen Aktiitäten darstellt.
    Wenn es denn dabei bleibt, dass deine Anregungen "freiwiliger Natur" und nicht als Hausaufgaben als Fortsetzung von Schulunterricht verstanden werden, dann kann man es wie folgt verpacken:
    1. Im Training wird eine Finte präsentiert, an der sich die Spieler ausprobieren können.
    2. Der Trainer gibt den Hinweis, diese Finte zuhause ausprobieren zu können
    3. Beim nächsten Training wird nach dem Warmmachen diese Finte wiederholt, sodass jeder der Lust hatte es zuhause zu üben, die Verbesserung präsentieren und dafür gelobt werden kann.


    Finten kann jeder allein machen. Du findest sie im Internet in ausreichender Menge als Texte, Bilder und Videoclips. Man braucht dazu ein paar Qudratmeter Pflaster oder Rasen, die jeder in seiner Umgebung findet.


    Sei dennoch vorsichtig dabei, sodass nie der Eindruck entsteht, es sei doch indirekt eine Art "Nachhilfe-Unterricht", denn der Fussball ist ihr Hobby, bei der es im Breitensportbereich nicht um die persönliche Leistungssteigerung, sondern ganz allein um den Spaß ihn in der Mannschaft spielen zu dürfen, geht!

    @Reiccon


    Fussball ist eine Mannschaftssportart. Das Aussprechen einer persönlichen Strafe wegen Unzulänglichkeiten auf dem Platz deutet für mich zunächst auf fehlende Konfliktsteuerungsfähigkeiten des Trainers hin. Auch deshalb ist es in meinen Augen kontraproduktiv, wenn ich vorab einen Strafenkatalog einführe, obwohl ich noch gar nicht weiß, was davon später benötigt wird.


    Wenn ich als Trainer im Kontext eines partnerschaftlichen Umgangs handele, dann ist es selbsterklärend. Ist es eine Mannschaftsbestrafung, so setzte ich damit den Übeltäter dem Druck seiner Mannschaftskameraden aus, die er zuvor bereits durch sein Fehlverhalten ein wenig verärgert hat. Weil hier eine zeitliche Nähe zwischen Fehlverhalten und Tadel gegeben ist, dürfte es alle Spieler verstehen.


    Eine Machtdemonstration zu benutzen, um einen Spieler an der Pranger zu stellen, kann leicht als Überreaktion für die Trainingsgruppe empfunden werden. Wenn man bedenkt, dass die Spieler sehr viel geduldiger sind, wenn der Trainer mal einen schlechten Tag hat, dann könnte man ein wenig besonnener an die Sache heran gehen.


    Wenn sich alle Spieler beim Training wohlfühlen, weil sie ausreichend Erfolgserlebnisse bekommen und ihnen der Trainer dabei hilft, dürfte Meckerei o.ä. ein nebensächliches Ereignis sein.


    Um es mal etwas deutlicher zu formulieren: Wir sind die Trainer, nicht ihre Richter!

    coachshop.de/dfb-buch-jugendfu…bilden-mit-konzept-3.html

    Der Tipp, sich zunächst einmal mit einem Buch über die wesentlichen Merkmale des B-Jugend-Fussballs zu beschäftigen, ist goldrichtig! Ohne spezielle Vorkenntnisse wird es sehr viel mühseeliger, sich als Trainer seine Erfolgserlebnisse zu holen.


    Meine Mädchen sind jetzt auch in der B angekommen und ich muss sagen solche Schwierigkeiten mit der Trainingsbeteiligung hatte ich in den letzten Jahren in der D/C Jugend nicht, eindeutig ein Alters'Problem' (andere Schwerpunkte in der Freizeit, Clique vor Sport, mehr Anforderungen in der Schule und und und).

    Und das wird nicht besser, deshalb solltest du erst gar nicht anfangen, im "normalen Mädchenbereich" auf gemeinsam formulierte sportliche Ziele zu bestehen. Unisono redudiert sich das Interesse hier auf wenige Motive: a. an Verbesserung im Training Interessierte, b. Treffen mit befreundeten Spielerinnen, weil gerade sonst nichts los ist. Weil b. der höhere Anteil ist, wird dein besonderes persönliches Engagement zur Verbesserung sporticher Leistungen nur bei den wenigsten wahrgenommen. Dies ist der Grund, warum man eine B-Juniorinnen-Mannschaft in den höheren Ligen an- und abmelden kann, ohne sich sportlich qualifizieren zu müssen oder sich sportlich disqualifiziert zu haben.


    Diese speziellen Rahmenbedingungen lassen sich jedoch kaum mit denen im Jungenbereich vergleichen. Dort spielen fast alle Spieler einer Mannschaft schon viele Jahre. Es hat bereits eine starke Gewöhnung an einen wöchentlichen Rhythmus von Training und Spiel stattgefunden, weshalb eine regelmäß9ge Teilnahme daran von den meisten Mannschaftsmitgliedern gar nicht grundsätzlich infrage gestellt wird. Für manch Übergewichtige ist es eine gute Ausrede, die Ernährung nicht umstellen zu müssen, weil man ja schließlich Sport betreibt. Nur dann, wenn der Trainer sich als Vollidiot herausstellt, reißt auch ihnen irgendwann der Geduldsfaden und sie suchen sich ein anderes Hobby.


    Ich komme jedoch zum gleichen Fazit wie du, dass man nicht eher eigene Ziele formulieren sollte, bevor man nicht seine Mannschaft dazu befragt hat. Mit ein wenig Feingefühl wird man herausfinden, was die Mehrheit des Teams von Fussball-Hausaufgaben hält und den Punkt gern an den Trainer zurück geben, ob er evl. seine Hausaufgaben in der Gestaltung seiner Trainingsaufgaben so gut macht, als das dann keine Hausaufgaben mehr für die Spieler nötig sind?


    Ich selbst habe früher Jahrelang selbst Fußball gespielt

    Wenn es deine erste Mannschaft ist, dann solltest du dir zunächst einmal noch keine konkreten sportlichen Ziele setzen. Denn es ist ein Riesen-Unterschied, ob man selbst trainiert wird oder Andere trainieren soll. Denn wenn du versuchst, lediglich deine eigenen Erfahrungen als Erwachsener bei den Jugendlichen weiterzugeben, wirst du rasch feststellen, dass das so gar nicht funktioniert.

    Crowdfunding

    Schau dich dazu mal ein wenig im niederländischen Fussball um. Dort wird Crowdfunding schon seit einer Reihe von Jahren in der breiten Masse erfolgreich betrieben. Allerdings hat ein "sanfter Druck" der Komunen auch dazu geführt, mit dem Geld sorgfältiger und sparsamer umzugehen, um darüber mehr mittel- und langfristige Ziele zu realisieren.


    Hierzulande wird leider viel zu häufig ohne eine langfristige Planung Geld entweder im Gießkannenprinzipg in den Verein gepumpt oder aber Geld für kurzfristige Projekte ausgegeben, deren mittel- und langfristige positive Wirkungen gar nicht ausreichend geprüft wurden.


    Das Problem vieler ehrenamtlicher Vereine ist, dass sie heutzutage mit Geld umgehen könnten müssen, was sie früher gar nicht hatten.


    Als normaler Breitensportverein stellt sich die Frage nach einem hauptamtlichen Jugendleiter, wenn es dafür gar keine Kosten-Nutzenrechnung gibt?


    Etwas anders sehe ich die Aufgabenverteilung gegen Aufwandsentschädigung. Hier schenkt der Teilnehmer (z.B. Jugendleiter) seinem Verein zwar seine private Zeit, es werden ihm jedoch sämtliche Kosten und Aufwendungen, die er für den Verein macht, erstattet. Was für größere und manche mittlere Vereine seit Jahren längst selbstverständlich ist und das Engagement der ehrenamtlich Tätigen im Verein dadurch eine besondere Wertschätzung erlangt, scheint für die Dorfvereine nach wie vor ein Tabu zu sein. Doch je schwieriger es für sie ist, Nachwuchstrainer zu finden, die für diesen Job sogar das Geld in den Verein stecken, was eigentlich ihrer Familie zusteht, je mehr müssen sie sich mit diesem Thema auseiander setzen.


    Die Finanzierung von Nachwuchs-Breitensporttrainern ist dabei noch das geringste Problem. Vielmehr muß zunächst einmal die Frage gestellt werden, ob man die 1. Seniorenmannschaft und ihren Trainer weiterhin Geld, was dort gar nicht benötigt wird, bezahlt, würde man statt "Söldner" dem eigenen Nachwuchs eine Chance geben. Das könnte zwar hier und da dazu führen, dass dieses Team in der Liga spielt, die ihrem sportlichen Verhältnissen entspricht, andererseits würde es wieder mehr Zuschauer zum Spiel locken, weil dann wieder die Jungs aus der Nachbarschaft um Tore und Punkte kämpfen.


    Wo ein Will ist, da ist auch immer ein Weg!

    Theoretisch gibt es die Möglichkeit der Sperre, praktisch wird einer Spielerin der 3. Damenmannschaft normalerweise keine Sperre auferlegt. Selbst die Androhung einer Sperre könnte ungewollt für soviel Unruhe im Umfeld sorgen, dass die dann gleich die 2. Mannschaft auch noch mit abmelden msüsen.


    Wie schon in anderen Threads beschrieben ist die Spielsperre für den Breitensport gänzlich ungeeignet und für den Bereich des Frauenfussballs in den untersten Ligen gilt das erst recht!

    Der Titel trifft wie die "Faust aufs Auge" die Sehnsüchte junger Menschen sowie ihrer ehrgeizigen Eltern. Da ist es doch wohl am besten, diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die es geschafft haben, anstatt sich mit den vielen Menschen zu geschäftigen, für den der Weg irgendwann zu einem Traum wurde, aus dem sich erwacht sind!


    Er wird sicher für den ein- oder anderen Antworten liefern, warum es hier so wenig bis nach ganz oben schaffen? Denn in den Nachwuchszentren ist man zwar stets bemüht, sich neue Leistungsziele zu setzen, jedoch stellt traditionelle Methoden als Doma gar nicht infrage. Denn wer großte Fortschritte erzielen will, der darf sich nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten.


    Durch die frühe und ganzheitliche Verinnerlichung des Fortschrittsglaubens auf der Basis einiger unrüttelbarer Tabus ist jedoch die Gasse, in der sich erfolgreiche Sportler auf ein Spitzenniveau vorbereiten, sehr schmal geworden. So stellt z.B. hierzulande niemand die Frage, ob es evl. für die Talente besser wäre, wenn man gerade in den Ballungsräumen seine personellen Kompetenzen bündelt und dabei einen finanziellen Rahmen schafft, durch den insgesamt weitaus mehr Talente den Weg bis nach ganz oben schaffen könnten.


    Weil aber der Fussball immer komplizierter wird, ist es wichtig, sehr gut ausgebildete Talente zu fördern. Dies kann auch auf anderem Wegen geschehen, die uns jedoch teilweise noch sehr fremd sind. So hat das "Kaizen" in Japan eine große Bedeutung bei der Schaffung von Wertschöpfungsprozessen erlangt. Die Philosophie ist es, sich in sehr kleinen Schritten weiterzuentwickeln. Während wir hier entstehende Probleme solange ignorieren, wie wir meinen, sie würden an der Lösung nichts ändern, erachtet man im Kaizen stets eine gute Lösung auf eine Frage als kleinen Schritt zur Verbesserung einer schrittweisen, punktuellen Verbesserung.


    Dieser kontinuierliche Verbesserungsprozeß, bei dem alle Mitarbeiter gleichermaßen eingebunden sind, löst das rein nach Machthierachie begründete Führungskonzept zu einem guten Teil ab. Denn wer sonst, außer der, der es tagtäglich macht, sollte besser wissen, wie man es richtig macht? Hierzulande geht es jedoch gerade in der Talentförderung handwerklich zu, denn es heißt "wo gehobelt wird, da fallen Späne" und meint damit die natürlich Auslese durch widerkehrende Talentselektion in den Vereinen.


    Sicher gelangt man mit beiden Methoden an ein Ziel. Die Frage ist jedoch, weshalb das Bessere ist? Das Niveau der Ausbildung stetig zu fördern, indem man die Mitarbeiter dazu animiert, sich für eine Verbesserung innerlich auch gegen das Gegenwärtige zu stellen, um daraus genügend Verbesserungsideen zu produzieren.


    Insofern bin ich mir fast sicher, dass ein gutes Buch zum Schluß mehr Fragen an seinen Leser stellt, als das es endgültige Lösungen offeriert!