Beiträge von TW-Trainer

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    Leute wie ich gewinnen nicht am Ende die Oberhand, weil wir "Loud Voices" sind, sondern weil wir Dinge verstehen und die richtigen Schlüsse ziehen.

    Ich dachte, du wolltest jetzt in den Vorstand eures Angelvereins wechseln, weil du die Nase vom Kinderfussball voll hast? Oder bist du nicht gewählt worden und steigst jetzt wieder in den Kinderfussball ein?
    Also ich würde hier auf die Leute hören, die dir davon abraten, wieder damit anzufangen.

    ch überlege mir jedes Training einen neuen Trainingsschwerpunkt, orientiere mich am Stützpunkttraining

    • Vom Strafenkatalog verspreche ich mir v.a., dass die Spieler, die wirklich trainieren wollen es auch können und nicht von anderen abgelenkt werden.



    @pppp Vielen Dank für deine Ergänzungen.


    Wenn ich es richtig verstehe, dann möchtest du gern ein eng ans Stützpunkt angelegtes Training machen. Du hast dabei das Gefühl, das die anspruchsvollen Übungen und Spielformen von einigen Spielern durchaus umgesetzt werden könnten, wenn sie nicht von Anderen dabei gestört bzw. daran gehindert werden.


    Du machst dir sehr viele Gedanken über die Ausbildung im Fussball bei dieser Mannschaft, weshalb du dir notierst, welche Übungen/Spielformen gut ankommen und welche nicht. Hier kann schon ein Schlüssel liegen, der dir bei der Analyse und den Optimierungsmöglichkeiten hilft.


    Falls du nicht von allein drauf kommst, warum manches gut angenommen wird und bei anderen Übungen/Spielformen gestört wird, dann frage doch einfach mal deine Jungs, was sie gut finden und was nicht?


    Vielliecht ist ein Teil deiner Mannschaft vom Niveau der eng ans Stützpunkttrainings angelehnten Übngen/Spielformen überfordert und reagiert aus Frust durch Störung, um damit auf sich aufmerksam zu machen?
    In einer Breitensportmannschaft ist das Leistungspektrum in aller Regel sehr groß, was es bei einer Stützpunktmannschaft nicht ist.


    Wie man ein Training vorbereitet und durchführt hast du ja während deiner Trainerausbildung gelernt. Allerdings gab es wenig bis gar keine Unterstützung in Sachen Mannschaftsführung, denn die jeweils anwesendene Mannschaften während der Trainerausbildung waren durch Belohnung und große Anzahl von Trainern und Ausbildern ohnehin hoch motiviert. Das hat aber mit dem Traineralltag im Dorfverein wenig zu tun.


    Deshalb solltest du die Trainerlizenz eher mit einem Autoführerschein vergleichen. Man hat grundlegende Kenntnisse erworben, aber für die nötige Routine braucht es noch etwas Zeit, die man nur durch Praxiserfahrungen sammeln kann.


    Weil man dafür ca. 2 Jahre benötigst, wäre es sicher besser gewesen, wenn du als Co-Trainer an so eine Mannschaft heran geführt worden wärst.


    Ich denke mal, dass die Kinder, die sich nun in einer Entscheidungsphase befinden, dein "Zuckerbrot und Peitsche - Prinzip" (z.B. durch ein Video als Belohnung und Strafenkatalog für Bestrafung) durchschauen werden.


    Ohnehin ist es viel einfacher durch dosiertes Lob positiv auf die Mannschaft einzuwirken. Denn über Lob freut sich jeder, aber wer freut sich schon über Kritik? Für Lob gibts keine Altersbegrenzung!


    Hinzu kommt, das Kritik und Strafenkatalog eine Umgebung von Angst (einen Fehler zu machen) schafft. Angst ist jedoch ein Leistungsblocker, weil hier versucht wird möglichst kein Risiko einzugehen, um bei einem Fehlschlag einer Strafe zu entgehen. Du hast doch keine Mannschaft von Sträflingen, sondern Kinder, die ein gemeinsames Hobby haben!


    Diese Form der Zensur soll in den Grundschulen abgeschafft werden, weshalb ich mich eigentlich wundere, wie so ein junger Mann wie du noch mit dem "Rohrstock" auf den Fußballplatz gehen kann?


    Fazit: mach zunächst eine Analyse, zu der sicher auch eine Befragung deiner Jungs gehört. Es ist auch kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von besonderem Interesse, wenn man die Mannschaft in seine Überlegungen einbezieht.

    @Spieler-papa


    Nun hast du mal gesehen, wie schon ein junger Mensch auf seine fussballerischen Fähigkeiten reduziert wird. Denn auch die Landesverbandstrainer (meist A-Lizenz) basteln an ihrer eigenen Trainerkarriere, weshalb dort eine hohe Fluktuation herrscht.


    Schämen muß man sich nicht. Denn von den Mädchen, die jährlich am DFB-Länderturnier in Duisburg teilnehmen, leidet mindestens die Hälfte mehr oder weniger unter Heimweh.


    ich denke mal, deine Tochter wird sich davon erholen, zumal sie bei der dezentralen Auswahl nach wie vor einen Kontakt hat. Sehr viel schlimmer wird das "verheizen" jedoch, wenn es während bzw. zum Ende der Pubertät erfolgt. Da landen reihenweise hochtalentierte Mädchen mit Länderspieleinsätzen im freien Fall auf Kreisebene. Denn dort kann es genauso schnell hoch wie runter gehen.


    Für dich es es vielleicht ein guter Warnschuß zukünftig nicht so blauäugig zu sein und auch deinem Kind die Zeit zu geben, die ihre talentierten Mitspielerinnen auch bekommen, um sich fussballerisch und sozial gleichermaßen entwickeln zu können. Deine Tochter steht noch ganz am Anfang ihrer Karriere und hat noch jede Menge zeit. Wenn euch also jemand mit dem Argument drängt, es wäre nun schon an der Zeit, dann sei skeptisch, schlafe eine Nacht drüber anstatt spontan zu zusagen oder frage einen guten Freund, der sich ein bißchen besser als du im Fussball auskennt!


    Ich finde es gut, dass du dich hier zu Wort meldest, denn viele Eltern trauen sich nicht, weil sie glauben damit nicht den Leistungsmaßstäben unserer Gesellschaft zu entsprechen.


    Es kommt gar nicht darauf an, mal hinzufallen! Es kommt nur darauf an, schnell wieder aufzustehen, um aus einer vermeintlichen Niederlage die Stärke zu ziehen.

    ch habe mich aus dem Kinder- u. Jugendfussball verabschiedet, weil ich mit diesem verrückten System (sorry mir fällt kein anderes Wort dazu ein)
    nicht mehr klar komme.

    Zunächst einmal kann ich in deinem Beitrag jeden Satz unterstreichen. Allerdings finde ich es schade, dass du letzendlich aufgegeben hast. Denn gerade der Kinderfussball braucht Veränderer, weil es hier nicht so sehr um Geld sondern um die Leidenschaft für den Sport und das große Herz für die Kinder geht.


    Wenn man aber große Ziele nicht erreichen kann, dann kann man sie in kleinere Abschnitte aufteilen. So dauert es vielliecht länger, aber dafür verstehen die Menschen es besser, als wenn sie zu etwas gezwungen werden.


    Ich habe im Gegensatz zu dir bei ihm feststellen können, dass er nach anfänglicher Ignoranz durchaus kritische Worte für das System, in dem er arbeitet, gefunden hat. Allerdings scheint er im Kern zu anderen Erkenntnissen zu gelangen.


    Diese Einsichten erfolgen meist über ein gut funktionierendes soziales Netzwerk (Familie, Freunde), in denen man überwiegend Freude finden kann. Die Zeit, die man zur persönlichen Entwicklung benötigt mag zwar individuell unterschiedlich groß sein, aber sie läßt sich letzendlich nicht willkürlich reduzieren. Sei es, um Profi oder gar Weltmeister zu werden. Über diese Einsichten verfügen Kinder noch nicht und leider so manche Eltern ebenfalls nicht.


    Umsosehr freut es mich, dass in den vergangenen Jahren manches in Bewegung geraten ist.


    1. RAE-Effekt: wird zumindest beim DFB anerkannt, allerdings noch zu wenig kontrolliert
    2. Eckpunkte bei der Zertifizierung der NLZ (z.B. Kadersgröße)
    3. Torwarttrainer-Ausbildung (nächtes Jahr Reform geplant)
    3.a. Nachwuchstorwart-Ausbildungskonzept (als 2. Reformstufe)


    Jedoch wird man keine Ziele erreichen können, wenn sie nicht hinreichend verstanden werden.


    Das mit der sachlichen, objektiven Diskussion ist immer so eine Sache. Denn wenn sie zu anderen Schlüssen kommt, mag man nur allzuleicht in seiner Ehre verletzt sein. Bis auf ein paar "Naturgesetze" gibts ja eigentlich nichts, was wissenschaftlich erwiesen wäre und worum es sich nicht zu streiten lohnt?


    Allerdings gehört dazu eine Streitkultur, die keinen Teilnehmer an die Wand drängt oder zu Boden wirft, sondern wählen läßt. Das sollte für jedermann gelten. Also auch für Sir Alex und all den anderen, die zu anderen Meinungen gelangt sind.


    Eigentlich sollte man meinen, das Vereine die beweglicheren Steuerungselemente hätten als verbandsorganisierte Unternehmen. Allerdings hat der DFB durchaus erkannt, dass er einerseits ein Unternehmen mit Gewinnmaximierung repräsentiert und andererseits ein gemeinnütziger Dachverband ist. Dies geschah jedoch sicher nicht freiwillig.


    Bei einem Vereinsskandal wird Personal ausgetauscht. Der Sponsor entscheidet fast immer selbst, ob und in wieweit er Steueraufkommen gewinnbringend in Werbung umwandelt und sich darüber hinaus ein Spielzeug fürs persönliche Image beschafft.


    Der Mitgliedereinfluß in den Vereinen ist jedoch immer geringer geworden, weil sie einem Kapitalinteresse gefolgt ist. Die Brandrede eines Uli Höneß (kurz vor seiner Selbstanzeige), in der er die Fans bestimpft, die zu wenig Stimmung für die Bonzen in der VIP-Lounge machen mag hierfür beispielhaft sein. Momentan diskutiert man darüber, ob jetzt das Aspirin von Bayer, das Hähnchen von Werder oder Red Bull von Leibzig die bessere Garantie für eine gute Vereinstradition wären? Da ist niemand (bis auf ein paar Kabaretisten), der dieses "Kirchturmdenken" ad adsurdum führt. Denn gerade dieses Kirchturmdenken in den Vereinen führt zu einer immer schneller und fester werdenden Verschraubung von Vereinssystemen, bei der es schließlich nur noch gilt: Vogel friss oder stirb!


    Ja, ich habe die gleichen Erfahrungen mit den Vereinen gemacht wie Dirk! Allerdings nicht mit dem Faxit einer Enttäuschung, sondern mit dem Ende einer Täuschung. Denn wenn ich den nächsten Schritt bereits kenne, wer sollte diese Taktik besser verstehen und wie sollte man sich besser in ihr wohlfühlen können, wenn man ihre Schwächen für sich nutzen kann? Wenn nicht mit einem, so doch mit mehreren Schritten.


    Lieber Ralf, ich verstehe schon, dass man nicht immer die Zeit hat, hier im Forum auf Diskussionen einzugehen. Allerdings muß auch ich erkennen, dass die Fairplayliga keine Insel sein darf, um danach ab der E-Jugend wieder ins Haifischbecken des Kinderfussballs einzutauschen. Lass uns doch gemeinsam darüber überlegen, wie es in der E-Jugend vernünftig weitergehen kann, damit nichts von den wertvollen Schätzen verloren geht.

    Ich kann die Diskussion nicht verstehen. Mit 18 darf man Autofahren, Alkohol trinken, zum Wählen gehen ... - warum soll man da nicht auch eine F-Jugend trainieren können? Das Alter ist kein Qualitätsmerkmal! (siehe Julian Nagelsmann)
    Ich habe auch mit 18 (sogar mit 17) Jahren eine F-Jugend trainiert und sowohl Verein als auch Eltern waren sehr zufrieden (und das sogar in einem heutigen NLZ). Ich war da näher am Team dran, als ich das heute bin -> folglich hatte ich mehr Verständnis für die Kinder.

    Ich finde deine Einwände durchaus berechtigt. Schließlich vergibt der DFB bereits an 16-jährige eine Trainerlizenz ohne sie darauf hinzuweisen, dass es nicht ratsam ist, gleich als Cheftrainer oder alleiniger Trainer zu starten. Der Grund der Zurückhaltung läßt sich rasch erkennen. Es wird einerseits mit der Lizenzausbildung Geld verdient, da möchte man sich andererseits in allzu sehr in die Internas der Vereine einmischen. Ja und eigentlich hat man auch gar keine nachprüfbare Kompetenz in der Mannschaftsführung, weshalb dieses Thema in der Lizenzausbildung weitgehend ausgeklammert wird.


    Da kann man durchaus auf den Schluß kommen, dass die sportliche Fachkompetenz ja das wichtigste ist und das die bei einem 18-jährigen durchaus höher sein kann als bei einem Fubball-Laien.


    Dennoch wirst du mir bei der Frage, dass es ein großer Unterschied ist, ob man selbst trainiert wird oder andere trainieren soll?


    Es mag sicher in Ausnahmen Fälle geben, wo ein 18-jähriger mit akitver Fussballerfahrung das kleinere Übel ist als ein 37-jähriger Brüllaffe. (Unter den Blinden ist der Einäugige der König!)


    Doch schon an der kurzfristigen Trainerjobübernahme läßt sich erkennen, dass es hier weniger um die sportliche Kompetenz geht, sondern das man jemanden benötigt, der schnell einspringt, weil die vorherigen Trainer Grund genug sahen, ihre Aufgaben mittendrin zu beenden. Es spricht ebenfalls nicht unbedingt für den Verein, als das sie sich nicht um einen Co-Trainer gekümmert haben. Es überrascht allerdings auch nicht sonderlich, weil in den meisten Vereinen der Jugendfussball und insbesondere der untere Bereich auf vorgetäuschtes Interesse bei den Verantwortlichen stößt.


    Dass das Umfeld nicht sofort wieder so mit dem Nachfolger umgeht, wie mit den Vorgängern, sondern diesem erst noch ein paar Wochen gibt, mag hierbei nicht verwundern. Aber ob sich grundlegende Dinge durch einen Trainerwechsel ändern, ist mehr als fraglich?


    @Strznievski Deine Hinweise finde ich super. Aber meinst du nicht, dass gerade aufgrund der fehlenden Autorität und Erfahrung bei einem 18-Jährigen das Delegieren und Kontrollieren von Aufgaben rund um den Fussball besonders schwierig wird? Oder glaubst du, dass es deswegen einfacher für ihn wird, weil er schon mal höher gespielt oder bei Bundesliga-Vereinen, wo andere Rahmenbedingungen herrschen, Praktika machen konnte?


    @MichaelW98 Ich hoffe und drücke dir die Daumen, dass es gut geht! Aber sei dir bewußt, dass in der F-Jugend die Probleme nicht im Training, sondern in den Wettkämpfen liegen. Es geht dabeium um Machtkämpfe zwischen und mit Eltern, anderen Trainern, Jugendleitern und Vorständen und nicht um Fussball. Es kann dir den Spaß nehmen, wenn du diese potenziellen "Brandherde" nicht erkennst und nicht sofort Hilfe suchst und die notwendige Unterstützung findest.


    Wir hier im Forum können es lediglich aus der Ferne beurteilen und erfahrene Trainer können abschätzen, ob Chance auf Erfolg besteht. Nimm also die Warnungen ernst. Dann wirst du nicht so leicht überrascht werden und vielleicht besser damit umgehen können. Vielleicht findet sich in eurem Verein ja auch ein erfahrener Trainerpate? Wie bereits gesagt: es kommt hier meist weniger auf die sportliche, sondern auf die soziale Kompetenz an, die die meisten 18-jährigen eben noch nicht besitzen.


    Wenn du das schaffst, dann kann was Großes aus dir werden, wenn du die Bodenhaftung nicht verlierst. Nicht jedes Trainergenie ist gleich bei einem Bundesligaverein angefangen.

    @pppp


    Also ich hab da meine Zweifel, ob man mit einem Video alle Probleme in deiner D-Jugend ausräumen kann? Und wie du schon erkannt hast, liegt es nicht allein an einer mehr oder weniger autoritäten Mannschaftsführung und einer langen Strafenkatalogsliste.


    Meiner Meinung nach kommen sie wie viele Kinder in diesem Alter mit großer Neugier zum Training, sind jedoch schnell gelangweilt, wenn es nicht abwechselungsreich ist, sie kaum neue Fähigkeiten hinzu leren und der Spaß dabei zu kurz kommt, weil sie zu wenig spielen dürfen und zu oft bzw. zu lange zuhören sollen.


    Vielleicht erzählst du uns mal, wie bei dir so eine typische Trainingseinheit aussieht? Hier gibt es genug erfahrene Trainer im Forum, die dir Tipps zur weiteren Optimierung geben könnten.

    @Manndecker


    Als Aufbau-Übung prima (weil im Spiel leider viel zu oft von innen nach außen gespielt wird und der Einschußwinkel schlechter wird).


    Was noch fehlt sind spielnahe Elemente dazu, denn so wehrlos wird ja keine Abwehr sein, dass sie ihren Keeper vorzeitig zum Pausentee schickt und der Trainer die Defensivspieler anweißt zu Salzsäulen zu erstarren.


    Sobald deine Jungs (U 16 ??) solide Pässe mit dem richtigen Druck zustande bringen und das Tor treffen, kannst du nach und nach den Schwierigkeitsgrad erhöhen, sodass eine typische Situation spielnah trainiert wird.
    Zum guten Abschluß dieser prima Übung gehört dann noch eine geeignete Spielform. Hier würden sich Quadrate anbieten (in denen man sich nur im Moment aufhalten darf, in denen dorthin ein Ball gespielt wird), in denen der Ball erfolgreich gepaßt wird und danach zum erfolgreichen Torabschluß zu führen, um für die Offensive Punkte zu sammeln. Die Defensive würde entsprechend Punkte erhalten, wenn sie einen Paß ins Quadrat erfolgreich verteidigt oder der Keeper erfolgreich abwehrt.


    Als weitere Variante könnte man ein Zeitlimit zum Torabschluß setzen. Denn sonst kann es vorkommen, dass bei aktiver Defensive der Kern deiner Übung zum zentralen Torabschluß verloren geht. Das passiert bei Bretensportteams aufgrund der größeren Leistungsstreuung häufiger und sollte berücksichtigt werden, um hier einen effektiven Lerneffekt zu erhalten.


    Nach jeder Aktion sollten Offensive und Defensive die Aufgaben wechseln, um jeweils Erfahrungen auf der "gegnerischen Position" zu sammeln.

    @Follkao Ich bin zu dem gleichen Schluß wie du gekommen. Aber der junge Mann möchte zunächst selbst die Erfahrungen machen, wie schnell aus Lust dann Frust werden kann, wei man allein gelassen wird.
    Normalerweise ist es ein Riesenunterschied, ob man trainiert wird oder andere trainieren will. Aber es soll ja auch "Naturtalente" geben!

    @Jason2012


    Irgendwie scheinen sich deine Probleme mit der Mannschaft und den Eltern von Jahr zu Jahr zu wiederholen, weil du versuchst es allen recht zu machen, selbst aber dabei "auf der Strecke bleibst". Ich vrmute, dich plagen die Gedanken nur deshalb weil du Angst davor hast Fehler zu machen. Als Trainer sollte man jedoch keine Angst vor Fehlern haben, denn sobald man sich dafür entschieden hat, eine Gruppe zu leiten, ist gleichsam klar, dass sich die Mitglieder nur vor den Kopf, aber nur selten hinein schauen lassen. Das ergibt sich schon allein aus der Vielfalt an Charakteren. Da gibt es den:
    - selbsternannten Star (der sich schon feiern lassen will, wenn er 3 x hintereinander den Ball getroffen hat), der gelegentlich die Flügel gestutzt bekommen sollte
    - den Trainngsweltmeister (aber sobald ihm im Wettkampf ein Gegner entgegen kommt, bekommt er Muffen und schießt den Ball weg) der gelegentlich Extra-Mut braucht
    - den Introvertierten (bei dem man gar nicht weiß, wo er gerade mit seinen Gedanken ist), der gelegentlich daran erinnert werden will, dass Fussball eine Mannschaftssportart ist
    - den Ängstlichen (der trotz überdurchschnittlier Leistungen meint, er wäre der Schlechteste im Team), den man hin und wieder vermitteln muß, dass er mutiger sein darf
    na ja und noch jede Menge Charaktere mehr.
    Hinzu kommen die Mentalitäten ihrer Eltern, die dir teilweise auch in den Ohren liegen, weil sie sonst befürchten, ihr Kind würde zu wenig Spielzeiten bekommen.


    Und wäre das alles noch nicht genug, so ist man als Trainer einer D-Jugend häufig genug passiver Teilnehmer einer Gruppe, die in der Findungsphase ist. Denn nun wollen sie eltern- und trainerunabhängig entscheiden, ob der Fussball weiterhin ihr Hobby ist.


    Man hat als Trainer die Wahl, sich um die zu kümmern, die gerne kommen oder um die, die Kinder und Eltern, die permanent gebauchpinselt werden wollen. Letzteres kann leicht zu einem "Ganztagsjob" werden.


    Damit komme ich zurück zur Kernfrage: Willst du den Trainerjob als Hobby, dann solltest du dir selbst die Rahmenbedingungen setzen, anstatt durch Kinder und ihre Eltern "fremdgesteuert" sich in einem schmalen Grad an Freude und Frust durch die Saison zu hangeln?


    Je schneller du erkennst, dass du selbst Teil des Problems bist, je eher wird es dir gelingen, den Blickwinkel darauf zu verändern und für dich wirksame Maßnahmen zu finden, um nicht immer wieder dort zu landen, wo du schon mal warst.

    Erstes Training lieg super, bin sehr überrascht die haben schon viel drauf.

    Training ist das eine. Aber der Wettkampf wartet ja erst noch auf dich.


    Das von dir trainierte Team spielt scheinbar in einer "Resterampenliga" (Gruppe E statt Gruppe A) und beide vorherigen Trainer haben zum Ende der Rückrunde "tschüss" gesagt. Gerade dort, wo es eigentlich nur um die goldene Ananas geht, gibts leider immer wieder negative Gewaltauswüchse. Hat man dir gesagt, warum die Trainer gemeinsam aufgehört haben? Sind die Kinder der Trainer noch da oder wurden sie "mitgenommen"?


    Sind die beiden Betreuerinnen noch da und wie zuverlässig sind sie?


    Spielt das Kind eures Sponsors mit und in wieweit hat sich der "Sponsor" ins Spielgeschehen (z.B. Mannschaftsaufstellung, Spielzeiten) eingemischt?


    Bin nach wie vor der Meinung, dass dein Einstieg als Co-Trainer (unabhängig vom Alter der dem Leistungslevel der Mannschaft) für dich und die Mannschaft einfacher gewesen wäre. Deshalb bin ich auch gespannt, ob deine Begeisterung nach den ersten Spielen noch genauso groß ist oder Ernüchterung eingekehrt ist?

    Hab es mal grob überflogen. Überraschend für mich ist, dass nach Jahren der Diskussion und so mancher Verbesserung in der Trainingslehre immer noch Kinder wie kleine Erwachsene trainiert werden (sollen).


    Leider wird auch im Breitensportbereich allzuhäufig ein Kinder- und Jugendtraining mit (zum Teil sogar veralterten) Erwachsenen-Trainingsmethoden praktiziert. Ursachen hier sind meist Trainer ohne spezielle Ausbildung. Darunter Elterntrainer und aktive Spieler aus dem Seniorenbereich, die als Trainer fungieren.
    Auch die Verantwortlichen in den Breitensportvereinen verfügen meist über zu wenig moderes Wissen im Kinderfussball, sodass sie negativen Auswirkungen dieser Trainingsmethoden nicht erkennen.


    Es gibt jedoch immer auch unter den Eltern der Kinder solche, die das Training über den Schmerz hinaus für eine besonders gute Traiiningsmethode halten, weil auch ihnen jegliches Grundwissen fehlt.


    Die Sichtweise der Eltern, deren Kinder leistungsorientiert ausgebildet werden, ist gar nich so viel anders. Ja, er wird sogar noch intensiver ausgelebt, weil viele Eltern aufgrund der langen Fahrzeiten auch im Training anwesend sind und dem Trainer ihres Kindes schon mal einen diskreten Hinweis geben, wenn es ihnen nicht "hart genug" zugeht. Jedoch findet er dort meist kompetente Ansprechpartner unter den Trainern. Aber klar: "schwarze Schafe", die auf dem Rücken der Kinder den schnellen Erfolg suchen, gibt es dort auch.


    Schließlich gibt es noch den Bereich des "Pseudo-Leistungsfussballs". Als Beispiel hierfür kann ich F-Jugend-Teams nennen, die 4 x wöchentlich trainieren und zusätzlich sonntags noch eine freiwillige Einheit eingelegt wird. Es ist eine Kombination aus dem früheren Straßenfussball mit vermeintlichen Leistungselementen. Denn hier wird permanent ins Spiel hinein gerufen, wie "viel" ja immer auch "viel" nützt. Das Resultat ist, dass diese Kinder hektischen Aktionismus und Handlungsschnelligkeit nicht unterscheiden lernen, weshalb spätere Trainer daraus erst noch strukturiertes trainieren schaffen müssen. Die meisten Kinder wollen jedoch dieses Art des Trainings gar nicht und auch die Eltern empfinden es nicht angebracht, sodas die meisten Kinder schon während oder nach so einer Saison ausscheiden.


    Als Konsequenz daraus sollten zunächst einmal Vereinsverantwortliche, bzw. Jugendleiter in einer Ausbildung kindgerechtes Training und Spiel erlernen, um darüber ihr Wissen an die Trainer im Jugendbereich weiterzugeben. Denn nur ein Konzept erstellen reicht nicht. Man muß die Inhalte auch verstehen, um sie richtig umsetzen zu können.


    Ich erachte das Buch als hilfreich für Vereinsverantwortliche, weil sie die Ansprechpartner und Wissensmultiplikatoren für ihre Kinder- und Jugendtrainer sind.

    Vielleicht wäre der Weg ja über die Schulen? Wie es in Amerika läuft? Qualifizierter Sport in die Nachmittagsbetreuungen...

    Diese Idee ist nicht neu und vieles dabei klingt auf den ersten Blick auch gut.


    Aber ob das Schulmodell in den USA wirklich für hiesige Verhälltnisse taugt, das wage ich zu bezweifeln? So ist der Fussball in manchen Gebieten nur deshalb favorisiert, weil das Equipment dafür weniger kostet als die Ausrüstung eines Eishockey-Teams. Denn der Sport wird ausschließlich privat finanziert.


    Weil der Fussball anders wie hier nicht flächendeckend angeboten wird, kommt es vor, dass man für ein Auswärtsspiel ein komplettes Wochenende weg ist. Es ist dann aber nicht nur die Zeit, sondern auch Geld für Übernachtung und Verpflegung zu zahlen.


    Auch mit der Fussballtraner-Ausbildung ist es in den USA nicht weit hin. In der untersten Stufe reicht ein Wochenendseminar und für oberste Stufe reichen ein paar Wochen aus.
    Wer z.B. einen Schüleraustausch mit Fussball in den USA will, der muß erstmal einen 4-stelligen Betrag hinblättern, bevor sein Kind das erste Mal die Fussballschuhe anziehen darf. Andererseits gibts dort Sportstipendien für besonders talentierte Spieler. (Was hier die Vereinsscouts machen, dass wird dort über die Universitäten gemacht.)


    Auch über deutsche "Schulsport-Modelle" kann man hier im Forum reichlich Informationen finden.


    Du magst sicher recht haben, wenn es an Unterstützung fehlt, die Jugendabteilung so zu behandeln wie den Seniorenbereich. Denn wäre das so, dann hätten sich die Bereiche nicht soweit auseinander entwickelt?


    Die Frage ist jedoch, wie lange man warten will, um wieder einen einzigen Verein daraus zu machen? Denn einige, ehemals gute Amateurvereine haben sich bereits in die Insolvenz gewirtschaftet und wenn es so weitergeht, dann wird es noch eine Reihe dieser Vereine treffen. Denn sobald der Hauptsponsor sein Interesse am Spielzeug der 1. Mannschaft des Fussballvereins verloren hat, ist der pleite.


    Es müßten hier andere Vereinsregeln geschaffen werden, der sowohl die Höhe und Dauer der Zuwendung als auch den gemeinnützigen Zweck näher definiert.

    Sind es denn nicht genau die genannten Schwachstellen, die einen u.U. dazu bewegen, als Elternteil selber aktiv zu sein damit das Kind nicht in die Hände noch größerer Stümper gibt?

    Weder Mitleid noch die Bewahrung vor schlimerem Unheil sind ein guter Ratgeber bei der Entscheidung ein Traineramt zu übernehmen, wenn nicht der Spaß am Fussball mit Kindern das Hauptmotiv ist. Spmst w#re fast jeder neue Trainer ein Interimstrainer, der nur solange aktiv ist, bis hierfür wieder ein guter Trainer gefunden wurde.


    Auch sollte man nicht so naiv sein zu meinen, ein guter Trainer im Verein sei genug! Nur dann, wenn es kein Trainerroulette mehr gibt, weil es keine schlechten Trainer mehr gibt, ist eine Perspektive gewährleistet.


    Wäre die Situation im Kinderfussball besser, dann würde man keine Fairplayliga benötigen. Aber was nützt ein Tropfen auf einem heißen Stein schon, wenn niemand bereit ist, diesen Stein aus dem Wege zu räumen.


    So, nun zu deinen Fragen:



    er soll das denn umsetzen? Woher kommen denn die qualifizierten Leute?
    Ich habe keine Zeit für Fortbildung.
    Wir sind doch nicht Bayern München.

    Warum glaubst du, sind in den Dorfvereinen bezahlte Trainer und Spieler für die 1. Seniorenmannschaft gekommen, wenn man sich nicht intensiv mit der Beantwortung dieser Fragen beschäftigt hätte?


    Was glaubst du sind die vermeintlichen Motive der Vereinsverantwortlichen für das Abwatschen von Andre`s Vorschlägen zur Opitmierung des Jugendbereichs, wenn nicht die der Geringschätzung des Jugendfussballs in vielen Breitensportvereinen?

    @Andre
    Erst mal großes Lob von mir für die konstruktiven Ansätze.


    In einigen Punkten hast du sogar meiner Meinung nach in ein Wespennest gestochen. Insbesondere wenn es um die unterschiedliche Wertigkeit im Ehrenamt geht.


    So findet man z.B. in lokalen Zeitungen Suchanzeigen nach Trainern für die 1. Seniorenmannschaft. Aber hast du schon mal eine Annonce in der Zeitung gefunden, wo nach einem Jugendtrainer für eine E3 gesucht wird? Bei manchen Vereinen findet man auf deren Homepage einen pauschalen Hinweis ala ... wir suchen ständig Jugendtrainer und Betreuer .. aber vielen Vereinen ist es nicht mal ein kleiner Hinweis wert!


    Ebenfalls findet man in lokalen Zeitungen die Vita der neuen Trainer der 1. Senioren. Aber wann liest man mal was über einen Jugendtrainer?


    Die Trainerkandidaten für die 1. Seniorenmannschaft werden selbst im Breitensportbereich zuvor genau unter die Lupe genommen. Im Jugendbereich wird jeder genommen ("Roulette")


    Gibt es gleiche Zuschüsse für die Vereinsmitglieder von den Kommunen wollen Sponsoren ihren Einfluß für die Verwendung der Gelder (die sie als Spende steuerabzugsfähig geltend machen) Einfluß nehmen. Ja hat der Vereinsvorsitzende sicher zu stellen, das nicht ein Cent im Jugendbereich landen darf.


    Was hat das Alles noch mit dem gemeinnützigen Verein zu tun, wenn es längst darum geht mit wirtschaftlichen Interessen eine jährlich Punktlandung in der Bilanz hinzu bekommen, weil Geld im Verein wichtiger geworden ist als die Menschen.


    Jetzt droht der Jugendfussball aufgrund jährlich geringere werdenden Interesses am Ehrenamt zu einem Auslaufmodell zu werden. Es fehlt an Gestaltungsfreiraum und Anerkennung für jedermann. unterscheiden.


    Mancherorts spricht man vom Verein im Verein. Gemeint ist der Jugendbereich einerseits und der Seniorenbereich andererseits.


    Ferner ist eine zunehmende Abkopplung an den Aktivitäten des Heimatvereins zu beobachten. Achtet mal darauf, wenn ihr durch euer Dorf fahrt, wie viele Fan-Fahnen es von Bundesligisten dort zu sehen sind. Waren es vor 10 - 20 Jahren schon genauso viele?


    Gingen viele Fussballfans früher zum Heimatverein und hin und wieder zum favorisierten Bundesliga-Verein, so ist das Verhältnis heutzutage umgekehrt. Wenn man fragt warum, so bekommt man als Antwort, dass früher die Jungs aus der Nachbarschaft in der 1. Senioren kickten. Heute wüßte man noch nicht mal, woher einige Spieler und die Trainer kommen. Da könnte man sich doch gleich eine Fan-Fahne vors Haus stellen und diesem Teams auch als Zuschauer die Daumen drücken.


    Derzeit laufen wieder Seminare über das Vereinsmanagement. Von einem Wandel im Ehrenamt mit geänderten Anforderungen ist beim Thema Breitensport nach wie vor nicht viel zu finden. Man will ja schließlich nicht seine Mitglieder vergraulen und schmiert ihnen lieber Honig ums Maul. Da beschäftigt man sich schon eher damit neue Tricks, wie man erfolgreicher ehrenamtliche Mitarbeiter rekrutiert, was letzendlich immer darauf hinaus läuft, ihnen das zu erzählen, was sie am liebsten hören. Wenn das dann noch nicht reicht, wird die Angstkeule herausgeholt, weil doch das Kind für sein Leben gerne Fussball spielt und der Verein der einzig rechte Ort für seine Ausbildung ist.


    Auch das sehe ich als Zeichen dafür, dass noch keine Wende im Breitensportbereich zu erkennen ist, die dringend notwendig wäre. Das fängt beim guten Bambini-Trainer an und hört beim eigenen Talentnachwuchs für den 1. Seniorenbereich auf. Nur dann, wenn sich alle ehrenamtlichen Mitglieder im Verein wieder wohlfühlen können, kann man die traditionellen Werte für die Zukunft retten.

    @Ersatzbank Auch dein Link paßt m.E. sehr gut zum Thema, weil er auf das Profil eingeht. Dazu folgende Aussage des Ehrenamtspräsidenten Dieter Habermann:


    "Nein, der Schein trügt nicht. Wir müssen uns alle gehörig anstrengen. Aber wir müssen uns dabei vor allem die richtigen Fragen stellen. Wir fragen uns immer noch viel zu häufig: Wie begeistere ich die Menschen für ein bestimmtes Ehrenamt? Die Frage muss aber eher lauten: Wie muss das Ehrenamt aussehen, dass sich die Menschen dafür begeistern und welche Gestaltungsmöglichkeiten habe ich?
    Das betrifft den Verband genauso wie jeden einzelnen Verein. Ob wir wollen oder nicht: Das müssen wir alle verstehen, sonst werden wir scheitern! Dann würde ich tatsächlich ein Auslaufmodell verwalten."


    Leider gibt Herr Habermann keine Antworten, wie denn das Ehrenamt heutzutage aussehen müßte, um attraktiver zu werden. Denn nur noch Eltern zu fragen, ob sie alle vakanten Ämter im Verein bekleiden wollen, das kann wohl nicht des Rätsels Lösung sein?


    Hier mal ein paar Überlegungen, wie das Ehrenamt sich verändern könnte, um gleichermaßen den Ansprüchen des Ehrenamtes wie das der anderen aktiven und passiven Mitglieder gerecht werden könnte:


    1. Leistung und Engagement belohnen
    Tja genau bei der Frage, wie das Ehrenamt heutzutage auszusehen hat, entscheiden sich viele Vereine noch für Lösungen, die schon vor Jahren im Kreis er potenziellen Interessenten kritisch gesehen wurde. Denn wenn z.B. ein lizensierter Trainer, der sich regelmäßig fortbildet genau so behandelt wird wie ein Brüllaffe (der nur zuhause einen Maulkorb verpaßt bekommt), dann stimmt da etwas nicht! Mögen Kinder vor 20 - 30 Jahren noch einen Drill geduldet haben, entscheiden sie heute rasch mit den Füßen, wie sie ihre Freizeit gestalten wollen. Auch Eltern achten vermehrt auf die Qualität der Unterstützung bei der Freizeitgestaltung ihrer Kinder.


    2. Anerkennung anders definieren
    Das Bedürfnis nach Anerkennung im Ehrenamt ist sicher gleich geblieben. Hinzugekommen ist jedoch nach der teilweise überdimensionierten Bezahlung der Trainer und Spieler der 1. Seniorenmannschaft auch der Wunsch nach einer angemessenen Aufwandsentschädigung, weil der Zeitaufwand im Jugendbereich nahezu identisch ist mit denen der Senioren.


    3. Verbesserungsvorschläge anders behandeln
    Gerade die Generalversammlungen waren früher Orte und Zeitpunkte einer intensiven Diskussion über die Verbesserungsmöglichkeiten im Verein. Heutzutage sind sie jedoch kaum besucht, weshalb man sich die Frage stellen muß, warum dies so ist? Als einen wesentlichen Grund sehe ich den Mangel an ernsthafter Gesprächsbereitschaft an, über Verbesserungsvorschläge außerhalb der 1. Seniorenmannschaft mit Vereinsverantwortliche sprechen zu können. Wer sich aber nicht ernst genommen fühlt, der wird in eine innere Opposition treten. Ein Großteil der Vereinsmitglieder besteht mittlerweile daraus, weshalb man bei einer Beitragserhöhung eine Massenaustrittswelle befürchtet.


    Aber Dieter Habermann hat vollkommen recht: Jammern allein löst die Probleme nicht. Jeder sollte sich aktiv an der Freizeitgestaltung einbringen! Jedoch sind es geeignete Rahmenbedingungen, die nur dann auf Begeisterung stoßen, wenn sie den Wünschen und Vorstellungen der Menschen treffen, die sich in einem Verein wohlfühlen wollen.

    Ich habe heute ein Gespräch mit der Jugendleitung.

    Ich denke mal, dort wirst im Gespräch mit den Verantwortilichen sicherlich Entscheidungshilfen finden.


    Denn wenn nun den Worten der Verantwortlichen keine Taten folgen, hast du unmißverständlich deine Konsequenz daraus klargemacht. Der Verein hat nun die Wahl und du die Sicherheit für deine Entscheidung weiterzumachen oder aufzuhören.


    Mag evl. auch ganz gut sein, wenn du dir eine "Schaffenspause" gönnst, um die Erlebnisse zu verarbeiten, anstatt sich gleich in ein nächstes Abenteuer zu stürzen. So erkennt man, ob der Spaß noch groß genug ist und man sein Hobby auch ganz allein genießen kann.


    Gerade in Orten, wo sich jeder kennt, kann es von Vorteil sein, ein wenig Gras drüber wachsen zu lassen, bevor man sich für ein neues Engagement entscheidet.

    Aber da "Verein" nicht konsumieren sondern mitmachen bedeutet, darf man durchaus auch aktiv um Mithilfe bitten. Sowohl bei der 3. Herren wie auch bei den Eltern.

    Ja, das sehe ich auch so. Allerdings mit der Einschränkung keine Eltern als Trainer zu beschäftigen. Denn nur so gibt es eine Gewähr, dass zugesagte Rechte und Pflichten eingehalten werden.
    Wer als Vereinsverantwortlicher Elterntrainer beschäftigt, der konsumiert Dienstleistungen ohne Rücksicht auf die Eltern und ihre Kinder, denn die müssen die Vernachlässigung des Vorstands ausbaden.


    Leider wollen viele Vorstände nicht gern zuhören, wenn das Thema Jugend angesprochen wird, weil sie sich hier keine Lorbeeren verdienen können. Auch erkennen sie aufgrund ihrer eigenen kurzfristigen Ziele keine kausale Verbindung zwischen guter Jugendarbeit als Garantie zur langfristigen Erhaltung des Vereins.


    Trainereltern stellen keine Forderungen, bzw. sie werden nicht erfüllt, sondern sie gehorchen unter Androhung sonst andere Elterntrainer ausgetauscht zu werden oder aber die Mannschaft des Kindes aufzulösen.


    Ich denke mal, dass was Marcelo hier sehr einfühlsam und nachvollziehbar beschreibt, wird es in vielen Vereinen geben und nicht eine Ausnahme sein.


    Mir scheint der Leidensdruck auf die Vereine längst noch nicht groß genug zu sein, als dass eine Besserung in Sicht ist, solange noch genug Geld in der Kriegskasse für die Dorfbundesliga ist? In manchen Vereinen gibt es nur noch eine Seniorenmannschaft. Die Kinder müssen teilweise weit entfernt zu anderen Vereinen, mit denen man Spielgemeinschaften gegründet hat, weil das am wenigsten kostet. In einigen kleinen Vereinen grasen schon Schafe auf den Fussballplätzen.
    Bei glechbleibendem Desinteresse für die Jugend werden in den nächsten 10 Jahren weitere 10 - 20 % an kleinen Dorfvereinen endgültig von der Bühne verschwinden. Den anderen Sportarten wird`s sicher freuen, wenn die Verantwortlichen in den Fussballvereinen nicht verstehen wollen, dass sie beim Freizeitsport nicht mehr in einem Elfenbeinturm sitzen.

    @Manndecker
    Das ist ein Teil der Antwort. Denn durch eine variantenreiche Ausbildung sollen die Spieler in vergleichbaren Situationen aus den unterschiedlichen Möglichkeiten eine selbständig wählen können. Ist dieser Hintergrund nicht im Training angelegt worden, dann fehlt es an einer guten Situationseinschätzung, die sich von Gegner zu Gegner und sogar innerhalb eines Spiels mehrfach ergibt.


    Mein Ziel sollte es als Trainer sein, die Spieler gleichzeitig laufen und denken zu lassen, anstatt sie mal im Spieler- und mal im Zuschauermodus zu beobachten.


    Der andere Teil der Antwort findet sich darin, als dass die eigene Mannschaft fast nie so auftritt, wie man es geplant hat. Da ist Improvistionstalent gefragt, gemeinsam das Beste daraus zu machen. Wer hier keine Idee hat, der kann sein Team in dieser Situation nicht coachen und ist dem Zufall ausgeliefert.


    Trainer erleben das Spiel sehr intensiv mit. Selbst manchen Profitrainern gelingt es nicht immer, seine Emotionen im Zaum zu halten. Auch sie entscheiden nicht immer nur aus Kalkül, sondern aus dem Bauch heraus. Der Mut dazu ist ebenfalls eine Stärke, denn wenn es schief geht, dann schaut nicht nur die Mannschaft dumm aus der Wäsche.


    Jedoch ist Mut ist ein besserer Ratgeber als die Angst vor dem Versagen.


    Genauso wie sich die Spieler im Wettkampf ausprobieren wollen, sollt auch ihr euch ausprobieren. Denn planen läßt sich eben doch nicht immer alles!

    @PlayaEspanol
    Ich hoffe, @Steini Informationen haben dir die letzten Zweifel genommen, fortan einen eigenen, selbstbestimmten Trainerweg zu gehen und sich von den Fesseln im Heimatverein zu lösen. Denn selbst, wenn du dir die beste Mühe gibt, den Vater zuhause zu lassen, wird in jeder ausbleibenden Entscheidung des Jugendvorstands klar, dass du selbst ungerechtfertigte Entscheidungen weitaus eher klaglos hinnimmst, als wenn du kein Vatertrainer währst.



    1.) Liebe Eltern, wenn sich nicht bis zum ... drei aus euren Reihen als zuverlässige Betreuuer/Co-Trainer finden lassen, bin ich raus! Wobei man hier a) auch Mütter ansprechen darf und b) die meisten lieber gefragt werden wollen als sich selber zu melden. Du siehst ja wer Zeit hat und am Platz rumlungert

    So ähnlich sind viele Eltern in diese Rolle gedrängt worden. Erst hieß es "nur ein bißchen mithelfen", dann meinte man "das machst du prima. Da kannst du doch gleich die Mannschaft übernehmen" und ehe man sich versieht, ist man schon in eine Rolle gerutscht, die man ursprünglich gar nicht wollte.


    Bei @PlayaEspanol ist insofern etwas Gutes daraus geworden, als das er Interesse an dieser neuen Aufgabe gefunden hat. Allerdings waren reichlich Vorkenntnisse eine gute Basis. Die überwiegende Zahl der Neu-Einsteiger sind jedoch absolute Anfänger. Manche erkennen sogar rasch, dass ihnen nicht einmal die Zeit fehlt, um die neue Aufgabe vernünftig auszuführen. Mehr als 50 % hören schon während oder nach ihrer ersten Saison wieder auf. Es läßt sich denken, dass diese Entscheidung zunächst Streß im Verein vorausgegangen ist und gerade Elterntrainern besonders schwer fällt.


    Dabei gibt es weitaus bessere Wege, das benötigte Personal aus dem eigenen Verein zu rekrutieren. So kann man ab dem ältern C-Jugend-Jahrgang Spieler ansprechen, ob sie Lust haben, sich als Traner fortzubilden. Sie sammeln dann erste Erfahrungen als CoT-rainer, nehmen an Traineraus- und fortbildungen teil und wissen bei der Übernahme eines Traineramtes ganz genau, was auf sie zukommt.


    Gegen diesen Weg der Trainerrekrutierung gibt es jedoch überall dort Wiederstände, in denen man die Jugendarbeit nicht besonders schätzt und deshalb so billig wie möglich "mitlaufen" soll. Denn neutrale, gut ausgebildete und sportlich erfolgreiche Trainer bekommen früher oder später Angebote von anderen Vereinen. Dort erfahren sie eine bessere Wertschätzung, indem ihnen eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird.
    Will man im eigenen Verein derlei Anspruchsdenken erst gar nicht aufkommen, dann holt man sich lieber Eltern. Die machen es um sonst und lassen sich die Geringschätzung ihrer Arbeit gefallen, weil sie glauben damit auch ihrem Kind das Beste zu wollen.


    Ich denke mal nicht, das @Steini seine Entscheidung irgendwann bereut hat. Auch @PlayaEspanol" Zaudern gilt hauptsächlich der Zukunft seines Sohnes. Doch welchen Grund sollte es geben, dass er sich nach der D-Jungend nicht auch in einem größeren Verein mit gut ausgebildeten Trainern prima entwickelt.


    Wer allerdings Angst hat über den Tellerrand hinaus zu schauen, indem man sich einen anderen Verein anschließt und dort neue Erfahrungen sammelt, der wird nie weiterkommen als bis dahin, wo er jetzt schon ist!