Beiträge von TW-Trainer

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    Liebe Trainerfreunde,


    alljährlich finden die "Kamingespräche" mit den "Vereinsmanagern" miittlerer und kleiner Vereine statt. Hierzu hat der DFB aktuell einen Trailer zur Verfügung gestellt, den man sich unter dem nachfolgenden Link anschauen kann:


    http://www.dfb.de/vereinsmitar…ueck-zu-den-wurzeln-2242/


    Mich würde einmal interessieren, ob nach eurer Meinung auf alle elementaren Fragen, wie sich nach heutiger Vorstellung ein Verein darstellen sollte, praktische Antworten gefunden wurden oder ob man nur um den "heißen Brei" redet. Insbebesndere dort, wo man sich um Reakitäten einer weitgehend anderen Behandlung der Mitglieder für das Aushängeschild des Vereins und dem großen Rest des Vereins geht?


    Ist es auch nach eurer Meinung zutreffend, dass sich die Mitglieder eines Vereins lediglich als Kunden fühlen oder sind sie nur in diese weitgehend passive Rolle gedrängt worden, weil man sich über ihren Willen hinweg gesetzt hat, um das Feld für fananzkräftige Sponsoren bereit zu stellen? Denn über ihre Einflußnahme sind langfristige "Wohlfühlkonzepte" für alle Vereinsmitglieder durch ristriktive Steuerungsinstrumente zur Benachteiligung des Jugendberechs entwickelt worden. Warum wundert es niemanden, dass sich immer weniger Mitglieder finden lassen, die dann im Vergleich zur 1. Senioren-Mannschaft wie Ehrenamtler 2. Klasse behandelt fühlen?


    Hat der DFB dazu ein Stragiepapier oder ist unter "zurück zu den Wurzeln" lediglich viel heiße Luft versteckt?

    Eigentlich ist es doch wunderbar, das es keinen Masterplan gibt, der immer und überall funktioniert! Das macht es ja noch viel spannender!


    Habe mich vor kurzem noch mit einem niederländischen Nachwuchsverantwortlichen über die Unterschiede in der deutschen und niederländischen Talentförderung unterhalten. Er meinte, wir (die Niederländer) haben nicht so viele Talente, weshalb wir immer schon gleich schauen, ob das Talent besser vor, in der Mite, hinten oder im Tor spielt. Weil wir (Niderlnde) aber aus 3 Talenten was machen müssen, wo ihr (Deutschland) 30 habt, müssen wir schon sehr früh in die Spezialisierung gehen. Schnell müssen alle sein, aber besonders schnell müssen die heutige Talente im Kopf sein. Bei euch müssen sie erst mal nur gut Tore schießen und verhindern können, weil sich schon irgendwie die Besten durchsetzen können.


    Na, ich könnte sicher noch eine Reihe von Vergleichen anführen, aber was ich erst einmal nur sagen wollte ist, dass Jeder in seiner Weise nach Argumenten sucht, warum sein System besser ist als jedes Andere. Und unsere holzschuhklappernden Freunde aus dem Nachbarland neigen gelegentlich zu Übertreibungen, weshalb man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen sollte.


    Ralf Klohr an unlängst mal die Frage in den Raum gestellt, dass es nicht nur darum geht, diejenigen, die es geschafft haben, zu clustern, sondern methodisch auch festzustellen, warum es andere nicht geschafft haben. Dazu kann jedoch nicht allein die gemessene Quote von 0,05 % aller Talente aus dem DFB-Stützpunktsystem in den Profibereich heran gezogen werden. Denn nicht jeder, der den Traum als Kind hat Profi zu werden, wird diesen Traum auch als Jugendlicher oder junger Erwachsener noch hegen. Andersherum kann dieser Traum auch später noch entstehen.


    Für die Messung von Erfolg oder Mißerfolg muß man also sehr viel mehr in die Tiefe gehen, unterschiedliche Systeme miteinander vergleichen (sofern dies überhaupt möglich ist), um wenigstens grobe Aussagen treffen zu können. Denn wie will man sonst oberflächliche Informationen gepaart mit langfristig nicht hinterfragten Methoden interpretieren und zuverlässige Werte frü zukünfitges Handeln entwickeln?


    Denn es ist heute geanuso schwierig zu sagen, wer in 10 Jahren ein besonders erfolgreicher Fussballer sein wird, weil der weitaus größte Teil irgendwann entweder am Können und Wollen oder an den Fähigkeitsdefiziten seiner Trainer scheitern wird?


    Jedes System, was nicht kritikfähig ist, kann icht überleben, weil es mit sich selbst viel zu sehr beschäftigt ist.

    @Das_Huhn


    An die anfängliche Abneigung gegen den Futsal kann ich mich auch noch erinnern. Da half es anfangs nichts zu erwähnen, dass in Südamerika und in einigen südeuropäsichen Ländern bis zur U 12 hauptsächlich Futsal gespielt wurde und viele heutige Stars damit aufgewachsen sind.


    Man kann die Gegner des Futsal in 2 Gruppen trennen. Da sind zum einen die Erwachsenen, die den Futsal (noch) nicht kennen und deshalb skeptisch sind, weil sie sich keine Abweichungen vom Standard-Fussball vorstellen können, die den Fussball nicht schlechter machen.


    Dann ist es die Gruppe der Kinder, die gern mal unter den Ball haun und auch den Distanzschuß ganz gern mal einstreuen. Weil aber der Futsal-Ball (mit weniger Luftdruck und etwas mehr Gewicht) am Fuß klebt und kleinere Ballannahmefehler verzeiht, genügt es nicht mehr allein auf gegnerische Fehler zu warten. Auf diese Weise kann der Unterschied gegenüber schwächeren Teams nicht mehr allein durch Tore aufgezeigt werden. Wer will schon freiwilligt auf bereits gewonnene Vorteile verzichten?


    Insofern kann der Futsal als neue Herausforderungen für die Teams angesehen werden, die große Lust darauf haben, sich auch im Winter weiterzuentwickeln, um im Frühjahr erfolgreicher zu starten.


    Ich würde also diese Weigerung einiger guter Teams eher als temporär vorhandene Skepsis ansehen. Denn wenn die feststellen, dass andere Teams durch Futsal ein höheres Tempo spielen, technisch und taktisch an ihnen vorbeiziehen, dann werden sie rasch merken, dass es falsch war den Futsal nicht für sich zu nutzen.


    Man muß dazu nicht gleich alle Futalregeln einsetzen. Wichtig ist zunächst einmal sich an den fliegenden Wechsel und damit der deutlich höheren Spielintensität zu gewöhnen. Denn wer wie gewohnt in der Halle von vorn nach hinten und wieder zurück rennt, der wird schnell merken, dass der "Ball die beste Kondition" hat.


    In der Halle noch größere Tore einzusetzen, davon halte ich wenig. Es würde lediglich die Anzahl zufällig oder schlecht herausgespielter Tore erhöhen. Auch wäre der Keeper durch Erhöhung der Torfläche häufig chancenlos, weil im Futsal sehr viele Tore aus kurzer Distanz erzielt werden.


    Wie bereits erwähnt wurde, kann man im Futsal genau so viele Tore erzielen, wenn man die speziellen Feinheiten dieser Variante so trainiert, als dass das Team lern durch schnelles Umschalten, intelligentes, präzises Palßspiel jede Aktion auszuspielen und darüber permanent an individueller Handlungsgeschwindigkeit zuzulegen.


    Viel Spaß dabei!

    @Spieler-papa
    Lampenfieber, Nervösität, Ängste vor einer als besnders wichtig wahrgenommenen Veranstaltung sind normal. Im Regelfall sind sich innerhalb der ersten Minuten nach Beginn und/oder nach dem ersten Ballkontakt in einem Fussballspiel verschwunden.


    Dauern diese Phasen jedoch länger und behindern, dann lassen sie sich meistens normalisieren, indem man sich kurz zuvor in eine "innere Meisterstimmung" versetzt. D.h. man erinnert sich an eine schwierige Situation, die man besonders gut gemeistert hat. Man denkt sich: wenn das schon so gut geklappt hat, das wird das heute nur eine Kleinigkeit.


    Intensive Versagensängste sind jedoch etwas ganz anderes, weil sie sehr viel tiefer liegende Ursachen haben. Sie können jede normale Aufgabe zur Tortur werden lassen, weil hier kaum noch klare Gedanken gefasst werden können.


    Deiner Tochter wurden bereits sehr früh (und so wie ihr es nach einer Auswahlmaßnahme gemerkt habt, zu früh) unter besonderen Leistungsdruck gesetzt. Denn aufgrund ihres Altes kann sich kaum unterscheiden, ob sie für ihre Mannschaft oder für ihre Auswahl besonders Großes leisten soll? Diese übersteigerte Form des selbstauferlebten Leistungsdrucks kann Krämpfen und Übelkeit führen.


    Mein Rat wäre: lass sie zum Training, denn dabei verspürt sie keinen Druck. Schaut euch gemeinsam Wettkämpfe an, aber lass sie zunächst nicht mitspielen. Sobald sie ein ausgeglichenes, normales Verhalten zeigt, kann sie für einige Minuten im Wettkampf mitwirken. Danach können die Phasen gesteigert werden, bis sie ganz normal am Wettkampfbetrieb teilnehmen kann.


    Sie soll zunächst wieder den Spaß am Fussball finden, anstatt einzig darin den Leistungsanspruch (z.B. die Beste zu sein oder das Spiel gewinnen zu müssen) darin zu sehen. So wird sie die Lust auf eine neue Herausforderung wieder gewinnen können und ihr könnt ihr dabei helfen. Denn sie ist noch zu jung, um es selbst hinreichend zu verstehen. Sie wird euch rechtzeitig Signale senden, wann sie wieder Lust auf mehr Fussball hat! Aber ihr müßt genau hinhören und sie in den Mittelpunkt des Interesses stellen.


    O.K.?

    @Prof.Dr. Trainer
    Der Link hilft sicherlich die Wahrnehmungsfähigkeit der Snnesorgane einerseits und die Konzentrationsfähigkeit andererseits zu verstehen, um altersgerechtes Training zu entwickeln.


    Für die Trainingssteuerung bedeutet es, dass die Fähigkeiten nur dann besonders gut trainiert werden können, wenn sie in Einklang mit dem Konzentrationsvermögen gebracht werden. Denn nur dann entwickelt das Kind Strategien. Für die Strategieentwicklung ist es widerum wichtig, die Aufmerksamkeit durch interatives Handeln anzuregen. Das bedeutet, der Trainer reveriert nicht, sondern er stellt passende Fragen, aus deren gemeinsame Antworten bisherig wahrgenommene Zufälligkeiten zu einem Bild verstanden werden können. Hieraus wird klar, dass die klassische Methode: ich sage dir, was du wann wie und wo zu machen hast schon deshalb nicht funktionieren kann, weil sich daraus für das Kind keine Bilder ableiten lassen, die es in diesem Alter schon verstehen kann. Es kann lediglich unter großer Mühe etwas nachmachen, was ihm der Trainer vorgemacht hat. doch ohne hinreichendes Verständnis in einer Strategiebildung wird es Elemente der Wochen zuvor gemachten Übungen gar nicht mehr wissen. In der bisherigen Methode wurde es wiederholt in der Hoffnung, nunmehr ausreichende Fähigkeiten würden sich einstellen.


    Nicht geklärt wurde jedoch, inwieweit die Eigenmotivation wichtige Impulse für die Wahrnehmung in diesem Alter setzen kann. Denn würde man die Eigenmotivation wortgetreu verstehen, so ist sich bereits Eigen, noch bevor eine Aufgabe gestartet ist? Aber ist das wirklich so oder kann der Trainer die Eigenmotivation (positiv/negativ) beeinflussen? Kann er den Blick der Kinder soweit schärfen, als dass die bereits vorhandenen Anlagen der Sensorik über eine längere Konzentrationsphase zu eigenen Stragien angereichert werden. Oder ist das alles Quatisch, weil man besser die Kirche im Dorf lassen sollte und besser wartet, bis auch derjenige ohne jegliche Eigenmotivation (geht nur zum Training, weil der von den Eltern dorthin geschickt wurde) die gestellten Mindestanforderungen pflichtbewußt erfüllen kann?

    @trainerT
    Vielen Dank für deinen aufschlußreichen Beitrag.


    Klar, bei den Bambinis wird man nicht ohne einen aktiven Spielbegleiter auf dem Platz auskommen. Denn dort braucht es einen Kümmerer auf dem Platz. Manchmal vielleicht um zu helfen die ersten Regeln besser kennen zu lernen. Hier ist allgemeines Anfeuern vorwiegend zu bemerken. Das Kritisieren von Kindern durch ihre Trainer/Betreuer ist allgemein und insbesondere von den Müttern nicht erwünscht.


    Vielleicht wäre es gar keine so schlechte Idee, wenn man Staffelleiter und Jugendleiter (die ja meist als erste Ansprechpartner fungieren) zu Spielen der E-Jugend mit Kifu-Regeln einlädt. Denn wenn man diese Funktionäre des Kinderfussball überzeugen könnte, dann sind auch gute Argumente dafür gesammelt, dass es sich mit nachhaltiger Wirkung rasch auf größere Gebiete und schließlich bundesweit verbreiten kann.


    Denn wie du schon sagst, gibt es immer wieder überehrgeizige Trainer und so richtig lieben kann man es einfach nicht, weil es ganz offensichtlich noch am Verständnis des Kinderfussballs mangelt.


    Ich habe große Bedenken, dass ohne eine weitere Unterstützung für den KiFu es Minderheiten schaffen könnten, die gewonnenen Fortschritte im Kinderfussball auszuradieren, weil der Fussball "Männersache" ist und nichts für "Weicheier" ohne "Siegergen"!


    Denn solange man nur danach fragt, wie viele Kinder es nach oben schaffen und nicht umgekehrt Ursachenforschung betreibt, wieviele es nicht in den Seniorenbereich schaffen, ist auch der Kinderfussball in Gefahr!


    Genau deshalb habe ich kurz nach der Einführung der FPL für die F-Jugend bereits gefragt, wie es danach weitergehen soll? Denn m.E. ist ohne ein nachhaltiges Konzept keine positive Wirkung zu erreichen.

    @AKjfv


    Vielen Dank für deinen Hinweis, dass auch Wissenschaft immer Irrtümern unterliegt und deshalb zu überprüfen ist.


    Es ist schon einige Zeit er, als @Andre die Frage geklärt haben wollte, ob es unumschlößliche Gesetze für den Kinderfussball gäbe. Man gelangte vermehrt dazu, dass es heute kaum noch etwas gibt, was noch vor ein paar Jahrzehnten als unumstößlich im Fussball galt.
    Selbst, wenn Körper und Geist eine Einheit bilden, so wurden doch in der Vergangenheit körperliche Merkmals allzuhäufig zu Anlaß genommen, auch geistige Entwicklungsprozesse zu beschreiben. Dazu sollte man sicher auch die Fähigkeit zum räumlichen Denken als Voraussetzung für räumeliches Sehen erkennen. Denn warum soll ein Kind etwas machen, wenn es nicht gleichzeitig erkennt, dass sich die Mühe lohnt?


    Würde man die körperliche Entwicklung als einzigen Maßstab nehmen, so müßte man jegliche Art der Forschung von frühkindlicher geistiger Förderung infrage stellen. Es geht dabei ja auch um die Frage, ob man all das was möglich wäre auch machen sollte? Denn nur, wenn man ein Individuum nicht auf bestimmte Fähigkeiten reduziert, kann überhaupt eine Entwicklung ganzheitlich beobachtet werden.


    Es kann also sein, dass bestimmte Kinder eines Jahrgangs bereits bestimmte Fähigkeiten in unterschiedlicher Ausprägung besitzen, andere jedoch nicht. Schaut man jedoch nicht genau genug hin, so wird man als Beobachter diese Fähigkeiten gar nicht erkennen können.


    Gerade in der Talentförderung geht es darum, Fähigkeiten zu erkennen, die für dieses Alter ungewöhnlich sind und diese Fähigkeiten zu fördern. Weil diese Kinder selbst nichts für ihre Begabung können, kann ihnen die Förderung einen Ausgleich für evl. Langeweile schafffen. Aber dazu ist es eine wichtige Voraussetzung zu erkennen, wo gemeinsamer Spaß beginnt, ob wo er zum Teil endet.


    Hier stehen wir noch ganz am Anfang und können keine verlässlichen Daten nennen, weil bislang lediglich körperliche Leistungsprozesse im Vordergrund der Talentbeobachtung standen. Denn die Handlungsfähigkeit als eine andere Ausdrucksform kann im Simulationsprozeß deshalb nur unzureichend gemessen werden, weil es im Wettkampf eine unendliche Zahl unterschiedlicher Situationen geben kann, in der die Handlungsfähigkeit maßstäblichen Einfluß hat. Weil aber selbst das Ergebnis gemessener Handlungsfähigkeit in einem Wandel von falscher bis richtiger Entscheidung steht, wird es immer nur eine Annäherung geben können, mit der man sich bescheiden muß.

    Hallo Ralf,
    jetzt komme auch ich endlich dazu, mich zu deinen Ideen, wie es nach der F-Jugend im Kinderfussball weitergehen könnte.


    Ich gebe dir recht, dass es zunächst einmal eine Idee geben muß, ob und wie man den Fussball auf die Welt des E-Jugendalters übertragen kann. Wenn es schon seit vielen Jahren in der Talentförderung sehr gut klappt, dass die Kinder selbst die Verantwortung für ein faires Spiel übernehmen, wäre es doch ein Fortschritt die KiFu-Regeln aus der F-Jugend in die E-Jugend zu übertragen?


    Für unbelehrbare Deppen wird man ohne einen Kontrollmechnismus nicht gehen. Der KInderfussballbeauftragte könnte diese Funktion übernehmen.


    Bei sehr vielen Argumenten gegen die Fairplay-Fussballregeln gewinnt man den Eindruck, dass Trainer und Eltern deshalb zur Wehr setzen, weil nach diesen Regeln die siegreichen Wettkämpfe zu wenig gewürdigt würden. Ob dabei die Würde des Verlierers gleichzeitig ausreichend gewahrt bleiben kann, wird kaum erwähnt. Sepp Blatter meinte dazu: "Das Schöne am Fussball ist, dass man nach einer Niederlage schon das nächste Spiel wieder gewinnen kann." Aber stimmt das auch? Oder will nicht jeder nur deshalb Meister werden, weil alles Andere nicht zählt und deshalb nur die Leistungen des Meisters zu würdigen sind?


    Die Frage ist nun, ob man auf "Frankfurt" warten muß oder ob man ähnlich wie schon in der F-Jugend dezentral damit in der E-Jugend starten sollte, um auf Basis praktischer Erfahrungen ermitteln zu können, ob es hier ggf. Optimierungen gibt. Ich wäre auch hier für einen Versuch! Sonst müssen wir vermutlich lange warten. Denn nach vielen Reformankündigungen folgt meist die Antwort, dass man gerade keine Zeit hat, weil wieder eine WM oder EM vor der Tür stehe.


    Gibt es denn schon erste Ergebnisse dort, wo bereits in der E-Jugend nach diesen KiFu-Regeln gespielt wird?

    @16er


    Ich hab`s zitiert und lediglich die Namen und Vereine weggelassen. In diesem Fall haben jedoch alle Beteiligten im Nachhinein die Diskriminierung erkannt und auch der Schiedsrichter bedauert es, das er sich dazu habe hinreißen lassen.


    Dennoch ist zu erkennen, dass in der letzten Zeit ein "härterer Wind" in den Stadien weht, der Aufmerksamkeit, aber auch Mut verlangt. Der Wind ist aber nicht nur stärker geworden, er hat sich gedreht und weht nunmehr auch Sportskameraden ins Gesicht, die mit uns ein paar schöne Stunden auf dem Fussballplatz verbringen wollen.


    Dass es da nichts zu verharmlosen gibt, haben in diesem Falle zum Glück alle Beteiligten verstanden. Doch das es nicht immer so ist, das sehen wir mittlerweile fast tagtäglich. In einem anderen Thread wurde mir vorgeworfen, ich dürfte meine Meinung nicht dazu äußern, dass es regionale Tendenzen gibt, in der Einheitsmeinungen tolleriert werden müßten.


    Natürlich können unterschiedliche Sprachen und Kulturen hier und dort zu Mißverständnissen führen. Aber die sind eigentlich immer regelbar, wenn sich alle Beteilgten ein wenig Mühe geben.
    Aber wir haben die Pflicht alle Menschen gleich zu behandeln. Man sagt, der Fussball könnte Grenzen überwinden. Ja, dann lass es uns tun, anstatt narzistisch veranlagten Menschen das Feld zu überlassen. Diese Sportskameraden haben gezeigt, wie es geht.


    Es ist nicht immer leicht die Leidenschaft für den Fussball von der gesamten Umgebung zu trennen. Aber ich finde dort, wo es auch den Fussball betrifft, sollte man Farbe bekennen. Denn wenn wir für Fairness eintreten, dann muß sie besonders für die gewährt werden, die sich selbst kaum wehren können, weil sie ein Handycap (z.B. wenig Sprachkenntnisse) mit sich tragen.


    Der Respekt gilt gegenüber Jedem! Wie wollen wir sonst unsere Wettkämpfe friedlich austragen?

    O.K. ich probiers mal?
    Weil das Fussballspielen draussen wegen des geringen Sauerstoffgehalts out ist, wird in der Trumpf-Arena gekickt. Das Chipimplantat am Hals von Philipp scannt im Eingang automatisch die Nutzerrechte. Phillip hat Glück, denn sein Vater hat für diesen Monat den Personaltrainer abgebucht. Nun übernimmt ein Hochleistungsrechner seine Gedanken und steuert die Kreativität seiner Aktionen auf Level 3. Das ist schon ziemlich hoch, weshalb sich Phillip schon während der Fahrt im Überdruck-betriebenen Fahrstuhl, der ihn in wenigen Sekunden auf Ebene 113 bringen wird, freut. Dort angekommen, steuert ihn ein Pfeil nach links, wo sich die 3. Tür öffnet.
    Als sich die Tür hinter im automatisch schließt, wird er von einer netten Stimme zum heutigen Training begrüßt. Der Boden, die Wände und die Decke verwandeln sich in ein Fussballfeld. Nun erscheint die nette Stimme vor ihm und übergibt ihm seinen Ball. Philipp berüht den Ball nur kurz und sanft. Denn mehr als die Dosis 30 (Kraft und Konzentration für 30 Minuten kickens) ist heute keine Zeit. Spiel beginnt und von nun an übernimmt der Hochleistungsrechner seine Gedankenkontrolle.


    Draußen sitzen Mario B. und die wilden Kerle im Mittelkreis. Die Sonne brennt ihnen auf den Pelz, aber das macht diesen Naturburschen gar nichts aus. Denn Mario erzählt mal wieder aus guten alten Tagen. Wie er zum Beispiel von König Otte in der Halbzeitpause beim Rauchen auf der Toilette erwischt wurde. Als nächstes berichtete davon, das er in der Kabine seine Jungs mit den Worten: "die haun wir jetzt weg" anfeuern wollte. Leider war aber das Spiel schon vorbei und Mario immer noch nicht wieder nüchten. Als sich gerade einer von den wilden Kerlen ne Zigarette drehen will meint Mario, diese Dinger laßt man weg, Jungs! Früher hab ich geraucht, was es so schön gestunken hat. Aber jetzt haben wir das ja umsonst.


    So, der nächste bitte ...!

    @16er  Ersatzbank


    Ich glaube ihr mißversteht den Kern der Aussage? Der Schiedsrichter hat gesagt, wer kein Deutsch kann, hat auf dem Platz nichts verloren!
    Um eventuelle kommunikative Probleme ging es ja gar nicht. Denn dann hätte er Schiri fragen können, wer das mal eben für den Kollegen übersetzen kann.


    Hier geht es um die Verteidigung von Grundrechten, nicht um Sprachkenntnisse.

    (die von deiner Arroganz zeugen

    Aha, auf regionale Unterschiede, die durch ein förderales Verbandsysstem gewünscht sind, nennst du also Aroganz.
    Hab lange gewartet, ob auch mal von dir was substanzielles kommt (ohne Worte)! Bei @Das Huhn kommt da was. Auch wenn ich anders darüber denke, ist es einen Diskussionsaustausch wert.


    Werde in deine Kommentare nicht mehr lesen! Vieleicht solltest du dir einfach ein anderes Forum suchen, wo mobben erwünscht ist?

    @MichaelW98


    Klar helfen wir dir gern!


    Deshalb nachfolgend ein paar Tipps für die Trainingssteuerung.


    1. Trainingsschwerpunkt
    Für deine Altersgruppe ist das Erlernen einfacher Techniken wichtig. Groß läßt es sich in Dribbling und Paßspiel gliedern. Zwar mag es auf den ersten Blick logisch sein, wenn du jedes Thema so gliederst, das danach eine deutliche Verbesserung eintritt. Aber du mußt es auch aus Sicht der Kinder betrachten, deren Neugier über die Abwechselung in den Trainingsinhalten zusätzlich angespornt werden kann. Hinzu kommt, dass nicht alles (mit der gewünschten Geschwindigkeit) klappen wird. Man unterrichtet die Kinder ja auch nicht wochenlang ausschließlich in Mathe, damit sie z.B. die Grundrechenarten beherrschen, sondern gleichermaßen auch in anderen Fächern. Dennoch erfolgt hier die Ausbildung systematisch. Denn weiß sich jede noch so komplizierte Berechung auf eine einfache Addition reduzieren läßt, startet man mit der Addition und nicht mit der Differenzialrechnung.)


    2. Trainngsinhalt als "roter Faden"
    Es macht Sinn, sich jeweils einen Zeitrahmen zu setzen, wie lang was dauern sollte und kurze Regenerationspausen einzulegen. Aber es sollte nicht "stur" nach dem Trainingsplan durchgezogen werden, sondern je nach Beobachtung kleine Zwischenübungen oder auch mal eine zum festgestellten Defizit sinnvolle Spielform spontan eingefügt werden. Klar, am Anfang wird dir noch viel auf-, aber noch wenig (Improvisation) einfallen. Je länger du dich damit beschäftigst, je großer wird dein Repertoire für ein gutes Training werden.


    2.1. Trainng in kleinen Gruppen
    Zwar werden nicht automatisch aus vielen Ballkontakten auch gute Ballkontakte, aber es ist durchaus förderlich, den Kindern die Chance auf Wiederholbarkeit und damit auch Festigung ihrer Fähigkeiten zu geben. Gerade in den Spielformen sind 3 : 3 oder 4 : 4 Spiele für Kinder dieser Altersgruppe förderlich. Denn weil die Spieleranzahl überschaubar ist, werden sie sehr häufig in aktiver Rolle gefordert. Ist jedoch die Übungsgruppe und der Übungsraum zu groß, so ist bereits nach kurzer Zeit zu beobachten, das einige Kinder in den "Zuschauermodus" wechseln, indem sie passiv den Anderen zuschauen.


    3. Coaching
    Durch das Coaching können Übungen, Spielformen gesteuert werden. Denn je nach Trainingsschwerpunkt möchtest du bestimmte technische oder taktische Abläufe verbessern. Achte jedoch zunächst nur auf das grundsätzliche Verständnis und gib deinen Spielern die Zeit, die sie benötigen. Hektik und Ungeduld lösen dabei zunächst Konfussion und schließlich Angst vor Fehlern aus. Man sollte erst dann eine Szene "einfrieren" (und alle Spieler bitten, auf ihre ursprüngliche Position zurück zu kehren), wenn man davon überzeugt ist, dass die Kinder durch geschickte Fragestellungen signifikante neue Erkenntnisse fürs Spiel gewinnen können.
    Durch gesteuertes Lob können beim Coaching weiter Anreize geschaffen werden. Eine Übermotivation kann dazu führen natürliche Ängste derart abzubauen, als dass sie unkalkulierbare Risiken im Zweikampf eingehen. Eine Untermotivation ("Scheißegal") wird dazu führen, als das die Kinder ohne das Feedback des Trainers das Gefühl haben, die machen es so schlecht, dass ihr Trainer sich lieber auf andere Dinge freut.


    4. Intensitätssteuerung
    Das "Warmmachen" von Muskeln und Sehnen ist für deine Altersgruppe aufgrund des natürlichen Bewegungsdrangs gar nicht erforderlich. (Deine Jungs rennen sowieso los, soball sie den ersten Schritt auf den Rasen, bzw. in die Halle gemacht haben.) Einerseits kannst du die Warmmachübung/en bereits für deinen Trainngschwerpunkt nutzen. Andererseits dient er den Kindern, sich gedanklich vom Alltag zu lösen und sich auf die kommenden Aufgaben zu freuen.


    4.1. Übungen, die besondere Konzentration erfordern, direkt nach dem Warmmachen
    In dieser Phase sind deine Jungs körperlich und insbesondere geistig fit, weshalb sie sich besonders für Neues eignet. Beobachte, wie sie es umsetzen und hilf nur dort, wo es gar nicht klappt. Meist haben kleine Veränderungen schon große Wirkungen.


    Natürlich gibt es noch sehr viel mehr übers Training zu sagen, aber fürs Erste sollte es reichen. Denn wenn man sich all zu sehr ins Training vertieft besteht die Gefahr, dass man darüber den Zweck des Trainings vergißt.
    5. Training und Spiel
    Das Training ist eine Vorbereitung aufs Spiel. Es ist dazu da, um neue Fähigkeiten zu erwerben oder bestehende Fähigkeiten zu verfeinern. Das Spiel ist dazu da, um die im vorbereitenden Training erworbenen Fähigkeiten unter Wettkampfbedingungen auszuprobieren. Ausprobieren heißt nicht, dass etwas bereits perfekt funktionieren muß, sondern lediglich eine kontinuierliche Verbesserung. Der Grad der Perfektion hat zum einen etwas mit günstigen Anlagen, aber zum wesentlichen etwas mit dem Grad der Eigenmotivation zu tun. Der Trainer hilft nur dort, wo das Kind allein nicht weiter kommt und den Wunsch zur Unterstützung äußert.


    Wenn man sich über die grundsätzliche Bedeutung von Training und Spiel im Klaren ist, dann wird die gegenseitige Abhängigkeit deutlich. Man wird sich eigentlich nie die Frage stellen müssen, was und wie man trainieren sollte. Denn das Spiel selbst schreibt die besten Trainngsübungen.

    Bei mir gibt es Kinder, die als blutige Anfänger in der F gestartet sind. Diese Kinder haben allesamt deutliche motorische Defizite. Statische Übungen zur Technik sind so eine Katstrophe, dass ich nicht sehe was das bringen soll, weil der Körper insgesamt nicht in der Lage ist den technischen Ablauf einer ballberührenden Bewegung zu verarbeiten.

    Ach, das wird schon noch :P , wenn der Spaß am Fussball erst mal geweckt wird!



    Bei einem Nachbarverein von uns ist gerade ein solcher "Kindermannschaftsstar" zu unserem lokalen "Bayern München" hin abgeworben worden (ein 2009er).

    Na das ist auch so ein Thema, was es schon vor 20 Jahren gab und vermutlich in den nächsten 20 Jahren auch noch geben wird :D !


    Lasst euch doch nicht durch diese "Hyp auf Kinderstars" aus eurem Konzept bringen. Selbst, wenn bei der Einladung zum Training dorthin mal kurz der Trainer der Ersten erscheint, will der sich nicht die "Überflieger" des Jahrgangs anschauen, sondern lediglich den Marketingzwecken des Vereinsmanagement Folge leisten. Denn dieser Trainer weiß genau, dass die Wahrscheinlichkeit 6 richtige im Lotto zu haben genauso groß ist, als wenn so ein Kinderstar später mal bei ihm landet. Schon allein aus dem Grund, weil die Vertragsdauer eines Profitrainers meist gar nicht so lang ist, als dass er dann noch in diesem Verein wäre.


    Viel mehr tun mir diese Kinderstars und ihre Eltern leid, für die dann ein wahrer Spießrutenlauf beginnt, wenn ihr Name in den Gazetten erscheint. Jeder Vater, jede Mutter wird sich schon darüber geärgert haben, wenn Getuschele und "spitze Töne" anderer Eltern zu hören waren, nur weil ihr "Stützpunkt-Kind mal einen schlechten Tag hatte.


    Nur, wenn ihr nicht in diese Hyp für Kinderstars (her)einfallt, können sich alle Kinder in der Mannschaft gut entwickeln, weil sie nur dann keinen Unterschied spüren und sich jeder für wichtig und wertvoll halten darf. <3

    @holzi
    Wenn ich Bambinis beim kontrollierten Paßspiel erlebe, dann habe auch ich das Gefühl, dass da was nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Gründe dafür hast du ja bereits genannt. Ob man das Antreiben eines Balles als Dribbling bezeichnen kann, hängt sicher davon ab, ob nicht gleichzeitig auch die Gegner aus Angst sich im Zweikampf weh zu tun, mit dem Ball vor sich her getrieben werden.


    Nicht ohne Grund spricht man im Bambini-Alter von Bewegungsspielen und nicht schon von fussballerischem Training klassischer Form (Warmmachen, Übungen, Spielformen, Abschlußspiel). Denn hierfür ist weder die Konzentration noch technische Fähigkeiten als Basis vorhanden.


    Etwas anderes kann man allerdings gerade im älteren F-Jugend-Jahrgang beobachten. Hier kann man bereits ein Verständnis für einfache Pässe sowie Doppelpässe erkennen. Allerdings wird der Raum noch sehr selten genutzt, sodass der 3. Paß eher zufällig statt mit taktischen Kalkül gewählt wurde.


    Aufgrund der körperlichen Verfassung ist die Paß- und Schußhärte in der F-Jugend noch sehr begrenzt, weshalb die Ballkontrolle generell nicht zum Problem wird. Wenn dennoch ein Ball verspringt, dann könnten technische Defizite dafür verantwortlich sein.


    Anders mag es beim Einschätzen halbhocher, insbesonderer hoher Bälle sein. Aber diese Fehleinschätzungen kommen im Kinder- Jugend- und im Seniorenfussball vor.


    Taktisch gibt es durchaus Unterschiede zwischen der Ballan und -mitnahme.
    Aufgefallen ist mir die Technik der Ballannahme (auch als "totstoppen" bezeichnet)! Trainiert ihr das wirklich noch als statische Übung? Oder forciert ihr die Ballmitnahme (links/(rechts) aus der Bewegung herhaus? Denn die Ballannahme führt in Spielformen wie im Wettkampf zu Pausen, in denen die Mitspieler einfach nur dumm rumstehen und auf einen Paß warten, während der Gegner den "totgestoppten" Ball attackieren kann. Bei der Ballmitnahme ist jedoch nicht nur die Technik zu vermitteln, sondern taktisch zu ergänzen, dass der Ball stets in den freien Raum (statt in Richtung des gegnerischen Spielers) mitgenommen wird.


    Aber klar, wenn Spieler in der F-Jugend in den Fussball starten, dann kann es durchaus sinnvoll sein, die technische Übung zunächst statisch üben zu lassen, um sie danach in dynamischen Formen als Spielform trainieren zu lassen.

    Keiner will ins Tor

    Na, das kann man ganz schnell ändern, wenn man die nachfolgenden Partner-Übungen für die gesamte Mannschaft macht. (Dauer ca. 12 - 15 Minuten) Danach will jeder ist Tor!


    1. Gasse (ca. 4 m Abstand) mit Hütchen markieren und Spieler an die Hütchen positionieren
    2. einen Partner wählen und mit ihm in die Mitte der Gasse wechseln (so das euch jeder hören und sehen kann)
    3. Zeiten (mit einem Ball), dass man sich die Finger prellt, wenn man sie in Ballrichtung ausstreckt
    4. Zeigen (ohne Ball), dass man die Hände immer parallel in Ballrichtung halten sollte, um Prellungen zu vermeiden
    5. Übungen mit Partner präsentieren und von Gruppe üben lassen.
    5.1. Ball rollen und aufnehmen
    5.2. Halbhohen Ball in leichtem Bogen (von unten nach oben) werfen, mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen vor dem Körper fangen und an den Körper (Brust) heranziehen
    5.3. Hohen Ball (dito werfen), über Kopf vor dem Körper fangen und sichern
    5.4. Ball als Aufsetzer werfen, der vor dem Körper mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig von oben nach unten gefangen wird.
    7. Gewinnung von Routine beim Fangen des Balles
    7.1. alle Übungen mit 2 Bällen gleichzeitig (Ballabstände links/rechts bzw. darunter und darüber werfen)
    Dazu ein paar Erklärungen:
    a. Handwurzel kann verletzt werden, wenn der Ball mit starkem Druck auf stark angewinkelte Hände direkt am Körper oder mit vollständig ausgestreckten Armen trifft. Denn dabei ist keine Federkraft vorhanden, durch die dem Ball die Geschwindigkeit genommen werden kann.
    b. Finger können "überknicken", wenn Ball mit starkem Druck auf seitlich oder direkt über dem Kopf gestellte Fingerspitzen trifft. Deshalb Ball immer vor dem Körper fangen, damit Federkraft auch auf Finger wirken können.


    8. In drei Stufen vom Abkippen ("fallen lassen") zum Abdrücken ("Hechten")
    8.2. Beide Keeper setzen sich auf den Boden (Abstand ca. 3 m), rollen sich gegenseitig den Ball seitlich zu, kippen zum Fangen des Balles seitlich ab und fangen den Ball vor dem Körper mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig
    8.3. dito, jedoch kniend. Abrollen über Oberschenkel und Hüfte, Ball schräg vor dem Körper mit beiden Händen parallel gleichzeitig (statt eine Hand dahinter und die andere davor) fangen
    8.4. TW geht in Hocke ca. 1 1/2 Armlängen vor Partner. Partner hält den Ball seitlich mit einer Hand über und der anderen unter den Ball. TW startet Übung, indem er sich aus Hocke lang nach vorn streckt, mit beiden Händen den Ball vor dem Körper greift und seitlich über Oberschenkel, Hüfte (anfangs schräg hinter Schulter), Schulter abrollt


    9. Routine (Abkippen, Abdrücken) im Tor
    9.1. Alle Teilnehmer links/rechts neben ein Kleinfeldtor positionieren
    9.2. Jeweils 1 Hütchen links und rechts ca. 2 m vor sowie neben dem Tor positionieren (TR erklärt, dass in der anschließenden Übung in Richtung Hütchen abgekippt, abgedrückt werden soll)
    9.3. TR positioniert sich ca. 8 m vor dem Tor mit dem Ball in der Hand
    9.4. Erster Teilnehmer positoniert sich zentral im Tor, läuft dann nach links/rechts, tippt den Pfosten mit einer Hand an und sprintet entgegen gesetzt in Richtung Markierugnshütchen
    9.5. Sobald erster Teilnehmer im Sprint ist, wird TR den Ball halbhoch in andere Ecke (Timing dabei wichtig, sonst kann der Ball nicht gefangen werden)
    9.6. Je nach seitlicher Distanz zum Ball kippt/drückt sich der erste Teilnehmer über die Fußspitze des hinteren Beines ab, fängt mit lang ausgesteckten Körper, fast ausgestreckten Armen mit beiden Händen gleichzeitig den Ball schräg vor sich und sichert den Ball durch Heranziehen an der Brust
    Hinweis: durch den Sprint wird der Teilnehmer automatisch über die Fußspitze abkicken/abdrücken. Weitaus schwieriger ist das Timing für den Trainer. Denn wirft er zu früh oder zu spät, zu hoch oder zu flach, mit zu wenig oder zu viel Balldruck, dann wird diese Übung nicht wie gewünscht klappen. Aber nur Mut, mit der Übung klappt diese Übung!
    9.7. Jeder Teilnehmer sollte 2 - 3 mal von links nach rechts und von rechts nach links diese Übung absolvieren (sonst kann es passieren, dass er sich nur auf seiner "Schokoladenseite" traut, zum Ball zu hechten, weil ihm die Sicherheit zu beiden Seiten hin fehlt.


    Bitte unbedingt darauf achten, dass die Übungsteilnehmer schräg nach vorn in Hütchenrichtung sprinten. Wenn ein Teilnehmer zum anderen Pfosten sprintet oder mit Seitsteps dorthin unterwegs ist, bitte nicht den Ball werfen, sondern abbrechen, erklären und wiederholen.


    Ziel dieser Sicherheits- und Routineübungen ist es, jedem Teilnehmer mit Spaß und ohne schmerzhafte Verletzungen neugierig auf Torwartaufgaben zu machen. Es muß für diese Übungen niemand Torwart-Handschuhe anziehen. Denn es sind ohnehin die Hände und nicht die Handschuhe, die einen Ball fanngen. Deshalb braucht es auch im späteren Verlauf keine zeitraubenden Handschuhwechsel, wenn in den Übungen, Spielformen und Abschlußspiel auf der Torwartspostion jeder der Lust hat, mal ins Tor darf.


    Viel Spaß mit den Torwartübungen beim Mannschaftstraining!

    Das ist nicht alles nur Theorie! Wenn man sich nicht energisch genug in seinem Umfeld dagegen wehrt, dann sorgen Andere dafür, das deren Theorien zur Praxis werden.


    Hier mal ein Ausschnitt, bei dem ich lediglich die Namen unkenntlich gemacht wurden. Denn passieren kann das leider in dieser teilweise sehr angeheizten Stimmung nahezu überall in Deutschland:


    Nach einer Mitteilung von Kreisschiedsrichterobmann .... wurde der Schiedsrichter, der sich während des Fußballspiels in der 1. Kreisklasse Mitte zwischen dem ...und ... diskriminierend äußerte, nun gesperrt. Der Unparteiische soll sich, so wurde es in einer Mitteilung des ... geschildert, gegenüber eines syrischen Spielers der ....diskriminierend geäußert haben.
    Auch der Schiri hatte in einer schriftlichen Stellungnahme eingeräumt, dass er sich zu folgender Äußerung hatte hinreißen lassen. „Wir sind in Deutschland und unterhalten uns auf Deutsch“. Vorausgegangen war der Hinweis eines ...Auswechselspielers, dass sein Mitspieler den Unparteiischen nicht verstehen würde.
    Kreisschiedsrichterobmann ...entschied nun, dass der Schiedsrichter, der noch 2011 als „Schiedsrichter des Jahres“ ausgezeichnet worden war, vorerst nicht mehr zum Einsatz kommt. Demnach wird er 2016 keine Partie mehr leiten, wenngleich eine endgültige Entscheidung noch aussteht. Zudem wurde der Schiri zu einer Geldstrafe verurteilt, die sich zwischen 50,00 und maximal 100,00 EUR befinden soll.
    Mit dem Urteil will die Schiedsrichtervereinigung ein klares Zeichen setzen und verdeutlichen, dass Rassismus und Diskriminierung keine Chance haben.

    Der Torwarttrainer hat keine Vorgabe und behält so viele Torhüter so lange er es selbst für richtig hält.

    Dafür gibts überhaupt noch keine Vorgaben, weil es auch noch nichts offizielles bundesweit gibt!


    Solange es keine Torwarttrainerlizenz gibt und die Inhalte einer Torwartausbildung nicht definiert sind, dürfen die Torwartübungen auf dem Stützpunkt nicht mehr als eine Beschäftigung betrachtet werden, die besser ist als wenn man gar nichts macht.


    Weil aber die Stützpunkttrainer sich seit Jahren darüber beklagen, keinerlei Unterstützung für die Torwartausbildung zu erhalten, haben die Koordinatoren in einigen Fällen "nachgegeben"! Die Qualität dieses TW-Trainings ist also eng mit den jeweiligen TW-Trainer-Fähigkeiten kombiniert.


    Wird dort lediglich die eigene TW-Erfahrung vermittelt, so wird der Keeper spätestens nach dem Wechsel in ein höherklassiges Team zunächst einmal sehr viel Mühe aufwenden müssen, ein moderes Torwartspiel kennenzulernen und umzusetzen.


    Um es mal etwas praktischer zu vermitteln, möchte ich folgendes Beispiel anführen, wie er in vielen Vereinen typisch ist
    Da ist ein Bambini, der sehr große Freude am Torwartspiel hat. Seine Trainer möchten ihn nicht aus dem Tor "mobben", wissen aber auch nicht so recht, wie sie ihn trainieren sollen. Aufgrund der großen Freude an den Torwartaufgaben entwickelt sich dieser Keeper zunächst sehr gut. Allerdings ist festzustellen, dass in der E-Jugend, letzendlich aber in der D-Jugend eine Leistungsstagnation eintritt, weil der Keeper bei seinen Abwehraktionen taktisch nach wie vor wie ein Bambini- oder F-Jugend-Keeper agiert. Weil schließlich die Anzahl der Erfolgserlebnisse immer geringer werden, machen sich seine Trainer Gedanken, wie es weitergehen soll?
    Man einigt sich darauf, anderen Interessenten auf dieser Position zum Beginn der C-Jugend eine Chance zu geben. Und siehe da, schon zur Rückserie zeigt dieser neue Keeper ein reiferes Stellungsspiel als sein Vorgänger!
    Eigentlich verwunderlich, wo doch der Vorgänger früher ein super Keeper war und man immer wieder hörte, ein Torwart würde hauptsächlich mit seinen Erfahrungen "wachsen"? Aber auf den zweiten Blick wird sichtbar, dass der junge Keeper trotz bester Anlagen und hoher Eigenmotivation ohne entsprechende Ausbildung in Sackgassen, die ihn schließlich nicht weiter bringen, gelaufen ist.


    Die Trainer denken sich: da haben wir ja alles richtig gemacht, weil doch der neue Keeper viel besser ist. Aber dem ist nicht so! Denn wenn nun dieser Bambini-Keeper die Sportart (z.B. Handball) wechseln würde, dann könnte er aufgrund seines Bewegungstalents dort ebenfalls Torleute, die man einfach nur zwischen die Pfosten gestellt hat, nach kurzer Zeit objektiv in ihren Leistungen übertreffen.


    Man kann es mit einer Grundschule vergleichen, in der alle Feldspieler gehen dürfen, jedoch der Torwart nicht, weshalb es weitgehend dem Zufall überlassen bleibt, was er sich autodidaktisch beibringen kann. Weil nun aber das Torwartspiel eines Senioren (die er im Fernsehen beobachten kann) gänzlich anders ist, wird er auf dem Weg dorthin den Ball nicht genügend "begreifen" können, um zu verstehen, warum das eine besser wie das andere ist.


    In so einer Situation befinden wir uns. Es werden Torleute nach Talent gesichtet, aber eine Ausbildung ist ohne klar definierte Inhalte und sicher gestellter Qualität der Torwarttrainer eigentlich gar nicht möglich. Wenn sich nicht bald etwas daran ändert, dann werden selbst kleinere Nationen (z.B. Schweiz) eine weitaus größere Zahl an gut ausgebildeten Keepern haben. Denn wenn sich durch diese "Zufalls-Entwicklung" hier nur sehr wenige Keeper für höhere Aufgaben empfehlen können, dann werden wir schon in wenigen Jahren häufiger gute Keeper aus dem Ausland holen müssen.

    @Enno
    Ich denke mal, du hast diesen Abschnitt nicht wirklich verstanden? Es geht darum, dass man nur dann in die Gegenwart und die Zukunft blicken kann, wenn man sich zuvor mit der Vergangenheit beschäftigt hat.


    In diesem Sinne habe ich bereits die (bundesweiten) Medienkommentare zum Jugendfussball beschrieben, die auch im 21. Jahrhundert teils in paramilitärischer Sprache verfasst sind, deren ursprüngliche Bedeutung bereits vor mehr als 100 Jahren in den Turnvereinen gefunden hat.


    Wenn diese Form des Kinderfussballs regional als "gute alte Tradition" mehrheitlich wahrgenommen wird, was unser Kollege aus Bayern ja immer wieder betont, dann wird man auf regionale Unterschiede eingehen müssen.
    In unseren Diskussionen stellen wir immer wieder fest, dass es regional andere Deutungen im Kinderfussball gibt. Selbst bei den wenigen Regeln der FPL findet man Unterschiede.


    Wer also zu neuen Erkenntnissen gelangen will, der muß zunächst einmal das Bisherige auf den Prüfstand stellen, um das für ihn Beste heraus zu finden.


    Nun wird aber auch die Geschichte (des Fussballs) täglich neu geschrieben, weil sich neue Mosaiksteine das Puzzle vervollständigen und man zu ganzheitlichen Lösungen für den Kinderfussball gelangt. Zurecht heißt die Rubrik: Den Kindern ihren Fussball zurück geben. Wenn es hierbei regional stärkere Widerstände gibt, dann sollte man weder als Inquisition auftreten noch es als Tabu oder Form einer Diskriminierung verstehen.


    Es gehört zu einer offenen Diskussion dazu auf andere Meinungen einzugehen. Wichtig ist es jedoch nicht die Person selbst infrage zu stellen, sondern auf die jeweilge Deutung einzugeben.


    Ich hoffe, es ist nun ein wenig klarer geworden?


    Dennoch bewegt mich eine Frage, ob du dich persönlich dabei angegriffen gefühlt hast oder ob in eurem sächsischen Verband ähnliche Denkweisen über den Kinderfussball wie in Bayern vorherrschend sind?

    Du schreibst oben übrigens etwas sehr Interessantes: Zitat: "Ein Traum wäre es, wenn es für den Kifu unabhängige Spielbegleiter geben würde."
    Ja klar wäre das begrüßenswert. Dann würde ja der Fairplay-Ansatz des Spiels ohne Schiri auch wieder funktionieren. Die gibt es aber nicht. Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz.

    Was nicht ist, kann aber noch werden! Der "unabhängige Spielbegleiter" wird ja nur dort benötigt, wo der FPL-Liga noch nicht klappt.


    Natürlich wäre es ebenfalls ein Wunsch, den Kinderfussball seitens des DFB nicht nur zu begleiten, sondern zu unterstützen, wo diese Hilfe dringend benötigt wird. Für mich ist es ein Widerspruch, wenn man einerseits eine Kampagne "Kinder stark machen" startet und andererseits einen kindgerechten Fussball nicht unterstützt.


    Es ist durchaus O.K., dass der DFB als Dachverband eine förderale Struktur hat, denn wir Deutschen neigen sonst dazu, alles und sogar unnötige Kleinigkeiten regeln zu wollen.


    Der Versuch einer 100-%igen Lösung muß aber nicht deshalb scheitern, weil es Verantwortliche gibt, die lieber nach den Wettkampfregeln für Erwachsene spielen lassen wollen und dafür auch am lautesten brüllen und zu unfairen Handlungen anstiften. Für diese Verstöße gibt es bereits wirksame Instrumente, sodass 99 % der Verstöße durch dezentrale Sportgerichte gehändelt werden können.


    Das es momentan nicht schneller geht und sich leider noch zu viele Trainer sträuben sich intensiver mit den Kernbedürfnissen des Kinderfussballs beschäftigen, hat leider eine viel zu lange Tradition, die mehr mit Befehl und Gehorsam zu tun hat und den Sport lediglich für seine Zwecke missbraucht.


    Wenn ich z.B. in einem Sportreport über eine Jugendmannschaft lese: "In der 1. Halbzeit wurde der Gegner an die Wand gespielt, aber es wurde nicht scharf genug geschossen. In der Halbzeitpause wurde es laut in der Kabine ... so dass die Mannschaft sich in geschlossener Formation zum Angriff entschloss, um die Tabellenführung zurück zu erobern ..." Man müßte lediglich ein paar Worte austauschen, um daraus seine Frontberichterstattung aus dem 1. Weltkrieg zu machen.


    Der Sport läßt sich sehr gut für Stellvertreterkriege mißbrauchen. Ganz besonders im Bereich der Kinder und Jugendlichen, weil dort noch keine gefestigten eigenen Überzeugungen vorhanden sind. Verständlich, dass sogar manche "Hardliner" glauben, die (von ihnen fremdgesteuerten) Kinder wollten es doch so?


    Dass die Uhren in Bayern etwas anders ticken als im Rest der Republik dürfte wohl nicht neu sein. Wer mit anderen Überzeugungen aufgewachsen ist und damit auch seine Heimat verbindet, der wird stetig bemüht sein, alles in seine kleine Welt hinein zu packen. Und solange man in dieser kleinen Welt lebt, gibts ja auch keine Probleme. Denn dort, wo man Bevormundung als etwas natürliches ansieht, da wird es kaum Widerspruch geben. Und wenn tatsächlich ein "Saupreiss" andert denkt, dann soll der sich gefälligst dorthin "schleichen", woher er gekommen ist. Das war schon immer so und wird auch so bleiben.


    Unverständlich ist für mich jedoch, warum auch Menschen, die andere Kulturen kennenlernen, sich nicht darauf einladen wollen und nur ihre kleine "heile Welt" als den Mittelpunkt des Erdballs ansehen?


    Dass du jedoch hier leidenschaftlich für deine Positionen kämpfst zeigt jedoch, dass du dazu bereit bist, deine eigenen Überzeugungen auf den Prüfstand zu stellen, um ggf. zu besseren Ideen über den Kinderfussball zu gelangen.


    Allerdings würde ich mir wünschen, dass du nicht der einzige Kandidat für den Trainerposten bist. Denn dann bräuchtest du dir erneut keinerlei Gedanken darüber machen, ob andere evl. einen besseren Kinderfussball präsentieren können? Wer möchte schon gern nur das kleinere Übel sein?