Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Wenn man sich mal anschaut, wie groß das Interesse an der DFB-Torwarttrainerausbildung ist, dann sagt das schon einiges. Lediglich im Ballungsgebiet von NRW gibt es einige Anmeldungen. An den anderen Ausbildungsstätten gibts so gut wie keine.



    Allerdings unternimmt die DFB-Zentrale auch einige Anstrengungen, damit nicht so viele kommen. In der TW-Trainerszene kennt man sich ja ein wenig. So wurde neulich die Geschichte von einem recht erfolgreichen TW-Trainer erzählt. Der hatte zunächst in einem Dorfverein mit seiner Arbeit begonnen. Dort hatte es seit zig Jahren kein Talent mehr gegeben, was das Interesse von Stützpunkttrainern gelockt hätte. Von den 8 Jungs, die er trainierte, kamen 2 auf den Stützpunkt. Der Älteste aus dieser Riege wechselte den Verein und schaffte auf Anhieb den Sprung in die C-Bezirksliga und nunmehr auch die B-Bezirksliga. Zum Vergleich: die Keeper des Vereins ohne diese TW-Ausbildung spielen max. 1. Kreisklasse.



    Auch Mädchen und Frauen half dieser Trainer bessere Torleute zu werden. Eine konnte gleich beim ersten Verbandsleistungsvergleich die Trainer begeistern und erhielt eine Einladung zur Landesauswahl. Eine weitere ist bereits festes Mitglied ihrer Jahrgangsmannschaft und erhielt eine Einladung vom DFB. Dieser Trainer leistet Förderarbeit am DFB-Stützpunkt für Jungen und der Bbereichsauswahl für Mädchen. Hier zweifelt man nicht an seinen Fähigkeiten.



    Jetzt kommts: Er darf lt. DFB nicht am Leistungsseminar für Torwarttrainer teilnehmen, weil er vor Jahren die beiden vom NFV angebotenen 3-tägigen TW-Trainerseminare in der falschen Reihenfolge besucht hat! Da nützt es auch nichts, das er belegen kann, das der NFV diese Reihenfolge schritlich genehmigt hat und diesen DFB-Hinweis selbst nicht versteht. Man muß wissen, das dies Fortbildungsseminare sind, an denen zumeist Mannschaftstrainer ohne spezielle TW-Trainervorbildung teilnehmen, die mal was anderes für die benötigten Lehreinheiten zur Lizenzverlängerung machen wollen. Die Kompetenzerweiterung für TW-Trainer ist also minimal.



    Was ist also von der angekündigten Kompromißbereitschaft des DFB für die bereits aktiven TW-Trainer zu halten?



    Ich finde das schade, weil die Leittragenden unsere KInder sind. Die Chance auf eine systematische TW-Ausbildung auf Basis von gesicherten Erkenntnissen durch einheitliche TW-Trainerausbildung in Deutschland wurde mal wieder vertan.



    Das sich soetwas in der Szene herumspricht und die ohnehin vorhandene Skepsis der TW-Trainer gegenüber dem DFB schürt, ist wohl klar!

    Hallo Madman!


    Erstmal willkommen im Forum. Einige Tipps hast du ja schon bekommen. Um dir aber noch besser helfen zu können, brauchen wir noch ein paar Daten:


    1. in welcher Liga spielt ihr?


    2. wie ist die Altersstruktur eures Teams?


    3. (nur für untere Ligen wichtig) wie lange spielen die Frauen bereits Fussball?



    Die Beantwortung dieser Fragen ist wichtig, weil sich daraus auch die Ansprüche, die man stellen darf, ableiten.



    Im Frauenfussball werden (mit Ausnahme der Profiligen) die meisten Tore mit dem Vollspann aus einer Distanz von 5 - 8 Metern erzielt. Auch beim Flanken drehen sich die Frauen zunächst so zum Ball, das sie zum Vollspann-Schuß kommen können. Die Präzision wäre natürlich mit einer Innenspann-Flanke größer. Aber das bekommen die meisten nicht hin. Ganz zu Schweigen vom Schuß mit dem schwächeren Fuß.


    Der Torschuß ist bei den Frauen sehr beliebt. Einfach so im Detail zu trainieren, um kleine Fortschritte zu erzielen, liegt ihnen fern. Sie wollen nicht so lange auf das Erfolgserlebnis warten.


    Je nach Leistungsvermögen kann man die Schußtechnik aus dem Stand, aus dem Lauf bei ruhendem Ball und aus dem Lauf mit dem Ball am Fuß trainieren.


    Aber dazu benötigen wir, wie bereits erwähnt noch ein paar Infos, um besser helfen zu können.

    Wer soll denn bei deiner Übung den Schwerpunkt bilden? Sollen die Angreifer erfolgreich sein oder der Keeper?


    Übungen und Spielformen findet man im Archiv von www.dfb.de zu beiden genannten Themen und auch Korreturtipps.



    TW-Einzelübungen gibts dazu nicht. Deshalb hier ein paar einfachen Übungen:



    A. 1 : 1 Duell mit Torabschluß vor dem Keeper


    1. lege 3 - 4 Bälle im Abstand von ca. 2 m auf die 5 m Linie.


    2. der TW positioniert sich auf der Grundlinie und du als TW-Trainer an der Ecke des 5 m Raums


    3. nun sprintest du zum 1. Ball, während der TW die Distanz auf ca. 1,5 m zum 1. Ball verkürzt


    4. du spielst den Ball mit dem Innenspann in Richtung Tor. Der TW versucht den Ball per Hand/Fuß abzuwehren


    5. nun sprintest du und dein TW fas das 1 : 1 Duell zum nächsten Ball, usw.



    Die Prozedur wird sowohl von links als auch von rechts trainiiert.



    Vorteile dieser Übung:


    TW lernt die Distanzverkürzung und die korrekte Körperhaltung (auf den Ballen stehen, Knie angewinkelt, aufrechter Oberkörper, Arme paralell zu den Beinen, Hände bis ca. 10 cm vom Boden) zur erfolgreichen Abwehr. Intensive Ubung, bei Nachwuchstorleute rasch Fortschritte erzielen.



    B. 1 : 1 Duell mit Lupfer als Torabschluß


    Diese Übung stammt zwar aus dem Handball, ist aber auch gut für Nachwuchskeeper. Dabei steht der TW-Trainer auf der 5-m Linie und hält einen in der Hand. Der TW rennt zum Ball, tippt ihn an und eilt rasch wieder zurück. Sofort nach dem Antippen wird der TW-Trainer den Ball in einem Bogen (Lupfer) hoch aufs Tor. Der Keeper versucht den Ball zu fangen, lenken oder zu fausten.



    Bei dieser Übung werden die kognitiven Fähigkeiten trainiert.



    C. 1 : 1 Duell mit Umkurven des Keepers


    Der TW-Trainer oder Spieler kann wahlweise von rechts/links oder frontal aufs Tor zukommen. Wichtig für den Keeper ist die rasche Distanzverkürzung und den Winkel der Bein-Fuss-Stellung (45 Grad), damit er bei Dribblingversuch des Stürmers nicht übers Knie und die Sohle, sondern schon in Richtung des Balls abtauchen oder hechten kann.


    Zur leichteren Verinnerlichung würde ich dem Spieler oder als TW-Keeper zunächst in der Position vorm Dribbling verharren, damit der Keeper die richtige Distanz und Körperstellung trainieren kann. Wenns gut klappt, dann kann man mit der dynamischen Übung starten.



    Viel Spaß!

    Responz aus dem Profibereich:




    Egal, was sich der DFB diesmal zu diesem Thema ausdenkt. No! Die können von uns lernen, aber wir nicht von denen!




    Responz aus dem Leistungsbereich:




    Kaum Interesse. DFB-Spezialseminare auf diesem Gebiet wurden auch in den vergangenen Jahren kaum angeboten und seltens realisiert. Was soll denn der ganze Aufwand, wenn man eh kaum etwas dazu lernen kann. Auch scheint ja der DFB selbst an seiner Kompetenz zu zweifeln, weil sie dafür ja keine Lizenz ausgibt.




    Responz Breitensport (dezentrale Ausbildung über die Verbände)


    Hier machen die Verbände schon seit Jahren ein zweiteiliges Angebot. Die Resonanz ist groß, so das die Seminare meist schon rasch ausgebucht sind. Es ist ein guter Einstieg, praktische Erfahrung müssen aber hinzu kommen, um das Wissen zu vervollständigen. Der Breitensport-Keeper braucht solche Leute und ist für TW-Trainer in den Vereinen auch dankbar. Weils aber auch hier keine Lizenz gibt und kein Aufgabengebiet definiert wird, ist der TW-Trainer leider auch in den Vereinen eher der Idealist als ein anerkannter Fachmann mit entsprechender Kompetenz.




    Noch stellt sich der DFB bockig und will auf die Anforderungen von den Vereinstrainern nicht eingehen. Wenn man hier wirklich etwas bewegen will, muß man aufeinander zugehen. Ohne Druck von der DFB-Spitze wird daraus wohl nichts!




    Tolles aus der TW-Szene aus den vergangenen 24 Stunden:


    1. Bayern München


    Nachwuchskeeper Kraft verläßt den Verein. Butt wird wieder Nr. 1. Die Details werden derzeit verhandelt. So könnte Jörg ab 58 in die Altersteilzeit gehen. Er braucht dann nur noch 2 x wöchentlich und zu den Spielen dabei sein.




    2. Schalke 04


    Der weitbeste Keeper Manuell Neuer lenkt beim Spiel gegen "Manu" einen flach auf den Torwart geschossenen Ball ins eigene Netz. Der englische Nationalkeeper "Flutschfinger" will demnächst Beileitstelegramm schicken.




    Beim DFB ist man sich nach wie vor sicher, das die weltbesten Keeper auch in den nächsten Jahrzehnten aus Deutschland kommen werden. Jens Lehmann soll wieder nach Deutschland heimkehren. Über die Reaktivierung von Oliver Kahn, Uli Stein und Sepp Maier und anderen wird eine DFB-Taskforce-Gruppe beraten. Sonst braucht man sich so waghalsige Ziele nicht zu setzen, vernahm man als Begründung aus der DFB-Zentrale.

    Wenn das Frauenteam nur aus Spielerinnen besteht, die vorher noch nicht Fussball gespielt haben, kann man die Fähigkeiten wohl am besten mit einer F - E - Jugend vergleichen. Auf dieses Niveau sollte man seine Vorstellungen von Gruppen- und Mannschaftstaktik anpassen.und den Fokus erst mal auf die Ausbildung von technischen Fähigkeiten sowie simpelste Individualtaktik legen.


    Abwehr:


    Wenn also dein zartes Täubchen zwischen den Pfosten den Ball mal nicht ins eigene Tor geworfen hat, dann kann die Aussenverteidigern, die ca. 10 Meter von der Eckfahne postiert ist, den Abstoss eventuell erlaufen. Auf keinen Fall sollte sie versuchen, in Richtung Innenverteidigerin zu zielen. Denn die wird in aller Regel auf den Ball warten, bis er ihren Fuss berührt und dem Gegner ihren Allerwertesten entgegenstrecken. Der Gegner wird sich dann nicht lange bitten lassen, sie umlaufen und das Leder aus kurzer Distanz mit der Pieke oder dem Vollspann aufs Tor jagen. Wenn dann die Torhüterin mit den Idealmassen von 1,30 x 2,00 x 1,30 sich nicht schnell genug wegduckt, bekommt sie denn Ball wieder vor die Füße und darf es jetzt ein zweites Mal versuchen.




    Mittelfeld:


    Nun hat man mit den Frauen Pässe geübt und es kommen schon mal 5 m Pässe an. Wer aber meint, das bei den Frauen das mathematische Verständnis mit dem Fussballerischen korrespondiert, der kennt die Besonderheiten des Frauenfussballs noch nicht. Also ist der Aufforderung zum Pass auch dann Genüge getan, wenn der Ball anschließend 5 Meter in die Luft geschossen wird. Das Trainerkommando "Angebote machen" wird ebenfalls fehlgedeutet und befissen mit z.B. "Aldi hat jetzt billige Jeans im Angebot über die Linie hinweg beantwortet. Belehrungen sind nicht erwünscht! Sonst ist man beim nächsten Training unpässlich oder kommt am besten nur noch zu den Spielen. Wer aber irgendwie nach vorne kommen möchte, der kann es am besten über die Außenbahn probieren, denn da ist meist nicht so viel los. Denn das Zentrum dient in erster Linie dazu, sich die Zicken des Gegners aus allernächster Nähe zu betrachten. So kann man sich dann auch gleich einschätzen und ist sich schon nach wenigen Spielminuten per Du. "Du Schlampe" ist die normale Antwort auf einen verlorenen Zweikampf!




    Angriff:


    Meistens rennt Frau ja geradeaus hinter dem Ball her. Wenn also der Angriff über die Außenbahn gestartet wird, dann kommt sie kurz vorm Halbzeitpfiff nicht beim gegnerischenTor, sondern bei der Eckfahne an. Mit letzter Kraft wird jetzt eine geschickte 90 Grad Drehung hingelegt und mit vollem Körpereinsatz eine Rakete in Richtung Tor geschossen. Hat jetzt der Gegner auch einen "Flutschfinger" im Tor, dann wirft die sich den Ball selber ins Netz. Wenn nicht, dann landet der Ball an der anderen Seite ins Aus. Was also machen? Es gibt genügend Frauen, die Angst vor Hunden haben. Am besten bindet man einen eifrigen Kläffer in Höhe des gegnerischen 16-er neben der Außenlinie an einen Pfahl. Wenn die Angreiferin den in Höhe der Mittellinie sieht, bekommt sie es mit der Angst zu tun und läuft automatisch aufs Tor zu. Im richtigen Augenblick muß man dann noch als Trainer "schieß" rufen. Wenn dann das Geschoss tatsächlich die Torlinie erreicht, dann ja man ein Tor erzielt und die Freude ist groß.




    Schiedsrichter:


    Normalerweise haben ja im Nachhinein die Schiedsrichter, die die unfairen Gegner nicht vollständig vom Platz gestellt haben, die Niederlage verpockt. In jedem Team gibt es aber immer einige Frauen, die auch keinen Respekt vor dem Schiedsrichter während des Spiels haben. Diese Frauen sollte man möglichst auf Positionen stellen, bei der sie sich sehr schnell verausgaben, noch bevor der Schiedsrichter den ersten Elfmeter für den Gegner pfeift. Sonst darf der sich auf nette Umschreibungen freuen, auf die an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden soll! Der Redefluss kann dann auch nicht mehr durch die Androhung zusätzlicher, mannschaftsinterner Strafen gestoppt werden. Denn wenn Frau erst mal zuhause angekommen ist, säuselt sie ihrem Geliebten ins Ohr: "Schatz, hast du mal nen Fuffy für mich" und die Sache ist erledigt.




    Mannschaftsbesprechung:


    Man vermeide jegliche Kritik, denn sie wird grundsätzlich persönlich genommen. Konstruktive Kritik gibt es nur im Fernsehen, aber nicht auf dem Platz und schon gar nicht vom Trainer. Lobe allle über den Klee und stellte auch eine 0 : 10 Niederlage als bedeutenden Fortschritt für das nächste Spiel dar. Im anderen Fall hast du in ihren Augen ganz einfach keine Ahnung und man beginnt selbsttäig mit der Suche nach einem Nachfolger für dich. Selbst dann, wenn sich niemand für den Wahnsinn findet, ist deine Kompetenz und Reputation nur durch eine reichliche Alkoholspende wieder herstellbar. Aber auch hier heißt es Vorsicht. Gehe rechtzeitig, denn ein falsches Wort könnte dazu führen, das deine Frau beim nächsten Friseurbesuch deutlich länger warten muß als sonst.




    Training:


    Es ist normal, wenn Übungen und Spielformen zwar vom Trainer vorgegeben, aber von den Frauen individuell nach ihren momentanen Befindlichkeiten abgewandelt werden. Schließlich will man sich nicht spielerisch verbesseren, sondern seinen Spaß haben. Der Trainer wird da eher als Animateur, Organisator, Platzabkreider, Eckfahnenaufbauer, Netzflicker und Ballwiederholer als nützlicher Idiot gebraucht. Auch soll er sich nicht einbilden, das er mit einem eventuellen Sieg irgendetwas zu tun hat.




    So oder ähnlich starten ja für Jahr vom Fussball begeisterte Frauen mit ihren Trainern. Nach der Phase der Euporie und sportlichen Erfolgen gibt es dann eine Phase der Ernüchterung und schließlich der Aufgabe nach ca. 5 Jahren. Es sei denn, man hat einen sportlichen Unterbau, um den wildgewordenen Weibern mächtig Dampf durch die technisch und taktisch gut ausgebildeten Gören zu machen. Eines mögen Frauen nun mal gar nicht: das es irgendjemand gibt, der besser oder toller ist als sie!




    Wer als Trainer Spaß haben will, dem empfehle ich eine Frauenmannschaft in den Gründerjahren! Nachdem sich die Frauen das gleiche Tricot übergestreift haben, ist das Fussballspielen in erster Linie mal Privatsache. Wann Frau geneigt ist, das runde Leder abzuspielen oder einer Gegnerin das Spielgerät abzujagen, entscheidet Frau selbst und nicht der Trainer. Jubeln oder sich über Dritte ärgern ist dann wieder Mannschaftssache und wehe eine macht da nicht richtig mit!




    Wenn euer Verein dafür sorgt, dass der Kader stets doppelte Mannschaftsstärke hat, so das eine beleidigte Unterlippe und alle Formen von Disziplinlosigkeiten stets zu einem unangewärmten Platz auf der Reservebank führen kann, dann kannst du es sportlich auch sehr weit bringen.




    n diesem Sinne wünsche ich einen angenehmen Vorruhestand. So lange kann es nämlich dauern, bevor du dich an einer 4-er Kette trauen kannst.




    Diese nicht ganz so ernst gemeinten Worte sollen dir in erster Linie relaxt an die Sache heranzugehen. Dabei wünsche ich dir viel Glück!

    Bei uns kann man allgemeine Informationen für alle auf einem ungeschützten und spezielle Infos auf einem geschützen Bereich der Homepage erfahren.


    Kurzfristiges und alles, was eine interaktive Kommunikation bedarf, wird persönlich und am Telefon kommunizert. E-Mail oder SMS laden manchen zu "faulen Ausreden" oder "angeblichen Mißverständnissen" ein. Eine persönliches oder telefonisches Ja scheint ganz offenbar verbindlicher zu sein.

    Das Erfolgsmodell Twente Enschede, die sich übrigens ihre Jugendarbeit mit 2 weiteren Vereinen teilen, stammt nicht aus der Feder von Twente, sondern hat seinen Ursprung in der Ajax Schule, die es schon seit fast 30 Jahren gibt. Übernommen wurde auch die Ajax-Taktik 4 : 3 : 3 für den gesamten Jugendzeitraum. Sie bevorzugen das offensive Spiel.




    Hauptsächlicher Grund, warum wir Deutschen uns im grenznahen Raum etwas näher damit auseinandersetzen ist, das die über Scouts die Talente direkt aus den kleinen Dorfmannschaften in ihr Zentrum holen und eine erstaunlich hohe Erfolgsquote erzielen, während dessen hierzulande sich die Talente in den Nachwuchszentren der größeren Clubs die Klinke in die Hand geben und letzendlich sehr wenig dabei heraus kommt.




    Die Sprache im Training und Spiel ist niederländisch. Allerdings können die Trainer auch genügend deutsch, so das kommunikative Probleme kaum auftauchen.




    Bei den vermittelten Inhalten gibt es neben dem langfristigen auch mittel- und kurzfristige Ausbildungsziele. Lediglich die kurzfristigen Inhalte, die stark von den vorhandenen Einzelspielern abhängig sind, gestaltet das Trainerteam selbst. Die anderen Ziele sind vom Konzept her vorgegeben. Über ihre Scouts, aber auch mittels Videounterstützung von anderen europäischen Spitzenliegen werden die mittelfristigen Ziele immer wieder hinterfragt und ggf. angepaßt.




    Deutsche und in einer späteren Phase andere ausländische Talente erlernen die niederländische Sprache über Kurse. Desweiteren gibt es z.B. die Schulkooperation in Ahaus, wo ebenfalls niederländisch unterrichtet wird. In Ahaus werden übrigens auch die Vormittagstrainingseinheiten für die deutschen Twentespieler abgehalten. Für die medizinische Unterstützung pendeln Physiotherapeut und Arzt pendeln zwischen Hengelo und Ahaus.


    Beim FC Emmen ist das Projekt Jugendleistungszentrum im vergangen Jahr gestartet. Allerdings liegt das Zentrum weiter landeinwärts, so das jetzt kaum noch deutsche Talente dort spielen. Und wie bereits erwähnt, möchte sich der FC Groningen gerne aus dem großen Talenttopf von der Nordsee bis ins nördliche Emsland bedienen.


    Hinter vorgehaltener Hand lachen die sich Niederländer über die deutschen Deppen (hier Werder Bremen, VFL Osnabrück) ins Fäustchen. Man schaue sich nur einmal die teilweise sehr Vereinslegenden der A oder B-Jugendspieler von Werder an. Die haben doch nicht immer freiwillig den Verein gewechselt? Und wieviele mögen wohl durch das Vereinshopping irgendwann die Nase gestrichen voll gehabt haben und ihre Leidenschaft, den Fussball an den Nagel gehangen haben?




    In Deutschland gibt es in Bayern den ersten Versuch aufgrund der geografischen Probleme Jugendleistungszentren einzurichten, um die Talente in ihrer gewohnten Umgebung ausbilden zu können. Ob man dort allerdings bereits ein ganzheitliches Konzept für die gesamte Jugendzeit entwickelt hat, weis ich nicht.




    Aber dem Sommer soll es im Emsland beim ehemaligen Zweitligisten Meppen auch ein Jugendleistungszentrum geben. Das Emsland und auch die umliegenden Proficlubs setzen Erwartungen darin, die so nicht erfüllt werden können. Denn es steht nur auf der Hülle: Jugendleistungszentrum! Nach wie vor steckt der SV Meppen mit seinen Trainern und Mannschaften drin. Aus dem SV Meppen Ausbildungsmodell mit einer Leistungsmanschaft im C, B und A-Jugendbereich hat man aufgrund der hohen Fluktuationsrate immer mal ein paar Ergänzungsspieler, aber schon lange keine Leistungsträger mehr rekrutieren können! Aber der Zweitligaclub dümpelt seit Jahren in der 5. Liga, Werder Bremen und VFL Osnabrück schauen nur mal gelegentlich zu. Was soll sich Großes daran ändern, solange genügend Sponsoren und mit viel Geld für neue Spieler vorhanden ist?




    Präzise darin liegt ein wesentlicher Grund für das niederländische Ausbildungsmodell. Dort gibt es sehr viel weniger Unterstützung von Sponsoren, so dass man sich teure ausländische Spieler gar nicht leisten kann. Damit einhergehend gibt es auch keine Einmischung ins Ausbildungskonzept und Vereinstrategien durch Sponsoren, deren Hobby der Fussball ist, aber sonst nichts davon verstehen.

    Einen wesentlichen Unterschied gibt es schon mal bei der sehr gründlichen Auswahl der Talente, die in das Jugendleistungszentrum (D - A-Jugend) nach Hengelo, Kuipersdjyk 40 geholt werden. Dazu werden jährlich ca. 450 junge Spieler im E-Jugendalter in einem Radius von ca. 70 km um Enschede von erfahrenen Scouts ausgewählt und eingeladen. Um herauszubekommen, ob sich die Aufnahme lohnt, wird nicht nur darauf geschaut, was ein Kind schon technisch kann und wie schnell es ist, vielmehr interessiert die Talentsichter, wie schnell ein Kind Fortschritte macht. Zum Schluß bleiben denn nur ein paar besonders hoch veranlagte Talente übrig. Die dürfen sich dann aber gewiss sein, das alles Erdenkliche für sie getan wird, damit sie einmal an der obersten Leistungsspitze erfolgreich fussballspielen können. Sofern es aufgrund der Entfernung zum Heimatort Probleme gibt das häufige Training im niederländischen Leistungszentrum, wird das Angebot zum Schulbesuch und zum Training im deutschen Ahaus in Anspruch genommen. Dazu zählen dann auch später hinzu gekommene Kids, die außerhalb des Sichtungsrasters lagen und sich selbst beworben haben.



    Ab der A-Jugend messen sich die Vereinstalente dann mit europäischer Konkurrenz. Lassen sich schulische Leistungen nicht mehr mit dem Fussball in Einklang bringen, so wird mit den Eltern gesprochen und sich evl. vorläufig von dem Talent verabschiedet. Es kann aber auch einen "blauen Brief" vom Verein geben, wenn sich ein Kind beratungsresitent zeigt und den ihm vorgeschlagenen Weg über einen längeren Zeitraum schon verlassen hat.



    In den deutschen Leistungszentren wird sehr stark jahrgangslastig gearbeitet. Bei Twente kann es passieren, das ein besonders hoch veranlagtes Talente der B-Junioren bereits hin und wieder mit den Profis trainiert und in der A-Jugend spielt. Ein gleichaltriger Kollege, der von den Vereinsexperten etwas schwächer eingeschätzt wird, verbleibt hingegen in der B 1. Beide sehen sich dann aber wieder auf den Veranstaltungen für das Jahrgangsteam des DFB-Junioren-Nationalmannschaft.



    Ein weiterer, signivikanter Unterschied liegt im Trainings- und Spielbetrieb. In den Niederlanden wird deutlich häufiger, dafür etwas kürzer trainiert. Dies kommt dem Konzentrationsvermögen der jungen Talente mehr entgegen als der deutsche Versuch über sehr häufige Wiederholungen Automatismen zu trainieren. Ab der D-Jugend gibt es in den Niederlanden auch schon soetwas wie eine Landesliga, in der sich die Talente auf Augenhöhe messen können. Zwestellige Ergebnisse von Ausnahmeteams, wie in Deutschland, sind von daher eher eine Ausnahme. Über Kleinfeldtore oder 9 : 9 in der D-Jugend lachen unsere niederländischen Kollegen. Denn neben der Technik ist ihnen von Anfang an der läuferische, sportliche Ehrgeiz wichtig, sonst bildet man wohlmöglich filligrantechnisch perfekte Standfußballer aus! Und was Hänschchen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Umfangreiches individual taktisches Wissen, aber auch schon erste Kenntnisse über Gruppen- und Mannschaftstaktik wird vermittelt. Schließlich wird Fussball auch mit dem Köpfchen gespielt und es soll jedes Talent in der Lage sein, das eigene wie auch das gegnerische Spiel seinem Ausbildungsstand entsprechend lesen können.



    Fussball wird dort als Ganzes vermittelt und nicht in enge Leistungsspektren eingeteilt. Dies ist auch ein wesentlicher Unterschied zum deutschen System. Entspricht in Deutschland ein Talent in den gemessenen Disziplinen zum Messzeitpunkt nicht den Erwartungen, so wird es "ausgemustert" und gegen ein anderes ausgetauscht. In den Niederlanden wird vielmehr darauf geschaut, wie das Talent seine Anlagen und Leistungen "auf dem grünen Rasen" umsetzt. In der gesamten Jugendzeit wird das Talent in seinen Höhen und Tiefen begleitet. In der Ausbildungzeit wird der Weg als das Ziel vermittelt. In Deutschland findet die permanente Auslese (überspitzt forumliert) über erreichte oder versäumte Meisterschaftstitel seiner Trainer statt. Auch die Trainerfluktuation ist bei den niederländischen Kollegen sehr gering. Zwar wird nicht alles so, wie mit "preussischer Präzisionsarbeit" organisiert, dennoch versuchen die "Versorger" den Trainern das Drumherum bestmöglich abzunehmen und für eine rundherum gute Stimmung zu sorgen. Wenn der Kopf frei für die Aufgabe ist, dann kann man sich auch am besten darauf konzentrieren. In Deutschland sind Trainer nicht selten auch Mädchen für alles und müssen auch noch für Fehler anderer ausbügeln., weil die linke Hand nicht weiß, was die rechte macht!


    Auch die niederländischen Kollegen haben kein Erfolgsrezept. Aber sie schaffen es, deutlich mehr Talente für den Profifussball auszubilden als die deutschen Talentschmieden.

    Zunächst einmal muß man unterscheiden:


    Es gibt Talentschmieden, in der mit älteren Jugendlichen unmittelbar für den Profibereich ausgebildet wird.



    In der von mir beschriebenen Situation handelt es sich jedoch um den unteren und mittleren Jugendbereich, in der den Eltern und Trainern dieser Talente suggeriert wird, man würde auf Basis von seriösen Erfolgswahrscheinlichkeiten eine systematische Ausbildung betreiben. In Wirklichkeit wird nur der "Frischfleischbedarf" befriedigt.


    Dieses Thema wird meist als "Allerweltsthema" abgehandelt und es wird nicht "hinter die Kulissen" geschaut. Die Trainer in Doppelfunktion können ja auch nur deshalb ungehindert ihre "Arbeit" verrichten, weil es eine breite graue Zone im DFB-Eliteförderkonzept gibt. Denn es wird sogar gewünscht, das die hochveranlagten Talente schon in jungen Jahren in die Kaderschulen der Leistungsvereine wechseln. Was dort stattfindet, möchte man gar nicht so genau wissen! Auch aus den Medien findet man kaum Unterstützung. Welche Leser interessiert es schon? Und vor allen Dingen, welcher Sponsor schaltet dann noch Werbeanzeigen? Das Beispiel des Radsports hat ja gelehrt, das man nicht so viel von den Schattenseiten eines Sports berichten sollte.


    Wer als Erfolgstrainer auf der Karriereleiter in den Leistungszentren nach oben steigen will, dem verbietet es der Ehrencodex, über die Drillmaschinerie von Nachwuchsabteilungen mit "Erfolgsgarantie" zu sprechen. Verbands- oder DFB-Nachwuchstrainer ohne Doppelfunktion finden keinerlei Unterstützung durch ihre Funktionäre und müssen tatenlos zusehen, wie ihre Talente von diesen Clubs "verheizt" werden.


    Es geht mir um die kontinuierliche Förderung und um einen sauberen Umgang mit dem Talentbegriff und ehrlichen und fairen Umgang mit den Talenten. Das auch ein anderes Modell erfolgreich sein kann, davon überzeugt z.B. das Fördermodell von Twente Enschede. Wer dort aufgenommen wird, der kann sich sicher sein, auch bei Rückschlägen in der sportlichen Entwicklung genügend Unterstützung zu finden. Wie erfolgreich dort mit diesem Konzept gearbeitet wird, erkennt man daran, das In fast jedem Jahrgang der NFV-Auswahl deutsche Spieler von Twnte spielen. Auch die DFB-Auswahlteams greifen bereits auf Spieler dieses Vereins zurück. Wenn man so will, betreibt dieser niederländische Verein sogar Nachwuchsarbeit für die deutschen Verbands- und Nationalmannschaften. Das einzige, was die deutschen Proficlubs dabei stört, ist das Geld, was sie einmal an Twente für die ausgebildeten Profis zahlen müssen, nur weil sie ihre eigenen Hausarbeiten nicht vernünftig gemacht haben. Auch der FC Groningen wirbt bereits deutsche Scouts an und möchte ähnlich erfolgreich werden. Es gibt auch gute Chancen, weil dieses Thema in Deutschland weiterhin in den dunklen Kabinenräumen und entfernten Nebenplätzen abgehandelt wird.



    Auch, wenn in diesem Forum hauptsächlich über den Breitensport diskutiert wird, kann es bei Trainern und Eltern vorkommen, das sie irgendwann einmal in Kontakt mit einem Stützpunkttrainer in Doppelfunktion treten, der ein sehr junges Talent mit allerlei Versprechen (oder dem Versuch ein schlechtes Gewissen einzureden, falls man sich querstellt) Kinder mit Talentansätzen zu früh aus der gewohnten sozialen Umgebung zu locken. Mein Beitrag soll dazu dienen, sehr kritisch zu sein und nicht zu blauäugig über die Interessen des Kindes hinweg zu entscheiden. Es soll aber auch dazu dienen, danach sorgfältig hinzuschauen, was mit diesen Talenten geschieht und im Zweifelsfall unverzüglich einzugreifen, damit kein Kind "verheizt" wird. Denn das Kind selbst kann die Gesamtsituation noch nicht durchschauen.

    oTTo


    Wenn ihr ein kleiner Dorfverein seit und euer Keeper fleißig am Stützpunkttraining teilnimmt, dann ist es sehr wahrscheinlich, das den Eltern ein Wechsel nahegelegt wird. Weigert man sich zu wechseln, dann hält man nach einem anderen Keeper Ausschau. Denn das Motiv größerer Clubs auch Coaches als Kreistrainer oder Stützpunkttrainer zu "installieren" liegt in der guten Aussicht auf diesem Wege den ständigen großen Bedarf an "frischen Talenten" zu befriedigen.



    Beleg dafür ist, das die Spieler der älteren Stützpunktjahrgänge fast nur noch für ein paar größere Clubs kicken. Wenn man danach von vielen Talenten nichts mehr hört, dann schämen sich Eltern und Trainer der Heimatvereine dieser Talente häufig dafür, den falschen Versprechungen dieser Clubs blind vertraut zu haben. Manche haben dann immer noch nichts verstanden und trösten sich mit dem Versprechen dieser Stützpunkttrainer, das ja auch die Kinder, die "es nicht geschafft" haben, eine schöne Zeit hatten. In Wirklichkeit haben die Kinder über einen Zeitraum in ständig neu zusammengesetzten, seelenlosen Teams um die Erfüllung kurzfristiger Saisonziele der jeweiligen Trainer kämpfen müssen. Und bei den Reservespielern kam neben dem Trainingsdrill auch nach das Zuschauenmüssen während des Spielbetriebs dazu. Fussball lernt man nur, wenn man mit Freunden im gewohnten sozialen Umfeld nach Herzenslust spielen kann. Zielvereinbarungen, wie für erwachsene Profis, darf es im Kinderfussball nicht geben.

    Hallo Leute,



    der ein oder andere hatte bereits Kontakt mit der "Auswahl". Wie aus meinem "Nick" zu entnehmen ist, gehts mir in erster Linie um den Torwartnachwuchs.


    Leider habe ich den Eindruck, das die "Auswahl-Torleute" sehr häufig einen falschen Weg gehen, bei dem sie "verheizt" werden!



    Doch nun der Reihe nach: die Kreis- und Stützpunkttrainer haben meist eine Doppelfunktion, denn sie haben auch noch einen Heimatverein, der auf Bezirksebene oder höher spielt. Weil diese Ligen aber nicht allein durch Spieler des eigenen Vereins zu halten sind, ist man permanent auf der Suche nach geeigneten Talenten. Obwohl es von den Verbänden "nicht gern gesehen wird", werden aus Angst, jemand anders könnte ein vermeintliches Talent wegschnappen, diese Kinder schon früh (E - D-Jugend) in den Heimatverein geholt. Den Eltern erzählt man denn das (bessere Förderung durch qualifiziertere Trainer für eine spätere Fußballerkarriere, usw.), was sie hören wollen! Die wissen auch gleich, was der Heimatverein als Einwand vorbringen wird und erklären, das ja dieser Verein nicht an der persönlichen Karriere interessiert sei, was ja nur in diesem Leistungsverein zu realisieren sei.



    Was ja in wenigen Einzelfällen richtig sein mag, ist jedoch bei den Torleuten fast immer falsch! Denn die sitzen als Jahrgangsjüngere auf der Reservebank und als Jahrgangsältere haben sie zu funktionieren und tatkräftig mitzuhelfen, die Saisonziele der Trainer zu erfüllen. Ansonsten erfolgt der Austausch und das Talent wird wieder weggeschickt.


    Die versprochene bessere Ausbildung findet nicht statt, denn gute Torleute bekommt man nur dann, wenn man sie auch auf dem Feld das Fußballspielen erlernen läßt. Da dürfen sie aber nicht mitmachen, weil sonst ein "Feldspieler" ja einen geringeren Spieleinsatz hat. Stattdessen erfolgt ein Drill als Torwart! Es heißt zwar immer: zum Verheizen gehören mindestens 2, aber gerade diese Vereine verstehen es sehr geschickt mit Versprechungen auf die Zukunft die Ahnungslosigkeit der für das Kind Verantwortlichen für sich auszunutzen. Wer sich selbst einmal davon überzeugen will, der sollte sich mal einige Stunden Zeit nehmen und durchs Internet die hohe Fluktuationsrate bei den Nachwuchstorleuten ansehen. Es ist nicht mit der Bemerkung des Kommen und Gehens oder dem Kommentar, das es ja nicht alle schaffen können, getan, sondern dahinter stecken Schicksale, die schon sehr jung scharmlos mißbraucht wurden. Fans, die meinen, in dieser vermeintlich heilen Welt ein zweites Zuhause gefunden zu haben, sollten sich mal die Mühe machen und auf den Trainings- und Spielplätzen in die Gesichter der Reservebank-Keeper schauen!



    Die Ausbildung in der Jugendzeit muß ganzheitlich sein. Selbst nach dem Finden der Position im mittleren Jugendbereich darf noch keine ausschließliche, sondern nur hauptsächliche Förderung auf der Torwartposition folgen. Sie muß immer wieder auch durch Erfahrungen als Feldspieler reifen. Torwartdrill, gepaart mit permanenter Leistungsmessung und der Angst, bei Nichterfüllung dieser Leistungsmerkmale den Platz räumen zu müssen, gehören leider noch vielfach zum deutschen Verständnis von Talent- und Eliteförderung.



    Wenn Trainer oder Eltern auf ähnliche Art angesprochen werden haben: mein dringender Rat! Laßt euch nicht blenden und unter Zeitdruck setzen! Holt ruhig eine zweite oder dritte Meinung ein und laßt bei geringstem Zweifel das Torwarttalent lieber im Heimatverein bei seinen Freunden statt in einem Fremdverein bei Trainern, die persönliche Eitelkeiten befriedigen wollen!



    Leider beobachte ich diese "Talentvergeudung" Jahr für Jahr und ich habe das Gefühl, die Dummen sterben niemals aus!

    Hallo OTTO und andere Leser,



    an anderer Stelle hatte ich vor einiger Zeit etwas ausführlicher über die Beobachtungen der Jahrgänge im Zusammenhang mit dem RAE-Effekt bei der Nachwuchsförderung berichtet.



    Anhand belegbarer Daten wurde festgestellt, das bei der Talentauswahl besonders die in den ersten Monaten eines Jahres geborenen Kinder ausgewählt wurden, weil sie:


    - physisch einen kleinen Vorsprung gegenüber den später Geborenen haben


    - geistig etwas weiter sind, als die in der zweiten Jahreshälte und damit 1 Jahr später eingeschulten Kinder



    Weíl aber positive Resonanz durch Berufungen in die Kreis, Verbandsauswahl, Nationalmannschaft und Aufnahme in ein Leistungszentrum sich bereits förderlich für die weitere Entwicklung auswirken, wirkt sich der Vorteil von "Frühergeborenen" über die gesamte Jugendzeit aus.


    Es gibt jedoch im Talentbegriff keinen Hinweis darauf, das das Geburtsdatum ausschlaggebend für eine höhere Talentveranlagung ist. Deshalb verschwindet der RAE-Effekt auch bei den Erwachsenen.



    Wenn also die Einschulung zukünftig am 1.1. eines Jahres erfolgt, dann würde auch die Einstufung in die Fussball-Jugendklassen endlich besser passen. "Überflieger" und "Nachzügler" wird es selbstverständlich auch dann noch geben!

    Für viele Nachwuchskicker ist das, was der Trainer so über Taktik erzählt, zunächst "ein Buch mit 7 Siegeln". Sie sollen etwas machen, können aber nicht überblicken, wie das Ganze entsteht und schließlich auch nicht, warum man es so und nicht anders richtig sein soll.


    Wenn ein Trainer diese Übung nicht als "Joystick-Übung" fehlinterpretiert, bei dem er es den Schlafmützen in seinem Team mal richtig zeigen will, dann kann man je nach Altes- und Leistungsstand vom 1 gegen 1 zum Überzahl zu den Varianten des Torabschluß bzw. deren Verhinderung viele taktischen Merkmale den Kindern sehr anschaulich und zum "selbermachen" vermitteln. Den guten Trainer zeichnet es aus, wenn er im Hintergrund coacht, nicht das Spielgeschehen bestimmt.



    Wenn es einen Preis für diese Übung gäbe, sie hätte es verdient. Auch, weil sie den regen Geist des Trainers fordert.



    Glückwunsch Andre!

    Der NFV als für seinen Verband entschieden, ab der kommenden Saison von der G bis zur D-Jugend Eltern-/Fanzonen und Coachingzonen einzurichten. Desweiteren möchte man nach den ersten Erfahrungen prüfen, ob ggf. auch ohne Schiedsrichter gespielt werden kann.


    Man möchte allerdings noch nicht soweit gehen und Tabellen, Meisterschaften, Auf- und Abstieg im F-Jugendbereih abzuschaffen.



    Dennoch ist es ein mutiger, aber richtiger Schritt für die Optimierung des Kinderfussballs. Es bleibt zu hoffen, das es viele Nachahmer findet und der DFB als Dachorganisation der Verbände irgendwann auch die Zeichen der Zeit erkennt und ein bundesweit gültiges Regelwerk im Sinne des Kinderfussballs erstellt.

    Es gibt bereits einige Antworten auf offene Fragen:



    1. Kosten


    Die Lizenzkosten betragen z. Zt. 220,- € zuzüglich Unterbringungs- und Verpflegungskosten sind z.B. in Kaiserau 426,- € zu zahlen



    2. Voraussetzung


    Wer nicht die Mannschaftstrainerlizenz C-Leistung oder in Bayern die C-Breitensportlizenz mit Schwerpunkt Torwarttrainer hat, der schaut zunächst einmal in die Röhre. Denn die Fortbildungsseminare der Verbände werden nur dann angerkannt, wenn beide Seminare im Jahr 2010 absolviert wurden.



    3. Angekündigte Kompromisse für bereits tätige Torwarttrainer


    Eine alternative Voraussetzungserfüllung durch nachgewiesene Torwarttrainertätigkeiten im Leistungsbereich gibt es derzeit nicht.



    4. Es gibt keine DFB-Torwarttrainerlizenz nach der erfolgreichen Teilnahme


    Es gibt keine DFB-Torwarttrtrainerlizenz, lediglich eine Teilnahmebescheinigung.



    5. Keine Einführung einer Lizenzpflicht für Torwarttrainer im Leistungsbereich


    Es wird in absehbarer Zeit keine Lizenzpflicht für TW-Trainer im Leisungsbereich geben.



    Fazit: Die "DFB-Torwarttrainer C-Leistung" ist reif für die Tonne! Es ist mit seinen 40 LE ein Zusatzmodul für C-Mannschaftstrainer im Leistungsbereich und nicht für die Klientel der Masse der Torwarttrainer konzipiert.

    Hallo,



    hier einige Anregungen zur Werbung von neuen Spieler/innen:



    - Spieler ansprechen Freunde mal fürs Training mitzubringen


    - Schnuppertraining mit vorherigem Info in Zeitung, Plakaten ect. abhalten


    - Grundschulen (Rektor und Sportlehrer) um Unterstützung bitten


    - Eltern - Kind Erlebniswochenende (z.B. mit Zelten auf dem Vereinsgelände)

    Klar braucht es eine Definition für den Leistungssport und die Intensität (zB. Maratonläufer, Kegler) beschreibt es nicht ganz. Ich meinte auch nicht, das die Torhüterin kein Leistungssport betreibt, lediglich das sie nicht umbedingt als Beispiel für Leistungssport taugt.



    Hier geht es ja ursprünglich um die Beschreibung des Trainers für den Leistungsbereich: wo lernt der Torwarttrainer im Rahmen der DFB-Ausbildung im Leistungsbereich etwas über die speziellen Anforderungen im Frauentorspielerbereich? Wer versucht mit seinem Wissen über den Fussball-Leistungsbereich beim Torwarttraining ab dem B-Juniorinnenbereich deutliche Fortschritte zu erzielen, der wird sich wundern, wie schwer das ist. Denn weibliche Torleute besitzen nicht die Muskelkraft wie ihre männlichen Kollegen, um überall hinhechten zu können. Aufgrund geringerer Sprungkraft und Spurtvermögen werden hohe Bälle häufiger unterlaufen als bei den B-Junioren-Keepern. Weitaus weniger Kopfballtorversuche müssen sie befürchten, denn das können Mädchen und Frauen weniger gut. Dafür gibts aber deutlich mehr Torerfolge durch Vollspannschüsse aus kurzer Distanz.



    Ich hoffe, du verstehst jetzt, warum ich das Beispiel dieser Torhüterin mit Leistungssportambitionen nicht gut in Verbindung mit dem Trainer im Leistungsbereich bringen kann. Diese Torwart-Trainer für den Frauen-Leistungsfussballbereich sind Spezialisten, die sich einen Gutteil ihres Wissens selber beigebracht haben.

    Ich denke, ich habe unseren Paule schon ganz gut verstanden. Er möchte eine deutlichere Abgrenzung zwischen Breiten- und Leistungssport. Wobei er den Leistungssport deutlich höher ansetzt, als dies heutzutage geschieht.



    Ein bißchen ins Straucheln kommt er dann bei der Beschreibung, was denn nun Leistungssport sei, weil er ausgerechnet ein Beispiel aus dem Frauenfussball anführt. Denn Frauen- und Herrenfussball auf oberstem Niveau sind doch sehr unterschiedlich. So sind es bei den Frauen selbst in der 1. Bundesliga nur ein paar Wenige, die Fussballerin als einzige Tätigkeit und Hauptberuf ausüben. Die Masse geht nebenbei einer weiteren Tätigkeit nach. Bei den Herren gibt es hingegen sogar "Söldner" in der Regionalliga. Wo will man da die Grenzen ziehen? Ich es, nur weil man es als Beruf ausübt, schon Leistungssport oder muß man einen anderen Ansatz finden? Nein, nur weil es ihr Beruf ist, ist es noch kein Leistungssport! Und Ja, es braucht eine Abgrenzung!



    Wer Sport unter Leistungsaspekten betreibt tut dies stets auf höchstem Niveau und dem Ziel, sich ständig verbessern zu wollen und mit seinen Leistungen möglichst gut in der Elite mithalten zu können. Dazu betreibt er ein aus eigenem Antrieb initiiertes, intensives und umfangreiches Leistungsförderprogramm. Dies ist jedoch nur mit professionellen Leistungstrainern möglich. Um die Leistungselite bestmöglich unterstützen zu können braucht es fachlich auf professionellem Niveau ausgebildete Trainer. Diese Ansprüche mit sich in der Trainer-Ausbildung und permanenten Fortbildung wiederspiegeln.



    Wir werden das sicherlich nicht ganz auflösen können, denn die Vorstellungen, was eine besondere Leistung und was eher fleißiges Hobby ist, können auseinander gehen. Da wird man so leicht nicht auf einen Nenner kommen.



    Ich denke, wir dürfe Paules Ansichten, die ich sehr schätze, als seine Meinung zu diesem Thema ansehen. Außerdem muß ja nicht zwangsläufig jede Diskussion damit enden, das man sich gegenseitig schulterklopfend zustimmt!

    den ganzen mit C, B und A-Lizenz-Inhabern, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht gelungen ist, im Leistungsbreich dauerhaft tätig zu werden? Dürfen die dann nichts mehr mal oder doch wenigstens im Breitensport den Rasenjoggern ein paar Anregungen geben, wie man eventuell aus 10 Metern mit viel Glück das Tor mal treffen kann?



    Außerdem wird es sich kaum aufhalten lassen, das durch Angebot und Nachfrage in den Ballungsgebieten eher Trainer mit Leistungslizenz ihre Kunkurrenz ausstechen können.



    Ich hoffe, deine Freude vergeht nicht, wenn die "Selbstregulierungskräfte des Trainermarktes" das Gewünschte in den Schatten drängen.



    Dennoch sehe ich es ähnlich wie du, es sollte eine deutliche Grenze zwischen Breiten- und Leistungssport geben. Selbst auf die Gefahr hin, das es einen Grenzbereich gibt. Im Amateur-Oberligabereich wird heutzutage kaum noch mit Freizeitkickern gespielt, teilweise kräftig Geld verdient, obwohl Amateuerbereiche ja eigentlich vom Sinn her nicht professionell sein sollten.

    Der bayrische Fußballverband ist ja bekannt für seine Vorreiterrolle. Es gab bereits viele gute Ansätze, die später von anderen Verbänden übernommen wurden. Ich erinnere hierbei besonders an die Jugendleistungszentren, die in einem Flächenland wie Bayern besonders hochveranlagten Talenten eine heimatnahe Ausbildung bieten sollen.



    Eine Splittung der Trainerausbildung in den unteren und oberen Jugendbereich scheint zunächst einmal Vorteile zu haben, weil die Bedürfnisse andere sind. In kleineren Vereinen kommt es aber häufig vor, das Trainer im unteren Jugendbereich starten und dann mit einer Mannschaft den kompletten Jugendbereich durchlaufen. Hier fehlt es dann an Hintergrundwissen! Allerdings schließt sich an die Lizenzerteilung die Fortbildungspflicht. Hierbei kann sich der Trainer die für ihn geeigneten Seminar aussuchen.



    Festzustellen ist, das es weitaus seltenere Fortbildungsangebote für den älteren Jugendbereich gibt. Dies mag in erster Linie daran liegen, das auf Kreisebene DFB-Stützpunkttrainer die Fortbildung leiten. Und die beschäftigen sich mit Kindern der E-, D und C-Jugend. Weil die Bayern aber sehr gründlich denken, werden sie sicherlich auch für den älteren Jugendbereich eine ausreichendene Anzahl von Referenten zur Verfügung stellen können.