Beiträge von TW-Trainer

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    Deine Spielsituation, wonach bei einem Angriff über Außen der AV dem Gegner die Außenbahn versperrt, um nicht mit hohem Thempo in den torgefährlichen Bereich zu gelangen, entspricht dem Standard im heutigen Leistungsbereich. Stattdessen treibt der AV den gegnerischen Angreifer auf den ballnahen 6-er oder IV, um dort zu doppeln. Achte zunächst sehr genau darauf, das die richtigen Positionen beim Doppeln eingenommen werden. Stimmt der Abstand untereinander und zum Angreifer nicht, so kann dieser seine Dribbling fortsetzen und zum Torabschluß kommen. Wichtig ist ferner, das der torentfernte Verteidiger attackiert und der tornahe Verteidiger sich abwartend verhält. Weil deine Variante einen Konter auf ein Dribblinglinie vorsieht, macht es keinen Sinn auf der anderen Seite wieder ein Doppeln über AV und IV in Szene zu setzen. Hier würde ich den Angreifer, der bei eigenem Ballverlust sofort nachsetzt, bevorzugen. D.h. durch seitliches Anlaufen auf die starke Seite des Gegners der Versuch der Balleroberung starten.



    Es ist aber nur ein Vorschlag und beim Fußball ist es normal, das man von 12 Trainern 13 Antworten bekommt. Mach es letzendlich so, wie du es für richtig hälst.



    Viel Erfolg!

    Nunmehr startet der DFB seine Lizenztrainerausbildung für den C-Leistungsbereich. Dabei sind folgende Bedingungen zu erfüllen:



    ALLGEMEINE VORAUSSETZUNGEN




    • Tabellarischer Lebenslauf inkl. des sportlichen Werdegangs
    • Nachweis über die Mitgliedschaft in einem Verein eines Mitgliedsverbandes des DFB
    • Nachweis darüber, dass der Bewerber in einem Verein eines der FIFA angehörigen Nationalverbandes Fußball gespielt hat (Kopie Spielerpass)
    • Ärztliches Zeugnis über die sportliche Tauglichkeit (Original), nicht älter als drei Monate


    SPEZIELLE VORAUSSETZUNGEN




    • Gültige DFB-C-Lizenz / Leistungsfußball oder
    • Gültige DFB-C-Lizenz / Breitenfußball / Profil Torwart
    • Nachgewiesene Trainertätigkeit als Torwarttrainer (nicht wahrheitsgemäße Bescheinigungen führen zum Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren)
    • Eigene Spielerfahrung als Torhüter


    TÄTIGKEITSFELD / EINSATZBEREICH




    • Torwarttrainer in allen Junioren- und Amateurmannschaften
    • Torwarttrainer in den DFB-Stützpunkten
    • Torwarttrainer in den Leistungszentren der Lizenzvereine
    • Honorartrainer der Landesverbände


    AUSBILDER / DAUER




    40 Lerneinheiten / 1 Woche



    Dazu sollte man wissen: Die C-Breitensportllizenz mit Profil Torwart gibt es nur in BWB. Sie wurde vom DFB bislang nicht anerkannt, findet jedoch jetzt Berücksichtigung. Das ist so ein "fauler Kompromß", weil es auch von diesem Verband die Kritik gab, das die Forderung als Voraussetzung die C-Mannschats-Leistungslizenz wohl am Thema vorbei gehen würde. Das Hauptargument, man müsse sich nicht mit einem DFB-TW-Trainer Leistung über ballorientierte Taktik unterhalten, scheint im Falle der Breitensportlizenz mit Profil Torwart ebenfalls außer Kraft gesetzt zu sein.



    Anhand der bislang ausgebliebenen Resonanz (es gibt erst wenig Anmeldungen) scheinen die mahnenden Verbandstrainer und aktiven TW-Trainer im Profi- und Leistungsbereich recht zu behalten, das die Hauptklientel aus ehemaligen Torhütern und Quereinsteigern sich unter diesen Rahmenbedingungen nicht angesprochen fühlt. Auch scheint man das Wissen von TW-Trainer im Leistungsbereich ein wenig zu unterschätzen, denn 40 LE Unterricht ist schon sehr knapp!



    Aber der DFB scheint da seinen eigenen Weg gehen zu wollen. Nun muß man abwarten, was die Erfahrungen bringen!



    Ein Start ist gemacht und man darf hoffen, das der DFB nach der Einführungsphase die notwendigen Korrekturen (richtiges Anforderungsprofil) definiert, damit die TW-Trainer-Klientel durch eine bessere Ausbildung auch eine effektivere TW-Ausbildung sicherstellt.

    In Niedersachsen gibt es bereits seit dieser Saison ein 9 : 9, die auf von 16-er zu 16-er auf Kleinfeldtore ( 5 x 2 m) spielen. Die Idee stammt vom DFB. Es sollen in dieser Altersklasse überschaubarere Mannschaften mit mehr Ballkontakten geben. Man kann grundsätzlich beobachten, das diese Spielform für die Kinder einfacher ist und auch mehr Ballkontakte zustande kommen.



    Leider gibt es auch einige Probleme. Man kann das "normale" Spielfeld nicht abkreiden. Es sei denn, es würden auf diesem Platz ausschließlich D-Junioren spielen. Also nimmt man Hütchen. Da gibt es aber bereits Proteste und Blockaden von seiten der Schiedsrichtergilde. Wie soll man in Grenzfällen erkennen können, ob das Foul im Strafraum oder außerhalb war oder ob eine Torwart den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand aufnimmt?




    Auf dem Kleinfeldtor werden kaum Tore erzielt, weil dies nur aus kurzer Distanz möglich ist. Distanzschüsse verfehlen entweder das Tor oder werden leichte Beute des Keepers.



    Technische Unterschiede zwischen den Mannschaften werden geringer, denn stellt sich eine Mannschaft nur "hinten rein", dann wird es auch für das stärkere schwierig Tore zu erzielen.



    Natürlich kann man auch das Gegenargument verwenden, in dem man sagt, das beim Großfeldtor auch konditionell schwächere Teams gute Erfolgschancen haben. Denn wenn die Kraft ausgeht, dann wird eben einfach das Schußglück probiert!



    Schließlich kommt noch das Argument Torhüter: richtig ist zwar, das ein normaler D-Jugend-Keeper keine Bälle erreichen kann, die kurz unter der Torlatte geschossen werden. Aber die Breite des Kleinfeldtores von 5 m ist einfach zu klein, um eine Fortentwicklung im Stellungsspiel zu erreichen. Denn im Kleinfeldtor können fast ausschließlich Tore aus kurzer Distanz erzielt werden.


    Ein Kompromiß wäre vielleicht ein Großfeldtor mit 2 m Höhe (analog Höhenmaß vom Kleinfeldtor). Es sind Distanzschüsse möglich. Die Offensive und Defensive tummelt sich nicht ausschließlich vor den Toren herum, sondern versuchen analog Großfeld viele Varianten von Torchancen zu kreieren, bzw. großräumig Defensivarbeit zu verrichten und die Keeper lernen ein umfangreicheres Stellungsspiel.



    Wie man allerdings das Problem der nicht vorhandenen Linien lösen will, weiß ich auch nicht? Aber vielleicht hat ja einer von euch eine Idee?

    Deine erste Erkenntnis, wenn der sportliche Erfolg gänzlich ausbleibt, ist man auch immer ein Teil des Problems, kann ich dir zustimmen. Nicht hingegen nach deiner Definition des sportlichen Erfolgs. Wenn Fussball nur mit Siegen in Verbindung gebracht wird und die Entscheidung, ob man wechselt oder aufhört am Sieg oder der Anzahl von Siegen gemessen wird, dann fehlt es an realistischer Perspektive. Also nicht gleich die Flinte ins Korn werfen!


    Normal ist es, wenn ein neues Team "sportliches Lehrgeld in Form von Niederlagen" in der ersten Saison zahlt. Das mag gar nicht allein am spielerischen Potenzial, sondern an der von fehlenden Cleverness in den entscheidenden Situationen vom eigenen und dem gegnerischen Tor liegen. Wer gewinnt, der gewinnt nicht, weil der die meisten, sondern die entscheidenden Zweikämpfe gewinnt. Er gewinnt auch nicht, weil er die häufigsten Ballkontakte hat, sondern die Entscheidenden.



    Wenn dies als Erkenntnis erfaßt wurde, ist der Weg zum Erfolg gar nicht mehr aufzuhalten. Es sind häufig nur Kleinigkeiten, wie das Spielen des entscheidenden Passes in den gegnerischen Rückraum, eine kleine Korrektur beim individuell taktischen Devensivverhalten auf den Innenverteidigerpositionen oder ein paar Veränderungen am taktischen Spiel des Keepers und schon werden aus knappen Niederlagen knappe Siege.



    Nur, weil momentan der Erfolg ausbleibt, muß er nicht in der Ferne liegen. Und die Qualität deiner Keeperin zeugt ja auch davon, das du schon einiges richtig gemacht hast.



    Aber versuche nicht alles gleichzeitig zu ändern, sondern setze dir Prioritäten. Erkläre z.B. deinem Defensivbereich, warum du deinen Trainingsschwerpunkt in der einen Woche auf die Verbesserung des Offensivspiels legst. Verzweifele nicht, wenn es zum Anfang nicht klappen will, sondern "friere die Situation an dem Punkt ein, wo es nicht klappt" und lasse den Spielzug wiederholen. Aber bitte nicht zu häufig, sonst wird es langweilig! Es muß auch nicht alles auf einem Trainingsabend funktionieren und erkläre deinen Mädchen, welche Fortschritte sich gemacht haben und was noch verbessert werden kann. Auch kleine Schritte führen zum Ziel.



    Wenn dir Übungen und Spielformen fehlen, die gibt´s mittlerweile unter www.dfb.de und einer Reihe von anderen Fussballtrainingsseiten. in Hülle und Fülle.



    Viel Erfolg dabei und schreib hin und wieder den interessierten "Lesern" über deine Fortschritte.

    Hallo,


    welche Lizenz benötigt ein Trainer, ist für die Vereine eine bedeutende Frage, die sich auch für die angehenden Trainer durch die weiter unten aufgeführte Liste beantworten läßt.



    Aber können sich die Vereine auch auf die entsprechende Trainerqualität verlassen? Nein, leider nicht!



    So kann ein A-Lizenz-Trainer sein Wissen in den 90-er Jahren erworben haben, in der noch kein ballorientiertes Spiel gelehrt wurde. Die Lizenzverlängerung erfolgt aufgrund der Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen, jedoch ohne Wissensüberprüfung.



    Meldet sich ein A-Lizenz-Inhaber ohne entsprechende Referenzen als verantwortlicher Trainer, so sollte der Verein vorsichtig sein. Denn dann könnte die Frage, ob er denn auch sein zukünftiges Team mit ballorienterem System spielen lassen wird, zwar mit einem laut vernehmelichen "Ja", aber mit der leisen Ergänzung "ich habe nur keine Ahnung davon" beantwortet werden.



    Generell gilt: Trainerwissen wird von den Verbänden und dem DFB vermittelt, aber nicht alles kann geprüft werden. Ob es ein Lizenzinhaber erfolgreich im Verein umsetzen kann, liegt an jedem selbst!



    Lizenzübersicht:



    Ich bin seinerzeit mit 14 Jahren in die A-Jugend gekommen. An das erste Jahr habe ich nur negative Erfahrungen. Man hat große Nachteile beim körperbetonten Spiel. Bei Kopfballduellen zieht man aufgrund der geringeren Größe fast immer den Kürzeren. Aufgrund der deutlich höheren Schußkraft der A-Junioren ist es auch kein angenehmes Gefühl für einen 14-jährigen einen Ball in die Magengrube oder an den Kopf bekommt. Ich wollte mehrfach aufhören, weil ich sehr häufig Prellungen als Folge meiner körperlichen Unterlegenheit davon trug. Ich habe nur durchgehalten, weil mein 3 Jahre älterer Bruder mir immer wieder Mut gemacht hat.



    Meine Empfehlung: bei technischen Übungen kann das Talent vielleicht mitmachen, bei Trainingsspielen, Testspielen usw. wird er körperlich hoffnungslos überfordert sein!

    Liebe Trainerkollegen,



    ich habe das Schlußwort vom Herrn Trapatoni anläßlich seiner Brandrede bei Bayern München nicht ohne Grund gewählt.



    Es war nicht mein Ansinnen, mich in irgendeiner Form über den Satzbau oder die falsche Anwendung deutscher Flosskeln lustig zu machen.


    Auch ich bin "kein richtiger Deutscher", dennoch gebe ich mir Mühe, mich einigermaßen verständlich auszudrücken.



    Wenn ich dann in einem anderen Kontext die Pauschalverurteilungen von Meinungen anderer lese, wie kann ich dann seriöse Antworten erwarten?



    Auch an den Reaktionen einiger anderer ist das Bemühen zu erkennen, weiterhin in einem seriösen Forum über Ansichten sachlich zu streiten, aber bitte nicht in Form von Verurteilungen anderer Meinungen!

    Nicht mal Jesus soll es gelungen sein, gemeinsam mit seiner Frau AUFERSTANDEN zu sein. Also den Spaß hat unser neuer Freund doch wohl schon!


    Und vor dem Professor und freie Journalist HALTSMAUL-STILLZUSTEHEN und PFEIFE zu tanzen, fällt ihm gar nicht ein.



    Was jetzt das Ganze mit Fussball zu tun haben soll, wo es doch mehr um Handys, Kassenbons geht, weiß ich allerdings nicht.



    Ich habe fertig!

    teejay, du hast erkannt, das die Mädchen und Frauen in viel größerer Anzahl zu euren Spielen, als zum Training kommen. Du versuchst durch allerlei Regeln mehr Trainingsbeteiligung zu erzeugen mit dem Resultat, dass das alles auf Dauer nichts bringt, weil aus der Regel ein Zwang erzeugt wird, dem sich manche widersetzen. Ausschließen kann man, das es Leute in eurem Team gibt, die generell keine Zeit für Fussball haben, denn sonst würden sie auch nicht zu den Spielen kommen.



    Es scheint, das dein Training nicht mit den Erwartungen deiner Spielerinnen übereinstimmt. Ob die Trainingserwartungen überein stimmen, erkennst du nicht nur am begeisternden Handeln und Mitmachen, sondern auch in Äußerungen, wie " ... können wir das nicht noch ein bißchen länger machen oder der Frage, ob man das Training nicht noch ein bißchen überziehen kann, weil`s gerade so viel Spaß macht!" Wenn Fragen, warum machen dies und das bei den Übungen zu häufig kommen, dann sind dies deutliche Warnzeichen dafür, das dein Training nicht mit den Erwartungen deiner Spielerinnen übereinstimmt. Wenn das Fazit beim überwiegenden Teil der Mannschaft lautet: "Ich bin zwar kaputt, aber das Training hat Riesenspaß gemacht", brauchst du dir um die Trainingsbeteiligung und den mittelfristigen Mannschaftserfolg keine Sorgen zu machen!



    Wie man sein Training attraktiv gestaltet, findest du in sehr umfangreichem Maße hier im Forum, bei Traineraus- und fortbildungen Wenn`s mal in Richtung Leistungssport gehen soll, findest du auch viel Hilfreiches bei Peter Schreiner!

    F-Jugendtrainer ruft beim Einwurf des Sohnes zu seinen Spielern: "Zeigt euch, Angebote"!


    Daraufhin zeigen ein paar Kinder mit dem Finger auf. Ein anderer läuft mit seinem Kaugummi zum Trainer und fragt ihn, ob er eines nehmen möchte.




    F-Jugendspieler zum Trainer: "Meine Mama hat mir nur einen Schienbeinschoner mitgegeben"! Der Trainer entgegnet: "Das glaube ich nicht. Los alle Mann die Kabine durchsuchen." Nach einer Weile: "Trainer, ich hab ihn gefunden!" Des Rätzels Lösung: Der Junge hatte sich 2 Schienbeinschoner übereinander angezogen und sich dabei die ganze Zeit mit seinem Mannschaftskameraden unterhalten.




    Zwei E-Jugendspieler unterhalten sich nach dem Spiel in der Kabine:


    Der eine: "Der Gegner war nicht besser, der war nur brutaler"!


    Frage der andere: "Wieso meinst zu das"?


    Antwortet der eine: "Die haben mich gefoult und mir das Bein gebrochen"!


    Staunend der andere: "Echt, welches Bein denn?"


    Daraufhin pendelt der Spieler mit dem angeblich gebrochenen Bein leicht schwebend durch die Kabine auf und ab und ruft: "Dieses Bein ist total gebrochen. Da kann ich nicht mit spielen."


    Abschließend der andere: "Kommst du denn übermorgen zum Training"?


    Nickend der eine:"Klar doch, bis dahin wird doch das bebrochene Bein wohl wieder heile sein!"

    Hallo Trainerfreunde,


    der Theorie Andre`s folgend müßte sich eine Mannschaft vom jüngsten Alter automatisch zu einem ball(raum)orienterten Spiel entwickeln, wenn nicht "Soldatentrainer" ihnen per Drill was falsches (Manndeckung) beibringen. Leider gibt der "blöde" DFB dazu keine eindeutigen Hinweise, weil er lediglich vom Wechsel der Positionen spricht. Positionen gibt es jedoch sowohl beim mann- wie auch beim ballorientierten Spiel - so ein Mist aber auch!


    Wie kann man sich jetzt der Theorie nähern, um als Fazit die "Soldatentrainer" zu überzeugen, das sie im Irrtum sind? Dazu muss man sich wohl zunächst mit den Unterschieden befassen.


    Bei der Manndeckung agiert das ballführende Team, während das andere Team durch Manndeckung reagiert. Die Balleroberung erfolgt entweder durch Zweikampferoberung oder Passfehler.


    Beim ballorientierten Spiel agiert das ballführende Team, während beim Gegner Teile des Team vorausschauend durch Verschieben zum Ball agieren. Die Balleroberung erfolgt ist zum Teil identisch mit der Manndeckung. Es gibt jedoch die Balleroberung durch Spiellenkung und Doppeln durch Überzahl in Ballnähe. So gibt es beim ballorientierten Pressing drei Phasen: 1. Vorbereitung, 2. Lenkung, 3. Dopplung und Einleitung des Gegenangriffs. Beim manndeckungsorientierten Vorchecking geht es lediglich darum einen technisch nicht so begabten Verteidiger zu einem individuellen Fehler zu zwingen, den man dann für sich auszunutzen versucht.


    Auf den einfachsten Nenner gebracht, versucht das Team mit ballorientierter Taktik bei Ballbesitz die Breite und Tiefe des Spielfeldes für sich optimal zu nutzen, um dadurch Zweikampfballverluste) zu vermeiden und so zum Torerfolg zu kommen. Bei Ballverlust geht man sofort zur kompakten Grundordnung über und in Ballnähe durch Überzahl zu gewinnen und durch Doppelung des ballführenden Gegners den Ball zurück zu erobern.


    Schwer vorstellbar ist für mich, ob sich Kinder ohne Anleitung vom Trainer für eine der beiden Taktiken entscheiden würden!

    Auch aufgrund meiner Erfahrung werden sehr viele Fehler beim 1 : 1 Spiel gemacht. Meist wird vom verteidigenden Spieler frontal, statt durch rasche Distanzverkürzung bzw. Distanzwahrung seitlich zu attackieren. Wenn das nicht korrigiert wird, dann man es kaum einen Unterschied, ob das Dribbling seitlich, zentral, mit kurzem oder langen Abstand mit oder ohne Finte gespielt wird.




    Wir Trainer haben hingegen die Neigung möglichst viel in möglichst wenig Zeit trainieren zu lassen. Dabei vergessen wir manchmal, das das, was für uns selbstverständlich ist, für unsere Spieler noch längst nicht einfach sein muß.



    Lieber etwas weniger, aber dafür intensiver trainieren. Wenn du merkst, das eine Übung nicht funktioniert, warte nicht lange und vereinfache sie. Wenn du merkst, die Übung ist zu einfach, dann mach sie etwas schwieriger, damit die Herausforderung wächst. Niemals starr am Plan festhalten, sondern als Roten Faden fürs Training benutzen.



    Deinen Plan finde ich ansonsten prima und auch als Gedächnisstütze sehr gut geeignet. Aber verteile die Übungen auf mehrere Trainingseinheiten und laß dir genügend Zeit für Korrekturen. Überlege dir, welche Fehler es hierbei geben kann und wie du die Korrekturen am besten und verständlichsten präsentieren kannst.


    Das Abschlußspiel kannst du zwar mit Schwerpunkten setzen, aber hier auf Korrekturen verzichten. Entweder noch kurze Tipps geben oder fürs nächste Trainining einplanen. Es wäre doch auch langweilig, wenn alles gleich perfekt klappen würde?

    Mit Schrecken denke ich an ein Fussballspiel zurück, in der ich mit 2 kleinen Kindern eigentlich nur Fussballathmosphäre erleben wollte. Aber unmittelbar nach dem Anpfiff wurden vom gegnerischen Zuschauerblock aus Schreckschußpistolen starke Böller verschossen, die teilweise in näheren Bereich, in dem auch wir uns aufhielten, erreichten. Es begann eine Panik, aber zum Glück gelang es dem Ordnungsdienst rasch, die Übeltäter zu ergreifen.



    Bengalos und Rauchbomben gehören aber genauso wenig zum Fussball!



    Andererseits kann ich mich an einen schönen Sommerabend erinnern, als vor Beginn der zweiten Halbzeit gleichzeitig aus verschiedenen Stellen des Stadions Leuchtkugeln in die Höhe geschossen wurden und in der untergehenden Sonne wunderschöne Luftbilder erzeugten.




    Meine Meinung: Feuerwerk, egal welcher Art durch Zuschauer zuzulassen, ist zu gefährlich und sollte weiterhin verboten bleiben!



    Der Fussball ist auch Ausdruck von Freude. Und Feuerwerk ist im ursprünglichen Sinne ein friedfertiger Umgang mit dem Schwarzpulver aus freudigem Anlaß. Man darüber nachdenken, durch den Verein bestellte, zertifizierte Pyrotechniker ein geeignetes Leuchtfeuerwerk zünden zu lassen!


    Ob man allerdings Idioten, die unter dem Deckmantel der Anonymität dazu bewegen kann, auf das Mitbringen von Bengalos o.ä. zu verzichten, wage ich zu bezweifeln!

    das was du ansprichst, sind zwei 3-tägigen Fortbildungseminare (Grundlagen- und Aufbau) für Leute, die gern mal etwas über das Torwartspiel erfahren möchten. Die Folien, die dort präsentiert werden, sind nahezu identisch mit den Folien der TW-Schulung im Rahmen der DFB-Mannschaftstrainer-Ausbildung. In der Theorie setzt man sich also mit den physischen und insbesondere phsychischen Anforderungsmerkmalen von Keepern (ohne Altersdifferenzierung) auseinander. Zusätzlich gibts dann noch die Praxis von den 6 - 7 Torwartübungen aus den letzten 10 Jahre von DFB-Training-Online, Fussballspielen bis zum Abwinken und abends die obligatorischen Fussballfachgespräche bei Bier und Wein.



    Weil keinerlei Voraussetzungen erfüllt werden müssen, tummeln sich auch immer C-Lizenz-Inhaber herum, die diese Fortbildung zur Verlängerung ihrer Lizenz benötigen, aber sonst kein Interesse am TW-Training haben.



    Sie sind ein guter Start alle Interessierten Torleute und Quereinsteiger, um sich (leider noch autodidaktisch) für ein TW-Training im Verein weiterzubilden.



    Was bereits gute Früchte getragen haben soll, ist die im BWB-Fussballverband angebotene C-Breitensportlizenz mit Schwerpunkt Torwarttraining. Die haben das prima Arbeit geleistet. Sie findet zwar keine Anerkennung in anderen Fussballverbänden, aber sie soll einmal Basis für die 40 LE umfassende DFB-Torwarttrainerlizenz im Breitensport sein.

    Richtig ist, das der DFB noch keine Torwarttrainer ausbildet. Sie ist jedoch in einem 3-stufigen System (Breiten-, Leistungs- und Profi-TW-Trainer geplant. An anderer Stelle habe ich bereits weitere Details darüber geschrieben. Leider ist es seit der Ankündigung im vergangenen Jahr durch Jörg Daniel sehr still um dieses Thema geworden. Denn bislang seht auf den DFB-Lehrfolien zu lesen: "die Mannschaft trainiert den Torwart; der Torwart trainiert die Mannschaft"! Das sieht denn in der Praxis häufig so aus, das die Spieler in Reih und Glied aufgestellt nacheinander aufs Tor schießen. Das ist natürlich sowas von spielnah und für die Spieler wie für den Torwart gleichermaßen unheimlich spannend und lehrreich!



    Ohne regelmäßiges TW-Einzeltraining (zunächst kurze Einheiten x 1 wöchentlich, dann häufigere, längere Einheiten je nach Leistungsstand) mit altersgerechten Krorrekturmöglichkeiten geht es nicht. Was mich dabei am meisten wundert ist das niemand darüber Zweifel hegt, das Feldspieler ein umfangreiches, abwechselungsreiches und interessantes Training brauchen, aber Torleute nur dann, wenn sie als Feldspieler mit dem Ball am Fuß trainieren! Natürlich sollen die auch mitkicken und zwar in jeder Altersklasse, aber sie sollen auch ein gezieltes Torwarttraining, ebenfalls in jeder Altersklasse, bekommen. Es geht dabei weniger um eine Ausbildung nach den Prinzipien der Eliteförderung, sondern vielmehr um ein ganz normales Torwarttraining, weil auch diese Position eine wichtige in der Mannschaft ist und deshalb nicht außen vor gelassen werden darf.



    Es ist mir bewußt, das die Vereine im Breitensport das heutzutage noch nicht leisten können, weil es noch keine vom DFB ausgebildeten Torwarttrainer gibt. Deshalb wünschen wir TW-Trainer uns auch, das der DFB da endlich etwas auf die Beine stellt!



    Theorien kommen und gehen! Wir sollten uns übrigens wieder über dieses Thema unterhalten, wenn`s den DFB-Torwarttrainer gibt. Mal schaun, was der DFB dann auf seine Trainerausbildungsfolien schreibt? Vieleicht kommt dann ja wieder einer auf die Idee zu sagen: "es ist nicht alles gold, was glänzt"!

    Ich weiß ja nicht, wie alt du bist? Aber selbst, wenn du noch sehr jung bist, lassen sich auch Frauen jenseits der 30 durch Fachkenntnisse überzeugen. Es dauert halt nur ein wenig, bis sie dich akzeptieren. Ähnliche Anlaufschwierigkeiten kann es geben, wenn es einen großen Altersunterschied zwischen dir und den jungen Mädchen gibt, weil ihre Sprache ein wenig anders sein kann als die Deinige! Darüberhinaus vereinigt euch aber die Sprache des Fussballs und der gemeinsame Spaß an diesem Hobby.



    Du kannst du mit deiner Mannschaft gemeinsame Regeln aufstellen, die dann alle auch per Unterschrift als verbindlich akzeptiert. Bei Nichtbeteiligung am Training könntet ihr z.B. vereinbaren, das die Spielerin vorher mit dir Kontakt aufnimmt, aber nicht per SMS oder über Dritte. Ich hab das so nicht gebraucht, weil ich nie unter einer geringen Beteiligungsquote gelitten habe. Für mich war ein interessantes und abwechselungsreiches Training wichtig. Meistens kam über den Spaß auch der Erfolg, wodurch dann eine positive Eigendynamik auftrat. Bei Frauen ist aber das Wohlfühlen in der Mannschaft und im Verein von größerer Bedeutung als der Tabellenplatz.

    Ich unterbreche euch beiden ja ungerne in eurem Dialog. Ich muss mich zunächst dafür entschuldigen, das ich mit dem Wort "Unsinn" ein Mißverständnis ausgelöst habe. Paul hat es schon ziemlich auf den richtigen Punkt gebracht: es wird fiel unter dem Dogma der wissenschaftlichen (also jederzeit beweisbaren) Tatsache hingestellt. Ob als Motiv die Ankurbelung des Bücherverkaufs, der Erlangung von Berühmtkeit, ect. dahinter steckt, soll hier einmal egal sein. Wenn Aussagen aber lediglich unter bestimmten Prämissen getroffen werden dürfen, dann aber als allgemeingültig hingestellt werden, dann sollte der kritische Betrachter etwas genauer hinschauen. Ich wollte mit der deutlichen Aufforderung, glaubt nicht alles, was da steht, manches läßt sich so nicht in die Praxis übertragen! Da macht es auch nur einen marginalen Unterschied, ob ich es mit Breiten- oder Leistungssport zu tun habe.



    Wenn man einen Keeper mit der Mannschaft trainieren will, dann würden, sobald ich dem Keeper eine Korrektur üben lasse, alle anderen Feldspieler gelangweilt herumstehen. Wenn ich dem Keeper aber nichts sage, weil sich die andern nicht langweilen sollen, dann lernen zwar die Anderen, der Torwart aber kaum. Das wäre dann für den Torwart langweilig! Eine Theorie, die der Praxis nur unter bestimmten Voraussetzungen standhält, sollte man hinterfragen.



    Und, wie Paul schon richtig gesagt hat: Theorien kommen und gehen! Man braucht sich nur einmal das legändere WM Spiel 1966 zwischen England und Deutschland ansehen und es mit dem heutigen Fussball vergleichen, dann werden die Unterschiede schon sehr deutlich.



    Auch der Streit über den Fussball kann eigene Kenntnisse erweitern. Je mehr man sich mit einer Thematik beschäftigt, desto weniger "wissenschaftliche Tatsachen" bleiben und desto mehr Fragen türmen sich auf. Es ist die Neugierde, die uns unaufhörlich nach neuen Erkenntnissen suchen läßt. In diesem Sinne wollte ich die Frage in die Runde werfen, ob man alles, was da auf den Ausbildungsfolien des DFB steht, als aktuelle Wissensbasis ansehen soll!

    "Das ist kein Unsinn, sondern eine wissenschaftliche Tatsache! Die Voraussetzungen sind, auch außersportlich gesehen, in diesem Alter durch hormonelle Umstellung und vor allem durch eine weitestgehend abgeschlossene kognitive Entwicklung so gut wie niemals mehr danach. Dazu gibt es ausreichend Studien. "


    Ich weiß, das du dir das nicht ausgedacht hast! Leider gibt es noch einige veralterte Folien in der Breitensport-Trainerausbildung des DFB. Auch findet man dort auch veralterte Folien über die Konditionsbildung ohne Ball oder ein viel zu lange und aufwendige Warmmachprogramme und sehr umfangreiche Dehnübungen vor dem Spiel. Dafür fehlen andere Bereich ganz! Oder hast du da was in Erinnerung mit speziellen Mädchen oder Frauenfussballthemen in den DFB-Ausbildungsfolien?



    Zwar kann ich mich nicht outen, sonst dürfte ich nicht mehr in diesem Forum schreiben, habe aber schon einige Keeper auf ihrem Weg vom unteren Nachwuchsbereich in den Leistungs- und teilweise in Profibereich begleiten dürfen. Gruppen- oder Mannschaftstraining bringt den Nachwuchs-Torhütern fast gar nichts, weil keine Korrekturen stattfinden und von daher kaum Lernfortschritte zu erzielen sind.


    Dennoch macht es keinen Sinn, die Torspielerposition, wie auch andere Mannschaftspositionen zu früh zu besetzen. Auch gebe ich dir recht, wenn du sagst, der Keeper muß die gleichen fußballerischen Techniken beherrschen wie seine Mannschaftkameraden.


    Der Punkt ist nur, das ich nicht davon überzeugt bin, das es besser ist, etwas zu machen, statt nichts zu machen. Fängt man es falsch (z.B. mit Drill) an, dann verliert man gute Torwarttalente schon in jungen Jahren. Die findet man dann beim Handball oder anderen Sportarten wieder. Leider hat das Wissen darüber, das auch die Keeper ein altersgerechtes Training brauchen, noch keinen optimalen Niederschlag in den Folien des DFB gefunden. Aber man hat erkannt, das man hinten dran ist und will ja die DFB-Torwartrainerlizenz ja irgendwann einführen.

    Wenn die Trainingsbeteiligung bei euch altersbedingt ist, so mag dies an der Zufälligkeit der Charaktere in eurem Team begründet sein.



    Basis ist die Freiwilligkeit, unter der jede Spielerin zum Training und zum Spiel kommt.



    Natürlich kennt man seine Pappenheimer, die sich bei Zimperlein abmelden genauso wie die, die auch dann spielen wollen, wenn es aus gesundheitlichen Gründen nicht ratsam ist.


    Selbstverständlich darf sich der Trainer die Frage stellen, wie man mit Spielerinnen, die wiederholt entweder wegen Zimperlein fehlen oder nachgewiesen die Unwahrheit gesagt haben, umgeht.



    Das Trainerfeedback kann von: "mir ist es scheißegal, das du heute da ist und: es freut mich, dich heute hier zu sehen", situationsbedingt die Richtige sein.



    Mein Rat: wenn du den Kader vergrößerst, fallen solche Spielerinenen mit negativen Mannschaftseigenschaften automatisch durch das Raster und man ist immer weniger auf sie angewiesen. Entweder sie ändern ihr Verhalten oder es ist eben zum Spiel "kein Trikot mehr übrig".



    Zwar kommt es bei der Entscheidung immer auf den Einzelfall an, letzendlich ist Reden "Silber" und Handeln "Gold"!

    Zunächst aber einmal zur Aussage zum "goldenen Lernalter". Kinder lernen genau so gut und so viel vor und nach der D-Jugendzeit. Es gibt keine bessere oder schlechtere Zeit zu lernen. Hört endlich mit diesem Unsinn auf.



    Schritte zum Abrollen "richtigen Fallen"


    Das richtige Fallen bei Hechtsprüngen vermittelt man am besten, wenn man seine unerfahrenen Keeper zunächst auf den Boden sitzen läßt, ihnen seitlich Bälle zurollt und über Hüfte und Schulter abrollen läßt. Als nächster Schritt erfolgt die Übung aus dem Kniestand. Hier wird beobachtet, ob der angehende Keeper richtig über Oberschenkel und Schulter abrollt. Kann er das richtig, kann man den Torwart aus niedriger Grundposition heraus nach einem Ball, den man in seiner Schulterhöhe hält greifen und danach abrollen lassen. Wenn der Torwart das kann, dann darf man ihm auch Bälle halbhoch seitlich zuwerfen, die er dann fängt, ablenkt oder später faustet. Übrigens kann es manchmal ganz hilfreich sein, den TW vor der Ballübung den Bewegungsablauf 2 - 3 mal als "Trockenübung" machen zu lassen.



    Das Abrollen auf einer dicken Matte zu erlernen ist zwar generell auch möglich, aber etwas schwieriger. Zunächst einmal hat der Schützling nicht so einen sicheren Stand und findet schwieriger den Druckpunkt, an dem er von der Vertikalen in die Horizontale kommt. Dann verzeiht die Matte auch Koordinationsfehler. Der Schützling gewinnt den Eindrück, er macht die Bewegungsablauf richtig und wenn er das dann so auf Spielfeld umsetzen will, dann tut`s weh.



    Ich mache auch einem Lizenztrainer keinen Vorwurf, wenn er meint, man solle es so machen. Denn der DFB bildet nun mal keine Torwarttrainer aus. Einzig in Baden Württemberg gibt es sein ein paar Jahren ein erfolgreiches Programm der Breitensportlizenz mit der Zusatzausbildung als TW-Trainer. Gerade, weil so gut wie nichts darüber in der Ausbildung vermittelt wird, haben viele Trainer mit und ohne Lizenz Berührungsängste. Sie sehen wohl, was ihre Keeper noch nicht können, wissen aber nicht, wie man es korrigiert. Leider ist der TW-Trainer, der seinen Keepern pausenlos Bälle aufs Tor knallt noch viel zu oft auf deutschen Sportplätzen zu finden. Zwar wurde im vergangenen Jahr vom DFB die 3-gestufte Torwarttrainerlizenz angekündigt. Seitdem ist es jedoch sehr still in der DFB-Zentrale geworden. Wer im grenznahen Raum der Niederlande, Belgien, Schweiz oder Österreich wohnt, kann auch dort ein gutes Ausbildungsprogramm finden. Leider werden die Lizenzen in Deutschland nicht anerkannt. Da müßte man schon Louis van Gaal heißen, um mit ausländischer Trainerlizenz in Deutschland etwas zu machen. Aber das ist ein anderes Thema.