Beiträge von TW-Trainer

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    Hallo Günter,


    ich bin davon überzeugt, das du es gut meinst und in eurem Verein mit deiner Hilfe diese Akton sicherlich auch in die richtigen Bahnen gelenkt wird und nicht mißverstanden werden könnte. Für die Masse solcher Veranstaltungen und der Zielgruppen würde ich das aufgrund der bereits vorgetragenen Bedenken so nicht sagen wollen.


    Wie sehr der DFB in seiner Grundlagenforschung für den unteren Jugendbereich hinten dran ist, zeigen teilweise auch die aktuellen Themen. So wird für den BDFL (Bund Deutscher Fussballlehrer) in der Sporthochschule Köln am 27.02. durch Frau Dr. Lobinger und Herrn Mickler übers Elterncoaching im Kinder- und Jugenfussball referiert. Denn anders als früher, sind Eltern als Ansprechpartner und Entscheidungsträger weitaus mehr eingebunden als früher.


    Dieses Forum ist die reinste "Goldgrube" für Sport-Wissenschaftler und DFB-Funktionäre aus der 2. Reihe! Wo sonst werden Punkte so breit öffentlich und teilweise mit internationaler Bedeutung so kontrovers diskutiert?


    Leider bin ich zu ungeduldig, um auf den DFB zu warten und um einige Erfahrungen reicher, um mir die gewünschten Informationen notfalls aus ausländischen Quellen zu holen. Deshalb schere ich mich seit Jahren wenig darum, was sich der DFB in jedem einzelnen Punkt denkt. Torleute, die es in den obersten Leistungsbereich geschafft haben, bestätigen meine Methode einer kontinuierlichen Unterstützung von Torleuten während des gesamten Jugendbereichs. Wenn sie Spaß an dieser Aufgabe gefunden haben und das Erlebnis zum Erfolg wird, dann wird auch der Erfolg zum Ergebnis!


    Wenn Fussball im doppelten Sinne die Menschen bewegt, dann bewegt er auch die obersten Entscheidungsträger! Nur eben etwas langsamer als ihr es euch wünscht!

    Wenn es ein Problem im Traineramt gibt, so seit auch ihr immer ein Teil des Problems, dessen ihr euch vergegenwärtigen solltet. Denn es ist zunächst einmal eure subjektive Wahrnehmung! Es liegt an euch, geeignete Maßnahmen für einen beidseitig zufriedenstellenden Kompromiß zu finden. Das Problem in sich hinein zu fressen, in der Hoffnung, es würde sich irgendwann schon zum besseren wenden, führt in den meisten Fällen lediglich dazu, das der Spaßfaktor durch Frust ersetzt wird.
    Denn genau, wie alle anderen Ehrenamtlichen (Spieler, Eltern, Trainerkollegen und Funktionäre des Vereins) sollte auch bei euch nach Abwägung aller Faktoren ein Plus an Lebensqualität herauskommen. Ist kein Kompromiß gewollt und läßt sich eure Sicht auf das Problem nicht ändern, wird es Zeit einen Schlußstrich zu ziehen, bevor das private Umfeld (Familie, Firma) auch noch in Mitleidenschaft gezogen wird. Mitleid (z.B. Kinder würden sonst nicht trainiert werden) ist für die Entscheidung immer ein falscher Berater, denn mit euch hat auch niemand Mitleid gehabt!

    Hallo Stella,


    das Problem ist nicht neu. Aber solange fast nur:


    - die vom Trainer eingeschätzten Trägen, Faulen und vermeintlich Unbegabten ins Tor gestellt werden, damit sie die anderen nicht beim Fussballspielen stören
    - mit den Torleuten kein altersgerechtes Training
    - auf die Torleute bei Niederlagen herumgehakt
    - vom DFB Anti-TW-Seminare (du spielst im Feld, du spielst im Tor) veranstaltet werden, auf der erzählt wird, man dürfe im unteren Bereich noch kein TW-Training anbieten


    wird sich an diesem Problem kaum etwas ändern. Ich habe mal in einem unteren Jugendbereich eine Saison lang TW-Training gemacht. Aus den 8 Keepern wurden später 3 Auswahlkeeper. Warum wohl? Das hat mit mir das Allerwenigste zu tun, sondern lediglich damit, das Kinder, die an diese Aufgabe mit Spaß herangeführt werden, auch Leistungspotential entwickeln !!!


    Wenn einem Kind der Start in den Fussball auf diese oder ähnliche Weise vermießt wurde, das man es auf der TW-Position weitestgehend ignoriert, kann hören die Kinder meist in der D oder C-Jugend auf und suchen sich ein anderes Hobby.


    Wie würdet ihr euch vorkommen, wenn ihr während des Trainings und des Spiels auf der Torlinie verharren müßtest, während deine Spielkameraden hinter dem Ball herjagen können? Wie glaubst ihr, fühlt sich dann ein Keeper, wenn Mannschaftskameraden oder noch schlimmer deren Eltern diesem Kind Schuld an Niederlagen geben und vom Trainer keinerlei Ausbildungsunterstützung kommt?


    Genau andersherum, aber nicht besser habe ich es auch schon erlebt. Der Keeper steht in einer sehr leistungsschwachen Mannschaft im Tor und wird deshalb in jedem Spiel stark gefordert. Zuhause bekommt er ein wenig TW-Training, weil auch sein Trainer nichts mit ihm macht. Seine Kameraden und die Trainer sind stolz auf ihn, wählen ihn zum Mannschaftskapitän. Dann soll er mal in der 1. Mannschaft aushelfen, weil dort der Keeper krank ist. Er macht dies mit Bravour. Nach dem Spiel streiten sich die erwachsenen Trainer der 1. und 2. Mannschaft vor den Augen des Jungen, wo der kleine Keeper denn künftig zu spielen habe. Der Junge wurde gar nicht gefragt und auch seine Eltern nicht. Einige Zeit später fand eine Talentsichtung im Rahmen des Sparkassencups statt. Die Sichtung endete mit einem Skandal! Kein Spieler der 1. Mannschaft wurde ausgewählt, aber der Keeper aus der "Gurkentruppe"! Der Junge hatte danach ein Spießrutenlaufen im Dorf mitzumachen. (Am Mißerfolg will keiner Schuld haben, im Erfolgsfall streiten sie sich aber wie die Geier!)


    Der DFB hat ein Ausbildungskonzept für Feldspieler und klammert die Torleute im unteren Jugendbereich gänzlich aus. Er behauptet, jeder könne sich auf dieser Position ausprobieren. Aber wie soll er sich denn ausprobieren, wenn er, anders als seine Mannschaftskameraden auf dem Feld, keine Trainingsunterstützung bekommt. Das DFB-Konzept: "der Torwart traininert die Mannschaft, die Mannschaft trainiert den Torwart" funktioniert in der Praxis fast gar nicht, weil sinnvolle Hilfen und Korrekturen durch den Trainer ausbleiben.


    Nun hat sich mal einer vom DFB vorgewagt und als Zielgruppe für TW-Trainer mit C-Leistungslizenz auch die DFB-Stützpunkte angegeben. Bin mal gespannt, wann dieser "Vordenker" zurück gepfiffen wird. Denn spätestens, wenn Anwärter erkennen, das es dafür gar kein DFB-Budget gibt, wird das Ganze wie eine Seifenblase platzen!


    Wie du siehst, ist es kein Mannschafts- oder Vereinsproblem, sondern eines, was im unteren Jugendbereich vom DFB fehlgesteuert wird. Man findet für den unteren Jugendbereich, bis auf einige Privatinitiativen (z.B. "blaue Wand") so gut wie nichts im Internet an Unterstützung fürs Training.


    Wie kann man das Problem in der Mannschaft oder im Verein kurzfristig lindern?
    Wenn ihr ein Team mit guten Torleuten (mindestesn 2 pro Team) wollt, dann müßt ihr etwas dafür tun! Falls es keinen TW-Trainer in eurem Verein gibt, dann sprecht mit Keeperin aus der älteren Jugend oder dem Erwachsenenbereich. Laßt eure Keeper 1 x wöchentlich mit dem Team als Feldspieler und 1 x als Torwart trainieren. Nur dann, wenn die Kinder merken, das sie auch in der TW-Position eine engagierte Unterstützung vom Trainer erfahren, wird sich etwas daran ändern. Auch gibt es einige, wenige kommerziellen Torwarttrainingsschulen für den Nachwuchsbereich. Das kostet zwar, ist aber ein tolles Erlebnis für die Kinder.

    Steini


    Und JOSE-MOURInHO sollte sich einen anderen Nick aussuchen. Ich hätte da die "Heulboje" Andi Möller (... Schatz, die haben mich schon wieder ausgeschimpft ..) oder Louis van Generaal (auch wenn du mein Sohn bist, gibt dir das noch lange nicht das recht, mit zu Duzen!) anzubieten.


    Es wird doch langsam Zeit, das es wärmer wird!

    Unterhalb der C-Breitensport-Trainerlizenz (120 Lehreinheiten) gibt es die des Teamleiters mit 70 LE. Aber kaum einer macht die Teamleiter-Lizenz! Die Länge der Ausbildungszeit orientiert sich an den Inhalten. Dennoch werden keine Unterschiede in den einzelnen Profilen: Kinder/Jugenliche, Erwachsene, Freizeit und Gesundheitssport gemacht.


    Allerdings könnte man die 120 LE Breitensportlizenz auf ca. 80 - 90 LE kürzen, wenn die Themen im theoretischen Unterricht etwas besser aufeinander abgestimmt wären und die Fussballspiele unter den Trainerkandidaten weggelassen würde. Denn die, die bis dahin nicht Fussballspielen gelernt haben, werden es da auch nicht mehr lernen. Ferner wird die Demonstrationsfähigkeit nicht von Breitensporttrainern verlangt. Das Gekicke dient also eher dem Spaß als dem Ausbildungszwecke. Leider kommt es auch immer wieder vor, das sich besonders ehrgeizige Fusballveteranen dabei verletzen und dann die Ausbildung u.U. abbrechen müssen.


    Aber selbst die 80 LE sind für viele noch abschreckend genug. Für manche auch wegen Schichtdienst oder sonstigen beruflichen und privaten Terminen nicht machbar. Genau aus diesem Grunde wurde ja auch das E-Learning als Alternative vorgeschlagen.


    Wenn man allerdings nach 4 stündiger Hospitation an einen Trainerneuling ohne jegliches Vorwissen einen "Kindertrainer-Führerschein" vergibt, dann ist es in der Tat nicht das Papier wert, auf dem es steht. Der Neuling glaubt, nun alles Wichtige erfahren zu haben und steht schon nach 14 Tagen vor Problemen, für die er Hilfe benötigt.
    Genau aus diesem Grund gefällt mir das DFB-Mobil nicht! Zu viele Trainer ohne Lizenz interpretieren darin eine Art Trainerausbildung. Dabei ist es nicht mehr als eine Trainingseinheit, die Neulinge dazu animieren soll, an einer Lizenz-Ausbildung teilzunehmen. Dieses DFB-Angebot kommt mir so vor, als würde man mal kurz ins Vereinsheim hineinrufen und dann ganz schnell wieder verschwinden!


    Man darf bei der ganzen Diskussion nicht vergessen: es geht um Menschen! Noch dazu junge und Unerfahrene, die neugierig sind und etwas lernen möchten! Wenn ich mein Kind einer mir weitgehend unbekannten Person anvertraue, dann möchte ich dies gerne mit der Gewissheit machen, das er dort mit seinem Hobby gut aufgehoben ist.

    In den meisten Verbänden ist es bei der dezentralen Trainer-Breitensportausbildung so, das zwar die Ausbildung weitestgehend durch Stützpunkttrainer, jedoch meist mit Vereinsteams (Leistungsstärke zufällig) vor Ort gemacht wird.


    Grundsätzlich finde ich es eine gute Idee, die angehenden Trainer beim Stützpunkttraining hospitieren zu lassen. Denn gerade bei den älteren Anfängern ist es noch so, das sie vieles früher anders oder gar nicht gelernt haben. Beim Stützpunkt finden die sie Talente, die ihnen die Übungen sehr gut präsentieren können. Auch finden die Kandidaten im Unterschied zur normalen Trainerausbildung mal ihre Stützpunkttrainer im längeren, praktischen Einsatz. Sie können sich das eine oder andere abschauen und Fragen stellen. (Und wer ganz genau hinschaut, wird auch entdecken, das die auch nicht immer das machen, was der DFB so vorschreibt!)


    Die Forumlare sind auf die spätere theoretische Prüfung hin ausgelegt. Hier wiederholen sich die DFB-Folien-Inhalte aus dem Unterricht.

    @Uwe
    Bei deinem Kommentar zur abfälligen Äußerung über dieses Forum mußte ich ein wenig schmunzeln. Zum einen scheint genau dieses Forum desöfteren Diskussionsthema beim DFB zu sein. Denn, wenn man etwas nicht kennt, läßt man sich nicht zu einer solchen Antwort hinreißen. Wenn man aber gerne im einen oder anderen Punkt den hier vertretenen Meinungen zustimmen würde, dies aber nicht mit den Richtlinien des DFB einhergeht, dann bleibt eben nur eine emotionale und wenig durchdachte Antwort übrig.


    Sehe es mal als positives Zeichen deines Engagements für dieses in Deutschland einmalige Trainerforum, zu dem sogar Leute aus dem benachbarten deutschsprachigen Ausland Zugang gefunden haben. Fussball hat die Kraft die Menschen verbinden. Dieses Forum zeigt eine der vielen Möglichkeiten!


    Sei auch versichert, dass beim DFB nicht alle einer Meinung sind! Es ist aber, wie in allen größeren Betrieben. Auf dem Weg zur Macht ist mach "bitterer Wein" mit vorgesetzten Trotteln zu trinken. Den über den Klee zu loben ist auch nicht immer einfach.


    Wenn man Gelegenheit hat, den einen oder anderen etwas näher kennen zu lernen, dann findet man auch auch super Typen darunter.

    Wenn David gegen Goliath kämpft, dann gibt es für David nicht viele Möglichkeiten! Er kann nur mit seinem Verstand gewinnen.


    Eine Reihe von Bu-Li-Vereinen haben ihren jüngeren Jahrgang in der Bezirksliga oder knapp darüber im Spielbetrieb. Für den Außenstehenden sieht das nach toller Talentförderarbeit aus. Schaut man etwas genauer hin, dann besteht meist das Gerüst dieser Teams aus Spielern des älteren Jahrgangs, die sich bei engen Spielen auch mal körperlich entscheidend durchsetzen können. Für den Fall, das es zum Ende der Saison hin noch kritisch wird, werden die Spiele so verlegt, das man auch Leistungsträger aus der 1. Mannschaft einsetzen kann. Gerade zum Ende der Saison wird auch am meisten mit den Spielerpässen gemogelt, um die Festspielregeln zu umschiffen!


    Ferner gibt es allerlei lustige Spielchen der großen Clubs, mit denen die Konkurrenz geschwächt wird. Ob es Abwerbungsversuche oder bewußt gestreute Fehlinformationen sind. Vielen Leistungsvereinen interessieren die Mittel nicht, nur die Zielerreichung ist wichtig! So manches Aufsteigerteam, was noch in der Hinserie im Mittelfeld stand, bekommt zur Winterpause hin die Probleme, die von außen hinein getragen werden und müssen, obwohl es sportlich normalerweise gereicht hätte, dennoch absteigen. Wer möchte da laut von verschenkten Punkten von befreundeten Vereinen, die schon lange in dieser Liga spielen, sprechen?


    Bei den kleineren Vereinen gibt es vor jeder Saison das Problem eine Mannschaft zu formen, die technisch, taktisch und auch körperlich den Ansprüchen der Liga genügt. Hat man nun sehr viele Spieler des jüngeren Jahrgangs, so reduzieren sich die Möglichkeiten weiterhin in dieser Liga spielen zu können. Kaum ein kleinerer bis mittlerer Dorfverein kann auf Dauer ohne Verstärkung von anderen Vereinen in der C-Jugend-Bezirksliga oder darüber bestehen.


    Noch vor einigen Jahren war es ein erfolgreiches Mittel, seine körperlich unterlegene Mannschaft konditionell besser zu schulen, um dann, wenn der Gegner nicht mehr zuzulegen hat, die entscheidenden Treffer zu setzen. Wer besondere in der Winterpause dafür sorgte, das die Jungs topfit blieben, konnte gleich zu Beginn der Rückserie einen guten Start hinlegen, der ihn über die Runden brachte.


    Natürlich kann man auch versuchen, sich taktisch etwas günstiger auszurichten. Das merken aber auch die alten Trainerhasen sofort und reagieren entsprechend und dann ist der kleine Vorteil wieder pfutsch!


    Wenn du in der Liga bleiben willst, dann mußt du zur Erreichung dieses Ziels mehr machen als die Konkurrenz. D.h. wenn ihr vorher 2 x wöchentlich trainiert und die Konkurrenz das auch macht, dann mußt du 3 x trainieren. Falls du Trainerunterstützung brauchst, jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dazu, um einen Kollegen ins Boot zu holen. Denn gerade in der C-Jugend ist das Training in Kleingruppen besonders effektiv. Fussball lernen und Fussball verstehen kann hier besonders gut zusammen geführt werden. Aber dazu müssen auch die Jungs, die Eltern und der Verein mitspielen.


    Jürgen Klopp meinte unlängst zum Thema Fussballverständnis in der Nachwuchsförderung: "Wenn ich früher schon so viel über Fussball gewußt hätte, wäre ich bestimmt ein besserer Spieler geworden!"


    Falls es zum Schluß der Saison sportlich dennoch nicht reichen sollte, ist dies bestimmt kein Beinbruch. Weder für die Jungs, für dich, noch für den Verein. Es ist zwar damit zu rechnen, das dann ein Teil des Teams den Verein verläßt, aber in jedem Ende wohnt ja bekanntlich auch ein Anfang. Als Trainer ist es nicht deine Aufgabe, eine Mannschaft von Saison zu Saison in eine bestimmte Liga zu halten, sondern ligaunabhängig Spieler auszubilden. Dies ist immer ein langfristiges Ziel über den gesamten Jugendzeitraum und verteilt sich dementsprechend auf mehrere Schultern.

    Ich sehe es ähnlich wie Uwe! Wenn das Informationsangebot den Bedarf der typischen Breitensporttrainer ohne Lizenz entspricht, dann wird es auch überwiegend angenommen. Natürlich möchte auch jeder neue Vatertrainer seinem Sohn und dem Verein einen Gefallen tun, aber es steckt auch eine Portion Egoismus in seiner Entscheidung Trainer zu werden. Das dieser Egoismus auch ins "Gewinnen müssen" fehlgeleitet werden kann, wurde ja schon verschiedenlich angesprochen. Natürlich ist es auch nicht der DFB allein, der hier bislang versagt. Denn fragt man Vatertrainer, warum sie wieder nach kurzer Zeit aufgehört haben, dann wird einem häufig entgegnet, das der Verein zu wenig Unterstützung geleistet habe. Auch habe man sie nicht über den vollen Umfang der Trainerarbeit informiert.


    Vor ca. 2 Jahren berichtete der NFV voller Stolz, man habe dem DFB ein Konzept des E-Learning für die Breitensport-Trainerausbildung übereicht! Dies wäre eine Möglichkeit gewesen, von zuhause und zeitunabhängig ein Basiswissen übers Internet zu vermitteln. Was ist daraus geworden? Gar nichts!


    Vor ein paar Jahren gab es die Aktion zur Finanzierung von Bolzplätzen, jetzt die der DFB-Bullis. Das sind alles gute Ansätze! Aber das ist weitgehend rausgeschmissenes Geld, wenn dahin nicht "nachgehakt" wird. Man bekommt nur dann dauerhafte Mitglieder, wenn man auch ausreichend gut ausgebildete Trainer hat. Bei dieser Aufgabe werden viele Vereine alleine gelassen!


    Aber auch die Verbände hüllen sich tw. immer mehr in Schweigen, wenn es um die kritische Beurteilung ihrer Arbeit geht. So gab es bis vor kurzem noch ein Gästebuch-Forum, in denen hin und wieder auch kritische Punkte heftig diskutiert wurden. Nun hat man das Ganze mehr oder weniger zum Schweigen gebracht, so das auch hier eine zunehmende Abkapselung zur Basis zu erwarten ist.


    Nicht mal ein 10 seitiges Informationsblättchen mit den häufigsten Fragen und Antworten für die neuen Trainer im Basisbereich bekommt man hin! Da darf die Frage, wie man denn die Interessensvertretung für die Masse der Mitglieder beim DFB versteht, ruhig gestellt werden!

    @Uwe
    Leider muß ich deine Aussagen zur Gewichtung der Interessen und Mittelverwendung bestätigen. Durch die Einführung der DFB-Stützpunkte in Verbindung mit dem Sparkassen-Cup wurde eine Klassifizierung eingeführt, die ich gerne ändern würde.
    Deutlich in den Breitensport hinein ragt die Auswahl für die erste Sichtung, die Auswahl und später dann die Selektion für die Spieler, die dem Verband präseniert werden. Wer durch dieses Sieb fällt, der darf sich auf den Breitensport freuen. Ihm werden in über 90 % aller Fälle Trainer zugeteilt, die kaum etwas vom kindgerechten Fussball wissen, so das ab der D-Jugend die Kinder in Scharen davon laufen.


    Selbst auf den Stützpunkten läuft nach dem Sparkassencup eine Zweiklassengesellschaft ab. Die einen, die mitgenommen wurden und im Verband weiter gefördert werden und die anderen, die eigentlich nur noch zum Stützpunkttraining kommen, um ihren Kumpels erzählen zu können, das sie ja noch "Auswahl" spielen. Weil es aber keine systematische Sichtung für die älteren Stützpunkt-Jahrgänge gibt, wird die Teilnahmequote dort auch deutlich geringer. Nur dann, wenn sie als Statistiken für Bezirks-, Bereichs-Turniere gebraucht werden, kommen sie mit der sehr geringen Hoffnung, doch noch nachnominiert zu werden. Diese "Ausschußliste" gibts dann später auch auf dem Verband. Während sich die Jungen das noch gefallen lassen, reagieren die Mädchen deutlich impulsiver. Für eine U 20 Verbandself lassen sich dann kaum noch welche begeistern, die im Verein ein deutlich höheres Niveau vorfinden. man findet meist nur noch solche, die die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben haben.


    Um diese 2-Klassengesellschaft im Nachwuchsbereich aufzulösen, braucht es zunächst einmal einen Hebel im Konzept, der umgelegt werden muß.Es ist schon richtig, das der DFB zu den Menschen in den Vereinen kommt, statt ein einer Glaskugel Gelder und Wissen zu verwalten. Es genügt aber nicht, sich ein paar Bullis anzuschaffen, durch die Orte zu den kleineren Vereinen zu fahren und gleich wieder zu verschwinden.


    Ich glaube auch nicht, das dieses Forum immer mehr Anhänger findet, weil alle ihre Zufriedenheit mit den Fussball und speziell den Trainer-Rahmenbedingungen zum Ausdruck bringen wollen. Es ist zum Teil die Suche nach Informationen und für manche mag es ein Ventil des Protests sein, wie wenig und mit welch langsamen Tempo sich der DFB auf die Bedürfnisse des Kinderfussballs zubewegt!


    Zum Glück ist aber der "breite graue Rand" groß genug, um mit seinen persönlichen Erfahrungen und den Ergänzungen von Kollegen in seiner Umgebung das Bestmögliche zu erreichen! Nur, wer zu spät kommt, den straft der DFB!

    Liebe Fussballfreunde!
    Der nachfolgende Beitrag ist nicht so ernst gemeint. Sollte der eine oder andere dennoch ins Grübeln kommen, ist dies beabsichtigt. Los gehts ..


    Bist du vor 1980 geboren ? Bitte weiter lesen !
    Wenn du nach 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun? Aber du solltest trotzdem weiterlesen, um zu verstehen, warum die Pampers-Generation, zu der du ja auch gehörst, keine Helden hervorbringen wird!
    Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!
    Wir sind Helden! Warum ?
    Wir saßen im Auto ohne Kindersitz,ohne Sicherheitsgurtund ohne Airbag !
    Unsere Bettchen waren mit Farben voller Blei und Cadmium angestrichen !
    Auch die bunten Holzbauklötze, die wir uns begeistert in den Mund steckten ...
    Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
    Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen!
    Wenn wir zu faul zum Laufen waren, setzten wir uns hinten auf das Fahrrad unseres Freundes – natürlich ohne Helm! Der strampelte sich ab und wir versuchten, uns an den Stahlfedern des Velosattels festzuhalten !
    Unsere Schuhe waren immer schon eingelaufen durch Bruder, Schwester, Neffe,Freunde der Eltern oder so. Auch das Fahrrad (nicht Mountain-Bike!!) war meistens entweder zu gross oder zuklein !
    Überhaupt hatte ein Fahrrad keine Gangschaltung. Und wenn doch, dannnur eine mit 3 Stufen ! Und wenn du einen Platten hattest,lerntest du vom Vater, wie man dasselber flicken konnte! (Am Samstagnachmittag – mit Wassereimer, Schlauchwerkzeug, Schmirgelpapier und Gummilösung ...)
    Wasser tranken wir aus Wasserhähnenund nicht aus Flaschen!
    Einen Kaugummi legte man am Abend auf den Nachttisch und am nächsten Morgen steckte man ihn einfach wieder in den Mund!
    Wir aßen ungesundes Zeug (Schmalzbrote, Schweinsbraten,…), keiner scherte sich um Kalorien und wir wurden trotzdem nicht dick! Wir tranken Alkohol und wurden nicht alkoholsüchtig!
    Wir tranken aus der gleichen Flasche wie unsere Freunde und keiner machte deswegen ein Theater oder wurde gleich krank !
    Wir verließen frühmorgens das Haus und kamen erst wieder heim, wenn die Strassenbeleuchtung bereits eingeschaltet war. In der Zwischenzeit wusste meistens niemand, wo wir waren ... und keiner von uns hatte ein Handy dabei !!!
    Wir haben uns geschnitten, die Knochen gebrochen, Zähne raus geschlagen und niemand wurde deswegen verklagt. Niemand hatte Schuld - außer wir selbst.Das waren ganz normale, tägliche Unfälle und manchmal bekamstdu hinterher sogar(als erzieherische Zugabe)noch eins auf den Po!
    Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau.Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.
    Wir hatten nicht: Playstation, Nintendos, X-box, 200 Fernsehsender, Videos, DVDs,Dolby-Surround-Sound, iPods, eigene Fernseher, PCs und Internet, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys ... Wir hatten Freunde !
    Wir gingen einfach raus und trafen uns auf der Straße.Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten.Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein.Ohne Termin und ohne Wissen unserer Eltern!
    Keiner brachte uns und keiner holte uns!!
    Das Fernsehprogramm begannerst um 18 Uhr ! Die Eltern bestimmten, was und wie lange „TV-geglotzt“ wurde !
    Wir bauten Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten.Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar!
    Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen.Außerdem aßen wir Würmer.Und die Prophezeiungen trafen nicht ein:Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir uns auch nicht besonders viele Augen aus!
    Wir spielten Strassenfussball, und nur wer gut war, durfte mitspielen. Wer nicht gut genug war, musste zuschauen und lernen, mit Enttäuschungen umzugehen ! Und das ging auch ohne Kinderpsychiater!
    Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbeurteilung!!
    Wir machten unsere Pausenbrote selber, nahmen am Morgen einen Apfel mitund wenn wir das vergaßen, konnte man in der Schule nichts kaufen !McDonalds … Burger-King … Döner-Bude Snack-Bar … Imbiss-Stand … Pizza-Ecke……………. Fehlanzeige !
    Zur Schule gingen wir(auch im Winter)zu Fuss!Schulbusse?? Gab´s nicht!
    Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen.Das war klar und keiner konnte sich verstecken.Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstieß, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausboxten.Im Gegenteil:Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!Na so was!
    Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
    Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung.
    Mit alldem mussten wir umgehen und wussten wir umzugehen!
    Geboren vor 1980!Gehörst D U auch dazu ? Gratuliere ! Wir sind HELDEN !
    Geboren nach 1980 ? So, jetzt wisst ihr Warmduscher und Weicheier das auch!

    Anhand einiger Beispiele wurden bereits die Veränderungen innerhalb der letzten 10 Jahre beschrieben. Waren es vor 10 - 20 Jahren noch die intensiven und erfolgreichen Soutingerfolge in Südamerika, die den deutschen Bundesliga-Alltag maßgeblich veränderten, so tauchen plötzlich, aber nicht zufällig Japaner in der Bundesliga auf. Es würde mich auch gar nicht wundern, wenn wir bald japanische Trainer hätten, wenn für sie die deutsche Sprache nicht so schwer wäre. Bei den Frauen haben sie bereits während der letzten WM bewiesen, das ihre Fussballphilosophie die erfolgreichste ist. Bei den Männern ist dies aufgrund der hohen Leistungsdichte und den weitaus höheren Anstrengungen der Weltspitze nicht so leicht möglich.


    Unverkennbar ist auch, das die Ergebnisse und Trends vom Profibereich an den Leistungs- und danach an den Breitensportbereich weiter gegeben werden.


    Inwieweit sich die Sichtweise im Ausbildungskonzept des DFB in den letzten 10 Jahren verändert hat, mag eine subjektive Wahrnehmung sein. Das leidige Thema der Talentsichtung und Stützpunkttrainer taugt da wenig zum Lösungsansatz.
    Trends brauchen aber eine gewisse Zeit, bevor sie sich durch den Nachwuchsbereich zur Leistungsspitze hin durchgesetzt haben. Dies liegt auch daran, das neue Erkenntnisse mit alten Ballast vermischt weitergegeben werden.
    In den letzten Jahren erkenne ich, das auf den Stützpunkten weniger unterbrochen, dafür mehr erklärt wird. Der früher teilweise wahrgenommene wöchentliche Dressurakt auf den DFB-Stützpunkten ist einem partnerschaftlichen Umgang gewichen. Die Verbesserung der Inidividualtechnik findet selbstverständlich statt, jedoch wird mehr Zeit fürs Ausprobieren in Kleingruppen und dem Mannschaftsspiel verwandt.


    Ursprünglich war das Montagstraining bei Einführung des neuen DFB-Stützpunkt-Förderkonzepts dazu gedacht, die Talente durch das 1 x wöchentliche Zusatztraining durch gut ausgebildete Stützpunkttraining flächendeckend zu fördern.


    Besonders deutlich nehme ich die veränderte Spielweise der jungen Talente dort wahr, wo mehr als das 1 x wöchentliche Pflichtprogramm auf dem DFB-Stützpunkt abgespult wird.


    Haben noch vor ein paar Jahren ausschließlich die NLZ der Proficlubs den Sparkassen-Cup gewonnen, sind es jetzt (wieder) die Stützpunkte. Natürlich gründet dies teilweise auch aus der Einsicht der NLZ-Verantwortlichen, das die Kids vor der C-Jugend meist besser in ihrer sozialen Umgebung der Heimatvereine aufgehoben sind.


    Weil es gerade im Fussball keine unumstößlichen Wahrheiten und Tabus gibt, braucht es auch keine "reine Lehre", sondern lediglich eine zeitnahe Anpassung und Beschreibung der Realitäten. Ob das, was der DFB so als Realität verkauft, dem entspricht, das sei mal dahingestellt!

    Hallo Benjamin,


    ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn die fehlende Resonanz an deinem Fragenkatalog zu finden ist, den ich nochmals überarbeiten würde. Auch würde ich das mit dem Gutschein weglassen, da sonst vermutet werden könnte, das die Adressen der Fragebogenbeantworter zwecks unerwünschter Werbung an Dritte weitergeleitet werden.


    Nun zu deinem Fragenkatalog


    A. Zielgruppe:
    Wer soll deine Trainerzielgruppe sein, für die du einen Ist-Sollzustand beschreiben möchtest? Herren- , Frauen- oder Junioren- oder Juniorinnentrainer?
    Auch in der Verletzungsprävention macht das einen Riesenunterschied.


    1. Unterer Jugendbereich
    Bei Kindern im untersten Jugendbereich gibt es keinen Grund vor dem eigentlichen Training irgendwelche Dehnübungen zu machen. Es genügt, wenn der Kreislauf kurz "in Schwung" gebracht wird, damit der gesamte Körper gut durchblutet wird.


    2. Mittlerer und oberen Jugendbereich
    Bei den Jungen sorgen Wachstumsschübe während der Pubertät für Probleme in der Trainingsbelastung. Bei den Mädchen sind es die rasche Gewichtszunahme, die weiblichen Rundungen aufgrund fortgeschrittener Pubertät, sowie anatomische Schwachpunkte im Knie- und Fussgelenksbereich, wodurch Verletzungen der Bänder leichter eintreten können.


    3. Erwachsenenbereich
    Auch hier gibts deutliche Unterschiede. Während bei den Senioren in der Saisonvorbereitung die Grundlagen für Kraft und Kondition gelegt werden und während der Saison lediglich der Level gehalten wird, begleitet im Frauenbereich aufgrund der deutlich geringeren Muskelmasse die Kraft-/Konditionsarbeit das Training auch während der Saison.




    B. Fragen wiederholen sich
    Wenn du deine Fragenbogen-Beantworter nicht langweilen willst, dann lasse bitte die Fragen, die sich in ganz ähnlicher Art wiederholen, weg. Mit dieser Form der Befragung werden z.B. simpelste politische Aussagen überprüft. Darum geht es bei deiner Arbeit aber gar nicht.



    C. Fragestellungen überarbeiten
    Weil du weitgehend mit geschlossenen Fragen arbeitest, die jeweils mit Ja oder Nein beantwortet werden müssen, kann das Ergebnis kaum Aussagekraft erlangen. Denn alle Antworten beziehen sich auf die Dinge, die du (allein) für wichtig hälst. Wenn ein Studienkollege mit der selben Aufgabenstellung andere Fragen stellen würde, kämen zwei unterschiedliche "Wahrheiten" heraus. Wozu denn der Aufwand einer Befragung, wenn du das Ergebnis schon vorher zu wissen glaubt und die Fragen so gestellt sind, das deine Erwartungen nicht enttäuscht werden können?


    Deshalb nachfolgend ein paar Anregungen:


    1. Mess-Scalen benutzen
    Um eine verbesserte Aussagekraft zu erhalten, kannst du Skalen (z.B. von -10 bis +10, bzw. von sehr wichtig bis absolut unwichtig) definieren.


    2. Kurz-Kommentarzeile pro Frage
    Um widersprüchliche Aussagen filtern zu können, solltest du pro Frage eine kurze Kommentarzeile zur Verfügung stellen. Hier kann der Beantworter seine Antwort kurz begründen. Das macht die Auswertung zwar ein bißchen aufwendiger. Aber es unterfüttert in der späteren Analyse deine Aussagen, die dann kritischen Kommentaren besser stand halten.


    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Arbeit! Denn die zweitgrößte Strafe für einen Fussballer ist es, wegen einer blöden Verletzung auf der Reservebank sitzen zu müssen! Wenn du möchtest, kannst du später gerne deine Ergebnisse hier reinstellen.

    Für die Fussballweisen ist es längst kein Geheimnis mehr, das gerade im unteren Jugendbereich die Anzahl der Ballkontakte (und Übungsmöglichkeiten) ein besonderer Spaßfaktor und Erfolgsschlüssel darstellt. Jedoch werden für kleinere Mannschaften mehr Trainer und Betreuer benötigt, die aber nicht immer zur Verfügung stehen. Zwar gehen die absoluten Jahrgangszahlen zurück, dennoch ist es gerade auf dem Lande besonders schwierig, Trainer mit ein klein wenig Fussballwissen für diesen Bereich zu finden.


    In der Arbeit mit kleinen Gruppen können alle fussballerischen Fertigkeiten weitaus besser geübt werden. Die bei großen Trainingsgruppen häufig in Reih- und Glied wartende Trainingsgruppe entfällt bei Kleingruppen weitestgehend, wodurch auch der für diese Altergruppe anzutreffende Bewegungsdrang der Kinder im besonderen Maße für den Fussball gefördert wird. Dies war auch der Grund, warum der DFB die Soccercourts (Kleinfeld auf Kunstrasen) besonders gefördert hat. Leider gibt es davon viel zu wenig, weshalb diese Form des Tempofussballs zu wenig bekannt ist.


    Hingegen geht die Verlängerung von Spielzeiten zu Lasten der Konzentration, die bei unseren jüngsten Kickern noch recht kurz bemessen ist. Sie ist hier auch recht unterschiedlich. Man kann es beobachten, weil zu Beginn einer Halbzeit alle bei der Sache sind und zum Ende der Spielzeit einige nur noch sporalisch mitmachen.


    Wenn Fussball die Sportart das Hobby der Kinder ist, so sollte hier auch der Schwerpunkt gelegt werden. Andere Fähigkeiten, wie die Beweglichkeit, unterschiedliches Lauftempo, usw. werden jeweils mit dem Ball am Fuss trainiert.


    Sich als Trainer darüber Gedanken zu machen, ob die Gewinnchancen auf einem großen, mittleren oder kleinen Spielfeld größer sind, ist müßig. Das Team aber fussballerisch bestmöglich darauf vorzubereiten, ein Spiel erfolgreich gestalten zu können, kann in jedem Alterszeitraum Aufgabe des Trainers sein. Weil aber auch der jeweilige Gegner immer ein Wörtchen um Sieg und Niederlage mitredet, liegt es am Trainer, auch die Niederlage in einen Sieg umzuwandeln. Es ist ein Sieg in Form eines sportlichen Fortschrittes jeden einzelnen Spielers der ihm anvertrauten Mannschaft.


    UK1967
    Wenn du in diesem Forum stöberst wirst du jede Menge Übungen, Hinweise und Erfahrungen darüber finden. Viel Spaß dabei!

    Hallo Tobias,


    Wie du sicherlich schon aus den vorherigen Beiträgen bemerkt hast, gibt es Leidensgenossen.


    Aufgrund der Problematik würde ich dir raten, die Kommunikation per E-Mail auf ein absolutes Minimum beschränken. Die meisten älteren Leute auf dem Lande diese Form der Kommunikaiton nicht so gewohnt und möchten lieber persönlich angesprochen werden. Manche möchten auch nicht gerne Fragen stellen, weil sie Angst haben, im E-Mail könnten sich Rechtschreibfehler finden. Andere trauen sich nicht in der Gruppe etwas anzumerken. Dann kann es leicht einmal passieren, das sich Fakten und Informationen als Denkrichtung verselbständigen (wie du am Beispiel des Hallenturniers so blumenhaft beschrieben hast).


    Wenn du den Eltern tatsächlich den Spiegel vorhalten möchtest, dann kannst du mit den Kids zum Spaß in Zweierreihen im Stechschritt zum Anstoßkreis marschieren! Ich würd es aber lieber sein lassen und stattdessen eine günstige Gelegenheit nutzen, um deine Punkte so vorzutragen, das sie dich verstehen. Bitte vermeide es aber, die Eltern als Hornochsen darzustellen, indem du sie als Unwissende bloßstellst.


    Als Trainer bist du in erster Linie der persönliche Ansprechpartner, manchmal sogar der Meister der Improvisation. Versuche die Dinge mit deinen Worten auszudrücken und Fragen, Meinungen sowie Anregungen mit deinen Worten zu erwidern. Meistens lassen sich Kompromisse finden, mit denen alle leben können.


    Bei einem offenen Dialog kann auch als Ergebnis dieser unmittelbaren Kommunikation herauskommen, das die Erwartungen Mannschaft, deren Eltern und Trainer (nicht) zusammen passen!

    Hier noch mal für alle Leser das Statement von Coeverfan aus dem Jahr 2009 zum Video übers Bambini-Spiel:


    Diese Video ist ein Lehrbeispiel dafür wie ein Trainer zu einer Talentbremse wird.


    "@ Talentfreier Vater
    wenn Du glaubst, dass Dein Sohn talentiert ist, dann bringe ihn ganz schnell in einen anderen Verein.
    Die Spieler werden zu faulen und bequemen Spielern erzogen, die nur für ihre Position aber niemals für das ganze Spiel die Verantwortung übernehmen.


    Diesen Trainer geht es nur um das Ergebnis. Siehe Internetseite des Vereins.
    Hammer das es so etwas immer noch in hoch dekorierten Vereinen gibt.


    Am Besten ist es wenn Dein Sohn als Häuptling in einer normalen Mannschaft groß wird.
    In dem blauen Team ist er nur ein Indianer, der irgendwann aussortiert wird.
    Die Leistungszentren der Lizenzvereine holen sich diese Häuptlinge spätestens am Ende der C-Jugend bzw. Anfang der B-Jugend."


    ----------------------------------



    Zu deinen Fragen stehen, wenn du dir ein bißchen Mühe machst, überall Statements von mir! Manches habe ich allerdings nicht als Frage verstanden. Auch möchte ich dir nicht in Abrede stellen, das es das, was du beschreibst, nicht auch irgendwo gibt. Eine Verallgemeinerung läßt sich daraus wohl kaum ableiten.


    Solltest du beobachtet haben, das sich der Fussball im Laufe der Jahre verändert hat, deine Ansichten dazu aber nicht, dann ist es an dir, sich darüber Gedanken zu machen. Denn es ist nichts falsch daran, Kinder, die etwas gut können, auch zu loben. Auch dann, wenn sie statt Fussballspielen sehr gute Fruchtbarkeitssysmbole töpfern können. Es sei denn, man versteht das eine Lob als Kritik an die Anderen. Emotionen: Wut und Frust waren noch nicht gute Ratgeber, auch wenn sie zu unserem Leben gehören. In jeder Unzulänglichkeit liegt auch eine Chance!


    An irgendeiner Stelle wirst du sogar meinen Frust über die Art, wie beim Mädchen- und Frauenfussball gekickt wird, finden. Durch meine Arbeit im weiblichen Fussball habe ich aber gemerkt, wie benachteiligt sie gegenüber dem männlichen Fussball sind! Dabei ist es für mich unerheblich, ob am Ende meiner Trainingsarbeit mit den Mädchen eine Berufung für die Nationalmannschaft oder ein Spaß am Fussball in der untersten Kreisklasse steht. Ich sehe dies heute mit anderen Augen. Es ist ihr Wille, den wir als Trainer respektieren wollen. Wir sind als Trainer lediglich Fans einer Sportart, die sich manchmal für das Maß aller Dinge halten!

    Günter
    Im Laufe der Diskussion stellte sich heraus, das es schwierig ist mit einer verallgemeinernden Aussage zum Thema. Auch stellte sich heraus, das es vielleicht auch gar nicht wünschenswert ist das eine mit dem anderen abzugleichen, sondern das Passen nur eine Disziplin unter mehreren ist. Das erst das Erkennen des Leistungsstands der Trainingsgruppe in Kombination mit einem vielfältigen und abwechselungsreichen Training das "Salz in der Suppe" ist. Der Vergleich, was können Kinder in diesem Alter nicht (ADAC-Studie) führte auch deshalb zu keiner nachvollziehbaren Argumentation, weil die Aufgabenstellung zu unterschiedlich war.
    Das ist es gut, das Günter darauf aufmerksam macht, das wir Trainer es sind, die die "Strippen in der Hand" halten! Das es an uns liegt, das beste für die Kinder daraus zu machen! Dieses Forum erfüllt nur dann seine Aufgaben besonders wertvoll, wenn jeder etwas für sich mitnehmen kann. Jeder Mensch sollte seine Meinung ändern, wenn er für sich erkennt, das es noch eine Möglichkeit gibt, etwas zu verbessern! Was ist schlimm daran zuzugeben, das man sich geirrt hat, dies auch heute und in der Zukunft nicht ausschließen kann? Diese Schwäche erweist sich auf den zweiten Blick als wirklich Stärke.

    Ein guter Trainer ist der, der seine Kinder dort abholt, wo sie gerade "stehen"!


    Bei der Beschreibung DFB-Philosophie steckt m.E. jedoch ein gewaltiger Haken! Denn die DFB-Trainer-Breitensport-Ausbildung beginnt mit dem Bambini-Bereich. Wenn man dann Folien für den Bambini, F- und E-Jugend-Bereich bringt, über die man sich keine Gedanken (außer die, wie halte ich sie bei der Stange) gemacht hat, dann ist das ein bißchen dünn! Das Argument, es soll bloß keiner abspringen, würde sich dann m.E. über den gesamten Breitensportbereich ausdehnen lassen. Was will man der Zielgruppe: Breitensport-Trainer denn vermitteln? Egal, was ihr macht, Hauptsache eure Kids haben Spaß? Spielt von mir aus den Clown, damit sie nicht weglaufen? Ihr habt mit dem Erwerb der C-Breitensport-Trainerlizenz das volle Wissen darüber, wie ihr euch bestmöglich zum Narren macht?


    Da hängt so eine Philosphie wie ein Klotz am Bein junger, engagierter Trainer, deren Aufgabenbreite sich fast ausschließlich über Entertainment-Aufgaben beschränken soll. Soetwas kann doch auch der DFB nicht wirklich wollen? Zum Glück gibt es eine Menge Trainer, die sich nicht damit begnügen, sondern mehr wollen und eigene Wege gehen. Manche möchten sich gerne in der DFB-Philosphie wiederfinden, anderen ist das längst egal.