Beiträge von TW-Trainer

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    Günter
    Zunächst einmal freue ich mich riesig über den Sieg und darüber, das das gestrige Spiel der Deutschen schon ein gutes Stück besser war. Die 3 Tore der Portogiesen gegen Dänemark haben auch gezeigt, das der erste Sieg nicht im Vorbeigehen, sondern schwer erkämpft werden mußte.


    Doch jetzt zu deinem Punkt! Fussball ist ein Spiel, von dem wir leider nur sehr wenig verstehen! Ja, wir sind sogar meilenweit davon entfernt, wenn nicht gar in der Steinzeit dieses Spiels mit seinen nahezu unendlichen Situationen! Erschwerdend bei der jeweiligen Entscheidung ist, das wir Menschen zu Irrtümern neigen. Manchmal wollen wir die Dinge gerne so sehen, auch wenn sie anders sind!


    Immer, wenn eine Situation die Gemüter der Nationen erregt, bricht eine Diskussion über weitere technische Hilfsmittel (z.B. Videobeweis) aus. Vielleicht sollte man noch den Wunsch nach einem ärztliches Attest über die Herbeiführung einer Verletzung im kausalen Zusammenhang mit der Aktion als Lösung des von dir beschriebenen Problems hinzufügen?


    Das taktische Foul ist längst als Kavaliersdelikt im Leistungssport entlarvt! Die Unsitte, den Schiedsrichter durch Schwalben (denn nichts anderes ist der Versuch zu werten, das Spiel durch eine vorgetäuschte Verletzung zu unterbrechen) zu einer Spielunterbrechung und Vermeidung eines Konters zu verleiten, leider auch!


    Es steht zu vermuten, das sich der Fussball auch weiterhin Gemeinheiten für uns Zuschauer ausgedacht hat, über die wir uns dann besonders emphören müssen, wenn es der Gegner macht!

    Stefan67
    Mit deiner Meinung gegen die FPL gehörst du zur Zeit noch zur schweigenden Mehrheit. Das ist eigentlich der falsche Begriff, denn die Mehrheit rund um den Fussballplatz soll gerade durch die FPL-Regeln zu mehr Ruhe gebracht werden.
    Die FLP darf auch nicht für Rahmenbedingungen herhalten, die es nicht beeinflussen kann. So kommen zweistellige Ergebnisse nicht deshalb zustande, weil die Kontrahenten auf dem Platz fair alles untereinander regeln, sondern weil entweder bei der Staffelzusammenstellung oder bei der Leistungsbeurteilung des Teams im Verein Fehler gemacht wurden. Manchmal kann man auch Beides ausschließen, weil es aus gegografischen Gründen keine andere Möglichkeit hab und man eine besonders schwache bzw. starke Mannschaft in diese Staffel integrieren mußte. Weil hier die Saison ja nur ein halbes Jahr dauert, lassen sich danach leistungsmäß passendere Staffeln bilden.


    Man bräuchte die FPL nicht, wenn sich alle Zuschauer und Trainer so benehmen würden, wie es für die Kinder vorteilhaft wäre. Weil die FPL noch freiwiliig ist, braucht auch niemand, bei dem es bereits jetzt immer friedlich zugeht, irgendeine Befürchtung haben, er würde sich danach in einer schlechteren Situation wiederfinden.


    Hab mir übrigens am Wochenende die Zwischenrunde beim NFV-Sparkassen-Cup angeschaut! Es war ein Spiegelbild der im Forum geschilderten Situationen. Allerdings mit dem Unterschied, das es ohne Schiedsrichter auf dem Feld und mit den Eltern auf der Tribüne deutlich weniger Fouls und Unterbrechungen gab. Was stört es die Kinder, wenn mal ein Ball evl. knapp im Aus war? Was, wenn gerade vom Nachbarfeld ein Ball herüber geflogen kommt? Was, wenn gerade einer einen Meter neben dem Platz während des Spiels einen Schluck aus der Flasche nimmt? Unruhig wurde es erst, als das Endspiel mit Schiedsrichter (Stützpunkttrainer) nach den "allgemeinen-Fussball-Regeln" gepfiffen wurde. Schon beim ersten Pfiff wurde heftig darüber diskutiert, ob es ein fairer Zweikampf oder ein Foul war. Danach heizte sich die Stimmung weiter auf, weil das eine Team auf den Schiedsrichterpfiff wartete, weil der Ball knapp im Aus war. Der Pfiff blieb aber aus und ein Spieler des anderen Teams rannte nahezu ungestört aufs Tor und verwandelte die Chance zum 1 : 0! Auch nach dem Abpfiff wollte einige Eltern mit dem Schiedsrichter weiter diskutieren, der durch seine Fehlentscheidung zum Leidwesen des einen Teams beigetragen hatte.
    Jeder Trainer kommt auch mal in das zweifelhafte Vergnügen Schiedsrichter spielen zu müssen. So kann auch ich mich an eine strittige Situation erinnern, bei der ich eine falsche Entscheidung getroffen habe. Unmittelbar nach dem Spiel kamen die Trainer und auch einige Spieler zu mir. Dabei erklärte mir der Trainer der siegreichen Mannschaft, das dem Tor eine Abseitsstellung, die ich übersehen hatte, voran gegangen sei. Auch der Mannschaftskapitän bestätigte das. So habe ich das Spiel (regelwidrig) 0 : 0 gewertet. Gerade, weil es bei diesem Spiel um den Meistertitel (Tabellenerster gegen Zweiten) bei den Kindern ging, fand ich diese Geste besonders fair. Beide Trainer meinten jedoch, das diese Regelung wohl in erster Linie darin begründet liege, weil beide Vereine seit langem befreundet sind und bei einem "Hassverein" an soetwas wohl nicht zu denken wäre!

    Zwar wird seit vielen Jahren bei Schalke auch Niederländisch gesprochen, aber der Bondscoach Bart van Marwijk war lediglich mit seinem BVB als Gast von 2004 - 2006 in der Veltins-Arena bei Schalke! Manchmal schleichen sich auch bei mir Flüchtigkeitsfehler ein. So hätte ich auch behaupten können, van Marwijk wäre Trainer bei den Bayern, weil doch sein Schwiegersohn van Bommel dort spielte!


    Asche über mein Haupt an alle BVB und Schalke-Fans!

    Andre
    Zu deiner 1. Frage: Ich hoffe, das Derjenige sich angesprochen fühlt. Sonst kann ich auch nichts machen! Du bist es jedenfalls in meinen Augen nicht.


    So, nun zu den einzelnen Punkten.


    Mit dem supernetten Stützpunktkoordinator meinst du sicherlich den Stützpunktleiter. Denn DFB-Stützpunktkoordinatoren gibt es nur 3 bei NFV und die lassen sich eher selten blicken.


    Trotz regelmäßiger Fortbildung der Stützpunkttrainer, bei denen auch die von dir angesprochenen Fragen diskutiert werden, gibt es auch den indiviudellen Faktor der Beurteilung. Wenn glaubwürdig versichert werden kann, das schulische Leistungen der einzige Hinderungsgrund für das gelegentliche Fehlen beim Stützpunkttraining ist, dann sollte das schon O.K. gehen. Schließlich muß man dabei bedenken, das dieser Spieler einen Talentausbildungsplatz besitzt, der dann für ein anderes Talent blockiert ist.


    Ich gebe dir recht, wenn du sagst, das in der Provinz häufig nur der Stützpunkt für die eine Möglichkeit bietet, auf höherem Niveau 1 x wöchentlich zu spielen. Allerdings kann sich ein Talent ebensogut in einem Verein entwickeln, wenn es über die bereits mehrfach beschriebenen Eigenschaften verfügt. Nur in ganz wenig Fällen erkennt man überragendes Talent. Aber es ist ein Trugschluß zu meinen, das wären dann die Talente, deren Weg nach ganz oben schon vorprogrammiert sei. Denn die meinen Ex-Profis antworten auf die Frage nach dem Talent im Kindesalter sinngemäß, das es viele gab, die mehr Talent hatten, aber nur die sich durchsetzen konnten, die sich durch nichts aus der Bahn werfen ließen. So ist auch mein Kommentar über eine ungewisse Talentprognose im unteren Jugendfussball zu verstehen.


    Es ist sicherlich eine gute Idee, wenn du den Eltern von Stützpunktkindern gemeinsam mit denen, deren Kinder dort keinen Platz gefunden haben, sachliche Informationen über die Stützpunktarbeit geben kannst. Das kommt leider manchmal zu kurz auf dem Stützpunkt. Denn wie Chris schon richtig gesagt hatte: der Stützpunkt sollte nicht überbewertet werden!


    Als nächstes beschreibst du den Leistungsvergleich von Stützpunktteams der beiden älteren Jahrgänge. Das ist in der Tat eine Sache, für die der DFB noch keine passende Lösung gefunden hat. Denn die ganzen systematischen Sichtungen finden nur für die beiden unteren Jahrgängen statt. Eigentlich sollte dann der Sprung in den Leistungsbereich geschafft sein. Es gibt aber auch Spieler, die sich erst später entwickeln und deshalb noch keinen neuen Verein auf sich aufmerksam machen konnten. Dass die Stützpunkttrainer nunmehr auf Eigeninitiative für diese Spieler Leistungsvergleiche anstreben, um neue Wege zu suchen, ist deshalb eine prima Sache.


    Eltern den Rat zu geben: wenn sie nicht bereit sind weite Wege zu fahren, dann sollten sie das Kind gleich den Stützpunkt verbieten, halte ich für nicht optimal! Das mag evl. noch ein Druckmittel für Eltern eines talentierten Jungen gelten, bei den Mädchen wirst du aber häufig ein Nein als Antwort erfahren. Hier sind es nicht selten Trainer oder andere Eltern, deren Kind in der Kreis oder Teilbereichsauswahl gefördert wird, die als Fahrdienst uneigennützig einspringen. Dieses Thema ist auch eher dafür geschaffen, zwischen Eltern und Stützpunkttrainer direkt zu klären. Dennoch gebe ich dir insofern recht, als das es schwierig wird, wenn beide Eltern berufstätig sind oder aber andere (z.B. finanzielle) Gründe dagegen sprechen. Was aus einem Talent wird, liegt weitaus mehr am Talent, als an seinem Umfeld!


    Den Stützpunkt zu verlassen kann ich derzeit eigentlich nur den Torwarttalente empfehlen. Die werden zunächst nach recht seltsamen Kriterien, die teilweise (z.B. Körpergröße) gar nicht durch die Stützpunkttrainer beeinflußt werden können, ausgesucht.
    Doch auf dem Stützpunkt werden die Keeper für Statistenrollen nur dann gebraucht, wenn pausenlos in Feldspielerübungen aufs Tor gedroschen wird. Und während sich die Feldspieler so langsam warm schießen, steht der kleine Keeper frustiert im Kasten, weil er längst erschöpft ist und so weder geistig noch körperlich in der Lage ist, für die jeweilige Aktion sein Können zu beweisen oder sich in irgendeiner Weise weiterzuentwickeln. Hierfür könnte man auch einen "DFB-Dummi" ins Tor stellen. Einzig die koordinativen Übungen zu Beginn einer Trainingseinheit oder wenn gerade mal wieder für eine Demo-Einheit trainiert wird, haben einen Nutzen für die kleinen Keeper. Aber für 20 Minuten ist der Weg zum Stützpunkt dann meist doch zu weit.


    Stützpunkt-Teilnahem gilt als Qualitätsmerkmal für viele größere Vereine (ausgenommen die NLZ der Profivereine). Deshalb werden dort Stützpunktkeeper bevorzugt genommen. Wenn diese sich allerdings gegenüber den eigenen Keepern nicht sportlich durchsetzen können, landen sie rasch wieder beim Heimatverein. Nur die wenigsten versuchen dann noch einen zweiten Anlauf. Denn wer einmal hoch hinaus wollte und tief gefallen ist, verliert an Selbstvertrauen. Andererseits gelangen auch mittelmäßig veranlagte Keeper durch positives Feedback der Stützpunkttrainer auf einen Karriereweg, den sie vermutlich ohne diese Unterstützung in frühen Jahren nicht gewagt hätten. Wird dann zum richtigen Zeitpunkt, der inidividuell anders ist, in einen gut geführten Verein gewechselt, dann bestehen gute Chancen zur Weiterentwicklung.


    Jedes TW-Training im Verein (und sei es durch B-Jugend-Keeper) ist dem Stützpunkttraining für Torleute nach dem DFB-Konzept vorzuziehen. Dort gibt es nämlich keines! Spätestens bis zur Winterpause haben das auch die Kids geschnallt. Wenn dann nicht die Eltern darauf bestehen, will ein Teil der Torhüter nicht mehr hin. Manche hören nach dem Frust auf oder wechseln sogar die Sportart. Es wurde an anderer Stelle beklagt, das ab der C Jugend häufig andere Keeper im Tor stehen, die nach kurzer Zeit bereits bessere Leistungen zeigen. Hier findest du eine der Ursachen dafür!


    Erst, wenn die Keeper auf den Stützpunkten fehlen, wird der DFB bemerken, das Fussball eine Mannschaftssportart ist, bei der auch die Keeper eine Rolle spielen. Erst, wenn die Ausbildungslücke erkannt wird, ist Besserung zu erwarten und es werden endlich geeignete TW-Trainer für die Stützpunkte beschäftigt. Denn auch dort gibt es für die förderungswürdigen TW-Talente keine Zeit zu vertrödeln!


    Ich hoffe, ich habe die Fragen einigermaßen nachvollziehbar beantworten können?

    Taktikfreunde kommen auch bei dieser EM wieder auf ihre Kosten. Konnten sie beim deutlichen 4:1 Sieg der Russen über die Tschechen noch bewundern, wie das russische Team überfallartig immer wieder gefährlich übers Zentrum einleitete, hatten sich gestern die Polen darauf gut eingestellt. Aber auch die Besonderheiten der "Dortmund-Stars" in der polnischen Mannschaft hatten diese genauestens studiert. Für die Zuschauer war im Gegensatz zum Spiel England ./. Frankreich besonders interessant, dass bis zur letzten Minute von beiden Teams um einen Sieg gekämpft wurde.


    Ob Scholls niederschmetternde Kritik über unseren Stürmerstar Gomez die Sinne der Holländer über die deutsche Angriffsgefahr betäuben wird, ist nicht zu erwarten. Auch werden sie das Mittelfeld, das zuletzt nicht überzeugen konnte, nicht ausser Acht lassen. Wenn Überraschendes gelingen sollte, dann eher über den überraschenden Einsatz (z.B. Reus statt Müller) von guten Alternativen, über die sich Löw bei dieser EM freuen darf. Denn bereits Mats Hummels, der nach dem Spiel gegen die Schweiz noch heftig gescholten wurde, hat gezeigt, das es auch ohne die Bayern mit "latent vorhandenem Zweitsiegerkomplex" geht!


    In jedem Fall werden die Holländer auf Wiedergutmachung brennen und gerade gegen die Deutschen besonders motiviert sein. Über ihre Legioäre in der Bundesliga und nicht zuletzt über die Erfahrung ihres Bondscoach bei Schalke kennen sie die Deutschen ganz genau! Bei den Niederländern ist der Druck durch die Niederlage gegen Dänemark so schon groß genug! Sie wissen, dass sie sich gegen die Deutschen nicht viele Fehler erlauben können. Hingegen könnten wir uns sogar eine Niederlage erlauben, weil wir immer noch unsere Chance gegen Dänemark suchen können.


    Ich hoffe, dass das Spiel heute abend die hocherwartete Spannung erfüllt. Es kann für beide Teams das Schlüsselspiel für den weiteren EM-Verlauf sein. Wer siegt, hat deutlich an Selbstbewußtsein gewonnen!

    Hallo Tobias,


    wenn ich es richtig interpretiere, möchtest du deine Mannschaft durch Übungen statt durch theoretische Vorträge auf die Abseitsregeln sensibilisieren.


    Dazu kann ich dir eine Spielform empfehlen, die zu je nach deinen Intensionen in den Schwerpunkten verändern kannst.


    1. Variante (Spielfeld von 50 x 20 m mit 2 Jugendtoren für 6 gegen 6 plus TW)
    Im Mittelfeld wird nun ein Bereich von 20 x 20 m mit Hütchen markiert. Innerhalb des markierten Bereichs findet der Spielaufbau per Kurzpassspiel statt. Der Angriff wird durch einen Pass durch die mit Hütchen markierte Grenze des mittleren Bereichs eingeleitet. Nur der Passempfänger sowie ein nahestehender gegnerischer Abwehrspieler dürfen nun ins finale Torduell gehen. Um gleichzeitig auch den zügigen Torabschluß zu trainieren empfiehlt sich ein Zeitlimit (z.B. 10 Sekunden) zu setzen, sonst figten die Beiden wohl möglich minutenlang um den Ball, ohne das ein Torschuß zustande kommt und andere solange zum Zuschauen verdammt sind.


    Abseits-Kommentar durch den Trainer:
    A. Offensive: rennt ein Angreifer bereits vor dem Pass aus der mittleren Zone in Richtung gegnerischem Tor, so wird dies als Abseits abgepfiffen.
    Der Trainer sollte sofort nach dem Pfiff alle Spieler bitten auf ihren Positionen stehen zu bleiben und über die zusätzliche Hütchen-Grenzmarkierung das Abseits erklären


    B. Defensive: rennt ein Abwehrspieler ohne gegnerischen Pass über die eigene, hintere Hütchenlinie, so hebt er das Abseits für den Gegner auf.
    Der Trainer sollte hier ebenfalls kurz unterbrechen, um über die Abseitsaufhebung zu informieren.


    Wie bei jeder Übung mit Torabschluß, werden die Kids rasch erfinderisch werden und ausprobieren, was geht! Dabei wird es weitere Situationen geben, bei denen der Trainer auf Abseits entscheidet oder nicht. Immer wird ihm die Markierung dabei helfen, es für die Kids anschaulich darzustellen.


    Ganz nebenbei trainiert man bei dieser Spielform: Balleroberung, Spielaufbau, Passpiel, Dribbling und Torabschluß


    Weitere Varianten:
    Je nach Leistungstärke und Größe der Trainingsgruppe kann man die Spielfeldgröße und die Mittelfeldzone anpassen. Statt 2 Jugendtore kann man auch 1 Jugendtor und 1 Konter-Hütchentor stellen. Man kann je nach Schwerpunkt auf 2 Abwehrspieler gegen einen Angreifer erlauben, wenn der Schwerpunkt das überlappende Absichern und Doppeln zur Ballgewinnung Thema sein soll. Genauso kann man 2 Angreifer gegen 1 Abwehrspieler erlauben oder 2 Angreifer gegen 1 Verteidiger plus fliegenden Torwart erlauben. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt!


    Zu bedenken ist lediglich, das man immer erst mit der einfachsten Variante startet und erst dann komplexere Spielformen wechselt!

    Sir Alex
    Erst mal Dank für deine klaren Worte!


    Ich sehe den Hauptzweck dieses Forums darin, das alle am Fussball Interessierten und vornehmlich im Jugendbereich aktiv oder passiv handelnden Personen eine Diskussionsplattform haben, aus der sie ihren persönlichen Nutzen ziehen können. Wenn dabei kontrovers diskutiert wird, dann habe ich solange kein Problem damit, das man seine Argumente auf sachlicher Basis austauscht. Denn manchmal gibt es eben mehr als nur eine Lösung. ich habe allerdings ein Problem damit, wenn wie in den letzten Wochen sehr viele Themen dadurch zerredet werden, indem aus den persönlichen Erlebnissen Verallgemeinerungen abgeleitet werden. Auch drängt sich mir an dieser Stelle die Frage auf, ob es besser ist, sich über die wenigen positiven Veränderungsmöglichkeiten zu unterhalten oder lieber über die vielen Negativen, die Fortschritte verhindern?


    Aus den vorgenannten Gründen würde ich mich freuen, wenn der User zunächst einmal innehält, seine Gedanken für einige Wochen sortiert und wir in der Zwischenzeit das eine oder andere Thema sachlich weiter diskutieren könnten.

    Also ich würde dem Jungen jedesmal, wenn er ausrastet einen Kamm geben, worauf er seinen Namen blasen muß. Kann er das 3 x hintereinander nicht, muß er leider ausscheiden. Gelingt ihm das aber jedesmal, würde ich zurücktreten und Leute ranlassen, die sich mit sowas auskennen! :rolleyes:

    Gut, das der Tread nochmals "aufgewärmt" wurde. Denn es ist aufgrund der sehr viel dünner gestreuten Talente im Mädchenbereich eine komplett andere Fragestellung als bei den Jungen. Normalerweise macht es bei den Jungen wenig Sinn mit einem jüngeren Jahrgang den Aufstieg zu wagen, weil der physische Unterschied in dieser Altersgruppe deutlich ist. Die Nachwuchsteams der Proficlubs, deren U 15 Teams in der Regionalliga (höher gehts in der C-Jugend noch nicht) spielen, lassen ihre U 14 in der Landesliga oder vgl. Ligen kicken, um die Talente bereits früher im dynamischen und atlethischen Bereich zu fördern.


    Wenn man vergleichbares Potential, Struktur incl. Trainer hat, das wöchentliche Training erhöhen kann, so wäre der Aufstieg eine Alternative. Wichtiger als diese Entscheidung ist m.E. allerdings, ob man ein Jugendkonzept hat und ob es sich sinnvoll integrieren läßt. Denn lang- und mittelfristige Zielsetzungen helfen fast immer, wenn man sich über ein kurzfristiges Ziel nicht einig werden kann.

    Sir Alex
    Eine altersgemäße Trennung zwischen NLZ und Stützpunkt wirst du so auch nicht im DFB-Konzept finden, weil der DFB den vereinseigenen NLZ so keine Vorschriften machen kann.


    Dennoch möchte ich die Steilvorlage von Follkao gerne aufnehmen, um Aspekte ins Spiel zu bringen, die eine solche Trennung zuminindest in den meisten Fällen für sinnvoll erachten lassen. Gehen wir also ein paar Jahre zurück, also der ehemalige Kultverein des SV Meppen am Rande des finanziellen Ruins fünftklassig vor sich hindümpelte und kramfthaft nach Strohhalmen suchte, mit denen man auf sich aufmerksam machen konnte.
    Ein ehemaliger Profi hatte die Idee, wie seinerzeit bei ihm sollten 1-2 Jahrgänge besonders gefördert werden, damit sie später einmal, wie 1987 beim SV Meppen mit Eigengewächsen in die 2. Bundesliga aufsteigen. Weil man damit gar nicht früh genug anfangen kann, nutzte er seine Kontakte als Kreistrainer und den Stützpunkttrainern, um die besten Talente im Umkreis abzuwerben. Rasch wuchs der Kader auf über 20 Kinder an, die teilweise sogar aus dem benachbarten Niederlanden kamen. In der Kreisliga (höher gehts beim NFV in der D-Jugend noch nicht) hatte man keine Konkurrenz mehr, denn man hatte die Gegner um ihre Leistungsträger beraubt. Also wurde die Parole ausgegeben, das nur ein zweistelliger Sieg keiner Niederlage gleichkommt. Wer sich die Mühe machte, um sich solche Spiele anzuschauen, mußte mit dem Kopf schütteln. Da wurde pausenlos der Ball in den gegnerischen Strafraum hineingedroschen. Dort standen die Stürmer und warteten auf Fehler der gegnerischen Abwehr, die dann mit Abstaubertoren ausgenutzt wurden. Die Verteidiger und der Torwart bekamen hin und wieder mal einen Rückpaß, aber man hätte sie auch ganz weglassen können, ohne das es aufgefallen wäre. In den Medien wurde nun eifrig darüber berichtet, welch großartige Förderarbeit beim SV Meppen gemacht wurde. Man geriet jedoch etwas in Not und begab sich auf die Suche, wie man denn das Ganze noch Toppen könnte und als Vorstufe zum wirklichen Leistungsfussball ab der C-Jugend verkaufen konnte. Schließlich fand man Verbündete in Norddeutschland und man gründete ohne Billigung des NFV die "wilde Landesliga". Hier wollte man sich außerhalb der Spieltage treffen, um "auf Augenhöhe" um Tore und Siege zu kämpfen.
    Nachdem in der ersten Saison alle "Gegner von der Platte" geputzt wurden, kam ein weiterer Fussballdinosaurier aus dem Emsland auf die Idee, das Ganze zu kopieren. So lockte auch der TUS Lingen die Talente. Hier erging es den Talenten noch schlimmer. Denn weil der TUS sich sportlich nicht für die Kreisliga qualifiziert hatte, wurde in der Kreisklasse Gegner um Gegner mit noch deutlicheren zweistelligen Ergebnissen niedergerungen. Auch hier mußte man den Eltern der Talente mehr bieten und so beschloß man gegen Nachwuchs-Teams der Proficlubs Testspiele auszutragen. Die Kosten dafür hatten allerdings die Eltern zu tragen, denn auch beim TUS waren die Vereinskassen längst geplündert.
    Der Druck aus den umliegenden Dorfvereinen wurde immer größer. Es begann damit, das sich Trainer weigerten mit ihren Teams zu Punktspielen anzutreten, weil sie keinen Sinn in diesen Kampf David gegen Goliath sahen. Auch der TUS wurde nicht mehr zu Pokalturnieren eingeladen und zusehends isoliert. Was aber das schlimmste an der Sache war: das Konzept durch eine sehr frühe Förderung im Verein die Talente noch effektiver zu fördern, ging nicht auf! Leider entwickelten sich die meisten Talente nicht so weiter, wie man es erhofft hatte. Dort, wo die Eltern mit etwas Fussballsachverstand ausgestattet waren, wurden Konsequenzen gezogen und die Talente beim niederländischen Nachbarn Twente Enschede in die Jugendabteilung übergeben. Hier konnten sich fast alle prächtig entwickeln, weil es dort bereits ab der D-Jugend eine Landesliga gibt, in der 4 -5 mal wöchentlich trainiert und am Wochenende Punktspiele "auf Augenhöhe" stattfinden.
    Beim SV Meppen und dem TUS Lingen intensivierten sich die Kontakte zu den beiden Stützpunkten, denen auch nicht entgangen war, das die jahrelange Förderarbeit für die Katz ist, wenn nicht in den Vereinen eine fussballerische Entwicklung mit Augenmaß stattfindet. Schließlich einigte man sich gemeinsam mit weiteren Trägern auf die Einrichtung eines NLZ, wo "handverlesene Talente" aus dem Emsland ab der C-Jugend gefördert werden sollen. Selbst Werder Bremen beteiligte sich zunächst finanziell, später auch mit Know-How am Projekt, um ein Zeichen zu setzen, das das Emsland "Werder-Land" ist, denn man hatte sich darüber geärgert, für emsländische Akteure in den Reihen von Twente zukünftig Millionen hinblättern zu müssen. Auch war ihnen nicht entgangen, das kaum noch ein NFV-Auswahl-Jahrgang ohne emsländische Talente von Twente auskam und selbst der DFB-U 17 Coach Steffen Freund Gefallen an den emsländischen Talenten gefunden hatte. Twente hatte demonstriert, was man aus Talenten machen kann, wenn man es richtig anpackt!
    Das emsländische NLZ läßt sich grob so beschreiben: Eine Abwerbung in der D-Jugend gibt es nicht mehr! Erst ab der C-Jugend werden die Talente (meistens Stützpunkt-Kinder) unter der Regie des SV Meppen - Emsland Jugendleistungszentrums gefördert. Dort gibt es für die C, B, A und U 21 jeweils eine Leistungsmannschaft. Damit die anderen Breitensport-Spieler des Vereins keine Nachteile erfahren, dürfen die verpflichteten Talente ausschließlich in der Leistungsmannschaft spielen. Für den Fahrdienst ist gesorgt. Mittlerweile gibt es auch einen Kunstrasenplatz, auf dem bei schlechten Wetter trainiert und gespielt werden kann. Die Trainer sind die gleichen wie vorher, was weder als Vor- noch als Nachteil gelten kann, denn die Ligen sind auch zunächst auch die Gleichen geblieben.
    Über ein paar Dinge macht man sich als Außenstehender so seine Gedanken, denn es werden sehr große Hoffnungen in dieses NLZ gelegt:
    1. Es fehlt ein für die gesamte Jugendausbildung gültiges Taktikkonzept. (Soll jetzt aber wohl mit dem neuen NLZ-Leiter kommen)
    2. Es fehlt für die Spieler des erweiterten Kaders Spielpraxis (Das Konzept sollte auf Dauer auf 2 Mannschaften pro Jugendgruppe erweitert werden, damit es durchgängiger wird) Dazu würde es eines
    weiteren Ausbau`s der Infrastruktur bedürfen
    3. Basierend auf das unter 2. geschilderte Problem ist die Fluktuation und die Fixierung auf Saisonziele noch zu groß.


    Natürlich braucht es ein paar Jahre, bis sich Erfolge abzeichnen. Eine Verschlechterung zum vorherigen Zustand hat es nicht gegeben. Die C-Jugend wurde sogar, wenn auch knapp, Landesliga-Meister. Warum man allerdings nicht an der Relegation zur Regionalliga teilnehmen möchte, erschließt sich derzeit meinem Kenntnisstand.


    Es wurden die richtigen Konsequenzen aus dem fehlgeschlagenen D-Jugend-Vereinskonzept gezogen und es wurde "Kirchturmdenken" überwunden. Denn Zweck der Förderung ist es nicht (allein), für den SV Meppen ausreichend Nachwuchs zu fördern, sondern auch für den Profibereich mit entsprechender Infrastruktur Talente zu fördern, die sonst ans Ausland verloren gehen bzw. mit viel Geld zurück gekauft werden müssten. Zwar wechseln nach wie vor die Toptalente nach Twente, das soll sich aber schon bald ändern. Nunmehr ist aber auch FC Groningen auf diese Schiene aufgesprungen, nachdem Emmen sein Jugendleistungszentrum weiter landeinwärts verlagert hat.


    Das Emsland gilt als eines der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands. Weil es jahrelang von den umliegenden Proficlubs vernachlässigt wurde, nahmen sich schließlich die niederländischen Nachbarn den darin vorhandenen Talente an. Sie konnten eindrucksvoll belegen, wie man Talentförderarbeit "richtig macht", dann auch ohne Erfolgsrezept schaffen sie es Jahr für Jahr Toptalente ans oberste Niveau heran zu führen, während in den deutschen Talentschmiede immer nur nach Stichtagsergebnissen geschaut und mit nervösem Daumen gleich rauf und runter entschieden wird. Für die einheimischen Talente sollte sich das Ganze positiv entwickeln und den Verantwortlichen auf Deutscher Seite die Augen öffnen, sinnvolle Förderarbeit zu betreiben.


    Noch ist es zu früh ein Fazit zu ziehen, weil nach der ersten Saison weitere Anpassungen vorgenommen werden. Dies ist dann auch einer der Gründe, warum es (noch) kein Förderzentrum für die weiblichen Talente gibt. Denn im vergangenen Jahr gab es eine Kooperation zwischen Vicotria Gersten (2. Bundesliga Frauen) und dem SV Meppen. Seitdem können begeisterte Frauenfussballfans auch Profi-Frauenfussball schauen. Die anderen Frauen- und Mädchenmannschaften spielen und trainieren weiterhin in Gersten. Als besonderer Erfolg dieser gemeinsamen Anstrengungen ist dann auch der Aufstieg der B-Juniorinnen in die neue Bundesliga zu werten. Denn auch hier gibt es Synergieeffekte durch den Know How Transfer und der insgesamt etwas professionelleren Arbeit.


    Gerne möchte ich noch ein abschließendes Wort für die strittige Arbeit der Talentbeurteilung sagen. Es ist für die Sichter und/oder Trainer eine schwere Aufgabe bereits früh ein Talentpotential zu erkennen, weshalb die Irrtumsrate sehr hoch ist. Dies liegt auch darin begründet, das man die Talente nicht auf ihre sportlichen Leistungen reduzieren kann, sondern als Individuen ganzheitlich betreut werden müssen. Diese Aufgabe kann nicht allein, sondern nur in der gemeinsamen Verantwortung des gesamten sozialen Umfelds getragen werden. Selbst dann, wenn die untrüglichen Talentmerkmale später bestätigt werden, ist die Wahrscheinlichkeit, es bis in die oberste Spitze zu schaffen, sehr gering. Eigentlich wäre alles Nichts oder es gäbe noch andere Ziele als die 1. Bundesliga und die Nationalmannschaft? Auch Eltern der Talente können sich nicht aus der Pflicht stehlen, neben ihren Träumen und Wunschvorstellungen sich auch mit real erreichbaren Zielen ihrer Kinder auseinander zu setzen. Dazu brauchen sie vielleicht Hilfe, die z.B. übers Elterncoaching erreicht werden kann.

    Zunächst einmal halte ich es für eine super Idee, Jugendliche zur Mitwirkung bei dem Training im unteren Bereich einzubeziehen. Sie verstehen und sprechen die Sprache der Kinder und haben meist andere Motive als Erwachsene.


    Wenn mindestens 2 Altersklassen zwischen Trainer und Trainierte liegen, sollte es auch keine grundsätzlichen Autoritätsprobleme geben. Also paßt D-Jugend Keeper und B-Jugend-TW-Trainer schon.


    Allerdings brauchen sie auch noch die Trainerunterstützung bei der:
    - Organisation der Keeper für TW-Trainingseinheiten (erst mal sollten es nicht mehr als 1 -2 Keeper gleichzeitig sein)
    - Equitmentorganisation (Hütchen, Bälle, ect.) zum TW-Training
    - Trainingsplatzorganisation (Trainingstor und Bereich davor muß zur Verfügung stehen, damit die Torleute ohne Ablenkung trainiert werden können)
    - Anwesenheitsunterstützung in den ersten TW-Trainingseinheiten (fachlich zurückhalten, aber kommunikativ unterstützen)


    Zwar kann der B-Jugend-Keeper den Lehrinhalt aus dem D-Jugend-Bereich präsentieren. Auch können Kinder durch Vor- und Nachmachen vieles erlernen. Auch wird er ihnen einige Tricks beibringen können. Allerdings wird er aufgrund seiner Muskelkraft überall hin hechten können. Das können die D-Jugend-Keeper natürlich nicht. Du kannst aber von einem 15-Jährigen TW-Trainer noch nicht verlangen, das er bei den Keepern im Detail Korrekturen liefern kann.


    Wenn der TW-Trainer den Respekt der Trainerkollegen und TW-Kinder bekommt, wird ihm die Aufgabe zunehmend Spaß machen und er wird zur wertvollen Stütze des Mannschaftstrainers. Wenn ihr sie allerdings ohne Unterstützung alleine laßt, dann werden sie rasch ihre Arbeit wieder einstellen.
    Erst, wenn ihr euch sicher seit, das sie eure Unterstützung nicht mehr brauchen, könnt ihr sie mit den Kindern alleine lassen, bzw. nur noch sichprobenmäßig zuschauen. Zur Hin- und Rückserie sollte der TW-Trainer mit bei den Mannschaftsveranstaltungen sein und ein kleines Präsent als Anerkennung für seine ehrenamtliche Tätigkeit bekommen.


    Damit der Aufwand für euch Mannschaftstrainer begrenzt bleibt, würde ich die Torleute 1 x wöchentlich oder an den 4 -5 Terminen parallel zum Mannschaftstraining vom TW-Trainer trainieren lassen. Beim Abschlußspiel sind sie dann wieder bei der Mannschaft und können so das Erlernte ausprobieren.

    Günter
    Vielerorts gibts eben kein TW-Training auf den Stützpunkten und wenn der DFB-Stützpunktkoordinator davon erfährt, müssen die das sofort einstellen. Denn lt. DFB-Konzept ist das nicht vorgesehen und deshalb auch dann nicht erlaubt, selbst wenn der TW-Trainer seine Leistungen sogar kostenlos macht. Sagt es also nicht weiter! Sonst kommt noch irgendwer auf die Idee zu behaupten, das man mit TW-Trainingsunterstützung U 13 Hallenmeister geworden wäre und/oder eine C-Jugend-Landesligameisterschaft ebenfalls auf der Tatsache von zwischenzeitlichem TW-Training beruht. Das wäre dann Wettbewerbsverzerrung! Das geht gar nicht!


    Allerdings ist es recht seltsam, das TW-Talente für die Kreisauswahl und beim Sparkassen-Cup für den Stützpunkt gesichtet werden, aber dann dort auf ihrer TW-Position nicht trainiert werden dürfen! Konsequent gedacht, könnte man dann auch abwechselnd irgendwelche Mannschaftsspieler zu Versuchszwecken in den Kasten stellen. Die brauchen sich dann auch nicht noch Kommentare wie "Keeper, jetzt mußt du aber mal wieder Einen halten anhören".


    Günter, es ist auch nicht der Punkt, das man ohne allgemeine Fitness TW-Trainer im Leistungsbereich werden sollte. Denn der TW-Trainer ist weitaus aktiver ins Trainingsgeschehen eingebunden, als der mit Trillerpfeife bewaffnete Mannschaftstrainer. Auch hier ist es wichtig Grundtechniken (z.B. Abkippen oder Hechten) vermitteln zu können. Ob es (mit den eigenen Fehlern) demonstriert oder durch systematischen Gliederung der einzelnen Schritte zunächst geübt und dann trainiert wird, spielt erst man nicht die wesentliche Rolle. Denn im Unterschied zum Feldspielertraining ist die Arbeit mit den Torleuten weitaus intensiver und detailbezogener.


    Aber im Leistungsbereich geht es um die Vertiefung der Grundkenntnisse. Dort benötigt der TW-Trainer Eigenkönnen in der beidfüssigen, präzisen Schußsimulation mit dem gewünschten Druck, dem präzisen Werfen für eine möglichst geringe Streuung. Über ein ausreichende Erfahrung geht es zur Analyse des technisch-taktischen und mentalen Verhaltens und der Einleitung von Korrekturen.


    Mannschaftstrainern fehlt das Wissen darüber, wie man vom falschen zum richtigen Bewegungsablauf kommt. Ihnen fehlt auch die Analysefähigkeit, um in komplexen Spielsituationen entscheiden zu können, an welcher Stelle gearbeitet werden muß, um die gewünschten Veränderungen zu bewirken. Schließlich fehlt es ihnen an Erfahrungen und methodischem Wissen, welche Leistungen wie altersgerecht an die Torleute vermittelt werden können. Auch gibt es überschneidende wie trennende Ausbildungsmerkmale während und nach der Pubertät bei den männlichen und weiblichen Keepern, für die weitere spezielle Kenntnisse verlangt werden.


    Der TW-Trainer benötigt teilweise ganz andere Fähigkeiten als der Mannschaftstrainer! Wenn man das begriffen hat, versteht man auch, das sich das Konzept der DFB-Mannschaftstrainerausbildung nicht 1 : 1 auf die TW-Trainerausbildung kopieren läßt.


    Gerade bei den Aufgaben der Torleute hat sich in den vergangenen Jahren sehr viel getan, weshalb die einmalige Chance besteht, diesen Trainer-Ausbildungszweig bundesweit zu vereinheitlichen. Es wäre schade, wenn die bereits investierte Arbeit von Jörg Daniel, der als ehemaliger Keeper und DFB-TW-Trainer diverser Junioren-Nationalteams weiß, wovon er spricht, nun wieder in den Schubladen des DFB verstauben würde.

    Günter und Elpawo


    Für den TW-Trainer im Leistungsbereich soll der Kandidat bereits Erfahrungen als TW-Trainer oder Torwart aus dem Leistungsbereich mitbringen. Paradox ist hierbei lediglich, das diese nachgewiesenen Kenntnisse bislang nur dann berücksichtigt wurden, wenn auch die C-Mannschaftstrainer-Leistungslizenz vorgewiesen werden kann. In der Regel wollen die TW-Trainer aber gar Mannschaft trainieren. Für einen C-Mannschaftstrainer im Leistungsbereich wird ja auch keine DFB-TW-Trainerausbildung verlangt. Leider scheint die Disskusion darüber beim DFB lange Zeit festgefahren zu sein. Wenn in den Vereinen die TW-Trainer längst etabliert sind, so erweckt diese Einstufung der Kenntnisse den Eindruck, als wären die TW-Trainer in den Augen vieler DFB-Funktionäre noch immer bessere Ballwiederholer und Ballaufpumper! Ein weiteres Paradoxum läßt sich in der Zielgruppe der ausgebildeten TW-Trainer finden. Während das DFB-Stützpunktkonzept ausdrücklich kein TW-Training vorsieht, sollen nunmehr die in diesem Modul ausgebildeten Stützpunkttrainer dort auch TW-Training anbieten. Ab welchem Alter die Keeper ein Einzel- oder Kleingruppentraining angeboten werden soll, darüber läßt man sich allerdings noch aus. Sonst könnte es Probleme mit dem Konzept geben, nachdem vor der D-Jugend jeder Spieler auch mal ins Tor gehen soll.


    Nach die ersten Seminare mit der C-Lizenz-Mannschaftstrainern zur Ausbildung von TW-Trainern haben sich beim DFB offensichtlich die selben Bedenken breit gemacht, die die Vereine bereits bei den Auswahlkritierien für die Zulassung geäußert hatten.


    Solange sich mit weiterer Regelmäßigkeit Keeper sich für höchste Ansprüche ausbilden lassen, so wird auch der DFB dies irgendwann nicht mehr völlig ignorieren können, das sie eine Konzeptlücke für die TW-Ausbildung im unteren Jugendbereich aht. Bei der TW-Ausbildung geht es weniger darum, wer, sondern vielmehr was altersgerecht beim Eintritt in den Verein vermittelt werden sollte. Das Problem, das sich die Keeper auf den DFB-Stützpunkten langweilen, ist deshalb nicht gering, weil bei diesen Talenten durch Nichtausbildung Zeit vertrödelt wird. Aber noch scheint die linke Hand des DFB mit diesem Vorstoß zum TW-Stützpunkttraining noch nicht zu wissen, das die rechte Hand der traditionellen Stützpunkt-Mannschaftsausbildung noch nicht so weit ist. Es wird spannend sein, wer letzendlich die Oberhand bekommt!


    Für den TW-Trainer im Breitensport gibt es bereits das passende Ausbildungsmodul: DFB-TW-Trainer Basis. Dieses Fortbildungsseminar, für das Vorkenntnisse nützlich, aber nicht Voraussetzung sind, ist fast immer gleich ausgebucht. Diese TW-Trainer gelten als Bereicherung für den Breitensport, bei dem es bislang häufig nur im Seniorenbereich TW-Trainer gab.

    In den DFB-Statistiken gibt es die Aussage, das 0,5 % der Stützpunktteilnehmer die 1. Bundesliga erreichen. Leider gibt es keine Aussagen darüber, wie sich der große Rest auf die weiteren Profi- und Leistungsligen verteilt. Irgendwer meinte, der Rest schafft es auch ohne Stützpunkt in den Profibereich. Nein, so ist es nicht! Man muß sich dabei vergegenwärtigen, das derzeit eine 5-stellige Zahl an Talenten Jahrgang sich auf den Sützpunkten tummeln. In der 1. Bundesliga gibt es dann jedoch nur 50 - 70 Neulinge! Bei den freigewordenen Plätzen stehen die Talente aber in Konkurrenz zu allen ausländischen Spielern, die auch gerne in der 1. Bundesliga spielen möchten.


    Eigentlich sollte es so sein, dass das Talent bis einschl. D-Jugend im Heimatverein bleibt und auf dem Stützpunkt trainiert wird. Erst ab der C-Jugend sollte eine weitergehende Förderung der besten Talente durch den Wechsel in einen Leistungsverein folgen. Weil sich aber nicht alle daran halten, findet bereits früher eine Selektierung der "Perlen" statt. Ich würde deshalb nicht gleich von einer "B-Auswahl" für die DFB-Stützpunkte sprechen wollen, weil auch die Fluktuation in diesem Alter auf den NLZ sehr groß ist. Denn eine zuverlässige Zukunftsprognose ist in diesem Alter noch nicht möglich. Aber die Wahrscheinlichkeit, das sich unter den vielen Talenten ein paar finden, die den Weg bis nach ganz oben schaffen, ist aus den Bemühungen der Vergangenheit belegt.


    Den Eltern, deren Schützlinge auf dem Stützpunkt mittrainieren dürfen, sind diese Verhältnismäßigkeiten in der Talentaussage nicht bewußt. Unterschwellig wird ihnen auf den Info-Veranstaltungen suggeriert: "dein Kind kann es bei ganz nach oben schaffen", anstatt bereits hier deutlich auf die Euphoriebremse zu treten, wie dies in den Profivereinen geschieht. Denn der Weg dorthin wird sehr schwer werden und die Wahrscheinlichkeit dazu ist deshalb sehr gering. Aber die meisten stolzen Väter und Mutter wären ohnehin auf diesem Ohr taub, weshalb derlei einschränkende Aussagen befliessendlich überhört würden. Leider bleibt auch für die Stützpunkttrainer wenig Zeit, um auf die individuellen Fragen der Eltern eingehen zu können. Ich hoffe, das bei der wissenschaftlichen Analyse über das Thema "Elterncoaching" auch die Notwendigkeit einer besseren Betreuung der Eltern von Stützpunktkindern herauskommt.


    Nun zur Frage, ob die Talente aufgrund ihres 1 x wöchentlichen Stützpunktfördertrainings und gelegentlichem Funktionstagen oder aufgrund Vereinstrainings und Punktspielbetriebs zu Profis heranreifen. Eindeutige Belege gibt es zwar nicht. Dennoch decken sich meine Erfahrungen mit denen von Chris, wonach die weitaus intensivere Förderarbeit in den Leistungszentren stattfindet.


    Tipp zum Schluß: Ich halte es so, das ich bestimmte User auf meine pirvate "Ignorliste" setze! Das schont die Nerven. Denn nicht jeder, der sich hier im Forum anmeldet, möchte durch den Meinungsaustausch sebst dazulernen und kann deshalb auch gut auf meine Kommentare verzichten.

    Don Quijote
    Soweit ich es verstanden habe, sollen auch weiterhin Mannschaftstrainer mit C-Leistungslizenz ohne spezielle Vorkenntnisse zugelassen werden. Offensichtlich hat man aber aufgrund der ersten Erfahrungen gemerkt, das es problematisch ist, innerhalb von 1 Woche die speziellen theoretischen und praktischen Themen abzuarbeiten, wenn keine speziellen Vorkenntnisse vorhanden sind.


    Gern möchte man den Adressatenkreis dahingehend verändern, das man TW-Trainer und/oder Torleute aus dem Leistungsbereich einlädt. Haken an der Geschichte ist die Präsentierbarkeit dieser Klientel aufgrund von Sportverletzungen oder des Alters. Ich vermute jedoch, das bei den technischen Disziplinen (z.B. Fangtechnik) die TW-Oldies deutlich besser abschneiden würden, als Mannschaftstrainer aus dem Leistungsbereich mit "zwei linken Händen" 8o ! Das aber zu bewerten, ist nicht Sache der Vereinstrainer, sondern des DFB! Wenn es zukunftig ohne die TW-Oldies und Quereinsteiger als TW-Trainer im Leistungsbereich gehen soll, weil die aufgrund sportathletischer Eignung von der Ausbildung ausgeschlossen sollen, dann wird die 2. Stufe der DFB-TW-Trainerausbildung für den Leistungsbereich ein Flop werden!


    Was ich damit sagen wollte ist, das noch sehr viel über theoretische und weniger über die praktische Eignung der TW-Trainer im Leistungsbereich gesprochen wird. Die 3. Stufe (Profibereich) liegt schon auf Eis, weil man keine Ansprechpartner aus den Profivereinen ins Boot holte und sich darüber die Abfuhr einhandelte, das sich die Profi-TW-Trainer nicht noch mal auf die Schulbank wollen. Nunmehr steht auch die 2. Stufe der TW-Trainerausbildung auf der Kippe, was sich durch die geringe Quote der Anmeldungen für den Leistungsbereich belegen läßt.

    Hallo Bondscoach!
    Zweifelsfrei kann man ein 4 : 4 System, bei dem sich die Abstände untereinander in der Offensive noch in der Defensive kaum ändern, leicht vermitteln. Wie du aber schon selbst bemerkt hast, ist die Fläche für die D-Jugend größer geworden, wodurch auch Nachteile erwachsen. Denn sowohl in der Vorwärts- als auch in der Rückwärtsbewegung hast du nur 2 Linien (4 : 4), die alle gleich schnell, gleich laufstark und möglichst auch technisch-taktisch auf einem Niveau sein sollten. Aufgrund der zu erwartenden hohen Laufbereitschaft, wenn der Gegner z.B. über 3 Linien (z.B. 3 : 3 : 2) mit langen Bällen agiert, werden deine Spieler vor allen Dingen im späteren Verlauf eines Spiels Defizite beim 1 : 1 Laufduell bekommen.


    Beim Plan, erfolgreich Fussball zu spielen (nichts anderes ist Taktik) will man bei eigenem Ballbesitz:


    - so schnell wie möglich über Abwehr- und Mittelfeldzone kontrolliert in die Angriffszone kommen
    - dabei unnötige Zweikämpfe (in eigener Abwehr- und Mittelfeldzone) vermeiden
    - dabei erfolgreich zum Torabschluß kommen


    beim gegnerischen Ballbesitz will man:
    - den raschen Spielaufbau (durch Zustellen der Passwege und ggf. Attacke an der Außenbahn) des Gegners verhindern
    - durch Zustellen der Passwege den Gegner zu Fehlpässen zwingen
    - durch Verkürzen der Abstände untereinander die Räume in der eigenen Defensive verengen
    - in ein Überzahlspiel kommen, um durch Doppeln den Gegner erfolgreich zu attackieren


    Wenn man das Ganze nun darauf reduziert, den Raum bei eigenem Ballbesitz optimal zu vergrößern und bei gegnerischem Ballbesitz bestmöglich zu verkleinern, dann ergeben sich aus den Bedingungen und der Leistungsstärke deines Teams schon ein paar brauchbare Lösungen. Man braucht das Rad gar nicht neu erfinden. Es ist halt immer so, das einem bei all den schwierigen Sachen die einfachen gar nicht einfallen wollen!


    Viel Spaß beim weiteren Tüffeln!

    Liebe Torwarttrainer und solche, die es noch werden möchten!


    Aufgrund des Konzeptentwurfs einer 3-gliedrigen Torwarttrainierausbildung im Jahr 2010 startete der DFB im vergangenen Jahr mit der Ausbildung der ersten beiden Module: Basis-Torwarttrainer-Ausbildung und Leisungs-Torwarttrainer-Ausbildung.
    Während für die Basis-Trainer-Ausbildung keine konkreten Voraussetzungen erfüllt werden sollte, hatte man als Anforderungsprofil für die Ausbildung als Torwarttrainer im Leistungsbereich folgende Kriterien definiert:
    - tabellarischer Lebenslauf incl. des sportlichen Werdegangs
    - Nachweis einer Mitgliedschaft in einem Verein eines Mitgliedsverbandes des DFB
    - Spielernachweis in einem FIFA angehörigen Nationalverbands (Kopie Spielerpass)
    - Arztliches Zeugnis über die sportliche Tauglichkeit (Original), nicht älter als 3 Monate
    - gültige DFB-C-Lizenz / Leistungsfussball oder gültige DFB-C-Lizenz /Breitenfussball / Profil Torwart oder gültige DFB-Lizenz / Breitenfusssball plus Basislehrgang Torwarttrainer
    - Nachgewiesene Trainertätigkeit als Torwarttrainer


    Als Tätigkeitsfeld / Einsatzbereich wurde beschrieben:
    - Torwarttrainer in allen Junioren- und Amateuermannschaften
    - Torwarttrainer in den DFB-Stützpunkten
    - Torwarttrainer in den Leistungszentren der Lizenzvereine
    - Honorartrainer der Landesverbände


    Ausbildungsdauer: 40 Lerneinheiten = 1 Woche


    Inhaltsbausteine:
    - Techniken im Detail
    - technisch-taktisches Wettkampftraining
    - torwartspezifisches Konditionstraining
    - Trainingsplanung - Wettkampfvorbereitung
    - Trainingsorganisation
    - Psyche / Mentales Verhalten


    Eine Bewerbung erfolgt direkt an die DFB, die Ausbildung über DFB-Mitarbeiter an einzelnen dezentralen Orten in den Verbänden.


    Nachzulesen unter dem Link: http://www.dfb.de/index.php?id=510723



    Kommentar:
    Unstrittig in der Fachwelt der Torwarttrainer und Leistungslizenz-Vereine ist die Notwendigkeit einer einheitlichen Torwarttrainerausbildung, um eine Qualität der Torwartausbildung zu gewährleisten.
    Schon an der Auswahl der Voraussetzungserfüllung und den Inhalten der Ausbildung bemerkt man, wie schwer sich der DFB bei der Entwicklung des optimalen Profils für den Torwarttrainer getan hat. Das gab es die Taktik-Verfechter, die meinten - man müsse sich nicht noch mit dem Torwarttrainer über die Finessen des ballorientierten Spiels unterhalten, weshalb man Mannschaftstrainer mit Leistungslizenz für geeignete Kandidaten dieser Zusatzausbildung hielt. Mag sein, das der Aspekt einer bislang noch fehlenden Abgrenzung der Kompetenzen zwischen Mannschafts- und Torwarttrainer ebenfalls eine Rolle gespielt hat.
    Wie kaum anders zu erwarten, waren die meisten Bewerber Mannschaftstrainer aus dem Leistungsbereich. Weil die meisten jedoch ohne spezielle Vorkenntnisse als Torwart oder Torwarttrainer in die Ausbildung starteten, gestaltete sich die 1-wöchige Ausbildung als schwierig, sodas die gegenseitigen Erwartungen nur sehr eingeschränkt erfüllt werden konnten! Die Bewerberzahlen gingen mehr und mehr zurück, sodass nunmehr nach einer anderen Klientel der bereits tätigen Torwarttrainer und Torleute aus dem Breiten- und Leistungsbereich mit mindestens C-Breitensportlizenz und der TW-Trainer-Basisausbildung gesucht werden. Zwar mag es sein, das einzelne TW-Trainer oder Keeper aus dem Breitensportbereich in taktischen Details überfordert vorkommen. Da aber die Schnittstelle zwischen dem Tätigkeitsfeld des Torwarttrainers und Mannschaftstrainers noch nicht definiert ist, könnnen die Defizite im taktischen Bereich auch später nachgeholt werden. Stattdessen wird richtigerweise das Augenmerk auf die Torwartausbidung im technischen, taktischen und mentalen Bereich in der Einzeltrainingsausbildung gerichtet. Die explizite Individualisierung wird als darauf aufbauendes Modul für den noch nicht inhaltlich beschriebenen 3. Teil für die Ausbildung im Profibereich geschoben. Erkannt worden ist indessen, das der Hauptbedarf im Basis- und Leistungsbereich liegt und der Profibereich seinen TW-Trainernachwuchs weiterhin selbst ausbilden kann. Die Kenntnisse aus dem Erwerb der Mannschaftstrainerlizenz helfen bei der methodischen Ausarbeitung von Trainingsplänen.
    Mag auch der zweite Anlauf der Ausbildung für den Torwartleistungsbereich runder und abgewogener ausschauen, so gibt es doch noch Punkte, die einer weiteren Klärung bedürfen. Bereits in der Torwarttrainer-Basisausbildung wurde festgestellt, das die theotischen Ausbildungsunterlagen noch "sehr dünn" sind und vervollständigt werden sollten. Weil gerade bei den Torwarttrainiern die Kreativität fürs vielseitige Training gefragt ist und der Leistungsstand seines Keepers dieses besonders beeinflußt, ist der praktischen Ausbildung "auf dem Rasen" weitaus mehr Bedeutung beizumessen, währenddessen auf dem Papier lediglich der grobe Rahmen der Inhalte definiert wird. Weitaus mehr sind beim Torwart der Einsatz medialer Analysetools nötig, um zu einheitlicher Beurteilung der TW-Trainer zu gelangen. In jedem Falle sind die Vorkenntnisse in Wahrnehmung und Anlalyse von korrekten und fehlerhaften Techniken und Taktiken sowie Korrekturen ein wichtiges Element für eine optimale Ausbildung der Torwarttrainer. Sie dürfte es den DFB-Ausbildern leichter machen, eine Basis der Verständigung und des Wissenstransfers zu schaffen.


    Doch zunächst einmal gilt es zu klären, was unter dem Anforderungsprofil des ärztlichen Attests zu verstehen ist. Denn anders als bei den "voll im Saft" stehenden Kandidaten für die Mannschaftstrainer Leistungslizenz, handelt es sich bei den TW-Trainern um etwas gereifteres Personal mit allgemeinem Gesundheitszustand, dem nonverbale Mittel wie Schuß- und Wurfpräzision und verbale Kommunikation hervorragend gelingen, aber nicht (mehr) alle technischen Übungen präsentieren können. Sollte der DFB letzteres als Anspruchskritierium definieren, wird man weiterhin kaum die Klientel, die man ausbilden sollte, erreichen!
    ich möchte den Beitrag mit dem Wunsch abschließen, das der DFB nunmehr die eigenen Erwartungen mit der Klientel der Torwarttrainer mit Leidenschaft und Erfahrung besser in Einklang bringt und die einheitliche Ausbildung auf breiterer Basis vorangetrieben wird. Weil derzeit es derzeit nur wenige Anmeldungen für die im Herbst dieses Jahres ausgeschriebenen Ausbildungsseminare gibt, wäre eine Ausbildungsoffensive mit der Beantwortung von noch offenen Punkten nach der EM ein gutes Zeichen. Natürlich muß basierend auf die gewonnenen Erfahrungen auch die Urkunde für Lehrversuche gegen eine Lizenz nach Lehrprüfung folgen, damit aus dem gewonnenen Wissen auch eine Kompetenzqualität. Erst dann können sich die Vereine darauf verlassen, für ihre Torleute eine ausreichende Trainerqualität geholt zu haben. Nur im Profibereich besitzen die Torwarttrainer entsprechendes Ansehen. Im Breiten- und Leistungsbereich besitzen sich noch heute vielfach das Ansehen eines besseren "Ballaufpumpers" und "Ballwiederholers". Auch dieses gilt es durch Ausbildungsstandards und einer Aufgabenabgrenzung zu bekämpfen, um dem dumpfsinnigem und einseitigen Torschußtraining früherer Tage in die Geschichte der Ausbildung zu verbannen.


    Dank eines Jörg Daniel, der als ehemaliger DFB-Nachwuchs-TW.-Trainer die Notwendigkeit erkannt hat, ist der Anfang gemacht. Der gute Wille ist zu erkennen und die Justierung auf die eigentliche Klientel der TW-Trainer erfolgt. Schauen wir mal, was weiterhin daraus wird ...!

    maxmars
    Erstmal Dank für die näheren Erläuterungen, die doch wichtig sind, um individuell besser einen Rat geben zu können.


    Zunächst einmal der Hinweis auf die Trainerkompetenz! Es kommt häufig vor, das Eltern glauben, sie wüßten es besser als die Trainer, aber nur in weniger Fällen trifft dies auch zu. Aber so, wie du es nun beschrieben hast, haben Vereinsverantwortliche die Reißleine gezogen und sich von diesen Trainern getrennt. Insofern deckt sich deine Wahrnehmung mit denen des Vereins.


    Nun beschreibst du den aktuellen Trainer als einen schreihenden Heißsporn. Dies suggeriert, das der Trainer deines Sohnes nur ans Gewinnen denkt und alles, incl. der Mannschaftsaufstellung danach ausrichtet. Introvertierte Kinder oder solche, die nicht unverzüglich alles so machen, wie es der Trainer will, bekommen weniger Chancen auf Spielzeit. Neben dem Herumbrüllen kommentiert er auch noch fehlerhaft abgeschlossene Situationen, nervt damit Spieler und Eltern.
    Hast du oder habt ihr schon mal das Gespräch mit dem Trainer gesucht, um ihm zu sagen, wie seine Art des Mannschaftscoaching auf euch wirkt? Bei gutgeführten Vereinen sind fast immer Jugendobleute oder Mitarbeiter des Vorstands am Platz oder haben zumindest ein offenes Ohr für Beschwerden.


    Weglaufen vor solchen Situationen muß nicht immer der richtige Weg sein. Allerdings Konflikte austragen, die bis in den privaten Familienbereich hineingehen, auch nicht! Fussball es auch nur die schönste Nebensache der Welt - die Familie ist deshalb weitaus wichtiger!


    a. Entscheidungsfähigkeit des Kindes
    Nun zu deiner letzten Frage: kann ein Kind im D-Jugend-Alter bereits entscheiden, was für ihn das Beste ist? Wenn es darum geht, mit welchen Freunden es gerne spielen möchte, so ist dieser Spürsinn, wer es gut mit ihm meint, sicherlich schon vorhanden! Auch braucht es in der D-Jugend nicht mehr überall seine Eltern, um selbstbewußt aufzutreten, denn es die Schultüte längst aus der Hand gelegt. Weil es sich in dieser Altersgruppe noch nicht um Leistungs- sondern Breitensport handelt, ist der Spaßfaktor das wichtigste Kriterium. Im Vereinssport gibt es leider Mechanismen (z.B. Sperrung beim Vereinswechsel), deren Folgen das Kind noch nicht vorständig überblicken kann. Hier braucht es den Rat der Eltern.


    b. Auf den Entscheidungsprozess einwirken
    Ein zu starkes Interesse wirkt sich genauso wie ein absolutes Desinteresse aus. Denn, wenn das Kind das Gefühl hat, die Eltern trennen für ihn die Entscheidung oder die Entscheidung des Kindes ist den Eltern egal, dann wird es sich früher oder später für eine andere Freizeitbeschäftigung entscheiden. Es braucht aber Lob und eine Bestätigung der Entscheidung durch die Eltern. Das diese Entscheidungen vornehmlich in der D-Jugend fallen ist nicht rein zufällig, sondern entspricht dem entwicklungsmäßigen Wahrnehmungsvermögen von Kindern dieses Alters.

    Fazit: Frag dein Kind bitte, was es will und versichere dich in gewissen Zeitabständen!

    Darf eigentlich jeder seinen Senf dazugeben oder sind nur "Expertenmeinungen" gefragt :thumbup: ?


    Irgendwie scheint hier gar keine richtige Stimmung und Vorfreude aufzukommen. Wo bleibt der Optimismus, wo die Hinweise auf Fähnchen, Bier und Grillfleisch, Public Viewing, ect. bis zum Abwinken? Ganz Holland ist schon in "Oranje" gehüllt und wartet auf den Anstoß!


    Jammmern, wenn`s nicht klappt, können wir hinterher immer noch! Jetzt heißt es erst mal Daumen drücken!

    O.K. Deutschland hat eine phantastische Quali gespielt! Deutsche Spieler sind vermehrt gefragt im Ausland! Aber können wir auch den Hebel aus den größtenteils überheblich geführten letzten beiden Vorbereitungsspielen gegen die Schweiz und Israel auf die EM umlegen? Bei der letzten WM gabs Stress in der französischen Nationalmannschaft, die torlos die Heimreise antrat. So schlimm wirds bei uns wohl nicht werden. Man sieht allerdings an Boatengs harmlosen "Flirt mit Gina-Lisa", wie blank die Nerven liegen. War unser Trainerstab in früheren Welt- und Europameisterschaften eher geschwätzig und zu jedem Interview bereit, hält ich diesmal sogar Olli Bierhoff zurück. Klar, wer will denn auch später einmal als Hanswurst enttarnt in Philipp Lahms "Buch der Weisheiten" landen? Gilt es doch erst mal Geschichte zu schreiben!


    Leider habe ich das unwohle Gefühl, dass wir nach einem Sieg gegen Portugal uns Niederlagen gegen Holland und Dänemark einfangen und unsere Koffer packen müssen. Jurgis Buben dürfen sich dann anschauen, wie die Spanier mit dosierter Kraft aber technischer und taktischer Überlegenheit wieder mal den Pokal mit nach Hause nehmen. Danach wird Jurgi zurücktreten und Matthias Sammer kommisarisch die DFB-Elf leiten, bis ein Nachfolger gefunden wurde. Aufgrund weiterer Ungereimtheiten werden auch die restlichen Posten (Olli Bierhoff und Andy Köpke) im Trainerstab zur Nachfolge ausgeschrieben. Man beruft ferner eine Taskforce zwischen Bundesliga und DFB ein, damit endlich mal wieder ein Titel nach Deutschland kommt.


    War alles nur Spaß: na klar wird Deutschland Europameister!