Beiträge von TW-Trainer

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    Tja, dann fahre ich ganz ehrlich mit weniger zum Spiel, denn wenn man es 1x anfängt das man auch die mit nimmt die kaum / selten da sein, dann gewöhnen sich die Eltern und auch die Kinder daran und die (besonders die Eltern) denken sich dann: Warum zum Training wenn mein Kind eh immer mitkommt.


    Hab dazu mal ein paar Fragen:


    1. Gilt die Spielbeteiligung nach Trainingsteilnahme für alle Spieler gleichermaßen oder machst du Ausnahmen (z.B für Leistungsträger)?


    2. Fragst du nach den Gründen des Fehlens oder interessiert es dich nicht? Wenn ja, wie regelst du es, wenn sich hinterher herausstellt, dass die Begründung eine Ausrede/Lüge war?


    3. Würdest du kurzfristig ein Spiel/Turnier absagen, wenn aufgrund bestimmter Vorkommnisse gleich mehrere Spieler von dir "intern gesperrt" wurden?


    4. Wie reagierst du, wenn Kinder und Elternn, die sich korrekt verhalten haben und sich auf das Spiel freuen, sich mitbestraft fühlen, wenn ein Turnier/Spiel aufgrund zahlreicher "interner Sperren" von dir
    abgesagt wurde?


    5. Wie reagierst du, wenn engagierte Kinder und Eltern den Verein wechseln wollen, wenn sie das chaotische Trainerverhalten (mit weniger Kinder zum Spiel/Turnier) als Begründung für einen Vereinswechsel angeben?


    6. Wie reagierst du, wenn der Vorstand/Jugendwart in bestimmten Punkten anders darüber denkt als du? Würdest du einen Kompromiß eingehen? Wenn ja, welchen?

    Da wird bei mir im Team z.B. gar nichts ausgeschwiegen. Eltern und Kinder werden immer herzlich und zuvorkommend aufgenommen, aber mit einer klaren Ansage, was meine Erwartungen sind. Ich weiß auch, dass einige Eltern dann wieder gegangen sind und dass der Abteilungsleiter Jugend da gelegentlich eine andere Meinung vertritt, aber der Trainer bin ich und solange das so ist, setze ich hierzu meine Position durch.


    Und ich sehe auch, dass andere Trainer das ähnlich konsequent durchziehen. Lieber mangels Spieler eine Spielgemeinschaft mit motivierten Kindern und Eltern gründen, als chaotische Mannschaften. Dafür wäre mir meine Zeit zu schade.


    Das ganze Theater mit solch unwilligen Eltern geht ja weiter, wenn es um die Organisation von Weihnachtsfeiern, Mitbringen vom Snack zum Verkauf bei Turnieren (für die Mannschaftskasse) etc. geht. Da bleibt eh die meiste Arbeit beim Trainer hängen, aber ich erwarte zumindest engagierte Zuarbeit. Und ich muss sagen, dass 12 der 13 Eltern meiner E3-Kids hier wunderbar mitziehen. Das macht echt Spaß.

    Es freut mich, dass wir mal einer Meinung sind!


    Ich gebe dir vollkommen recht, dass beim Eintritt in den Verein nicht nur die Teilnahme am Training und Spiel, sondern auch über die Aufgaben der Eltern zur Unterstützung des Hobbies ihres Kindes offen gesprochen wird. Es bringt m.E. nichts jedes Kind in den Verein zu locken, obwohl es gar keinen Spaß am Fussball hat. Dann besser warten, bis ausreichend Motivation zum Fussball vorhanden ist.


    An einer choatischen Truppe, bei der sämtliche Lasten auf den Trainer übertragen wurden und Eltern wie Kinder lediglich als Konsumenten auftreten, wird jedes Ehrenamt über kurz oder lang zerschellen.
    Denn auch der Trainer an einen Anspruch darauf, überwiegend Spaß als Trainer zu erleben.


    Allerdings schadet es nicht, sich von Zeit zu Zeit ein wenig zurück zu nehmen und über Lösungsmöglichkeiten diverser Verärgerungen nachzudenken, um zu besseren Kompromissen zu gelangen. Doch je mehr Tabus man aufgebaut hat, je geringer sind anschließend die Wahlmöglichkeiten.

    Wer sich in einem Verein anmeldet hat auch Verpflichtungen in der Mannschaft. Auch Eltern wissen das und auch wissen die das man am Samstag ein Spiel oder ein Turnier hat. Witzig finde ich auch immer, wenn ein piel um 12 Uhr ist, aber die Geburtstagsfeier erst um 15 Uhr beginnt, dann sollte man diese 1Std schon zum Fußball gehen.

    Wenn es in der F oder E zugelassen wird, dass Spieler sich über allgemeine soziale Normen hinweg setzen, dann wird es ganz schwer, sowas in der C wieder einzufangen.

    Man kann so ein Thema auch rein emothional diskutieren, so dass jeder lediglich auf seinen Standpunkt beharrt! Über welche soziale Norm hat sich denn ein Kind einer Breitensportmannschaft, in der es um nichts anderes als um den gemeinsamen Spaß am Fussball geht, hinweggesetzt?


    Ich stimme jedoch überein, dass man eine Trainingsbeteiligung nicht als Form positiver Erpressung sich für eine Spielteilnahme nutzen läßt. Es wird sich in der Praxis nicht durchgängig bewähren, weil manchmal gar kein Ersatz zur Verfügung steht. Ferner werden die Kinder irgendwann dieses "Zuckerbrot und Peitsche-Prinzigp" durchschauen und insbesondere die Leistungsträger werden es mal ausprobieren, ihren Trainer dadurch am langen Arm verhundern zu lassen, indem sie gemeinsam als Reaktion auf eine Traineransage nicht zum Spiel erscheinen.


    Bitte setzt euch selbst nicht unter unnötigem Druck, in dem ihr Regeln aufsetzt, die gar nicht realisierbar sind.


    Allerdings ist es m.E. nötig, als Trainer mit altbekannten Gewohnheiten zu brechen, um zu besseren Lösungsansätzen zu gelangen.


    So z.B. die Vorgabe der Lerngeschwindigkeit in Abhängigkeit zur Teilnahme am Training und dem Spiel. Hierbei kann in der Summe durchaus die gleiche oder sogar eine höhere Teilnahme herauskommen, wenn ihr mit den Eltern eine flexible Teilnahme besprecht, durch die ihre Wünsche und die Belange des Kindes in Einklang mit denen des Mannschaftssports gebracht werden können.

    @Easton


    Weil die meisten Foren-Mitglieder im Jugendbereich tätig sind, wirst du hier sicher kaum Antworten finden.


    Ich denke es eignet sich nicht als"öffentliches Thema", weil es sich je nach Einkommen, Steuerklasse und Zuverdienstmöglichkeiten etwas anders darstellt. Auch dein Arbeitgeber kann je nach Aufwand deiner Trainertätigkeit Einwände erheben, wenn es deutlich über das Maß eines üblichen Ehrenamtes hinaus geht.


    Du solltest es am besten mit deinem Steuerberater besprechen.

    Wer sich in einem Verein anmeldet hat auch Verpflichtungen in der Mannschaft. Auch Eltern wissen das und auch wissen die das man am Samstag ein Spiel oder ein Turnier hat. Witzig finde ich auch immer, wenn ein piel um 12 Uhr ist, aber die Geburtstagsfeier erst um 15 Uhr beginnt, dann sollte man diese 1Std schon zum Fußball gehen.

    Was hat man dir denn so erzählt über deine Pflichten, als du dein Kind zum Sportverein angemeldet hast? Dieses Thema wird wohl meist gern ausgeschwiegen, um für einen Vereinseintritt erst gar nicht Zweifel aufkommen zu lassen. Schließlich braucht man jeden, um eine Mannschaft am Spielbetrieb anmelden zu können.


    Hinzu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen zum Zeitpunkt des Eintritts in den Verein und dem jetzigen Zeitpunkt ändern können. D.h. war eine Beteilgung bei den Bambinis noch kein Problem, so können diese zeitlichen Probleme durchaus in der E-Jugend vorhanden sein. Bekannt gegeben wurden, wenn überhaupt, lediglich das 1 x wöchentliche Bambini-Training. Hier muß man den Eltern noch nicht extra erzählen, das man sie braucht, weil sie ihr Kind noch nicht selbständig genug sehen. Mit dem Eintritt in die Schule ändert sich jedoch auch das Verhalten der Eltern, die wieder in ihren Beruf zurück kehren und das Kind u.a. zeitweilig einem Verein anvertrauen.


    Meinungsunterschiede zwischen Eltern und Trainer entstehen häufig durch unterschiedliche Prioritätensetzung. Für dich ist das Spiel um 12:00 Uhr wichtig, für die Mutter die Geburtstagsfeier um 15 Uhr! Selbst, wenn du vor der Saison darum bittest, bei Terminen am Spieltag es möglichst so einzurichten, dass nach Möglichkeit auch die Teilnahme am Spiel in Betracht gezogen wird, können Eltern darüber anders denken als du! Für die Eltern sind dann eben die Freunde des Kindes wichtiger, als wenn es "mal" an einem Training oder Spiel nicht teilnimmt!


    Letzendlich handelt es sich um ein Hobby, bei der die Pflichten relativ geringwertig eingeschätzt werden. Deshalb passen die Maßstäbe aus dem Leistungs- und Profifussball nicht besonders gut für den Breitensport. Aber wie schon @totog sagte, hängt die Beteiligungsquote sehr stark vom Trainer ab. Kann er die Kinder für den Fussball begeistern, dann werden sie gern zu ihm kommen. Ansonsten ist es die Entscheidung der Eltern, die entweder dem Kind sagen: "..diese Saison machtst du noch zuende ..." oder es gleich zuhause lassen.


    Auch die Idee des Ehremamts gründet sich weniger in der Pflicht, selbst etwas für die Gesellschaft tun zu müssen, sondern auf die Freiwilligkeit, Spaß an einer gesellschaftlich wertvollen Aufgabe zu empfinden. Das Ehrenmat ist also anders zu sehen wie eine Schulpflicht. Dennoch wird sie leider immer noch damit gleichgesetzt. Der Trainer tritt wie ein Oberlehrer mit Frontalunterricht auf und die Kinder sollen sich in der Rolle von Schülern einem beliebigen Leistungsdruck beugen, indem sie bereitwillig Verpfllichtungen erfüllen.


    Wenn Trainer und Spieler sich selbst oder gegenseitig einen Leistungsdruck in Form von Verpflichtungen auferlegen, dann sehe ich das in keinem guten Verhältnis zu einem Spielbetrieb in der "Ananas-Liga"!

    @totog


    Ich sehe es ähnlich wie du, dass wir es hier primär mit einem Problem zu tun haben, was erst durch die falschen Erwartungen auf ein tpyisches E-Jugend-Team zum Problem wurde. Hat man sich dann noch auf die Mutter als Problemverursacherin eingeschossen, dann möchte man "Tacheles" reden und ihr klarmachen, dass diese Form der Beteiligung einer Leistungsverweigerung klarkommt und es dann zur Folge hat, das er ins schlechtere E-Jugend-Team wechseln soll.


    Dabei wird aus Trainersicht gar nicht mal berücksichtigt, ob überhaupt die Erfahrungen für eine zuverlässige Erfolgs-/bzw. Mißerfolgsprognose vorhanden ist. Diese Form der "Erbsenleserei" finden wir allenthalben im Breitensport, weil immer wieder neue Trainer mit alten Ansichten ins Tranergeschäft einsteigen.


    Lieber @Philorinho! Bitte schau dir doch einmal an, was der DFB über die Altesklasse der E-Jugend schreibt, damit du rasch zu moderneren Ansichten gelangst, bevor deine Frust und deine Enttäuschung noch größer wird, denn so läuft es auf die Forderung an die Mutter und das Kind: "change it or leave it" hinaus.


    Was mich weiterhin interessieren würde ist, ob du bereits einmal mit deinem Jugendleiter über diese Situation gesprochen hast und was er dir für einen Rat gegeben hat?

    Vorschlag: Lerntempo individuell gestalten


    Mit dem Problem des Fehlens beim Training und Spiel ist wohl jeder Trainer irgendwann einmal konfrontiert worden. Mal stimmen die Aussagen über den Grund der Abwesenheit, mal stellt es sich heraus, als das der Junge oder das Mädchen einfach keine Lust hatte.


    Wir Erwachsene sind es gewohnt Termine einzuhalten und orientieren unsere Planungen danach. Ferner würde es uns nicht so leicht in den Sinn kommen, einen Termin platzen zu lassen, nur weil wir gerade keine Lust haben oder etwas Anderes jetzt lieber machen würden. Auf uns ist eben Verlaß und deshalb wollen wir auch die Kinder daran gewöhnen.


    Weil jedoch der Fussball eine Form der Freizeitgestaltung darstellt, könnte man hier einen anderen Ansatz diskutieren, der zwar ein wenig mehr Kreativität verlangt, aber letzendlich eine Reihe von Problemen einer gütlichen Lösung näher bringen könnte.


    Denn es gibt nun einmal ein schwankendes Interesse am Hobby Fussball. Dieses Interesse muß nicht einmal selbst im Verein, in der Manschaft oder am Verhältnis zum Trainer eine Veränderung finden. Es können andere Einflüsse im Elternhaus, in der Schule oder dem Freundeskreis sein, durch die das Interesse verändert wird.


    Durch den auferlegten Zwang regelmäßig am Training und den Spielen teilzunehmen kann es vom Kind als Drucksituation wahrgenommen werden. Entweder versucht es über die Eltern eine Absage zu erreichen oder es nimmt mehr oder weniger desinteressiert am Training teil.


    Wie wäre es, wenn man im unteren Jugendfussball (Bambini, F-Jugend, E-Jugend) das Lerntempo den Kindern freistellt? D.h. jedes Kind kann gemeinsam mit Eltern und Trainer seine Teilnahme und damit seine eigene Priorität zum Hobby Fussball selbst festlegen.


    Welche Konsequenzen hätte diese Veränderung zur Teilnahme an den Vereinsmannschaftskativitäten


    A. für das Kind
    + aufgrund der Übereinstimmung mit seinen Prioritäten freut es sich auf die genau richtigen Termine zum Training und Spiel
    + der Lerneffekt ist durch die hohe Eigenmotivation weitaus größer, als wenn es dem Terminzwang zur Teilnahme ausgesetzt ist
    - es bekommt nicht immer alle Trainingsthemen mit
    - durch ein langsameres Lerntempo mangelt es an Routine


    B. für die Eltern
    + Trainings- und Spieltermine lassen sich individuell besser mit dem Beruf kombinieren
    + Kind muß nicht zur Teilnahme überredet werden, sondern freut sich darauf, weil es genau seinen zeitlichen Vorstellungen entspricht
    - Kind entwickelt sich fussballerisch etwas langsamer als andere Kinder mit häufigerer Trainingsbeteiligung


    C. für den Trainer
    + alle anwesenden Kinder kommen "freiwillig" und gern, weshalb auf die Herausforderungen im Training freuen
    + während des Trainings sind die Kinder aufmerksam und konzentriert
    - insgesamt etwas niedrigere durchschnittliche Trainingsbeteiligung
    - Leistungsunterschiede aufgrund unterschiedlicher Trainings-/Spielbeteiligung können größer werden


    Weil es sich hier jedoch um die unterste Stufe des Breitensport-Fussballs handelt sollte die Leistungsfähigkeit des Kindes keine Prioriät für die Entscheidung für oder gegen diesen Vorschlag haben. Ferner sollte sich von Zeit un Zeit auch der Trainer die Frage an sich und an die Trainingsgruppe stellen, ob die Trainingsinhalte und die Art der Steuerung den Wünschen aller Beteiligten genügend würdigt oder ob es primär lediglich der Trainerwunsch ist, allein darüber zu entscheiden, was wann wie gemacht wird? Diese Form der Führung ist zwar einfach, aber der Dropout bei dieser Methode könnte größer sein, als wenn man die Kinder und deren Eltern mit ins Boot holt und gemeinsam Regeln für eine Trainngs- und Spielbeteiligung festlegt.


    Wer gerade eine niedrige Trainngsbeteiligung hat oder solche Kandidaten, wie oben beschrieben, der sollte man ne Nacht drüber schlafen, ob man so ein Modell mal testen sollte, um die Veränderungen zu beobachten.

    Soll man einem Torwart dann die Spieleröffnung über das Zentrum verbieten?

    Taktisch ist ein Spielaufbau über die Außenbahn sicher besser. Denn wenn dort ein Ballverlust entsteht, sind meist noch genügend zentrale Abwehrspieler hinter dem Ball, sodass aus dem Ballverlust nicht zwangsläufig eine Großchance für den Gegner entsteht.


    Häufig macht der Paß zum IV oder 6-er im Zentrum schon deshalb keinen Sinn, weil sie sich nicht in einer offenen Position befinden, also gar nicht erkennen können, was hinter ihnen los ist. Wenn dann der Gegner auf eine Balleroberung im oder am torgefährlichen Zentrum spekuliert, dann kann daraus leicht eine Großchance für ihn werden.


    Eine Spieleröffnung im Zentrum bietet sich nur dann an, wenn sich der Gegner weit zurück gezogen hat, sodass genügend Zeit für die Ballverarbeitung vorhanden ist. Kann jedoch hierbei der Ball lediglich in den Fuß des Mitspielers gepaßt werden, würde ich einem Paß in den Lauf bevorzugen, denn damit bringt man sofort Thempo in die Spieleröffnung.


    Es geht natürlich beim der kontinuierlichen Verbesserung des Teams darum, taktische wie technische Defizite zu minimieren. Deshalb gibt es den Begriff, wonach der Torwart nur so gut ist wie seine Abwehr. Denn sie agieren meistens im Verbund. Allerdings sollte der Keeper auch auf Fehler es eigenen Teams ausgebildet werden. Denn wenn der Keeper jederzeit mit einem Fehler seiner Vorderleute rechnet, wird der präventiv agieren und seine Position jeweils darauf anpassen. Diese Aufgabe hatte früher der Libero, weshalb Trainer, die selbst keine Erfahrungen im ballorientierten Spiel sammeln konnten, eine Analyse über Schuldzuweisungen versuchen zu lösen.


    Der Aktionsradius des Keepers hat sich in dem Maße vergrößert, als das er zum Mitspieler geworden ist, der als letzter Mann manchmal auch Fehler seiner Vorderleute auszubügeln hat. Denn genauso, wie jeder Feldspieler für den anderen fighted, sollte dies auch zu den Aufgaben eines Keepers gehören. Dem Keeper zu sagen, deine Vorderleute waren am Gegentreffer schuld, wird ihm nicht viel helfen. Denn er wird nach Möglichkeiten suchen, auch in diesen Situationen erfolgreich zu agieren.

    @sportsfreund


    Deinen Aussagen entnehme ich, dass du die Kette mit hochstehenden AV beim Spielaufbau spielst. Wie in deinem Video zu erkennen ist, resultieren hierbei eine Reihe von Problemen:
    - IV wartet zu lange mit dem Paß auf den AV (Gegner kann den Paßweg zum AV zustellen)
    - IV entscheidet sich für falsche Seite bei der Spieleröffnung (Gegner hier in Überzahl)
    - beide IV sind soweit auseinander, als das sie sich beim zentralen Ballverlust nicht gegenseitig helfen können
    - AV stehen häufig nicht in "offener Position" (Gegner kann unbeobachtet den Paß erlaufen)
    - AV stehen bei Ballannahme unter Gegnerdruck (wenn Paß vom IV "schlecht" gespielt)
    - AV paßt nach innen (wenn Gegner Paßweg zum IV und Außenbhan zustellt)


    Der Ballverlust beim Spielaufbau ist deshalb so gefährlich, weil sich für den Gegner häufig eine Großchance gestalten läßt. Denn es fehlt hier an Absicherung im Zentrum, weil die beiden IV zu breit stehen.


    Der Wert des hochstehenden AV für den Angriff ist nur dann gegeben, wenn er sehr gut mit dem ballnahen Außenbahnspieler harmoniert, sodass man durch ein kluges Paßspiel über die Außenbahn ins torgefährliche Zentrum vordringen kann.


    Die große Schwierigkeit mit hochstehenden AV ist eine gute Ballance beim Umschaltspiel. Taktisch sind eine Reihe von Möglichkeiten bei hochstehenden AV entwickelt worden, um ein gegnerisches Ballbesitzspiel effektiv begegnen zu können.


    Man kann es sich taktisch ein wenig einfacher machen, indem man seine AV bei eigenem Ballbesitz nicht so hoch positionieren läßt, sodass sie bei Ballbesitz nicht sofort unter Gegnerdruck sind.


    Doch weitaus wichtiger als der sehr hoch stehende AV ist das Umschaltspiel. Denn wie im Video zu sehen, gibt es häufig dann einen Ballverlust, wenn nach Balleroberung zu viel Zeit vertrödelt wird, weil man sich nicht entscheiden kann, wohin man spielen möchte. Deshalb würde ich zunächst einmal an einem schnellen Umschaltspiel trainieren. Hierfür fällt auf Anhieb der weite Paß ein. Denn könnte zwar manchmal ein schneller Angreifer erreichen. Aber der rechnet entweder nicht damit oder aber sein Paß- und Laufweg sind vom Gegner gut zugestellt. Weil man jedoch dürch den weiten Paß seinem Mittelfeld und Abwehr keine Zeit gegeben hat geordnet nachzurücken, entsteht ein Loch im Mittelfeld, die der Gegner für sich ausnutzen kann. Bei einem 4 : 2 : 3 : 1 ist der ballnahe 6-er eine Schlüsselposition für den schnellen Spielaufbau mit druckvollen, präzisen Flachpässen in den Lauf des Mitspielers.


    Bei Trainingsübungen sollte man das Spielfeld enger abstecken und als Provokationsregeln Rück- und Querpässe vermeiden. Für die Offensive wird der kontrollierte Raumgewinn trainiert, während für die Defensive die Kontrolle der zentralen Achse das wichtigste Thema ist.


    Fazit: Nicht alle taktischen Varianten, die bei den Profis ordentlich funktionieren, sind gute Lösungen für den Breitensport. Je einfacher das eigene Spiel, je schneller und sicherer wird es von den Mitspielern verstanden. Wird eine Mannschaftstaktik so gestaltet, als das sie auch dann noch einigermaßen funktioniert, wenn mal Schlüsselspieler fehlen, dann sollte sie perspektivisch gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten.


    Zur Zeit beobachten wir einen regen Wechsel auf den Trainerstühlen bei den Profis. Bei diesen Vorstandsentscheidungen vermißt man häufig ein Konzept für die Mannschaft. Denn werden taktische Systeme kurzfristig (bei Trainerwechsel) stark verändert, ist dies meist nur durch zusätzliche Laufarbeit zu kompensieren. Hierbei steigt das Verletzungsrisiko. Weil jedoch nicht immer eine gleichbleibende Qualität im Kader vorhanden ist, kann durch den Trainerwechsel häufig nur eine kurzfristige Tabellenerhohlung stattfinden. Denn das Mannchaftspotenzial ändert sich auch nicht durch einen Trainerwechsel. Wenn aber Kleinigkeiten Spiele entscheiden und man daraus große Konsequenzen zieht, dann fehlt es an Kontinuität. Vereine, die beim Trainerwechsel besonders aktiv sind, können selten ihre Leistungen über eine Saison hinaus bestätigen.


    Wenn du dir also ein taktisches Konzept für deine Mannschaft ausdenkst, dann solltest du an einer gründlichen Ausbildung interessiert sein. Dazu gehört u.a., dass deine Spieler mindestens auf 2 - 3 Positionen spielen können. Das hat nicht nur den Vorteil, dass sie Erfahrungen auf anderen Positionen für ihr Positionsspiel sammeln können, sondern dient einem sicheren ballorientierten Spiel aus den Positionen heraus. Schneidest du hingegen deine Taktik nach dem Spielerpotenzial zu, so wird jedes Fehlen oder jeder Vereinswechsel dich wieder vor neue Herausforderungen stellen, bei der u.U. wieder die gesamte Mannschaftstaktik umgekrempelt werden muß. Also besser ein Konzept entwickelt und dies kontinuierlich verfeinern!

    Das Video vom spanischen TW-Training ist prima, jedoch nichts für TW-Anfänger.


    Videos sind auch nur so gut, wie ein Verständnis für mögliche Fehler und Wissen über Korrekturmöglichkeiten vorhanden sind. Stellt euch die enttäuchten Augen eures Nachwuchskeepers vor, wenn ihr im sagt, dass er etwas falsch macht, aber keine Idee habt, wie er es besser machen kann.


    Die TW-Trainer-Ausbildung ist eine unerlässliche Voraussetzung, bei der Video oder Leitfäden lediglich eine Unterstützung leisten können.

    Fortsetzung:


    3. Einsatz im Wettbewerb
    Kurz vor dem Spiel mit dem Keeper diese beiden Übungen wiederholen, damit er erinnert wird, die nötige Routine und Sicherheit im Spiel bekommt.


    4. Nachbesprechung beim nächsten Training


    4.1.1. Fehlerbeobachtung: Der bereits gefangene Ball kann nicht festgehalten werden.


    4.1.1.1. Beobachteter Bewegungsablauf:
    Arme sind bei Positionsanpassung lang nach unten ausgestreckt (statt in Hüfthöhe). Der Weg der Arme und Hände zum Fangen des Balles wird länger. Der Keepr gerät durch das plötzliche "hochreißen" eine Hohlkreuzpositon, wodurch der Körperschwerpunkt nach hinten verlagert wird.


    4.1.1.2. Fehlerauswirkung:
    Um nicht unglücklich zu fallen, wird der Keeper so schnell wie möglich seinen Körperschwerpunkt korrigieren. Um die Hohlkreuzlage zu korrigieren, wird er die Arme schnell wieder nach unten bewegen. Allerdings können dabei weder Arme noch Hände den sicheren Ballkontakt realisieren, sodass der Ball wieder aus den Händen fliegt. Ein "Nachfassen" ist kaum möglich, weil bei der Landung der gesamte Körper mit der Schwerpunktkorrektur beschäftigt ist. Ein erfolgreicher "Abstauber" des Gegners ist möglich.
    4.1.2.3 Fehlerkorrektur: Hohlkreuzstellung durch Positionsveränderung der Arme korrigieren
    Damit der Ball mit fast ausgestreckten Armen mit beiden Händen gleichzeitig schräg vor dem Körper auch bei einer Rückwärtsorientiertung des Keepers sicher gefangen werden kann, ist bei dieser Beobachtung lediglich die Armposition beim der Rückwärtsbewegung in der Weise zu korrigeren, als das sich die Unterarme in Hüfthöhe befinden sollten.


    Hinweis: Diese Armposition (Hüfthöhe) bietet weitere Vorteile in anderen Situationen (z.B. verdeckter Schuß aus mittlerer Distanz), weil der Weg der Arme und Hände zu allen Richtungen gleich lang ist.


    Absolute und relative TW-Fehler
    Nun werden manche von euch sagen: Manuel Neuer hat doch immer die Arme unten. Aber beobachtet doch einmal seine typische Armstellung beinm hohen Ball aus kurzer Distanz. Er kann den Ball nur dann mit einem Arm erreichen, wenn der Balldruck nicht so groß ist, sodass er den Arm noch gerade rechtzeitig nach oben bekommt. Bei Bällen, die direkt über dem Kopf plaziert werden, wird es aufgrund der Armpositionsanpassung noch schwieriger. Andererseits hat Neuer eine Körperlänge und Sprungkraft, wodurch die Flugbahn fast aller Bälle Vorteile in seiner Armposition bringt, weil hier der kürzestmögliche Weg zum Ball gewährleistet ist. Versucht das ein Kind so, dann wird er bei dieser Armposition noch sehr viel weniger einen Ball fangen oder sogar festhalten können. (Allerdings möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter darüber auslassen, ob große Körperlänge auch ein Handycap sein kann, weil man icht so recht weiß, wohin mit den langen Extremitäten.)


    Fehler führen nur nach Ursachenerkennung durch geeignete Übungen zu einer Verbesserung
    Als keines Fazit bei dieser Detailbesprechung kann man mitnehmen, dass es immer wichtig ist die Ursache für einen Fehler zu finden und sich geeignete Übungen zu suchen, um an Verbesserungen zu arbeiten. Aber fast noch wichtiger ist die Erkenntnis, dass es absolute und relative Fehler gibt, weshalb nicht jede Beobachtung einer Korrektur bedarf. Denn solange daraus keine "Sackgasse" in der Weiterentwicklung zu erkennen ist, kann es jeder Keeper ein klein wenig anders machen, wenn er es auf diese Weise für sich besser lösen kann.
    Weil im TW-Training lediglich der Bewegungsablauf trainiert wurde, kann es aufgrund des unterschiedlichen Balldrucks bei der Fangtechnik Probleme gegeben haben. Besonders häufig werden die Arme von unten nach oben "gerissen", weshalb der Ball in Hohlkreuzposition zunächst gefangen, jedoch in der zu heftigen Armbewegung nach unten wieder verloren geht. Deshalb ist es wichtig, die Unterarme in Hüfthöhe anzuwinkeln, um eine ruhigen, fließenden Bewegungsablauf zu bekommen. Ein anderer, häufiger Fehler tritt auf, wenn die lang nach unten ausgestreckten Arme in seitlicher Bewegung nach oben gereckt werden. Auch hierbei kann es leicht zur "Hohlkreuzposition" kommen.


    Interaktives TW-Training: 1- Fehler beschreiben 2. Korrektur durch geeignete Übungen
    Statt seinen Keeper auf Fehler hinzuweisen, sollte man ihm selbst die Gelegenheit durch Beim nächsten TW-Training den Keeper fragen, was gut geklappt hat und was er glaubt noch besser machen zu können. Denn manchmal hat sich die Situation aus seiner Position ganz anders dargestellt aus als der Position seines Trainers. Ferner erfährt man auf diese Weise, was der Keeper schon versteht und wo es zusätzliche Erklärungen bedarf. Erst danach sollte ein kurzes Feedback vom TW-Trainer erfolgen, welches nicht mit einem Kommentar zum Fehler, sondern mit erfolgreichen Übungen seine Entwicklung nimmt.

    Generell traue ich mir aber mit eben diesem "Grundwissen" zu den Einstieg unserer E-(und Teilw. auch D-) Torhüter zu begleiten.

    Genau das soll das Ziel dieser Veranstaltungen sein, die Neugier zu wecken, um vielleicht selbst auch als Trainer Spaß daran zu gewinnen. Viele Trainer würden gerne etwas mit ihren Torleuten machen, wissen jedoch nicht was für Übungen man wie gestalten kann.
    Es ist auch gar nicht so schwierig falsche und korrekte Bewegungsabläufe zu erkennen. Auch ist es gar nicht nötig sie selbst präsentieren zu können. (Davon rate ich auch Ex-Keeper ab, weil sie zu einen ihre eigenen Fehler mitpräsentieren und es ohnehin große Unterschiede gibt, ob ein Kind mit geringerer Körperlänge und Muskelkraft oder ein Erwachsener die Übung absolviert.) Es genügt vollkommen die Unterschiede seinen Nachwuchskeepern erklären zu können. Der Erfahrungsschatz von geeigneten Zwischenübungen wächst von ganz allein.


    Zu empfehlen ist für Anfänger-TW-Trainer entweder mit 1, 2 oder 4 Keepern zu trainieren. 3 oder 5 Keeper ist insofern etwas ungünstiger, als das bei den Partnerübungen der TW-Trainer benötigt wird und dann nicht gleichzeitig beobachten kann, wie sie von den anderen Keepern absolviert werden.


    Ferner sollte man bei einer neuen Übung zunächst lediglich darauf achten, als das sie grundsätzlich von den Keepern verstanden wird. Die Details kommen erst später.


    Weil ein Torwart (auch im Spiel) kaum Konzentrationspausen hat, ist die Trainingssteuerung besonders wichtig, damit der Keeper nicht zu früh geistig/körperlich ermüdet. Ab der E-Jugend kann man bereits Übungen von 5 - 10 Minuten absolvieren. Wichtig ist dabei, dass man gar nicht zu viel an Vorgaben macht, damit sich die Torleute zunächst spielerisch mit den Aufgaben auseinander setzen. Durch die eigene Beobachtung (und Erfahrung) bemerkt man, ob man sie ein wenig einfacher gestalten sollte oder sich zunächst mit einem Teilerfolg zufrieden geben sollte, um sie in einer späteren Übung einzubauen. Klappt es gut, dann kann man den Schwierigkeitsgrad leicht erhöhen.


    Wie kann man sich nun eine Trainingssteuerung beim TW-Training vorstellen.


    Nachfolgend ein paar Hinweise für Interessierte:


    1. Ballgewöhnungsübungen (ca. 5 Min.)
    Hier bieten sich insbesondere kleine Fangübungen mit dem Ball an. Je nach Anzahl der Teilnehmer kann jeder die Übungen für sich machen. Man kann sie auch als Partner- oder Kleingruppenübung gestalten. Zweck dieser Übungen ist es, das die Teilnehmer vom Alltag abschalten und sich auf die kommenden Übungen vorbereiten.


    2. Übungen mit hoher Konzentrationsphase (ca. 10 Min.)
    2.1. Beispiel: Positionsanpassung bei langen oder kurzen hohen Bällen
    2.1.1. Beschreibung häufig Fehler
    Dieser Zeitpunkt im Training bietet sich zum Erlernen einer neuen Technik an. Nehmen wir ein typisches Verhalten bei hohen, langen Bällen von Torhütern in diesem Alter. Nachdem sie die Situation erkannt haben, versuchen sie mit lang ausgestrecktem Körper und ausgestreckten Armen rückwärts zu gehen und den Ball zu fangen. Das gelingt vielfach deshalb nicht, weil sie dabei in Rücklage geraten und beim Versuch zum Sprung nach hinten fallen.
    Auch bei kurzen hohen Bällen funktioniert die Positionsanpassung häufig nicht, weil der Keeper seine Position nicht rechtzeitig anpaßt, sodass er den Ball nicht fangen kann.


    2.1.2. Fehler dem Torwart verdeutlichen
    Wenn man dem Keeper die Aufgabe gibt sich ein Hütchen auf den Kopf zu setzen und das Hütchen während der Positionsanpassung auf dem Kopf zu balancieren, wird für ihn deutlich, dass dies beim bisherigen Bewegungsablauf nicht gelingen kann. Denn beim langen Ball nimmt er im Moment, wo der Ball über ihn hinweg fliegt den Kopf in den Nacken und im Moment, wo der kurze Ball vor ihm auf den Boden prallt den Kopf nach vorn.


    2.1.3. Hilfestellung durch den TW-Trainer: vorwärts orientierter Oberkörper
    Der TW-Trainer erklärt den Torleuten nun, dass man das Hütchen nur dann auf den Kopf ballancieren kann, wenn man seine Position zum Ball rechtzeitig anpaßt. Rechtzeitig heißt in diesem Falle, sobald der geworfene Ball unter dem Rand des Hütchens nicht mehr zu erkennen ist. Als zweiter Hinweis sollte erfolgen, dass der Oberkörper bei der Bewegung zum Ball jeweils leicht nach vorn gebeugt sein sollte, um bei guter Körperbalance (Körperscherpunkt unmittelbar über den Füßen) nach und während der Positionsanpassung jederzeit den Ball "über Kopf" fangen zu können.



    2.1.4. Übung: Kurzer, hoher Ball (Distanz ca. 10 m)
    Der TW positoiniert sich zentral nahe der Torlinie, der TW-Trainer ca. 10 m davor. Der TW-Trainer wirft den Ball zentral in einem kurzen, hohen Bogen, sodass der Ball nach ca. 5 m fällt. Der Keeper kann seine Position jetzt durch keine Schritte so anpassen, als das er den Ball jeweils knapp unterhalb des Hütchenrands erkennt. Natürlich wird ihm das Hütchen anfangs noch beim Überkopf-Fangen herunter fallen. Dies wird er erst dann vermeiden können, wenn er der Oberkörper in einer fließenden Bewegung aus der vorwärtsorientierten Position nach oben schnellt und keine unnötige Energie durch ruckartige Anpassungen erfolgt. Aber das soll uns hier noch gar nicht stören, weil es auf die Positionsanpassung ankommt.


    2.1.5. Übung Langer, hoher Ball (Distanz ca. 10 m)
    Hierbei positioniert sich der TW ca. 5 m vor dem Tor, während die Position des TW-Trainers bleibt. Sobald der TW-Trainer den Ball zental in einem weiten, hohen Bogen wirft, startet der TW mit kurzen Schritten auf den Fußballen rückwärts, wobei der Oberkörper leicht nach vorn gebeugt bleibt. (Bitte besonders hierauf achten!) Der TW kann die Flugbahn des Balles unter dem Hütchenrand beobachen und so seine Positionsanpassung relativ einfach vornehmen. Doch im Gegensatz zum konventionellen Bewegungsablauf kann der Keeper durch seine permanent vorhandene Körperspannung und einem günstigen Körperschwerpunkt (über den Füßen) den Ball (über Kopf fangen). Auch hier kann es anfangs passieren, dass das Hütchen im allerletzen Moment noch herunterfällt. Wichtiger aber ist, dass der Ball durch eine rechtzeitige Positonsanpassung, einem günstigen Körperschwerpunkt sowie einer jederzeit vorhandenen Körperspannung gefangen werden kann.


    2.1.6. Erfolgskontrolle
    Nach einigen Wiederholungen wird der Keeper die beiden Bewegungsabläufe (die sich eigentlich nur durch die Laufrichtugn unterscheiden) gut hinbekommen. Es wird nun Zeit das Hütchen wegzulegen, um es noch 2 - 3 mal so zu probieren. Dann bittet man den Keeper den Bewegungsablauf noch einmal so wie vor dieser Übung konventionell zu machen. Also beim kurzen, hohen Ball lange zu schauen, um erst in erreichbarer Höhe zum Zielpunkt zu sprinten bzw. beim langen, hohen Ball den Oberkörper in Laufrichtung auf den gesamten Fußflächen nach hinten zu sprinten. Er wird sofort den jeweiligen Unterschied spüren, sodass die Bewegungsabläufe für ihn sehr einfach werden.


    Fortsetzung folgt:

    Darauf leite ich ab je mehr Info's verfügbar sind desto mehr "Druck" in der Breite wird aufgebaut. Das ganze wird schlicht immer mehr in den Fokus gerückt!

    Ja, es gibt dies Kurzseminare auch schon seit ein paar Jahren in den Verbänden. Doch leider mit sehr stark schwankender Ausbilder-Qualität. Das geht von sehr guter Detail-Präsentation bei Übungen mit D-Jugend Keepern bis hin zum Fessseln von Handgelenken bei C-Jugend-Keepern.


    Ferner gibt es die beiden Module TW-Trainer-Breitensport und TW-Trainer-Leistungssport. Das sind nette Informationsveranstaltungen, die derzeit ihr Geld noch nicht wert, weil hier noch keine spielnahe Ausbildung stattfindet. Wer ohne oder mit geringem Vorwissen für TW-Trainer dorthin fährt, der wird enttäuscht sein. Für die ausgehändigte Teilnehmer-Urkunde kann er sich auch nichts kaufen, weil die von den Vereinen schon deshalb nicht anerkannt wird, weil keine Prüfung und Lizenzübergabe stattfindet.


    Wenn wir uns erinnern, so kam das Nachwuchsförderkonzept und mir ihr auch die differenzierte Trainerausbildung erst mit dem jämmerlichen letzten Gruppenplatz in der Vorrunde der EM 2000 statt. Mehmet Scholl erzielte durch einen Fernschuß das einzige deutsche Tor im Turnier.
    Allerdings war man mit den Leistungen der Torleute durchaus zufrieden, sodass es hier keinen Leidensdruck gab. Solange es für die Nationalmannschaft sehr gute Keeper gibt, sieht man wenig Handlungsbedarf, hier ein ähnliches Förderkonzept für Keeper und TW-Trainer zu entwickeln wie dies mit hohem finanziellen Aufwand für die Feldspieler geschehen ist.


    Der Wert eines Keepers wird auch heute weitgehend von Laien bestimmt. Denn jeder kennt den Begriff des "Torwartfehlers", aber kaum jemand einen Weg der effektiven Ausbildung und Förderung. So sucht man sich Torleute nach Körperlänge aus, wohlwissend das man Körperlänge nicht trainieren kann und sie sich im Laufe der Jahre noch stark verändert. Man positiniert sich neben das Tor, aber man käme nicht auf die Idee, sich neben seinen Feldspielern zu positionieren. Der Feldspieler soll Tore vorbereiten und machen, aber der Torwart darf keine Gegentore kassieren. (siehe auch Thema Coaching) Wie wenig diese Ansichten eigentlich mit dem Spiel zu tun haben, wird erst immer deutlich, wenn man bei den Leistungen des eigenen Teams auch die des Gegners mit gleichen Maßstäben analysiert und respektiert.


    Nur durch eine entsprechend gründliche Ausbildung wird deutlich, dass es nicht darum gehen darf, ein Tor zu verhindern, sondern darum gehen muß, wie man ein Tor verhindert. Euch interessiert ja auch nicht nur, dass eure Spieler Tore erzielen, sondern auch wie sie erzielt werden. Denn erst daraus läßt sich ablesen, ob es aus einer zielgerichteten Handlung heraus erzielt wurde oder blos purer Zufall war.


    Was den Breitensportbereich anbelangt reduzieren sich die meisten Fähigkeiten auf die TW-Technik und TW-Kondition, beim Stellungsspiel gibts Defizite und an der beidfüssigen Ballverarbeitung mangelt es nicht nur dort.


    Denn die Entwicklung des Keepers besteht darin, es dem Angreifer immer schwerer zu machen, ein Tor zu erzielen. Ein Förderungsanspruch sollte sich schon deshalb ableiten lassen, weil der Torwart Mitglied der Mansnchaft ist. Aber dahin ist noch ein weiter Weg.

    Denn heute macht der Torwart der was drauf hatte ja maximal TW-Trainer in der ersten Mannschaft. Das dieser auch ein Kandidat für den Nachwuchs sein könnte darüber wird ja gar nicht nachgedacht.

    Bezieht man es auf diesen Zustand als Standard im Breitensport, so hast du sicherlich recht, dass jede Info darüber hilfreich sein könnte. Denn wenn die Torleute sich darüber beklagen, dass gar kein TW-Training stattfindet, dann muß man sich schon über minimale Verbesserungen freuen.


    Im Nachwuchsbereich gibts scheinbar nach wie vor in den kleineren Vereinen kein Torwarttraining, weil es an geeignetem Personal fehlt oder die verantwortlichen Personen keine Notwendigkeit dazu sehen.


    Offensichtlich hattet du einen kompetenten DFB-Referenten, sodass du viel auf diesem Abendseminar mitnehmen konntest. Aber leider ist es noch die Ausnahme. Häufig sind Torwarttrainer Autodidakten, die sich ihr Wissen mühsam allein beibringen müssen.


    Wenn es einer Broschüre gelänge auch nur ansatzweise einen Ersatz für eine Ausbildung darzustellen, dann wäre man sicher auch in der Mannschaftstrainerausbildung einen anderen als den heutigen Weg über ein praktische Ausbildung von 120 Lehreinheiten gegangen.


    So entnehme ich das ja auch dein Fazit aus der DFB-Schulung, das gerade die nähere Beschreibung und die Möglichkeiten zur Fragestellung dein Wissen bereichert wude.

    Liebe Trainerfreunde,


    nachdem nun auch die Begründung des BGH-Urteils, wonach der SV Wilhelmshaven von der Transferzahlung eines U 19 Spielers freigesprochen wurde, weil diese Kosten sich nicht aus den nationalen Statuten ableiten ließen, geht der Streit um die Rechtsfolgen in die nächste Runde. Siehe: http://www.svwilhelmshaven.de/new.php?mainMenu=3&subMenu=13&newsContent=0&id=7078


    Der NFV und der DFB lehnen eine Schadensersatzzahlung und die Wiedereingliederung in die Regionalliga mit der Begründung ab, dass der SV Wilhelmshaven auch ohne die Ankündigung zum Zwangsabstieg zum Ende der Hinrunde sportlich abgestiegen wäre. Dem hält der SV Wilhelmshaven entgegen, dass eine Motivation zum Klassenerhalt schon deshalb nicht mehr in der Mannschaft gegeben sei, weil man auch im Falle einer sportlichen Qualifiaktion auf jeden Fall abgestiegen wäre.


    Es steht aufgrund der unterschiedlichen Auslegung der Rechtsfolgen ein weiteres Zivilverfahren in Aussicht, weil die ordentlichen Gerichte bereits festgestellt haben, dass die Verbandsstatuten nicht mit nationalem Gesetz in Einklang stehen. Die Verbände beharren jedoch nach wie vor darauf eine parallele Sportgerichtsbarkeit fortführen zu wollen. Verlieren die Verbände auch den Prozess über die Schadensersatzzahlung und Wiedereingliederung in die Regionalliga dürfte es ein Rattenschwanz an Klagen aufgrund unrechtmäßiger Transferzahlungen (wie dies bereits 2014 vom OLG Bremen festgestellt und vom BGH nicht widersprochen wurde) sowie Schadensersatzforderungen aufgrund nicht rechtmäßiger Zwangsmaßnahmen der Sportgerichte gegenüber den Vereinen geben.


    Sollte es keine außergerichtliche Einigung zwischen dem SV Wilhelmshaven und dem NFV bzw. DFB geben, kann das gesamte Transfersystem mit Ausbildungsentschädigung und Sperre im Nachwuchs-Amateurbereich aus den Fugen geraten. Ich denke alle Parteien sind sich einig, dass es zuverlässige Regeln braucht. Allerdings bedarf es offensichtlich Korrekturen, weil die Rechte von Nachwuchssportlern durch die Transferregelungen unangemessen stark eingeschränkt wurden. Wenn es darüberhinaus noch möglich ist, dass internationale Sportgerichte zwecks Durchsetzung ihrer Forderungen in den nationalen Ligabetrieb eingreifen dürfen, ohne nationales Recht zu respektieren, dann ist Willkür Tür und Tor geöffnet. Gerade das System um den designierten FIFA-Chef Blatter hat gezeigt, dass man dort etwas genauer hinschauen sollte, wo größere Geldbeträge fließen und nicht klar ist, wer aufgrund welcher Veraussetzungen Forderungen stellen kann.

    Ich muß leider eure Hoffnungen ein wenig dämpfen. Der Torwart-Leitfaden nehmen zwar immer neuere Tendenzen auf, aber es fehlt weiterhin an dem Fachpersonal, um die Inhalte zu vermitteln. Insofern ist es bislang immer nur ein Versprechen in die hohle Hand, dass sich auf breiter Ebene die Talentförderung für Torleute auf den DFB-Stützpunkten deutlich verbessert.


    Allerdings ist zu begrüssen, dass der BFV mehr Initiative bei der Torwartausbildung unternimmt und nicht wie die meisten anderen Verbände auf den "großen Wurf" des DFB in dieser Frage wartet.


    Jeder erfahrene Mannschaftstrainer weiß, wie ein Torwartbewegungsablauf falsch und wie er richtig ausschaut. Aber ihm fehlt das Wissen und die Erfahrungen darüber, wie er in der jeweiligen Alters- und Leistungsstufe mit Übungen und Hinweisen die TW-Fehler korrigieren kann. Dabei liefert der Leitfaden allein noch keine ausreichende Hilfe. Denn dazu ist das Thema zu komplex geworden.


    Ich hoffe ja, dass es im nächsten Jahr auch eine Reform in der Ausbildung gibt. Denn ohne entsprechende TW-Trainerwissen und -fähigkeiten nützt auch die Broschüre nicht viel.

    @Don Quijote


    Du kannst versichert sein, die liegen im umfassenden Maße vor.


    Allerdings werde ich mich hier nicht auf eine Diskussion a la "das Hemd ist mir näher als die Hose" einlassen, mit der für gewöhnlich Mittel und Maßnahmen begründet und geheiligt werden sollen, deren Nachhaltigkeit bezweifelt werden muß.


    Gerade das Spiel von Auswahlteams muß perspektivisch betrachtet werden, anstatt es auf das Spielergebnis zu reduzieren. Es geht primär um die Entwicklung von Einzelspielern, weshalb alle Teammitglieder vom Coaching profitieren sollen. Vom Coaching als "Sofortmaßnahme" zur Ergebnisoptimierung halte ich nichts, weil hierbei Inhalte vom Training aufs Spielfeld übertragen werden sollen. Denn etwas hinlänglich im Training zu verstehen und im Spiel auszuprobieren ist etwas anderes, als Traineranweisungen Folge zu leisten, um ein Spiel zu gewinnen! Im letzeren Falle soll das Mittel den Zweck heiligen.


    Die Aussage von @Schimanski über die Unbefangenheit deuten darauf hin, als das dort das Coaching gezielt eingesetzt wurde und nicht als Sicherheitsinstrument ein Spiel zu gewinnen.

    Was hältst du denn von dem Ausbildungsleitfaden des DFB?

    Ich denke, man sollte wissen, das beim Mädchen-Torwarttraining im DFB sehr viel mehr Aufbau-Arbeit geleistet werden muß, als wenn im Jungenbereich bereits sehr gut ausgebildete Keeper ihre ersten Länderspieleinsätze bekommen.


    Eine weitere Schwierigkeit liegt daran, dass man auch mit Mädchenbereich aufgrund der zunehmenden Spieldynamik die Technik kaum noch von der Taktik trennen kann.


    Beispiel 2. Trainingsphilosophie
    Schaut man sich die 3 Bilder an, dann wird für Jedermann klar, dass zur Fehlererkennung das Soll- und das Istbild gedanklich übereinander gelegt werden soll.


    Doch kann ein großer Unterschied in der Trainings- und Spielsituation liegen, die durch Balldruck und Gegnerdistanz hervor gerufen wird, wodurch ein anderer Ballaufnahme-Technik nötig werden kann. Ist der Balldruck so, das man dem Ball entgegen laufen muß, weil der Gegner sonst zuerst am Ball wäre, so kann man den Ball besser in der normal laufenden Bewegung aufnehmen. Ist die Schußdistanz kurz und der Balldruck hoch, dann kann die Fußabwehr das bessere Mittel sein, weil der Weg der Arme nach unten zu lang sein könnte.


    D.h. bei jeder Technik sollte die Frage an den Keeper gestellt, wofür man sie überhaupt einsetzen kann und wo ihrer Einsatzgrenzen liegen.


    Torwarttraining ist Detailtraining, deshalb müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Hierzu findet man einen wichtigen Schlüssel in der Broschüre auf Seite 8.


    "Eine gute Trainer/in guter Trainer zeichnet sich vor allem dadruch aus, das sie/er die Fehler der Torhüterin erkennt, sie in Worte fassen kann und Hinweise bzw. Übungen parat hat, mit denen sie abgestellt werden können. Darüber hinaus mus sie/er die Ursache für den auftretenden Fehler ermitteln."


    Auch wenn die Bezeichnung "Fehler abstellen" eher eine Wunschvorstellung entspricht, kann man doch sagen, dass der Kern der Trainerarbeit knapp und gut dargestellt wird.


    Sehr gelungen sit auch die ab Seite 18 kommentierten Bilder, in denen man sogar die Bewegungsdynamik erkennen kann.


    Kleine Fehler haben sich jedoch auch hier eingeschlichen, so z.B. auf S. 22, Abkippen halbhoch. Durch die ungünstige Position des Fotografen wird nicht ganz deutlich, dass die Keeperin über die Fußspitze (statt wie vielleich angenommen im seitlichen Bogen) abkippt. Auch beim Adruck halbhoch würde ich mir zwischen 4 und 5 noch den Moment der Landung wünschen, weil gerade hier die Gefahr groß ist, dass der Ball bei falscher Landung wieder aus den Händen gleitet. Auch auf S 25 (Abdruck zum flachen körperfernen Ball vom Körper weg) sollte noch eine Abbildung zu finden sein, aus der zu erkennen ist wie die Landung sein sollte. Denn hier kann ein kleiner Fehler (z.B. Landung auf den Ellenbogen) eine Schulterzerrung verursachen.


    In der Broschüre fürs Jungen-Torwarttraining war für den Leser nur ein kleiner Teil und in der Hauptsache die Defensivaktion zu erkennen. Die neue Broschüre will dadurch gefallen, als das der Betrachter die gesamte Torwart-Aktion, vom Schützen beginnend betrachten kann.


    Für Torwart-Trainer mit Vorkenntnissen kann ich die Broschüre empfehlen. Alle Anfänger werden jedoch auf Fragen stoßen, die hier nicht explizit erläutert werden, weil sich die Autoren mit hochgeabten Talenten beschäftigen und sich vermutlich wenig den Kopf darüber machen, was die Nachwuchskeeper im Bretensport so alles anstellen?


    Weil gerade die Keeperinnen aufgrund ihrer geringeren Körperlänge und Sprungkraft häufig Probleme mit hohen Bällen haben, hätte ich mir hier noch die Technik, den Bewegungsablauf und Korrekturhinweise für die "vorwärts orientierte Rückwärtsbewegung gewünscht"! Denn es gibt ja nicht nur den Fall (siehe S 46), das ein Keeper den hohen Ball zu spät erkennt, sondern das er mit lang ausgestrecktem Körper rückwärts orientiert gleichzeitig seine Position anpassen und abwehrbereit sein möchte. Als Ergebnis sieht man sie/ihn beim Sprungversuch wie eine "Bleiente" nach hinten wegfallen.


    Abschließend kann ich sagen, dass das DFB-Mädchen-und Frauen-TW-Trainerteam seit Jahren dort hervorragende Ausbildungsarbeit leistet, wo es in den Vereinen weitgehend nicht möglich ist.

    El Rondo


    Vielen Dank für den Link. Ich hab mir mal die Übung herausgegriffen, in der die Mannschaft den Torwart den Ball per Volleyschuß zuspielen und der Keeper den Ball anschließend dem Schützen in den Lauf zurück rollen soll.


    Auffällig ist, dass die meisten Spieler die Rolle des Torwarttrainers nicht einnehmen können, weil:
    1. ihnen der Volleyschuß aus der Hand technische Probleme bereitet
    2. die Streuung des Balles sehr groß ist
    3. die Streuung der Schußhärte sehr groß ist
    4. das Timing zwischen den Schüssen sehr unterschiedlich ist


    Wer einen Torwart trainieren will, sollte zunächst einmal einige Voraussetzungen mitbringen. Dazu sollte er sämtliche Schußtechniken soweit beherrschen, als das er gleichzeitig des kompletten Bewegungsablauf des Keepers beobachten und ggf. korrigierend eingreifen kann. Eine Korrektur kann jedoch nur dann gelingen, wenn auch in den darauffolgenden Aktionen der Schuß, Paß, Wurf so präzise und mit dem gewünschten Druck erfolgt, als das der Keeper jeweils einen unmittelbaren Vergleich mit der vorherigen Situation herstellen kann, damit er Verbesserung erkennt und sie beim nächsten Spiel auch einsetzen kann.


    Schon nach kurzer Zeit greift der Trainer in die Übung ein, weil ein Volleyschuß nicht körpernah, sondern ins lange Eck ins Tor geht. Der Trainer hat zu Beginn der Übung darauf aufmerksam gemacht, dass der Keeper immer wieder in seine "mittige" Grundposition zurück kehren soll. Hier ist jedoch der Punkt, ob man dem Keeper die notwendige Zeit gibt, um zu seiner Standardposition zurück zu kehren? Fehlt ihm die Zeit, weil die Partner in Reih und Glied stehen, sich auf ihre Aufgabe konzentrieren und so gar nicht mitbekommen können, dass der Keeper die letzte Aktion noch gar nicht abgeschlossen hatte, dann kann der Eindruck entstehen, der Keeper hätte grundsätzlich ein Verständnisproblem im Stellungsspiel, weil er beim Schuß noch zu weit am kurzen Pfosten stand?


    Die Frage, was es bringt, wenn man den Torwarttrainer durch Mannschaftsspieler ersetzt läßt sich einfach beantworten: Für die Mannschaft höchstwahrscheinlich Langeweile, weil sie Übungen machen sollen, von denen sie selbst nichts haben und darüberhinaus lange Wartezeiten haben. Für den Torwart bringt es keine neuen Erkenntnisse, weil die technische Ausführung nicht allen Spielern gelingt sodas er zu früh ermüdet.


    Der einzige Unterschied zwischen der "klassischen Ballbatterie" früherer Tage und dem Video ist, dass der Torwart den Ball wieder ins Spiel bringen darf.