Beiträge von TW-Trainer

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    Ich verstehe die Botschaft deiner Antwort nicht TW-Trainer. Ich habe über das Coaching während des o.a. Spiels gesprochen und keine Grundsatzdiskussion zum Coaching angefangen.

    Ich habe auf deinen Hinweis, defensiv zu coachen und offensiv nicht den Coachingzweck hinterfragt? In meinen Augen sollte man hier keinen Unterschied machen, weil alle Spieler das Recht haben vom Trainer hilfreiche Hinweise zu erhalten.


    Allerdings sollte die Hauptarbeit im Training liegen. Denn was dort nicht klappt, wird wahrscheinlich auch im Spiel nicht funktionieren.


    Eine häufig beobachtete, extreme Form des Coaching stellt sich mir da, wenn ein Trainer präventiv fortwährend "Sicherheitswarnungen" hineinruft, damit bestimmte Situation vermieden werden, bei der der Gegner eine Torchance erhält. Tore fallen durch Fehler - aber die kommen in beiden Teams vor, weshalb Fehler nur dann zum Torerfolg führen, wenn die eigene Offensive die gegnerischen Fehler für sich ausnutzen kann.


    Weil beide Teams aus Auswahlspielern bestanden fand ich den Hinweis, dass hier der NLZ-Trainer seinen Spielern weniger Raum zur Entwicklung der eigenen Kreativität gegeben hat, durchaus O.K. Denn obwohl sich beide Bereiche gegenseitig unterstützen sollten bei der Ausbildung von Talenten, nehmen sie ihre Aufgaben durchaus unterschiedlich wahr, wie Schimansky nachvollziehbar beschreiben konnte.

    @TW-Trainer
    ...aus deiner Position und Erwartungshaltung heraus kann ich die Enttäuschung schon verstehen.
    Doch ich denke nicht, dass von Seiten des DFB hier der "große Wurf" geplant war, sondern vielmehr
    dem Breitensport eine allgemeine Anregung gegeben werden sollte, den TW ohne großen Mehraufwand öfter sinnvoll mit einzubinden.

    Wenn es wenigstens dabei ein kleiner Schritt wäre, da wär ich schon zufrieden gewesen. Aber es enthält bis auf die Übungsskizzen nichts substanzielles. Man gewinnt vielmehr das Gefühl, dass der Torwart so eine Art von Höhlenmensch ist, der ja schließlich auch irgendwie in die Moderne angekommen wäre.


    Denn egal, für welche Altersstufe man eine Trainingseinhelt entwickelt, sie sollte immer ein Gewinn für die Teilnehmer sein, weil sie sich treffen, um mit großer Begeisterung für das nächste Spiel zu trainieren.


    Das große Problem ist, dass einige wenige Torwarttrainer in den Profivereinen sehr viel Know-How besitzen. Denn es ist kein Zufall, dass wir seit vielen Jahren Keeper auf Weltklasseniveau ausbilden. Andererseits kommt von diesem Know-How nichts in der breiten Masse an, weil der DFB die helfenden Hände aus den Proficlubs abgewiesen hat.


    Aber wir brauchen auch in der Masse gute Keeper für alle Ligen, weil der Torwart eine wichtige Schlüsselfigur im Spiel ist. Seine Aufgaben haben in den letzten 10 Jahren derart zugenommen, als das sich der DFB endlich dieser Aufgabe stellen sollte, hier etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen.


    Den "großen Wurf" habe ich jetzt gar nicht erwartet! Aber sie genügt m.E. nicht einmal einfachsten Ansprüchen. Es sei denn, man hätte sie mit der Absicht Online gestellt die These: "Der Torwart trainiert die Mannschaft- die Mannschaft trainiert den Torwart" ad adsurdum zu führen? Kurios ist jedoch, dss These für alle Altersgruppen gemeint war, hier jedoch ein Hinweis erfolgt, dass die Trainingseinheit für Senioren und Ü35 gedacht ist. Vielleicht hat man sich gedacht, da kann man noch am wenigsten kaputt machen, weil die ohnehin ihren Lernprozeß weitgehend abgeschlossen haben?

    @Mapo


    Gerne! Sag mir einfach für welches Alter, Geschlecht und Liga du es haben möchtest!



    dann leg Du doch mal ein Konzept vor zur Torhüterausbildung!


    Gibt es längst! Findest du hier auch in grober Form beschrieben.


    Du scheinst meinen Kommentar nicht richtig verstanden zu haben? Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass ein Training nur dann sinnvoll sein kann, wenn die Mannschaft und der Torwart in einer Situation, in der sie selbst keine Lösung finden, eine Trainerunterstützung bekommt. Da reicht nicht die Beschreibung, auf etwas "aufmerksam" zu machen, sondern es müssen Korrekturhinweise erfolgen, damit durch kleine Veränderungen große Wirkungen erzielt werden können.


    Zunächst war ich sehr angetan das sich der DFB endilich auch mal mit dem Keeper beschäftigt. Gespannt war ich, wie man die These: "Der Torwart trainiert die Mannschaft - die Mannschaft trainiert den Torwart" in einer Trainingseinheit nunmehr begründen will?


    Was soll also ein Torwart beim Training für sich mitnehmen, wenn die Mannschaft keine Ahnung hat, wie man einen Torwart trainiert und was soll die Mannschaft von einem Torwart lernen, der ihre Aufgaben nur lückenhaft kennt? Es fehlt auf der einen wie auf der anderen Seite das Wissen und die Fähigkeiten eines Trainers. Welchen Sinn sollte sonst eine Traineraufgabe haben?


    Positiv am DFB-Beitrag ist nach meiner Meinung, dass man nun auch dort erkannt hat, dass eine Torwartaktion nicht zwangsläufig mit einem Gegentor" endet, sondern mit einer Spieleröffnung fortgesetzt werden kann. :D


    Doch sind die daraus zu folgenden Schüsse zu erkennen, wie denn eine Torwartaktion ohne/mit Gegnerdruck anhand der Trainingseinheit spielnah gestaltet werden kann? Findet man entsprechende Hinweise über spielnahe Situationen, wie:


    - die Defensive ist aufmerksam und agiert auf eine mögliche "Nachschussmöglichkeit" des Gegners wenn der Torwart den Ball evl. doch nicht nicht festhalten kann.
    (wenn Übungen immer mit dem Torabschluß enden, dann wird eine künstliche Pause zwischen defensiver (Ballabwehr) und offensiver (Spieleröffnung) gelegt, die sich jedoch im Wettkampf ungünstig erweist)
    - für die Spieleröffnung laufen die Mitspieler nach taktischer Vorgabe geordnet in die freien Räume
    - der Anspielpartner sollte sich in einer "offenen Position" ohne Gegnerdruck (z.B. durch Seitenwechsel) befinden
    - zur Ballmitnahme in Paß- oder Laufrichtung sollte der ballferne Fuß eingesetzt werden (ballnahe Mitspieler sichern die Offensivaktion ab, in dem sie in freie Räume starten


    Zwar wird auch hier nur der Moment der Spieleröffnung beschrieben, dennoch findet man Hinweise auf das Verhalten von Torwart und der Mannschaft.


    Der Hinweis: die Mannschaft solle auf die Technische Ausführung eines Ballwurfes achten inpliziert auch die Fähigkeit bei fehlerhafter Ausführung Hilfestellung für Korrekturen liefern zu können. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das dafür notwendige Fachwissen vorhanden ist, um wenigstens kleine Verbesserungen zu erzielen. Denn welchen Grund sollte es sonst haben, dass die Mannschaft den Torwart trainiert?


    Das Torwarttraining findet hier vielfach nur als Einzel-, Partner- oder Kleingruppentrainng statt. Hierbei wird der Gegnerdruck sowie die Spieleröffnung lediglich angedeutet. Es finden aber keine echte Simulation statt, denn dazu müßte man eine komplette Aktion: 1. gegnerischer Angriff, 2. Balleroberung durch den Torwart, 3. Spieleröffnung durch den Torwart mit anschließender Angriffsaktion statt.


    In anderen Ländern hat man dieses Problem mangelnden Wissens von Mannschaft und Mannschaftstrainer über die Torwartarbeit erkannt. Dort nimmt dann der Torwarttrainer die Trainingseinheit mit Torwart und Mannschaft wahr, wenn der Schwerpunkt beim Torwart liegt. Hierdurch wird deutlich, dass die Torwartaktion nicht in Defensiv- und Offensivaktion getrennt werden darf, sondern eine Torwartaktion erst mit einer erfolgreichen Spieleröffnung beendet ist. Macht der Torwart einen groben Fehler bei der Spieleröffnung oder ist seine Manschaft nicht darin ausreichend trainiert, so eröffnet sie dem Gegner sofort einen guten Torabschluß. Dies setzt allerdings voraus, das auch der Torwarttrainer über ausreichende Kenntnisse im mannschaftstaktischen Bereich besitzt. Damit sich die Vereine sicher sein können, einen gut ausgebildeten Torwarttrainer zu bekommen, wird dort die Trainerausbildung mit einer Lizenzprüfung abgeschlossen.


    Wenn beim DFB nicht mehr Kompetenz für die Aufgaben eines Torwart vorhanden ist, dann ist das in meinen Augen ein Armutszeugnis. <X


    Allerdings freue ich mich schon jetzt auf die Ablösung in der Verantwortlichkeit und hoffe auf eine Reform, um unseren Torwartnachwuchs auf sehr breiter Ebene eine gute Ausbildung zu geben. Das sich diese Aufgabe durchaus lohnt, zeigen uns die Schweizer Kollegen schon seit Jahren. Denn die dort ausgebildeten Keeper haben sich zu Exportschlagern entwickelt.

    Liebe Trainerfreunde,


    nach vielen Jahren des Wartens, ob denn auch die Torleute sich irgendwann einmal über eine Trainingsunterstützung freuen dürfen, ist nunmehr eine Trainingseinheit für Senioren unter dem Link: http://training-service.fussba…ter-2117/#!/section/stage
    nachzulesen.


    Die Idee, das ja meistens dank der Hilfe eines guten Torwarts nach einer gegnerischen Flanke der Torwart zur Stelle ist und das eigene Spiel eröffnet, mag ja noch postiv bewertet werden. Doch was dann an Anregungen zu finden ist, ja das ist einfach ein Armutszeugnis. Aber schaut es euch den verfrühten Aprilscherz selbst an.


    Nachfolgend ein paar Beispiele, warum es grober Unfug ist, anzunehmen, die Mannschaft oder ein Mannschaftstrainer ohen spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten konnten den Torwart trainieren:



    Aufwärmen 1:
    Tipps und Korrekturen


    • Zunächst flach zuspielen und abrollen. Die Anforderungen dann kontinuierlich steigern (siehe Variationen).
    • Beim Wechsel der Spielrichtung mit dem jeweils anderen Fuß zuspielen.
    • Auf eine korrekte Technik beim Abrollen/Abwerfen achten.

    Wie soll ein "...kontinuierlich steigern) statttfinden, wenn der Torwart bei einem bestimmten Schwierigkeitsgrad schon nicht mehr allein weiterkommt und ihm weder Mannschaft noch Trainer erklären können, was er anders machen muß, damit es funktioniert?


    Wie und vor allen Dingen bringt denn die Mannschaft und der Trainer einem Seniorenkeeper, der in den letzten 20 Jahren lediglich einen Fuß fürs Paßspiel eingesetzt hat, nun bei den anderen Fuß so einzusetzen, als das der Ball mit der gewünschten Präzision und Druck beim Mitspieler auf der anderen Seite landet?


    Wie sollne Trainer und Mannschaft (auf eine korrekte Technik beim Abrollen/Abwerfen achten.), wenn sie selbst nicht wissen, wie man von einer nicht korrekten zu einer korrekten Technik gelangt?


    Na ja und so geht das fortlaufend weiter in den Kommentaren! Mal soll der Keeper darauf achten, dass der Ball flach beim Mitspieler ankommt, ohne dabei zu erwähnen, dass dies von der Technik und der Distanz abhängt, sodass der Ball noch irgendwie in der Vorwärtsbewegung des Mitspielers ankommt. Ob denn der Mitspieler sich ohne Gegnerdruck in einer offenen Position befindet - egal!


    Es wird sogar lustig! Da soll der Torwart (u.a. von den Mitspielern) dazu ermuntert werden aus dem aktiv Tor heraus zu kommen. Beim nächsten Spiel ruft dann die gesamte Abwehr nach dem Torwart, anstatt das der Torwart seiner Abwehr das Kommanod gibt, das er den Ball fangen will?
    Fast noch lustiger ist der Hinweis, dass der Torwart bei eigenem Ballbesitz herauslaufen soll. Leider fehlt der Hinweis wohin der denn rennen soll, wenn doch noch nicht Halbzeitpause oder Schluß ist, um als Erster bei der Flasche Bier zu sein!


    Mein Fazit ist, dass der Torwart nach wie vor als der größte Trottel angesehen wird. Seine Fähigkeiten kann Jedermann leicht erlernen, wenn der Torwart von der Mannschaft "richtig" trainiert wird!


    Weiter so :thumbup: ? Nein hoffentlich nicht!

    @Mapo


    Es ist nicht nicht einfach zwischen der Theorie eines nachhaltigen Ausbildungsprozesses und der Praxis situativen Handelns die "goldene Mitte" zu finden.


    Hinzu kommt, dass nicht nur die Spieler, sondern auch ihre Trainer zu Fehlern neigen. Leider fehlen oftmals die Betreuer dieser Trainer, um anschließend über Coachingfehler zu sprechen. Denn welcher Trainer ist schon perfekt?


    Die Leistung eines Trainers wird leider sehr häufig an den Ergebnissen seiner Mannschaft gemesen. Man setzt dabei einem besonders erfolgreichen Trainer genauso schnell ein Denkmal im Veein, wie man bei nachlassendem Erfolg daran pinkelt.


    Aber wollen wir uns lieber mit dem Kinder- und Jugendfussball beschäftigen. Hier geht es darum, fussballerische Fähigkeiten entwickeln, gemeinsam mit den Eltern und anderen Instiitutionen eine soziele Kompetenz für interaktives Handeln im Team zu schaffen, um ein stabiles Fundament für spätere, höhere Herausforderungen zu schaffen.


    In diesem Rahmen ist das Coaching ein besonderes Element, einen zusätzlichen Leistungsansporn für jeden Einzelnen und damit auch fürs Team zu schaffen.


    Kommen wir nun zur Frage nach den Inhalten des Coachings sowie der Intensität des Coachings? Für mich ist Coaching weitaus mehr Anweisungen im Spiel zu geben, um Tore zu verhindern.


    Um möglichen Antworten dafür näher zu kommen, sollte man ein wenig in der Geschichte des Fussballs ausholen. Früher fand ein Lernen weitgehend als Frontalunterricht statt. Der Lehrer macht etwas vor und alle Kinder machen es solange nach, bis es auch der letzte Depp kann.
    Auch in der Trainingslehre gab/gibt es die Häufigkeit der Wiederholung. Spitzensportler trainierten manchmal täglich 8 Stunden und mehr. Aber auch hier haben diverse Spezialisten aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen gezeigt, dass man durch kleine Veränderungen statt monotone Wiederholungen weitaus größere Effekte erzielen kann.


    Im Kinder- und Jugendfussball beschäftigen wir uns jedoch noch nicht mit Perfektionierbarkeiten einzelner Positionen, sondern einer vorherigen breiten Ausbildung, um ein allgemeines Verständnis für die Facetten eines Spiels zu entwickeln.
    Früher lagen die Schwerpunkte der Trainerarbeit in der Technik, Sprintschnelligkeit und der Kondition. Gerade letzeres führe dazu, dass auch sehr viel Training ohne Ball stattfand.


    Heute werden spricht man von spielnahem Training, bei der die Handlungsschnelligkeit ein bedeutsamer Faktor geworden ist. Dennoch werden es wohl immer die Stars in ihrer unnahcharmlichen Art sein, die das Salz in der Suppe ausmachen. Im allgemeinen sollte man den Begriff der Handlungsschnelligkeit restriktiv mit der -effektivität in Verbindung setzen, weil sie erst durch die Zielorientierung: Tore schießen - Gegentore verhindern - überhaupt eine Bedeutung hat.


    Ein noch weitgehend undiffinierter Bereich ist die Leistungsbereitschaft. Matthias Sammer hat es mal als "Siegergen" beschrieben, was allgemein unter den 110 % an Leistungsbereitschaft verstanden wird, ohne zu beschreiben, was denn alles darunter zu verstehen ist.


    Doch gerade die Körpersprache als äußeres Zeichen von Willensbereitschaft ist im Erwachsenenbereich kaum noch trainierbar. Kinder müssen also stark gemacht werden, anstatt sie zu fremdgesteuerten Duckmäusern zu machen. An diesen für jederman erkennbaren Merkmalen muß sich also auch Coaching messen lassen. Sowohl vom Inhalt des Hineingerufenen als auch von der Häufigkeit. Wer zu wenig lobt und zuviel kritisiert, der wird KInder nicht so stark machen, damit sie in ihren Herausforderungen später besser selbständig richtige Entscheidungen treffen können.


    Erfolgreich spielen wollen sowohl der NLZ als auch der Stützpunkttrainer. Allerdings mag aufgrund der engeren NLZ-Strukturen dort die Ergebnisse häufiger Diskussionsstoff sein?


    Jedoch gilt es u.a. auch die Frage zu klären, ob die Theorie nur dann gut ist, wenn sie auch in der Praxis erfolgreich anwendbar ist? Stellen wir uns deshlab die Frage, wie ein Trainer reagieren sollte, wenn der "rechte Verteidiger" ausgerechnet bei den Trainingseinheiten gefehlt hat, in denen das Einrücken trainiert und erläutert wurde? Soll der Trainer schweigend zuschauen, wie der Gegner die Schwäche beim eigenen rechten Verteidier erkannt und ein Tor nach dem Anderen schießt? So er darauf hoffen, dass die Mannschaftskameraden, die dabei waren, ihrem Kollegen zur Hilfe eilen? Oder soll er durch klare Kommandos diesem Spieler sagen, was er zu tun hat, um es beim nächsten Training auch ihm zu erläutern?


    Wann wird die Mannschaft und insbesondere der "rechte Verteidiger" darauf reagieren?


    Definiert sich ein Jugendtrainer im Bereich des Coaching anders als ein Trainer im Seniorenbereich? Wenn ja, wo genau müßte der Jugendtrainer auch im Coaching anders reagieren als ein Seniorentrainer?

    Woran macht du fest, dass NLZ´s nach Trainervorgabe spielen?

    Na, ich denke, das läßt sich wohl schon dadurch erklären, dass man in einem NLZ mehr gemeinsame Stunden miteinander verbringt, weshalb hier mehr Detailarbeit stattfinden kann als in einer Auswahl.



    Ich finde es generell sinnvoll die Jungs defensiv zu coachen, um ihnen damit zu helfen, da es ja meistens die Fehler im eigenen Verhalten sind, die zu Gegentoren führen (keine Fehler, keine Tore).

    Auch, wenn es sich hier um Talente handelt, brauchen sie Zeit und viel Geduld, um sich in einer angstfreien Umgebung entwickeln zu können. Ein Coaching sollte gerade bei der Entwicklung von Fähigkeiten die positiven Elemente ansprechen, um Mut zu geben, statt die Fehler und die Gegentore als Coachingziel in den Fokus zu stellen.


    Doch das geschieht häufig so, wie du es beschreibst, weshalb es interessant sein könnte, was dahinter stecken könnte? Was kann einen Trainer dazu motivieren, das Spiel seiner Mannschaft wie folgt zu beschreiben: die Angreifern sind sehr kreativ, lediglich an der Torchancenverwertung müssen sie noch arbeiten. In der Abwehr gab es individuelle Fehler und in einigen Fällen katastrophales Abwehrverhalten.


    Kann man Angreifer am besten durch Lob zu besseren Leistungen bewegen und Abwehrspieler durch Kritik?


    Weil jedoch im Wettkampf die eigenen Leistungen immer im Zusammenhang mit denen des Gegners zu sehen sind, sollten sie auch berücksichtigt werden! Das findet jedoch häufig nicht statt! Man kann sogar das Gefühl bekommen, die Trainer beider Mannschaften hätten unterschiedliche Spiele gesehen? Doch in bestimmten Situationen empfinden beide Trainer gleich: die eigenen Tore lösen Euphorie aus, die Gegentore Verärgerung. Doch ist das allzumenschliche Verhalten während oder kurz nach einem Spiel dazu in der Lage, bereits eine wertvolle Anlayse zu liefern, wie man sein Team und jeden einzelnen Spieler weiterentwickelt? Ich meine, der Wert dieser Aussagen ist im Kontext zu den anschließenden Überlegungen zu sehen. Denn schon am nächsten Tag kann sich ein anderes Bild erschließen, indem die Leistung des eigenen Teams endlich auch an der des Gegners gemessen wird.


    Für die nachhaltige Förderung ist es wichtig, auch die Leistungen des Gegners ins rechte Licht zu rücken. Deshalb fand ich @Schimanski Beobachtungen als hilfreich seine eigenen taktischen Vorstellungen darauf hin zu überprüfen.


    Coaching ist ein sehr gutes Instrument, um durch Lob die guten Aktionen zu fördern. Es sollte sorgfältig eingesetzt werden, damit es in der gesamten Mannschaft seine positive Wirkung zeigt.

    @Goncare
    In der FPL sollen die Kinder selbst das entscheiden, was sonst ein Schiedsrichter entscheidet. Also auch, ob es ein Foul war oder nicht? Weil aber F-Jugend-Kinder (wie fast alle Laientrainer) noch nicht "regelsicher" sind, kann es auch hier zu falschen Entscheidungen kommen.


    Allgemein ist zu beobachten, dass das spiel nur selten von den Kids (wegen Foul) unterbrochen wird. Diese Form erinnert ein wenig an den früheren Straßenfussball, in der auch nur unterbrochen wurde, wenn es sich um ein für alle Beteiligten sichtbares, klares Foul handelte. Unterbrochen wird aber auch, wenn kein Foul vorliegt, sondern ein Kind am Boden liegen bleibt, statt gleich wieder aufzustehen.


    Nur dann, wenn sich die Kinder mal nicht einig werden, sollen die beiden Trainer der Teams gemeinsam entscheiden, damit das Spiel weitergehen kann. Aber dieser Fall tritt immer seltener ein, je mehr Erfahrungen die Kinder mit den Regeln der FPL haben.


    Weil in diesen Altersgruppen ohne angesetzte Schiedsrichter gespielt wurde, mußten Eltern/Trainer in diese Rolle schlüpfen. Das hat mehr oder weniger gut geklappt, weil man bei häufigen Pfiffen für oder gegen eine Mannschaft perse eine Parteilichkeit vom Schiedsrichter unterstellt hat und es leider hin und wieder auch zu gewalttätigen Streitigkeiten unter den anwesenden Erwachsenen gab.


    Für die Zuschauer und Trainer hat die FPL eigentlich fast nur Vorteile:
    - es wird "emotional Druck vom Kessel genommen", weil die Kinder alle wichtigen Entscheidungen auf dem Platz treffen und die Erwachsenen lediglich Beobachter sein dürfen
    - aufgrund der Distanz zum Spielfeld wird weniger ins Spiel hineingerufen, wodurch insgesamt eine ruhigere Athmosphäre herrscht
    - die Kinder fühlen sich in dieser angstfreien Umgebung wohler, als wenn sie per "Joystick" von den Erwachsenen übers Spielfeld gelenkt werden sollen
    - die Kinder trauen sich mehr zu, weil sie jede Situation als Erlebnis wahrnehmen dürfen, statt für ihren Trainer/Eltern unter Einsatz fairer wie unfairer Mittel den Sieg zu holen
    - alle Spieler behandeln sich fair, weil in dieser Altersstufe eine feine Antenne für den Gerechtigkeitssinn vorhanden ist.


    Leider gibt es aber auch Veranstaltungen, wie sie von @Goodie und @Ersatzbank beschrieben werden, in denen die anderen Rahmenbedingungen in der Halle von verantwortungslosen Volltrotteln dazu mißbraucht werden, um es diesen "FPL-Warumduschern" mal richtig zu zeigen, was "echter Fussball" ist!


    @Das Huhn spricht sogar von einen parallelen Scheinwelt, weil man eben nicht damit rechnen darf, dass sich alle Gegner an die FPL-Regeln halten. Demgegenüber hatte ich erwähnt, dass Menschen mal freiwillig und mal mit sanften Druck Veränderungen verinnerlichen.


    Eigentlich hat man eine sehr große Chance, wenn Kinder feststellen, dass die Unterstützung der Erwachsenen durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen ihr Hobby in angstfreier und würdevoller Umgebung sehr viel interessanter macht.


    Weil es sich hier um sportliche Herausforderungen handelt, hat jeder Trainer die Möglichkeit sein Team im Training so gut auszubilden, als dass sie beim Ausprobieren im Wettkampf besonders häufig Erfolgserlebnisse wahrnehmen, sodass bei ihnen mehr als nur ein 1 : 0 an Erfahrungen hängen bleibt.

    @Spieler-papa
    Diese Frage kann man generell gar nicht beantworten, weil sich das klassiische Rollenverhältnis (Mädchen spielen mit Puppen, Jungs spielen Fussball) verändert und es eine große Bandbreite im individuellen Verhalten gibt. Da kann es auch Mädchen geben, die permanent dazwischen quatschen, anstatt zuzuhören und es kann Jungen geben, die jedes Wort aufnehmen.


    Hin und wieder gibts jedoch große Überraschungen, wenn sich Jungen/Mädchen neben dem Platz besonders ruhig verhalten, aber sobald sie den Rasen betreten total ausflippen.


    Ich möchte damit zum Ausdruck bringen, dass es so gut wie nichts gibt, was es nicht gibt. Ganz besoders, wenn es sich nicht um rein geistige, sondern um eine Mischung von geistiger und körperlicher Aktiviät geht.


    Ansonsten kann ich @betreuer72 beipflichten, dass nicht der Altersunterschied, sondern auch ein Standing im Team über die sportlichen Fähigkeiten die Rolle bestimmt.
    Das Mädchen in diesem Alter die Jungen meistens albern finden, daran scheint sich nicht viel geändert zu haben. Ist jedoch der Altersunterschied zwischen den Mädchen untereinander groß, dann wird man eine ähnliche Einschätzung der Älteren gegenüber der Jüngeren feststellen. Aber mit dieser Situation wird eine Tochter frühestens in 6 Jahren konfrontiert werden, wenn sie von den B-Juniorinnen in den Frauenfussball wechselt.

    @Leverkusener


    Das BGH ist das oberste deutsche Zivilgericht. Es wird dann angerufen, wenn es generell strittige Rechtsauslegungen gibt. In diesem Fall entschied es, dass die Zahlung nichtig ist, weil die internationalen Regelungen nicht im DFB und auch nicht in den Verbandsstatuten verankert waren.


    Das OLG beschäftigte sich mit der Transferregelung (Zahlung einer Ausbildungsentschädigung, Sperre) von Jugendlichen und kam zivilrechtlich zum Urteil, dass die aktuelle Regelung aus den bereits angeführten Punkten gegen geltendes Recht verstößt.


    Noch nicht verhandelt wurde, ob Amateurfussballern überhaupt das Recht verweigert werden kann, den Ort ihrer Freizeitgestaltung (also Vereinswechsel) vorzuenthalten (Sperre), sofern sie oder der aufnehmende Verein keine Transferzahlung leisten. Denn der § 11 des Grundgesetzes regelt u.a. die freie Wahl des Aufenthalts an beliebigen Orten. Wenn also der Staat dem deutschen Bürger nicht vorschreiben kann, wann er sich wo aufzuhalten (oder nicht aufzuhalten) hat, wie soll denn ein Verband eine Aufenthaltssprerre verfügen können? Bei Ausnahmeregelungen ist die Verhältnismäßigkeit zu prüfen. Hierfür gilt die "Allgemeine Handlungsfreiheit": "Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht Rechte anderer dabei verletzt und nicht gegen die verfassungsrechtliche Ordnung oder das Sittengesetz verstößt."


    Die Auslegung ist allerdings schwierig, weil zunächst einmal davon ausgegangen wurde, dass es sich hierbei nur um hohe private Ziele handeln könnte. In späteren Jahren wurde jedoch festgestellt, dass die Freizügigkeit auch für banale Dinge des Alltags gelten müssen.


    Eine weitere Auffangbestimmung des Grundrechts auf Freizügigkeit beschäftigt sich mit dem Diskriminierungsverbot, also einer Benachteiligung von Menschen wegen bestimmter Merkmale. Darunter auch die soziale Herkunft. Allerdings haben 2 Anwälte mit einer anderen Interpretation vor Jahren gescheitert, die Transferzahlung in bestimmten Ausnahmen außerkraft setzen zu können. Sie waren der Überzeugung, dass finanziell potente Eltern die Transfersumme leicht selbst tragen könnten, hingegen Eltern von Hartz 4 - Empfänger dazu nicht in der Lage seien. Als Grund für die Ablehnung gab das BGH an, dass ja dies dann einkommensabhängig für alle Dinge des Alltags gelten müßte. Hätten die beiden Anwälte ihren Antrag auf das Freizügigkeitsrecht begründet, wäre der Antrag vermutlich nicht vom BGH abgewiesen worden? Denn hier ist die Rechtssprechung mitlerweile soweit, als dass sie bereits von Nötigung spricht, wenn jemand nur für wenige Minuten davon abgehalten wird, sich einem öffentlich zugänglichen, gewünschten Ort aufzuhalten.


    Das Thema ist jedoch sehr komplex, weshalb ich zum Schluß anmerken möchte, dass der DFB aus gutem Grund die Ausbildungsentschädigung/Transferzahlung als "Kannregelung" den Verbänden und Vereinen freigestellt hat, ob sie davon Gebrauch machen wollen. Durch die Freistellung wird schlußendlich der Verein bei einem Rechtsverstoß haften müssen.

    "Hans, du kennst deine Aufgabe: Der 9er muss ausgeschaltet werden. Dann bricht die Truppe auseinander."


    Da ging es sehr rustikal zu und es war gut, dass ein Schiri auf dem Feld stand.


    Ihr dichtet euch da immer eine Parallelwelt zusammen, die so ganz einfach nicht exisitiert. Und da reden wir nicht von Dorfklubs auf unterstem Niveau.

    Nur, weil es bei euch (noch) nicht anders funktioniert, kann es doch andernsorts besser funktionieren. Denn wäre es nur eine "erdichtete Parallelwelt", so würde sie wohl kaum unter Beobachtung des DFB zu einer bundesweiten Einführung reifen.


    Ist aber schon traurig, wenn es selbst in namhaften Clubs solche Vollpfosten als Trainer herumlaufen. Das erklärt sicher auch, warum kaum jemand, der so früh in so einen Verein wechselt, sich dort auch entwickkeln kann.


    @Goodie
    Ich gebe dir vollkommen recht dass die FPL in der Halle schon deshalb schwieriger zu organisieren ist, weil bedingt durch die räumliche Enge Trainer nicht immer in der Coachingzone und die Eltern in der Fanzone sind. Hier müssen zunächst einmal die Veranstalter das Know-How sammeln, was gut funktioniert und wo man Verbesserungen benötigt. Es soll Anfang nächsten Jahres in den Verbänden Treffen geben, in der eine Analyse der "Halbzeit in der FPL stattfindet.


    Es kann durchaus noch ein paar Jahre dauern, bis es überall wie gewünscht funktioniert. Denn es ist, wie du schon festgestellt hast, nicht mit einer einmaligen Schulung getan. Zumal den Schulungsleitungen selbst kaum Erfahrungen aus der Praxis vorliegen, um überall gute Hilfestellungen zu leisten.


    Für die KInder sind Freundschaftsspiele kein Problem, aber die Erwachsenen wollen unbedingt an den Erwachsenenfussball anlehnte Staffel- bzw. Ligawettkämpfe.

    @Leverkusener
    Dazu fehlten in der Vergangenheit zumindestens bei ausländischen Wechseln die Voraussetzungen in den Statuten. Denn soweit einem aufnehmenden Verein nicht bekannt sein kann, wie hoch tatsächlich für ihn die Abwerbung eines minderjährigen Talents ist, können ihm nachträglich keine Transferkosten für die Ausbildervereine aufgebrummt werden. (siehe dazu das BGH-Urteil des SV Wilhelmshaven). Zwar müht man sich derzeit im DFB und den Verbänden, dieses in seinen Statuten zu verändern. Doch auch die Aufnahme dieser Regelung im Statut muß in Einklang mit den Landesgesetzen stehen, sonst kann sie erfolgreich angefochten werden. Desweiteren wurde bereits im OLG-Urteil bezweifelt, ob die pauschale Abgeltung einer Ausbildungsentschädigung rechtens ist. Denn ersten hat sie einen strafenden Charakter für die Jugendlichen, weil ihnen im Falle einer Nichtzahlung eine Sperre droht, zum Zweiten wird das Basisbetrag die Liga der 1. Seniorenmannschaft angenommen, obwohl eine Teilnahme als Stammspieler gar nicht garantiert wird und schließlich dürfen lediglich tatsächlich im Einzalfall nachgewiesene Kosten geltend gemacht werden. Weil jedoch in den Nachwuchsvereinen auch Ehrenamtliche beschäftigt sind, dürften diese Kostenanteile eher nicht Grund für eine hohe Ausbildungsentschädigung sein!


    Es steht zu vermuten, dass nach der ersten erfolgreichen Klage die bisherige "Kann-Regelung" zu Tranferzahlungen im Nachwuchsbereich, das System vollständig reformiert werden muß, um danach auch den zivilrechtlichen Bestimmungen in Deutschland und innerhalb Europas genüge zu leisten!

    bei "F"

    Natürlich ist es relativ zum Alter zu sehen. Aber zumindest im älteren F-Jugend-Jahrgang lernen die Kinder sehr rasch neue Techniken (Dribbling - Finten - Paßspiel) und dazu im ballnahen Bereich auch schon einfache taktische HIlfsmittel zur Lösung von Situationen an die Hand geben.


    Es kommt eben auch auf das Engagement des Trainers an, neue Wege zu bestreiten, um über einen besseren Fussball auch an bessere Gegner zu gelangen. Die Kinder können ja nichts dafür!

    @Goodie


    Die eigentlich positive Wirkung des FPL läßt sich nur dann erzielen, wenn die Verantwortlichen hinter der Sache stehen.


    Allerdings gab und gibt es beim Wechsel in die FPL Trainer, die ihren Einfluß auf ihre Mannschaft und das Spiel nicht schmälern lassen wollen, um so einfacher zu Siegen zu gelangen. Hatten diese Trainer zuvor versucht durch HIneinbrüllen ins Spiel den Schiedsrichter zu beeinflussen, so wird nun das Fehlen des Schiedsrichters ausgenutzt, um sich durch Anweisungen zum groben Foulspiel Spielvorteile zu verschaffen.


    Denn F-Jugend-Spieler würden von sich aus nicht auf die Idee kommen, ihre Gegner permanent durch unfaires Spiel zu attackieren und dabei Verletzungen billigend inkauf zu nehmen.


    Es sind allein die Trainer, die sich vorher schon daneben benommen haben und auch nun charakterlich nicht für die FPL geschaffen sind, weil für sie Fairness Dummheit ist und ein Foul fast immer taktisch begründbar ist, um den Gegner am Torerfolg effektiv zu hindern.


    Man kann diesen Trainertyp sehr leicht daran erkennen, dass er aufbrausend wikt, sobald er auf einen gegnerischen Trainer mit ähnlicher Charakterschwäche trifft.


    Eigentlich haben diese Trainer in der FPL nichts zu suchen! Andererseits kann jeder clevere Trainer so ein Holzerteam ins Leere laufen lassen, wenn es dem Gegner gar keinen Zugriff aufs Spiel gewährt, weil es den Ball schnell und sicher zirkulieren kann.


    Also nicht wegziehen, sondern Mannschaft besser machen! Hier findest du jede Menge sehr guter Informationen, wie soetwas geht. Als Erfolg dieser Arbeit wird man dann auch zu Turnieren eingeladen, in denen ein besserer Fussball gespielt wird.

    Also ich kann diesen Interviews von Vereinen mit NLZ nicht sehr viel abgewinnen. Diese Beiträge haben fast immer die gleiche emotionale Steigerung parat: früher vieles nicht O.K. und heute alles bessser und in ein paar Jahren wird man die Ernte der guten Saat einfahren. (z.B. Armin Veh hätte das NLZ vernachlässigt und unter Thomas Schaaf wäre es positiv. Na ja, der ist ja auch schon nicht mehr da ...)


    An Konzepten hat man entweder nicht viel zu bieten, weshalb diese gern durch Personen als Vertreter dieser Konzepte ersetzt werden sollen.


    Damit der Fan nicht verwirrt wird, soll er ein "Schwarz-Weiß-Bild" (Wechsel nach Bayern ist eine Ehre; Wechsel zu RB Leipzig ist moderner Sklavenhandel. Nur komisch, dass sich Uli Hoeneß jetzt mit RB Sponor Mateschitztreffen will, um über eine Kooperation zu beraten.)


    Für mich steckt da zu viel Traditionsgetue mit zu wenig Substanz drin. Denn es fehlt den Verantwortlichen dieser Vereine die Ideen, wie man sich zu einem modernen Verein wandelt. (Denn sonst würde man ja auch schreiben, dass man den NLZ aus der 2. oder 3. Liga junge Leistungsträger abwirbt. Aber dort könnte ja sowieso kein Talent richtig ausgebildet werden. Mal schaun, wenn Bruchhagen denn so als Morgengabe mitbringt, wenn er den Verein wechselt?)


    Die Tabuisierung bestimmter Themen verschränkt den Blick auf die Veränderungen. Wer das, was andere besser machen, nicht für sich als Chance erkennt und oder nur kopiert, anstatt zu kapieren, der wird über kurz oder lang von der Bildfläche von erstklassigem Fussball verschwinden.


    Wollen wir hoffen, dass dem HSV nicht das gleiche Schicksal ereilt, wie schon viele Traditionsvereine vor ihnen?

    Es rumpelt derzeit mächtig im Gebälk einiger Vereine.


    Der Fall von Julian Brandt scheint auch die "Blödzeitung" zu einem Artikel inspiriert zu haben und der HSV trennt sich von Dietmar Beiersdorfer. Bei den Wolfsburgern sieht man sich ebenfalls zu einer Korrektur genötigt. Bei Allofs dürfte es in den nächsten Tagen eine Entscheidung geben, ob und wie es weitergeht? So will man sich bei der Profi-Teamplanung dem eigenen Nachwuchs wieder mehr Chancen einräumen.



    Mag es für Einzelfälle Begründungen geben, in der Summe aber lügen die Zahlen nicht, wenn es um die Ursachenforschung einer sportlichen Schieflage geht.

    In keinem Umfeld des Lebens setzen sich Talente durch, die nicht auch das tägliche "gesellschaftliche Gefecht" beherrschen. Leute wie Zuckerberg, Gates, Jobs, Kaeser etc. waren/sind nie die Besten auf ihrem Gebiet, sie sind aber in der Summe zwischen Talent, Durchsetzungsvermögen, Stressresistenz etc. die Besten.

    Du bringst es auf den Punkt! Sicher könnte man Trump, Putin und ein paar andere, die die Klavitatur der Macht über Andere beherrschen, auch hinzunehmen.


    Allerdings ist auch eine Gesellschaft durchaus entwicklungsfähig, es dauert nur immer sehr lange! Die Folge ist, das dass scheinbar sichere Erfolgsprognosen ins Wanken geraten könnten. Ein paar Generationen vor uns war es der Adel, der die Zügel der Macht fest in der Hand hielt. Heute sind sie für die Gesellschaft bedeutungslos geworden.


    Der Beruf hat sich im Laufe von Jahrhunderten von einer mühseeligen Last hin zu Formen der Selbstverwirklung entwickelt.


    Die Jugendlichen werden heutzutage dahin gehend geschult, sich selbst eine Meinung zu bilden, indem sie mit unterschiedlichen Ansichten vertraut gemacht werden.


    Auch der Fussball entwickelt sich weiter. Als besonders geeignetes Beispiel kann ich die Fairplayliga anführen, in der eben nicht nur die stressrestistenten (durch ihre erwachsenen Trainer) eingenordeten Kinder Spaß und Erfolg am Fussball haben.


    Man kann den Grund eines angstfreies Umfelds auf eine einfache Formel bringen: Nur was man besonders gern macht, kann auch besonders gut gelingen. Denn wenn man es nur deshalb macht, um von anderen geliebt zu werden, dann kann es passieren, als das man im Dunst der stetig wachsenden Ansprüche Dritter gar nicht mehr sich selbst erkennt. Deshalb bin ich mir gar nicht so sicher, ob diese eingangs genannten Personen eher ein Leben als Getriebene statt ein selbstbestimmtes Leben führen? Denn Geld und Macht ohne wirkliche Freunde zu genießen, das ist schwer.


    Aber ich gebe zu, ich habe früher einmal selbst so gedacht, wie du es beschrieben hast. Zum Glück kann der denkende Mensch seine Meinung ändern!


    Willst du das näher erläutern, ohne natürlich zu viel persönliches preiszugeben ?

    Das versuche ich ja, aber Namen ist es wirklich schwierig. In einem Fourm sollte jeder das Reht auf Anoymität für sich entscheiden.


    Ein paar einfache Regeln Ängste erst gar nicht entstehen zu lassen kann aber jeder leicht hinbekommen.


    1. Vertrauen aufbauen
    Ein Selbstbewußtsein benötigt ein stabiles Vertrauensverhältnis. Muß ein Kind Angst davor Fehler zuzugeben, wird es auch Angst davor haben, Fehler zu machen. Um jedoch über sich hinaus wachsen zu können, soll es auch das Risiko eines Fehlers nicht scheuen. Denn aus jedem selbst erkannten Fehler kann es eine neue Erkenntnis gewinnen. Vertrauen muß jedoch belastbar sein. D.h. wenn man sich entschieden hat, gemeinsam eine Wegstrecke zu gehen, dann muß man aneinander glauben und sich in besondere Situationen erweisen, dass man einander vertrauen kann.


    2. Gern trainieren, statt trainieren müssen
    Es liegt ein Unterschied darin, ob man ohne ein konkretes Ziel zunächst einmal Spaß am Fussball erleben möchte oder ob man meint, man müßte jede Trainngseinheit in einem Kontext zu schon früh verinnerlichten Ziel (z.B. Profi zu werden) ziehen. Denn mal überwiegt das Herz und mal der Verstand. Beides gilt es so in Einklang zu bringen, dass man nicht die Bodenhaftung verliert.


    3. Antizyklisches Führen
    Üblicherweise wird bei Fehlern oder schwachen Leistungen Kritik geübt. Andererseits werden Erfolge gelobt. Nun fragt man sich, was denn falsch daran sein könnte? In beiden Fällen teile ich lediglich meine Empfindungen ohne Rücksicht auf die des Anderen mit. Darin kann schon einiges falsch laufen, wenn ich ohne vorheriges Feedback mal drauflos poltere. So weiß ich bei der Kritik noch gar nicht, wie der kritisierte Spieler diese Situation wahrgenommen hat? Kann ich aus 40 und mehr Metern Entfernung wirklich sicher ausschließen, dass ihm in diesem Moment die Sicht versperrt war, wurde der Ball ggf. leicht abgefälscht oder hat ihm ein Mitspieler ein Kommando gesagt? Aber selbst, wenn auch der Kritisierte seinen Fehler einsieht, was hilft ihm die Kritik, wenn er sich selbst schon am Boden liegen sieht und sein Triner darauf herum tritt? Er gewinnt daraus keine neuen Einsichten, wenn lediglich Kritik über einen Fehler geäußert wird.
    Auch beim Lob kann einiges schieflaufen. Dosiere ich das Lob nicht richtig, in dem ich entweder eigentlich auch normale Dinge mit Lob begleite oder aber fast nie lobe, dann kommt das Lob bei meiner Mannschaft gar nicht so an, wie ich es mir wünsche.


    Antizylisches Führen bedeutet, dass ich meine Mannschaft nach Erfolgen mehr fordere, um sie in einer Phase besonderen Stolz in ihren Fähigkeiten zu verbessern. Aber natürlich darf man es nicht übertreiben, sondern ist es wirkungslos. Kommen die Spieler nach einer Klatsche zum Training, dann brauchen sie zunächst einmal Zeichen des Mitgefühls, um wieder Mut zu gewinnen, den Blick nach vorn zu richten und erneut Spaß am Fussball zu empfinden.


    4 Perspektive schaffen
    Kinder sollen starke Charaktere bekommen. Dazu brauchen sie jedoch unsere Hilfe. Denn wir sind für die natürliche Autoritäten. Statt an ihnen herum zu experimentieren brauchen sie ein solides Fundament, auf dem sie sich entwickeln können. Jeder, der Kinder hat, möchte in seinen Kindern ein keines Stückchen an Glück, was er nicht erreichen konnte, entdeckt sehen. Diese Perspektive wird man schwerlich mit Regeln aus der Vergangenheit erreichen können. Denn in der Vergangenheit spielt es keine Rolle, ob der eine als Nero oder der andere als Gates bezeichnet wurde. Denn weil sich das Leben verändert, wird auch die Geschchte als geänderte Sichtweise tagtäglich neu geschrieben.


    5. Regelmäßiger Soll-Istvergleich
    Wer gern als Trainer arbeitet, der sollte sich ganz einfach von Zeit zu Zeit ein stückweit zurück lehnen, um Herz und Verstand auf das Geleistete zu prüfen. Mit den daraus gewonnenen Erkenntnissen wird er/sie die Stellschrauben finden, um gemeinsam mit seiner Mannschaft zu neuen Erfolgen zu finden.


    Damit aus dem Spaß nicht allzuschnell Ernst wird, sollte man sich selbst nicht allzuernst nehmen. Das macht den Alltag leichter!

    Ist es nicht etwas zu kurz gedacht hier nun nur den Ausbildenden Verein und die Übertritts-Chancen in den Profibereich zu betrachten?

    Diese Frage ist berechtigt! Wenn aber wie im Falle des HSV sich nach 10 - Jahren NLZ niemand einen Stammplatz im Team der 1. Mannschaft erkämpfen konnte, also auch die ohne Wechselwunsch nicht, dann kann man das nicht mehr auf die verlockenden Angebote anderer Vereine schieben.


    Die Frage nach einer Rentabilität kann jedoch icht innerhalb eines NLZ beantwortet werden, sondern man muß auch die sportliche und finanzielle Situation des Vereins nach der NLZ-Ausbildung sehen. Hierbei müßte sich ein Erfolg an realistischen Mäßstäben für den Profibereich messen lassen können.


    Das Problem eines schwierigen Übergangs zwischen dem Junioren- und Seniorenbereich ist m.E. gar nicht typisch deutsch. Sie gibt es in den Ländern und Vereinen, die aufgrund ihrer finanzeillen Möglichkeiten nicht auf eigene Talente angewiesen sind, bzw. wo die eigenen Talente innerhalb der Vereinsentwicklung nicht ausreichend im Fokus der Verantwortlichen stehen. Denn bin ich auf die Talente angewiesen, weil ich mir gar keine "fertigen Spieler" leisten kann, dann stellt sie die Frage einer Stammspielerrolle eines Talents ganz anders.


    Gerade im Faktor der finanziellen Möglichkeiten von heute gegenüber früher sehe ich auch eine Parallele zu den Amateurvereinen, weshalb ich ja von euch wissen wollte, wie sich die Situation in euren Vereinen darstellt?

    @Leverkusener


    Weil man im oberen Amateurbereich über die wirtschaftliche Nutzung durch "neue Medien" nachgedacht hat, wollte man dazu einen rechtlichen Rahmen schaffen. So verstehe ich auch den Kommentar aus Pinneberg.


    Im Juniorenbereich gibt es ein besonderes Schutzbedürfnis, weil ja häufig die Eltern nicht dabei sind. Hier darf nur nach schriftlicher Genehmiung der Erziehungsberechtigten fotografiert und gefilmt weden. Man sollte sicherlich zwischen Fachpresse und den Aktivitäten von Privatpersonen unterscheiden. Deshalb muß in der Genehmiung klar erkennbar sein, für welche Zwecke fotografiert oder gefilmt werden darf.


    Recht gebe ich dir an der Stelle, wo nicht eine einzelne Person mit Bild und Text erscheint, sondern eine (größere) Gruppe, bei denen nicht der Einzelne, sondern die Gruppe das Interesse am Foto oder Film darstellt.

    @Sir Alex
    Vielen Dank für deine Erläuterungen.


    Schlußendlich habe ich den Fall Julian Brandt gewählt, weil der zunächst vor der Haustür von Werder Bremen (in Oberneuland) gekickt hat, aber dann zum weiter entfernten Wolfsburg wechselte. Wenn beim Wechsel zu Leverkusen 350.000,- € vereinbart wurde und er nunmehr bereits einen Marktwert von 16 Mio. € hat, kann man schon mal die Frage stellen, ob man ihn "unbedingt halten" wollte oder nicht auch bezüglich der Durchlässigkeit in den Seniorenbereich zu viele kurzfristige Faktoren gewählt wurden? Denn für Julian Brandt war ja diese Situation neu, für die Vereine jedoch das normale Geschäft. So muß man sich dei Frage stellen: ist das ein Einzelfall oder gibt es zu viele Einzelfälle, weshalb man vom Defizit einer mangelnden Durchlässigkeit sprechen kann?


    Ich habe das Beispiel HSV angeführt, um die Forumsmitglieder zu fragen, wie es um die Durchlässigkeit vom Junioren- in den Seniorenbereich bestellt ist? Bei der Ursachenanalyse gibt es sicher sehr individuelle Faktoren. Wenn gerade die Talente, die sich in anderen Vereinen Stammplätze erkämpfen können, einen Wechselwunsch haben, dann kann dies auch auch dem Defizit einer mangelnden Durchlässigkeit resultieren.


    Aber es ist selbstverständlich wichtig die positiven Veränderungen zu beschreiben, um dort wichtige Informationen zu liefern, wo man bei der Analyse dazu kommt, dass da was schiefgelaufen ist. Wenn du nähere Infos dazu hast, dann wird das sicher die Leser interessieren.


    Wir diskutieren hier ja hauptsächlich über den Jugendbereich. Da sollte man sich auch Gedanken darüber machen, was mal aus ihnen werden soll? Mag es früher kaum Probleme mit dem Nachwuchs im eigenen Verein gegeben haben, so scheint hier eine Tendenz erkennbar zu sein, in der die besten Talente vermehrt den Heimatverein verlassen, um nach ihrer Ausbildung den Transfermarkt zu bestimmen.

    @st84 und @Skriwer


    Vielen Dank für eure Beiträge. Ich hab eure Beschreibung mal mit dem Werdegang der Talente eines DFB-Stützpunkts abgeglichen. Hier stammen ja auch die Spieler aus Vereinen von der Kreisklasse bis zum hohen Amateurbereich. Ich wollte ganz einfach wissen, was aus den heute knapp über 20 Jahre alten Kickerrn geworden ist, die den gesamten Jugendbereich mit und ohne NLZ-Bereich durchlaufen haben.


    Einige haben aus beruflichen Gründen die Fussballschuhe bereits an den Nagel gehängt. Einer kickt nach diversen Sportverletzungen in der unteren Kreisklasse. Der überwiegende Teil spielt auf mitllerem Kreisniveau. Die 2 mit NLZ-Vergangenheit haben sich leider im Seniorenbereich keinen Stammplatz erkämpfen können und sind zu ihren Heimatvereinen zurück gekehrt. Da kann man schon mal auf die Idee von @Andre kommen, das die bisherigen Übergangsregelungen scheinbar nicht gut genug funktionieren?


    Denn wenn es keine Rolle spielt, ob die jungen Talente auch im eigenen NLZ ausgebildet sein müssen, dann ist die Regelung über eine bestimmte Anzahl vun jungen Spielern in den U 23 - Teams von geringer Bedeutung.


    Wenn NLZ ihre Ziel jährlich 1 - 2 Talente an die 1. Seniorenmannschaft heranzuführen trotz sehr guter Ausbildung nicht schaffen können, weil der Seniorenbereich den Talenten gar keine Chance geben muß, dann läuft in diesen Vereinen offensichtlich etwas falsch? Hier werden Talente verschwendet und über kurz oder lang wird sich diese Nachlässigkeit auch im Seniorenbereich bemerkbar machen. Sicher kennt jeder von euch Fälle, in denen Talente nach jahrelanger, mühevoller Förderung kein akzeptabler Vertrag im Seniorenbereich vorgelegt wurde und sich in anderen Vereinen zu Leistungsträgern (z.B. Juliand Brandt) entwickelten.