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    @Ralf K.



    Erfinder: Vom DFB enttäuscht


    Von der bisherigen Unterstützung des DFB für die von ihm erfundene FairPlayLiga ist Ralf Klohr enttäuscht. „Der DFB hat die FairPlayLiga in seinen Masterplan integriert und auf die Landes- und Kreisverbände runterdelegiert“, sagt er. „Selbst unternimmt der DFB nichts, außer den Verbänden Flyer-Entwürfe zur Verfügung zu stellen. Es gibt noch nicht einmal ein einheitliches Qualifikations-Modul für die Spielform und die Hintergründe der FairPlayLiga.“


    Ralf Klohr
    Beim DFB kümmere man sich um den leistungsorientierten Jugendfußball, die Basis im Kinderfußball sei auf sich allein gestellt, so Klohr. „Und das obwohl die Hälfte der Fußballspieler beim größten Sportverband der Welt Kinder sind.“


    Ich teile deine Meinung, was den leistungsorientierten Fussball anbelangt. Denn nur dort findet sich ein Konzept. Allerdings beeinflussen sich der leistungsorientierte Fussball und der Breitensport in vielfacher Hinsicht.
    Wenn also DFB-Ausbilder (meistens DFB-Stützpunkttrainer) den neuen Trainern in der Lizenzausbildung nur ihr Bild vom Fussball als Ergebnix-Kampfsportart mit komplexen Erfolgsregeln, anstatt als eine Spaß-Bewegungssportart zu vermitteln, wen wundert es da, wenn diese neuen Trainer dieses Gedankengut in ihre Vereine tragen und dort auf fruchtbaren Boden mancher Eltern und Vereinsverantwortliche treffen, die es in ihrer Zeit nicht anders kennengelernt haben.


    Weil aber die DFB-Ausbilder ebenfalls auf sich gestellt sind, denn mehr als eine Leistungslizenz qualifiziert sie nicht für ihre "Lizenz-Lehrerrolle", ist kurzfristig kaum Besserung zu erwarten. Es wird auch nicht besser, wenn man die Mannschaftsführung außen vor läßt. Denn die Probleme gibt es ja nicht in den bisher überwiegend ausgebildeten Trainingsmodulen der unterschiedlichen Altersstrufen, sondern im Wettkampf-Fussball. Hier müssen entsprechende Kompetenzen entwickelt werden, damit die Trainer in ihren Vereinen die nötige Sicherheit erlangen, mit ausreichender Kenntns in der Gewaltprävention für ein friedliches Spiel der Kinder zu sorgen.


    Aber nicht nur die DFB-Ausbilder, auch die Sportjournalisten sollten bereits während ihres Studiums die unterschiedlichen Merkmale in der Berichterstattung vom Breitensport und explizit dem Kinderfussball erhalten, um einerseits ihre Solidarität mit dem neuen Kinderfussball zu bezeugen und andererseits den Sinn der Ziele den Erwachsenen nahe zu bringen. Es genügt bei Weitem nicht, über skandalöse und gewalttätige Ausschreitungen zu berichten. Die Medien haben auch einen Informationsauftrag zu erfüllen. Denn sonst kann es passieren, als dass gewaltauffällige Trainer weiterhin ganze Jahrgänge in den Vereinen ausradieren, in den Wettkämpfen und anderen Teams den Spaß am Fussball versalzen.


    Man war sich über die Notwendigkeit eines "erweiterten Führungszeugnis" für Lizenzinhaber sehr schnell einig. Da stellt sich die Frage, warum man nicht auch in anderen Formen der Gewalt gegenüber Kindern diese Einigkeit erzielen kann?


    Auch für mich ist der DFB in vielen Dingen des Breitensports, u.a. der FPL seine Antworten schuldig geblieben. Von einer mangelnden Vorbildfunktion darf man nach Bekanntwerden von Korruption in den obersten Führungsetagen wohl gar nicht mehr sprechen. Auch die Fluktuation in der Funktion des Sportdirektors zeigt, dass hier vieles im argen liegt.


    Gerade wenn es darum geht auf Basis der FPL ein neues und attraktiveres Bild für den Fussball zu wecken, in der der Spaß für alle zu einem Event der Generationen werden kann, braucht es einen starken DFB, der diese Ideen besser unterstützt

    Das Pritschfangen ist aber für das Fangen eines harten schweren Balls komplett ungeeignet.

    Man sollte stets das von einer anderen Sportart für sich gewinnen, was für seine Sportart Fussball passt.


    Es geht nicht um das Kopieren (z.B. Pritschfangen) aus einer anderen Sportart, sondern um das kapieren (z.B. Sprungtechnik für Kopfball oder für das Fangen hoher Bälle), was man von der anderen Sportart gewinnen kann.


    Übrigens gibt es Kollegen, die das Fangen regelmäßig mit anderen Bällen (klein, groß, leicht, schwer) trainieren. Ich mache es weniger, aber gelegentlich auch!

    a ist ein Missverständnis!
    Mit "gib mir" meine ich nicht den einzelnen Verein, sondern das neue Bündnis der Amateurvereine!
    Die müssen die Finanzmittel erkämpfen und haben natürlich dann im 2.S chritt die Aufgabe die Verteilzng sinnvoll zu gestalten.

    O.K. sicherlich braucht auch der Amateurbereich eine finanzelle Unterstützung, wenn es darum geht einen Kapitalkuchen zu verteilen.


    Allerdings kommt mir der Beitrag des "Unterhachingers" irgendwie nicht ganz neu vor. Dort findet man Aussagen darüber, wie man dank zusätzlicher finanzieller Unterstützung wieder an die "fetten Geldtöpfe" und das Image früherer Tage gelangt, als man noch im Profibereich war.


    Ähnliche Nostalgie-Ambitionen findet man selbstverständlich auch innerhalb des Amateurbereichs, wo darum gestritten wird, wie man wieder in die Regionalliga aufsteigen könnte?


    Aufgrund dieser, meist nur kurzfristiger Zielorientierung fehlt ein Konzept, warum man sportlich unbedingt dorthin muß und wie man diese Liga halten möchte? Die Antworten auf diese Fragen mögen jeweils unterschiedlich sein. Aber es kommt immer darauf an, ob die Antworten mit Herz und Verstand getroffen werden. Denn ein Verein ohne langfristige Ziele läuft stets in Gefahr von den Ereignissen überholt zu werden, anstatt die Veränderungen mit den langfristigen Zielen abzugleichen.


    Unterhaching hat turbulente Zeiten hinter sich, in der man zunächst von der Bezirksliga in die Bundesliga aufstieg. Nach finanziellen Problemen mußte man sich als Ausbildungsverein umpositionieren. Doch statt sich yun'chst einmal in der 4/Klassigkeit zu stabilisieren, peilt man durch den Einkauf von 3 Ex/Zweitligaspielern schon wieder den Profifussball an.

    @totog


    Generell finde auch ich ein Belohnungssystem besser als ein Bestrafungssystem. Allerdings darf man dabei nicht den Standard als Beurteilungsmaß aus den Augen verlieren. Bei den Schiedsrichtern gibt es eine seit vielen Jahren gültige Regelung, über die die Vereine informiert sind. Ferner findet hier bereits eine Ehrung des Vereins statt, wenn er den mehr Schiedsrichter als das Soll stellt. Übrigens gibt es die Regelung zur Bezahlung des Schiedsrichters (Pauschale + Anfahrtkosten) schon sehr lange. Auch das kostenlose Zuschauen (als geldwerte Zuwendung) bei Spielen von Kreisklasse bis Bundesliga ist bereits seit Jahren verankert.


    Andererseits sind die Vereine aber gar nicht so böse darum, wenn im Heimspiel einer Nachwuchs-Mannschaft mal der angesetzte Schiedsrichter nicht kommt. Denn so können sie sich Kosten sparen und der heimische Aushilfs-Schiri machts ja kostenlos. Das läppert sich dann schon in einer Saison!


    @open-minded
    Vielen Dank für deinen Hinweis, dass der Amateurfussball von den Bambinies eines kleinen Dorfvereins bis in die U 23 eines Profivereins in der Regionalliga geht. Schon allein daraus ergibt sich ein sehr breites Feld an unterschiedlichen Interessen einerseits sowie die Notwendigkeit einer Abgrenzung zum Profibereich.


    Ferner geht es darum den Wert des Amateurfussballs für die Gesellschaft deutlich anzuheben.


    Allerdings bin ich der Meinung, dass es dem Amateurfussball deutlich besser gehen würde, wenn die Kommunen (wie in den Niederlanden) mit sanftem Druck (zweckgebundene Zuwendungen) dafür sorgen, dass nur soviel Geld ausgegeben wird, wie man auch einnimmt und nicht der schnelle Erfolg der 1. Senioren auf Pump gesucht wird, wobei gleichzeitig der Fortbestand des Vereins aufs Spiel gesetzt wird.


    Das die DFL kaum Interesse am Amateurbereich hat, ergibt sich schon aus der Interessenslage. Zwar ist nicht gänzlich unbekannt, dass die meisten Profis irgendwann in einem Amateurverein beginnen, sich aber nach den aktuellen Regeln kaum Sorgen darüber machen müssen, nicht regelmäßig mit fussballerischem "Frischfleisch" aus dem Amateurbereich versorgt zu werden. Das NLZ wird (siehe HSV) eher als Imageprojekt zur Fangewinnung betrieben, als das man sich ernsthaft Sorgen darum macht, das Spielerpotenzial aus eigener Kraft auszubilden.


    Ob Zuschauer ins eigene Stadion kommen oder sich mehr für die Bundesliga interessieren, ist vor allen Dingen eine Frage des Images. Als noch vor einigen Jahren die Jungs aus der Nachbarstraße, die man auch sonst einmal traf, bei den Senioren kickten, da war das Interesse als Zuschauer noch etwas größer. Seitdem jedoch Söldner begannen im Dorfverein spielten, deren Namen man sich nicht einmal merken muß, weil sie für ein paar Euro mehr schon zum nächsten Verein wechseln, ließ das Zuschauerinteresse merklich nach. Selbst die anfängliche Zunahme nach sponsorgeldunterstützen Aufstiegen ließ nach, sobald keine sportliche Steigerung mehr festzustellen war und/oder es sportlich rapide bergab ging. Nicht selten drangen dabei Skandale aus der Vereinsführung in die Gazetten, nachdem die Steuerfahnung dem Verein einen Besuch abgestattet hatte.


    Einfach mehr Geld in den Amateurfussball zu blasen ohne eine Kontrolle für die Verwendung hieße unter einer kalten Dusche zu stehen und dabei 100 Euro Scheine zu zerreißen. Denn dazu müßten zunächst einmal der gesetzliche Rahmen dahingehend angepaßt werden, als das die Buchhaltung über die Vereinsgelder durch geeignete Firmen mit jährlicher Bilanzkontrolle erfolgt. Auch das Sponosring müßte auf eine ransparente und damit kontrollierbare Ebene stabilisiert werden.


    Das Handheben der Vereinsmitglieder zur Absegnung der Vereinsbilanz im Rahmen der Generalversammlung hat spätestens da nicht mehr wirklich funktioniert, als man über teilweise dunkele Geldkanäle von Sponsoren 3 Bilanzen geführt hat. Eine für die Mitglieder, eine zweite für die Kommune und eine dritte nur für den Vorstand. Je nach Zielgruppe ergibt sich eine unterschiedliche Wertschöpfung, wobei das größte Problem noch darin besteht, als das man als gemeinnütziger Verein gar keine Gewinne erwirtschaften muß, aber für Verluste meist nicht unmittelbar belangt werden kann.

    @totog


    Vielen Dank für deinen Beitrag und die dazugehörigen Verlinkungen. Ich habe mir mal folgenden Abschnitt herausgeholt:


    "Ach – das hätte ich fast vergessen, liebe Amateurkicker! Auch wenn das nicht bei allen gut ankommen wird, aber bevor ihr euch ne Meinung bildet, schaut mal in eure Verträge oder Geldbeutel. Alle, die meinen in der Kreisliga schon 500€ pro Monat verdienen zu müssen, haben einen großen Anteil an der Situation und am System! Und an all die Vereine kann ich nur sagen: Wenn ihr euch solidarisieren wollt, dann vielleicht mal bei diesem Thema! Getreu nach dem Motto: „Kreisligafußball – Das Bier gewinnt“…und nicht „das Geld gewinnt“! "


    Ich glaube, da scheint beim Unterhachinger entweder das Gedächtnis nicht mehr richtig zu funkionieren oder dort fand tatsächlich eine große Ausnahme statt, bei der die "geldgierigen Kreisligaspieler" die Kostenlavine in Schwung gebracht haben?


    Denn in den meisten Fälllen waren es die Vereinsbosse sowie deren Sponsoren, die zunächst mit geldwerten Vorteilen (z.B. Tankkarte von der Firma des Sponsors) und später mit Aufwandsentschädigungen (z.B. Fahrtkosten) zur Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb erfolgreich Spieler von anderen Vereinen, in denen es das noch nicht gab, abwarben.


    Hatte dann der Sponsor irgendwann keine Lust mehr auf sein Spielzeug: "Amateurmannschaft", dann blieb manchmal gar kein anderer Weg als die Vereinsinsolvenz!


    Auch heutzutage gäbe es noch die Möglichkeit einer Regelung über den DFB und seine Verbände, in der jegliche Geldzahlungen bzw. geldwerte Vorteile im Amateurbereich verboten sind. Auch Sponsoren sollte unter Strafe verboten werden, über ihre Spende mit Gemeinnützigkeitsanspruch einen Einfluß auf die Vereinspersonal-Politik zu nehmen, da dies einzig die Aufgabe der Vereinsmitglieder sein muß.


    Wenn man richtigerweise beklagt, dass die Schere zwischen den reichen Bundesliga-Clubs und den Amateurvereinen immer weiter auseinander geht, dann sollte man sich zunächst einmal daran erinnern, worin die Unterschiede liegen, anstatt im Amateurbereich "Dorfbundesliga" zu betreiben, um sich dann zu wundern dass dieses Modell über Nacht wie ein Kartenhaus zusammenklappen kann, weil es in der Basis über Sponsoren fremdgesteuert wird!


    Also liebe Amateurvereine: wenn ihr etwas ändern wollt, dann fangt erst einmal damit an euren Verein für die Zukunft fit zu machen, anstatt immer nur den Finger auf Andere zu zeigen!

    Kann ich nur unterstützen! Schau rein, es lohnt sich!


    Für Freunde des Torwartspiels: achtet mal auf die Haltung der Finger des Volleyballspielers! Die sind bei zentraler Position der Arme vor- über dem Körper gespreizt, damit sie den "Federweg" der Finger bestmöglich unterstützen und die Handtrefferfläche zu vergrößern.


    Achtet dann mal auf die Fingerhaltung bei euren Keepern. Da mögen die Finger gerade mal in zentraler Position und meist eher zufällig noch gespreizt sein. Aber in seitlicher, fast ausgestreckter Armhaltung sind die Finger meist nicht gespreizt, sondern liegen eng aneinander. Bei dieser Fingerstellung können die Bälle selten gefangen werden. Aufgrund des geringen "Federwegs" der Finger droht bei dieser Haltung Prellungen und leider manchmal Brüche oder Anbrüche des oberen Fingerglieds bzw. des Gelenks., wenn die Hände parallel zum Körper, anstatt schräg vor dem Körper den Ball abwehren sollen.


    Schaut auch mal bei den Sprungtechniken nach. Egal, ob für den Kopfball oder für den Keeper. Aber ihr werdet sicher noch weitere Anwendungsmöglichkeiten.


    Wer Lust bekommen hat, der sollte sich auch mal ein Volleyballspiel anschauen.


    Man wird nicht dümmer dadurch, wenn man mal seine Nase in andere Sportarten steckt!

    Die Rechts- und Linksfüßigkeit wurde schon seit Jahrzehnten für die Mannschaftsaufstellung benutzt. Insbesondere der "Linksaußen" sollte von einem Linksfüßler eingenommen werden. Erst in jüngster Zeit finden sich Ansätze, nach denen eine "Überkreuzfähigkeit" Einzug in die Positionsbestimmung eingeht. In diesem Zusammenhang darf mit Arien Robben ein Spieler genannt werden, der besonders gern auf der Außenposition seiner schwache Seite spielt, um beim Dribbling nach Innen zu ziehen, dadurch mehr Raum gewinnt und vor allen Dingen so deutlich öfter in eine gute Torabschlußposition gelangt.


    Heute wird eine Beidfüssigkeit angestrebt,die jedoch in den allerseltensten Fällen tatsächlich vorhanden ist. Deshalb begnügt man sich, dass mit dem schwächeren Fuß kurze Pässe oder Torabschlüsse aus naher Distanz mit ausreichender Präzision und Balldruck ausgeführt werden können.


    Früher war es im männlichen Fussball häufig zu beobachten, dass es die ballführenden Spieler aufgrund der Fußdominanz die Außenbahn in Richtung Eckfahne, anstatt in Torrichtung zog. Heute ist dieses Phänomen eher im Fussballspiel älterer Mädchen und Frauen zu beobachten.


    Eine weitere Bedeutung erlangte die Füßigkeit im Zusammenhang mit der Handlungsschnelligkeit. Denn im Gegensatz zur Schnelligkeit als Maß einer Distanzüberbrückung geht es bei der Handlungsschnelligkeit auch um eine unmittelbar vor dem Sprint durchgeführte Körperdrehung in Ballrichtung. Hierbei konnte beobachtet werden, dass die Drehrichtung jeweils auch dann zur dominanten Füßigkeit iniziiert wird, wenn der Weg in die andere Richtung kürzer wäre.


    Vor einigen Jahren habe ich einen Test für Torhüter entwickelt, in der sich die unterschiedliche Handlungsschnelligkeit in Abhängigkeit mit der Füßigkeit feststellen läßt. Denn es ist für einen Torwart durchaus entscheidend, ob er als Erster oder Zweiter am Ball ist. Aufgrund festgestellter Daten können geeignete TW-Übungen das Leistungspotenzial verbessern. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, damit die Leistungsdefizite der "schwache Ecke" reduziert werden können.


    Aufgrund der zunehmenden Dynamik gerade auch im torgefährlichen Bereich hat auch die Bedeutung der lateralen Äugigkeit zugenommen. Wer es früher nur für Sportschützen wichtig, ihr dominantes Auge zu kennen, um aufgrund der geringeren Abweichung das Ziel besser treffen zu können, so hat diese für den Keeper immer dann eine Bedeutung, wenn der Ball nicht frontal, sondern im seitlichen Blickwinkel mit hohem Balldruck auf ihn zu kommt. Wer sich also wundert, warum der den Ball von der einen Seite leichter fangen oder kontrollieren kann als von der anderen Seite, der wird die Antwort nicht allein in der Füßigkeit und Händigkeit, sondern auch in der lateralen Äugigkeit finden können.


    Wer wissen möchte, welches sein dominates Auge ist, der kann das sehr einfach herausfinden. Man kann dazu einen Ball in ca. 10 Metern Entfernung ablegen. Zunächst fixiiert man den Ball mit beiden Augen. Dann schließt man zuerst das eine Auge und fixiert den Ball, danach mit dem anderen Auge. Das domanante Auge ist das, bei dem der seitliche Abstand zum Ball (gegenüber dem beidäugigen Blick) am geringsten ist.


    Wenn eine besonders starke laterale Äugigkeit vorhanden ist, kann man dies z.B. durch seitliche Standards, bei der fast 180 Grad des Raums beobachtet werden soll, ein wenig für sich korrigieren, indem man den Blickwinkel ein wenig in Schußrichtung korrigiert.


    Wie sehr der Fussball von den Sinnen und Reizen des Gehirns gesteuert wird, konnte ebenfalls in einem Test mit Christiano Ronaldo ermittelt werden. Er konnte die Aufgabe schnellstmöglich mit Händen und Füßen die aufleuchtenden Farben einer Wand nahezu 2,5 mal schneller durch Hand- oder Fußkontakt erlöschen als ein durchschnittlicher Fussballer.


    Ja, es wurde bereits versucht anhand bestimmter Hirnfähigkeiten eine bestimmte Position für einen Spieler zu ermitteln. (also der Kreative soll nach vorn und der Antizipierer nach hinten). Zum Glück wurde diese Therie schon allein dadurch verworfen, als das in der moderen Taktik auch Abwehrspieler als Angreifer auftauchen und Angreifer in der Abwehr aktiv werden können. Man hat es als Erfordernis angesehen, dass jeder Spieler auf dem gesamten Spielfeld seine Mannschaft effektiv unterstützen kann.


    Im Kinderfussball ist man deshalb schon vor Jahren von einer Positionsausbildung zu einer Positionsrotation übergegangen.

    Weil keine Angaben darüber zu finden sind, für welchen Alters- und Ligabereich die Eigenschaften des Co-Trainers gelten sollen, hört sich das Ganze für mich eher wie ein Horoskop, aus dem sich jeder seinen Reim machen kann. an.


    Denn im Profibereich gibt es nicht nur den Co-Trainer, sondern im Regelfall einen Trainerstab. Dieser wechselt häufig mit dem Chefcoach, weil man sich als "eingespieltes Team" versteht, in aufgrund verteilter FAchkompetenzen jeder seinen Job macht, ein gutes Vertrauensverhältnis untereinander für einen reibungslosen Ablauf sorgt.


    Je weiter es "nach unten" geht, je besonderer wird die Funktion des Co-Trainers und damit eng verbunden auch das Konfliktpotenzial. Weil sich die Erfahrung (des Chefcoach) nicht per se als Wissensvorsprung gegenüber dem Co-Trainer deuten läßt, sondern auch Betriebsblindheit und mangelnde Fortbildungsbereichschaft ausdrücken kann, mag es vorkommen, dass der Co-Trainer trotz geringeren Alters über bessere Fähigkeiten verfügt als der Chefcoach. Hier sind Meinungsverschiedenheiten vorprogrammiert, die unbewußt auch auf die Mannschaft wirken.


    Will mal ein Beispiel geben:
    Es hat sich der Vorstand eines Kreisliga-Vereins dazu entschlossen sein Seniorenteam vom gegner- ins ballorientierte Spielsystem umzustellen, weil man nur mit moderner Taktik glaubt, die gesetzten sportlichen Ziele erreichen zu können. Der aktuelle Chefcoach ist zwar ein neter Kerl mit hohem Standing in der Mannschaft, hat jedoch keine Ahnung vom Spiel mit "Kette". Weil der Verein gern am Trainer festhalten möchte, holt es sich einen Co-Trainer, der diese taktische Systemumstellung in die Wege leiten soll.
    Es kommt jedoch schon während der ersten Trainingseinheiten zu unterschiedlichen Auffassungen. Während der Co-Trainer etwas von Abwehrpressing erklärt, gibt der Chefcoach "Manndeckung" vor. Während der Co-Trainer das anlaufen des ballführendes Spielers erläutert, verlangt der Chefcoach scharfes angreifen und abgrätschen. Na ja, so geht das eine ganze Weile und die Spieler schauen sich gegenseitig an, weil sie nunmehr vollkommen verwirrt sind, was sie denn nun machen sollen?


    Wen treffen nun die Versäumnisse? Die Vereinsführung, den Chefcoach oder dem Co-Trainer?


    Aber egal, zu welcher Ansicht ihr gelangt, zentraler Punkt zur Einstellung auf einen Co-Trainer ist nach meiner Meinung, dass er kein "Hütchenaufsteller" und "Platzaufräumer" ist, sondern ein ernstzunehmender Partner, mit dem man sich regelmäßig über alle Fragen austauscht und so gewährleisten kann, das man mit gleicher Sprache und identischen Ziele die sportlichen Trainerbelange vertritt. Die Kompetenzen können durchaus nach den jeweiligen Stärken vergeben werden, jedoch sollte die Mannschaft jeweils darüber informiert sein, wer wozu das Sagen hat, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt.


    Je nach Aufgabe kann es wichtig sein, über spezifische Vorkenntnisse (z.B. Trainerlizenz) zu verfügen. Denn im Falle einer Abwesenheit (des Chefcoaches) soll er in der Lage sein, die Mannschaft stellvertretend erfolgreich führen zu können. Dazu ist ein gewisses Maß an Selbstbewußtsein m.E. unerlässlich, denn ein "Speichellecker" hätte wohl kaum die erforderliche Autorität für sein Team.

    @Ersatzbank


    Klar gibts solche Eltern, wie du sie beschreibst. Es mag ja auch Eltern geben, die ihre Kinder überfordern. Sind eben auch im Querschnitt der Gesellschaft enthalten.


    Dennoch glaube auch ich, dass die meisten Eltern, die ja die meiste Zeit des Tages mit ihren Kindern verbringen, noch am besten einschätzen können, was ihre Kinder können und wollen!


    Auch finde ich es wichtig, die Eltern mit ins Boot zu holen, denn gemeinsam klappt es am besten, als wenn man sich gegenseitig mißtraut. Selbst, wenn man nicht immer gleicher Meinung ist kann ein Dialog zwischen Trainer und Eltern auf Augenhöhe doch stets die Interessen der Kinder stärken.

    @Goodie


    Dann will ich hoffen, das die besser sind als die, an der ich mal als Gast teilgenommen habe.


    Der Leitung war die Diskussion bereits an der Stelle entglitten, als es um Tore und Torverhältnis in der Tabelle ging. Hier erhob der "harte Trainer-Kern" massiven Einspruch, weil damit die "wahren Verhältnisse" auf dem Fusballplatz nicht wiedergegeben würden. Man würde sowieso weiterhin untereinander die tatsächlichen Ergebnisse austauschen und eine "interne Tabelle" führen.


    Sie forderten die große, schweigende Masse der Trainer dazu auf, ihre Teams vom Verband abzumelden, um wieder nach "alten Regeln" um Tore und Punkte zu kämpfen.


    Der Leiter meinte lediglich, dass er davon nichts hören wolle, war jedoch aufgrund der massiven Drohungen verängstigt und sah sich außerstande, auf die Argumente der Gegner der FPL einzugehen. Man hatte das Gefühl, man startet widerwillig und ohne innere Überzeugung in die FPL-Liga.


    Hinzu gefügt werden sollte, dass es in diesem Bereich nur alle Jubeljahre einmal einer verbalen Eskalation kommt.


    Es hätte dem Dialog gutgetan, wenn hier eine bessere Information der Regeln voran gegangen wäre. Flankierend zum Seminar sollten weitere Hintergründe über den Sinn und Zweck vom Kinderfussball vermittelt werden. So gibt es das Thema (z.B. "Kinder stark machen") vermittelt Hintergründe für den Kinderfussball.


    Ohne eine Sensibilisierung auf den Kinderfussball sehe ich die Gefahr, dass man lediglich eine zeitweilige Drosselung der Erwachsenensicht der Obrigkeit des Verbands erzielt, um danach wieder "Dorfbundesliga" spielen zu können.


    Ich glaube, wir sind nach mehr als 10 Jahren Erfahrungen im KiFu nur deshalb noch am Anfang, weil es bis in die obersten Gremien hinein noch keine ausreichende Unterstützung mangels Interesse am Kinderfussball gibt. Eine Realisierung von unten nach oben ist jedoch schon deshalb sehr viel schwieriger, weil es hier meist an Multiplikatoren fehlt. Dennoch wird sich die FPL durchsetzen, weil ihre Idee fortschirttlicher ist als alles Bisherige.


    Was fehlt ist eine verantwortliche Person für die Kinderfussball beim DFB, damit geeignete Maßnahmen getroffen und deren Erfolge kontrolliert werden. So bewegen wir uns in einem freien Raum, der Anlaß zu 1000 und 1 Interpretation gibt.

    Für Ratschläge und Denkanstöße in dieser für mich schwierigen Situation wäre ich sehr dankbar.

    Man sagt, es dauert ca. 2 Jahre, bis man als Trainer einigermaßen durchblickt. Diese Zeit sollte man dazu nutzen, einem erfahrenen Trainer über die Schulter zu schauen. Nicht, um es zu kopieren, sondern zu kapieren.
    Ein "stotternder Motor" nach 5-monatiger Trainerarbeit ist schon deshalb nichts besonderers, weil man dich (wie leider viele deiner Kollegen) ins "kalte Wasser" geworfen hat. Gerade in der altersgerechten Mannschaftsführung muß man zunächst einmal genügend Erfahrungen sammeln, um mit dem nötigen Fingerspitzengefühl weitaus mehr an Motivation als an Sanktionen zu bieten, sodass die Spieler mit einer großen Neugier kommen, anstatt sich durch Langeweile und Monotonie (z.b. langer Trainervorträge) sich gegenseitig auf den Senkel zu gehen.


    Ein Mittel, was fast immer positiv wirkt, sind gut geplante, interessante und abwechselungsreiche Trainingseinheiten. Ist man im Zweifel, so sollte ein regelmäßiges Gespräch mit der Mannschaft Klarheit darüber bringen, wo es gleiche und unterschiedliche Interessen gibt.


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    Aus den vorgenannten Gründen kann ich dir empfehlen, zunächst einmal bei deinen beiden Freunden deine Defizite als Trainer zu erkennen und daran zu arbeiten. Oder sind deine beiden Freunde ebenfalls Trainerneulinge?


    Autorität erhält man nicht durch einen Altersunterschied, man muß sie sich täglich erarbeiten. Ein geringer Altersunterschied kann den Vorteil haben, als das du die gleiche Sprache sprichst, sodass es kaum Verständnisprobleme gibt.
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    Wie du glauben viele Trainer daran, dass ihnen das Limit durch die aktuellen Fähigkeiten ihrer Spieler vorgegeben ist. Andererseits gibt es auch "positiv Fussballbekloppte", die nicht schon nach kurzer Zeit die Flinkte ins Korn werfen, sondern stets hoffnungsvoller Zuversicht sind, weil sich Spieler und Trainer permanent weiterentwickeln können.


    Erst, wenn du deine eigenen Grenzen erkannt hast, solltest du bei deiner Anaylse auch die Fähigkeiten deiner Mannschaft berücksichtigen. Im Fussball werden gern Symbole benutzt. Versteh dich also als Zentrum eines nach unten zeigenden Dreiecks, über das die Mannschaft ständig Impulse bekommt, die es für sich nutzen kann. Vermutlich hast du dich bislang als oberstes Zentrum eines nach unten zeigenden Dreiecks gesehen, welches auf Basis von Spielerimpulsen eher den Charakter eines Zuschauers, anstatt der eines Beobachters hatte?

    Nee, da hab ich mich vielleicht misslich ausgedrückt. Ich finde diese Bescheinigungen unerträglich, solange man sich im echten Amateurbereich bewegt.

    Genauso sehe ich es auch! Denn überall dort, wo man partnerschaftlich und fair miteinander umgeht, dürfte es gar nicht zu dieser Form von gegenseitigem Mißtrauen kommen, sodass man meint es über Bescheinigungen regeln zu müssen.


    Gerade im Nachwuchs-Breitensportbereich richtet man mit Verboten eher das Gegenteil von dem an, was eigentlich gewünscht ist. Nämlich eine Vereinsarbeit auf gutem Niveau im Sinne der Mitglieder. Eine gemeinsame Freizeitgestaltung kann hier lediglich auf freiwilliger Basis geschehen. Sobald versucht wird, einen Zwang auszuüben, wird gegen den Kern der ehrenamtlichen Arbeit im Verein verstoßen.


    Nach meiner Meinung darf auch der Verband nicht in die Vereinsautonomie eingreifen, in der die Mitglieder die Statuten bestimmen und der Verband lediglich den Spielbetrieb organisiert.


    Scheinbar halten aber auch einige Verbände die schriftliche Beischeinigung zur Teilnahme am Probetraining als Unfug und realitätsfern.

    Die Bewertungsgrundlage sollte sein, dass ob man für das Spielen in einem Verein Zuwendungen bekommt oder nicht.

    Hast du das ironisch gemeint? :cursing:


    Denn im Kinder- und Jugendbereich des Breitensports werden übligerweise keine keine Zuwendungen vom Verein für das Spielen :O !


    Oder sollte man nach deiner Meinung fürs Hobby-Kicken vom Verein Geld bekommen? Wenn ja, woraus ergibt sich dieser Anspruch?

    @Ersatzbank


    Regelungen, die 2 Vereine betreffen ergeben sich unter dem Punkt "Zweitspielrecht"!


    Hier scheint es tatsächlich um den Einschüchterungsversuch zu gehen, bei dem einem wechselwilligen Spieler Steine in den Weg gelegt werden sollen.


    Weil man es dem Spieler jedoch nicht verbieten kann, mit einem anderen Verein Kontakt aufzunehmen versucht man die Vereine in die Pflicht zu nehmen. (klappt natürlich nur, wenn sich alle Vereine daran halten)


    Die Verbände sehen die Notwendigkeit bzw. ein ableitbares Recht am Spieler durchaus unterschiedlich, weshalb man den § 21 der Jugendordnung nicht überall findet.


    Im Breitensportbereich kann der Verein jederzeit einem Spieler kündigen. Dieses Recht sollte dann ebenfalls für das Mitglied gelten. Es sei denn, beide Seiten vereinbaren etwas anderes, wodurch beide Seiten gleiche Rechte und Pflichten eingehen.


    Allerdings halte ich eine Wahrung der Interessen des Vereins nach dem Austritt eines Spielers für bedenklich! Ebenso die unterschiedliche Bewertung von Jugendlichen und Erwachsenen in einem Verein!

    @RedDevil


    Ich habe das Beispiel aus dem Wirtschaftsleben bewußt gewählt, damit für jeden Leser eigentlich klar sein sollte, das im Fussball noch eine Art "Leibeigenschaft" gewünscht wird, bei der ein Vereinsmitglied zunächst einmal eine schriftliche Genehmigung haben muß, bevor es sich woanders umschaut.


    Es geht nicht darum, Training und Arbeit gleichzusetzen, sondern die Parellelen bzw. Unterschiede von Bürgerrechten darzustellen.


    Es muß auch hier der Wunsch des Spielers/der Eltern nach Vertraulichkeit respektiert werden.

    Der Hinweis, den Trainer bei einem Spiel zu beobachten ist hilfreich aber im Winter schwierig.

    Warum?


    Man kann doch Hallenturniere besuchen, an der das Team des potenziellen neuen Vereins teilnimmt?


    Dort kann man feststellen, ob den "netten Worten" am Telefon auch Taten folgen. Insbesondere sollte man das Trainerverhalten beobachten, wenn sein Team zurück liegt. Selbst, wenn man aufgrund der Distanz nicht jedes Wort versteht, verraten die Mimik und Gestik während und nach dem Spiel viel über die soziale Kompetenz. Diese Fähigkeit ist nicht unbedingt abhängig von seinen Fachwissen, was ja für Eltern meist auch schwieriger zu beurteilen ist.


    Es sollten für dich Hinweise sein, damit dein Sohn beim Vereinswechsel auf wirklich profitiert. Nicht das nachher nur der Name des Vereins ein anderer ist.


    Es gibt genug Eltern, die über ähnliche Probleme klagen. Manche davon lesen hier vielleicht mit. Deshalb auch für sie der Tipp, nicht allein den Worten zu vertrauen, sondern zunächst einmal das Verhalten in vermeintlichen Stress-Situationen prüfen, bevor man sich dazu entschließt, was für das Kind zukünftig das Beste sein könnte.

    Langsam wird es ernst!


    Der SV Wilhelmshaven hat vorsorglich Klage für die Wiedereingliederung in die Regionalliga gegen den Norddeutschen Fussballverband beim Landgericht Bremen eingereicht, um notfalls auf diesem Wege die Rückkehr in die Regionalliga zu erstreiten. Damit wäre dann endgültig Klarheit über FIFA-, DFB und Verbandsstatuten erreicht, die nicht mit den Landesgesetzen überein stimmen.


    Der Verband und der DFB wäre gut beraten in eine gütliiche Einigung einzuwilligen, weil ihnen dies die notwendige Zeit schaffen wird, die Korrekturen für den Vereinswechsel im Jugendbereich in Formen bestmöglichen Ausgleichs von Spielern und Vereinen zu gestalten.


    Sollte diese Zeit ungenutzt verstreichen, so kann das duch den SV Wilhelmshaven erstrittene Urteil mit dem damaligen "Bosmann-Urteil" verglichen werden, wonach auch dem Hobby- und Amateuerspieler die freie Wahl des Ortes seiner Freizeitgestaltung gewährt werden muß, sodass die Vereinsinteressen einer Abwerbung und Planungssicherheit gegenüber einem im Grundgesetz niedergelegten Persönlichkeitsrecht als nachrangig beurteilt wird.

    Das kommt einfach mit der Zeit.

    Dieser Aussage würde ich folgen. Allerdings trifft sie nicht immer auch für den Torwart zu.


    Denn der Keeper macht bereits dann erste "Zeitfehler", noch bevor er den Ball hat!


    1. Schuß geht neben das Tor, aber der Torwart könnte den Ball sicher halten
    Weil der Trainer dem Torwart die falsche Info gibt: wenn der Ball ins Aus geht, lass ihn laufen, handelt der Keeper im Spiel auch so. Allerdings hat diese Entscheidung den Nachteil, dass man dem Gegner durch die längere Verzögerung bei der Spieleröffnung die Zeit gibt, sich zu sortieren. Ca. 80 % aller Tore werden jedoch durch kluges, schnelles Konterspiel erzielt. Wenn der Torwart sich jedoch falsch entscheidet und/oder ihm dies vom Trainer falsch vermittelt wird, so zieht sich dies schlechte Spieleröffnung fort und der Gegner kann den Ball häufig schon ab der 3. Ballstation zurück erobern.
    - Klar kann der Versuch einen knapp neben das Tor landenden Ball schief gehen. Aber aus der folgenden Ecke können prima Konter gefahren werden, weil der Gegner mit sehr vielen Spielern im oder am Strafraum steht. -


    2. Abschlag
    Der "Drehseitstoß" ist wohl die schnellste Form der Spieleröffnung beim Ball aus der Torwarthand, weil hierfür kein Anlauf benötigt wird und dennoch eine unterschiedliche Weite mit ausreichender Präzision erreicht werden kann. Diese Technik kann bereits von 9-Jährigen erfolgreich vermittelt werden. Allerdings sollte sie der Trainer oder ein anderer Keeper gut präsentieren können, sonst ist dieser Bewegungsablauf nicht so einfach. Kann der Keeper diese Technik, dann braucht er nicht lange, um den Ball zum Mitspieler zu passen. Steht der Gegner sehr hoch, deren Keeper jedoch tief, so lohnt ein taktischer, weiter Abschlag mit dieser Technik, weil ein eigener schneller Angreifer hierbei sofort in eine finale Torabschlußsituation gelangt.


    3. Abstoß
    Es gibt eigentlich nur 4 Anspielstationen (Hinten rechts oder links oder in der Mitte rechts oder links). Denn bei den zentralen Pässen befinden sich die Mitspieler nicht in einer "offenen Position", weshalb es der Gegner leicht hat, diesen Paß zu erobern, indem er dem Ball entgegen sprintet. Aber selbst, wenn der Mitspieler den Ball erhält, findet er meist keine Anspielstation mit Raumgewinn, sodass der Gegener sofort einen Zugriff zum Ball erhält. Deshalb ist es für den Torwart von Vorteil, wenn er sich bereits während des Ballwiederholens entscheidet, zu welche der 4 Stationen er den Ball spielen will, dann lediglich den Ball kurz ablegt und sofort zum gewünschen Anspielpartner schießt. Natürlich sollte auch diese Schußtechnik trainiert werden. Denn häufig ist die Anlaufkurve zu stark, der Standfuß zu weit vom Ball weg, sodass der Schuß weder die gewünschte Höhe oder Weite erhält.


    4. Entscheidung zu falscher Technik kostet Zeit (abfangen und vorlegen, statt hinlegen und aufstehen)
    Obwohl genügend Zeit vorhanden wäre, auf den geschossenen oder geflankten Ball zuzugehen, warten Keeper häufig auf den Ball. Dabei beobachtet man die Technik, bei der ein flacher oder fast flacher Ball zunächst mit den Händen abgewehrt und dann im Nachfassen unter dem Körper begraben wird. Das mag für den Laien zwar nett aussehen, aber wenn sich ein Keeper ohne Grund in die Horizontale begibt, dann muß er zunächst erst einmal wieder aufstehen, bevor er den Ball ins Spiel bringen kann. Würde er dem Ball entgegen gehen, ihn mit den Händen abwehren und gleichzeitig vorlegen, dann könnte er das Leder in die gewünschte Richtung und Entfernung vorlegen und beim nächsten Ballkontakt an einen Mitspieler passen. Nur dann, wenn der Balldruck stark ist, Gegner in der Nähe sind, der Keeper sich nicht sicher ist, sollte er den Ball fangen und sichern.


    5. sonstige Zeitfehler
    Auch beim Rückpaß oder dem Ablaufen einer gegnerischen Flanke hat der Keeper meist verschiedene Entscheidungsoptionen. Will er das Spiel beruhigen, um seinen Mitspielern die Zeit zu gewähren, ihre Positionen einzunehmen, so wird er mit der Spieleröffnung zögern. Möchte er das Spiel hingegen schnell machen, so wird er den Ball direkt zum dem Mitspieler ohne Gegnerdruck weiterleiten, von dem aus der Ball mit 1 - 2 weiteren Pässe zu einer Torchance führt. Denn spielt er den Ball zu einem Kameraden, der ihn lediglich zum Keeper zurück passen kann, was hat dann die Mannschaft gewonnen?


    Fazit: Der Trainer steht in der Verantwortung, wenn der Torwart Entscheidungsfehler begeht, denn der moderne Fussball wird nun einmal vom Kopf in den Fuß gespielt. Kann der Trainer dem Keeper nicht vermitteln, dass ein Entscheidungsprozeß auf Basis von taktischem Wissen in gleichzeitiger Kombination einer korrekten Technik erfolgt, dann sind Zeitfehler die Folge mangelnder Trainingsinhalte. Natürlich wird die breite Maße der Trainer hier im Forum zu recht sagen: "sie hätten weder die Technik des Drehseitstoßes drauf, noch könnten sie mögliche Zeitfehler immer richtig entscheiden". Allerdings gebe ich zu bedenken, dass mit sich in Sachen "Torwartfehler" sehr viel schneller einig wird und den schwarzen Peter gern auf den im wahrsten Sinne des Wortes "Letzten Mann" schiebt!

    Das Training nicht gut, seine Anbindung ans Team nur mäßig, das Coaching mit zweierlei Maß... Er spielt auch wirklich nur noch lustlos.

    Es gibt keinen offenen Streit zwischen Trainer/Kind/Eltern.

    Du wolltest ja einen Rat!


    Erkennst du selbst nicht den Widerspruch in deinen Aussagen? Du stellst fest, dass der Trainer der Verursacher ist, warum dein Sohn den Verein wechseln will. Denn der Trainer macht kein gutes Training, kann sein Team nicht motivieren und beurteilt beim Coaching die Aktionen nach zweierlei Maß!


    Es gibt diese Meinungsverschiedenheit, weshalb nicht von einer Harmonie zwischen Trainer/Kind/Eltern sprechen kann, sondern lediglich zwischen Kind/Eltern. Wenn aber Eltern unterschwellig dem Trainer ihres Kindes ein gewisses Versagen vorwerfen, dann sieht sich wohl auch das Kind gezwungen, sich zwischen Eltern und Trainer zu entscheiden. Im Zweifelsfall entscheiden sie sich für die Eltern. Was bleibt ihnen auch anderes übrig?


    Ich würde versuchen herauszufinden, ob mein Kind nur deshalb schlecht über seinen Trainer denkt, weil es glaubt, die Eltern denken so oder weil es sich selbst über seinen Trainer ärgert?


    Nett sind fast alle Trainer beim Training. Ihre andere Seite zeigen sie fast immer, wenn sie sich im Wettkampf selbst unter Erfolgsdruck setzen. Insbesondere dann, wenn der Gegner im sportlich "das Fell über die Ohren zieht"! Bevor man sein Kind im neuen Verein anmeldet, sollte man nicht nur ein nettes Telefonat oder ein Training beobachten, sondern sich insbesondere Spiele gegen starke Gegner anschauen.