Beiträge von TW-Trainer

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    open-minded


    Wenn du Vereinsverantwortliche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern befragst, dann werden sie dir Antworten, dass es immer schwieriger wird, solche Mitarbeiter zu gewinnen. Häufigste Antwort dieser Ehrenamtlichen über das Motiv ihres Einstiegs ist: weil es sonst niemand machen wollte und mein Kind sonst keinen Vereinsfussball in Wohnortnähe hätte spielen können.


    Die Ursachen sind vielschichtig! Vornehmlich geht es jedoch darum, dass sich die Vereinsarbeit immer mehr auf 2 Kernbebiete fokossiert hat.


    1. "Das Aushängeschild des Vereins" Damit ist die 1. Seniorenmannschaft gemeint. Dort wird sehr viel Zeit und Geld investiert, weil längst nicht mehr alle Spieler im Heimatverein das Fussballspielen erlernt hat
    2. "Das Schmuckstück" Gemeint ist der finanzielle und personelle Aufwand für die Sportplatzgestaltung und -pflege


    Andere Bereiche, wie die Nachwuchsförderung in vielen Dorfvereinen fristen ein Schattendasein. Dort gibt es nach wie vor zu wenig gut geschulte Trainer, Betreuer und engagierte Jugendleiter.


    Leider haben viele Vereinsverantwortliche noch nicht erkannt, das die Zukunft ihres Vereins in der Jugend liegt! Gelingt es ihnen nicht, sie durch geeignete Rahmenbedingungen zu gewinnen und dauerhaft zu binden, wird nicht allein aufgrund des demografischen Wandels das Vereinssterben deutlich zunehmen.


    Volkswirtschaftliche Folgeschäden aus Mangel an körperlicher Bewegung und Mangel an Kommunikations- und Kompromißbereitschaft sind kaum absehbar. Es wird eine "Handy-Generation" entstehen, für die das Individuum ein beliebiges Objekt ohne eigenen Wert darstellt.


    So, wie ihr heute mit euren Kindern umgeht, so werden sie später mit euch umgehen! Vielleicht, wenn ihr Glück habt, bekommt ihr mal eine SMS?

    Die zunehmende Aggression durch das Eingreifen von Eltern in das Fussballspiel des Jugendfussballs zeigt, dass es nur noch selten um den Spaß am Fussball für die Kinder geht.


    @FB
    Die Bewältigung solcher Situationen sind in Teams mit sehr hoher Eigenmotivation sehr viel einfacher. Denn moderner Fussball hat auch etwas mit Verständnis und darüber hinaus etwas mit Intelligenz zu tun. Dort werden die von dir beschriebenen Zeichen verstanden und führen bei den wenigen Ausnahmesituationen auch zu den gewünschten Ergebnissen.


    In den unteren bis mittleren Ligen des Jugendfussballs darf man jedoch nicht darauf vertrauen, dass Trainer und Spieler zu solchen Entscheidungen gelangen. Dort wird Gewalt mit Gegengewalt beantwortet, bis es irgendwann eskalieren kann!


    In den Basis-Teams des unteren und mittleren Ligenbereichs geht es aber nicht nur um technische oder taktische Unterschiede, sondern auch um den gegenseitigen Ermüdungskampf. Ein Sieg wird als Vernichtung des Gegners gefeiert. Für eine Niederlage wird Rache geschworen. Das Kind wird als Held gefeiert oder für eine Niederlage bestraft! Manche Eltern können sich derart hineinsteigern, dass das Spielergebnis über Wohl und Wehe des gesammten Wochenendes endscheidet und der Rest der Familie darunter zu leiden hat!


    Ach, wie gut hatten wir es noch damals, als wir mit Vereins-Transport-Fahrzeugen zu den Auswärtsspielen gefahren wurden und die Eltern während der Zeit unserer Spiele arbeiten gingen. Da hat es ihnen gereicht, das Spielergebnis und evl. erzielte Tore als Informationen zu bekommen.


    Laßt doch den Kindern ihr Spiel und bleibt zuhause! Denn nicht die Kinder, sondern ihr habt Probleme mit Schiedsrichtern!


    Die Fairplay-Liga Rahmenbedingungen sind leider nur ein Notnagel für die tragische Entwicklung im Jugendfussball!

    Skippi


    Wenn der angesetzte Schiedsrichter nicht erscheint, sollen sich die beiden Trainer auf einen Schiedsrichter einigen. Ein Vorrecht eines Vereins, den Schiedsrichter in solchen Fällen stellen zu dürfen, gibt es hier nicht. (Wäre mir zumindest nicht bekannt?) Es sind beide Trainer gleichberechtigt. Es kommt jedoch vor, dass der Gastgeber seinem Gast freiwillig und aus sportlicher Höflichkeit den Vortritt läßt.


    Was war denn für dich das Hauptmotiv hier einzugreifen? Die nach deiner Meinung unfaire Schiedsrichterleistung (1 : 1 Halbzeitstand, was nur dem Spielleiter zuzuschreiben ist) oder das erhöhte Risiko einer Verletzung deines Sohnes (Mein Ton war bestimmt nicht fein, jedoch war ich stark erregt weil mein Sohn laut weinend am Boden lag.)?


    Unabhängig von deiner Motivation wäre es jedoch besser gewesen, du wärst, statt den Schiedsrichter zu beleidigen (bist du blind), zu eurem Trainer gegangen und hättest ihn gebeten, deinen Sohn unverzüglich auszuwechseln, wenn du eine Gefahr für seine Gesundheit gesehen hättest.


    Wenn ein Zuschauer oder Trainer auf Verlangen des Schiedsrichters das Sportgelände nicht verläßt, kann er das Spiel abbrechen, wenn er eine besondere Gefährdung sieht.


    Noch besser wäre es gewesen, euer Jugendwart hätte gemeinsam mit dem Trainer vor der Saison alle Eltern eingeladen und ihnen die Verhaltensregeln erklärt. Häufig geben die Trainer nicht deshalb ihren Job schon nach der 1. Saison wieder auf, weil ihnen das Training oder die Betreuung der Kinder keinen Spaß macht, sondern weil deren Eltern Stress machen und sie sich einem besonderen Erfolgsdruck ausgesetzt fühlen! Auch Kinder, die spüren, dass es ihren Eltern nur ums Gewinnen geht, hören häufig in der D-Jugend auf, weil ihnen der Spaß am Fussballspielen genommen wurde. Dabei spielt es keine so große Rolle, ob der Trainer oder die Eltern auf diese Weise ins Spiel eingreifen. Mit dem Schiedsrichter haben sie in der Regel keine Probleme. Weil schon beim nächsten Spiel alles wieder ganz anders aussehen kann.

    thomasg


    Das was du beschreibst ist ein allgemeines Probleme und übel, was gerade in den unteren Ligen besonders stark auftritt. Die miesten Kinder trauen sich noch nicht, ihren Trainern zu sagen, dass sie auch gerne mals spielen wollen. Und die Trainer sind zu unerfahren und meinen, jeder Spieler könne sich ja im Training für das kommende Spiel empfehlen. Doch Training ohne gleichzeitig ausreichende Wettkampfeinsätze vergrößern den Leistungsunterschied! Deshalb glauben viele unerfahrene Trainer, sie hätten bei ihrer Leistungsbeurteilung alles richtig gemacht!


    Über solche Tricot-Aktionen sollte man stehen, solange dort nichts "Beleidigendes" aufgeführt ist. Kann mich an ein Tricot erinnern, das stand irgendwas drauf, dass man die wenigesten Gegentore der Liga kassiert hätte. Allerdings stand nicht drauf, dass man selbst auch kaum Tore erzielt hatte. So what? Da wird weitaus mehr Geld für Unsinnigeres ausgegeben!

    apetten


    Erst einmal vielen Dank für deine Antworten! Meine Hinweise waren ja auch nicht böse gemeint, sondern aus eigenen, schmerzhaften Erfahrungen heraus, das Theorie und Praxis machmal deutlich voneinander abweichen. Wer ein Studium absolivert hat, wird früher oder später mit Professoren in Kontakt treten, die bis vielleicht auf ein mehrwöchiges Praktium nie ein Unternehmen kennengelernt haben. Ihre Ansichten darüber sind aufgrund mangelnder eigener Erfahrungen meist weltfremd. (Solche Leute kämen glatt auf die Idee eine positive Korrelation zwischen der Anzahl der Storchennester und der Geburtenrate für ein Gebiet zu erstellen. Obwohl doch jeder weiß, dass der Klapperstorch nicht die Kinder bringt, erfreuen diese Prof. sich an der wissenschaftlichen Methodik der Beweisführung!


    Aber es ist nun einmal dein Professor, der deine Arbeit zu beurteilen hat, weshalb es auch kein Vorwurf gegenüber deinen Leistungen sein soll! Ferner gilt es primär zu beweisen, dass man in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten und eventuelle Erkenntnisse dieser Arbeit einen Nebeneffekt darstellen. Bei einer Dissertation schaut`s dann schon ein wenig anders aus!


    Also mach dein "Ding zuende" und berichte darüber!

    Sir Alex


    Wenn 99,95 % aller Kinder niemals ihren Traum "Profifussballer" nicht erfüllen können, dann ist bei aller Träumerei ein bißchen Realismus von Nöten! Ein Perspektivwechsel ist immer eine individuelle Entscheidung!


    Um mehr aus dem "Nähkästchen" zu plaudern, müßte ich meine Anonymität preisgeben. Dies hätte zur Folge, dass ich hier nicht mehr schreiben könnte.


    Natürlich handelt es sich bei den Beschreibungen um meine subjektive Wahrnehmung. Genauso ist es mit der Gewichtung der Argumente! Doch ich versuche nichts anderes als ehrlich zu sein. Dabei ist mir die Schutzbedürftigkeit der betroffenen Kinder und Eltern wichtiger, als die professionellere Vereinsbrille! Welchen Vorwurf machst du mir also?

    Sir Alex


    Bitte lies meinen Beitrag noch mal, denn ich komme zu dem gleichen Fazit wie du!


    So habe ich nicht nur hier, sondern auch an einer anderen Stelle geschrieben, dass ich große Zweifel an einer Läuterung habe! Die Unschuldsvermutung bezieht sich auf die Delikte, die nach den Anwälten von Höneß verjährt sein müßten, weshalb Hoeneß mit einer Einstellung gerechnet hat. Weil die Staatsanwaltschaft jedoch zu einer anderen Meinung gelangt ist, wird es zu einem Prozeß kommen. Dennoch hat auch er ein Recht darauf, bis zur Urteilsverkündung so behandelt zu werden, wie andere Tatverdächtige auch. Deshalb habe ich in der Überschrift zwischen dem Recht (als juristische Ableitung) und dem Gerechtigkeitsempfinden (aus der Medienbeschreibung) unterscheiden wollen.


    Weder darf es eine aus Medienberichten abgeleitete Vorverurteilung, noch eine daraus abgeleitete Androhung der Privatperson Hoeneß sowie seiner Familie geben. Unsere Geschichte hat gezeigt, wie hier Menschen auf propagandische Berichterstattung reagieren. Hinterher zu behauten, das habe man nicht gewollt, nützt nicht! Man muß vorher nachdenken.


    Gerne gebe ich deshalb auch "den Ball" an dich zurück, solltest du noch etwas ergänzen wollen!

    Wenn ich Professor wäre, so würde ich vermutlich großes Lob für die Zusammenstellung des Fragenkatalogs und der Möglichkeit zur einfachen Auswertbarkeit der Fragen austeilen. Bei der Analyse gäbe es wohl ein paar Hürden, aber die könnte man Leichtigkeit durch wissenschaftliche Methodik überspringen.


    Wenn ich jedoch ein kommunaler Verantwortlicher wäre, der den Auftrag erhalten hat, die Stärken und Schwächen der im Zuständigkeitsgebiet ansässigen Vereine zu analysieren, dann man mir diese Arbeit um die Ohren schlagen. Man würde sagen, dass ich offensichtlich keine Ahnung von der Basis in diesen Vereinen habe! Im ersten Teil des Fragenkatalogs werden hauptsächlich negative Antworten und im zweiten Teil positive Antworten erwartet. Aufgrund der Fragenzusammenstellung die die vornherein aufgestellte Theorie über die Wirksamkeit bestimmter Maßnahmen bewiesen! So etwas nennt man selbsterfüllende Aussagen, deren Wert in der Praxis sehr gering ist. Umfragen mit hohem Wert sollten stets ergebnisoffen sein. Wie soetwas ausschauen kann, kannst du übrigens auch hier im Forum finden!

    fireguti


    Wie du schon aus den ersten Antworten entnommen hast, ist das gar kein so großes Problem. Weder von der Anzahl der Trainingsteilnehmer, noch von der Platzgröße. Als Trainer lernt man mit der Zeit gut zu improvisieren und seine Trainngsinhalte an den Gegebenheiten kurzfristig anzupassen. Wichtig ist jedoch ein "roter Faden", an dem man sich orientieren kann.


    A. Trainingsvorbereitung:
    Wenn du allein bist, dann die (möglichst wenigen) Hütchen für deine Übungen schon vor dem Training verteilen. Mit Partner gehts auch, nach jeder Übungen.


    B. Trainingseinheit:


    1. Trainingsthema (z.B. Paßspiel)
    2. Gemeinsames Warmmachen (z.B. Viereck von 15 x 15 m mit Hütchen markieren, je 2 Spieler (Partner) 1 Ball verteilen, mit dem sie sich laufend im Rechteck den Ball zupassen; für die besseren Spieler wird
    abwechselnd mit rechts/links gepasst oder per Hacke in den Lauf des Mitspielers weitergeleitet)
    3. Aufteilung in 2 -3 Gruppen nach einfacher und schwierigeren Übungen
    4. Spielformen: dito
    5. Abschlußspiel: 2 in etwa gleich starke Teams bilden und quer über die Platzhälfte Trainingstore aufbauen


    Ist doch gar nicht so schwer oder?


    Viel Spaß dabei!

    open-minded


    Bei 2 in etwa gleichstarken Mannschaften gewinnt fast immer das Team mit dem besseren Keeper. Auch ist es für die Mannschaft ein kleiner, psychologischer Vorteil, wenn sie weiß, dass nicht jeder Schuß aufs Tor drin ist.


    Zwar hatte Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder Probleme, im obersten Leistungsbereich und den Nationalmannschaften nicht mehr mit den Top-Teams mithalten zu können, aber um Keeper mit Weltklasseformat mußten wir uns nie Sorgen machen.


    Weil jedoch die Ausbildung dieser Torleute auch heute noch vornehmlich im Verborgenen der Vereine stattfindet, gibt es für den Breitensport kaum Informationen für eine sinnvolle Ausbildung. Lange Jahre fiel dem DFB auf Anfragen in diesem Bereich nicht sehr viel mehr ein als zu behaupten: "der Torwart trainiert die Mannschaft und die Mannschaft trainiert den Torwart"! Dies war natürlich nur sinnbildlich gemeint, weil ein Torwart nicht weiß, wie man eine Mannschaft trainiert (dafür gibt es ja den Trainer) und die Mannschaft auch nicht weiß, was der Torwart besser machen kann (dafür würde man einen Torwart-Trainer benötigen). Es besteht jedoch durchaus die Möglichkeit, dass im nächsten Jahr die Torwarttrainingsseiten des DFB optimiert und mit mehr Inhalten gefüllt werden. Zusätzlich wird es Informationen über vielseitige, altersgerechte Übungen und Trainingseinheiten in der DFB-Zeitschrift "ft-junior" geben.


    Viele Nachwuchs-Trainer möchten gerne etwas machen, haben aber Berührungsängste, weil sie nicht wissen, was sie machen und wie sie unterstützend helfen sollen! In einigen Fällen macht man den Versuch, ältere Torleute fürs TW-Training zu gewinnen. Das ist schon mal ein sehr guter Anfang, auch wenn der Keeper seine eigenen Fehler präsentiert und selbst nicht immer weiß, warum das eine besser und das andere schlechter ist. Aber darauf kommt es zunächst einmal gar nicht an. Schließlich geht es im Breitensport zunächst einmal darum, dass sich jeder, der will, auf dieser Position mit Spaß ausprobieren kann und dafür eine gute Trainer-Unterstützung im Verein bekommt.

    open-minded


    Ich habe das Vertrauen in die Trainerkollegen, dass durch die Masse der Antworten auch genügend Informationen vorliegen, um auch solche Details wahrnehmen zu können. Schon die erste Auswahl hat gezeigt, wie vielfältig die Startphase in den Trainerjob ist.


    Also nur Mut, den weitere Antworten werden das Trainerbild noch besser beschreiben können.

    Zunächst einmal sollte angemerkt werden, dass es hier weder um Fussball noch um Bayern München geht, sondern um die Privatperson Uli Hoeneß! Nach deutschem Recht gilt die Unschuldsvermutung bis das Gegenteil davon bewiesen wurde. Ich hoffe, dieses Recht gilt für alle Bürger dieses Landes. Auch ist die Justiz dafür da, im Falle einer Verurteilung die dafür angemesse Bestrafung anzuordnen.


    Aus gutem Grund und insbesonderer unserer jüngsten Geschichte folgernd wurden demagogische Aspekte aus unserem Recht verbannt. Um so schlimmer, dass sich nun eine Reihe von Politikern das Recht einer Vorverurteilung herausnehmen. Selbstverständlich um ihre eigene Person ins Rampenlicht zu rücken. (Nach dem Motto: ich kann zwar nichts, aber der Bürger soll`s nicht merken!) Sonst würden sie sich allenfalls nach einem Urteil dazu hergeben, dieses sachlich zu kommentieren.


    Wir befinden und hier in einem Fussballforum, in der es um die Arbeit eines Uli Hoeneß gehen kann. Wie u.a. Ralf Klohr beim Thema des Kießling-Phantom-Tores bereits anführte, haben auch Arbeitgeber im Fussball eine Vorbildfunktion und eine soziale Verantwortung, dessen sie sich bewußt sein sollten. Dass nun mein Zweifel an der Läuterung eines Uli Hoeneß nahezu zeitgleich mit der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, eine Gerichtsverfahren zu eröffnen, einher geht, mag ein Zufall sein. Wenn der Prozeß Impulse für den Fussball geben kann, dann den, dass gerade diese Menschen mit hoher Verantwortung auch eine Verantwortung für die jüngere Generation tragen. Dies wird jedoch schwierg sein, weil es zum einen um das Privatvermögen von Uli Hoeneß geht.

    Ja, warum ließt denn niemand die Überschrift? Es wurde doch den Eltern gekündigt! Es ist anzunehmen, dass die ohnehin nicht mehr in der F-Jugend spielen dürfen! So what? :thumbup:


    Hier gibt es den typischen Konflikt zwischen unerfahrenen Eltern und ebenso unerfahrenen oder aber nicht ausgebildeten Trainern. Jeder glaubt sich aus seiner Sicht im Recht!


    Ich würde es für sinnvoll erachten, wenn ihr gemeinsam mit dem Trainer ein Gespräch mit dem Jugendleiter führt. Der wird hoffentlich die Argumente gewichten können und beiden Seiten Kompromisse anbieten, mit denen man gut leben kann und die auch für die Zukunft in solchen Konfliktsituationen helfen können!



    Torleute sollten im unteren Jugendbereich (G - D-Jugend) noch keine feste Position haben und auch danach regelmäßig auf anderen Positionen eingesetzt werden. Das gilt nicht nur für den Torwart, sondern für alle Mannschaftsmitglieder. Weil man den späteren Wunsch und die Positionseignung des Kindes noch gar nicht kennt, soll es über die gesamte Bandbreite des Fussballspiels ausgebildet werden! Eine zu frühe Festlegung würde es in seinem Wunsch nach einer anderen Position einschränken.


    Leider ist das Thema Torwarttraining oder Torwartposition scheinbar so speziell, dass es kaum Leser hier im Forum findet! Sonst wären die Wissenslücken der Trainer vermutlich geringer!

    Hallo Jens,


    nach deinen Beschreibungen hast du eine für dieses Alter normale Mannschaft! Allerdings gibt es in einem Punkt einen deutlichen Unterschied! In der F-Jugend nehmen die Spieler ihre Mannschaftskameraden bereits besser wahr und der Trainer ist für sie der Held, dem sie einfach alles glauben! Du schrebst: "Aber am schlimmsten finde ich das so gar kein Teamgeist, kein Zusammenhalt da ist, sie machen sich teilweise richtig fertig, der kann ja nicht richtig sprechen, der kann ja nicht passen. " Das ist für dieses Alter sehr untypisch, denn jeder findet sich und seine Mannschaft cool und selbstverständlich wird man mal Nationalspieler oder so! Kann es sein, dass die Eltern Druck auf ihre Kinder ausüben, ins Spiel hineinrufen? Hast du schon mal nach einem Hinweis von einem deiner Spieler gehört: "aber mein Papa hat gesagt ..."? Kann es sein, dass 2 deiner Vorgänger aufgrund von indirekter Elternkritik ihren Trainerjob kurzfristig wieder an den Nagel gehangen haben? Wenn ja, dann solltest du gemeinsam mit dem Jugendleiter das Gespräch mit den Eltern suchen, damit Anspruch und Erwartungshaltung von Trainer und Eltern weitestgehend übereinstimmen!


    So, nun noch etwas zum Trainingsablauf. (Ideen für die Inhalte hast du ja schon genug bekommen.) In der F-Jugend ist es wichtig: fasse dich kurz, denn die Konzentrationsphase der Kinder ist kurz. Du erkennst eine zu lange Ankündigung daran, dass die Kinder währen deinen Ausführungen miteinander sprechen oder mit dem Ball spielen. Präsentation und Hinweise sollten maximal 1 Minute lang sein. Erkläre ihnen auch nicht, was sie nicht machen sollen, sondern lass ihnen die Zeit, sich z.B. an einer neuen Technik auszuprobieren. Nur dann, wenn jemand überhaupt nicht weiterkommt, hilfst du ihm. Achte auch darauf, dass zunächst das Grundsätzliche verstanden wird. Lobe viel! Das macht den Kindern Mut und gibt ihnen Selbstvertrauen. Durch Lob kannst du aber auch steuern, wenn du z.B. einen guten Pass, eine gute Schußtechnik lobst. So kannst du auch den Jungen mit der guten Balleroberung loben, ohne den Dribbler, der immer nur den Zweikampf sucht, direkt zu kritisieren. Der bekommt auf diese Weise schon mit, dass es fürs Ballschleppen und egoistische Dribblings kein Lob gibt, sondern für einen guten Pass zum besser postierten Mitspieler.


    Allerdings darfst du in der F-Jugend viele Dinge, die durch aus deiner Erwachsenenzeit her kennst, nicht erwarten! Auch haben die Kinder noch sehr viel Zeit, um den Fussball zu erlernen und zu verstehen. In der F-Jugend bist du als Trainer deshalb noch überwiegend der Kümmerer und weniger der Trainer. So gibt es in dieser Phase noch koordinative Defizite aufzuholen, für die sich hervorragend Bewegungsspiele eignen.


    Ob jetzt dein Team im vergangenen Jahr Meister wurde, das ist genauso wichtig, wie der Sack Reise, der in China umfällt! Zum einen, weil sie mit anderen Spielern gegen andere Mannschaften gespielt hat und zum anderen, weil in der F-Jugend die Spielergebnisse sehr weit entfernt von den wichtigen kindlichen Erlebnissen entfernt sind.


    Vermittle ihnen mit einem abwechselungsreichen Training den Spaß am Fussball. Auf diese Weise kommt der Erfolg, das die Spieler deines Teams am Ende der Saison einen besseren Fussball spielen, als die anderen Teams der Staffel, von ganz allein. Spaß und Leistung stehen nicht im Wiederspruch. Wohl aber ihre Methoden. Denn ein F-Team mit Drill und Disziplin zum Meistertitel führen zu wollen, hat nichts mit Kinderfussball zu tun!


    Kindheit heißt spielen lernen und spielen dürfen! Wir Erwachsene schaffen dazu günstige Rahmenbedingungen! Wenn du mehr über die Fussballphilosophie des Kinderfussballs lesen möchtest, findest du sehr viele Infos in der Rubrik "Kindern den Fussball zurückgeben"!

    Steini


    Prima Beitrag, dem ich im Großen und Ganzen zustimmen kann! Die Förderung von Talenten steht und fällt mit ihren Stützpunkttrainern und deren Vorgesetzten, dem DFB-Koordinator! Besonders wichtig ist die Systemdurchgängigkeit. D.h. Talente, die sich aus verschiedenen Gründen nicht für einen Platz im Fördertraining qualifizieren konnten, eine Möglichkeit zu schaffen. Das kann durch Nachsichtungen, aber auch durch Spielbeobachtungen geschehen.


    Dennoch ist es schwierig einen Leistungsverlauf vorher zu sagen, weil zu viele Unwägbarkeiten vorhanden sind. Selbst die Frage, ob sich ein bereits ausgebildeter Kandidat für ein bestimmte Position in ausreichendem Maße eignet, steht nicht in seinen Augen geschrieben!


    offtopic:
    Wenn ich mir neue talentierte Torleute auswähle, dann bilde ich mir meine Meinung nicht allein aufgrund von Wettkampfbeobachtungen. Denn dabei gibt dabei viele Unwägbarkeiten, die vom Gegner und dem eigenen Team situativ abhängig sind. Denn der eine Keeper bekommt kaum etwas zu tun. Weil seine Mannschat die Gegner dominiert, kann er sich gar nicht auszeichnen. Wenn ein anderer Keeper aufgrund der gegnerischen Dominanz kaum haltbare Bälle bekommt, kann er sich ebenfalls nicht auszeichnen. Schließlich gilt auch für einen Keeper, dass er zunächst einmal mit dieser neuen Umgebung "warm" werden muß! Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Heimattrainer ihr größtes Torwarttalent auf einer Feldspielerposition haben spielen lassen, damit es ja nicht entdeckt wird und kein größerer Verein daher kommt, um es abzuwerben!


    Würde ich es nach dieser Methode machen, so hätte ich mindestens ein Talent nach Hause schicken müssen, welches sich später für höchste Ansprüche in der Nachwuchs-Nationalmannschaft empfehlen konnte. Das "versteckte Können" wäre im blosen Wettkampfvergleich nicht aufgefallen, weil es größere und kräftigere Konkurrenten auf dieser Positon gab, die auch das Glück hatten, in genau für sie passende Situationen "gut aussehen" zu können.


    Diese Fähigkeiten wurden erst nach Anpassung an die speziellen Anforderungen auf dieser Position sichtbar! Dafür beschäftige ich mich mit dem Keeper ca. 10 - 15 allein, um zu vermeiden, dass ein äußerlicher Einfluß durch andere Kandidaten die Leistungen hemmt. Durch das interaktive Training weiß ich erst einmal, mit wem ich es zu tun habe! Üblicherweise verrät mir seine Körpersprache auch rasch, ob er Spaß an den Aufgaben hat und sich etwas zutraut. In dieser Phase stelle ich ihn vor eine Reihe von Aufgaben und schaue, wie er sie löst! Bei den Bewegungsabläufen und Techniken, die noch nicht so gut funktionieren, frage ich ihn, ob es vielleicht noch andere Möglichkeiten gibt und gebe ihm ggf. kleine HInweise! Ein Vor- und Nachmachen findet jedoch nicht statt, denn ich suche keinen Affen, sondern ein Talent! Nun beobachte ich ihn wieder und schaue auch, wie er es nach dieser kurzen Übungseinheit im Spiel löst. Das kann aber ein "normaler Stützpunkt" heutzutage noch nicht leisten, weil es dort keine ausgebildeten Torwarttrainer gibt. Die gibts erst am Verbandsebene. Deshalb werden solche Torleute auch nach der Stützpunktphase im Verein ausgebildet und auf diversen Auswahlebenen hauptsächlich in ihrer Leistungsentwicklung beobachtet.


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    Wer Trainingsanregungen für sein Team sucht, der ist beim Stützpunkttraining richtig. Allerdings sollte er für sein Team den Schwierigkeitsgrad soweit reduzieren, bis es für seine Mannschaft paßt.

    Steini


    Zunächst einmal bin ich begeistert von der Ehrlichkeit und Antwortvielfalt dieser Umfrage! Eine bessere Werbung für den Trainerjob kann es kaum geben! Aber es ist wichtig, sich neben dem Emotionen, die bei ehrenamtlicher Aufgabe nun einem das Hauptmotiv sein sollten, auch ein realistisches Bild davon zu haben.


    Deine Anregungen sind ebenfalls hilfreich. Denn es wird z.B. kaum einen Trainer geben, der sich nach mehreren Jahren nicht eingesteht, einiges aus heutiger Sicht anders zu machen. Ich möchte das Thema jedoch noch nicht zu differenziert betrachten und habe deshalb die Möglichkeit gegeben, unter dem Punkt Sonstiges weitere wichtige Informationen zu schreiben. Durch weitere Antworten wird die gesamte Breite und Vielfalt erkennbar. Vermutlich wird das realistische Bild auch dadurch ein wenig ausgewogener. Noch fehlen z.B. die Trainer, die ihren Job nach einer gewissen Zeit an den Nagel gehängt haben oder solche, die bereits mehrere Trainerstationen hinter sich haben.


    Wenn man sich zunächst an das Thema herantasten möchte, weil man noch zu wenig Hintergrundwissen hat, dann beginnt man mit einer Datensammlung. Eine Umfrage sollte ergebnisoffen sein. Natürlich macht man sich auch Gedanken über einen Nutzen dieser Umfrage.


    Bislang "tappen wir im Dunkeln", wenn es darum geht, die typische Bandbreite einer Trainerarbeit zu beschreiben! Eure Antworten können Licht in dieses Dunkel bringen! Wo, wenn nicht in diesem Forum könnte man den vielen Trainern, die aufopferungsvoll und mit vielerlei Emotionen einen sehr wertvollen Dienst für die Kinder, den Vereinen und die Gesellschaft leisten?


    Die Ergebnisse könnten den gesamten Komplex des Fussballs, in der der Trainer eine zentrale Rolle spielt, wesentlich besser beschreiben. Dabei gibt es viele Sichtweisen (z.B. DFB, Verbände, Bezirke, Kreise, Vereine, Eltern, Spieler, Medien, Sportartikelhersteller, Gemeinden, usw.)


    Ich freue mich auf weitere Antworten und Antregungen!

    Hier also die leicht erweitere Fragestellung:


    A: Fragen zum Eintritt
    1. Warum bin ich Jugendtrainer geworden?
    1.1. Welche Gründe sprachen für den Eintritt
    1.2. Welche Gründe sprachen gegen den Eintritt?
    1.3. Was hat letzendlich den Ausschlag gegeben, dass ich Trainer wurde?
    1.4. Warum habe ich mich für diesen Verein entschieden?


    2. Wie erfolgte mein Start als Jugendtrainer?
    2.1. Welche Mannschaft (z.B. E2) habe ich übernommen?
    2.2. In welche Verantwortung (z.B. Co-Trainer) wurde ich aktiv?
    2.3. Wie viele Trainer und Betreuer gibt es in deiner Mannschaft?
    2.4. Wie viele Mannschaften und Trainerkollegen gab es im Jugendbereich des Vereins?
    2.5. Gab es ein Jugendkonzept, welches mir erklärt und ausgehändigt wurde?


    3. Welche Vorkenntnisse brachte ich für den Trainerjob mit?
    3.1. Welche Kenntnisse aus der aktiven Zeit als Fussballspieler gab es?
    3.2. Welche Kenntnisse aus früheren Traineraktivitäten gab es?
    3.3. Welche Trainerlizenzen hatte ich vor dem Eintritt abgelegt?


    4. Welche Unterstützung erhielt ich vom Verein?
    4.1. Welche Trainingsmöglichkeiten hatte ich? (z.B. ganzen/halben Platz - gut bzw. schlecht bespielbarer Rasen - Trainingsequiptment: Bälle, Hütchen ect.)
    4.1. Welche Unterstützung leistete der Jugendleiter/-koordinator in der Startphase?
    4.2. War den Vereinsverantwortlichen der Gewinn von Spielen bzw. Meistertiteln wichtiger oder stand die Ausbildung von Spielern im Mittelpunkt?
    4.2. Welche Wertschätzung und finanzielle Unterstützung (Aufwandsentschädigung) hast du für meine Traineraufgaben (Trainingsvorbereitung, Betreuung und Führung
    während des Trainings- und Punktspielbetriebs) erhalten?
    4.3. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gab es im Verein? (z.B. Infos über Kurzseminare und Trainerlizenzausbildungen?
    4.4. Gab es feste Termine für Besprechungen im Jugendbereich? Wenn ja, wie verbindlich waren die Ergebnisse dieser Besprechungen für dich und andere?
    4.5 Gab es Unterstützung von Vereinsverantwortlichen bei Konflikten (mit Kindern, Eltern, Trainerkollegen, Jugendleiter)?


    5. Wie ist die Zusammenarbeit mit den Eltern der Spieler?


    B. Fragen zum Austritt
    1. Warum bin ich als Trainer zurück getreten
    1.1. Wie viel Zeit lag zwischen meinem Ein- und Austritt als Trainer?
    1.2. Welche Gründe sprachen für einen Austritt?
    1.3. Welche Gründe sprachen für eine Fortsetzung meiner Trainerarbeit?
    1.4. Was hat letzendlich den Ausschlag für meinen Austritt gegeben?
    1.5. Habe ich diese Entscheidung später bereut?
    1.6. Unter welchen Voraussetzungen würde ich wieder einen Trainerjob übernehmen?


    Sonstiges (Welche wichtigen Anmerkungen über die Phase des Ein- und Austritts gab es sonst)?

    Ralf


    Genauso wenig, wie "Muddi" es interessiert, ob in unserem Lande 83 Millionen Handy`s abgehört werden, solange ihr eigenes Handy nicht davon betroffen ist, wird kein Chef freiwillig Teile seiner alleinigen Herrschaft abgeben. Die Vorbildfunktion für die Jugend interessiert in nicht, weshalb man auf derlei Lippenbekenntnisse nichts geben sollte.


    In Europa hat Deutschland nach Italien die zweihöchste Korruptionsquote (inclusive der daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Schäden)! Oder glaubst du, dass ein Fussballmanager durch das Eingeständnis seiner Steuerhinterziehung geläutert wurde? Die Selbstanzeige war die logische Konsequenz, das es nach der Analyse der gekauften Schweizer Daten-CD noch schlimmer kommen würde!


    Wenn es Vorbildfunktion geben soll, dann nur durch einen gleichberechtigten und partnerschaftlichen Umgang zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Form von Mitbestimmungsregeln.


    In den 60-er Jahren gab es in der Montanunion diese erweiterte Mitbestimmung und u.a. auch einen aus der Arbeitnehmerschaft bewählten Arbeitsdirektor, der gleichberechtigtes Vorstandsmitglied war. Wir sind jedoch durch die langjährigen Phasen konservativer, rückschrittlicher Herrschaftspolitik in eine Situation gelangt, wo die Arbeitgeber eine deutlich bessere Machtposition erlangt haben, weil nicht mehr das Wohl seiner Mitarbeiter, sondern die Kapitalvermehrung als höchstanzustrebendes Gut angesehen wurde. Freiwillig wird sich auch daran nichts ändern! Und solange man sie weiterhin wählt, sind sie auch dazu legitimiert. Auch besteht ein "Wahl-versprechen" ja darin, dass man als Gewählter aus die Wahl hat, sich daran zu halten. Ansonsten war es lediglich ein Versprecher im Versprechen!


    Macht ist dazu da, um mißbraucht zu werden! Ein soziales Gewissen läßt sich eher als Glücksfall denn als Regel begreifen. An Vorbildfunktion zu appellieren, heißt Almosen zu ernten, weil kein Rechtsanspruch daraus abzuleiten ist!


    Es funktioniert ja, was willst du denn?


    Amen!!!

    Ralf


    An der Stelle möchte ich sogar die Frage stellen, ob es von uns nicht sogar unfair ist, soviel Fairplay von einem Berufsfußballer zu verlangen.


    Ich gebe dir recht, glaube aber, das dein Einwand hier von manchem falsch verstanden wird!


    Wir sind es gewohnt, in unserer Freizeit unsere Meinung frei zu äußern, sobald wir jedoch das Werkstor zur Arbeit betreten, bestimmt unser Chef, was noch Meinung ist und was schon Störung des Betriebsfriedens und schon ein Grund zur Kündigung! Insofern ist anzunehmen, dass auch Kiesling in seinem Vertrag stehen hat, dass er alles zu tun und unterlassen hat, um Schaden vom Verein (Arbeitgeber) abzuwenden. Was jedoch ein Schaden ist, dass bestimmt nicht der Spieler, sondern sein Chef!


    Ein normales Unternehmen tritt jedoch mein nur mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Öffentlichkeit in Erscheinung. Hier gibt es zwar ebenfalls Markentreue, jedoch ist die Toleranz in vielen Produkten und Dienstleistungen deutlich geringer als beim Fussball. Das Unternehmen Fussball für einen hohen emotionalen Anteil. Ein Fan jubelt und leidet mit seinem Verein, verehrt dessen Spieler, Trainer, Manager und Präsidenten. Für manche ist der Verein eine Ersatzreligion, der sie ein lebenlang treubleiben!


    Diese hohe Verbundenheit ist selbstverständlich den Marketingexperten der Proficlubs bekannt. Allerdings wissen sie auch, dass man sie nicht endlos strapazieren kann. Denn hier gibt es sicherlich sehr viele Fussballinteressierte und Fans, die keine Mitglieder von Hoffenheim sind.


    Leider wurde eine gute Chance vertan, sich über generelle Prinzipien der Fairness zu unterhalten. Denn das kann nicht ein Gericht allein, sondern das hat auf der Agenda der beteiligten Vereine zu stehen. Dafür steht der Fall Kießling, nicht die Person, denn dazu ein x-beliebiger Spieler angeführt werden.