Beiträge von TW-Trainer

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    @Jenni


    Ich habe mich schon gewundert, warum die modernen Medien hier nicht intensiver diskutiert werden? Erst neulich erfuhr ich von einem Mädchen-Trainer, dass er sich gewundert habe, warum die Trainingsbeteiligung plötzlich rapide zurück gegangen sei und er auch bei der Spielplanung hin und wieder seltsame Antworten von seinen Spielerinnen erhalten habe.


    Auch dort habe es eine Kommunikationsgruppe in "Whatsapp" gegeben. Jedoch hat aus Versehen eines dieser Mädchen in einer anderen "Whatsapp"-Gruppe über die Mädchen, die nicht mehr zum Training kommen und bereits angedeutet haben, mit dem Fussball aufzuhören, die Gründe dafür genannt. Sie gehörte zu der Gruppe, die diese anderen Mädchen gemobbt haben! Nun wird es ein kurzfristig anberaumtes Gespräch geben, in denen die Regeln der Kommunikation klargestellt werden sollen.


    Mein Rat also: die elektronischen Hilfsmittel können die Kommunikation vereinfachen. Aber nur, wenn für alle Teilnehmer klare Regeln aufgestellt und eingehalten werden!


    Zwar gibt es auch bei den Jungen Mobbing, jedoch spielt sich das Geschehen rund um den Fussball längst nicht auf so emotionaler Ebene ab wie bei den Mädchen! Die Mädchen können zwar Dinge auch sehr gut intern regeln, manchmal aber (wie an den Beispielen zu sehen) gerät es aus den Fugen und der Trainer erfährt erst davon, wenn es schon fast zu spät ist!


    Also Jenni, das Thema unbedingt beim nächsten Training in gemeinsamer Runde ansprechen. Die Mädchen fragen, wie sie den momentanen Zustand eurer Teamseite empfinden und was man machen könnte, damit sie für alle noch besser wird!

    @Milky


    Diese Form des Gedächtnisverlusts kennen wir von den Politikern zu genüge! Man gibt nur das zu, was einem auch zweifelsfrei nachzuweisen ist. Das ist ja insofern legitim, als das nach unserem Gesetz solange jemand als Unschuldig zu gelten hat, solange ihm die Schuld nicht nachgewiesen werden kann.


    Hier aber geht es sehr viel weiter! Die Videobilder geben eine eindeutige Beweislage! Würden sie zum Tragen kommen, so könnten sie helfen, den Fairplay-Gedanken zu schützen. Jedoch wird die Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters noch als höher eingeschätzt, um über jeden Zweifelsfall erhaben, eine sofortige Entscheidung herbei zu führen.


    Vollkommen revolutionäre ist es deshalb, die Entscheidungsverantwortung gänzlich an die handelnden Akteuren (den Spielern) zu übertragen, wie dies in den Fairplayliga-Regeln beschrieben wird! Technik kann zwar beim Entscheidungsprozess eine nützliche und sinnvolle Unterstützung sein, allein mit Technik wird es kein Fairplay geben. Diese Gedanken müssen gelebt werden!


    Leider werden jedoch solche Situation selten zum Anlaß genommen, um größere Fortschritte zu machen! So halte ich den Gedanken, das Fussball gar nicht für Schiedsrichter gemacht wurden und sie deshalb eigentlich überflüssig sind, allenfalls einen Notnagel darstellen, wenn man sich nicht einig wird, für berechtigt.


    Denn es ist nicht die Person Kießling, die zur Entstehung dieser Misere schuld trägt, es sind alle handelnden Akteure des Fussball in ihrem Selbstverständnis nicht mehr über die Dinge, die es schon lange gibt, nachzudenken und von Zeit zu Zeit infrage zu stellen. Das fängt im "Kleinen" an!

    Bondscoach


    Nein ich unterstelle nichts! Man sollte einem Profi schon glauben, dass er weiß, wohin er köpft! Wenn er dazu nicht in der Lage wäre, dann würde er dort auch nicht spielen!


    Wie lächerlich das Ganze ist, brachte auch der vorsitzende Richter zum Ausdruck: "Wir haben überlegt, Stefan Kiessling dazu zu verurteilen, 1000-mal zu versuchen, das Loch noch einmal zu treffen», verkündete Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts in Frankfurt am Main. Lorenz liess es aber nicht mit dem einen Spass bewenden. «Jetzt haben Sie endlich einmal eine Einladung vom DFB bekommen», sagte er zu Kiessling – als Anspielung darauf, dass der Angreifer von Bundestrainer Joachim Löw wiederholt ignoriert wurde.


    Man hat ihm mehrfach die Chance gegeben, sich zur Ehrlichkeit und Fairness zu bekennen. Sogar Rudi Völler erkärt, ihm wäre es am liebsten gewesen, dass noch vor dem Wiederanstoß eine Zeitlupe der Szene auf der Stadionleinwand gezeigt worden wäre. Damit hätte die Situation sofort aus der Welt geschafft!

    Bondscoach


    So lautet die Zeugenaussage von Stephna Kiesling vor dem Sportgericht. Die Aussage, er habe es nicht gesehen, wie der Ball am Tor vorbeigeht, weil er sich abgedreht hat, ist damit überholt. Auch das Ausbleiben des anschließenden Torjubels beweißt, dass Kiesling genau gewußt hat, dass dieser Treffer irregulär war! Weil auch der Schiedsrichter sich unsicher war, hat er Kiesling befragt und dieser hatte nochmals die Möglichkeit zur Entscheidung.


    Niemand hier hat behauptet, dass dieses Verhalten nicht genauso gut bei einem anderen Spieler eines anderen Vereins hätte passieren können. Aber was macht es dadurch besser?


    Leverkusen wollte sich ja schon bei Hoffenheim im Internet entschuldigen, aber die hatten gerade "kein Netz"!


    Sicherlich wird diese Geschichte dazu führen, dass die elektornische Torkontrollle noch verbindlicher und vermutlich sogar einige Monate früher in Bundesligastadien zu sehen sein wird. Wie aber schon mehrfach beschrieben, wird es lediglich helfen können, ob ein Ball auf korrektem Weg die Torlinie weit genug überschritten hat. Für alle anderen unfairen Aktionen wird der Zuschauer durch Jubel oder Pfiffe entscheiden müssen, was richtig und gewollt ist. Wie schnell soetwas manchmal gehen kann, hat der Profiradsport gezeigt! Auch die Leichtathletik hat unter dem unfairen Verhalten der Dopingsünder sehr zu leiden! Wenn das Verhalten des typischen Fans des Profifussballs erst einmal kippt, dann ist es zu spät dafür, wenn Wiederholungssünder eine Besserung versprechen.


    Jedoch muß niemand behaupten, man bedürfe eines unfairen Verhaltens, wenn man seine sportlichen Hausaufgaben gemacht hat! Schon einmal hat der deutsche Fussball schmerzlich erfahren müssen, dass andernorts besserer Fussball gespielt wird. Nur durch sinnvolle Analyse und entsprechende Maßnahmen konnte man verlorenen Boden wieder gutmachen. International wird der "Fall Kiesling" weiter für Entrüstung sorgen! Das war kein Tag für den Deutschen Fussball!

    Ralf
    Die Schuldanteile zwischen Täter und Opfer verschwimmen eigentlich fast immer.


    Klar wird der Trainer und Manager dieser Proficlubs auch seine Spieler dazu animieren, unfair zu aggieren! Denn maximal gibts dafür eine gelbe Karte als Strafe. Andererseits können auf diese Art gewonnen Punkte darüber entscheiden, ob man nach der Saison in der Champions- , der Euro- oder "nur" in der 1. Bundesliga spielt! Leute, wie Klose gelten schon eher als Deppen, weil man ja nie weiß, ob sie ein irregulär erzieltes Tor zugeben und damit den Mannschafts- und Vereinserfolg gefährden!


    Dennoch muß man die Frage stellen, wer einen Nutzen durch die Mißachtung der Fairness zieht? Der Manager, weil er sich für den Vereinserfolg messen lassen muß? Der Trainer, weil er sich für den Mannschaftserfolg messen lassen muß? Der Spieler, der sich für seine Leistung messen lassen muß? Ginge es hier um Amateursport, so wäre diese Frage sicherlich sehr viel leichter zu beantworten!


    So aber muß man immer mit dem schlimmsten rechnen und der Grat der Wirksamkeit von Veränderungen ist immer sehr schmal!


    Schließlich aber entscheidet das Publikum mit den Füßen, was es sehen möchte! So hätte das Leverkusener Publikum statt Transparente: "bei uns sind die Tornetze in Ordnung" durch Abwesenheit domonstrieren können, was sie vom Verhalten des Spielers, die hier stellvertretend für den Verein steht, hält!


    Wie man sieht, sind Vergehen es eigenen Vereins fast Kavaliersdelikte und die der Anderen kriminell. Auch hier im Forum ließt man permanent von unfairem Verhalten anderer! Aber wer gibt schon zu, selbst unfair gehandelt zu haben?

    @Milky


    Die Tornetze müssen so konstruiert sein, dass von ihnen keine Gesundheitsgefahr für die Spieler ausgeht. D.h. prallt ein Spieler mit hoher Geschwindigkeit dagegen, muß das Netz nachgeben und ggf. an dieser Stelle auch reißen.


    Dagegen ist auch gar nichts einzuwenden. Etwas anderes sind Tore, die durch Löcher im Netz entstehen. Die können, wie gesehen trotz kurzfristiger Überprüfung entstehen. Vielleicht überprüft zukünftig eine spezielle Torkamera, ob nach "Hineinrutschen ins Netz" ein Loch hinein gerissen wurde, sodass es unverzüglich und ohne Spielunterbrechung mit einer "Kunststoffklammer" mit identischer Reißkraft geflickt wird?


    Für mich ist es schwer verständlich, wie Kiesling und ein weiterer Leverkusener Spieler nicht bemerkt haben wollen, das dieses Tor irregulär war! Als Profi weiß man, wohin man köpft. Dafür hat man viele Jahre trainiert. Um jedoch aus 5 m Entfernung bei freiem Sichtfeld erkennen zu können, ob der Ball im Tor war, muß man kein Profi sein!


    Doch man muß es hier nicht besonders hervor heben. Denn das Selbe gilt für alle andere Formen von irregulär erzielten Toren! Derjenige, der daraus einen Nutzen gezogen hat, der weiß es, aber gibt es nicht zu!


    Es täte auch dem Profifussball gut, wenn es wieder etwas fairer zuginge! Wie am vergangenen Wochenende beim Ruhrgebietsderbie gesehen, warten gewaltbereite Holigans doch nur darauf, endlich wieder zuschlagen zu dürfen, weil man unfaire Entscheidungen trifft!

    @Maik77


    Du wirst dich wohl noch ein wenig gedulden müssen, bis genügend Spieler deiner Mannschaft den Mut haben, bei weiten, hohen Bällen (egal ob vom Torwart oder einem Feldspieler) die richtige Kopfballtechnik einzusetzen. Für den Torwart ist der lange Abwurf, Abstoß oder Abschlag eine taktische Variante, wenn der Gegner hoch steht. Deshalb sollte er diese Technik auch nicht generell anwenden, sondern je nach Situation. Ihm dies zu erklären ist selbstverständlich die Aufgabe des Trainers.


    Wie "NF" schon sagt, ist die Halle ein prima Ort zum Übung. Allerdings kann die nachfolgend beschriebene Partnerübung zum Erlernen und Verbessern des Kopfballspiels auch draußen gemacht werden.


    Gasse mit der Trainingsgruppe bilden. Weil die Leistungsstreuung in der D-Jugend noch recht groß ist, darauf achten, in etwa gleich starken Partnern bilden. Sonst ist Einer unterfordert und der Andere überfordert. Bei gleichstarken Partnern kann man den Schwierigkeitsgrad besser dosieren.


    1. Einfache Variante
    Partner werfen sich hohen Bälle zu. Zunächst beidbeiniger Absprung aus dem Stand. Auf richtige Sprungtechnik (Knie leicht angewinkelt, Oberkörper leicht nach vorn) und (Stirn)Trefferfläche achten. Korrekturen wenn möglich von Spielern, die es besonders gut können, zeigen lassen.


    1. Schwierige Variante
    Je nach Leistungsstand im Team die Distanz auf 8, 10, 15 m erhöhen und Wurfrichtung (frontal, seitlich, von hinten) variieren.


    Weitere Varianten
    Man kann statt des Wurf (von unten nach oben) auch den Einwurf (von oben nach oben) bei den kürzeren Distanzen gleichzeitig mittrainieren. Bei der Einwurfvariante kann man auch prima das "Weiterleiten" per Kopf und die Ballan- und Mitnahem eines Mitspielers trainieren.


    Wichtig ist, als Trainer lediglich in der Übungsdemonstration beteiligt zu sein und nur dort zu helfen, wo die Kinder allein nicht weiterkommen. Danach ist es wichtig, dass sich die Kinder untereinander selbständig mit dem Thema beschäftigen, indem sie sich daran ausprobieren. Bei der von "NF" beschriebenen Übung sollte der Ball also an den Torwart übergeben werden und der Trainer sollte sich seitlich positionieren, um aus dieser Perspektive die gesamte Aktion besser beobachten zu können. (Im Spiel kann die Mannschaft ja auch nicht mit den präzisen Würfen des Trainers rechnen :D )

    @Milky


    Schade, das du ausgerechnet jetzt aufhören möchtest. Denn eigentlich sollte man aufhören, wenn es am Schönsten ist und nicht nach einer Verletzung.


    Als du die Aktion beschrieben hattest, habe ich im Hinterkopf bereits eine schlimmere Verletzung befürchtet. Leider hat das Torwarttraining, gerade im Mädchen- und Frauenbereich ein Schattendasein. Denn ab dem älteren C-Jugend-Jahrgang brauchen die Mädchen ein anderes Torwarttraining als die Jungen.


    Erschwerend hinzu kommt der Glaube, man könne sich durch Torwarthandschuhe vor Verletzungen schützen! Denn nicht die Handschuhe, sondern nur das Erlernen der richtigen Torwarttechnik in Verbindung mit einer ausreichenden Fitness schützt vor Verletzungen. Wenn es dabei um fehlerhafte Bewegungsabläufe geht, lasse ich meine Keeper zunächst die Handschuhe ausziehen, damit sie noch mehr Gefühl für den richtigen Druckpunkt bekommen. Wenn es dann paßt, spielt die Ballgeschwindigkeit keine Rolle mehr!


    So, nun noch was zum Torschußtraining! Wie ich bereits mehrfach angeführt habe, ist das keine Übung, durch die ein Torwart für sich einen Nutzen erzielen kann. Denn nach ca. 10 Abwehrversuchen binnen kürzester Zeit haben die Kraft und Konzentration so weit nachgelassen, dass ein erhöhtes Verletzungsrisiko droht. Wenn man als Trainer meint, die "Schlämmschützen" müßten das Tor besser treffen, dann entweder mit mehreren Torleuten, die sich nach 5 - 10 Schüßen abwechseln! Im modernen Training gibt es genügedn Übungen, mit denen man Schußtechnik und -präzision trainieren kann. Dazu bedarf es keine Torleute, die als Schießbudenfiguren herhalten müssen.


    Dieses Dauerbombardement ist nicht nur spielfern, sondern auch für die Torwartpsycho nachträglich. Denn während der Keeper immer müder wird und deshalb immer geringere Chancen zur erfolgreichen Abwehr hat, schießen sich die 11 - 15 Feldspieler so richtig warm.


    Es ist meist nicht fehlende Achtung vor den Leistungen des Keepers, die zu solchen Situationen mit erhöhten Verletzungsrisiko führen, sondern die fehlende Fachkenntnis über das Torwartspiel beim Mannschaftstrainer.


    Ich kann Torleuten mit Wechselabsichtung nur empfehlen, sich vor einem Wechsel danach zu erkundigen, ob und wer dort Torwarttraining macht! Nur durch geeignetes TW-Training kann er sein Verletzungsrisiko gering halten.


    Exkurs für Torwarttrainer-training
    Im Bereich des Landesverbands Baden-Württemberg werden seit mehreren Jahren C-Lizenz-Breitensport-Trainer mit dem Schwerpunkt Torwarttraining ausgebildet. Auf Bundesebene wird seit dem vergangenen Jahr die 40 Lehreinheiten (insgesamt 1 Woche) für den Breitensport und Leistungsbereich angeboten. Zwar gibt es noch keinen Schwerpunkt fürs Mädchen- und Frauen-TW-Training, aber insgesamt verbessert sich das Angebot. Leider gibts noch zu wenig Lehrpersonal, weshalb jährlich nur ca. 25 Interessierte pro Landesverband an der Ausbildung teilnehmen können. Leider ist das Angebot auch noch nicht so formuliert, dass die richtige Klientel angesprochen wird. Auch sind die Kosten für den Leistungsbereich noch zu hoch, denn für ca. 460,- € möchte der Interessent schon eine verbindliche Antwort darüber, welche Qualifikation er dadurch erwirbt!?


    Ich wünsche dir auf jeden Fall eine gute Besserung. Vielleicht sieht die Welt schon wieder ganz anders aus, wenn es nicht mehr in den Fingern schmerzt, sondern kribbelt?

    Liebe Trainerfreunde!


    Bei der Suche nach den Gründen für Trainereintritte und -Austritte viel mir auf, dass es fast immer nur um Profi- oder Leistungsfussballtrainer ging! Über die Fluktuation und vor allen Dingen die Gründe dafür lassen sich im Jugendfussball, insbesondere im Breitensport deshalb nur Spekulationen anführen. Vielleicht kommt ja auch ein Sportstudent oder -doktorant auf die Idee, dieses Thema zu seiner Abschlußarbeit zu machen ? Vielleicht bekommt er hier einen ersten Einblick über die Barrieren des Trainereintritts, die positiven und negativen Seiten des Trainerjobs und die Gründe, warum der eine Trainer schon nach kurzer Zeit, der Andere erst nach vielen Jahren aus diesem Job ausgeschieden ist?


    Die spontan zu diesem Thema passenden Fragen habe ich mal nachfolgend aufgeführt:


    A: Fragen zum Eintritt
    1. Warum bin ich Jugendtrainer geworden?
    1.1. Welche Gründe sprachen für den Eintritt
    1.2. Welche Gründe sprachen gegen den Eintritt?
    1.3. Was hat letzendlich den Ausschlag gegeben, dass ich Trainer wurde?


    2. Wie erfolgte mein Start als Jugendtrainer?
    2.1. Welche Mannschaft (z.B. E2) habe ich übernommen?
    2.2. In welche Verantwortung (z.B. Co-Trainer) wurde ich aktiv?
    2.3. Wie viele Mannschaften und Trainerkollegen gab es im Jugendbereich des Vereins?
    2.4. Gab es ein Jugendkonzept, welches mir erklärt und ausgehändigt wurde?


    3. Welche Vorkenntnisse brachte ich für den Trainerjob mit?
    3.1. Welche Kenntnisse aus der aktiven Zeit als Fussballspieler gab es?
    3.2. Welche Kenntnisse aus früheren Traineraktivitäten gab es?
    3.3. Welche Trainerlizenzen hatte ich vor dem Eintritt abgelegt?


    4. Welche Unterstützung erhielt ich vom Verein?
    4.1. Welche Trainingsmöglichkeiten hatte ich? (z.B. ganzen/halben Platz - gut bzw. schlecht bespielbarer Rasen - Trainingsequiptment: Bälle, Hütchen ect.)
    4.1. Welche Unterstützung leistete der Jugendleiter/-koordinator in der Startphase?
    4.2. War den Vereinsverantwortlichen der Gewinn von Spielen bzw. Meistertiteln wichtiger oder stand die Ausbildung von Spielern im Mittelpunkt?
    4.2. Welche Wertschätzung und finanzielle Unterstützung (Aufwandsentschädigung) hast du für meine Traineraufgaben (Trainingsvorbereitung, Betreuung und Führung
    während des Trainings- und Punktspielbetriebs) erhalten?
    4.3. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gab es im Verein? (z.B. Infos über Kurzseminare und Trainerlizenzausbildungen?
    4.4. Gab es feste Termine für Besprechungen im Jugendbereich? Wenn ja, wie verbindlich waren die Ergebnisse dieser Besprechungen für dich und andere?
    4.5 Gab es Unterstützung von Vereinsverantwortlichen bei Konflikten (mit Kindern, Eltern, Trainerkollegen, Jugendleiter)?


    B. Fragen zum Austritt
    1. Warum bin ich als Trainer zurück getreten
    1.1. Wie viel Zeit lag zwischen meinem Ein- und Austritt als Trainer?
    1.2. Welche Gründe sprachen für einen Austritt?
    1.3. Welche Gründe sprachen für eine Fortsetzung meiner Trainerarbeit?
    1.4. Was hat letzendlich den Ausschlag für meinen Austritt gegeben?
    1.5. Habe ich diese Entscheidung später bereut?
    1.6. Unter welchen Voraussetzungen würde ich wieder einen Trainerjob übernehmen?


    Sonstiges (Welche wichtigen Anmerkungen über die Phase des Ein- und Austritts gab es sonst)?

    Liebe Trainerfreunde,


    die Bedeutung der Fairplayliga liegt darin die Rahmenbedingungen für einen kindgerechten Fussball zu schaffen. Was geschieht, wenn man schon den Kindern beibringt, wie man auch mit unfairen Mitteln Erfolg haben kann, haben wir erst jüngst wieder im Fall Kiesling erkennen müssen. Denn der junge Mann hat deshalb nicht nach dem Tor gejubelt, weil er genau gesehen hat, dass der Ball durch ein Loch im Netz ins Tor ging und es deshalb irrigulär war. Wäre er ohne Druck und unter Einhaltung von Fairplay-Regeln aufgewachsen, so gäbe es für ihn in dieser Situation nur eines: den Schiedsrichter darauf aufmerksam zu machen, dass der Ball nur aufgrund eines defekten Netzes im Tor war. Man denke nur an das Beispiel, in dem Miro Klose, der erst im Erwachsenenalter in den Berufsfussball wechselte, in so einer Situation entschied!


    Eine freiwillig und ohne Druck durch Erwachsene erbrachte Leistung der Kinder in Kombination mit der Vermittlung und dem Vorleben eines fairen, partnerschaftlichen Umgangs ist die beste Gewähr für eine gute sportliche Entwicklung und einem lebenslangen Freude an diesem Sport. Das hat endlich auch der DFB erkannt, die in Zukunft ihre Aufgabe darin sieht, hier nach ihren Möglichkeiten Unterstützungsarbeit zu leisten.
    Das sich diese Gedanken auch auch in der Eliteförderung übertragen lassen, darin werden mir bestimmt die rechtgeben, die über eigene Erfahrungen verfügen. Denn sobald Druck aufs Talent ausgeübt wird, stagnieren die meisten Talente und das Lachen verschwindet aus ihren Gesichtern. Leider schauen noch viel zu viele dabei immer noch nur auf den Ball und zu wenig auf die handelnden Akteure!

    loi


    Die Erfahrungen und Erlebnisse sind zum größten Teil individuell. Es gibt jedoch Phasen der Übereinstimmungen. Dazu zählt die anfängliche Euphorie von Eltern und Kindern und der Stolz, ein unerwartetes Ziel (Aufnahme in den Stützpunkt) erreicht zu haben.


    Da gibt es ein paar Punkte, die nachdenklich stimmen sollten:


    1. Training in der Zeit des Fördertrainings
    Zunächst einmal findet bundesweit das Fördertraining immer montags statt. Es ist konzeptionell als zusätzliches Training gedacht, um die Talente aus kleinen, mittleren und großen Vereinen auf dem selben Niveau zu fördern. Das wissen die Vereine auch! Warum gibt es denn im neuen Verein deines Sohnes auch montags Training? Wie will man mit den restlichen 4 bis 5 Spielern nach den Übungen in Spielformen übergehen und ein vernünftiges Abschlußspiel machen? Es schaut fast so aus, als würde man im neuen Verein die Ausbildung den DFB-Stützpunkttrainern überlassen?


    2. Zu großen Kader für eine D-Jugend-Mannschaft
    Aus deinen Ausführungen entnehme ich, dass 7 Spieler aus dem Heimatverein und 10 Spieler aus auswärtigen Vereinen stammen. D.h. pro Spiel sitzen ca. 1/3 der Mannschaft auf der Reservebank. Das macht den Kindern keinen Spaß. Auch haben sie nicht (ausreichend) Gelegenheit, die neu erworbenen Fähigkeit im Wettkampf auszuprobieren. Das deckt sich mit meiner Vermutung, das dort auch Spieler für die Reservebank geholt werden, um kurzfristige sportliche Ziele (Meisterschaft) zusätzlich abzusichern. Wie du sagst, denkt man sogar darüber nach, weitere Spieler abzudecken (um ggf. gefährlich werdende Konkurrenten weiter zu schwächen)! In der Regel kennen sich die Eltern dieser Spieler ja nicht aus, weil ihre Kinder vorher in unteren Ligen gekickt haben!


    3. Verhältnis zwischen einheimischen und auswärtigen Spielern in der Mannschaft stimmt nicht
    Wenn der Wechsel in einen anderen Verein als individuelle Ausnahme zu bezeichnen ist, dann wird dort aus der Ausnahme die Regel gemacht. Zum Motiv, jährlich die Liga zu dominieren kommen weitere Hintergründe hinzu. Ferner trifft sich aufgrund dieser Konstellation der überwiegende Teil der Mannschaft nur zum Fussballspielen. Man wohnt sonst viel zu weit auseinander, um darüberhinaus in der anderen Zeit Freundschaften aufzubauen und zu pflegen.


    4. Interessen von Trainer und Verein sind höher, weshalb nicht das Talent und dessen Ausbildung im Mittelpunkt stehen
    Wer in den großen Vereinen an seiner Trainerkarriere basteln will, der kann dies in aller Regel nur über Ergebnisse von Mannschaften im unteren Jugendbereich. Der Verein verlangt von solchen Trainern, ohne Unterlaß Werbung zu betreiben, die einmalige Stellung im Gebiet hervorzuheben und außerhalb seiner Trainngs- und Wettkampfaufgaben in seiner Freizeit unentgeltliche Scoutingaufgaben zu übernehmen. Wenn er dann auf 1 - 2 "schwarze Schafe" (DFB-Stützpunkttrainer) zurück greifen kann, die ihm die Kontaktdaten zu Talenten geben, dann ist das für ihn fast wie "6 Richtige im Lotto". Denn dort braucht er gar nicht mehr um Vertrauen zu werben. Das haben schon die Stb-Trainer gemacht. Besonderes Merkmal dieser Kommunikation ist, dass ausschließlich positive Argumente für einen Wechsel angeführt werden. Wenn jedoch ein Kind während der Saison wechseln möchte, weil es nur auf der Bank sitzt, wird es bei solchen Vereinen fast immer gesperrt. (Nach dem Motto: Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns!) Dabei sollte es selbstverständlich sein, dass man das Kind wieder in seinen Heimatverein zurück läßt, wenn es sich im neuen Verein nicht wohlfühlt!


    5. Fehlende Ausbildungsziele
    Ausbildungsziele sind auch in den NLZ erst ab der C-Jugend definiert. Wer unterhalb dieser Liga, in der sportlich noch nicht überregional auf "Augenhöhe" spielt, solche Teams aus überwiegend auswärtigen Talenten bildet, der möchte nicht primär Ausbildung betreiben, sondern überläßt den Talenten sich selbst, indem man lediglich immer wieder aus der Konkurrenz die besten Spieler auswählt. Deshalb sind dort die Kader auch so groß.


    6. Angst außergewöhnliche Talente nicht früh genug zu entdecken und an den Verein zu binden
    Zwar unterschwellig, aber von weitaus tragender Bedeutung ist jedoch die Angst der großen Vereine, ihnen könnte ein in ihrem Einzugsgebiet lebendes aussergewöhnliches Talent durchs Raster fallen. Für die 1. Bundesliga bekommt der "Normal-Fan" das gar nicht mit. Jedoch sind viele Vereine aus der 2., 3. und 4. Liga darauf angewiesen, auch die richtig guten Talente so früh wie möglich heraus zu finden und an sich zu binden. Ob dann für 1 glückliches, außergewöhnliches Talent 500 durchschnittliche Talente enttäuscht, das interessiert diese Leute nicht wirklich. Es ist einzig das durch solche Talente erwirtschaftete Geld, was für sie der Maßstab ihrer Entscheidungen ist.


    Es gibt deshalb erste Anzeichen dafür, das es sich beim neuen Verein deines Sohnes noch kein modernes Jugendkonzept vorliegt!


    Ich hoffe, dein Sohn gehört zu den Spielern, die dort regelmäßig spielen dürfen! Sollte das nicht der Fall sein, würde ich in deiner Stelle nicht lange zögern, das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und nicht so lange warten, bis dein Kind gar keine Lust mehr auf Fussball hat. Leider gibt es genügend Kinder, die dann im Verein von den Trainern und auch noch zuhause von den Eltern als Versager beschimpft werden. Dabei steht außer Frage, dass Fussball im Jugendbereich zunächst einmal ein Hobby ist, was in erster Linie Spaß machen soll.


    Aus deinen Äußerungen ist zu entnehmen, dass du für dein Kind das Beste willst und das Motiv des Wechsel darin besteht, ihn Möglichkeiten zur besseren Entwicklung zu geben. Halte aber die Augen offen, um zu erkennen, wann es für deinen Sohn in eine falsche Richtung geht.


    Wenn du magst, halte die Leser dieses Forums bitte weiter auf den Laufenden!

    paulwurf_mauli


    Ja, den Widerspruch (bereits Ostern 2012 wegen Stress mit dem Trainer zwischenzeitlich mal aufgehört, dann aber wieder angefangen ..) in den Aussagen habe ich ebenfalls gelesen!


    Deshalb habe ich auch den Rat gegeben, endlich mit der Person (ihrem Trainer) zu sprechen, mit dem sie gemeinsam die Probleme: Stress mit dem Trainer der Damen 1 sowie einige Spielerinnen der Damen 1 zu sprechen und Lösungen finden kann. Sonst läuft sie nur weiterhin vor den Problemen weg. Was wäre ihr bei einem erneuten Austritt geholfen? Sie müßte einerseits ein Hobby ausüben und andererseits wüßte außer ihr niemand, warum?


    Konflikte durch Verabredung von sinnvollen Kompromissen zu lösen, das müssen junge Leute erst lernen. Ihre Flucht in die "Cyberwelt" läßt sie manchmal gar nicht zwischen Traum und Realität unterscheiden. Manche Eltern erkennen, das ihre Kinder immer agressiver werden, wisenn gar nicht warum und meinen, das würde sich schon irgendwann von selbst geben.


    Nicht umsonst sind unterschiedliche Formen von Mobbing gerade bei den jugendlichen Mädels ein besonders großes Problem. (Man denkt, man könne Macht über andere Personen gewinnen, in denen man sie in ein schlechtes Licht rückt! Doch plötzlich ist man selbst das Opfer und weiß nicht, wie man sich dagegen wehren soll! Nicht alle jungen Leute haben ein so gutes Verhältnis zu ihren Eltern oder Trainern, das sie sich ihnen gleich anvertrauen.


    Aber ich möchte hier nicht den Hobbypsychologen spielen, sondern einfach nur meine Erfahrungen weitergeben, in der Hoffnung das etwas dabei ist, was Mutter und Tochter in dieser Situation hilft.

    paulwurf_mauli
    Es ist schon ein Unterschied, ob ein Junge zum Beginn seiner Pubertät erkennt, dass Fussball nicht sein Ding ist und der die Sache rasch zum guten Ende führen will oder ob eine ausgewachsene Jugendliche sich in einer Frauenmannschaft wohlfühlt, jedoch Probleme mit dem Trainngsleiter und einigen mobbenden Zicken aus einer anderen Mannschaft hat!


    maximalprinzip
    Es ist anzunehmen, dass deiner Tochter der Fussball schon sehr viel bedeutet, sie jedoch Grenzen sieht, die von keiner Person überschritten werden dürfen!


    Anders als bei Jungen, die sich rasch an einen Nachbarverein anschließen, wenns mal nicht so gut läuft in der Mannschaft, welchen Mädchen und Frauen nicht so schnell den Verein. Eher hören sie auf, als woanders betteln zu gehen, ob sie dort evl. mitspielen dürfen!


    "Annika" sollte sich mit ihrem Trainer unterhalten und ihm die Situation aus ihrer Sicht schildern. Bestimmt findet sich eine Lösung!

    siebener


    Vielen Dank für deinen Beitrag, aus dem klar wird, das es gar nicht darauf ankommt, aus welchen Motiven heraus radikales Gedankengut und Formen der Gewalt stammen!


    Welche Aufgaben hat nun der Trainer eines Fussballvereins dabei? Der Trainer hat jedoch nicht den Papst in de Tasche, ist weder ein Ersatz-Mulla, noch ein Laienprediger und schon gar kein politischer Agitator.


    Daraus resultiert: der Trainer hat die Aufgabe Respekt vorzuleben und auf Respekt seiner Spieler untereinander wie auch gegenüber den Gegnern zu achten. Denn Respekt garantiert die Freiheit zur Entfaltung sinnvoller Möglichkeiten. Weil Freiheit zunächst die Freiheit des anderen meint, garantiert es die Sicherheit der Einzelnen wie auch der Gruppe. Sie schützt vor Verachtung des Individuums aufgrund seiner Andersartigkeit. Nur in einem zuverlässig funktionierenden Vertrauensverhältnis können sich sportlicher Ehrgeiz und Fairness entwickeln.


    Schaffen wir das nicht, dann wird die fragile Interessensgemeinschaft auseinander brechen. Schon heute verliert man in Deutschland jährlich ca. 4.000 Mannschaften mit Spielern zwischen 10 - 14 Jahren. Diese hohe Zahl läßt sich bei weitem nicht durch den demografischen Wandel erklären.


    Andre hat schon recht, wenn er sagt, das wir nicht wegschauen dürfen, wenn man Mißachtung und Verachtung begegnet. Siebener hat recht, wenn er sagt, das dabei nicht nur rechtsradikale Motive eine Rolle spielen!
    Nachdem nunmehr klar ist, worum es beim Thema gehen soll, freue ich mich schon über weitere Beiträge!

    Auch, wenn ich bei den Torwartaufgaben noch reichlich Potenzial sehe, kann ich euch nicht ganz beipflichten, wenn ich mir das Schaubild mit dem Torwart auf einer Höhe zwischen seinen beiden Innenverteidigern in der Spielaufbauphase sehe. Denn das wäre, wenn es noch ein wenig weiter vor dem eigenen Strafraum stattfindet, schon der "fliegende Torwart."


    In der Position zwischen oder seitlich neben den IV sehe ich eher den "abkippenden 6-er", sowie ihn bereits verschiedene Bundesliga-Clubs spielen. Anders als bei parallel agierenden 6-er gibt es hier einen eher defensiv und einen eher offensiv ausgerichteten 6-er.


    Bei der Spieleröffnung kippt der definsiv ausgerichtete 6-er zwischen oder neben seinen beiden IV ab, um für sie anspielbar zu sein. In dieser spieloffenen Position hat er bei Ballannahme Mitspieler wie Gegner im Blick. (Bei höhen stehenden 6-er hätte er die Gegenspieler im Rücken.) Gleichzeitig läuft der offensiv ausgerichtete 6-er in den freien Raum zwischen den gegnerischen beiden Reihen. Er kann so direkt einen Paß in den Angriff spielen, sodass das Mittelfeld rasch überbrückt wird.


    Ein Torwart kann meistens nur nach außen spielen, da ein Fehlpass im Zentrum dem Gegner sofort einen Torabschluß ermöglicht. Steht der Keeper im Moment des Fehlpasses noch hoch zwischen seinen IV, so wird die gesamte Innenverteidigung durch einen einfachen Lupfer ausgehebelt.


    Aus diesen Gründen kann ich dieser besonders offensiv ausgerichteten Variante der Torwartkette wenig Begeisterung abgewinnen.

    Andre


    Auch ich weiß nicht, worauf du hinaus willst. Sicherlich gibt es in den größeren Städten mehr Brennpunkte aufgrund der höhere Quote von Kindern mit Migrantenhintergrund und in bestimmten Gegenden fällt nationalisitisches Gedankengut weniger auf!


    Wir aber reden hier von einem weitgehend politisch freien Jugendbereich, in der die in der Chancengleichheit und Fairness eine weitaus größere Bedeutung haben sollten. Der Fussball kann nur hier Brücken bauen, nicht aber, wenn man sich auch noch darüber unterhalten soll, welcher Gott denn nun der Wahre ist und ob "Muddi" nun mit der SPD, den Grünen oder der Linken eine Koalition eingehen soll!


    Auch können wir nicht die Schraube der Geschichte zurück drehen! Denn nicht nur im Bereich der Justiz erfolgte keine Täter-Aufarbeitung, auch im Sport wurde soetwas nicht systematisch gemacht! Doch diese Menschen sind längst aus dem aktiven Sportgeschehen ausgeschieden! Ihre Wirkung ist in den meisten Fällen durch den Austausch jüngerer Leute längst verblasst! Deshalb sollte auch ein rückwärts gerichtetes Schwarz/Weiß-Denken nichts bringen!


    Wenn man bedenkt, dass man als Deutscher fast überall auf der Welt ein Ausländer ist, dann ist doch diese Diskussion, wer nun der bessere (deutsche) Mensch sei, gänzlich überflüssig! Findest du nicht?

    schumi.k


    Ja, das Alter der Spieler hört sich gut an. Denn mit Ausnahme der "Dribbler", die erst überzeugt werden müssen, saugen die jungen Spieler alles an Informationen auf und wollen es sofort ausprobieren!


    Zum Überzeugen der "Dribbler" hätte ich da gleich eine Übung, mit denen du diesen Leuten "den Zahn ziehen" kannst!


    Kette auf Position des "Defensiv-Pressing" positionieren
    Dazu stelle eine 4 - er Kette ca. 6 m vor der Strafraumgrenze so auf, dass die beiden AV auf Höhe der Strafraumeckpunkte stehen. Die Abstände untereinander sollten gleich sein.
    Nachdem du dich zur Beobachtung ca. 8 m hiner der Kette positioniert hast, gibst du den ca. 6 Angreifern einen Ball. In den ersten Minuten wirst du die Kette noch häufig dirigieren müssen. Insbesondere wollen die immer gleich zum ballführenden Angreifer laufen und ins Teckling gehen, anstatt den Ballführenden nur anzulaufen.


    Das ballführende Team wird rasch erkennen, dass es schwierig ist die Kette zu knacken, wenn die einfach nur anlaufen, dabei ein Pass schwierig ist, weil der benachbarte Verteidiger überlappend den Passweg deckt und man beim Versuch eines Doppelpasses fast immer ins Abseits läuft. Auch der Dribbler wird merken, dass es so nicht mehr geht, weil er zunächst vom Zentrum nach außen abgedrängt und dann durch IV und AV gedoppelt wird.


    Nach ca. 10 - 15 Minuten deiner Unterstützung weiß die Kette, wie es funktioniert und du kannst mit dem Torwart "Schiffe versenken" spielen.


    Die Angreifer, insbesondere die Dribbler werden dir hinterher sagen, dass sie die Wirkung der Kette doch unterschätzt hätten. Auch die Mitglieder der Kette, die du natürlich von Zeit zu Zeit austauschen solltest, damit auch Andere erste Erfahrungen sammeln können, werden rasch merken: Mensch wieso haben wir das nicht schon früher so gemacht?


    Falls du noch nicht alle "Dribbler" überzeugen konntest, dann stelle auch noch 2 Sechser zentral ca. 5 m vor die Kette. Damit kannst du den Dribblern gleich den rückwärtigen Weg abschneiden. Denn die sind es gewohnt, erst dann abzuspielen, wenn sie selbst keine Chance zum Torabschluß mehr haben! Weil sie noch nicht gelernt, dass man eine Kette nur mit Tempo und den richtigen Pass- und Laufwegen knacken kann, wird es zunächst eine niederschmetternde Wirkung haben. Doch die kann man später ausnutzen, in denen man ihnen Mittel und Wege für erfolgreiche Offensivaktionen aufzeigt.


    Es ist fast immer besser zu überzeugen, statt sich auf irgendwelche Diskussionen einzulassen! Aber dennoch ist es wichtig, dass die Jungs auch verstehen, was sie da machen! Also zwischendurch je nach Bedarf immer mal vor oder nach einer Trainingseinheit die Taktiktafel aufstellen, die Situationen aufzeichnen und dabei das bereits aufgenommene Wissen hinterfragen! Denn wenn die es machen, weil du es ihnnen sagst, dann heißt das noch lange nicht, dass sie auch wissen warum. Die meisten haben in ihrer Jugend law and order mitbekommen. Da hieß es den Verstand am Stadioneingang abgeben! Also heißt es auch hier: Geduld, Geduld und nochmals Geduld! Und noch wichtiger ist: die eigenen Ansprüche aus dem Leistungsfussball herunter zu schrauben, denn die wollen die nicht ärgern, sondern die meisten können es nicht besser.


    Denn erst nach dieser Überzeugungsübung sollte der Hinweis erfolgen, das fortan alle Spieler der Mannschaften mindestens auf 2 Positionen spielen lernen sollten. Das ist für dich vielleicht selbstverständlich, aber für viele Breitensport-Grobmotoriker nicht. Einmal "Manndecker" hieß für die meisten auch immer "Manndecker"! In dieser kleinen Übung, bei der sich jeder mal ausprobieren durfte, haben sie aber selbst erleben können, das es auf einer anderen Position durchaus auch Spaß machen kann!


    Ohnehin wirst du noch Probleme genug mit den "selbsternannten Stars" bekommen! Das sind die Leute, die dich gerne "am langen Arm verhungern lassen wollen", weil sie wissen, dass dir die Alternativen fehlen. Für den kurzfristigen Erfolg mag das auch stimmen! Aber in solchen Fällen würde ich mir Talente aus der A-Jugend oder der 2. Mannschaft holen, denn sonst werdet ihr nie ein Team! Ballorientiert zu spielen heißt auch, dass taktische Disziplin für alle Mannschaftsmitglieder gilt! Sonst stoppt immer einen das "one-touch-Spiel", weil er unaufhörlich den Ball fordert, aber gar nicht daran denkt, zum ballnahen, besser postierten Mitspieler zu passen, sondern den unnötigen, weil nicht finalen Zweikampf sucht!


    Wie du siehst, viel verkehrt machen kannst du nicht, aber du wirst in einer typischen Kreisligamannschaft auch kaum die Chance bekommen alles richtig zu machen! Das wäre ja viel zu einfach und dann könnte es ja Jeder! :D

    schumi.k


    Vorab wünsche ich dir schon mal viel Spaß bei dieser sportlichen Herausforderung. Denn es ist für einen Trainer leichter, seiner Mannschaft etwas Neues beizubringen, als das teilweise über ein halbes Jahrzehnt falsch Erlernte korrigieren zu müssen. Aber je nach dem, wie sich die Altersstruktur deiner Mannschaft zusammensetzt und welche Erfahrungen die Jungs aus der Jugend mitbringen, kann es ganz schnell oder auch sehr mühsam zugehen.


    Als Verfechter des One-Touch-Fussballs wirst du jedoch zunächst andere Baustellen in einem typischen Kreisliga-Team zu bedienen haben. Die wenigsten in der Senioren-Kreisliga können einen Ball auch mit dem schwächeren Fuß annehmen oder mal einen kurzen Pass spielen. Damit sie bei den Übungen nicht immer wieder ihren schwachen Fuß umlaufen, ist es hilfreich Partnerübungen anzubieten, bei denen mit 2 Bällen gleichzeitig gepaßt wird.


    Damit insbesondere die älteren Spieler verstehen, dass sie den Ball auch dann nicht schleppen, wenn ihnen kein Gegenspieler im Weg steht (weil man sonst dem Gegner Zeit und Gelegenheit gibt, sich wieder zu sortieren), liegt die besondere Schwierigkeit noch darin, diesen Cracks beizubringen, dass sie weitestgehend bei eigenem Ballbesitz auf Zweikämpfe verzichten sollen. Denn besonders die "Dribbler" haben bislang ihre Stärke in der Mannschaft in der Quote der gewonnenen Zweikämpfe gesehen.

    Voraussetzung ist deshalb das du deine Trainingsinhalte so gestaltest, das die Spieler tendenziell mehr Passübungen und weniger Dribbling erlernen. In den Spielformen solltest du auf die unterschiedliche Feldgröße achten. (Ging es bei den Übungen um schnelle Ballzirkulation, sollte das Spielfeld eng sein; waren es Pass- und Laufwege bei den Übungen, kann man besser erst mal mit einem größeren Spielfeld trainieren.)


    Aber selbst, wenn es im Training schon ganz ordentlich funktioniert, brauchst du Geduld im Wettkampf. Denn gerade die älteren Spieler brauchen Zeit, um sich daran zu gewöhnen, auch mal aus 3 Metern vor dem leeren Tor, den in dieser Situation besseren, schwächeren Fuß hinzuhalten, anstatt wie gewohnt mit dem stärkeren Fuss mit Vollspann abzuziehen und das Tor nur durch Zufall zu treffen.


    Die allergrößte Schwierigkeit ist jedoch die Trainings- und Spielbeteiligung in einer typischen Senioren-Kreisligamannschaft. Da ist die Streuung zwischen Können und Motivation sehr groß. Einige Spieler im Team könnten durchaus 1 - 2 Ligen höher spielen, wollen das aber gar nicht, weil sie dann häufiger zum Training kommen müßten und beim Spiel in ein engeres taktisches Korsett eingebunden würden. Andere Spieler können aufgrund ihres Berufes (Schichtdienst) nur unregelmäßig am Training und den Spielen teilnehmen, obwohl sie lernfähig sind und gerne mehr spielen würden. Schließlich gibts da noch die große Gruppe der Spieler, denen 15 - 20 Jahre lang der Kampf Mann gegen Mann beigebracht wurde und die die Trainingsqualität im Grad der körperlichen Ermüdung messen.


    So eine Kreisliga-Mannschaft technisch und vor allen Dingen taktisch weiterzuentwickeln, ist fast immer eine mehrjährige Aufgabe. Ich hoffe, die Vereinsverantwortlichen haben das nach den Versuchen der vergangenen 5 Jahren verstanden. Vielleicht haben die jetzt auch eingesehen, dass es ohne dafür ausgebildete Trainer schwierig ist?


    Falls du spezielle Probleme hast, melde ich einfach (von mir aus auch per PN)! Aber es gibt mit Sicherheit eine Reihe von Trainern hier im Forum, die in ähnlichen Situationen stecken!

    Toto2


    Ich mußte bei deinem Beitrag ein wenig schmunzeln!


    Jeder Zuruf würde den Spielfluß der Profis unterbrechen, weil der Ballführende zunächst realisieren muß, aus welcher Richtung und Entfernung der Ruf stammt, bevor er dorthin spielen kann. Deshalb kassieren manche Trainer auch Geld von den Unverbesserlichen, die es nicht lassen können. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der geniale Egozentriker Arien Robben bei den damals sehr autoritären niederländischen Trainern einiges an Strafgelder losgeworden ist.


    Aber wir sollten uns von den Profis, wo vieles auch im Training anders läuft, verabschieden, um uns wieder zur Jugend widmen!


    "FB" hat schon etwas richtig Gutes gesagt, in dem er Kommunikation weiter gefasst hat, als nur das Fordern eines Balles! So sollte man die Trainingskommunikation von der Spielkommunikation trennen. Während des Trainings sollen neue Fähigkeiten erworben bzw. Fähigkeiten verfeinert werden. Da ist die kommunikative Unterstützung wertvoll, denn Kinder lernen auch sehr gut von anderen Kindern, weil sie im Gegensatz zum im Regelfall eine Generation änderen Trainer die selbe Sprache sprechen. Aber selbstverständlich bedarf es auch während des Trainings die Impulse durch den Trainer, wenn er merkt, dass seine Jungs ein einer Stelle nicht weiterkommen.


    Im Spiel soll sich jedoch jeder Spieler ganz und gar auf den Fussball konzentrieren. Hier soll er die Impulse aus dem Training ins Spiel tragen und selbständig Lösungen finden. Dabei spielt es noch gar keine Rolle, ob es nicht noch eine bessere Lösung gegeben hätte. Denn dies entwickelt sich erst aus dem Lernprozeß! Deshalb braucht es weder des fordernde Rufen nach dem Ball durch einen Mitspieler noch die Sicherheitsrufe durch den Trainer " .. mach dies nicht und tue das nicht ..") noch die Aufforderungen des Publikums " ... schieß doch endlich ..."!


    Den Kindern ihren Fussball spielen lassen, das heißt sich als Trainer im Training und im Spiel für Chancengleichheit einzusetzen! Denn man hat den Auftrag, alle anvertrauten Spieler bestmöglich auszubilden. Nicht bloß die Spieler mit dem großen Mundwerk oder die mit den laut fordernden Eltern!

    @FB


    In den überwiegenden Fällen habe ich falsche Zurufe beobachten können. Fast immer resultierten die Zurufe aus dem Egoismus des Ballfordernden heraus, selten ergab sich aus der Situation ein Vorteil für die Mannschaft ergab. Die Egoisten brüllen selbst dann, wenn sie in diesem Moment unter Gegnerdruck stehen! Aber selbst dann, wenn die nicht der Fall ist, geben sie so dem Gegner einen rechtzeitigen Hinweis, wohin der Ball gespielt werden soll. Damit ist es für ihn ein Leichteres, sich in den Passweg zu stellen. Schlußendlich schränkt die Ruferei die Variabilität der einzelnen Spieler und damit auch der Mannschaft ein.


    Vielleicht mag sich im unteren Jugendfussball mal ein Vorteil ergeben. Doch je älter die Jungs werden, je cleverer reagieren sie auf die Ruferei des Gegners.


    Wenn ich neue Spieler bekomme, die vorher in ihrem Heimatverein das lautstarke Ballfordern gewöhnt waren, dann gewöhne ich ihnen als erstes das Rufen ab. Statt stehend oder joggend zu rufen, sollen sie sich so bewegen, dass sie für die ballnahen Mitspieler auch gut anspielbar sind. Gutes Paßspiel und raumgewinnende Ballzirkulation gehört ins Training des modernen Fussball, bei der die gesamte Mannschaft angreift und verteidigt. Wenn jeder in jeder Situation weiß, was er zu tun hat, dann braucht es keiner zusätzlichen Ruferei!


    Ja, ich weiß: man liest hin und wieder noch in DFB-Unterlagen Begriffe wie: ein Talent soll ständig den Ball fordern. Das meint jedoch nicht, dass er permanent lautstark seine Mitspieler zum Abspiel auffordern soll, sondern er soll permament für sie anspielbar sein.