Beiträge von TW-Trainer

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    Andre


    Zwar steigt der Alkohol manchmal in den Kopf, aber hier geht es ums Kopfballspiel ohne Alkohol.


    Klar verstehe ich dich gut und einem erfahrenden und mitten im Leben stehenden Trainer würde ich es durchaus zutrauen, mit einer A-Jugend-Mannschaft, wo er jeden einzelnen Spieler schon lange kennt, ohne Probleme ein Bier gemeinsam zu trinken!


    Es ging mir lediglich darum, dass es rechtlich wie sozial von Vorteil ist, ohne Alkohol durch die Saison zu kommen! Was die Jugendlichen in der übrigen Freizeit machen, wissen wir ohnehin nicht! Dafür sind bei den Minderjährigen die Eltern zuständig und die Volljährigen müssen wissen, was sie tun!

    Bislang besagte die Regel, dass der Schiedsrichter den Freistoßschützen befragte, ob er den Freistoß ohne Mauerkorrektur durchführen möchte. Stimmte er zu, so konnte der Freistoß unmittelbar ausgeführt werden.
    Durch den Einsatz der Spraydose wird ihm dieser Vorteil genommen, weil erst eine Zeit vergeht, bis der Freistoßpunkt sowie der 9,15 m Abstand mit Farbspray markiert sind. Ob es daran lag, dass vom Schiedsrichter-Freistoß-Pfiff bis zur Markierung der Mauer ungewöhnlich viel Zeit verging, weiß ich nicht genau! Aber es war gestern zu beobachten, dass der Schiedsrichter seine Farbe einige Male weit über die 9,15 m Abstand versprühte! Bei Freistößen von der Seite sorgte er zusätzlich für Irritationen, wenn der Torwart seine Mauer nach der Markierung seitlich korrigierte.


    Gerade im Profifussball, wo die Nerven des Zuschauers manchmal schon durch die Vielzahl an Schwalben und Nicklichkeiten strapaziert wird, halte ich den Einsatz des Markierungsspray in der derzeitigen Art und Weise für nicht wünschenswert.


    Denn wer als Schiedsrichter meint, den Freistoßpunkt oder die Abwehrmauer korrigieren zu müssen, der kann die auch heute ohne Markierungsspray machen! Dafür bleiben den beiden Teams kreative Möglichkeiten bei der Freistoßausführung oder -abwehr!


    Die Toranzeige fand ich hingegen sehr viel nützlicher! Ich glaube, es war Toni Kroos, der eine Direktabnahme unter die Latte und dann in den Bereich der Torlinie setzte. Durch die große Wucht prallte der Ball natürlich nach vorn weg, weshalb die spezielle Torkamera eine eindeutige Aussage gab, ob der Ball drin war oder nicht! Wenn allerdings der Ball im Netz zappelt, dann braucht es keinen zusätzlich Torkamera-Beweis mehr!

    Liebe Trainerfreunde,


    das Kopfballspiel gehört ohne Frage zum Fussball. Wer selbst aktiver Spieler war, der weiß, dass ein Kopfball schmerzhaft sein kann, wenn man entweder die richtige Technik nicht kennt oder aber ein Ball mit einer zu hohen Geschwindigkeit geköpft wird.


    Nicht ohne Grund wurden leichtere Fussbälle eingeführt, denn neben der Geschwindigkeit ist auch das Ballgewicht ein wichtiger Aspekt fürs Kopfballspiel.


    Im unteren Jugendbereich braucht es sowieso kein spezielles Angriffs-Kopfballtraining, da aufgrund noch fehlender Rücken- und Nackenmuskulatur die Technik noch nicht ausreichend beherrscht werden kann. (Wer sich einmal ein Mädchen- oder Frauenfussballspiel anschaut, der wird beobachten können, dass dort ein Angriffskopfball eher wie das Ablenken eines Balles ausschaut, statt eines gezielten Kopfstoßes. Das liegt in der Hauptsache an der deutlich geringeren Muskelmaske im Nacken- und Rückenbereich.)


    Wer seinen Kinder das Kopfballspiel ohne Angst und Schmerzen beibringen möchte, der hat gerade jetzt in der Halle (da ohne Windeinfluss) die Gelegenheit, es mit leichten Plastikbällen zu probieren. Am Anfang werden die Kinder noch mit der Schädeldecke, später jedoch mit der Stirn zum Ball gehen. Aber selbst, wenn es mal schief geht, hinterläßt der superleichte Plastikball keine Schmerzen. Man sollte jedoch als Trainer gerade bei den Kleinen darauf achten, dass die Kids ein ausreichenden Abstand untereinander haben, denn sonst stoßen sie nicht mit einem leichten und weichen Ball, sondern mit einem deutlich schwereren und härteren Kopf eines Mitspielers zusammen.

    Andre


    Man merkt, das dieses Thema für dich eine Herzenssache ist. Dabei möchtest du, das die Jugendlichen "normal" mit Alkohol umgehen (lernen)! Denn besser sie machen es "offen" statt "im Verborgenen"!


    So ähnlich habe ich auch gedacht, aber man ist als Trainer bei dieser Aufgabe überfordert, weil man selbst bei eigener Nüchternheit niemals den 100 %-igen Überblick hat und den Jugendlichen einfach vertrauen muß! Man sagt sich, ja auf den Schulausflügen klappt es doch auch! Naja, mehr oder minder! Unterhalte dich da mal mit einem erfahrenen Pädagogen für das besagte Alter! Es ist noch gar nicht so lange her, als in der Türkei Jugendliche gepanschten Alkohol getrunken haben!


    Für den Sport ist der Alkohol und Nikotin im Bereich der Jugend das falsche Signal. Selbst dann, wenn sich unter den Jugendlichen bereits Volljährige befinden! Egal ob Training oder Spiel, der Sportplatz sollte ohne Alkohol betreten und verlassen werden. Nicht deshalb, weil sich vielleicht unter den Jugendlichen einige alkoholsüchtige Eltern befinden und nicht deshalb, weil man eine Scheinwelt repräsentieren möchte, in der es keinen Alkohol gibt, sondern als Zeichen dafür, dass man gerade im Sport jede Menge Spaß auch ohne Alkohol geben kann.


    In kaum einem Land der Erde gibt es so viele Freiheiten wie in Deutschland: du kannst über die Autobahn mit 200 km/h brettern, du kannst dir um die Ecke soviel Zigaretten und Schnaps kaufen, wie du willst! Aber in Ländern, in denen dies eingeschränkt ist, passieren genauso viele Unfälle und es gibt genauso viele Suchtprobleme. Menschen sind eben so wie sie sind!


    Es geht in dieser Diskussion auch nicht um deine verlogene Gesellschaft, sondern nur um das persönliche Umfeld auf und neben dem Rasen! Das kann man unmittelbar beeinflussen und guter Hoffnung sein, dass diese Jugendlichen die dabei vermittelten Werte für sich übertragen. Denn zwingen kann man sowieso auf Dauer niemanden!

    rookie69


    Zunächst einmal muß ich dich enttäuschen! Denn genau wie du, geraten viele ins Traineramt. Zuerst gibst du ihnen den kleinen Finger, in dem zu zusagst, dich erst mal um die Kinder zu kümmern, weil meist dein eigenes Kind in der Mannschaft spielt. Dann reißen sie dir aber gleich beide Arme ab, weil sie dich mit all den Traineraufgaben allein lassen!


    Weil aber eine En(t)dtäuschung auch das Ende einer Täuschung bedeuten kann, wird es dir danach besser gehen, wenn du Gleichgesinnte kennenlernst, die Ähnliches durchgemacht haben und wie du "ins kalte Wasser geworfen wurden"!


    Dafür hast du schon mal ein gutes Forum gefunden und dafür wirst du über kurz oder lang auch gute Trainerfreunde und unterstützende Eltern in deinem Verein finden.


    Doch nun zu deinen Fragen:


    1. Gibt es irgendwo ein Konzept, was ein Kind in einem bestimmten Alter können sollte?
    Nein, dass gibt es selbstverständlich nicht, denn es handelt sich um Fußball als Hobby. Selbst in der Schule, in die Versetzung von schriftlichen und mündlichen Leistungsbeurteilungen abhängig gemacht wird, kann man unterschiedliche Fähigkeiten und Grade von Fertigkeiten feststellen. Aber gerade bei einem Hobby sollte die Leistung doch nur eine sekundäre Rolle spielen.


    2. Was sollte man im E-Jugend-Alter als Trainer vermitteln?
    Man kann es als Saison-, aber auch als Trainingseinheitsplan beginnen. Das Erste wird dir aufgrund fehlender Erfahrungen noch schwer fallen. Deshalb bietet sich zunächst einmal an, eine einfache Trainingseinheit zu planen.


    Dazu gilt es folgende Fragen zu klären:


    A. Was soll dein Trainingsschwerpunkt für diese Trainingseinheit sein (z.B. einfacher Kurzpaß, Ballannahme und Torabschluß)
    B. Welche Warmmach-Übung eignet sich (z.B. in einem Rechteck von 10 x 10 Metern soll deine Trainingsgruppe den Ball mal mit dem einen, mal mit dem anderen Fuss dribbeln
    und dabei Kehrtwendungen machen.)
    C.Welche Übungen passen zum Trainingsschwerpunkt (z.B. Partnerübungen, in der kurze Pässe mit dem Innenspann getreten werden, der Partner den Ball stoppt und zurück passt)
    D. Welche Spielformen möchtest du dazu machen (z.B. 3 gegen 2 oder 3 gegen 3 in einem 10 x 10 m Qurdat mit Hütchentoren)
    E. Abschlußspiel mit angemessener Länge, um die erworbenen Fähigkeiten zu vertiefen.


    "Roter Faden"
    Neben der Beantwortung deiner Fragen zum Trainingsschwerpunkt und den Inhalten solltest du zunächst einmal für die eine zeitliche Richtschnur machen. Kurze Trink- und Regenerationspausen sind für dieses Alter besonders wichtig.


    Noch ein paar Tipps fürs Training
    "Trainingsequipment"
    Es stellt sich die Frage, was wird für deine Trainingseinheit benötigt! Hier schon mal ein Tipp: je weniger desto besser! Später wird dir das immer einfacher fallen, denn dann bleiben die Hütchen häufig fürs gesamte Training stehen, bzw. es werden immer nur ein paar Hütchen versetzt. Wenn du zu viel Trainingsequipment hast, dann vergeht zu viel Zeit fürs ab- und aufbauen und deine Trainingsgruppe langweilt sich. Also am besten das wenige Trainingsequipment schon vor dem Start der Einheit aufbauen.
    Neben den Übungen, für die du bereits einige Quellen bekommen hast, ist es in diesem Alter wichtig, den Kindern den Spaß am Fussball zu vermitteln. Weil du selbst ja noch Anfänger bist, kann es umso wichtiger für dich sein, dass du dir für jedes Training einen "roten Faden" machst! D.h. du suchst dir einen Trainingsschwer


    "Jedem seinen Ball"
    In diesem Alter werden paralell zum Training auch immer technische Fähigkeiten vermittelt. Dazu sollten immer ausreichend Bälle zur Verfügung stehen. Wenn 2 Spieler warten müssen, bis einer eine Technik übt, dann ist das verschwendete Trainingszeit.


    "Leibchen schon beim Start der Trainingseinheit verteilen"
    Jedes Training sollte in der gebotenen Ruhe und ohne jegliche Hektik stattfinden. Immer wiederkehrende Vorgänge, wie die Bildung von Teams im Training, lassen sich zu Trainngsbeginn sehr gut gestalten. Je nach Trainingsschwerpunkt kann man mal die Offensive gegen die Defenisve spielen lassen. Meist macht es jedoch sehr viel mehr Sinn, zwei in etwa gleichstarke Mannschaften zu bilden, weil dabei alle Spieler bestmöglich gefordert werden.


    Sicherlich habe ich noch das Eine oder Andere vergessen! Aber das bekommst du mit Sicherheit hier im Forum mit!


    Vielleicht kommt ja unser ADMIN "Uwe" mal auf die Idee im Forum Rubriken wie "Für Anfänger", "Für Fortgeschrittene" einzurichten? Dann findet man die gerade interessanten Themen auf dem gewünschten Niveau wieder! Es könnte auch interessant sein, wie Anfänger und Fortgeschrittene sich über ein Thema austauschen?

    DSV


    Haben dich die Argumente gegen eine Gruppenstrafe überzeugt?


    Hast du im Video von "open minded" beobachten können, dass der Trainer kein interessantes, abwechslungsreiches Training mit den Kindern gemacht hat, sondern sich in den Mittelpunkt der Übung stellte und es für ihn wichtig war, von den Kindern interessante und abwechslungsreiche Torabschlüsse zu sehen.


    Warum wußte er nicht, das man bei dieser Übung
    - einen Mitspieler als Ballableger einsetzen kann (denn der Trainer hilft ja im Spiel als Ballableger auch nicht)
    - diese Übung von links und rechts mit kleineren Gruppen machen kann (das trainiert dann gleichzeitig die Koordination der linken und rechten Körperhälfte)
    - diese Übung interessanter durch eine Paßstafette aus der Bewegung heraus gestaltet (denn wer möchte seine Kids im Spiel stehend auf den Ball warten sehen)


    Diese Übungen wurden zu einer Zeit gemacht, als die Trainer selbst noch Kinder waren.


    Wäre es da nicht zeit, das sich der Trainer mal mit dem modernen Fußball auseinandersetzt?
    Und wenn nicht, welche Strafe dürfte die Trainingsgruppe für einen solchen Trainer auswählen?
    Würde Equipment wegräumen reichen oder sollte er auch noch Runden laufen?


    Wer hat die Voraussetzung für die Strafe geschaffen? Die Kinder oder ihr Trainer?

    Andre


    Den sorgsamen Umgang mit Alkohol als Trainer den A und B-Jugendlichen vermitteln würde funktionieren, so habe ich auch mal gedacht! Bis mein Junge zu mir sagte: "Papa, da gehe ich nicht mehr hin!" Da wird nicht getrunken, da wird gesoffen. Was war passiert? Man hatte einem Mannschaftskameraden, der nie Alkohol mittrinken wollte, heimlich etwas Wodka ins Glas geschüttet und danach die Dosis erhöht. Dass sie dann keinen Schlußpunkt fanden, hätte dem Jungen beinahe das Leben gekostet! Der Trainer hat, selbst angetrunken von der ganzen Sache nichts gemerkt.


    Als der Junge sich heimlich verdrückt hat, dachten alle, er wäre nach Hause gegangen. Leider kam er nicht soweit! Denn er wurde von Passanten bereits stark unterkühlt in einem Graben gefunden. Bei der Reanimation wurden mehrere Rippen gebrochen. Zum Glück überlebte der Junge das. Aber er beschloss gemeinsam mit seinem Vater den Verein zu verlassen. Weitere Vereinsaustritte folgten kurze Zeit darauf.


    Wenn du glaubst, du hättest alles im Griff als Trainer, dann kann es trotzdem irgendwann in die Hose gehen, denn du kannst es nicht 100 %-ig kontrollieren!


    Man kann versuchen, den sorgsamen Umgang mit Alkohol seinen Kindern zu vermitteln. Es jedoch einer gesamten Jugendmannschaft zu vermitteln, mag eine zeitlang gutgehen. Aber irgendwann passiert das, was man selbst nicht für möglich gehalten hatte. Irgendwann eskaliert es und wir haben die Startpunkt zur Eskalation durch unser vieleicht gutgemeintes, aber falsches Vorbild gegeben.


    Klar, sind wir Trainer keine Heiligen! Aber es ist etwas anderes, ob ich in meiner Freizeit mir mit meinen erwachsenen Freuden einen "hinter die Lampe kippe" oder ob ich die Verantwortung für eine Gruppe von Jugendlichen für den Zeitraum einer Veranstaltung trage.


    Wie wäre es, wenn man den Jugendlichen vermittelt, dass man auch Spaß ohne Alkohol nach dem Spiel haben kann? Da ich mich zugegebenermaßen wenig im Breitensport auskenne, weiß ich andererseits, dass Jugendliche mit Ambitionen gerne auf Alkohol und Zigaretten verzichten, wenn sie statt einer Flasche Bier eine Portion Anerkennung und Lob für ihre Leistungen bekommen! Davon bekommt man auch keinen "Kater"!

    Andre


    Prima Statements!


    Wir Trainer sind keine Ersatzeltern, können uns aber auch nicht aus der Verantwortung stehen. Wir können in der Trainings- und Spielzeit wichtige Impulse setzen. Denn es macht schon einen Unterschied, ob ein Trainer nach einem gewonnenen Spiel mit 14, 15 und 16-Jährigen eine Kiste Bier ausgibt!


    Alkohol ist wie Tabak für Jugendliche in diesem Alter ein Gift mit nachhaltig schädigenden Wirkungen. Sei es die Konzentrationsfähigkeit oder die geringere Immunisierung gegenüber Alltagskrankheiten. Wer Alkohol verharmlost trägt durch sein falsches Verhalten dazu bei, dass junge Menschen, die ihre Situation noch nicht gänzlich überschauen können, auf einen falschen Pfad geführt werden. Denn das ist der Weg, dass man zunächst einen Grund (Event) braucht, bei dem soviel gesossen werden soll, wie hineinpaßt. Der Kick, sich zu betrinken und dabei sehr viel einfacher zu kommunizieren, weil sämtliche Ängste plötzlich verschwinden, so immer weiter und immer länger andauern.


    Eine Tabuisierung löst das Problem nicht! Meist ist das Gegenteil der Fall. Wenn der Trainer im Rahmen einer Mannschaftsfete 2 - 3 Bier erlaubt, so wurden bereits vorher die "harten Sachen" gebunkert, mit denen dann weitergefeiert wird.


    Aus diesen Gründen rate ich dringend davon ab, bei B oder A-Jugendmannschaften während Mannschaftsveranstaltungen selbst Alkohol zu trinken oder es den Jugendlichen zu erlauben. Denn selbst, wenn man glaubt, dass ja ein paar Bierchen nicht schaden könnten und es 16-Jährigen ja vom Gesetz her erlaubt sei, ist es die Gruppe, für die man Verantwortung trägt. Bereits angetrunkene Jugendliche sind danach für härtere Getränke sehr viel empfänglicher, als wenn man sie ihnen im nüchternen Zustand anbietet.


    Leider gibt es falsche Vorbilder genug im Stadionbereich. Da werden die Jugendliche von Vereinsmeiern gleich zur Theke begleitet und sich an ihnen belustigt, wenn sie schon nach ein paar Bier torkeln. In den Niederlanden gibt es diese vereinseigenen Gebäude mit Bewirtung schon sehr viel länger. Dort hat man längst die Konsequenzen aus solchen Erfahrungen gezogen, weshalb sehr viel mehr darauf geachtet wird, das die gesamte Familie hier Spaß auch ohne Alkohol erleben darf. Mit den Zigaretten nehmen sie es allerdings nicht so genau!

    Sir Alex


    Prima Anmerkungen zum Thema.


    Wenn die Trainer, die viel (nicht die Brüllaffen) ins Spiel hinein rufen, nicht häufiger siegen würden, dann würden sie es lassen. Es ist also der Glaube, den Spielern zum Sieg verhelfen zu müssen, der sie antreibt.


    Es liegt also auf der Hand, dass es andere Gründe geben muß, sich dazu zu entscheiden, auf "Sicherheits-Informationen", seien sie nun als Aufforderung oder als Frage gestellt, zu verzichten. Die Gründe dafür, auf Kommentare während des Spiels zu verzichten, sind bereits vor Jahrzehnten aus den Erkenntnissen des Straßenfussballs gewonnen worden. Kinder lernen sehr viel besser von einander, als durch pures Gehorsam von Trainerbefehlen.


    Auf diesen Erkenntnissen basierend liegen die Vorteile auf der Hand, den Kindern im Rahmen des Trainings neue Fähigkeiten zu vermitteln oder Bestehende zu verfeinern. Im Spiel sollen sie dann Gelegenheit bekommen, die in Übungen und Spielformen erlernten Fähigkeiten und Gegnerdruck auszuprobieren. Das erhöhte Risiko, die neuen Dinge anzuwenden, beinhaltet die Toleranz des Trainers zu Fehlern seiner Spieler. Über die vorgelebte Fairness gegenüber seiner Spieler wie der Gegner fordert der Trainer ein Coaching, in dem es um sportliche Werte geht, die für die weitere Entwicklung der Kinder prägent sind.


    Ein Vorwegnehmen dieser Chancen durch altersgerechtes Coaching bedeutet, dass Kinder wie Erwachsene behandelt werden und das Siegen der einzige Grund eines sportlichen Wettkampfes ist. Der Umgang miteinander nach einem Unentschieden oder gar einer Niederlage ist schwierig, weil er nicht vorgesehen ist! Allenfalls in Form von Bestrafung aufgrund von Befehlsverweigerung.


    Die eigentliche Arbeit des Trainers liegt in der sinnvollen Gestaltung seines Trainings. Während des Spiels wird er als Motivator und Kümmerer gebraucht. So liegt es auch an ihm, ob die Mannschaft unabhängig vom Spielergebnis als emotionale Sieger, in der jeder sein Bestes gegeben hat, zum nächsten Training kommt. Coaching vermittelt nicht die Vorliebe für sportliche Leistung allein, sondern orientiert sich an einen partnerschaftlichen und respektvollen Umgang untereinander.


    Coaching von Trainern im Kinderbereich heißt für mich in erster Linie ein großes Herz für Kinder zu haben. Die Inhalte des Coaching lassen sich davon sehr leicht ableiten.

    @Uwe


    Bin wohl noch eine Antwort schuldig. Maarten Arts ist 1959 geboren und war ein erfolgreicher Torwart beim FC Utrecht! Auch er hat später von seinen Kollegen aus der Amsterdamer Jugendtorwartschule profitiert. Dies allein sollten schon Belege dafür sein, genügend Kompentenz mit in die Arbeit hinein zu legen. Dass Maarten Arts seit 2010 als TW-Trainer im Umm-Salal Sport Club in Qutar tätig ist, qualifiziert ihn nicht ab, sondern belegt, dass er Herausforderungen sucht.


    Was man als Außenstehender allerdings wissen sollte ist, das in den Niederlanden ein etwas anderer Weg in der Leistungsförderung gegangen wird als hier in Deutschland. Dort sichtet die Talente bereits vor der D-Jugend, aber die Förderung nach zielgerichteten Leistungsprinzipien findet erst ab der D-Jugend statt. Dort wird in der D-Jugend in einer Art Landesliga mit 11-er Teams gespielt (Sammer läßt grüßen!). Taktik wird bis einschließlich A-Jugend ein 4 : 3 : 3 gespielt. Dieses relativ offene Spielsystem fördert die individuellen Fähigkeiten besonders und sorgt auch für viele Tore bzw. Torszenen. Im Gegensatz zu den meisten Top-Nationalmannschaftsteams, deren Leistungen starken Schwankungen unterliegen, haben die Niederländer mit ihrem Konzept in den vergangenen Jahrzehnten einen relativ gleichbleibenden Erfolg erzielt. Sie können es sich mangels Kapital und mangels einer deutlich geringeren Zahl an aktivien Fussballern auch gar nicht leisten, ein anderes Konzept realisieren zu wollen.


    Aus diesem Hintergrund läßt sich ableiten, dass die Erfahrungen und die altersgemäße Einstufung für eine gute Entwicklung durch Torwarttraining erst ab der D-Jugend beginnt. Maarten Arts hat meines Wissens jedoch nicht im mittleren und unteren Jugendbereich als Torwartrainer gearbeitet.


    Weil jedoch hier wie dort der Fussball vom G bis zum E-Jugendbereich unter Breitensport-Bedingungen stattfindet, sollten hier etwas andere Maßstäbe als für die Leistungsbereich-Anforderungen gestellt werden. Es ist insofern kein Widerspruch, sondern eine Ergänzung zum ausgelassenden Teil des Jugendtorwarttrainings.

    @Milky


    Wenn es so in eurer Vereinssatzung steht, dass jedes Mitglied (aktiv oder passiv) seinen Beitrag jährlich im voraus zu entrichten hat, dann ist diese beidseitige Vereinbarung zunächst einmal gültig.


    Wie hier jedoch zu lesen ist, gibt es "Lösungen", die dann aber der Verein zunächst einmal durch seinen gewählten Vorstand mittragen muß. D.h. es müssen für jedermann nachvollziehbare Gründe vorliegen, warum in diesem Einzelfall von der Standardregelung abgewichen wird.


    Dass im Verein jeder Cent gebraucht wird, daran sollte es keine Zweifel geben. Wofür es investiert wird (in vielen Vereinen fließt das meiste Geld in die 1. Seniorenmannschaft), darüber scheiden sich die Geister. Leider mußte ich auch schon feststellen, dass man eher den G-Jugend-Teams Geld für neue Trainingsanzüge ausgibt (die nach einer Saison in den Umkleidekabinen der Gastspielorte verteilt liegen), als das man es Frauen- oder Mädchenteams zur Verfügung stellt. Die Perfektionierung der "Stadionkneipe" steht ebenfalls hoch im Kurs. So kostet die jährliche Sky-Gebühr mehr las viele Mädchen- und Frauenteams als jährliches Budget zur Verfügung haben. Denn vielerorts ist Fussball noch eine Männerdomäne, wo den Entscheidungsträgern die sportliche Entwicklung in den Mädchen- und Frauenfussballteams ziemlich egal ist.


    Es gibt auf Dauer nur einen Weg, um dies zu korrigieren! Hört auf zu jammern, wie schrecklich doch diese Einzelfälle sind. Läßt euch in den Vorstand wählen, um daran mitzuwirken, dass der Verein wieder für alle Mitglieder da ist und die teure "Dorfbundesliga" für die 1. Senioren endlich ein Ende hat!

    @Milky


    So ein Engagement gehört belohnt! Während die meisten Frauen mit 30 ihre aktive Laufbahn beenden, ackert diese Frau sogar noch mit Mitte 50! Wer so eine Person im Verein hat, der sollte sie zum Ehrenmitglied erklären. In den meisten Vereinsstatuten steht, dass die dann beitragsfrei sind und auch zu allen eintrittspflichtigen Spielen im Verein kostenlos zuschauen dürfen.


    Also, wartet nicht so lange, sondern klärt es rasch!!!!

    Ich denke, es ist weniger die Frage, ob man dehnt, sondern vielmehr, wann es am meisten Sinn macht!


    Im niederländischen Leistungs- und Profifussball gehts nach einer Warm-Machphase von 5 - 7 Minuten im Training selbst bei den Erwachsen "ins Eingemachte"!
    Man läuft sich ein wenig warm, um über die Pulsbeschleunigung und Atemfrequenz das Blut mit genügend Sauerstoff anzureichern, sodass die Muskeln und Sehnen den nachfolgenden Kontraktionsanforderungen gewachsen sind.
    Klar sind die Jungs fit! Aber sie wissen auch, dass ein Dehnen allein sie nicht vor Verletzungen ihrer Sehnen und Muskeln schützt.


    Weil die Muskeln je nach Fitness-Grad und körperlicher Anstrengung jedoch an Elasizität verlieren und sich zusammenziehen, sollte man nach einem harten Training oder einem intensiven Spiel durch immer auslaufen, um den Körper bei der anschließenden Regeneration zu unterstützen.


    Im konkreten Fall wird jedoch gefragt, ob das Dehen im G - D-Jugendbereich sinnvoll ist? Ein normales Kind benötigt es in diesem Alter nicht, weil es einen natürlichen Bewegungstrieb besitzt. Diese "normalen" Kinder werden jedoch immer weniger, denn den heutigen Erziehungspädagogen setzen ihre Priorität bei der Vermittlung von geistigen Fähigkeiten und vernachlässigen dabei die körperliche Entwicklung der Kinder.


    Aufgrund der frühen "Verschulung" müssen die Sportvereine einen Teil dieser durch Bewegungsmangel entstandenen Defizite nachholen.


    Kindern, die unter starkem Bewegungsmangel leiden, kann ein wenig Gymnastik helfen, sich besser auf die anschließenden Übungen und Spiele vorzubereiten.

    @addi


    Ja, es ist schon ein paar Jahre her, aber da habe ich auch mal eine Saison mit 8 Keepern im Alter zwischen F - und D-Jugend einmal wöchentlich ca. 60 Minuten lang Torwarttraining gemacht. Im Winter haben wir sogar in der Halle weiter geübt. Es hat uns allen einen Riesenspaß gemacht und nicht selten kam der Wunsch, doch noch 10 Minuten dran zu hängen. Von diesen 8 Keepern konnten sich hinterher 3 für den DFB-Stützpunkt qualifizieren. 2 hat man übernommen. Weil Stützpunkttrainer in der Regel keine besondere Kenntnisse für das Torwartspiel besitzen, können sie auch kaum zwischen antrainierten Fähigkeiten und förderungswürdigem Potenzial unterscheiden. Wenn sie also vor die Wahl gestellt werden, zwischen einem Bewegungstalent, dem die Bälle noch zwischen den Händen hindurch flutschen und einem, der die runde Kugel sicher fängt, auswählen müssen, dann entscheiden sie sich fast immer für Typ 1. Das sollte erwähnt werden, weil Wunder kann ich auch nicht vollbringen!


    Aber mir war es auch wichtig, das jeder, also auch "der dicke Paul", mit Spaß an die Torwartaufgaben herangeführt wird. Kinder können durchaus länger spielen. Wenn man es schafft, die Zeit so wie das in diesem Alter übliche Spielen zu gestalten, dann geht das durchaus auch über einen längeren Zeitraum. Mit einer so großen Menge gibt es allerdings kaum Zeit für Korrekturen. Denn bei einer Zwischenübung für 1 Keeper würden sich sofort 7 Andere langweilen. Dennoch überwiegen insgesamt die Vorteile, als wenn die Torwart-Anfänger gar keine Unterstützung erhalten.


    Es ist sicherlich nur eine Definitionssache zwischen Übungen und Training zu unterscheiden. Ich habe es seinerzeit nicht als Training sondern als Towartübungen gesehen, weil eben der praktische Teil der Korrekturen gefehlt hat.


    Mir hat es damals sehr viel Spaß gemacht. Leider fehlte mir danach die Zeit, um es weiterzumachen! Das geht immer nur, wenn ich gerade mal wieder eine Verletzung auszukurieren habe.

    @Uwe


    Ich habe mir die Anmerkungen durchgelesen und kann mich mit den meisten Teilen sehr gut identifizieren. Wir TW-Trainer sind meist Autodidakten und finden unsere Anerkennung in der Arbeit und innerhalb des Vereins. Wir tauschen uns gerne aus lernen so am besten voneinander. Ich denke, der Autor hätte mit meiner Anmerkung zur Ergänzung des unteren Bereichs sicherlich kein Problem. Es sei denn, er hat selbst keine Erfahrungen in diesem Bereich?


    Natürlich können Abende nicht eine gründliche TW-Trainer-Ausbildung ersetzen. Meine Anmerkung bezog sich darauf, doch bitte den unteren Jugendbereich nicht auszuklammern, nur weil es hier noch nicht sinnvoll ist, ein spezielles Torwarttraining zu geben. Denn wie mir scheinen will, werden hier die gröbsten Fehler gemacht und es ist hier die Nachfrage nach Informationen besonders groß.

    open-minded


    Bei der Torwart-Grundausbildung spricht man von defensiven und offensiven Aufgaben, nicht von "Angriffstechnik" O.K.?


    Gruppengröße bei der G-Jugend
    Bei einer normalen Größe von 10 Spielern sollte es kein Problem sein. Wichtig ist es auf die Abstände untereinander zu achten und bei den Bewegungen darauf zu achten, dass alle in die selbe Richtung laufen, damit sie nicht mit den Köpfen aneinander stoßen und sich verletzten könnten. Bei einer sehr großen Gruppe gibts meinstens auch mehrere Trainer. Hier kann man überlegen, die Trainingsgruppe aufzuteilen und über einem zweiten Trainer diese Übung parallel zu machen.


    betreuer72
    Für die G-Jugend-Spieler sind alle Spiele gleich wichtig, weil sie gerne Spaß am Fussball haben! Wie ihre Trainer darauf kommen, dass man in der Positionsvergabe Unterschiede geben sollte, ist ihnen ein Rätzel. Dabei fällt mir eigentlich nichts mehr ein, sondern nur noch auf, dass dort vermutlich Wissenslücken ursächlich dafür verantwortlich sein könnten.


    Jetzt möchtest du noch gerne wisssen, wie deine Tochter mindestens so weit schießen kann, wie der besagte "G-Jugend-Stammtorwart" gelle? Dann probier mal folgendes:


    1. Verkleinere den Anlaufbogen soweit, dass sie locker und gleichmäßig fast gerade auf den Ball zuläuft.
    2. Beim Abstoß stelle dich neben den Ball und achte darauf, das ihr Standbein direkt neben dem Ball ruht
    3. Beim Durchschwingen achte darauf, dass die Trefferfläche des Balls im Bereich des Fussballens ist


    Das hört sich sehr einfach an, ist es eigentlich auch, weil die Kinder in diesem Altern noch gar nicht so viele Sachen falsch gelernt haben. Dennoch helfen auch hier Zwischenübungen, weil nicht alles auf Anhieb klappt.
    Als Zwischenübungen eignen sich unterschiedliche Anlaufdistanzen und Anlaufgeschwindigkeiten. Auch die Schußtechnik, also die Position des Standbeins, das richtige Durchschwingen und die Trefferfläche kann man wunderbar mit einem Luftballon (in der Halle) ausprobieren, weil sich das Kind den ersten Teils der Flugbahn anschauen kann. Die erreichbare Schußweite wird sich nach ein wenig Übung von selbst verlängern.


    Für mich stellt sich jedoch die Frage: was hat deine Tochter davon, wenn sie jetzt so weit schießen kann, wie der andere Torwart? Wöhlmöglich darf sie dann nur noch auf der Torwartposition spielen! Oder würde es ihr genügen, wenn sie von ihrer Mutter hört, dass alle Eltern sie besonders für ihren weiten Abschlag gelobt hätten?


    Übrigens hört man weitaus häufiger etwas Konzentrationsschwierigkeiten bei vorwiegend defensiven Spielern als bei Angreifern. Es sei denn, die Stürmer treffen das Tor nicht!
    Das Ganze hat aber meistens weniger mit Konzentration zu tun, sondern mit der Positionszuteilung durch den Trainer unter Gewinnmaximierungsaspekten. Die schnellen und technisch versierten Spieler kommen in den Angriff, die etwas langsameren in die Abwehr. Der Stammtorwart der G-Jugend soll möglichst groß sein, damit die hohen Bälle nicht ins Tor gehen und den Ball möglichst weit schießen können.



    Wenn du hier im Forum andere Meinungen findest, als bei dem Heimatvereinstrainer deiner Tochter, dann wundere dich bitte nicht! So oder so ähnlich fängt jeder Trainer mal an! Es ist die Basis für spätere Verbesserungen für die wenigen Trainer, die auf Dauer Spaß an dieser Aufgabe gefunden haben.

    Andre


    Der Text bezog sich auf das Torwartverhalten im unteren Jugendbereich. Im mittleren Bereich (ab D-Jugend) erwartet man auch schon individual-taktisches Verhalten bei einer guten Mannschaft, wo dann auch die von dir angesprochenen Verhaltensweisen anzutreffen sind.


    Weil jedoch der Autor keine Idee hatte, wie man den Torleuten auch im unteren Jugendbereich eine erfolgreiche Spieleröffnung vermitteln kann, meinte dieser, man solle das doch alles auf später verschieben. Deshalb habe ich Übungen für den Spielaufbau angeführt.


    Natürlich und gerade im unteren Jugendbereich sollte es keine Positionsfixierung geben. Es soll sich jeder auf jeder Position (unabhängig vom Leistungsvermögen) ausprobieren dürfen. Aber was ein Spieler auf der Torwartposition lernt, dass können die anderen Spieler genauso gut erlernen. Deshalb empfehle ich ja auch für den Altersbereich zwischen G - und jüngeren E-Jugendbereich mit der gesamten Mannschaft Torwartübungen ins Training einzuflechten. Ab dem älteren E-Jugend-Jahrgang kann man verkürzte TW-Trainingseinheiten für besonders begeisterte Trainer machen. Wer dort besondere Fähigkeiten zeigt, kann in der Kreisauswahl oder dem DFB-Stützpunkt eine zusätzliche Förderung erfahren, sofern es dort ausgebildete Torwarttrainer gibt.

    Hallo Patrick


    Eigentlich müßtest du ein glücklicher Mensch sein, weil das Durchschnittsalter in deinem Team ideal ist, um ihnen deine persönliche Trainernote zu geben. Allerdings ist es aus der Rolle als Spielertrainer besonders schwierig, nicht nur die Schwächen, sondern auch die Ursachen hierfür heraus zu finden, weil man ja als Spieler immer mitten drin ist und so nur einen bestimmten Teil der Situation mitbekommt. Gerade Vereine im Kreisklassenbereich machen es sich gerne einfach, indem sie mit der Verpflichtung eines Spielertrainers gleich "2 Fliegen mit einer Klappe" erschlagen wollen.


    Dennoch bekommt man aufgrund des deutlichen Leistungsabstands zum Rest der Liga die gravierendsten Schwächen mit. Wenn man sich also einen Punkteplan macht, daraus einen Prioritätenplan erstellt. Beispiel: du nennt 4 deiner Spieler für nicht ligatauglich. Was fehlt diesen Spielern für die Ligatauglichkeit?
    Gerade die Winterpause kann dazu genutzt werden, gezielt an der Aufarbeitung von Defiziten zu arbeiten. Falls du keinen Co-Trainer hast, mache gemeinsam mit dem Mannschaftskapitän ein Kleingruppentraining, wo der Schwierigkeitsgrad dem Leistungsvermögen angepaßt werden kann. Vermutlich wird es diesen 4 Spielern an einer guten Technik mangeln? Die sind dann durchaus dankbar, wenn man ihnen die Details zeigt, erklärt und ihnen Mut macht.


    Sollte der Platz unbespielbar sein, kann man Soccerhallen, Kunstrasenplätze oder sogar die normale Halle nutzen, um an den Details zu feilen. Da es sich mit Ausnahme des Kunstrasens immer um enge Räume mit häufigen Ballkontakten handelt, können auch die Details sehr gut trainiert werden.


    Wenn eine Mannschaft ganz unten in der Liga steht, dann muß man ihr zunächst einmal klar machen, dass die besseren Einzelspieler bei den Konkurrenten spielen. Man selbst hat nur dann eine reelle Siegeschance, wenn man als Mannschaft auftritt. Also nicht nur gemeinsam angreifen, sondern auch gemeinsam verteidigen. Darüber kann man eine Mannschaft, die aus diversen Grüppchen stammt, zu einem Team schmieden, weil sie alle darüber das selbe Ziel haben.


    Die Traineraufgabe für so eine junge Mannschaft sollte eigentlich immer mittelfristig angedacht werden. Das hat hier den Vorteil, dass alle Beteiligten besonders in einer Situation, wo jeder Einzelne gefordert ist, sehr viel dazu lernt, was er (egal ob die Liga gehalten wird oder nicht) in der kommenden Saison als Erfahrung positiv ins Team einbringen kann
    Aus deinen bisherigen Angaben entnehme ich, dass du 4 Spieler für nicht ligatauglich hälst.


    Welches Feedback bekommst du denn von deinen Spielern zu den Spielen und zu deinem Training?

    betreuer72


    Wenn ich dich richtig verstanden habe, setzt du Angriffstechnik mit den offensiven Aufgaben eines Torwarts gleich? Doch darin gibt es wesentliche Unterschiede, die sich aus seiner Funktion als letzter Verteidiger und erster Angreifer erklären.
    Zu den offensiven Aufgaben zählen alle Formen der Spieleröffnung (z.B. Abstoß, Abschlag, Abwurf und die Ballweiterleitung) Zu den defensiven Aufgaben gehören alle Techniken der Ballabwehr (z.B. Fangen, Lenken, Fausten)


    open-minded
    Man unterscheidet zwischen Torwartübungen und Torwarttraining. Beim Torwarttraining handelt es sich um eine komplette Trainingseinheit (Trainingsschwerpunkt, Aufwärmen, Übungen, Spielformen mit Schwerpunkt Torwartspiel). Bei Torwartübungen handelt es sich um einfache Hand-Fuss-Übungen.


    Für die G, F und den jüngeren E-Jugendjahrgang sollte man noch keine Trainingseinheiten gestalten, weil hier die Konzentrationsfähigkeit noch nicht für eine Dauer von 45 - 60 Minuten (durchschnittliche Trainingsdauer in dieser Altersgruppe) ausgeprägt ist. Stattdessen sollte für die gesamte Trainingsgruppe einfache Übungen ins Mannschaftstraining integriert werden. Für die Knirpse sind jedoch ein paar elementare Dinge zu beachten.


    A. Vorüberlegungen für Torwartübungen im unteren Jugendbereich
    Die Torwart-Übungen sollten 10 - 20 Minuten lang sein. Es sollten die Distanzen unter einander ausreichend groß sein, damit z.B. das Aneinanderstoßen der Köpfe vermieden wird. Bei Übungen aus der Bewegung sollten sich alle Teilnehmer ausschließlich in eine Richtung bewegen. Denn die Kleinen sind in ihrem Übereifer nur auf den Ball fixiert und achten dabei nicht auf ihre Mitspieler.


    1. Vor der Kreisbildung zu Beginn der Torwart-Übungen alle Bälle beiseite legen (sonst wollen schon einige starten, ohne bereits die Übung zu kennen
    2. Kurze Erklärung der Aufgabe (max. 30 Sekunden)
    3. Kurze Präsentation der Aufgabe: Trainer führt die Übung vor (bei Partnerübungen immer einen anderen Spieler für die Präsentation wählen, um die Aufmerksamkeit der Gruppe hoch zu halten)
    4. Abstände zwischen den Übungsteilnehmern zuweisen (Hütchen allein nützen hier noch nicht viel - bitte immer geduldig bleiben, bis alle ihre Positionen gefunden haben
    5. Übung starten
    6. Unterstützen, wo es gar nicht klappt, sonst genügend Zeit zum Ausprobieren geben
    7. Übung beenden, wenn Konzentration nachläßt (Übungserfolg nimmt ab)
    8. Nach jeder Übung (ca. 5 Min.) eine ca. 1 - 2 minütige Trinkpause zur Regeneration und Wiederherstellung der Konzentrationsfähigkeit einplanen


    Nachfolgend ein paar einfache Übungen für die G-Jugend
    Einzelübung:
    1. Ball wird auf den Boden geprellt und mit den Armen aufgefangen
    2 Ball hoch werfen und mit beiden Armen in Bauchhöhe auffangen
    3. dito, jedoch mit den Händen in Brusthöhe
    4. dito, jedoch mit den Händen über den Kopf
    5. wie 1., jedoch dreht sich der Spieler nach dem Wurf einmal um seine Achse und fängt den Ball dann auf


    Partnerübung: (Abstand ca. 3 - 5 m)
    1. Partner rollen sich den Ball zu
    2. dito, Pass mit Innenspann
    3. wie 2, jedoch wird der Ball aufgenommen und zurück gerollt
    4. Partner werfen sich den Ball zu
    5. dito, jedoch wird der Ball nach dem Fangen abgelegt und zurück gepasst


    Gruppenübung: Trainingsgruppe setzt sich auf den Boden und bildet einen "Stern", wobei die Beine weit gespreizt und die Füße zum Nebenmann aneinanderliegen
    1. Ball wird mit den Händen zu einem gegenüberliegenden Gruppenmitglied gerollt, dieser rollt ihn zu einem anderen Gruppenmitglied weiter
    2. dito, jedoch wird der Ball mit den Füßen weitergeleitet
    Die Übung wird rasch an Dynamik zunehmen. Alle Formen des Ballkontakts werden ausprobiert. Bitte sopfort eingreifen, wenn der Ball nicht mehr rollt, sondern springt. Denn knallt das Leder ins Gesicht eines Mitspielers.


    Gruppenübung: Ball fangen aus der Bewegung:
    1. Alle Teilnehmer befinden sich in einer Reihe auf einer Höhe in der Startposition neben dem Trainer. Nun prellt der Trainer den Ball schräg von sich weg auf den Boden. Dies ist das Startsignal, in der die Gruppe im Hinterher-Rennen den Ball aufnehmen darf.
    2. Alle Teilnehmer kehren zur Startposition zurück. Der Balleroberer darf nun den Ball hochwerfen, worauf alle anderen Teilnehmer in die selbe Richtung auf den Ball zu rennen, um ihn zu fangen


    In der G-Jugend, wie auch später kommt es auf die Erfolgserlebnisse an. Neben dem positiven Feedback in Form von Lob ist es aber auch wichtig, den Schwierigkeitsgrad der Übungen soweit anzupassen, dass jeder Teilnehmer die Chance auf das Erfolgserlebnis hat.


    Zweck der Übungen für die G-Jugend ist der "gute, erste Kontakt" mit dem Fussball. Statt den Knirps gleich ins Tor zu stellen, wo er noch gar nicht weiß, was passiert, soll er langsam anfangen, den Ball "begreifen" zu lernen!
    Der Ball kommt mal rollend, gepasst oder geworfen auf ihn zu, mal bewegt er sich von ihm weg. Der Trainingsteilnehmer wird mit dem Schwierigkeitsgrad der Übungen langsam von eine passive Form (wartet auf den Ball) in eine aktive Formen (er rennt hinter den Ball her) gesteigert werden.



    Das soll es erst mal gewesen sein. Ist auch schon wieder zu lang geworden. Die Übungen für die F-Jugend-Trainingsgruppe sind ein wenig anspruchsvoller. Hier kann man bereits Trainingsunterstützung (Leibchen, Hütchen, usw.) einsetzen.

    @open minded


    Vielen Dank für deine Frage. Meist ist das, was ihr wissen wollt, für mich irgendwie selbstverständlich, weshalb ich manchmal vergesse, darüber zu sprechen.


    Mancheiner von euch hat sich schon gewundert, warum ihr immer wieder die gleichen Fehler bei Keepern in diesem Alter feststellt? Selbst, wenn ihr wiederholt darauf aufmerksam macht, kommt es vor. Die Ursache ist simpel! Was man nicht verstanden hat, das kann man auch nicht anwenden. Jede Theorie muß auch eine Praxis haben muß und jede Praxis sollte auch theoretisch verstanden werden. Gemeint ist: nur das Erklären nützt nicht und nur das Üben bietet auch keine Garantie dafür, dass der Keeper selbständig erkennt, wann er wie reagieren oder agieren sollen. Beides bedingt einander!


    Nun zur Trainingsmethode: Ein Torwart-Thema gemeinsam erarbeiten bedeutet, das man den Keeper durch altersgemäße, geeignete Übungen und Spielformen schrittweise die unterschiedlichen Möglichkeiten des Torwartspiels erfahren läßt. Kurze Erläuterungen zu den jeweiligen Schritten helfen das Verständnis für die unterschiedlichen Situationen aufzubauen.


    Diese Form des Wissenstransfer, die sich besonders gut für Torleute (Individualiserung der Spezialisten) eignet, löst von der üblichen "Frontaldidakik". Der Trainer ist hier nicht mehr der Lehrer, der alles vormacht und alles erklärt, sondern den Keeper durch Impuls begleitet. Der Trainer wählt Übungen, um zunächst einen Impuls fürs Thema zu geben. Dabei beobachtet er, wie sein/e Keeper die Aufgabe/n interpretieren. Auch fragt er sie, warum sie dieses so und jenes anders machen? Durch die Antworten erfährt er, was verstanden wurde, aber noch nicht richtig umgesetzt werden kann. Dies führt zu geeigneten Zwischenübungen, die dann die Lücken im Bewegungsablauf schließen, wenn es verstanden wurde.


    Das hört sich nun fürchterlich kompliziert an. Ist es aber nicht, weil alles aufs Alter bezogen spielerisch abläuft, sodass die Phanasie der Kinder und Trainer angeregt wird. Wer das Spielen schon verlernt hat, hier wird er wieder daran erinnert und für eine gewisse Zeit hört er auf Erwachsen zu sein. Jedes Traininig ist so, als würden Trainer und Kind ein Bild malen. Nur gestalten Trainer und Kinder dieses Bild gemeinsam. Sie können sich deshalb nicht nur am fertigen Bild erfreuen, sondern auch an seinem Zustandekommen erinnern. Dadurch gelangt das Wissen vom Kurzzeitgedächtnis, wo es schnell wieder verschwinden könnte, ins Langzeitgedächtnis, auf das immer wieder aufgebaut werden kann. Nicht nur für die Kinder ist es so, als würde die Trainingszeit im Flug vergehen, auch für den Trainer bleibt jedesmal dieser Eindruck. Nicht selten war der Wunsch nach einer "Zugabe"! Denn der Wunsch nach Pausen entsteht durch Erschöpfung. Hier aber möchte das Kind seine Neugierde befriedigen, weil es vielleicht zum ersten Mal über sich hinaus gewachsen ist und natürlich sofort wissen möchte, ob es noch weitergeht. Meist aber freut es sich, beim nächsten Training wieder ein Bild malen zu können!


    Dies sind im wesentlichen auch meine Gründe, warum ich die derzeitige Ausbildung von TW-Trainern für den Breitensport nur bedingt geeignet halte. Denn sie hat sich immer noch nicht vom Frontal- und Ermüdungstraining, die zur Automatisierung von Abläufen führen soll, gelöst! Denn eine Reproduktion von Fähigkeiten ist nur möglich, wenn das Kind die gesamte Situation überschaut, nicht nur den Bewegungsablauf für eine Defensiv- oder Offensivaufgabe. Viele Trainingsübungen enden mit dem Torabschluß. Das wäre ja auch O.K, wenn fast jeder Schuß ein Treffer wäre. Weil sie jedoch fast immer mit einer defeinsvien (TW-Abwehr) und offensiven (Spieleröffnung) des Torwarts endet, sollten die Übungen auch spielnah zuende gebracht werden. Sonst ist der Torwart nur eine Schießbudenfigur, eben der "dicke Paul"! Es wird Zeit, sich von diesen Bildern der Vergangenheit zu lösen, liebe Herren vom DFB!!!