Beiträge von TW-Trainer

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    GodOfSheep


    Wie aus deinem "Nick" zu entnehmen ist, fühlst du dich nicht nur als Trainer, sondern auch als "Vater einer Schafherde" (God of sheep) für deine Mannschaft verpflichtet! Wenn du darin eine spezielle Ausbildung hast, kann es klappen. Ansonsten bist du wie die meisten Trainer damit überfordert, wenn ein Spieler deiner Mannschaft kriminell wird. Denn deine Beschreibungen gehen weit über das allgemein empfundene Maß von Streitigkeiten innerhalb einer Mannschaft hinaus.
    Die Eltern der beiden Jungen sind gefragt, in welcher Weise die strafbaren Handlungen geahndet werden. Der kriminell gewordene Spieler sollte bis zur weiteren Klärung und einer nachvollziehbaren Reue und Einsicht supendiert werden.


    Zu etwas differenzierteren Ansichten gelange ich aufgrund deiner Mannschafts- und Ligabeschreibung. Für die C - Jugend ist ein Kader von 22 Spieler viel zu groß. Die Qualität des Fussballs leidet darunter, weil nicht alle Spieler ausreichend Gelegenheit finden, die im Training angeeigneten Fähigkeiten im Spiel unter realem Gegnerdruck auszuprobieren. Ein gutes Maß für die Mannschaftsgröße (einer 11-er Mannschaft) stellt sich, wenn die Anzahl der Spieler dem Alter in der Liga entspricht. Bei einer U 14 entsteht eine günstige Entwicklungschance für jeden einzelnen Spieler, wenn das Team aus ca. 14 Feldspieler plus 1 - 2 Torleute besteht.


    Wie sich die sportliche Situation nach dem Aufstieg gestaltet, hängt von vielen Faktoren (z.B. wie viele Spieler bleiben im Team, aus welcher Liga kommen die neuen Spieler, wie stark ist die Liga) ab. Im Jugendbereich zählt auch nicht allein das Leistungspotenzial zum Start in die neue Saison, nein es beginnt auch immer ein "Wettrennen" mit der Zeit der Mannschaftsweiterentwicklung. D.h. kann sogar bedeuten, dass die letztjähigen Spitzenteams teilweise um den Klassenerhalt kämpfen müssen, während einige der Abstiegskandidaten jetzt um den Titel kämpfen. Sehr vieles hängt dabei auch von der Qualität und insbesondere vom Engagement der Trainer ab. (Wer sich nicht permanent weiterbildet, dessen Leistungen stagnieren. Damit einher geht meist auch die Mannschaftsleistung. Anders formuliert: wer glaubt, schon etwas zu sein, hört auf etwas zu werden!)


    Die Gestaltung der Mannschaftsgröße kann natürlich nicht allein getroffen werden. Hier ist die Kommunikation mit dem Jugendleiter nötig. Denn alle Spieler haben ein Recht darauf zu spielen und der Verein sollte sich um gute Rahmenbedingungen dafür kümmern.

    st_84


    Dieses taktische System verlangt ein hohes Maß an Paßsicherheit in der Vorwärtsbewegung und ist anfällig in der Rückwärtsbewegung bei Kontern des Gegners. Insbesondere, weil nur ein 6-er vor der Kette steht. Ein taktisches System an einen Spieler auszurichten halte ich für gefährlich. Denn was machst du, wenn dieser Spieler verletzt, krank oder aus sonstigen Gründen nicht (mehr) zur Verfügung steht? Es sollte schon ein paar Gründe mehr geben, warum man das Risiko eingeht, Gegnern jeweils mehr Platz im Halbfeld zu lassen.


    Während der Umstellungsphase aufs ballorientierte System eignet sich das 4 : 2 : 3 : 1 ganz gut. Denn dabei lernen die Teilnehmer rasch, dass sie bei Ballgewinn die Breite und Tiefe des Raumes nutzen sollen und bei gegnerischem Ballgewinn den Raum um den Ball nach hinten hin immer enger machen sollen. Ist dieses System erst einmal verinnerlicht, lassen sich andere Varianten realisieren. Bewährt hat sich z.B. bei tiefstehendem Gegner die Offensive zu verstärken, in dem man aus der 4-er Kette eine 3-er Kette macht und damit das offensive Mittelfeld als weitere Anspielstation verstärkt. Dies gelingt jedoch meist nur, wenn der ein gutes Auge hat und präzise Pässe in die Spitze spielen kann oder sich ganz vorn einschaltet, um Abwehrspieler zu binden und Raum für den "Knipser" zu schaffen.

    eyeballer


    Das von dir reingestellte Thema gibt es alle Jahre wieder. Leider mit einem für mein Verständnis unbefriedigendes Ergebnis. Denn man lehnt Interessenten für die Trainerausbildung ab, die selbst nicht mehr gegen den Ball treten können. Für den DFB scheint dieses Tabu wie ein Zölibat zu sein.


    Auch wird das Eigenkönnen in der C-Breitensportprüfung gar nicht berücksichtigt und könnte durchaus ganz aus dem Ausbildungsprogramm herausgenommen werden. Denn wer es bis dahin nicht kann, wird es dort auch nicht lernen.


    Weil die Lizenz-Verlängerung lediglich auf Basis der Teilnahme von Fortbildungsveranstaltungen erfolgt, kann die Präsentationsfunktion aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen verloren gehen. Warum also Trainerinteressenten mit sportlicher Behinderung schlechter stellen als die Kollegen, die vor (vielen) Jahren eine Lizenz erworben haben?


    Jeder erfahrene Trainer weiß, dass man für technische Übungen unabhängig von der Altersgruppe immer mindestens einen Spieler hat, der es für die Gruppe vormachen kann. Das ist allemal besser, als wenn man es selbst nicht richtig kann und die Kinder somit fehlerbehafte Technik nachmachen.


    Für mich hat das Eigenkönnen des Trainers im Basisbereich auch nichts zu suchen! Diese Zeit könnte man besser nutzen, um die Interessenten besser auf die angehenden Coachingaufgaben mit Kindern, Eltern während des Punktspielbetriebs vorzubereiten.


    Am Beispiel der Torwarttrainer erkennt man sehr deutlich, warum der DFB hier im Punkt Eigenkönnen irrt! Die überwiegende Zahl der Torwarttrainer ist selbst nicht bzw. nicht mehr in der Lage, sämtliche Techniken zu präsentieren. Die Ausbildung hervorragender Torleute, die höchsten Anforderungen genügen, gelingt dennoch vorzüglich!


    Liebe Herren des DFB! Wäre das nicht ein Grund, mal über diese veralterte Regelung nachzudenken? Denn man würde auf einen Schlag ca. 10 - 15 % mehr lizensierte Trainer bekommen. Denn heute finden einige C-Breitensport-Ausbildungen nur deshalb nicht statt, weil man aufgrund der Ablehnung von sportlich eingeschränkten Interessenten nicht notwendige Mindestanzahl für den Start nicht zusammen bekommt.


    Nicht nur die Vereine, sondern auch die Kinder und deren Eltern werden eure Einsicht danken. Denn gut ausgebildete Trainer sorgen für einen höheren Grad an Zufriedenheit.

    renek


    Es hört sich zwar paradox an, wenn ausländische Trainer ohne die deutsche "Fussball-Lehrer-Lizenz" ohne weiteres eine Bundesliga-Mannschaft trainieren dürfen, aber Deutsche in Deutschland nicht. Aber so ist es nun einmal durch internationale Vereinbarungen geregelt. Die guten Erfahrungen damit geben Anlaß, daran auch zukünftig nicht zu rütteln.


    Aber unterhalb des Profibereichs gibt es eine Grauzone mit einem sehr breiten legalen Rand in der praktischen Auswirkung. Bis in die Landesliga hinein gibt es Trainer, die gar keine Lizenz besitzen. Darüber drückt man hier und dort ein Auge zu. Auch gibt es Unterschiede, ob ein Trainer im männlichen oder weiblichen Leistungsbereich tätig ist.


    Ganz hakelig wird es jedoch bei der Anerkennung im Ausland erworbener Lizenzen. Wenn du nicht nachweisen kannst, das du dort über einen gewissen Zeitraum deinen 1. Wohnsitz gehabt hast, sieht es mit der Anerkennung schon mal ganz schlecht aus. Hinzu kommen unterschiedlichen Leistungsanforderungen und Ausbildungsinhalte. Ferner gibt es die hier die Variante: Lizenz bestanden, aber in Teilen zu wenig Punkte für die nächste Lizenz, weshalb eine spezielle Nachprüfung erforderlich ist.


    Du solltest dir zunächst einmal Gedanken darüber machen, was das Ziel einer deutschen Trainerlizenz sein soll? Im Seniorenbereich berechtigt erst die A-Lizenz wieder für höhere Aufgaben. Als Zugangsberechtigung für dieses 4-wöchigen Lehrgang ist allerdings die B-Lizenz Voraussetzung!


    Die Lizenz-Anerkennung im Leistungsbereich regelt der DFB. Unter www.dfb.de findest du die Ansprechpartner. Ich wünsche dir dazu viel Erfolg!

    @open minded


    Ein Vorgesetzter ist nur so gut wie seine Mitarbeiter und Kollegen! Beim Gespann Sammer - Löw ging sehr viel Energie verloren, weil es teilweise große Unterschiede in den Sichtweisen gab. Ferner wollte Sammer Reformen, die sich aber nicht so schnell bei den vielen "Graurücken" durchsetzen ließen, was auch sein Nachfolger zu spüren bekam.


    Deshalb glaube ich, dass ein Gespann: Flick - Löw, die sich durch ihre jetzige Arbeit gut kennen und vertrauen, besser funktionieren wird! Leider hat sich ein Reformstau aufgebaut. Ich erinnere nur einmal daran, dass die Torwarttrainerlizenz nach wie vor nicht auf den Weg gebracht werden konnte und es somit auch keine einheitlichen Lehrinhalte für die Ausbildung von Torwarttrainern gibt. Durch das falsche Anforderungsprofil des derzeitigen Ausbildungsprogramms wird nicht ausreichend Kompetenz ausgebildet wird. Denn sämtliche Torleute oder Quereinsteiger, die den Ball nicht mehr selbst "aus dem Winkel hechten können" sind davon ausgenommen worden. Warum soll sich also ein renomierter Profitrainer noch mal auf die Schulbank setzen? Das wäre fast so, als würde sich ein Studienabsolvenz in eine Grundschulklasse setzen müssen!


    Auch beim Nachwuchsförderkonzept gibt es Baustellen, die sich aufgrund der statistischen Auswertungen ergeben haben. Hier wird noch nicht durchgängig ausgebildet, weil immer noch viel zu viele Trainer an kurzfristigen Saisonzielen basteln. Nach wie vor fallen deshalb Talente durchs Raster! Auch DFB-Stützpunktkoordinatoren sollten heutigen Ansprüchen genügen, denn der "Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken"!


    Das Thema: Zukunftsausrichtung durch Anpassung an den demografischen Wandel steht nach wie vor auf der Tagesordnung.


    Arbeit gäbe es genug und bei gemeinsamen Zielen gäbe es ausreichend Synergieeffekte, durch die manche Entscheidung schneller und besser umgesetzt werden könnte!


    Ich würde Hansi Flick dazu alles Gute wünschen!

    @Skippy


    Wieso wird denn das Spiel wiederholt? Eine Spielwiederholung kann ja nur sinnvoll sein, wenn das Ergebnis Berücksichtung findet! Ist es bei euch denn nicht so, dass pro Jahr in der E-Jugend 2 x Staffeln (1 x nach den Sommerferien und 1 x zum Frühjahr) gebildet werden? Denn durch das Ergebnis der Spielwiederholung würde sich ja die Abschlußtabelle für die (bereits abgeschlossene Saison) ändern? Daraus könnten sich andere Konstellationen für die neue Staffelzuweisung der oberen und unteren Teams für die im Frühjahr gebildeten Staffeln ändern. Sogar ein neuer Staffelsieger könnte sich nachträglich ergeben?


    Um den Zeitrahmen für einen Spielabbruch oder einer Fortsetzung festzustellen hätte es lediglich der Zeugenaussagen beider Trainer bedurft?! Zwar handelt es sich hierbei um ein Sportgericht und nicht um ein Ziivil- oder Strafgericht. Dennoch stellt sich die Frage nach der Zulassung eines Zuschauer-Video als Beweismittel, da es mit dem "Recht aufs eigene Bild" kollidieren könnte?


    Ich denke, hier lesen genügend Leute (u.U. Fachleute) mit, da es durch die Videobeweisführung durchaus Präzidenzwirkung haben könnte!

    Steve-o


    Nachdem über Trainingsmöglichkeiten genügend gesprochen wurde, würde ich gern noch ein kleines Statement über das ausgewogene Verhältnis zwischen Übungen (ohne Gegnerdruck) und Spielformen, bzw. Spielsimulation (mit Gegnerdruck) sprechen.


    In diesem Bereich tummeln sich im Breitensport Trainer ohne Vorkenntnisse, bei denen kaum Übungen zum Erlernen von Technik und Taktik stattfinden sowie Trainer, die sich vornehmlich anhand von Büchern, Video und vom "Hörensagen" Wissen aneignen und ihre Trainingseinheiten gern mit einem Sammelsurium an Übungen und Spielformen vollstopfen.


    Natürlich ist die Trainerleistung ein Entwicklungsprozess. Wie aber "TRST" bereits sagte, kommt man ab einem gewissen Punkt nicht mehr weiter, wenn man seine Methoden nicht hin und wieder einer kritischen Überprüfung unterzieht. Wer einen erfahrenen und guten Trainerkollegen hat, zu dem er ein gutes Vertrauensverhältnis pflegt, der hat es leicht. Wem diese Möglichkeiten einer visuellen Prüfung und Unterstützung nicht zur Verfügung stehen, der kann sich durch die Beantwortung von ein paar einfachen Fragen Entscheidungshinweise finden:


    1. Ist mein Training altersgerecht? (dazu zählen nicht nur die Inhalte, sondern insbesondere die deren Vermittlung)
    2. Bauen meine Trainingsschwerpunkte "roter Faden" aufeinander (vom einfachen zum schweren, vom bekannten zum unbekannten) auf?
    3. Habe ich eine Zeitplanung für Übungen, Spielformen, Abschlußspiel
    3.a. angemessene Pausen (Hütchenpositon und Leibchen möglichst vor dem Training verteilen, um angemessene Pausen zu erhalten und die Gruppe auch während der Pausen betreuen zu können)

    Natürlich kann man anhand von Spielergebnissen keine Fernanalyse machen. Da könnte ein Trainer unter Berücksichtigung aller ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eine tolle Arbeit leisten, aber scheinbar erfolglos sein, weil in seiner Staffel lauter Teams spielen, deren Akteure bereits 1 Jahr älter sind und bereits dem unteren F-Jugend-Jahrgang auf einem höheren Niveau spielen. (Da glaubt so mancher Trainer, ein Dreamteam für die E-Jugend zu haben, weil man in der F-Jugend lauter Siege einfahren konnte!) Jede Liga stellt neue Herausforderungen. Die sollte man ergreifen, statt den Moment als Ewigkeit zu zementieren!


    Es erscheint jedoch auf den ersten Blick so, als würden deine Jungs im Training ein sehr viel besseres Bild abgeben als im Spiel. Das kann entweder am sehr geringen Trainingsanteil, in der unter Gegendruck Fussball gespielt wird, liegen. So läßt sich die Handlungsschnelligkeit am besten unter Gegnerdruck entwickeln. Ein zu häufiges Unterbrechen des Spiels sollte vermieden werden. Kinder lernen sehr gut voneinander.

    Dani2


    Wie ich zwischen den Zeilen entnehmen kann, unternehmen eure Vereinsverantwortlichen in den letzten Jahren alles Mögliche, um Kindern den Spaß am Fussball ("die C-Jugend ist in der letzten Saison gesammelt in einen anderen Verein gewechselt") zu verderben?


    D.h., egal, was du vorne aufbaust, sie stoßen es hinten wieder um! Eine Mannschaft komplett neu formen könnte man auch so verstehen, dass es denen wurscht ist, was du da mit den Mädchen machst, solange du kein Geld dafür verlangst. Genau das ist aber der Hebel, mit dem du nachhaltig etwas zum positiven verändern kannst. Denn was etwas kostet, muß auch etwas wert sein! Wie von selbst werden sie dir eine Unterstützung anbieten, in Schulen oder in Medien für den Mädchenfussball zu werben.


    Mach also einen Termin mit dem Vorstand, stelle deine Forderungen und begründe sie! Wenn ein guter Kompromiß dabei herauskommt, hast du ein nachhaltiges Konzept und in ein paar Jahren Kolegen/innen sowie weitere Teams für eine erfolgreiche Zukunft. Man sollte die wichtigsten Punkte schriftlich festhalten und per Unterschrift besiegeln. Denn häufig sind Vorstände auch in anderen Unternehmen in verantwortlichen Positionen, weshalb sie es gewohnt sind, Versprechungen in die Zukunft zu machen, solange sie sich nicht daran gebunden fühlen (müssen)!


    Zu Schweigen oder in jeder neuen Saison auf eigenen Kosten den "Bettler" für den Verein zu spielen, wird dich zermürben und der Spaß am Fussball wird immer weiter vom Frust überlagert!

    Andre


    Sei unbesorgt, die Besonnenheit wächst mit dem Alter! Man hat dann schon zu viele "Pferde auf dem Flur kotzen sehen" und läßt sich so leicht nicht mehr aus der Bahn werfen. Man hat gelernt, wann man hinhört und was man überhört!
    Wer über sich selbst herzhaft lachen kann, der kann es auch gemeinsam mit Anderen! Basis dafür ist das Vertrauen in sich selbst und seine Umgebung. Dies schließt gelegentliches kritisches Reflektieren nicht gänzlich aus.
    Wer sich vor den Spiegel stellt und "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der beste Trainer im Land" in den Mittelpunkt aller Mannschaftsaktiviten stellt, der hat noch nicht richtig verstanden, was man von ihm erwartet. Dieser Trainer will eine Autorität sein und hört damit auf eine Autorität zu werden! Denn er prüft alle Handlungen stets mit den eigenen Wertvorstellungen und wünscht, dass sich alle Teilnehmer diese zu Eigen machen. (Dazu sagte einst ein bekannter russischer Trainer, der in den Westen eine neue Aufgabe übernahm: "Meine Herren von der Presse, ist verstehe ja, dass sie geteilter Meinung sind. Aber in Zukunft wollen wir es doch bitte so handhaben, dass sie meine Meinung teilen!")

    Patrick86


    Bin aus dem Urlaub zurück und wünsche dir ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr. Die von dir beschriebenen Punkte würde ich als typisch für diese Altersgruppe und Leistungsliga beschreiben. Es ist in der Vergangenheit einiges schief gelaufen, wodurch die Glaubwürdigkeit gelitten hat.


    1. Söldner im Breitensportbereich
    Fremde Spieler, noch dazu gegen Bezahlung in den Spaßfussballbereich zu holen, mag zwar kurzfristig hin und wieder sportlich erfolgreich sein, mittelfristig richtet man jedoch damit Schaden an, weil man gleichzeitig den eigenen Spielern, die ehrenamtlich für den Verein spielen, herabwürdigt! Hinzu kommt, dass diese externen Spieler für ein paar Euro mehr zum nächsten Verein wechseln, weil sie sich nicht mit dem Verein identifizieren.


    2. Pünktlichkeit und schlechte Vorbereitung (Vorabend betrunken) zum Spiel
    Natürlich handelt es sich bei deiner Mannschaft nicht um Profis, sondern um junge Menschen, die das gleiche Hobby haben. Deine Aufgabe ist es, die Mannschaft sportlich weiterzuentwickeln. Für deren Privatleben bist du jedoch nicht zuständig. Dennoch sollte man Regeln beschreiben und sich über dessen Sinn einig sein. Dazu zählt, dass der Trainer die beste Elf auf den Platz stellt. Darin integriert ist die Beurteilung von unpünktlichem Erscheinen, kurzfristigen Absagen und mangelnder Spielvorbereitung.


    3. Fingerspitzengefühl und Glaubwürdigkeit
    Zentraler Punkt ist die sportliche Entwicklung in Kombination mit einer Gruppenidentifikation. Grobe Hinweise (z.B. manchmal etwas konsequenter durchgreifen) hast du ja bereits von der Mannschaft bekommen. Wichtig ist jedoch auch die Richtung der Kommunikation! Hier kann das antizyklische Verhalten häufig, aber nicht immer hilfreich sein. In deinem Fall bedeutet dies in der Phase schlechter Spielergebnisse noch mehr zuzuhören und weniger zu kritisieren und bei besser werdenden Ergebnisse, höhere Anforderungen zu stellen.


    4. Spieler-Kritik
    Derzeit ist zu beobachten, dass viele ältere Trainer (50 +) ihren Job hinwerfen, weil sie große Komunikationsprobleme mit den jüngeren Spielern haben. So war es während ihrer aktiven Zeit undenkbar, dass jemand sich kurzfristig per Zettel zum Training oder dem Spiel abmeldet. Undenkbar auch, dass man bereits kurze Zeit nach einer schmählichen Auswärtsniederlage schon über die Fete am Abend schwatzte, statt übers Spiel und die gemachten Fehler zu resümieren. Diese Trainer sind damit groß geworden, dass man Spieler, die Fehler machen, vonverzüglich im Training dafür kritisiert! Das man mit Lob für gute Aktionen, statt Kritik für schlechte Aktionen sehr viel effektiver arbeiten kann, ist vielen Trainern in dieser Altersgruppe noch nicht in den Sinn gekommen. Wer möchte nicht lieber Lob erfahren, statt Kritik zu ertragen. Wenn man für eine Aktion kein Lob erhält, dann stellt sich von ganz allein die Frage, was man besser machen kann! Lob erzeugt Ehrgeiz, Kritik kann Angst erzeugen.


    4.1. Angewandte Kritik
    Vor allen Dingen im Training gibt es die Möglichkeit, gemeinsam mit der Mannschaft Themenschwerpunkte zu bearbeiten. Dazu bittet man seine Spieler, beim Stopp-Kommando des Trainers auf seine momentane Position zu verharren. Statt jedoch sofort dem Spieler X zu kritisieren, weil er einen Fehler gemacht hat, beschreibt man kurz die Situation und fragt dann in die Runde, wie man diese besser lösen kann. Diese Methode hat den Vorteil, dass sowohl aktive wie auch in dieser Situation passive Spieler konzentriert mitwirken können und so gegenseitig von einander lernen. Haben sich die Spieler an dieser Athomosphäre des freundlichen Umgangs miteinander gewöhnt, dann wächst das Vertrauen, Fehler machen zu dürfen und das Risiko, ohne das eine weitere Entwicklung kaum möglich ist, zu wagen.


    Lieber Patrick, du hast das große Glück eine junge Truppe trainieren zu dürfen. Setzte dir deshalb ein mittelfristiges Ziel, diese Mannschaft zusammen zu halten, jeden unabhängig von seinem aktuellen Leistungsvermögen ernst zu nehmen. Wenn der Spaß am Fussball zunimmt, weil man sich gegenseitig mehr lobt, dann wird auch das Vertrauen und danach die Leistung zunehmen.
    Wer allein mit Taktik siegen will, der muß sehr viel davon verstehen. Mit der C-Leistungslizenz ist der Einstieg ins moderne taktische Spiel gemacht. Arbeite weiter daran und versuche aus deinen Fehlern zu lernen.
    Wenn du dir selbst zugestehst, nicht perfekt zu sein, dann sollte dieser Maßstab auch an deine Spieler gesetzt werden. Das O.K. des Vereins hast du ja! Jetzt fehlt nur noch der mittelfristige Erfolgsplan, für den alle wichtigen Personen ins Boot geholt werden sollen, damit alle in Freud und Leid zueinander stehen!

    @Fussballtrainer


    Dani2 hat nicht ganz unrecht, weil sich ein Teil von der Breitensportausbildung überschneidet. Das liegt daran, dass die Breitensportlizenz keine Voraussetzung für die Leistungssportlizenz ist und man daher dieses Wissen bei den Teilnehmern nicht voraussetzen kann.


    Wenn du die Eignungsprüfung bestanden hast, dann gibts 2 Schwerpunkte, die den Kandidaten Probleme bereiten:


    1. Planung und Durchführung einer Trainingseinheit für den Leistungsfussball
    2. Taktik für den Leistungsfussball


    Lass dich nicht gleich in der 1. Woche aus der Ruhe bringen. Es wird nicht alles so heiß gegessen, wie`s gekocht wird.


    Auf das Trainingsgelände in Kaiserau kannst du dich schon mal freuen. Da gibt es durchaus "ältere Schuppen" in Deutschland, in denen genächtigt wird und schlechtere Sportanlagen, auf denen man sich Blasen und Muskelkater holen kann.




    Viel Glück!

    @Peerwolll123


    Also ich bin kein Freund von Rundenlaufen, egal bei welchem Wetter oder Temperaturen, um evl. verloren gegangene Fitness wieder anzutrainieren.



    Auch die Halle eignet sich prima für den Ballsport! Egal, ob Fussball, Handball, Basketball, Volleyball, ect. Der Phanasie sind fast keine Grenzen gesetzt!


    Hier mal einen Vorschlag: "Hallen-Mannschaftstischtennis"
    Dazu braucht man für jeden Spieler einen Bierdeckel, plus ein paar Ersatz-Deckel (ersatzweise tuts auch ein Handteller großes Stück dicke Pappe pro Spieler) und ein paar Tischtennisbälle. Als Richtschnur gilt bei der kompletten C-Jugend-Mannschaft ein Spielfeld von 10 x 15 m. Die Tore sollten ca. 1 m breit sein. Bei den älteren Jugendlichen das Spielfeld ein paar Meter größer, bei den Kleinen etwas geringer mit Hütchen abstecken.


    Gespielt werden darf der Tischtennisball ausschließend mit dem Schläger (Bierdeckel). Nur der Torwart (am besten "fliegender Torwart") darf den Ball auch mit dem Fuss oder dem Körper abwehren. Beim Aus oder Abstoß soll der Gegner 3 m Abstand halten.


    Viel Spaß!

    maddog84


    Dein Problem der Leistungseinteilung stellt sich in mittleren und größeren Vereinen. Denn in den kleinen Vereinen ist dies durch die geringe Anzahl der zur Verfügung stehenden Spieler meist schon vorgegeben, dass es hier keine homogene Mannschaft gibt. Während des Trainings wird in den kleinen Vereinen das Schwierigkeitsniveau der Übungen ggf. variiert, wenn die Leistungsunterschiede sehr groß sind. Weil die leistungsstärksten Spieler in so einem Team auch die meisten Ballkontakte bekommen und die anderen Spieler entsprechend weniger gefordert werden, gibt es hier einen gewissen Ausgleich.


    Ich glaube, es sind häufig ergebnisorientierte Gesichtspunkte und nicht so sehr die Ausbildungsaspekte, die die Vereine dazu bewogen haben, bereits in der D-Jugend nach Leistungsmerkmalen zu selektieren? Ein wesentlicher Schwachpunkt ist dann die fehlende Durchgängigkeit innerhalb der Teams. In meinem Beitrag: "wer zu spät kommt, den bestraft der DFB" war ich bereits auf die Nachteile von Kindern, die in den letzten Monaten eines Jahres geboren sind, eingegangen.


    Im Breitensportbereich sollte der Spaß, nicht die Leistungsfähigkeit im Mittelpunkt es Interesses stehen. Auch wird in den Nachwuchsbereichen des Leistungs- und Profifussballs in der D-Jugend wird noch nicht nach den Merkmalen des Leistungsfussballs trainiert. ("BF" mag im Ausland anders sein!) Hinzu kommt, dass solche "früh selektierten Teams" im Ligabetrieb häufig keine Gegner finden, in denen sie im Wettkampf ausreichend gefordert werden. Ausnahme davon kann es In Großstädten geben!


    Darüberhinaus erhalten Talente über die DFB-Stutzpunkte noch eine zusätzliche Förderung.


    In der D-Jugend ist noch keine Erfolgsprognose möglich! Beobachtet man die weitere Leistungsentwicklung, so wundert man sich manchmal über die enorme Leistungssteigerung von "Spätentwicklern" und die Leistungsstagnation von Kindern, die schon über Jahre auf ihrem höchsten Niveau spielen.


    Gleich man die Vor- und Nachteile ab, so komme ich zu dem Ergebnis, dass mehr gegen eine Leistungstrennung in der D-Jugend spricht als dafür.

    Andre


    Das Thema "Was ist Spaß im Fussball" dürfte ähnlich unterschiedliche Ansichten hervorrufen, wie das Thema Alkohol im Jugendbereich. Doch ist der Spaß im Allgemeinen sehr viel schwieriger zu greifen. Spaß als Leid Anderer definiert ist ja im eigentlichen Sinne kein Spaß! Es ist lediglich eine andere Form der Machtdemonstration, wenn man seine Späße auf Kosten derer, die sich nicht zur Wehr setzen können, macht!


    Andererseits ergibt sich aus der Person des Trainers auch das Quantum Spaß! Der Introvertierte wird sich vermutlich seltener zu einem Flax hinreißen können als der "geborene Entertainer". Hinzu kommt sicherlich auch das Jugendalter sowie das Liga-/Leistungsniveau, was innerhalb der Gruppe als (innovativer) Spaß wahrgenommen wird! Dennoch sollte man eher vorsichtig damit umgehen, denn wer kann von sich schon behaupten, dass er in die jungen Seelen jedes seiner Spieler tief genug hineinschauen kann?


    Wenn sich Trainer benimmt, indem er seine Spielern mit dem nötigen Respekt partnerschaftlich behandelt, so sollte dies eine gute Basis der Mannschaftsführung sein.


    Weil es sich im unteren Breitensportbereich meistens um Trainerväter handelt, kann man davon ausgehen, dass ein gewisses Maß an Übung zuhause erfolgt und die Erfahrungen daraus auf die Mannschaft übertragen wird.


    Den guten Trainer sieht und hört man kaum!


    Nicht deshalb allein, weil wir Erwachsene das richtige Spielen längst verlernt und deshalb in anderen (zielorientierten) Dimensionen denken! Nein, weil wir allzugerne (gutgemeinte) Komandos, statt Impulse geben. Viele erfahreneTrainer entwickeln sich im Laufe der Jahre dahin, dass sie wissen, wann sie sich zurückhalten und wann sie eingreifen sollten.


    Bei einem guten Trainer stehen die Spieler im Mittelpunkt, weshalb sich der Trainer bei den Spielen zurückhalten darf!

    DSV


    Wer sich für einen Trainerjob entscheidet, sollte sich von Anfang an mit den Trainerkollegen und Jugendleister austauschen und keine "Alleingänge" probieren. Denn auf diese Weise bekommt man rasch viele Informationen! Damit hat man für sich ein Fundament geschaffen, auf das sich aufbauen läßt. Die Vertiefung der Kenntnisse für das altersgerechte Training findet fortwährend statt. Wer offen für Neues ist, der wird nach ein paar Jahren feststellen, dass ihm der Job sehr viel mehr Spaß macht!


    Man sollte sich jedoch keineswegs unter Druck setzen lassen. Nicht von den Kindern (die machens am allerwenigsten), nicht von den Eltern und erst recht nicht von den Vereinsverantwortlichen.


    Fussball ist auch euer Hobby und so sollte der Spaß an dieser Aufgabe überwiegen.

    Andre


    Also ob das wirklich nicht nach Seltersflaschen für den besiegelten Ligaabstieg, sondern Sektgläser für den schwer erkämpften Aufstieg waren, das müssen wir wohl noch bei einer Flasche Bier besprechen :thumbup: ! Wie heißt das noch mal im Deutschen so schön: nichts wird so heiß gegessen, als das es nicht auch kalt getrunken werden könnte =) !


    So und nun seit mal alle wieder friedlich, sonst bekommt ihr nämlich nix vom Weihnachtsmann :) !

    @Uwe


    Weil die Jugend-Altersklasse in den meisten Fällen auch etwas über die Zeitraum der Trainertätigkeit aussagt, wäre das schon eine prima Sache, dies auch kenntlich zu machen.


    Für den Anfänger hätte dies den Vorteil, dass er von erfahrenen Trainern nicht gleich mit "Material todgeschlagen wird"! Ferner erkennt der Anfänger am Präfix, wann es sich beim Thema nicht um seine Altersgruppe handelt.


    Das sich manche Trainer in allen Rubriken tummeln, dass ist ja auch erwünscht oder?


    Auch denke ich, dass du und deine Lieben in Ruhe Weihnachten und Silvester feieren wollen und die Programmierung bis zum neuen Jahr zeit hat!

    Liebe Trainerkollegen,


    ein Fazit kann man vermutlich nicht ziehen. Dazu sind die Ansichten zu unterschiedlich!


    In einem Verein heiligen die Mittel den Zweck (Saufen, um Kosten zu erstatten), im anderen Verein werden keine auswärtigen Spieler in der 1. Seniorenmannschaft eingesetzt, weshalb dafür keine Kosten mehr anfallen. Ob das die gewünschte heile Welt ist, haben eine Reihe von Usern angezweifelt. Teilweise wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der Verein auch die Möglichkeit anderer Einnahmequellen besitzt. Ergänzend dazu möchte ich noch sagen, dass in unserer Region die "Bullis" im Jugendleistungsbereich Standard sind. Ein großer Teil der Kosten wird über Sponsoren, die dafür ihre Logos auf den Transportfahrzeugen anbringen dürfen, finanziert. Natürlich freut sich der Verein auf jeden Zuschauer, der das Jugendteam auch bei Auswärtsspielen unterstützt. Aber man kann nicht erst die "Backen aufblasen" und ein Jugendkonzept verkünden, sich hinterher mit Aufstiegen und Titeln schmücken, aber die Kosten dafür den Eltern aufbürgen, weil man den Etat lieber zur Befriedigung persönlicher Eitelkeiten an die 1. Seniorenmannschaft verprasst und dies durch die Entscheidung zum Bau (nix Miete) einer Bierbude in Vereinsfarben dokumentiert!


    Nirgendwo wird alles richtig gemacht! Denn wo Menschen sind, muß man immer mit Fehlern rechnen. Dennoch sollte man gerade bei denen, die den Vereinsfussball lieber im Alkoholdunst erleben, mal etwas genauer hinschauen, was bei ihnen Anlaß zur Kritik an der Vereinsarbeit ist? Womöglich haben sie einer Sache zunächst zugestimmt, können sich aber hinterher an nichts mehr erinnern?


    Die Eingangsfrage war, wie man mit dem Thema Alkohol in der B-Jugend umgeht. Dazu gab es die nahezu einhellige Meinung, dass hier der Alkohol nichts zu suchen hat. Bei der Frage, ob Alkohol generell etwas in der Jugend zu suchen hat, gab es aus dem Leistungsbereich eindeutige Statements! Man erklärte, das Alhohol die Leistungen hemmt und deshalb hier nichts zu suchen hat. Im Breitensport gab es teilweise die Ansicht, dass man das doch auch offiziell zulassen soll, was im Verborgenen gemacht wird! Wenn überall Alkohol getrunken wird, warum denn nicht auch auf dem Sportplatz? (Das erinnert mich irgendwie an das Thema Zigarettenkonsum von Jugendlichen? Weil hier jedoch keine so starke Lobby vorhanden war, gab es vergleichsweise einfachere Entscheidungen.)


    Der Sport und ganz besonders der Volkssport Fussball muß sich auch in solche Themen einmischen, selbst auf die Gefahr hin, dass er die Probleme nicht allein lösen kann. Alkohol als Spaßersatz, der Hemmungen beseitigt, als Tröster zur Seelenmassage, den gibt es! Der Umgang damit, das wurde hier sehr deutlich, ist nicht einfach! Dazu gibt es sehr unterschiedliche Erwartungen!


    Ich bin mir deshalb sicher, dass es nicht das letzte mal sein wird, das wir uns mit diesem Thema hier im Forum auseinandersetzen.

    Andre


    Einen Bulli wird doch jeder PKW-Führerschein-Inhaber fahren dürfen oder?


    DSV
    Wie würdest du denn den Eltern dieser B-Jugend-Mannschaft das Ding verkaufen wollen, nachdem der Vorstand herum posaunt hatte, dass sämtliche 1. Jugendteams im Leistungsbereich spielen sollten?
    Wolltest du ihnen sagen, dass man sich zwar gemeinsam über den Aufstieg in den Leistungsfussball freut, jedoch die Spritkosten und Zeit für die teilweise über mehrere Stunden dauernde Hin- und Rückfahrten allein die Eltern zu tragen haben? Sollen die Trainer auch noch das Geld für die weiten Fahrten zusätzlich mit in den Verein bringen oder reicht es nicht, dass sie ihre Freizeit dem Verein schenken? Wäre ich dort Trainer gewesen, ich hätte denen was gehustet!


    Nun kommen wir zum Thema Vereinseinnahmen und Ausgaben! Wie du vielleicht weißt, wird ca. 80 % des Vereinsetats mittlerweile selbst bei einfachen Dorfvereinen für Söldner in der 1. Herrenmannschaft ausgegeben. Beim Geldverbrennen helfen auch Auflaufprämien, Sieg-, Meisterschafts-, Pokalprämien und und und ...für das Aushängeschild des Vereins!


    Eine Bierbude nur zu errichten, um sich zur Winterpause noch ein paar mehr Söldner für die Kreisliga zu holen, das halte ich für eine nicht so gute Idee. Da sollte man das Geld lieber in die eigenen Jugend investieren, um dadurch genügend Nachwuchs für den Seniorenbereich zu haben.


    Außerdem reicht das Geld bald nicht mehr, wenn die Sponsoren und vor allen Dingen die Zuschauer diesen Unsinn nicht mehr mitfinanzieren wollen.

    Andre


    Erst vor kurzem erlebt. der Vorstand sollte aus dem bestehenden Etat entscheiden, ob:


    1. ein gebauchtes Transportfahrzeug für die in den Leistungsbereich aufgestiegene B-Jugend, sowie für die schon viele Jahre im Leistungsbereich spielende Damenmannschaft
    2. eine neue Bierbude


    angeschafft wird.


    Na, was glaubt ihr, für was sich der Vorstand entschieden hat? Für die Bierbude selbstverständlich, denn was scheren Jugend- oder Frauenfussball. Echte Kerle müssen es sein und die trinken nun mal Bier!


    Das bestätigt Andre`s Meinung darüber, wie wichtig, Quatsch wie normal der Alkohol beim Fussball geworden ist.


    Der entsprechende Rahmen für den Alkoholkonsum steht sogar mancherorts höher im Kurs als die Jugend- oder Frauenfussballförderung! Wer jetzt noch behauptet, Andre sagt die Unwahrheit ...!


    Aber es geht nicht allein um die wahrgenommenen Realitäten, sondern auch um deren Bewertung!