Beiträge von TW-Trainer

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    Andre


    Warum glaubst du wurde die FPL-Liga eingeführt? Läßt sich nach den vielen Beschreibungen noch ein anderer Grund finden, als ausrastende Trainerväter und Eltern? Was soll also der Unsinn, dass es auch Nichtväter-Trainer gibt, die Bockmist machen? Das wurde doch gar nicht bestritten! Aber auch für diese (Rand-)gruppe gelten die FPL-Regeln!


    Denn mit der Benennung von Verursachern allein ist es nicht getan. Man sollte auch überlegen, wie man die Situation verbessern kann?


    Ich hätte mich gefreut, wenn du auf den Gedanken von Ralf Klor eingegangen wärst, die große Gruppe der Laien-Trainer im Jugendbereich vom Druck des Gewinnenmüssens zu befreien, indem sie mit ihren Teams nur noch Freundschaftsspiele austragen. Für den Punktspielbetrieb ist dann ein Qualifikationsnachweis für die Trainer erforderlich. Wie ist denn deine Meinung hierzu?

    Günter
    Bis auf die Forderung, sich mit größerem Respekt zu begegnen kann bestehen auch bei mir Zweifel daran, ob wohl das Gute wirklich damit erreicht wird?


    Mit der Überschrift: Fussball ist leistungsabhängig. Auch schon bei den Kleinen" können überholte Werte bewußt/unbewußt transportiert werden. Wer über die Stammplatzgarantie-Forderungen von Eltern spricht, dem könnten selbst Gedanken über Reservebankplatzgarantie nicht fremd sein?


    Wer nach Partnerschaft fragt, der sollte sich selbst einschließen.


    Allerdings gebe ich zu, das die Bewältigung dieser Aufgaben zur Berücksichtigung unterschiedlicher Interessensgruppen nicht immer leicht ist und jederzeit die Gefahr besteht in ein Fettnäpfchen zu treten.


    So sind Aussagen leicht fehlzuinterpretieren, wenn man die dazugehörigen Personen nicht kennt.

    Mich nervt der Abkürzungssalat auch immer wieder, aber nachfragen bringt meistens Klarheit.


    Günter
    Als sehr viel wichtiger wie die Statistik erachte ich die Auswahl. Selbst, wenn es kaum zuverlässige Erfolgsprognosen gibt, sollte doch der Fairness-Gedachte oberstes Prinzip sein.


    Wenn du dir einmal über den Link: http://www.bfv.de/cms/docs/BFV…2013_Stand_01_08_2013.pdf
    die Definition der Leistungsanforderungen anschaust, dann darf man neidlos anerkennen, dass hier ein Verband mal wieder ein ganzes Stück weiter zu sein scheint, als der Rest der Republik. So gibt es im NFV-Verband keine 2 Torwarttrainer auf der Sichtung, die anhand spezieller Übungen vorhandenes Potenzial testen. Und wenn es spezielle TW-Trainer sind, dann werden sie auch gleich darauf schauen, wie die Keeper auf kleine Impulse reagieren. Denn dass sagt einiges über die Entwicklungsfähigkeit und der Lerngeschwindigkeit aus. Beim NFV werden hauptsächlich nur die Leistungen der Heimatvereinstrainer gemessen. Das Verhalten bei gegnerischen Angriffen sowie der Unterstützung beim Spielaufbau hängt wesentlich vom Heimattrainer ab. Wenn ein Keeper noch kein 1 gegen 1 kennt, dann wird er auf der Linie stehen bleiben. Derlei undifferenzierte Sichtungen sind für die Katz! Das haben die Bayern schon richtig erkannt. Anderen Verbänden sollte vom DFB noch etwas deutlicher vermittelt werden, wie sehr sie in der modernen Eliteförderung hinterher hinken.

    Carsty


    Vielen Dank für deinen Beitrag, der sicherlich viele Vatertrainer an ihre ersten Erlebnisse mit dem Vereinsfussball erinnert. Weil bei der G-Jugend (Bambini) in aller Regel noch kein Punktspielbetrieb stattfindet und auch die Eltern dieser noch sehr jungen Kinder neben ihrer Begeisterung über die "kleinen Wilden" noch kaum sportliche Ambitionen haben, verläuft es hier meist noch friedlich.


    Erst, wenn es um Punkte und Tabellenplätze geht, entbrennt der Streit um den richtigen Weg. Hierbei stehen die Trainer im Mittelpunkt. Dabei geht es zunächst nicht einmal darum, ob es sich um Vatertrainer handelt, sondern um ein Basiswissen über altersgerechtes Training und das Coaching der Kinder und ihrer Eltern. Ist kein ausreichendes Trainer-Know-How vorhanden, kann sich bei Vatertrainern als zusätzliches Problem der Verdacht einer fehlenden Neutralität entwickeln.


    Der Vorschlag von Ralf Klohr, nur solche Mannschaften für den Punktspielbetrieb zuzulassen, für die ausgebildete Trainer vorhanden sind, erscheint daher logisch! Weil jedoch die Masse der Trainer im Jugendbereich keine DFB-Trainerlizenz besitzt und dies vermutlich auch nicht kurzfristig zu ändern ist, müßte ein anderer Weg zum Know-How-Erwerb gesucht werden. Eine Möglichkeit wäre, dass bereits im Verein vorhandende Lizenztrainer über eine dezentale Zusatzausbildung in ihren Vereinen Neulinge ohne Vorkenntnisse ausbilden und auf ihren ersten Schritten begleiten. Erst ab dem mittleren Jugendbereich sollte der Verein sich entscheiden, ob er Lizenztrainer für seine ersten Mannschaften im Punktspielbetrieb beschäftigt und bei den unteren Teams weiterhin reine Freundschaftsspiele ohne Punktwertung betreibt.


    Nur, wenn wir von dieser Punkte- und "Erbsenzählerei" aller Beteiligten im unteren Jugendfussball wegkommen, sehe ich eine günstige Zukunft für diesen Bereich.

    So radikal, wie Anna`s Erlebnisse mit Vatertrainern habe ich es jedoch nur in Ausnahmefällen erlebt.


    Wenn alljährlich die Talentsichtungen stattfinden, dann sind fast immer die Trainer-Kinder dabei. Weil jedoch nach Talentpotenzial und nicht nach Verwandtschaftsgrad zum Trainer gesichtet wird, dann bedeutet dies nicht, dass überproportional viele Trainersöhne ausgewählt werden. Eher bestehen Zweifel darin, ob diese Trainer wirklich alle ihre Talente auf diesen Sichtungen präsentieren?


    Natürlich wäre es toll, wenn jeder Trainer, der mit seinem Team im Ligawettbewerb aktiv ist, eine Mindestausbildung hat.


    Auch sollte sanfter Druck auf die Vereine ausgeübt werden, dass nur ausgebildete Trainer mit ihren Teams am Punktspielbetrieb teilnehmen dürfen.


    Leider sehe ich das Problem der fehlenden Einsicht in den kleineren und mittleren Vereinen, wo nur das "Aushängeschild" einen guten Trainer braucht. Auch der Verband oder der DFB kommen als Ansprechpartner kaum infrage infrage, da sie diese dezentralen Aufgaben mit ihrer Personaldecke gar nicht bewältigen könnten.


    Wäre einzig die Gemeinde, die vielerorts bereits die Verantwortung über die Sportanlagenpflege übernommen hat und dafür den Anspruch eines geordneten und nach vereinbarten Regeln stattfindenden Spielbetriebs erheben könnte?


    Wenn man jedoch die Wahl über ausgebildete Trainer hat, so würde ich mich für einen Trainer entscheiden, dessen Kind nicht in diesem Team spielt. Dies wäre ein Zeichen der Neutralität gegenüber den Spielern und deren Eltern.

    Snirz


    Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann sollst du mit Trainerkollegen E-Jugend-Spieler trainieren, damit sie zum DFB-Stützpunkt kommen.?


    Dazu habe ich ein paar Fragen:
    1. Handelt es sich um Kinder, die derzeit kein Fördertraining in der Kreisauswahl erhalten?
    2. Was sind die Gründe der Jugendleitung zum Sonder-E-Jugend-Training?
    3. Habt ihr schon ein erstes Feedback von den Kindern und deren Eltern, die zum Sondertraining eingeladen, bzw. die nicht eingeladen werden?


    Gibt es denn bei euch gar keine Bedenken, die Kinder in der E-Jugend nach guten und schlechten Spielern zu unterscheiden und unterschiedlich zu behandeln?


    Fürs Training gibt in dieser Altersstufe simple und erfolgserprobte Regeln:
    a. altersgerechte Trainingsinhalte wählen
    b. Übungen und Spielformen vom einfachen zum schweren gestalten
    c. Übungen und Spielformen vom bekannten zum unbekannten verändern


    Je nach Fähigkeiten kann man in Kleingruppen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade gestalten, sofern es mehrere Trainer pro Team gibt.

    Günter


    Erfolge zu erleben, das ist eines der Hauptthemen, mit denen wir uns im unteren Jugendbereich beschäftigen!


    Wie können und wollen wir gemeinsam Erfolge erleben? In der Vergangenheit war der Erfolg als Siegerlebnis klar definiert. Für den Verlierer blieb nur die Anerkennung des Siegers! Das führte dazu, dass so mancher Erwachsene durch Hineinrufen Druck auf Spieler der eigenen und der gegnerischen Mannschaft ausübte.


    Die Wahrnehmung kindlicher Erfolgserlebnisse haben spielerischen Charakter. Sie hat nichts mit dem Sieg als Vernichtung des Gegners oder eine demütigende Haltungserwartung für den Verlierer zu tun. Gegner sind Spielkameraden, mit denen ein Wettstreit nach kindlichen Regeln ausgefochten wird! Als Vereinssportart brauchen sie uns Erwachsene zur gemeinsamen Gestaltung günstiger Rahmenbedingungen.


    Es bedarf also einfacher und zuverlässiger Regeln, wie wir sicherstellen können, dass die Kinder den Fussball als Chance einer sportlichen wie persönlichen Herausforderung begreifen, um in ihren Erfolgen über sich hinaus zu wachsen. Toleranz, Geduld und ein partnerschaftlicher Umgang sind für die Kinder und damit auch für uns wichtige Werte von dauerhafter Bedeutung. Wäre das so einfach, dann würde es uns nicht immer so verdammt schwer fallen, eine Mannschaft abzugeben, die einem ans Herz gewachsen ist!

    maddog8427


    Ich bin ganz deiner Meinung. Für Talente sollten Abweichungen vom Standard möglich sein, wenn es der Förderung dient. Für den Standard sollten Vereinfachungen gelten! Leider fehlt uns da ein wenig die Flexibilität und bei manchem auch die Erkenntnis, dass Kinderfussball kein Fussball für kleine Erwachsene ist.


    Günter
    Diese Kritik an Statistiken gilt wohl allgemein. Wer Daten erhebt, die sich nicht interpretieren lassen, der kann sich das schenken. Andererseits wird für die Nachwuchsförderung viel Geld ausgegeben. Da sollte ein gewisses Maß an Kontrolle auf Datenbasis schon sein.


    Wie die verschiedenen Beispiele zeigen, fehlt es hin und wieder an Kenntnissen im Basis-Fussballbereich beim DFB. Aber es liegt ja auch an uns, ob wir uns die Mühe machen, Mißstände aufzuzeigen und konstruktive Vorschläge zu deren Behebung zu entwickeln. Gerade das Beispiel: Fairplayliga zeigt ja, dass auch der DFB offen für neue Ideen ist.

    Steini
    Es gibt Statistiken über die Gesamtentwicklung von Stützpunktspielern, jedoch nicht getrennt nach Halbjahr.


    Follkao u. steini


    Ja, das mit der Auswahl von Torleuten ist schon ziemlich krass. Da läuft derzeit einiges durcheinander. So suchen die DFB-Stützpunktkoordinatoren derzeit junge Trainer mit C- oder B-Leistungslizenz, die gleichzeitig Torleute gewesen sind und auf dem Stützpunkt ein Torwarttraining geben wollen. Ich würd mal sagen, diese Mannschaftslizenzen besitzen die meisten TW-Trainer der Profivereine nicht! Ist ja insofern auch unlogisch, weil die ja gar nicht die Absicht haben, eine Mannschaft zu trainieren. Wozu sollen die dann eine Mannschaftstrainerlizenz machen. Hinzu kommt, dass viele Torleute aufgrund sportlicher Handycaps ihre aktive Karriere beendet haben. Auch das Durchschnittsalter ist auch etwas höher als das der Mannschaftstrainern. Die DFB-Leute kennen einfach ihre Klientel nicht und fischen weiter im Trüben.


    Also machen DFB-Mannschaftstrainer weiterhin die Sichtung von Torwarttalenten, ohne dabei vernünftige Vorgaben vom DFB als Auswahlkritierien zu erhalten. Ein Ermangelung dieser Kritierien ist festzustellen, dass man sich Torleute mit dem Centimeter-Maß aussucht! Dabei kann der Trainer durch frühes Fördertraining beeinflussen, nur die endgültige Körperlänge nicht. Das ist auch so interessant nicht! Denn wenn man das wissen möchte, schaut man sich die Eltern an und rechnet ein paar Zentimeter drauf.


    Ich sehe es auch nicht als Tabu an, jungen Leute mit Talent und Spaß an der Torwartpostion ein zusätzliches Training zu gewähren. Denn der Torwart gehört nun einmal zum Fussballspiel dazu. Also sollte es auch eine Ausbildung geben. Allerdings sollte sie nicht ausschließlich auf diese Position fixiert sein. Was bei den Feldspielern längst üblich ist, sollte für die Keeper ebenfalls selbstverständlich sein.


    Unterhalten wir uns also weiter über das Thema einer TW-Sichtung und eines TW-Trainings auf den DFB-Stützpunkten, wenn man sich über die Personaleignung und Trainingsinhalte einig geworden ist. Die Ideen dafür liegen bereits in den Schubladen. Aber jetzt haben wir erst mal Fussball-WM und dann schauen wir weiter!

    scumbag13


    Ich habe Horst Wein hier gegen nach meiner Meinung ungerechtfertigten Kritik verteidigt. Wenn ich jetzt auch noch Links von anderen Autoren angebe, dann muß ich die auch noch verteidigen. Dazu habe ich nun gar keine Lust! Wenn du Stichworte wie: Entwicklung von Spielintelligenz, Multitasking im Sport oder ähnliche Begriffe in deinen "Blech- bzw. Plastiktrottel" eingibt, dann solltest du schon etwas finden können. Schau aber nicht nur beim Fussball nach, sondern lass dich auch von anderen Sportarten insipirieren!

    maddog8427


    Es war nicht der DFB, sondern es war der persönliche Wunsch des damaligen DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, der in der D-Jugend die Platzgröße reduzieren und die Zahl der Spieler pro Team von 11 auf 9 reduzierte. Sammer mußte jedoch erkennen, dass es gar nicht so einfach ist, Regeln zu ändern!


    In Holland spielt man übrigens nach wie vor 11 : 11 im D-Jugend-Bereich. In der Art D-Jugend-Landesliga (trainieren 4 - 5 mal die Woche) gibts homogene Teams, die das auch durchaus hinbekommen. Im übrigen Breitensportbereich hat es die gleichen Nachteile wie in Deutschland. Ich hätte es auch gerne im deutschen, oberen Leistungsbereich mit weitgehend homogenen Teams in der D-Jugend behalten. Allerdings hätte ich die Platz und Torgröße ebenfalls reduziert und auf deren Leistungsvermögen angepaßt. Damit wären ausreichende Ballkontakte, aber mehr Variationen möglich gewesen. Zwar haben die Kinder noch jede Menge Zeit zur sportlichen Entwicklung, aber man sollte auch keine Zeit vertrödeln.


    Genauso egal scheint es dem DFB zu sein, dass das Großfeld für Mädchen und Frauen ebenfalls ungeeignet ist. Die Spieldynamik leidet unter dem zu großen Spielfeld und zu großen Toren, weshalb dieser Zweig des Fussballs viel zu wenig Fans und Anhänger findet. Leider besitzen die Mädels (noch) nicht genügend Selbstvertrauen, um sich ihre Linien selbst auf dem Rasen selbst zu zeichnen.

    open-minded


    Ob dir jetzt Karten oder ausgedruckte Blätter aus den Taschen deines Trainingsanzugs herausfallen, liegt dann nicht am Material, sondern am Hersteller für Trainingsanzüge. Die sollen mal etwas größere und tiefere Taschen da reinbauen!


    Für mich sind diese Unterlagen auch nur ein "Roter Faden" fürs Training! Davon weiche ich auch ab, wenn ich etwas im Training erkenne, was man mit ein paar Zwischenübungen gleich korrigieren kann. Auch die jeweils dazu geschriebenen Zeiten fürs Aufwärmen, Übung, Spielformen und Abschlußspiel sind nur grobe Richtwerte. Bei mir entscheidet weniger die Uhr, sondern meine Eindrücke, mit wieviel Spaß und Begeisterung die Trainingsgruppe am Werk ist.


    Rene
    Eigentlich wäre soetwas ein Datenbanksystem mit hinterlegten Tabellen, Masken und Reports. Aber für den "normalen Hausgebrauch" wäre soetwas mit "Kanonen auf Spatzen schießen"!


    Wenn du dich ein wenig mit dem "Hyperlink" (Verweis und gleichzeitiges Öffnen auf Dateien und Textstellen), dann solltest du das Ganze innerhalb von WORD hinbekommen. Wer keine teure Windows-Software auf seinem PC hat, kann "Open-Office" (kostenloser Download aus dem Internet) stattdessen verwenden.


    D.h. man hat eine WORD-Datei als Inhaltsverzeichnis und andere Worddateien mit den Trainingseinheiten. Je nachdem wie gut man sein Inhaltsverzeichnis aufgebaut hat, sollte die Suche nach gewünschten Themen oder Jahrgängen kein Problem sein.


    Viel Erfolg dabei!

    Günter


    Wieviel hast du schon getrunken? 4 Verbandstrainer bei jeder Sichtung? Entweder gibts bei euch nur ein paar Vereine oder ihr habt Hunderte von Verbandstrainern?


    Steini
    Ich hätte mir gewünscht, es hätte sich im Laufe der Jahre daran etwas geändert. Mir liegt sogar ein Video vor, auf dem das "Wegschauen der Sichter" dokumentiert wird. Wenn die ihre Auswahl bereits getroffen haben, dann kann man sich den Zirkus doch sparen? Auch der Umgang mit den Spielern und Eltern, die keine Berücksichtigung gefunden haben, sollte fair sein. Schließlich gibt es eine gegenseitige Abhängigkeit, denn die Stb-Trainer brauchen die Vereine und die Vereine ihre Fördertrainer.


    Schlimm finde ich auch die Scouts der größeren Vereine, die sich selbst die Arbeit zur Potenzialsichtung sparen wollen. sie quatschen Spieler und Eltern sofort nach dem Verlassen des Trainings zwecks Abwerbung an, um zum Erreichen kurzfristiger sportlicher Ziele für das nötige "Frischfleisch" zu sorgen. Hier stehen die Kinder mit großer Sicherheit nicht im Mittelpunkt des Interesses!


    Nicht nur im Norden gibt es das Stichwort: "der Fisch fängt immer am Kopf an zu stinken"! D.h. wenn der zuständige DFB-Stützpunktkoordinator diese "Scheinsichtungen" zuläßt und den Umgang mit den nicht ausgewählten Talenten duldet, dann wird es dort kaum Besserung geben. Solltest du Anlaß zur berechtigten Klage haben, beschwere dich bitte direkt beim DFB unter Angabe der Zuständigkeit.


    Eigentlich sollte das Stichtagssichten (Sparkassen-Cup) durch ein intensiveres Sichten anhand von Beobachtungen im Punktspielbetrieb und einem vereinbarten Sichtungszeitraum weitgehend ersetzen. Ferner sollten regelmäige Nachsichtungstermine dafür Sorge tragen, dass niemand durchs Raster fällt. Für Einzelfälle bieten sie Talenten ganz unbürokratisch die Einladung zum Probetraining an. Schließlich sollte sich auch jeder Stützpunkttrainer hinterfragen, ob er nach den DFB-Kritierien auch Kindern mit hohem Potenzial, aber aufgrund ihrer späteren Geburt mit physischen Nachteilen gegenüber denen, die in den ersten Monaten des Jahres geboren wurden, eine faire Chance gibt?


    Klar wäre es optimal, wenn jeder auch Verein für alle Teams Trainer mit B-Lizenz hätte. Aber weil das nun einmal auch in absehbarer Zeit so sein wird, wurde dieses flächendeckende Stützpunktsystem mit zusätzlichem Fördertraining ins Leben gerufen.


    Bei manchen jungen Talenten wirkt das Fördertraining Wunder, Andere entwickeln sich hingegen kaum weiter! Aber liegt das nun am Trainer, am Training oder an Faktoren, die dort kaum beeinflussbar sind? Darüber gibt es geteilte Ansichten. Ebenso wie über das erreichbare Niveau nach Ablauf des Förderzeitraums zum Ende der C-Jugend.

    open-minded


    Jeder hat da so sein Ordnungssystem, mit dem er am besten klarkommt.


    Bei mir sitzt die Zentrale im Kopf. Das ist allerdings nicht unbedingt nachahmenswert. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen speichere ich Informationen anders ab. D.h. u.U., dass ich mir leider keinen noch so spannenden Krimi ein zweites mal anschauen kann, weil sich gleich nach der ersten Schlüsselszene der gesamte Film, teilweise mit Text sofort abspult. Aber lustig ist`s schon, wenn ich meine Frau damit ärgern kann.


    Um das Chaos in meinem Kopf einigermaßen zu sortieren, benutze ich den PC. Als erstes gibt es einen Funktionsbaum, indem die Trainingseinheiten dem Leistungsniveau zugeordnet werden. Anschließend erfolgt die Alterseinstufung. Darunter finden man die Trainingseinheiten. Sie beinhalten neben Ort und Datum den Schwerpunkt, dazugehörige Skizzen und kurze Beschreibungstexte.


    Ich erstelle sie vor jedem Training. Nach dem Training bekommen die Übungen und Spielformen Plus- oder Minuspunkte. Je nachdem, wie gut sich funktioniert haben. Wenn ich mal nicht weiß, was ich machen soll (was allerdings selten vorkommt, denn die besten Übungen lassen sich immer aus dem Fussballspiel ableiten), dann schaue ich hinein. Aufgrund der mitlerweile vorhandenen Datenmenge nutze ich bei ganz speziellen Übungen auch schon mal die Windows-Suchfunktionen für die Inhaltssuche.


    Wenn ich mal keine Lust mehr auf Fussball habe, dann habe ich 2 Optionen:


    1. Ich verwende die Löschtaste
    2. Ich schicke sie an einen Comic-Verlag (sollen doch die Leser erraten, welche Sportart da gemeint ist =) )

    maddog8427


    Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus läßt sich Handlungsschnelligkeit und Spielintelligenz kaum über Instruktionen trainieren. Auch bei der Stimulation zur Vermittlung gibt es Grenzen. Lange Jahre wußte ich auch nicht, warum sich gerade Multitasking-Übungen besonders gut eignen. Dies lag in der Hauptsache am fehlenden Wissen und Verständnis, wie unser menschliches Gehirn als Schaltzentrale aller Entscheidungen und Bewegungsabläufe funktioniert. Dazu wird es wohl schätzungsweise in der zweiten Halfeshälfte ein Buch geben, in der uns neue Seiten des Fussballs geöffnet werden.


    Horst Wein vermag deshalb auch nicht in vollem Umfang zu erklären, warum Spielformen, bei denen der Entscheidungsdruck noch niedrig und die Erfolgserlebnisse hoch sind, für den unteren Jugendfussball besonders geeignet sind. Da mögen deine Zweifel durchaus Berechtigung finden, solange sie nicht wissenschaftlich begleitet sind. Schließlich sollen Kinder nicht zum Experimentierfeld für uns Erwachsene werden.


    Horst Wein stellt sich einer breiten Zielgruppe, beginnend vom "dicken Paule" der Spaß am Fussball findet und zum ersten mal voller Stolz ein Vereinstricot trägt bis zum Talent, dass sich vielleicht ein wenig langweilt, weil ihn die anderen noch nicht ausreichend fordern. Wenn sich alles im unteren Jugendfussball vereint, dann ist es natürlich immer schwierig, für jeden und alles eine passende Antwort zu finden.


    Ausgehend von den didaktischen Methoden eines detailierten Instruierens, was unter Technik und Taktik im Jugendbereich zu verstehen ist, möchte Horst Wein gerne Räume für eigene Kreativität der Kinder schaffen.


    Selbst, wenn es in Teilen bereits neuere Erkenntnisse gibt, wird sein Wissensangebot auch noch in ein paar Jahren nützliche Hinweise für Jugendtrainer im Breitensportbereich geben können.

    maddog8427


    Also da bin ich ganz ehrlich! Wie man in der D-Jugend erfolgreich mit einer 3-er oder 4-er Kette spielt, dass weiß ich auch nicht. Zwar könnte ich es im hohen Jugend- und Erwachsenbereich außerhalb des Breitensports beschreiben. Aber das würde etwas lange dauern und dich vermutlich gar nicht interessieren?


    Sorry, ich habs eingesehen, dass du einen ganz eigenen Weg gehen möchtest und dabei auf der Suche nach Trainern in ähnlicher Situation bist. Viel Glück dabei!

    Andre


    Ich hatte bereits gesagt, dass eine Diskussion müssig ist, solange es zum Vatertrainer keine Alternative gibt. Wenn jedoch bereits die Vaterschaft zu einem Kind bereits als positive Trainereigenschaft ermittelt wird, dann wird sie noch verkehrter. Natürlich hast du recht, dass umgekehrt eine Nichtvaterschaft ebenfalls kein Eignungsmerkmal ist. Über den Istzustand sind wir und ja im groben einig.


    Leider bist du nicht den gedanklichen Schritt gegangen, wie man denn nun in der Sache und im Thema weiter kommt. Dort helfen Einzelbeispiele, die meist von ganz vielen individuellen und kaum übertragbaren Faktoren abhängig zu beurteilen sind, kaum weiter.


    Von den theoretischen Ausbildungshilfen einmal abgesehen, findet in den überwiegenden Fällen eine zu geringe, teilweise auch nach falschen Prämissen definierte Hilfe in den Vereinen für Trainer des unteren Jugendbereich statt. Denn einmal abgesehen von ein paar Blödmännern geht kein Trainer zum Training oder zum Spiel mit dem Ansinnen: "heute mache ich aber mal einen richtig schlechten Job"! Das aber das Umgekehrte nicht immer gelingt, damit beschäftigen sich unter anderem Ralf Klohr und mittlerweile auch eine wachsende Zahl anderen Fussballbegeisterer mit teilweise wissenschaftlichem Hintergrund.

    maddog8427


    Dein Stützpunktkoordinator hat recht mit seinen Aussagen.


    Hab aber ganz vergessen, die ein paar Tipps zu geben.


    Unter www.dfb.de sowie hier unter Soccerdrills findest du Hinweise zum altersgerechten Training. Unter dem Autor: Horst Wein findest du gute Jugendfussballliteratur. Für Jugendtorleute gibts das Buch "gehalten"! Wenn du spezielle Fragen dazu hast, gerne auch hier oder per PN!


    Gibt dir die Ruhe und die Zeit, die man braucht, um seine Ideen und Gedanken zu sortieren. Sonst kann man sich verrennen, die Enttäuschung ist groß und es braucht erst einen anderen Menschen, der einem wieder auf den rechten Weg bringt! In der D-Jugend brauchts noch keine ausgefuchste Taktik. Da reichen noch allgemeine Hinweise, schön verpackt in interessanten Übungen und Spielformen. Dabei nicht vergessen, immer wieder nach dem möglichen Einsatz und dem Warum so und nicht so zu fragen! Dann verstehen deine Jungs es auch und können es hin und wieder auch schon umsetzen.

    maddog8427


    Selbst in der niederländischen D-Jugend-Landesliga wird nur ganz grob in Blöcken gespielt. Ich würde das deshalb noch nicht als ballorientiertes Spielsystem bezeichnen. Obwohl dort bei Heimspielen 5 x wöchentlich und bei Auswärtsspielen durchschnittlich 4 x wöchentlich trainiert wird, wissen die Trainer genau, dass sie ihre Spieler in diesem Alter noch überfordern würden, wenn sie sie vor derart komplexe geistige Anforderungen stellen würden.


    Taktik ist ein Plan ein Spiel erfolgreich zu gestalten (bitte erfolgreich nicht mit Sieg verwechseln, denn es kann auch in einem Unentschieden oder einer Niederlage ein Erfolg stecken. Das hängt ja im wesentlichen auch vom Gegner ab.) Ich vermute mal, dass dein Team und auch die Ligagegner etwas weniger trainieren? Wenn du deinem Team im D-Jugend-Alter etwas Gutes tun willst, dann bereits sie schon mal langsam durch individualtaktisches Verhalten in Zusammenhang mit den technischen Fertigkeiten der jeweiligen offensiven und defensiven Aufgaben vor.


    Bitte sei auch nicht traurig, dass du dich noch mit der "Kette" ein wenig gedulden solltest. Vielleicht gibt dir diese Zeit ja die Gelegenheit, dich davon zu überzeugen, dass umfangreiches theoretisches und praktisches Trainer-Wissen dazu erforderlich ist, deine "Männer" auf ein neues System umzustellen, bei der jeder Spieler weitaus mehr taktische Aufgaben zu erfüllen hat, als er es vom gegnerorientierten Spiel gewohnt ist. Glaube mir, von alleine macht es sich nicht!