Beiträge von TW-Trainer

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    @Euscaltel


    Da paßt für mich einiges nicht zusammen!


    1. NLZ spielt in Kreisliga? Oder war es eine zweite Mannschaft des NLZ? Aber warum nahm dann der NLZ-Leiter aktiv daran teil?
    2. NLZ-Leiter kennt formale Regeln und weiß, dass er nicht durch die Entnahme des Spielerpaß aus der Mappe ein Vereinswechsel vollzogen werden kann. Dazu bedarf es Unterschrit und Stempel des abgebenden Vereins.


    Kaum nachvollziehbar für mich sind weitere Details. z.B: "Der NLZ-Leiter lief im Sprint (II) hinterher und zog meinen Spielführer aus der Traube heraus..."!
    1. Was ist ungewöhnlich daran, das eine Kreisligamannschaft gegen andere Kreisligamannschaften ein Turnier gewinnt?
    2. Warum macht ein NLZ-Leiter derlei Aufhebens für einen Spieler, der lediglich die Ansprüche des Kreisliga-Formats erfüllen soll. Die findet man doch fast in jedem Dorfverein!


    Kann es sein, das du uns verulken möchtest? In diesem Fall solltest du dich schämen, die Mühe der Leser und Hilfeangebote einiger Trainer in Anspruch genommen zu haben.

    italy90


    Für jeden Trainer ist es wichtig, dass sich seine Ansprüche weitestgehend mit denen der Anderen decken. Ist das nicht der Fall, sollte man es ändern oder man ändert die Sicht darauf. Du kannst aus dem Verhalten dieses Spielers eine Reihe von Maßnahmen unterschiedlichen Ausmaßes ableiten lassen, die so oder so zu einer Veränderung führen.


    Wenn er sich nicht ändert, dann schickst ihn am Besten nach Holland. Da wollen alle Spieler immer nur Tore schießen und keiner will "nach hinten arbeiten". Aber, wie gestern abend gesehen, kann auch das erfolgreich sein!

    @Trainerin90


    In regelmäßigen Abständen ist in den Medien der Satz: "Was wäre der Verein ohne Ehrenamt" zu lesen. Hierbei soll nicht nur fürs Ehrenamt geworben werden, sondern auch für ein "Vergelt`s Gott" als Honorar aller Aktivitäten.


    Nur bei den 1. Seniorenmannschaften wird eine Ausnahme gemacht. Diese Ausnahme resultiert durch Veränderungen in den 70-er und 80-er Jahren. In den 70-er Jahren gab es die Zusammenlegung von Klein-Gemeinden zu Samtgemeinden. Um die Zusammenlegung den Vereinen "schmackhaft" zu machen, übernahm die neugegründete Samtgemeinde die Pflege der Sportanlagen. Ein weiterer Teil der Finanzierg wurde durch Sponsoren übernommen. Zu der Bandenwerbung kamen später noch die Tricot- und Printmedienwerbung hinzu. Dies bezog sich jedoch immer einzig auf das "Aushängeschild" des Vereins, der 1. Seniorenmannschaft. Daraus entwickelte sich langsam eine Art "Dorf-Bundesliga", bei der zunächst einige, fussballverrückte Untenehmer über ihre Sponsorengelder Einfluß in die Personalpolitik beim Spieler- und Trainermarkt nehmen wollten. Vielen Vereinsbossen war diese Art der "Fremdsteuerung" gar nicht mal so unrecht. Konnte man über diese finanziellen Mittel sportliche Aufstiege sie selbst feiern und die Vereinsstätte mit Gestronomie ausstatten.


    Auf diese Weise entfernte sich der typische Dorfvereinsfussball immer mehr von seinen Wurzeln, in denen man seinen finanziellen Bedarf einzig über Mitglieder-Beitragszahlungen finanzierte und wirklich alle aktiven und passiven Vereinsmitglieder ehrenamtlich und kostenlos ihre Erfahrungen, Fähigkeiten und Dienste einbrachten.


    Heutzutage werden in den Dorfvereinen 70 - 90 % des Etats für die Spieler und Trainer der 1. Seniorenmannschaft ausgegeben. Begründet wird dies damit, das diese Gelder ja auch vom Team "erwirtschaftet" werden, weil die Sponsoren das Geld ausschließlich dieser Mannschaft zur Verfügung stellen. Aufgrund der Dimensionen ist damit zu rechnen, dass die mit Leistungs- und Profifussball bereits gängige Methode zur Ausgliederung in eine GmbH umgewandelt wird, damit die mit dem permanent steigende Etat für Spieler- und Trainergehälter verbundenen finanziellen Risiken begrenzt werden können. Denn es sind in den letzten Jahrzehnten schon eine Reihe an Vereinen in die Insolvenz gegangen, wenn Sponsoren ihre Macht demonstriert haben und/oder kurzfristig sämtliche Leistungen eingestellt haben.


    Nach der Methode der Zahlung von Geldern als Überweisung oder Bargeld gab es eine Vermischung von Zuwendungen durch geldwerte Vorteile. D.h. der Sponsor stellte firmenspezifische Dienstleistungen zur Verfügung. Typische Zuwendungen sind Tankkarten und Leihfahrzeuge. Darüberhinaus gibt es die Angebot beim Sponsor eine Ausbildung aufzunehmen oder sich dort als Angestellter oder Arbeit auf die Lohnliste setzen zu lassen.


    Sofern sich alles im Rahmen hält, drückt das Finanzamt schon mal ein Auge zu. Kommt es jedoch zum Streit zwischen den Partnern, kann die "dicke Rechnung" über die jahrelange Zuwendung geldwerter Vorteile ein teurer Spaß werden.


    Doch die Abkopplung der 1. Seniorenmannschaft hat dem Rest des typischen Dorfvereins eher geschadet als genützt. So ist ein Gutteil der Identifikation dadurch verloren gegangen, dass einigen Sponsoren und auswärtigen Spielern die Vereinsbindung fehlt und sie wie ein Heer der Wanderarbeiter von Verein zu Verein ziehen, um dort kurzfristig ihren Nutzen zu ziehen. Denn der Fussball der 1. Senioren ist selbst in den Dorfvereinen zum Tagesgeschäft verkommen.


    Die Leidtragenden diese Entwicklung sind alle anderen Mannschaften. Denn die müssen mit dem auskommen, was das "Aushängeschild des Vereins" ihnen übrig läßt.


    Der Gedanke, das man die Zukunft auch durch eigene Talente sichern könnte, gedeiht erst sein ein paar Jahren. Die Bildung von JSG ist immer auch gekoppelt an der Erwartung, ein paar Spieler für die 1. Seniorenmannschaft zu bekommen. Aber ob die Erwartung durch die Finanzierung der eigenen Jugend oder durch den Kauf auswärtiger "fertiger Spieler" realisiert, es solange egal wie es noch genug potenzielle Teilnehmer auf dem Spielermarkt gibt. Jedoch wird der Spaß immer teurer. Trainer auf Kreisniveau kassieren zwischen 500 - 1.000 ,- € mtl. und die auswärtigen Spieler liegen ebenfalls auf diesem Niveau. Was könnte man nicht alles Nützliches mit dem Geld machen ...? Aber so ausgegeben ist es, als würde man unter einer kalten Dusche stehen und immerfort 100 Euro-Scheine zerreissen. Weil jedoch der "Geruch schwarzer Kassen" nicht abwaschen läßt, kann es ja egal sein, wofür man dieses Geld dem Finanzamt und den Bürgern des Staates vorenthält.


    Den "sauberen Verein", in dem die Mitglieder das Sagen haben, gibt es vielfach nicht mehr. Bei den Generalversammlungen sind kaum mehr als 5 - 10 % der Mitglieder. Die Jugendarbeit findet meist abseits des Hauptplatzes statt. Sie dürfen dort, wo der Abfall nicht regelmäßig entsorgt wird, ihr Hobby ausüben. Es wird als selbstverständlich verlangt, dass sie ihre Freizeit und meist auch die Fahrtkosten dem Verein kostenlos zur Verfügung stellen. Daraus läßt sich auch erklären, dass es in vielen Dorfvereinen leichter ist, den Stadionzaun höher zu ziehen, fürs Vereinsheim einen größeren Fernseher, eine Bierthekenverlängerung, ect. zu realisieren, als einen neuen Satz Tricots für ein Jugendmannschaft zu erhalten. Aber selbst dafür wird meist kein Cent aus der Vereinskasse genommen, sondern ein Sponsor zahlt es. Genauso ist es mit dem Equiptment (Bälle, Hütchen, usw.), der von den Fussballcamps, die regelmäßig zu Besuch kommen, mitgebracht wird.



    Weil jedoch der Druck der Vereine aufgrund der stark gestiegenen KFZ-Kosten von den anderen Trainern im vergangenen Jahrzehnt gestiegen ist, mußte man mancherort nach Lösungen suchen. Da kam die sogenannte "Spendenregelung" gerade recht. Eigentlich war sie ins Leben gerufen worden, um die vielen ehrenamtlichen Dienstleistungsvereine finanziell zu unterstützen. Doch jetzt boten die Vereinsbosse ihren Trainern eine "Beihilfe zur Steuerhinterziehung" an. D.h. der Verein quittiert dem Trainer Geld, welches der Trainer an den Verein als Spende überwiesen haben soll. In Wahrheit wird dieses Geld entweder gar nicht überwiesen oder aber sofort zurück überwiesen. Die Spende kann jedoch bei der Einkommenssteuererklärung bzw. Lohnsteuerjahresausgleich angegeben werden. Je nach Einkommen und Steuerschuld bekommt der Trainer dann Geld zurück vom Finanzamt.
    Irgendwann sagt aber auch das Finantamt "Njet" zur Spendenmethode des Vereins. Z.B. wenn die angeblichen Spenden ihrer Trainer den jährlichen Vereinsetat übersteigen. Um sich dennoch vor den geforderten Aufwandsentschädigungen zu drücken, gibt man nur noch lizensierten Trainers die Möglichkeit, die "Spendenmethode" zu nutzen. Der Rest schaut genauso wie die Trainer, die kein oder ein geringes Einkommen (Schüler, Studenten, Hartz 4 - Empfänger, kinderreiche Familenväter) und von der Spendenmethode schon von Anfang an nichts hatten, in die Röhre.


    Davon abgekoppelt haben sich die Nachwuchsabteilungen von Leistungs- und Profivereinen. Sie haben längst erkannt, dass der Zeitaufwand für die Traineraus- und Fortbildung ohne Vereinsunterstützung nicht realisierbar ist, sodass sie Regelungen für Aufwandsentschädigungen entwickelt haben. Hierfür wurden Konzepte entwickeln, in denen derFinanzbedarf für die Jugendtrainer budgetiert sind.


    Eine seriöse Aufwandsentschädigung für Trainer im Breitensportbereich und damit der Masse der Trainer ist eher die Ausnahme. Weil gerade im unteren Jugendbereich die Trainerfluktuation sehr groß ist, wissen viele Trainer auch gar nicht, dass sie eigentlich einen Anspruch auf Aufwandsentschädigung ihrem Verein gegenüber haben. Es sein denn, das alle Spieler und Trainer im Verein auf geld oder geldwerte Aufwandsentschädigungen verzichten!

    murmeldad
    Du triffst es auf den Punkt! Denn ein Teil der DFB-Stützpunkttrainer sind entweder selbst auch noch Kreistrainer oder sind mit diesen befreundet. Da ist es doch den Weg des geringsten Aufwands, aus den bereits in der Kreisauswahl trainierten Spielern die zukünftigen DFB-Stützpunktspieler auszuwählen. So in etwa läuft das schon seit vielen Jahren überall dort, wo die Stützpunktkoordinatoren "wegschauen"! Deshalb tragen auch die Koordinatoren die Hauptschuld, weil sie ihren Aufgaben dadurch nicht gerecht werden, das lediglich die erforderliche Lizenz, nicht aber die Stützpunkttrainereignung und -leistung geprüft wird.


    Die Leidtragen dieses Systems sind ganz klar die Talente. Denn warum sollte man sich als Kreisauswahlspieler noch anstrengen, wenn der Kreistrainer gleichzeitig Stützpunkttrainer ist und man qusi bereits "vorgecastet" ist? Derlei Förderungsmethoden würde ich als "Geldverbrennen" bezeichnen. Denn dieses System ist nicht nur gegenüber den Talenten im Zuständigkeitsgebiet sportlich unfair, es wird sich kaum jemannd aus der "vorgecasteten" Gruppe für höhere Aufgaben empfehlen können.

    In keiner anderen Hobbysportart gibt es ein derartiges System der Bestrafung von Hobbyfussballern, wenn sie Lust haben, den Fussball in einem anderen Verein auszuprobieren. Aus Ángst, das Kind könnte beim anderen Verein ein besseres Angebot bekommen und deshalb nicht gleich wieder in den Heimatverein zurück kehren, soll mit Sperre und Ausbildungsentschädigung die Daumenschraube angezogen werden. Schließlich könnte es in ganz seltenen Ausnahmefällen um viel Geld gehen. Wer weiß das schon im voraus?


    Aber gerade an diesen Auswüchsen, bei der der Breitensport mit dem Leistungs- und Profisport auf eine Stufe gesetzt wird, krankt das System des Rechts auf den Vereinswechsel. Weil es eine Kannlösung ist, ist es auch im höchsten Grade ungerecht. So wird es vielfach passieren, dass ein Vater, der sein Kind über Jahre selbst im Verein erfolgreich trainiert hat, anschließend an den Verein noch Geld bezahlen muß, damit der Junge ohne Sperre in einem anderen Verein spielen darf!


    Zum Glück gibt es viele Vereine auch im Leistungsbereich, die mit den Heimatvereinen eine Vereinbarung treffen, auf eine Ausbildungsentschädigung zu verzichten und für den Fall einer Entwicklungsstagnation das Kind im Einvernehmen wieder an den Heimatverein zurück zu geben. Denn die Geldschneiderei und die teils unlauteren Versprechungen führten ja, wie Günter schon ausführte, dazu das die "aussortierten Spieler" frustiert mit dem Fussball aufhörten.


    Das System von Sperre und Ausbildungsentschädigungen mag in Ausnahmen vielleicht ein Hürde sein, die benötigt wird, in der Masse richtet sich aber nur einen Schaden an, der später kaum wieder gutzumachen ist. Denn bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf!

    thomasg


    Natürlich wollen wir keine Einschränkung der Meinungsfreiheit in der Presse. Wo der geistige Einheitsbrei hinführt, sehen wir tagtäglich in der Auslandsberichterstattung, aber auch durch einen kurzen Blick in unsere deutsche Geschichte.


    Während der letzten EM wurden die Eltern der deutschen Nationalspieler als Beispiel für eine harmonische "Multi-Kulti"-Gemeinschaft vor jedem Länderspiel präsentiert.


    Der Spruch: "... aus dem Migrationshintergrund müßte Özil schießen" ist meiner Meinung nach primitive Klugscheißerei. Denn sinngemaß kann es heißen: - Na ja, Özil ist ja kein "richtiger Deutscher" und weiß deshalb auch nicht, wann er am besten aufs Tor schießt! Das wissen nur die "richtigen Deutschen" und das sind ja wir! Fachlich ist das auch ziemlicher Unfug! Denn unser letzter Titel liegt mitlerweile auch schon fast zwanzig Jahre zurück!

    Günter


    Das ist keine Frage, das Menschen immer wichtiger sind als ihre Funktionen. Dennoch sind wir uns in einem Punkt einig, dass niemand von sich behauptet, er sei ein Depp! Deppen werden deshalb in der Hirachieleiter immer nur so hoch klettern, bis sie ihre eigene Unfähigkeit bemerken. Warum sollte es beim Fussball anders sein, als in der Firma?


    Doch wo man seinen Lebensunterhalt nicht verdienen muß und auf Profit angewiesen ist, sondern der einzig die Freude und der ernsthafte Wille zur Förderung den Arbeitszweck definiert, sollten andere Maßstäbe zählen. So zeugt die "Schleimerei" und "Speichelleckerei" von Eltern da daraus, das ihre Kinder weiterhin dort mitmachen dürfen, wo nicht jeder zugelassen wird. Nur dies erhebt den Stützpunkttrainer über den "gemeinen Dorftrainer"!


    Da mag es nicht wundern, das manches "Schwarze Schaf" aufgrund mangelnder Kontrolle durch den DFB und seinen DFB-Stützpunktkoordinator seine Situation für rein egoistische Zwecke ausnutzt. Ohnehin gehören wir Deutsche im europäischen Vergleich zu den "Korruptionsanfälligsten". Und weil hierzulande die Writschaft boomt schätzt man den jährlichen Schaden auf zweistellige Milliarden!


    Warum sollten Stützpunkttrainer anders "gestrickt" sein, als der Querschnitt der Bevölkerung?


    Doch während die meisten von uns keine andere Möglichkeit haben, als durch abhängige Beschäftigung ihren Lebensunterhalt zu verdienen, handelt es sich bei 99 % aller Fussballaktivitäten um ein Hobby und ein Ehrenamt. Hier dürfen und müssen andere Maßstäbe gesetzt werden, weil es immer mehr als eine Alternative gibt. Wollen wir mit einen "sauberen Sport" in der Weltspitze bleiben, so bedarf es einer Analyse des Istzustands und einer Kontrolle der daraus abgeleiteten Maßnahmen.
    Leider ist unsere Nachwuchsförderung in Teilen nach wie vor ein "Flickenteppich" und Maßnahmen werden noch nicht ausreichend kontrolliert.


    Auch, wenn man sich einem Idealziel nur nähern kann, weil wir Menschen nun einmal nicht perfekt sind, sollte man sie in den Zielvereinbarúngen aufnehmen. Doch schon da stockt es, weil die Stützpunkttrainer äußerst schwammige Zielvorgaben bekommen. Das paßt dann auch gut zur Entschädigungspauschale, in der der gute und engagierte Stützpunkttrainer oder -leiter genauso bewertet wird, wie ein "eitler Fatzke", dem die anvertrauten Kinder ziemlich egal sind.

    Karl


    Es spielt die Ligazugehörigkeit ja erst dann eine Rolle, wenn die Spielerinnen hierfür gesucht wird. Im Mädchenbereich gibt es keinen Leistungsfussball unterhalb der B-Juniorinnen. Für die C-Juniorinnen-Bezirksliga kann man sich an oder abmelden. Deshalb spielen einige starke Mädchenmannschaften lieber bei den Jungen in D oder C-Jugend-Staffeln. Hierfür jedoch 10 und mehr Stunden Trainingsfahrten inkauf zu nehmen erachte ich jedoch als fragwürdig. Dann sollte man ein besonders talentiertes Mädchen im Heimatverein bei den Jungen mitspielen lassen und erst ab den B-Juniorinnen über einen Vereinswechsel nachdenken. Denn diese Mädchen werden ja ohnehin auf dem DFB-Stützpunkt gemeinsam mit den Jungen gefördert. Desweiteren erhalten sie regelmäßige Einladungen vom Verband. Man muß also keine Angst haben, dass es beim Verbleib im Heimatverein sportlich stagniert.


    Bei den Jungen stellt sich aufgrund der Leistungsdichte diese Frage ganz anders! Aber hier gibt es ausreichend Erfahrungen in der Talentförderung, die es so bei den Mädchen noch nicht gibt! Denn wenn das Mädchen keine Unterstützung aus dem Jungenbereich im Verein findet, dann bleibt ihr in Ausnahmefällen gar nichts anderes übrig, als den Verein zu wechseln. Denn leider gibt es immer noch zu viele Vereinsverantwortliche, die mit Mädchenfussball nichts zu tun haben wollen, weil nach ihrer Meinung nur Jungen und Männer den "richtigen Fussball" spielen können. So las ich vor kurzem einen kuriosen Zeitungsbericht. Hier wurde eine Checküberreichung abgelichtet, die der DFB für Nationalspielerinnen zahlt und damit die Mädchen-Nachwuchsförderung im Verein honorieren will. Doch dieser Verein hatte auf Wirken der Vorstands- und Jugendvorstands den Mädchenbereich bereits vor Jahren "erfolgreich" aufgelöst! Eigentlich hätte ihnen das Geld gar nicht zugestanden. Aber "einem geschenkten Gaul schaut man nun mal nicht ins Maul"!

    Günter


    Wir Menschen neigen zu Fehlern. Trotzdem bekommen es die meisten von uns, auch ohne extra Ausbildung hin, unsere Kinder einigermaßen zu erziehen.


    Aber beim "Fest der Emotionen" rasten nach wie vor zu viele Erwachsene aus! Natürlich sind es die falschen Erwartungen, dass eine Niederlage oder Sieg nicht allein ein sportliches Ergebnis, sondern eine Vernichtung des Gegners oder die eigene Vernichtung bedeutet. Jedoch ist es ein Unterschied, ob man in einem Stadion mit 50.000 Zuschauern irgendetwas brüllt, was aufgrund der Lärmkulisse sowieso kaum jemand mitbekommt oder ob man auf einem Nebenplatz zum Hauptakteur wird, weil man sich durch kleinste Abweichungen vom erwarteten Standard provoziert fühlt und sich danach "ohne Rücksicht auf Verluste" zur Gewalt hinreißen läßt.


    Beim Trainer mögen neben den eigenen Erwartungen auch noch die vermeintlichen Erwartungen der Vereinsverantwortlichen sowie der Eltern hinzukommen, wodurch sich die Hemmschwelle zur Gewalt senkt.


    Man sollte es nicht glauben, dass Trainer oder Eltern, dessen Kinder in einer Auswahl das Spiel ohne Schiedsrichter und ohne das Hineinbrüllen von Trainern oder Eltern ihre Erkenntnisse daraus nicht gewinnen! Die Kinder spielen ohne die permanenten Ansagen von Außen genauso gut und noch besser.


    Man hat in der Trainerausbildung bereits erfolgreiche Tests gemacht, in denen ein Teil der Ausbildung in der Mannschaft des Heimatvereins stattfindet. Leider gibt es nicht genügend Personal beim DFB, sodass diese Ausbildungsmethode in näherester Zeit nicht flächendeckend realisiert werden kann. Natürlich ist auch die Ausbildung teurer.


    Aber wir können selbst etwas tun, in dem wir uns nicht diesen Zwangsmechanismen aussetzen. Ob es die Führung von Mannschaften mit ausschließlichen Freundschaftsspielen ist, ob es Fortbildungsmaßnahmen im Bereich der Konfliktsteuerung sind oder ob es von Zeit zu Zeit erforderlich ist, dann eine "Auszeit" zu nehmen, wenn man sich im Trainerhobby überfordert fühlt.


    Wenn man jedoch zu der Einsicht gelangt ist, dass man Vorbildfunktion hat und sich die Kinder darauf verlassen können wollen, dann sollte man auch für sie eintreten und sich nicht hinter anderen verstecken, bis die die "die Welle" gemacht haben.


    Ich bin davon überzeugt, das jeder in senem Rahmen etwas dafür tun kann und es sich lohnt für jede kleine Verbesserung zu kämpfen. Denn sonst gestattet man es, dass die Minderheit auf und neben dem Platz bestimmt, was gemacht werden soll!

    siebener und chris


    Vereine, die seit Jahren kontinuierlich gute Arbeit leisten, brauchen sich in der Regel um den (geeigneten) Talentnachwuchs keine Sorgen zu machen. Wenn es jedoch um Top-Talente geht, wird auch hier gelegentlich mit unsauberen Mitteln gekämpft. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass fast jeder A-Jugend-Bundesligaspieler bereits einen Spielerbereater hat.


    teejay
    Eigentlich sollte es im Mädchenbereich etwas ruhiger zugehen, weil es hier später auch keine "Millionenverträge" gibt! Seit der Einführung der B-Juniorinnen-Bundesliga und deren sportlicher Unterbau, nehmen die Abwerbeversuche zu. Aber auch die Vereine im Frauen-Leistungsbereich ohne Jugendleistungsfussball versuchen sich frühzeitig Talente zu sichern. Gibt es Trainer, die in Personalunion an der Talentförderung und dem Vereinsfussball aktiv sind und aufgrund ihrer Kontakte Mädchen von anderen Vereinen abwerben, dann kann es als Reaktion darauf sogar vorkommen, dass Vereine ihre Talente gar nicht mehr für Fördermaßnahmen entsenden. Das ist deshalb schade für die Mädchen, weil man sie so ihrer Chancen beraubt, später in der Liga zu spielen, die ihren Leistungen entspricht. Andererseits kann man auch die Vereine verstehen, die ohne diese Mädchen, die sie im Verein ausbilden, Nachwuchssorgen haben.
    Bei einer aktiven Abwerbung muß man sich immer die Frage stellen, warum ist das notwendig? Gibt es in dem Abwerberverein keine ausreichende Förderung unterhalb der Liga, weshalb man sich um Spielerinnen aus anderen Vereinen bemüht?

    paulwurf_mauli


    Zwecks Handlungsfähigkeit wählt der Verein seinen Vorstand, dem er unterschiedliche Aufgaben bei der Interessensvertretung auferlegt.


    Natürlich hat ein Verein fast immer das Interesse möglichst viele (zahlende) Mitglieder zu haben und wird nicht jemand grundlos entlassen. Ferner sind die Verantwortlichen ihren Mitgliedern im Nachhinein Rechenschaft schuldig. Es können aber nicht nur während der Generalversammlung, sondern in "dringenden Fällen" Mitglieder sofort rausgeworfen werden, sofern in der Vereinssatzung dazu nichts anderes steht.


    Ich habe bei diesem Thema nur eine Bitte. In den vergangenen Jahren wurde vom allgemeinen Thema häufig wegen Einzelfällen abgewichen. Dabei gingen sich Eltern von Spielern mit Trainern und anderen Vereinsverantwortlichen teilweise ziemlich in die Haare. Bemüht euch, dieses Thema so sachlich wie möglich und ohne persönliche Beleidungen zu diskutieren. Sonst macht es einfach keinen Spaß!

    Radagast
    Zwar ist das deutsche Fussball-Vereinsrecht momentan so gestaltet, dass durch Sperre und Zahlung einer Ausbildungsentschädigung die Rechte des Vereins über das ihrer aktiven Mitglieder gestellt werden. Diese Rechtsbeurteilung ist jedoch nicht "in Stein gemeisselt", weshalb ich irgendwann in der nächsten Zeit mit einem "Bosmann-Urteil" rechne, in der die Grundrechte des Individuums über die des Vereins gestellt werden.


    Beim von dir angesprochenen Thema geht es um aktive Abwerbung, die eine von mehreren Ursachen für den Wunsch nach einem Vereinswechsel sein kann. Eine klare Antwort kann man hierauf nicht geben. Denn einerseits sollen Vereine durchaus in Konkurrenz ihre Freizeitangebote gestalten und dürfen selbstverständlich auch damit werben, andererseits wünscht man sich mehr Transparenz.


    Ich würde mir eine "neutrale Beratungsstelle" wünschen, die der abgebende Verein anrufen könnte, wenn ein oder mehrere Spieler seinen Verein verlassen wollen. Man kann die Aufgaben dieser Stelle durchaus mit der eines "Schlichters" vergleichen.

    hsv1975


    Ich glaube, unser Kollege will nur testen, wie blöd die Trainer hier im Forum sind? Denn einen Freistoß so zu schließen, dass er unhaltbar abgefälscht wird, ist unmöglich. Weder Schütze noch der Angeschossene wissen, wohin der Abprasser abgefälscht wird!


    Allerdings, dass hat ich ja bereits angemerkt, bietet die 1-Mann-Mauer mehr Bewegungsfreiheit für den Abwehrspieler und für den Torwart bessere Verteidigungschancen, weil er sich mittig positionieren kann.


    In einer ähnlichen Freistoß-Situation war übrigens Messi erfolgreich. Die Distanz war 2 - 3 Meter kürzer, aber noch weit genug, um den Ball über die Mauer hinweg ins kurze Eck zu plazieren. Hierbei sind dem Torwart gleich 3 Fehler unterlaufen:


    1. zu viele Spieler in der Mauer behindern die Sicht
    Aufgrund der Freistoßdistanz ist die zugestellte Torfläche zu gering, dass sie eine breite Abwehrmauer rechtfertigen. Würde der Keeper lediglich eine 2-Mann-Mauer bilden, so könnte er sich fast mittig positionieren und hätte darauch einen fast gleichlangen Weg zum Ball


    2. Position des Schützen nicht in die Abwehraufgabe einbezogen
    Bei einem ruhenden Ball ist ein langer Anlauf ein Indiz für einen starken Schuß. Eine kurze Anlaufposition des Freistoßschützen spricht jedoch für einen langsameren Schuß. Der Keeper hätte also wissen können, dass es keinen Ball mit hohem Druck auf die "Torwartecke" gibt, sondern Messi den Ball über die Mauer ins andere Eck zierkeln möchte.


    3. Postion des Balles nicht in der Abwehraufgabe einbezogen
    Damit der Keeper den Ball (Druck, Richtung) so früh wie möglich sehen kann, muß er beim Freistoß freie Sicht auf den Ball haben. Sieht er den Ball erst, wenn er die Mauer passiert hat, dann hat er weniger Zeit seine Position anzupassen.


    Daraus läßt sich ein genereller Ansatz zur Veränderung der Verteidigung von ruhenden Bällen in Strafraumnähe ableiten. Er besteht darin, weniger Abwehrspieler als Mauer einzusetzen, um durch eine mittige Position und besserer Sicht auf den Ball mehr Zeit für die Positionsanpassung und die Abwehrtechnik (Fangen statt lenken oder fausten) erfolgreicher zu sein.


    Wenn der Keeper sogar beim 11 Meter gute Abwehrchancen hat, warum sollten sich diese bei ruhenden Bällen aus größerer Distanz nicht noch verbessern?


    Wer Lust hat, sollte mal folgende Aufgaben ausprobieren:


    1. Simulation von Schußkraft und -härte aus unterschiedlichen Positionen
    Beim ersten Versuch steht ihr aufrecht und probiert einen aus ca. 10 Meter geschossenen Ball "auf den Mann gezielt" abzuwehren.
    Beim zweiten Versuch setzt ihr euch und probiert es aus dieser Position.


    Ihr werdet feststellen, dass man durch die sitzenden Position die Schußstärke und Richtung deutlich schlechter erkennen könnt, weil die Ballhöhe des ruhenden Ball sowie des abgeschossenen Balls fast im gleichen Beobachtungswinkel bleibt. Aus der stehenden Position heraus ist die Referenz zur Ballgeschwindigung und Richtungsänderung durch den deutlich größeren Winkel sehr viel einfacher zu erkennen. Beim Freistoß mit breiter Mauer liegt die Ballhöhe meist in Augenhöhe des Keepers. Durch diesen ungünstigen Blickwinkel kann er die Schußstärke und Ballrichtung nicht präzise einschätzen.


    Nach erfolgreichem Versuch sollte verständlich sein, warum der Torwart beim Freistoß ein freies Blickfeld auf die gesamte Flugbahn des Balles haben sollte. (Übrigens läßt sich daraus auch ein besseres Verständnis dafür entwickeln, warum die noch kleinen 'Bambini-Keeper die Schußhärte und Ballrichtung noch nicht so präzise einschätzen können.)



    2. Simulation der TW-Positionsoptimierung
    Für diesen Test solltet ihr eine typische Freistoßpostion ca. 25 Metern (16 m + 9,15 m Distanz der Mauer zum Ball) gestalten. Laßt euren "Freistoßspezialisten" jeweils:
    - 10 Schüsse mit klassischer, breiter Mauer und mit Torwart in TW-Ecke
    - 10 Schüsse mit 1-Mann-Mauer und mittiger TW-Position abgeben.


    Schaut euch nicht nur die Ergebniss (Tore, Fehlschüsse, Gehalten, bzw. abgewehrt) an, sondern befragt auch die dabei handelnden Personen nach ihren Beobachtungen bei der veränderten Methode.



    3. Simulation von Schüssen aus seitlicher Position
    Zunächst werden 5 Schüsse ohne TW-Hinweis in der klassischen Form abgegeben.
    Danach gibt es ein paar Veränderungen:
    a. statt einer 3 bzw. 4 - Mann-Mauer, wird jeweils der mittlere Spieler aus der Mauer weggenommen
    b. der Keeper passt seine Position entsprechend an, so dass er fast mittig steht
    c. der Keeper bekommt vom Trainer die Info, dass er anhand der langen oder kurzen Anlaufposition (kurzer Anlauf = kurze Ecke; langer Anlauf = lange Ecke) des Freistoßschützen erkennen soll, wohin der Ball geschossen werden soll


    Danach werden die Ergebnisse mit der Übungsgruppe besprochen.


    Um die Beobachtungen der Spieler und des Torwarts selbst gut nachvollziehen zu können, positioniert euch bitte so seitlich, dass ihr Ball und handelnde Person jederzeit voll im Blick habt. Denn sonst könnt ihr nicht korrigieren und die Bemerkungen der Trainingsgruppe nicht mit den Eigenen vergleichen.

    Germancoach


    Gerade dein Beispiel, bei dem es doch nur um die Freude am Fussballspiel zeigt doch, wie erfolgsvernarrte Vereinsverantwortliche aus einem harmlosen Fussballspiel einen Stellvertreterkrieg gegen Menschen, die man vielleicht nicht einmal kennt, gemacht wird. Denn meistens kennen sich nur die obersten Bosse!


    Aber ihr könnt auch selbst etwas dagegen unternehmen. Geht zu den Generalversammlungen und anderen Veranstaltungen des Vereins. Besprecht vorher die Themen, teilt sie rechtzeitig schriftlich mit und tragt dort eure Kritik vor! Ich weiß, es kostet etwas Mut, weil man sich vielleicht nicht so gut ausdrücken kann, wie die Vorstandsbosse. Aber hier könnt auch mit einfachen Worten die Herzen der anderen Mitglieder gewinnen.


    Es zählt jede Stimme!

    Günter
    In Bayern gehen die Uhren anders als im Rest der Republik!


    Generell gilt zunächst einmal der Vertragsinhalt, bzw. hier die im Vereinsrecht fixierten Rechte und Pflichten der Mitglieder. Aber es können einzelne Punkte daraus ungültig werden, wenn sie gegen ein höheres Recht (hier die Freizügigkeit der ungebundenen Entwicklung. Darunter könnte man auch die freie Ortswahl zur Freizeitgestaltung verstehen).


    Weil es alljährlich das gleicheTheater um die Wechselfristen bei der Ausbildungsentschädigung gibt, sollten sich Eltern zusammenschließen, einen geeigneten Fachanwalt suchen und einen Musterprozess anstreben. Wichtig ist einzig die korrekte Antragsstellung. Sonst lacht sich der DFB ein zweites Mal ins Fäustchen. Wenn der Prozess gewonnen wird, kann es sein, dass alle Amateure ohne Begründung von einen auf den anderen Tag den Verein wechseln können. Sie besitzen dann das gleiche Recht wie der Verein, der seinem Mitglied ebenfalls von ein- auf den anderen Tag rauswerfen kann.


    Es hat bereits vor Jahren einen Prozess gegeben. Dieser wurde jedoch aufgrund einer falschen Antragstellung zurück gewiesen. Denn hier hatte jemand auf die nach seiner Meinung unverhältnismäßig hohe Ausbildungsentschädigung geklagt. Hintergrund war, dass reiche Eltern ihr Kind durch Zahlung der Ausbildungsentschädigung "freikaufen" können, währenddessen armen Eltern diese Möglichkeit nicht besteht. Ferner handele es sich um eine "Kann-Bestimmung". D.h. der abgebende Verein kann auch auf die Ausbildungsentschädigung verzichten und ist darüber keine Rechenschaft schuldig.
    Diese Form der Darstellung hat das Gericht nicht als generelles Hinternis der Ausbildungsentschädigung angesehen, da sonst alle anderen Dienstleistungen nicht nach ihren tatsächlichen Kosten, sondern nach dem Einkommen des potentiellen Käufers angepaßt werden müßten.

    @uzunbacak


    Wir brauchen Vorbilder, keine Helden. Denn Helden wir immer nachgesagt, sie seien perfekte Menschen. Aber das können und wollen die vom Volk zum Helden erklärten Menschen selbst gar nicht.


    Es gehört zum Erwachsenwerden, wenn Kinder und Jugendliche, die ihr Handeln noch nicht selbst umfassend durchschauen, beim Selbständigwerden begleitet werden. Gerade in der Pubertät braucht es aufgrund der damit verbundenen Verunsicherung, kein Kinder aber auch noch kein Erwachsener zu sein, eine führende Hand.


    Wenn wir unsere Kinder nicht ernst nehmen und unsere Worte nicht mit unserem Handeln übereinstimmt, können wir auch nicht von uns erwarten, dass sie uns ernst nehmen.

    fak


    Aufgabenverteilung: DFB-Stützpunkt - Förderverein
    Mir ging es auch nicht darum, das flächendeckende Stützpunktsystem infrage zu stellen. Denn die sind ja erst nach den Erkenntnissen aus dem Vorrundenausscheiden der Nationalmannschaft 2000 entstanden. Es soll auch weniger die gute Ausbildung in der Trainingslehre der Stützpunkttrainer sein, sondern im mitlerweile als genauso wichtig erachteten Coaching! Weil dieses Coaching (noch) nicht Inhalt der Lzenzausbildung ist, bleibt für die Stützpunkttrainer nur die Möglichkeit, sich dieses Wissen in Vereinen anzueignen und ihre Erkenntnisse daraus zu ziehen.
    Auch gibt es umfangreiche Erfahrungen damit, dass ein zu früher Vereinswechsel nur in Ausnahmefällen eine günstige Weiterentwicklung ermöglichst, wenn erst ab der C-Jugend überhaupt nach den Merkmalen des Leistungsfussballs in den Vereinen gearbeitet wird. Alles was darunter geschieht, mal für den Laien diesen Anschein haben, deckt sich jedoch nicht mit den Prinzipien der Ziele des Leistungssports.


    Weil sich DFB-Stützpunkte und Vereine nicht als Konkurrenz, sondern Partner sehen (sollten), muß es bei der Aufteilung bleiben, dass durch zusätzliches Fördertraining in den Stützpunkten einen Niveaustufe erreicht wird, auf die die Leistungsvereine aufbauen können.


    Eignung als DFB-Stützpunkttrainer
    Doch genauso, wie die Jugendarbeit in den Vereinen von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand gestellt wird und man dort zu der Erkenntnis gelangt ist, dass sich gute Trainer nicht allein an der Lizenz erkennen lassen, sollte auch beim DFB-Stützpunkt die "Lizenz-Meierei" ein Ende haben. (Wie sonst könnte es sein, dass wir seit Jahrzehnten eine Nachwuchssorgen auf der Torwartposition haben, obwohl es hierfür keine Lizenz-Ausbildung gibt?) Es bedarf ganz einfach anderer Maßstäbe für die Eignung.


    Sichtungstransparenz
    Auch bedarf es ein transparentes System der Sichtung, bei der nur ausgebildete Sichter über Talentförderplätze entscheiden dürfen. Ggf. sollte es pro Verband eine Anzahl neutraler Talentsichter geben, deren Aufgabe es ist, im Zuständigigkeitsgebiet alle Möglichkeiten der Talentsichtung zu professionalisieren. Dazu können Präsentationsaufgaben auf den Staffeltagen, Scoutingaufgaben, ect. gehören. Im heutigen Aufgabenkonzept der DFB-Stützpunkttrainer heißt es lediglich, er sollte ein aktuelles Leistungsbild in seinem Zuständigkeitsgebiet besitzen. Wie man dieses jedoch vorstellt, ist nicht angegeben, weshalb das Engagement durchaus interpretierbar ist.
    Vielleicht kommt als Ergebnis der Nachwuchsförderung ja heraus, dass man die Aufgaben der Talentsichtung und Talentförderung trennen sollte, damit es nicht zu den gewohnten Konstellationen kommt, dass beim Wechsel des Stützpunkttrtainers die Talente ebenfalls aus anderen Vereinen kommen? Derlei Klüngeleien müssen ein Ende haben, weil sie rein gar nichts mit den Absichten der Talentförderung zu tun haben.


    Nach meiner Meinung bedarf die Eliteförderung einer Reform. Diese Reform sollte in der untersten Förderstufe beginnen, damit systematische Folgefehler ausgeschlossen werden können. Was danach möglich wäre, dass zeigen uns seit Jahren unsere kleinen Nachbarländern. Denn dort wird mit einem deutlich geringeren Budget bessere Arbeit geleistet als hierzulande noch teilweise an Gelder verbrannt wird.

    @tak


    Für mich gehört zur Kompetenz auch die Mannschaftsführung. Wenn man noch nie eine Jugendmannschaft trainiert hat, weil man gerade erst aus dem aktiven Seniorenfussball ausgeschieden ist und die C-Leistungslizenz frisch erworben hat.


    CokeFreak
    Wenn es das Ziel der DFB-Stützpunktarbeit sein soll, die Talente 1 x wöchentlich miteinander spielen zu lassen, dann genügt ein Betreuer oder Hausmeister, der ihnen einen Ball gibt und diesen danach wieder einschließt. Wenn es hingegen um eine sportliche Förderung und soziale Kompetenz für den Fussball gilt, dann sollten dort auch nur solche Trainer beschäftigt werden, die neben ihrer guten Trainerausbildung über praktische Erfahrungen mit Mannschaften in diesem Jugendalter besitzen.
    So könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das Ergebnis einer DFB-Taskforce-Gruppe u.a. darin bestehen könnte, neue Stützpunkttrainer im ersten Jahr ihrer Tätigkeit als Referendare zu beschäftigen, die ihr Handwerk auch über Lehrproben zunächst einmal erlernen dürfen (statt sie heutzutage gleich ins kalte Wasser zu werfen)!


    Rene1105
    Ein weiterer, wichtiger Punkt besteht darin, wie man sich eine optimale Eliteförderung vorstellt. Denn auch das wurde nicht zuende gedacht! So besteht ein typischer Stützpunkt-Jahrgang aus mehreren besonders veranlagten Talenten und einer Reihe von Spielern mit in etwa gleichem Niveau, die man aber auch auf vielen anderen Fussballplätzen antrifft! Es stellt sich deshalb die Frage, ob man die besonders hoch veranlagten Talente früher zusammen zieht? Dadurch gibt man den Kickern, die heutzutage zum Auffüllen von Trainingsgruppen benötigt werden, im Schatten der Talente zu reifen. Heute hört man vielfach von diesen Spielern nichts mehr, weil sie durch andere und sich selbst viel zu früh unter viel zu hohem Druck gesetzt wurden.
    Die Wähl der Menge an Talenten darf nicht vorgegeben werden, sondern sich nach der Anzahl der tatsächlich im Einzugsgebiet vorhandenen geeigneten Spieler orientieren. Ggf. wird man sich über die Zuordnung der DFB-Stützpunkttrainer Gedanken machen müssen. Denn eine feste Stützpunktzuordnung wird nicht immer sinnvoll sein! Schließlich geht es nicht um die darin vorhandenen Vereine. Es soll die Ausbildung der Talente im Mittelpunkt stehen.

    Für mich ist die USA heute der klare Favorit! Auch, wenn erst nach der WM enthüllt wird, dass die NSA schon lange vor der WM die Telefone von den Entscheidungsträgern, Löw, Podolski und Großkreutz abgehört hat. Nur bei der Übersetzung durch Klinki`s persönlichen Spion Berti Vogts (thank you for the lot of fucks) gab es offensichtlich Verständigungsprobleme zwischen ihm und der NSA.


    So sandte die Nato auch versehentlich den Wunsch nach einem Nichtangriffspakt an Putin, statt an Löw.


    Zu erwarten ist, falls nicht versehentlich doch einer ein Tor schießt, dass sich nach einer 45 minütigen Aufwärmphase die zweite Halbzeit zum gegenseitigen Abtasten genutzt wird. Schließlich könnte die USA Jurgis Buben auf dem Weg zum WM-Titel so manches unangenehme Team aus dem Weg räumen!


    Schaun wir mal, würde der Kaiser sagen! Aber der ist ja für die Dauer der WM sowieso von allen Aufgaben entbunden.