Beiträge von TW-Trainer

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    @Nitram


    Vielen Dank für deinen Beitrag, auf den ich gerne eingehen möchte.


    Natürlich können Kinder im unteren Jugendbereich die Bälle noch nicht richtig einschätzen. Man mag sich hin und wieder wundern, warum ein Keeper einen Ball ins Gesicht bekommt, statt die Hände schützend davor zu halten. Die Ursachen dafür hatte ich bereits an anderer Stelle etwas ausführlicher erklärt.


    1. Torwarthandschuhe beim Verletzungen im Fallen
    Das kann, wie bei jedem Feldspieler passieren. Weil aber Torleute häufiger im Fallen nach dem Ball hechten, gehört das richtige Abrollen zu den Sicherheitsmaßnahmen, die ganz zum Anfang der TW-Übungen liegen. Die Spieler sollten mit Spaß und ohne (Angst vor) Schmerzen an diese Positon herangeführt werden.


    2. Fingerprellung
    Bevor überhaupt mit der ersten Fangübung in der Gruppe begonnen werden darf, wird erklärt, dass man die Finger niemals in Ballrichtung strecken darf, weil dann der Ball auf die Fingerkuppe schmerzhafte Verletzungen verursachen kann. Stattdessen sollen die Handflächen und Finger seitlich, von unten oder oben nach dem Ball greifen. Bei falscher Hand-Fingerstellung kann es übrigens auch mit Handschuhen zu Fingerprellungen kommen.


    3. Fingerbruch
    Auch dieser Bereich gehört zur Sicherheitseinweisung. Denn ohne den Hinweis und die Übungen fangen die Kinder die Bälle nicht vor dem Körper, wo sie nach dem Ballkontakt dem Ball die Geschwindigkeit nehmen können, sondern direkt am oder über dem Körper. Weil nun die gesamte Aufprallkraft auf die Finger lastet, kann es in seltenen Fällen sogar zum Fingerbruch kommen.


    4. Gesichtsverletzungen
    Gerade bei Schüssen aus 5 - 8 Metern ist zu beobachten, dass die Arme und Hände der Keeper nach unten, statt in angewinkelter Positon den Ball erwarten. Doch ist der Weg der Arme und Hände von ganz unten nach oben viel zu lang, um rechtzeitig vor dem Körper den Ballkontakt zu suchen. Auch werden Arme meist in einer kreisenden, statt direkten Bewegung nach oben geführt. Diese Technik der korrekten Armposition zur Abwehr von hohen Bällen aus mittlerer Entfernung gehört deshalb ebenfalls an den Anfang von Torwartübungen gestellt.


    5. Nicht Torwart-Handschuhe, sondern Sicherheitshinweise und Basisübungen schützen wirksam vor Verletzungen
    Nur die Sicherheitshinweise und Übungen der Basis-Techniken schützen wirksam vor Verletzungen. Handschuhe können die Erklärung und das Üben von Sicherheitsmaßnahmen und richtigen Fangtechniken nicht ersetzen. Wenn die Techniken beherrscht werden, können Handschuhe die TW-Arbeit manchmal (z.B. nassen, schmutzigen Ball, sehr kalte Temperaturen) sinnvoll unterstützen.


    Selbst Seniorenkeeper lasse ich ihre Handschuhe im Training ausziehen, wenn es um Detailkorrekturen beim Fangen, Lenken oder Fausten geht. Denn der Torwart kann die Kontaktphase und den Druckpunkt dann am besten spüren, wenn alle Finger- und Handnerven volle Aktionsmöglichkeit besitzen. Handschuhe dwürden dabei nur stören!



    Würden Torwarthandschuhe wirksam vor Verletzungen schützen können, so würden sie auch von Handball-Keepern getragen.


    Bis in die 60-er Jahre des letzten Jahrhunderts trugen selbst die Keeper in den höchsten Fussball-Ligen keine Handschuhe. Wie du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Torwarthandschuh nachlesen kannst, waren es die deutschen Keeper Wolfgang Fahrian und Sepp Maier, die für sich Torwarthandschuhe entwickeln ließen.


    Andere Handschuhetypen (z.B. Hockey, Eishockey) haben nicht nur die Erhöhung der Trefferfläche zum Zweck, sondern auch zum Schutz der Handflächen und Finger.


    Es kommt im unteren Fussball auch nur deshalb sehr selten durch Verletzungen mit dem Ball, weil hier Leichtfussbälle zum Einsatz kommen. Auch ist die deutlich geringere Schußhärte der Spieler eine Gewähr dafür, das in aller Regel nach den ersten Tränen bei einem unerwarteten Treffer ins Gesicht oder anderer empfindlicher Körperteile, die Freude am Fussball zurück kehrt.


    Lange Zeit wurden dem Torwart Charaktereigenschaften angedichtet. So müsse er besonders mutig sein, selbst dann sich dem Ball entgegen zu stellen, wenn eine schmerzhafte Erfahrung zu befürchten sei. Das nenne ich nicht Mut, sondern Blödheit! Denn ohne Kenntnisse von Abwehrtechniken ist der Keeper lediglich eine Schießbudenfigur, über die man sich schlapplacht, weil man einen Deppen gefunden hat, der sich dafür hergibt. Beste Beweise für diese Denkrichtung findet man ja auch hier im Forum, wo es z.B. heißt: "er ist nicht gut genug fürs Feld, weshalb ich ihn ins Tor stecken möchte"! Unlängst kam eine besonders talentierte Keeperin zu mir und meinte: "meine Eltern wollen nicht, dass ich ins Tor gehe, weil ich ja auf dem Feld auch sehr gut bin"! Also auch hier werden Prioritäten in der Wichtigkeit, aber auch in der Verletzungsgefahr gesehen.


    Nicht zuletzt dadurch, dass sich der Mannschaftstrainer kaum mit der Torwartpositon beschäftigt hat (weil eben keine Zeit dafür da war) haben sich Gerüchte um diese Position gebildet. Ein Gerücht ist, dass Torwarthandschuhe vor Verletzungen schützen sollen. Wenn das so wäre, dann unterhaltet euch bitte mit älteren Senioren-Keepern aus dem Breitensport. Viele von ihnen haben nicht Torwarttraining bekommen und deshalb soviel "auf die Socken bekommen", das jeder nicht ausgeheilte Blessuren auf Wunsch zeigen kann.


    Weil auch der DFB dieses Thema weitgehend liegen läßt, bin ich dir dankbar, dass du stellvertretend für eine breite Masse diese Argumente vorträgst! So gibst du Gelegenheit, sie zu hinterfragen. Aber überzeugt ist man vermutlich erst, wenn man sich weitere Informationen zum TW-Training beschafft, es im Verein ausprobieren kann und slebst seine Erfahrungen sammelt.

    Liebe Trainerkollegen,


    nicht nur Kinder können bei gemeinsamen Torwart-Übungen mit der Mannschaft den Spaß an dieser Position entdecken, auch ihr könnt auf diese Weise sehr viel einfacher talentierte Torleute finden.


    Nach der Entwicklung eines Konzepts der Nachwuchs-Torwartausbildung konnte ich feststellen, dass die Torleute, die auf Basis von Torwartübungen und abwechselnden Positionen auf dem Feld und im Tor, eine bessere Entwicklung nahmen, als Keeper, die schon früh und ausschließlich auf der Torwartposition spielten.


    Zwar lernt man die "Handarbeit" des Torwartspiels am besten durch spezielles Training, aber die "Fußarbeit" kann genauso gut, ja sogar noch besser auf Feldspielerpositionen vermittelt werden. Wer also noch Torabstoß bei seinen Torleuten trainiert, dem kann ich Anraten: verschwendet nicht eure Zeit damit. Laßt sie die Schußtechnik von ruhenden Bällen im Feld mittrainieren. Die Abschlagtechnik gehört zur "Handarbeit" und deshalb wieder zu den TW-Übungen.


    Desweiteren haben die TW-Übungen gezeigt, dass Torwarthandschuhe für den unteren Jugendbereich gar nicht notwendig sind, wenn in der Startphase die Vermeidung von Finger und Handverletzungen erklärt und anhand von Übungen trainiert wird.
    Unlängst sorgte eine Auswahl-Keeperin für Raunen im Publikum, weil sie ohne Torwarthandschuhe bei einem Sichtungsturnier auftauchte. Doch sie konnte ihre Kritiker rasch eines besseren belehren. Denn die Frage, ob man einen Ball fangen kann, läßt sich nicht durch die Qualität der Torwarthandschuhe, sondern durch eine gute Fangtechnik beantworten. Spart euch also das Geld und kauft dafür einmal häufigere Fussballschuhe. Denn die Füße der Kinder wachsen nunmal etwas schneller als die von Erwachsenen. Fussballhandschuhe werden erst gebraucht, wenn die Basisfähigkeiten beherrscht werden!

    Liebe Trainerfreunde,


    es gibt immer mindestens 1000 Gründe, warum etwas nicht gut war oder nicht gut werden kann, aber immer nur ein paar Gründe, warum etwas gut war bzw. werden kann.


    Natürlich gehört zu jedem Spiel eine kritische Analyse, aber man sollte auch rasch wieder den Blick nach vorne richten. Mir ist nicht nur Manuell Neuer aufgefallen, sondern es waren eine Reihe anderer Keeper, die gleich mehrfach zum "Man of the match" gekürt wurden. Besonders hohe Quoten erfolgreicher Torabwehr hatten Keylor Navas (Costa Rica) mit 87,5 % und David Ospina (Kolumbien) mit 86,7 %. Überraschend auch, das bei Manuel Neuers Sprints im Algerienspiel eine Topspeed von 22,4 km/h gemessen wurde, wärend der brasilianische Angreifer Fred lediglich auf 22,2 km/h kam. Da sich alle genannten Teams mit starken Keepern aus der Gruppenphase qualifizieren konnten, kann man von einer WM der Torhüter sprechen.
    Weil jedoch Torhüter die Fehler ihrer Vorderleute ausbügeln müssen, waren sie bislang besonders häufig gefordert. Es wäre jedoch ein nach meiner Meinung großer Fehler, nun daraus eine Schwäche bei den Feldspielern oder ihrer Trainer ableiten zu können. Nein, es hat in den letzten Jahren einen Wandel in der relativen Stärke von international renomierten Top-Vereinsmannschaften zu den jeweiligen Nationalmannschaften gegeben. Denn während der Vereinstrainer seine Mannschaft international für seine Spielphilosophie besetzen kann und mit großem Zeitaufwand Präzisionsarbeit auf dem Platz präsentieren kann, hat ein Nationaltrainer eine Anzahl von Einzelspielern, aus denen er eine Mannschaft formen muß. Die oft fehlende "Harmonie" der Nationalteams ist in dieser WM gesondert deutlich beim Umschaltspiel zu erkennen. Hinzu kommt die Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit, die unnötige Rennerei aufgrund von Fehlern im Umschaltspiel kaum verzeiht. Die Blockbildung mit Spielern aus dem selben Heimatverein ist kein neues, aber probates Mittel in der Nationalmannschaft. Dabei kommen nicht immer auch die besten Einzelspieler zum Einsatz, sondern diejenigen, die genau für das anstehende Spiel gebraucht werden.


    Wenn also nach Meinung der Kritiker Spieler A durch Spieler B ersetzt werden sollte, dann reicht es nicht mehr aus, auf Einzelqualitäten einzugehen. Wenn also gefordert wird, das man mit gelernten Aussenverteidigern das Spiel nach vorne besser öffnen könne, dann muß man jedoch gleichzeitig eine Antwort darauf finden, wie wir das Handycap einer fehlenden Harmonie im Zentrum wirksam begegnen wollen? Denn dort waren die Algerier besonders gefährlich.
    Die "Multiposition" wird uns auch nach der WM weiter beschäftigen. Nicht nur Pep hat Lahm auf einer anderen Position spielen lassen. Auch Kloppo hat aufgrund von Personalengpässen bereits auf anderen Positionen ausgebildeten Spielern eine Ausbildung auf neuen Positionen gewährt.


    Eine WM hat nicht nur das Ziel, die erfolgreichste Nation zu küren, sondern auch Trends für die Zukunft im Fussball zu setzen. Man kann aber nicht immer schon perfekte Lösungen erwarten! Da gab es mal Zeiten, in denen die Italiener 90 Minuten lang Beton in der Abwehr anrührten und dort ein paar gelungene Konter jedes Spiel knapp gewannen. Und seien wir mal ehrlich: wir haben die Spanier jahrelang mit ihrem Hochgeschwindigkeits-Kurzpaßspiel bewundert, nur weil er so erfolgreich war. Aber war es nicht irgendwann auch langweilig und man wollte etwas anderes sehen? Wie wäre es statt "Rasenschach" mit einem anders kalkulierten Risiko-Fussball?

    @addi


    Was die Spielerauswahl angeht, gebe ich dir sogar weitgehend recht. Allerdings kennen wir nicht alle Details.


    Was Höneß anbelangt, so sind wir geteilter Meinung. Denn er hat noch in Zeiten, in denen er ohne eigenes Rechtsbewußtsein bereits über Andere hergezogen.


    Andererseits hat auch Höneß das Recht auf Rehabilitation nach Verbüßung seiner Haftstrafe. Er wurde nur deshalb genannt, weil ausgerechnet die (EX-)Bayern, die den größten Block im Nationalteam stellen, am Lautesten meckern. In der Vergangenheit war es immer auch Höneß, der die Schar der Kritiker anführte. Sonst hätte man die Position des Team-Managers eines Oliver Bierhoff geschaffen worden, Bierhoffs Aufgabe es nun ist, Löw den Rücken freizuhalten. Wer weiß schon, ob nicht auch Bierhoff aufgrund seines ähnlichen Karriereverlaufs (in der Bundesliga für untauglich befunden, im Ausland sein Ding gemacht und in der Nationalmannschaft seine Klasse bewiesen) im Falle Mustafi seinen Einfluß geltend gemacht hat. Aber für mich hat Mustafi noch nicht die Klasse, mit der Bierhoff seinerzeit ins DFB-Team geholt wurde. Bzw. vielleicht hat er sich, aber er kann sie noch nicht zeigen? Auch ich fand es nicht sehr gelungen, wie Löw sich über Großkreutz ("...ich brauche da einen, der nicht nur vorne rumläuft ....") geäußert hat. Aber er ist nunmal Bundestrainer und kein Politiker, dessen Fähigkeiten auch darin bestehen, jederzeit zitierfähige Aussagen zu treffen.


    Wir waren damals froh mit Kilinsmann und Löw zwei Leute gefunden zu haben, die diese schwere Aufgabe übernommen haben. Als Klinsmann das "Sommermärchen" nicht wiederholen konnte, übernahm Löw die Verantwortung. Diese überhöhte Kritik aus Bayern wird weder Löw noch der Mannschaft gerecht. Sie ist teilweise kontraproduktiv, weil sie am Selbstbewußtsein der jungen Spieler ganz besonders nagt!

    open-minded


    Ich finde, jeder Trainer hat das Recht, die Mannschaftsaufstellung nach seinen Vorstellungen zu wählen. Dies sollte auch für das höchste Traineramt eines Landes gelten. Natürlich muß er sich dann auch begründeter Kritik stellen. Ob er sich die besonders häufige Kritik ehemaliger FC-Bayern-Angestellter (Breitner, Basler, Magath) antut, ist seine Sache. Die Kritik von Höneß dauert bestimmt noch 1 - 2 Tage, weil die Gefängnispost ja erst noch zensiert werden muß.


    Wenn Löw mit seiner Methode, Spieler auf anderen Positionen als im Heimatverein spielen zu lassen, Erfolg hat, so hat er den Beweis dafür angetreten, das. ein Spieler auf mehreren Positionen ausgebildet werden muß, weil er den meisten Situationen andere offensive wie defensive Fähigkeiten besitzen muß. (Hätte sich Neuer gegen Algerien wie ein typischer Torwart verhalten, dann wären Jurgis Buben vermutlich schon auf der Heimreise.)


    Er würde ausgerechnet dem aktuellen Bayern-Trainer Pep in die Karten spielen, in dessen Spielphilosophie die Aufgaben eines Spielers mehr situationsgebunden als positionsbezogen liegen. Vereinfacht: bei Ballbesitz greifen alle an und bei Ballverlust verteidigen alle! Die Ausrede: ich bin ja nur Innenverteidiger läßt er dabei nicht mehr gelten!


    Löw würde damit die Ära der Ausbildung zu "Positionsidioten" überwinden helfen. Jeder Spieler wäre danach gleich für eine Reihe von Aufgaben im Team geeignet. Der Anteil der Kreativität im Team würde dadauch steigen, sodass der Standardspruch aus früheren Tagen: "das ist dein Mann, den du auch bis zum Klo folgst" auch dorthin wandert.


    Ein Trainer einer solchen Mannschaft hätte dadurch die zusätzliche Möglichkeit während des Spiels und größtenteils ohne Auswechselungen flexibel auf das sich entwickelte Spiel reagieren zu können. Selbst, wenn (noch) nicht alles funktioniert, kann er einen Teil der Kritik an die Vereinstrainer postwendend zurück geben, ihm doch zukünftig nach der Methode der "Multiposition" bessere und umfangreicher ausgebildete Spieler zur Verfügung zu stellen.


    Außerdem brauchen wir gar nicht so viel Angst vor den Franzosen haben. Wenn sie zur Halbzeit gegen uns zurückliegen, ist dort sowieso jeder Spieler sofort auch Trainer und jeder macht, was er will.


    Wenn das nicht eintreten sollte, dann gibts ja immer noch ein Elfmeterschießen oder? Ohnehin ist man durch das Spiel gegen Algerien (viele Algerier wurde in Frankreich ausgebildet) gut vorbereitet.


    Es wird wohl wieder eine Zitterpartie mit einem glücklichen Sieger Deutschland werden!

    Coach11


    Ich kann deine Angaben sehr gut nachvollziehen. Wenn`s doch jeder so macht, warum sollte man ein schlechtes Gewissen dabei haben? An die Annehmlichkeiten der finanziellen Zuwendungen gewöhnt man sich gern und schnell. Warum sollte man auch für einen Verein umsonst spielen, in dem man gar nicht groß geworden ist? Amateurfussball für lau, ne nicht mit mir! Ob dann andere Mannschaften und Trainer in die Röhre schauen, das hat mich nicht zu interessieren. Jeder ist seines Glückes Schmied!


    Die Monopolstellung von Großsponsoren "ala Hoffenheim" ist gar nicht so selten. Der Sponsor will einen Verein für sich, der seine Wünsche befriedigen soll. Hat er den Spaß an diesem Spielzeug (Vereinsmannschaft) verloren, so kann er sein Geld von einem auf den anderen Tag aus dem Verein ziehen und der Verein geht entweder gleich in Insolvenz oder ist nach kurzer Zeit wieder da, wo er vor der Sponsoraktivität angefangen hat.


    In den letzten Jahren haben sich Vereine, die schon mal mit ihren "Großsponsoren" ziemlich auf die Nase gefallen sind, neu organisiert. Zwar ist man auch nach der Reorganisatoin über Sponsorenzuwendungen dankbar. Jedoch besteht man auf Handlungsfreiheit in der Verwendung der Gelder innerhalb des Vereins. Diese Gelder werden in der Regel über Umlageregeln an die Mannschaften (und nicht an einzelne Spieler) weitergeben. Im Seniorenbereich fließen Sieg- und Auflaufprämien auch im Leistungsbereich in die Mannschaftskasse.


    Man hat durch die Transparenz im Finanzierungsbereich deutlich mehr Ruhe im Umfeld des Vereins geschaffen. Leider ist das noch längst nicht Standard, denn sehr viele Vereine lassen sich durch Sponsorengelder und Versprechen auf die Zukunft ihre Handlungsfreiheiten abkaufen.


    Deutschland hat jedoch nicht umsonst europaweit eine Spitzenposition in der Korruption. Deshalb ist auch weiterhin damit zu rechnen, dass "Schwarzgelder" über dunkle Kanäle in die Vereine fließen, um mit diesem Geld Eigeninteressen zu befriedigen.


    Man sollte deshalb nicht die Vereinsarbeit infrage stellen, denn die ist in der Masse weiterhin nur durch das Ehrenamt möglich. Jedoch sollte man kritisch hinterfragen, woher plötzlich das viele Geld für Einzelne kommt!

    Wenn also alles klar ist, dann mal ein Beispiel:


    Beim Torabschluß ist der Keeper bereits geschlagen. Jedoch bekommt ein auf der Torlinie liegender Abwehrspieler den Ball an seinen Oberschenkel. Denn rückprallenden Ball nimmt der Keeper auf.


    Frage 1. Unerlaubter Rückpaß oder nicht?
    Frage 2: Nach welcher Rückpaßregel darf der Ball vom Torwarf in die Hand bzw. nicht in die Hand genommen werden?


    Und wen es noch interesiert, wie hat der Schiedsrichter tatsächlich in dieser Situation entschieden?

    Liebe Trainerkollegen!


    Ich bin doch sehr verwundert, dass niemand dazu eine Frage hat.


    Wäre ja auch nicht schlecht, wenn es deshalb weniger Diskussionen mit dem Schiedsrichter gibt, weil man als Trainer regelsicherer geworden ist oder?

    Günter


    Aslo ich bin dann doch eher für den "sauberen Verein", denn sonst macht man sich gegenüber Sponsoren abhängig und verliert nach und nach das Heft aus der Hand! Schleßlich bestimmt nicht mehr der Verein, welche Spieler geholt werden, der Sponsor übernimmt die Mannschaftsaufstellung und sitzt auf der Trainerbank. Und obwohl der Sponsor keine Ahnung vom Fussball hat, haben die Vorständler und Spieler nach Belieben bei ihm anzutanzen und bekommen je nach Luft und Laune das Fell über die Ohren gezogen, eine neue Armbanduhr oder eine Woche Malle spendiert. Das nenne ich dann "Dorfbundesliga"!


    Dass viele Fianzämter dabei noch ein Auge zudrücken ist bedenklich. Vermutlich fehlt es ihnen an Personal?


    Die große Masse des Vereins hat jedoch nichts von der "Dorfbundesliga". Sie bekommt allenfalls hier und da etwas von dem, was übrig bleibt. Für sie interessiert sich ja auch kaum ein Sponsor.


    Wenn man nicht weiterhin mit hohem Risiko von Sponsoren abhängig sein, bedarf es strengerer Regelungen, in denen jeder Spieler und Trainer der 1. Seniorenmannschaft vertraglich verpflichtet wird, jegliche Form von Vorteilsnahme abzulehnen. Andernfalls droht der sofortige Ausschluß.


    Nur, wenn mit dem Führen "schwarzer Kassen" aufgehört wird, kann man wieder zum Ursprung einer Interessensvereinigung von Ehrenamtlichen (also einem Amateuerverein) zurück finden. Die wachsende Zahl der Insolvenzen von Dorfvereinen sowie das immer geringer werdende Interesse an der Mitarbeit im Verein zeigt, wie wichtig diese Korrekturen sind!

    Sponsorengelder haben "sauber" über die Vereinskasse zu laufen. Der Verein hat selbst zu entscheiden, wieviel wofür ausgegeben wird. Dafür steht der Vorstand seinen Mitgliedern regelmäßig Rechenschaft.


    Zu einem sauberen Verein gehört gewiss auch eine Aufwandsentschädigung. Doch die muß am Aufwand gekoppelt sein und nicht an der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Mannschaft!

    Günter


    Hier ist es gängige Praxis, das Sponsoren die Spieler der 1. Seniorenmannschaften statt oder zusätzlich zum Geld aus ihren Schwarzen Kassen mit Produkten und Dienstleistungen unterstützen. Da wird mal hier ein Badezimmer gefließt, dort ein Motorrad besonders günstig verkauft, eine günstige Mietwohnung zur Verfügung gestellt, ect.


    Von einer sauberen Finanzpolitik in den Dorfvereinen sind wir hier meilenweit entfernt. Die wenigen Vereine, in denen die Sponsoren keine direkte oder indirekte Einflussnahme in die Vereinsentscheidungen haben, muß man hier mit der Lupe suchen.


    Mich würde mal interessieren, warum eure Vereinsbosse weiterhin mit sauberen, weißen Hemden herumlaufen?

    siebener


    Für mich wäre ein Mustafi kein Spieler für die Startelf gewesen. Aber sei`s drum. Ein Wechsel birgt immer ein Risiko, das sich jemand anders verletzen könnte, wofür ein Dritter vielleicht besser gewesen wäre. Diese Varianten werden normalerweise vor dem Spiel im Trainerteam diskutiert, jedoch gar nicht mal so selten im Spiel aus dem Bauchgefühl heraus entschieden. Je nach dem wie sich das Spiel bis zum Moment der Entscheidung entwickelt hat und was das daraus abzuleitende Ziel sein soll! Klose hätte, wie schon in den vorherigen Spielen ein Granat für mehr Angriffsdruck und als logische Folge daraus die Wahrscheinlichkeit eines schnellen Torerfolgs sein können.


    Ein Stoßstürmer wie Klose wird auch in einigen Jahren noch nicht gänzlich verschwunden sein. Schon deshalb nicht, weil dieser Typ nicht so viele Chancen braucht, um ein Tor zu erzielen. Steht der Gegner tief, dann finden Spielertypen wie Poldi, Özil und Götze nicht den Raum, den sie für ihren Torabschluß brauchen. Ein Stoßstürmer braucht nicht den Raum, sondern das Wissen darüber, wann er wo stehen muß, um an den Ball zu kommen.


    Für mich war es schon überraschend, dass nur Klose mitgenommen wurde! Vielleicht lag es daran, das Löw mit den 7 Bayern in seiner Elf eine Kopie des bayrischen Offensivspiels ohne echten 9-er auf den Rasen zaubern wollte. Doch dafür fehlen ihm Spielertypen wie Ribery und Robben! Über die Flügel kommt jedoch bei uns so gut wie gar nichts. Das sollte nicht unwesentlich bei der Geamtbetrachtung sein!

    Günter


    Für mich haben Vereinstrainer bei einer Sichtung nichts zu suchen! Hier kann nicht gewährleistet werden, das Sichtungskritierien, so es sie denn geben sollte, auch umfassend verstanden werden. Selbst, wenn man die eigenen Kinder nicht bewerten darf, ist nicht auszuschließen, dass Koalititionen (schreibst du meinen Sohn auf, schreibe ich deinen auch auf) geschmiedet werden. Das wäre dann ja ebenfalls eine Form des "Vorcastings"! Was soll bitteschön daran gut sein?


    Wenn selbst lizensierte und gut ausgebildete Trainer, die vom Verband oder dem DFB mit diesen Aufgaben betraut worden sind, große Schwierigkeiten haben, aufgrund wenigen Aktionsmomente bei diesen Sichtungstagen die richtige Wahl zu treffen, wie schwer fällt diese Rolle Personen, die nur zufällig als Trainer bei dieser Veranstaltung zugegen waren. Die Aussage des Stützpunkttrainers, dass ihre Sichtungsergebnisse sich weitgehend mit denen der Vereinstrainer deckt, mag den ein oder anderen beruhigen, sagt jedoch noch nichts über die Qualität und Belastbarkeit ihrer Ergebnisse aus.


    Nicht umsonst warnen Trainer in den Leistungsvereinen vor einer Überbewertung der sportlichen Leistungen, wenn jemand in der Kreisauswahl oder dem DFB-Stützpunkt spielt. Man weiß ja gar nicht, wie der Spieler X dorthin gelangt ist? Diese Aussagen sind leider nur wenige Jahre nach der Einführung des DFB-Eliteförderungskonzepts zum Standard geworden.


    Mit gehts weniger darum, eine gute Initiative schlecht zu reden. Mir geht es um Verbesserungsmaßnahmen. Für mich machen diese Sichtungsveranstaltungen nur dann einen Sinn, wenn geeignetes Personal zur Verfügung steht und über die Neutralität eine faire Leistungsbeurteilung der Kinder zustande kommt.


    Eigentlich müßte diese Sichtung alle Spieler/innen eines Jahrgangs ansprechen. Denn durch die Einschränkung "Talente" wird suggeriert, dass es bereits stillschweigend eine Übereinstimmung der Talentmerkmale zwischen Verein, Verband und DFB gibt.


    Große Vereine betreiben nicht umsonst ein Scouting. Denn kaum ein "08-15" Trainer kann das Talentpotenzial richtig beurteilen. Deshalb verlassen sie sich nicht allein auf die Sichtungsergebnisse, denn sie wissen, wie diese vielfach zustande kommen. Und wenn die Vereine, die seit vielen Jahren erfolgreiche Nachwuchsarbeit betreiben, den Sichtungsergebnissen schon mißtrauen, dann sollte es Anlaß genug sein, daran etwas zu verbessern. Hier ist es besser sich mehr Zeit für die Auswahl lassen, als mit schlechten Kompromissen die schnelle Selektion zu suchen.


    Leider gibts bis heute kein einheitliches Eliteförderkonzept, wie die weitere Verdichtung der gesichteten Spieler erfolgen soll. Hier beschreibt man lediglich, dass nach der bundesweit einheitlichen Sichtung im Verband die Spieler insgesamt 4 Jahre lang die Chance bekommen sollen, bei einem Leistungsverein eine Förderung zu erhalten. Doch bereits bei der einheitlichen Verbandssichtung werden nicht alle Auswahlspieler mitgenommen. Auch gibt es für Spieler, die verletzungs- oder krankheitsbedingt nicht daran teilnehmen konnten nur dann eine zweite Chance, wenn sich der zuständige Trainer nicht persönlich dafür einsetzt. Dies kann schon deshalb nicht immer gewährleistet werden, weil es in der Kreisauswahl und dem Stützpunkt eine Trainerfluktuation bzw. einen Wechsel der Jahrgangszuständigkeiten gibt.


    Ich möchte gerne, das aus den heutigen Zufälligkeiten dieser Fördermaßnahmen standardisierte Abläufe werden, sodass so leicht keine Talente durchs Raster fallen. Denn immer noch gleich das deutsche Talentfördersystem dem Suchen einer Stecknadel im Heuhaufen!

    @Nitram


    So ähnlich wie du sehe ich es auch. Allerdings komme ich zu dem Schluß, dass einiges von Jurgis Pläne nicht so recht aufgehen wollte. Das er jedoch seine taktischen Fehler nicht korrigieren wollte, da wurde es immer enger. Portugal und insbesondere Spanien sind nach Hause gefahren, weil sie glaubten, man wäre stark genug, um sein eigenes Spiel durchzuziehen. Deshalb hatte ich mich ja auch so über Breitners Kommentar aufgeregt. Fast alle Algerier des Nationalteams sind in Frankreich sehr gut ausgebildet worden und spielen in euroäischen Topvereinen. Die besiegt man nicht mal so eben im Vorbeigehen.


    Ich kann den Frust von Mertesacker nach dem Spiel sehr gut verstehen. Jeder Spieler möchte sich bei einer WM von seiner Schokoladenseite zeigen. Doch ihm und seinen 3 Kollegen aus der Kette hatte Löw die taktische Aufgabe erteilt, bei eigenem Angriff sehr hoch zu stehen, um das Mittelfeld zu unterstützen und bei Ballverlust das Gegenpressing abzusichern. Doch die Algerier setzten ihre schnellern Angreifer sofort nach Ballbesitz durch präzise Flanken ein. Dadurch konnten Mertesacker und Co. keinen Druck auf den Ball ausüben und mußten immer wieder mit dem Gesicht zum eigenen Tor verteidigen. Hätten sie die Tiefe und Breite des Raumes besser nutzen dürfen, sich dafür ca. 10 Meter weiter zurück ziehen dürfen, wäre nicht der ganzen Welt aufgefallen, dass Mertesackers große Schwäche der Sprint und die Grundschnelligkeit ist. Nur Boateng konnte das Tempo seiner Gegner mitgehen. Jedoch immer nur dann, wenn er auch rechtzeitig zum Sprint angesetzt hatte. Durch diese falsche Taktik mußte Manuel Neuer 120 Minuten lang um eine Rote Karte bangen. Denn trifft er einmal den Ball außerhalb des 16-ers den Ball nicht, sondern den Gegner, muß er mit einem Platzverweis rechnen. Ich denke, Neuer wird nach dem Spiel heil froh gewesen sein, dass alles gut gegangen ist. Denn geplant war es so mit Sicherheit nicht! Denn so offensiv spielt ein Keeper normalerweise nur beim Angriffspressing (aber dafür war unsere Offensive gestern zu lauffaul nach Ballverlust), wenn der Gegner knapp führt und man in den letzten 10 Minuten das Ruder noch herumreißen will.


    Man tut Löw jedoch auch Unrecht, wenn man die alleinige Schuld bei ihm sucht. So konnte man schon nach den ersten 20 Minuten erkennen, dass der gegnerische Keeper besonders große Schwierigkeiten beim Fangen voin flachen, harten Bällen hatte. Warum unsere Stars danach nur noch hoch aufs Tor geschossen oder geköpft haben, ist deshalb kaum nachvollziehbar. Denn da hatte der Torwart ja gerade seine Stärken.


    Klar hat ein Mats Hummels gefehlt. Aber es ist auch aufgefallen, dass nach dem Wechsel (Kedira auf der 6-er Position und Lahm auf seiner angestammten AV-Position) plötzlich mehr Struktur ins deutsche Spiel kam. Warum allerdings Klose, der so manches Ding, was seine Kollegen gestern in aussichtsreichen Positionen versemmelt haben, mit traumhafter Sicheheit eingenetzt hätte, nicht aufs Spielfeld durfte, wird wohl auch Löws Geheimnis bleiben?


    Bei den Toren unserer Elf stand wohl auch der Zufall Pate. Denn Schürle wollte den Ball gewiss nicht auf diese Weise in Richtung Tor abfälschen. Auch hätte der freistehende Özil sofort aufs Tor schießen können, statt den Ball quer zu passen. Denn beim Nachschuß mußte der Ball zwischen Torwart und 2 Abwehrspielern hindurch. Im Normalfall kann einer das Leder abwehren. Von Kalkül oder einstudierten Ballstaffetten kann hier wohl kaum die Rede sein. Erst recht nicht, wenn man sich Müllers Stolperer nach dem Freistoß vor Augen führt.


    Unser Team hat gewonnen - mehr nicht! Die Welt an für 120 Minuten zugeschaut, jedoch nur in kurzen Augenblicken den Atmen angehalten. Die Spieler können sich sicherlich noch steigern, aber das Trainerteam ebenfalls.


    Mit Frankreich erwartet uns nun ein euroäisches Team, das wie Phönix aus der Asche aus dem frühen Ausscheiden bei der letzen WM gestärkt voller Elan antritt. Wer glaubt, es würde reichen, einen Benzema an die Kette zu legen, der wird sein "blaues Wunder" erleben. Und sollte Löw nochmals auf die Idee kommen, mit der gleichen Taktik und Mannschaftsaufstellung wie gegen Algerien anzutreten, können sich Weidenfäller und Zieler schon direkt nach dem Anpfiff warm laufen. Denn soviel Dusel wie gestern hat auch unser Weltklassekeeper (der im Gegensatz zu den Flutschfingern fast alle Bälle festhalten kann) nicht immer!


    Ich erwarte auch gegen Frankreich ein spannendes und hoffentlich mit mehr Tempo geführtes Spiel auf Augenhöhe! Klare Favoriten gibts unter den Top 8 der Welt nicht mehr! Hier entscheiden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Aber so sollte es ja auch sein, wenn alle ein Fest feiern wollen!

    @Uwe


    Natürlich ist die Frage nach der Zielgruppe für dieses Buch berechtigt. Dies läßt sich bei diesem Buch aber nicht so leicht beantworten, weil im wissenschaftlichen Teil eine Menge von Fragen beantwortet werden, für die bei den meisten von uns das Grundwissen fehlte und man deshalb auch nicht wußte, warum manche Dinge besonders erfolgreich sind. Auch beim Thema, zu welchen geistigen Fähigkeiten Kinder und Jugendliche in der Lage sind und wie es sich durch geeignetes Trainer noch verbessern läßt, haben die Verfasser sehr gute Arbeit geleistet.


    Probleme macht es gelegentlich, wenn auf Basis theoretischen Wissens kausale Zusammenhänge in die Praxis transferiert werden. Denn das, was die Fachwelt noch heute für das Optium hält, kann morgen schon eine Veränderung wiederfahren. Egal, ob es die klassische Beschreibung der benötigten Kreativität in Abwehr, Mittelfeld oder Angriff ist oder ob man sich gerne eine langfristig gültigen Maßstab an Stars wie Iniesta oder Xavi wünscht. Selbst, wenn sich alles doch stetig in Veränderung befindet, lassen sich Merkmale filtern, auf dessen Erkenntnisse den Weg für neue Möglichkeiten bahnen.


    Jedoch wird die Wandelbarkeit als Form der Anpassung als Ausdruck von Kreativität sehr gut beschrieben. Dazu passen die unzähligen Beispiele von Matthias Nowak sehr gut. Denn man muß wirklich erst mit den eigenen Augsen sehen, was dabei passieren um zu verstehen, warum es passiert.


    Die Verfasser haben in meinen Augen eine wichtige Arbeit geleistet, weil sie aus den bereits vohandenen Puzzle sinnvolle Zusammenhänge ableiten konnten und dem interessierten Leser so Trainingsmöglichkeiten für seinen Bedarf an die Hand geben.


    So ein Buch, das Theorie und Praxis auf geniale Weise vereint, hat noch gefehlt und schließt eine Lücke zwischen den vielen praktischen und einigen theoretischen Büchern über die Trainingslehre.

    Euskaltel


    Erst einmal vielen Dank für die klärenden Worte.


    Aber selbst, wenn die von der Kreisliga eine Liga höher in die Bezirksoberliga (hier Bezirksliga) aufgestiegen sind, dann sind die doch gerade einmal mit einer Mannschaft in den untersten Bereich des Leistungsfussball aktiv, was doch ganz und gar nicht dem entspricht, was man sich unter einem NLZ vorstellt. Denn ein NLZ soll doch den sportlichen Unterbau eines Profivereines oder obersten Amateurbereich bilden. In welcher Liga spielt denn deren 1. Seniorenmannschaft?


    Andererseits kann das Verhalten dieses NLZ-Leiters einiges erklären. Denn die Abwerbung nach der "Rasenmäher-Methode" wir nur dort angewendet, wo es keine ausreichenden sportliche Reverenzen einer jahrelangen erfolgreichen Jugendarbeit gibt. Doch die Vereine, die mit dieser Form der aggresivem Abwerbepolitik ihren Bedarf decken wollten, haben in der Vergangenheit vielfach Schiffbruch erlitten. Teilweise mußte man den Jugendbereich komplett neu aufbauen, weil weder Trainer noch Spieler bzw. deren Eltern sich mit dieser Form der Jugendarbeit identifizieren konnten.


    Scheinbar gibts in Bayern noch Ecken, die von den Fehlversuchen im großen Rest des Landes noch nichts mitbekommen haben? Denn auch, wenn teilweise mit harten Bandagen um besonders hochveranlagte Talente gekämpft wird, so braucht es doch eine seriöse Ausbildung durch entsprechende Rahmenbedingungen.


    Wer seine sportlichen Ziele nur durch Schwächung seiner Konkurrenten erreichen kann, der braucht andere Trainer und Funktionäre. Denn mit den besten Spielern aus der Umgebung kann selbst ein Platzwart den Meistertitel erringen. Oder anders ausgedrückt, wer ausschließlich mit den in anderen Vereinen ausgebildeten Spielern Erfolge erzielen kann, der traut seinen eigenen Trainer nicht sehr viel zu!

    Günter


    Bin dir noch eine Antwort schuldig! Seit eine Reihe von Jahren erfolgt in den Niederlanden die Nachwuchs-Leistungsausbildung von der C bis einschließlich der A-Jugend nach dem 4 : 3 : 3 System. Hierbei wird nach wie vor großen Wert auf das 1 gegen 1 im Feld wie auch eine insgesamt sehr offensive Mannschaftsausrichtung trainiert. Erst in der A-Jugend wird diese 4 : 3 : 3 Mannschaftstaktik gegnerabhängig variiert. Bezogen auf das Spiel der Niederlande gegen Spanien bedeutet die mannschaftstaktische Ausbildung, dass sie es gewohnt sind, in einem der 3 Blöcke (Angriff, Mittelfeld, Abwehr) ein Überzahlspiel zu erwirken. Wenn van Gaal also gegen Spanien im 3 : 5 : 2 System hat spielen lassen, so ist dies etwas, was die Holländer bereits aus ihrer Jugend kennen. Es war gegen Spanien deshalb besonders wirklungsvoll, wenn es das Spiel der Spanier war, im Mittelfeld ihr Spiel aufzuziehen. Weil dort jedoch 5 niederländische Mittelfeldspieler auf sie warteten, die Räume eng hielten, war es gegen die teilweise über ihren Leistungszenit hinaus spielenden Spanier nach zu ihrem Spiel.


    Aber sowohl bei den Holländern und den Deutschen klaffen Lücken zwischen den Blöcken. Insbesndere die Rückwärtsarbeit der Offensivkräfte bei der Balleroberung funktioniert nicht gut. Denn für ein über das gesamte Spiel und Turnier realisiertes Gegenpressing reicht die Kraft nicht. Also muß man Kompromisse wählen. Bei den Niederländern ist es die 5-er Kette im Mittelfeld. Sie soll bei Bedarf gegen ein 4 : 4 : 2 gewechselt werden können. Aber ob das funktioniert, wird man erst wissen, wenn stärkere Gegner auf sie warten. Wir hätten sicherlich mehr Einblicke bekommen, wenn nicht die Mexikaner nach ihrer 1 : 0 Führung nur auf Ergebnisverteidigung beschränkt hatten. Aber ein Abwehrbollwerk gegen 11 stürmende Niederländer anzulegen, das erscheint schon einem Selbstmordkommando gleich. Gegen die muß man spielen und weitere Tore erzielen. Denn dann lassen sie rasch die Köpfe hängen und es fällt ihnen nichts Neues ein!


    Was wäre gewesen, wenn Hüntelar nicht mit Wut im Bauch auf den Rasen gestürmt wäre und ohne jedes Risiko das erste Tor vorbereitet und das Siegtor selbst geschossen hätte?


    Es wird auch heute abend wohl ein knappes Ergebnis werden, bei dem der Zufall Pate steht! Von einem Plan eine WM zu gewinnen, lass uns erst sprechen, wenn die WM vorbei ist!

    Liebe Trainerkollegen,


    nachfolgend findet ihr die TW-Rückspielregeln


    1. Diese Bestimmung besagt, dass es dem Torwart nicht gestattet ist, den Ball mit seinen Händen zu berühren, wenn das Zuspiel durch einen Mitspieler der eigenen Mannschaft kontrolliert per Fuß oder Einwurf erfolgt ist.
    Ansonsten darf der Torwart den Ball in seinem Strafraum grundsätzlich mit den Händen spielen.
    Es gelten folgende Besonderheiten der Rückpassregel:
    2. Der Torwart darf den Ball trotzdem mit der Hand berühren, wenn er ihm von seinem Mitspieler z. B. mit dem Kopf, der Brust oder dem Knie zugespielt wurde.


    3. Wendet der Spieler dabei nach Auffassung des Schiedsrichters jedoch einen Trick an und spielt auf unkonventionelle Weise, um die Bestimmung zu umgehen, handelt er unsportlich. Er ist hierfür zu verwarnen und ein indirekter Freistoß ist an der Stelle auszuführen, wo er den Verstoß beging. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Torwart in der Folge den Ball mit den Händen berührt hat oder nicht. Geahndet wird der Verstoß des Feldspielers.


    4. Der Torwart darf den Ball ebenfalls mit der Hand berühren, wenn das Zuspiel des Mitspielers offensichtlich unkontrolliert erfolgte, z. B. durch einen Pressschlag oder „Querschläger“.


    5. Der Torwart muss einen Ball, der ihm regelkonform zugespielt wurde, nicht unmittelbar in die Hand nehmen. Er darf diesen auch zunächst mit dem Fuß annehmen, damit verliert er nicht das Recht, den Ball doch noch mit der Hand zu berühren.


    6. Allerdings lässt sich die Rückpassregel nicht dadurch umgehen, dass der Torwart den Ball zunächst mit dem Fuß annimmt und ihn später aufnimmt, wenn das Zuspiel nicht regelkonform erfolgte.


    7. Erfolgt das Zuspiel regelkonform, so darf der Torwart den Ball auch außerhalb des Strafraums annehmen, diesen in den eigenen Strafraum dribbeln und ihn dort aufnehmen.
    Außerdem existieren damit im Zusammenhang weitere den Torhüter betreffende Regeln:
    8. Der Torhüter darf den Ball nur maximal 6 Sekunden „kontrollieren“, also in den Händen halten.




    9. Hat der Torwart den Ball kontrolliert und gibt diesen frei, indem er ihn beispielsweise mit dem Fuß dribbelt, darf er den Ball nicht wieder mit den Händen berühren oder gar aufnehmen. Das reine Prellen des Balles auf den Boden oder das Werfen in die Luft gilt nicht als Freigabe.


    10. Er darf den Ball erst wieder mit der Hand berühren, nachdem ihn ein anderer Spieler berührt hat und dabei die Bestimmungen der Rückpassregel eingehalten werden.


    11. Wehrt der Torwart den Ball mit der Hand absichtlich ab, obwohl er ihn hätte sicher fangen können, gilt auch das als Kontrolle des Balles und lässt dessen spätere Wiederaufnahme nicht zu.
    Eine Missachtung der Rückpassregel sowie der anderen genannten Regeln führt zu einem indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft an jener Stelle, an der der Torwart den Ball regelwidrig berührt hat.
    Sollte dies innerhalb des Torraums geschehen sein, wird der Freistoß auf die Torraumlinie zurückverlegt.

    Günter


    Wie lange ist das her? Denn für mich stammen diese Angaben "aus dem Schlaraffenland"! Im Norden oder Westen würdest du für diese Angaben nur ein müdes Lächeln ernten! Außerdem laufen diese Zahlungen eher selten über die offiziellen Vereinsbücher, sondern vom Sponsor über den Senioren-Obmann an die Spieler!

    Wie sollte es auch anders sein, kommen mal wieder Seitenhiebe aus Bayern, genauergesagt vom selbsternannten Chefkritiker Paul Breitner über Jurgi Löw und Co. Nach Breitners Meinung steht es diesen Leuten nicht an, ihr Team vor dem WM-Spiel gegen Algerien "kleinzureden", sondern sie hätten mit breiter Brust als klarer Fovorit ihre Leistungen abzurufen, die dann allemal reichen müßten, um die Wüstensöhne dorthin wieder zurück zu schicken.
    Ähnlich wie Franz Beckenbauer, der nach dem Titelgewinn 1990 tönte, der Deutsche Fussball sei über Jahrzehnte hinweg nicht mehr von der Weltspitze zu verdrängen, hat auch Paul Breitner die Veränderungen im Weltfussball nicht wirklich mitbekommen. Denn schon längst zeigen "Fussballzwerge" den Etablierten, wo der Hammer hängt! Denn ihre Stars spielen seit Jahren in den Topligen und bringen nicht nur ihre Fähigkeiten sondern auch das Know-How mit ihre Heimatteams.
    Schon jeder der vermeintlichen Favoriten hat sich beireits mindestens einmal eine Blöse gegeben. Das sollte doch auch Paul Breitner nicht entgangen sein.


    Von mir aus darf er seinen Münchener Club kritisieren, wie er will, für die Nationalmannschaft sollten jedoch andere Maßstäbe gelten!

    @Trainerin90


    Chris hat recht, denn es gibt unterschiedliche Detailregelunen beim Zweitspielrecht. Es war seinerzeit angedacht, um z.B. Studenten, im entfernt liegenden Studienort die Möglichkeit zu gewähren, auch dort spielen zu dürfen, ohne vom Heimatverein aus wechseln zu müssen.


    Bei den Mädchen war es u.a. auch der DFB, der darauf drängte, besonders talenierte weibliche Jugendspielerinnen zusätzlich zur Heimat-Mädchenmannschaft übers Zweitspielrecht in einer weiteren Jungenmannschaft spielen zu lassen, um dort auf höherem Niveau gefördert zu werden.


    Wenn ein kleiner Verein nicht durchgängig Jugendmannschaften hat, so kann ein Spieler auch über ein jährlich neu zu beantragendenes Gastspielrecht bei einem anderen Verein kicken, ob den Heimatverein verlassen zu müssen.


    Die Regelungen sind jedoch in den Verbänden unterschiedlich. So kann der eine Verband den Mädchen ein Recht gewähren, in einer Mädchenmannschaft spielen zu dürfen, während ein anderer Verband den Mädchen ersatzweise auferlegt, in einem Jungenteam zu kicken, wenn es kein Mädchenteam in diesem Verein gibt.