Chris und günter
Können wir uns darauf einigen, das wir ausschließlich über den Vereinswechsel im Breitensportbereich (also einschließlich Kreisliga) sprechen? Im Breitensportbereich bedarf es nach meiner Meinung Veränderungen. Ob es die flexible Mannschaftsgröße im unteren Bereich oder bei kleineren Vereinen ist oder ob es um den reinen Freundschaftsspielbereich geht, wenn kein ausgebildeter Trainer zur Verfügung steht. Das Geld darf im Breitensport nicht die Rolle einnehmen, die es auch durch die Transferregelungen bekommen hat. Finanzielle Interessen wiederstreben dem ehrenamtlichen Leitgedanken unserer Breitensportvereine.
Auch die Argumente für eine Beibehaltung hören sich nur auf den ersten Blick gut an. Warum glaubt man nur immer, dass nur der Verein ein Recht auf Planungssicherheit hat? Warum soll nicht auch ein Spieler das Recht für sich in Anspruch nehmen dürfen, seine Freizeit an einem anderen Ort bei einem anderen Verein planen zu dürfen? (Aber wie Chris schon richtig sagt, wenn der Spielerwechsel mitten in der Saison zur Abmeldung einer Mannschaft führt, dann darf wohl angenommen werden, dass die Hauptursache im Verein selbst liegen.)
Eine Verlängerung der Wechselsperre, die dann nur noch im Sommer möglich ist, löst das Problem des Wechselwunsches nicht. Sonst könnte man ja einen Vereinswechsel (nach Vereidigung auf den Heimatverein) ganz ausschließen und hätte damit alle Wechselprobleme auf einen Schlag gelöst. Jeder Wechselwunsch hat andere Gründe, aber nur selten werden sie durch die aktuelle Wechselbedingungen gut gelöst, weil die Interessen des Vereins vorrangig betrachtet werden. Eine ausgewogene Regelung würde allen Beteiligten helfen sich zu einigen.
Gute Jugendabteilungen zeichnen sich dadurch aus, dass die eigenen sportlichen Ziele dadurch kontinuierlich verbessert werden können, weil sich die Spieler und Trainer durch geeignete Rahmenmaßnahmen besonders wohl fühlten. Wer dieses seltene Glück hat, der ist nahezu immun gegen Abwerbeversuche.
Es ist jedoch ein Unding, innerhalb eines Wechsels im Breitensportbereich über Ausbildungsentschädigungen zu verhandeln! Frühestens beim Wechsel in den Seniorenbereich sollte man über eventuelle Ausbildungsentschädigung reden. Innerhalb des Jugendbereichs handelt es sich lediglich um "Wasserstandsmeldungen", weil weder feststeht, ob jemals die höheren Anforderungen im Seniorenbereich erreicht werden, noch ob der Jugendliche später überhaupt Lust hat, mehr aus seinem Hobby zu machen.
Mir geht es um einfache Regelungen für die Masse der Vereine im Breitensportbereich. Ich würde mich freuen, wenn hier ausschließlich Argumente für diese Zielgruppe ausgetauscht werden.
