Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Chris und günter


    Können wir uns darauf einigen, das wir ausschließlich über den Vereinswechsel im Breitensportbereich (also einschließlich Kreisliga) sprechen? Im Breitensportbereich bedarf es nach meiner Meinung Veränderungen. Ob es die flexible Mannschaftsgröße im unteren Bereich oder bei kleineren Vereinen ist oder ob es um den reinen Freundschaftsspielbereich geht, wenn kein ausgebildeter Trainer zur Verfügung steht. Das Geld darf im Breitensport nicht die Rolle einnehmen, die es auch durch die Transferregelungen bekommen hat. Finanzielle Interessen wiederstreben dem ehrenamtlichen Leitgedanken unserer Breitensportvereine.


    Auch die Argumente für eine Beibehaltung hören sich nur auf den ersten Blick gut an. Warum glaubt man nur immer, dass nur der Verein ein Recht auf Planungssicherheit hat? Warum soll nicht auch ein Spieler das Recht für sich in Anspruch nehmen dürfen, seine Freizeit an einem anderen Ort bei einem anderen Verein planen zu dürfen? (Aber wie Chris schon richtig sagt, wenn der Spielerwechsel mitten in der Saison zur Abmeldung einer Mannschaft führt, dann darf wohl angenommen werden, dass die Hauptursache im Verein selbst liegen.)


    Eine Verlängerung der Wechselsperre, die dann nur noch im Sommer möglich ist, löst das Problem des Wechselwunsches nicht. Sonst könnte man ja einen Vereinswechsel (nach Vereidigung auf den Heimatverein) ganz ausschließen und hätte damit alle Wechselprobleme auf einen Schlag gelöst. Jeder Wechselwunsch hat andere Gründe, aber nur selten werden sie durch die aktuelle Wechselbedingungen gut gelöst, weil die Interessen des Vereins vorrangig betrachtet werden. Eine ausgewogene Regelung würde allen Beteiligten helfen sich zu einigen.


    Gute Jugendabteilungen zeichnen sich dadurch aus, dass die eigenen sportlichen Ziele dadurch kontinuierlich verbessert werden können, weil sich die Spieler und Trainer durch geeignete Rahmenmaßnahmen besonders wohl fühlten. Wer dieses seltene Glück hat, der ist nahezu immun gegen Abwerbeversuche.


    Es ist jedoch ein Unding, innerhalb eines Wechsels im Breitensportbereich über Ausbildungsentschädigungen zu verhandeln! Frühestens beim Wechsel in den Seniorenbereich sollte man über eventuelle Ausbildungsentschädigung reden. Innerhalb des Jugendbereichs handelt es sich lediglich um "Wasserstandsmeldungen", weil weder feststeht, ob jemals die höheren Anforderungen im Seniorenbereich erreicht werden, noch ob der Jugendliche später überhaupt Lust hat, mehr aus seinem Hobby zu machen.


    Mir geht es um einfache Regelungen für die Masse der Vereine im Breitensportbereich. Ich würde mich freuen, wenn hier ausschließlich Argumente für diese Zielgruppe ausgetauscht werden.

    Günter


    Ich denke, du repräsentierst mit deinen Ansichten den Teil des Vereins, der nie etwas Anderes kennengelernt hat und meint, deshalb am besten alles so bleiben, wie es ist! Ich hatte das Glück, den Fussball ein zweites mal zu entdecken. So hatte ich die Gelegenheit, mir mit der nötigen Entfernung zum Vereinsgeschehen ein Bild zu machen. Vollständig ist es sicher nicht geworden, sonst wäre ich mir in einigen Punkten sicherer. Deshalb stelle ich meine Thesen zur Diskussion. Aber ich stelle mich auch dazu und sei es nur darum, eigene Irrtümer zu erkennen und zu überwinden.


    Hier mal ein paar Kommentare zu deinen Anmerkungen:


    1. Ich lass mir doch nicht vorschreiben, wofür ich mein Geld sponsere ...
    Ja, würde es dank des großen Mitgliederinteresses eine Regelung geben, wonach Tricotsätze sinnvoll ausgetauscht werden, dann bräuchte es das Geld des Trainers nicht. Aber Tricots, Trainingsanzüge, Aufwärm-Pullis usw. haben eigentlich nur sekundär etwas mit Fussball zu tun. Jedoch werden diese Utensilien sehr gerne von Sponsoren und Vereinsverantwortlichen immer dann in den Mittelpunkt gerückt, wenn sie damit für sich öffentliches Interesse (Werbung) erzeugen können. Aber nur deshalb, weil das in eurem Verein (wie leider in vielen anderen auch) nicht zeitgemäß geregelt ist, kommt es dazu, dass es diesen Sponsorenwildwuchs gibt. In den regionalen Zeitungen wimmelt es nur so von Mannschaftsbildern mit gesponsorten Sportklamotten. Aber erhöht soetwas die Nachhaltigkeit vom Spaß am Fussball? Wohl kaum - es wirkt eher neutral.


    2. Komm mir keiner, der Tabellenplatz wäre für Jugendliche nicht wichtig!
    Klar ist er das, aber er entscheidet nicht darüber, ob man Fussball spielt oder aufhört! Sonst müßten die Vereine, deren Teams ganz unten gelandet sind, sich nach jeder Saison neue Mannschaften suchen. Letzendlich entscheidend ist für alle Hobbyfussballer der dauerhaft erlebte Spaß am Fussball. Die alleinige Fixierung auf die Meisterschaft ist, wenn überhaupt das erklärte Ziel von Trainer und Vereinsverantwortliche. Ein Verein, der lediglich Saisonziele verfolgt, wird schon deshalb starke Schwankungen erleben, weil es ihm an mittel- und langfristigen Zielen fehlt.


    3 Kassenprüfung nicht mehr durch Laienprüfer
    Ganz einfach, indem man das Vereinsrecht ändert. Es ist nach meiner Meinung deshalb notwendig geworden, weil sich die Rechtsverhältnisse aus der Vereinsgründerzeit zum jetzigen Zeitpunkt grundlegend verändert haben. Zur damaligen Zeit ging es lediglich um die Verwendung von Mitgliederbeiträgen. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Bilanzsummen jedoch deutlich erhöht, sodass eine bessere und professionelle Bilanzprüfung ratsam erscheint.


    4. Aufwandsentschädigung
    Ich möchte die Aufwandsentschädigung nicht abschaffen, sondern transparent machen! Dadurch soll sichergestellt werden, dass lediglich Aufwand angemessen entschädigt wird und sich dahinter keine geldwerten Vorteile oder Honorare verstecken. Denn das muß versteuert werden! Aber das hat in einem Breitensportverein nichts zu suchen, weil es den Prinzipien des Ehrenamts widerspricht!


    Es will mir scheinen, als ob bei den Vereinsverantwortlichen die Not herrscht, von liebgewonnenen Privilegien abschied nehmen zu müssen? Ob es darum geht, am breiten grauen Legaitätsrand der Sponsorenwirtschaft völlig freien Handlungsspielraum zu genießen oder ob es darum geht, über die Situation der aktiven Spieler im Verein nach dem momentanen Interesse zu entscheiden? Das können doch keine verlässlichen Werte sein, die unsere Vereine im Breitensport nachhaltig sichern! Gerade die starke finanzielle Abhängigkeit von Sponsoren kann doch schwerlich mit den langfristigen Zielen aller Mitglieder eines Vereins vereinbart werden? Allerdings ist mir auch klar, dass einige Sponsoren sich ein neues Spielzeug suchen, wenn sie sich im Fussballverein nicht mehr das Sagen erkaufen können. Aber wäre das denn schlechter?

    Kobi


    Du hast dich für den Trainerjob entschieden, ohne wirklich zu wissen, was dich erwartet?


    Der User Rasenschach hat es auf die wesentlichen Punkte reduziert. Ich möchte es gern noch um: "was möchtest du" ergänzen.


    Aus der Beschreibung deiner Situation geht hervor, dass du dringend einen Trainerkollegen brauchst, der dich zuverlässig unterstützt. Sinnvoll sind sicher auch Kurzseminare in deiner Näche über das Training in deinem Altersbereich. Denn dort bekommst du jede Menge Infos fürs Training und den Spielen.


    Insbesondere sind in dieser Altersgruppe die relativ kurzen Konzentrationsintervalle kombiniert mit einem ständigen Bewegungsdrang zu nennen. Viele kurze Übungen in kleinen Gruppen mit unterschiedlichen, altersgerechten Inhalten und teilweise unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in der Trainingsgruppe führen zum Spaß am Fussball und zum Spaß an der Leistung.


    Dein Training und deine Art mit Kindern und Eltern umzugehen entscheiden schließlich darüber, wie hoch die Priorität zum Fussball ist. Ist sie hoch, dann ist auch die Trainingsbeteiligung hoch und die sportlichen Erfolge eine logische Folge daraus. Sollte sie niedrig sein, solltest du gemeinsam mit einem erfahrenen Trainer deines Vertrauens (im günstigsten Fall mit dem Jugendleiter) und 1 - 2 Elternvertreter die Ursachen dafür ergründen.


    Wenn also in Kürze ein Elternabend ansteht, dann nehme auch die Eltern etwas stärker in die Verantwortung. Sie wollen, das ihre Kinder Spaß am Fussball entwickeln. Doch ohne ihre ausreichende Unterstützung ist das nicht möglich.


    Damit komme ich zum Schlußpunkt! Was willst du? Kann es sein, dass du dich im Verein mit deinen Problemen alleine gelassen fühlst?

    Liebe Trainerfreunde,


    für mich ist auch dieses Beispiel mal wieder so ein Fall, in der durch Intransparenz unterschiedlichster Interessen ein Vereinswechsel erzwungen werden soll. Erschwerend kommt hinzu, dass die Interessen der Breitensportlers nur nebenbei interessieren, weil in der Hauptsache die Interessen des abgebenden bzw. aufnehmenden Vereins gewürdigt werden.


    Dabei handelt es sich hier um 2 jugendliche Hobbyfussballer, die eigentlich nichts anderes wollen, als Spaß am Fussball zu haben. Aber dieser Spaß wird ihnen durch das komplizierte Wechselrecht gehörig versalzen!


    Um die berechtigten Rechte von Hobbyfussballern zu stärken, bedarf es einer Vereinfachung des Wechselrechts.


    Hier mal ein Diskussionsvorschlag:


    a. grundsätzlich ein Vereinswechsel ist einem Hobbyfussballer jederzeit möglich (dadurch besteht Rechtsgleichheit, weil auch der Verein dem Mitglied jederzeit kündigen kann.)
    b. legt der abgebende Verein schriftlich unverzüglich (meint sofort) Widerspruch ein, so entscheidet die Schiedsstelle (z.B. in Personalunion mit dem Staffelleiter) des Kreises kurzfristig (max. 14 Tage) gemeinsam mit den Parteien über den Wechsel. Erscheint einer der Parteien nicht, so hat er einen bevollmächtigten Vertreter zu entsenden. Erscheint auch der nicht, so sind die bei der Schiedstelle getroffenen Vereinbarungen auch ohne Teilnahme bindend.


    Kommentar:
    Statt bei jeder Wechselperiode Unmengen an Energie, Aufwand und Verärgerung aufgrund des immer komplexer werdenden Wechselrechts zu entfalten, sollte es m.E. eine neutrale Beratungsstelle (Schlichter) pro Fussballkreis geben, die sofort bei Uneinigkeit angerufen werden kann. Dadurch werden die heutigen, teilweise monatelangen Streitigkeiten überflüssig.


    Wechselperioden brauchen wir im Breitensportbereich nicht. Die immer wieder von den Vereinen angeführte Planungssicherheit existiert doch gar nicht. Denn wenn es mal richtig knallt, können die Spieler ohnehin nicht gezwungen werden, weiterhin zum Training und den Spielen zu erscheinen.


    Der Fussball als Hobby im Verein soll wieder in den Mittelpunkt rücken. Fussball ohne Ehrenamt ist im Breitensport undenkbar. Die in einem Verein aktiven, ehrenamtlichen jugendlichen und erwachsenen Hobbyspieler sind nicht käuflich über eine Ablösesumme zu erwerben. (Das Transferrecht wird für den Breitensport ausser Kraft gesetzt.)


    Der ehrenamtliche Breitensport sollte eine Würdigung aufgrund des gesellschaftlichen Wertes erfahren. Neben den Mitgliedereinnahmen decken diese Förder-Umlagen den finanziellen Bedarf des Vereins im Breitensportbereich. Spenden sind erwünscht, jedoch nur unter der Veraussetzung, das die Gelder nach den Interessen aller Vereinsmitglieder zu verwendet werden. Alle eingehenden Spenden sind zu quittieren und buchhalterisch auszuweisen. Die Vereinsbilanzprüfung erfolgt über die Gemeindeverwaltung. Eine Überprüfung durch Laienprüfer im Verein ist nicht statthaft.

    Nela


    Gratulation zu deinem Beitrag. Er beschreibt auf besondere und sensible Art die fragile Verbindung von Mädchen und Frauen zu einer Mannschaft.


    Besondrs gut ist dir die deutliche Trennung zwischen dem sportlichen Erfolg einerseits und dem Wunsch nach gerechter Behandlung unabhängig vom jeweiligen sportlichen Leistungsvermögen gelungen.


    Wei sich der Erfolg weitaus mehr als dem gemeinsam erlebten Spaß beim Fussballspielen, als durch einen Tabellenplatz, sollte dies auch Maßstab von Trainerentscheidungen werden.


    Aber nicht nur für Mädchen- und Frauenmannschaften, sondern auch für den Jungen- und Männerbereich sollten (wieder) mittel- und langfristige Vereinsziele in den Mittelpunkt rücken. Denn dann stellt sich nicht nur die Frage: was mache ich heute, sondern welche Ziel wollen wir gemeinsam morgen und übermorgen erreichen!


    Ich hoffe und wünsche mir, dass Marcello durch deine Beiträge dazu angeregt wird, dass nicht er allein, sondern die Mädchen und Frauen im Verein gemeinsam die Situation bestmöglich lösen können. Allerdings muß man sie, wie du so treffend formuliert hast, befragen, statt ihnen bereits vorgedachte Antworten zu präsentieren.

    @Nitram


    Da hast du mich mißverstanden. Fingersafehandschuhe sind für den Zeitraum bis zur vollständigen Heilung von kleineren Fingerverletzungen bei erwachsenen Keepern entwickelt worden. Denn die äußeren Protektoren schützen wirksam Finger und Fingergelenke. Nach dem Auskurieren sollten wieder normale TW-Handschuhe ohne Protektoren getragen werden.


    Wenn Kinder Fingerverletzungen haben, sollten sie nicht ins Tor, sondern diese Position einem anderen Mannschaftskameraden überlassen.


    Das Fingersafe-Handschuhe vor jeglichen Hand- und Fingerverletzungen schützen, ist ein Ammenmärchen, welches in der Hauptsache von Verkäufer der Sportgeschäfte verwendet wird, um die höheren Preise für diese Modelle zu rechtfertigen.


    Bei TW-Anfängern helfen die bereits beschriebenen Sicherheitsübungen und -hinweise das Verletzungsrikiso auf ein Minimum zu reduzieren.


    Statt des ständigen Wartens beim Training, bis ein anderer Trainingsteilnehmer sich die Handschuhe angezogen hat, kann permanent auf der TW-Positon gewechselt werden. (So wird es noch heute meistens im Straßenfussball gespielt!)


    Im unteren Jugendbereich kann man (wie im Schulsport im auch im Vereinssport) ganz auf Torwart-Handschuhe verzichtet werden. Denn gerade Torwart-Neulinge erlernen beim direkten Ballkontakt (ohne störende Handschuhe) unter Anleitung geschulter TW-Trainer so einfacher und schneller den Ball "begreifen" zu lernen!


    Von Torwarttraining (Jg. 2006 !) sollte man erst sprechen, wenn es sich um eine komplette Trainingseinheit handelt, die speziell für Torleute entwickelt wurde. Torwart-Übungen beschreiben die Vermittlung von Basiskenntnissen dieser Position bereits umfassend. Denn Balldruck und Handlungsschnelligkeit lassen sich erst dann trainieren, wenn die Basistechniken und -taktischen vermittelt wurden.


    Besonders beim Torwart gilt: Sicherheit geht vor Schnelligkeit!

    @open minded


    Also bei Müller und Schweini bin ich mir sicher, dass die auch fürs Penalty eine Stolpervariante auf Lager haben. Und Arien Robben wird seinen Elfmeter-Anlauf deutlich verlängern, so dass er bereits beim Anlauf vorsichtshalber über des Gegners Beine stolpert, damit es wenigstens einen Freistoß an der Strafraumgrenze gibt, falls er den Elfer vergeigt!


    Ne, aber mal im Ernst. ist es nicht die Verpflichtung eines Nationaltrainers das Beste aus seinen Beobachtungen zu machen? Wenn nun einmal der Ersatzkeeper der bessere "Elfmeter-Killer" ist, dann sollte man diese Chance für die Mannschaft im Elfmeterschießen nutzen. Beim Handball ist ein TW-Wechsel beim Sieben-Meter etwas ganz Normales. Warum sollte man soetwas nicht auch fürs Elfmeterschießen im Fussball machen? Meist sind es die einfachen Dinge, die den Vorteil bringen! Bislang wurden hin und wieder "elfmetersichere Schützen" kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit eingewechselt. Jetzt ist eben mal der Keeper dran! (Allerdings sind sind die Unterschiede zwischen Stamm- und Reservekeeper marginal, weil auch der Stammkeeper über sagenhafte Reflexe und eine überdurchschnittliche Explosivität in seiner Sprungkraft verfügt.)


    Dass jetzt die ganze Welt über Trainer van Gaal spricht, mag verwundern, wo ihm doch Versagen beim FC Bayern nachgesagt wurde. Wie jedoch im Nachhinein von den Bayern-Spielern zu erfahren war, genosss der Trainer in der Mannschaft durchaus großes Ansehen. Aber mag ein Verein noch so groß sein, 2 Leithammel verträgt er nun einmal nicht. Wenn dann der eine noch ein "Feierbiest" ist, dann kann`s nicht gutgehen. Wie aber schon der Ex-Bayern-Trainer wußte: "Was erlauben .... Ein Trainer ist kein Idiot ...!"

    Zodiak


    Es geht mir konkret darum alternative Vorschläge zur jetzigen Vereinswechselregelung im Hobbyfussball, insbesondere im Jugendbereich zu erarbeiten. Denn die aktuelle Regelung mit der Androhung von Sperre und Ausbildungsentschädigung zur Gewährung einer Planungssicherheit und einer für größere Vereine zu leicht gemachten Abwerbung von Leistungsträgern mag in Ausnahmefällen eine gute Lösung sein. Im Regelfall resultiert der Wechselwunsch im Hobbybereich jedoch aus anderen Gründen. Diese sehr vielfältigen Ursachen von ungünstigen Rahmenbedingungen im Jugendbereich der Vereine werden hier bereits jahrelang dokumentiert.


    Bei einer Korrektur der derzeitigen Vereinswechselregelungen sollten die Interessen der Kinder genauso hoch bewertet werden wie die der Vereine.


    Gelingt dies nicht, wird die aktuelle Regelung bei korrekter Antragsstellung juristisch gekippt werden. Die aufgrund eines Urteil erzeugte Unruhe und Unsicherheit kann ebenfalls negative Auswirkungen auf den Vereinssport haben. Soweit sollte man es nicht kommen lassen, denn der Kinderfussball hat in den Vereinen sein zuhause. Dort sollte er auch bleiben, jedoch unter geeigneten Rahmenbedingungen!

    @Nitram


    Als Deutsch-Holländer gäbe es nichts schöneres für mich, wenn es dieses Finale gäbe! Aber das voraus zu sagen, wäre vermessen. Denn es sind jeweils kleine Faktoren, die über Sieg und Niederlage entscheiden.


    Zu schnell wird nach dem Sieg unserer Elf gegen Frankreich vergessen, wer das einzige Tor erzielt hat, wie wenig Torchancen kreiiert wurden und wie sie versemmelt wurden! Im Team der Deutschen muß ich wirklich Manuel Neuer ein großes Lob aussprechen. Denn er straft seine Kritiker fortwährend Lügen, die ihm eine eher durchschnittliche, beidfüssige Ballbehandlung vorwarfen. Auch hat Manuel sein Torwartverhalten in zwei weiteren Punkten verändert. Das Stellen der "Ein-Mann-Mauer" außerhalb des Strafraums wurde bereits erwähnt. Hinzu kommt die Position der Arme und Hände bei Torschüßen aus mittlerer Distanz. Er hat erkannt, dass der Armeweg zu allen Seiten hin gleich lang sein muß, will man eine gute Chance haben, einen hohen Ball noch zu erreichen. (siehe Torchance in der Nachspielzeit beim Spiel gegen Frankreich.) Manuel Neuer zeigt, dass man in jeder Altersstufe hinzu lernen kann und es mehr Gründe gibt, Neues auszuprobieren, als sich allein auf Bewährtes verlassen!
    Bei den Niederländern ist Arien Robben in der Form seines Lebens. Ihm gelingt fast alles! Auch zeigt er den Experten, wie wichtig Schnelligkeit im Fussball ist.


    Die Brasilianer und Argentinier spielen jedoch trotz ihrer Stars Neymar und Messi mit sehr ausgewogenen Mannschaftsteilen.


    Es werden winzige Fehler sein, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Die Chefstrategen der 4 noch verbliebenen Nationen werden versuchen die Nuancen in den Stärken und Schwächen zu finden. Konsequenzen daraus zu ziehen, sind jedoch in einem WM-Turnier so gut wie unmöglich.


    Natürlich wünsche ich mir einen Sieg unserer Elf. Das würde sicherlich neuen Schwung auf alle Ebenen des deutschen Fussballs bringen. Den kann er auch gut gebrauchen!

    Zodiak


    Wenn eure Themenliste noch nicht voll ist, dann würde ich mir eine Arbeitsgruppe, die sich mit Vorschlägen zur Verbesserung der aktuellen Vereinswechsel-Regelungen auseinander setzt. Denn hier gibt es seit Jahren begründete Klagen von Eltern, dass die Interessen der Kinder und Vereine vom DFB nicht ausgewogen berücksichtigt würden. Ich bin mir sicher, dass genügend Kompetenz vor Ort ist, um zu besseren Lösungsansätzen zu finden.


    Denn wie Ralf Klohr mit dem FPL bewiesen hat, braucht es manchmal den Druck von Unten, bis Oben endlich etwas passiert!

    Günter


    Nur ungern würde ich das Schlußwort, wonach unterschiedliche Vereinsinteressen der Schlüssel für eine Entscheidung für oder gegen einen Vereinswechsel sein müssen, zustimmen.


    Gibt es schon das Grundrecht auf freie Ortsbestimmung für die Berufsausübung, so müßte dies doch erst recht für die Hobbyausübung gelten. Das Recht des Vereins hat in jedem Falle nachrangig zu sein, da Grundrechte in unserem Staat an erster Stelle kommen.


    Und nur, weil es sich um nicht Volljährige Kinder und Volljährige handelt, dürfen doch nicht die Vereine stellvertretend für das Kind das Sorgerecht für die Ortsbestimmung der bei der Freizeitgestaltung übernehmen. Dieses Sorgerecht steht allein den Eltern zu. Deshalb kann ich die aktuelle Regelung überhaupt nicht verstehen. Weil es sich bei der Sperre und Ausbildungsentschädigung um eine Kann-Regelung handelt, haben die Verfasser offensichtlich selbst juristische Bedenken gehabt, für die sie später nicht zur Verantwortung gezogen werden wollen. Seltsam ist ferner, dass die Ausbildungsentschädigung nicht unbedingt vom aufnehmenden Verein, sondern auch den Eltern des Kindes gezahlt werden können. Selbst am Zweck der Zahlung bestehen große Zweifel. Wird doch im unteren Fussballbereich die Ausbildung meist von Eltern dieser Kinder unentgeltlich geleistet.


    Denn man stelle sich einmal vor, diese Regelung würde per Gerichtsurteil gekippt. Es würde danach eine Flucht zur Rückerstattung nicht gerechtfertigter Ausbildungsentschädigungen hageln. Ja, es wäre nicht einmal auszuschließen, dass Väter auf Erstattung von Fahrtkosten für die unnötige Zeit, die ihr Kind im weiter entfernten Verein verbringen muß, weil eine Sperre bzw. Ausbildungsentschädigung sonst fällig geworden wäre.


    Ich geben dir vollkommen recht, dass Eltern nur in Ausnahmefällen den Vereinswechsel ihres Kindes gänzlich überschauen können. Diese Intrasparenz wird vom abgebenden wie vom aufnehmenden Vereinen gleichermaßen für ihre Zwecke ausgenutzt. Doch der Zweck heiligt nicht alle Mittel. So wäre es die Aufgabe des DFB gewesen, eine Regelung zu finden, bei der das individuelle Grundrecht auf freie Ortsbestimmung auch für die Hobbyausübung gilt.


    Dabei müßte es ein großes Interesse in der Gesellschaft geben, dass unsere Kinder nicht zur käuflichen Ware von Vereinen werden.


    Paradox in diesem Zusammenhang sehe ich, dass der DFB einerseits im Rahmen der Eliteförderung den Eltern talentierter Kinder den Vereinswechsel in den Leistungsbereich zwecks besserer Förderung empflielt, aber dies im gleichen Maße durch die Forderung einer Geldforderung unter Strafe stellt. Ist denen denn nicht klar, dass so nicht die besten Talente dorthin wechseln, sondern nur die, wo der Vater das Geld zahlt oder wo auf eine Ablöse verzichtet wird? Für mich gibt es deshalb kaum Gründe in dieser Transferregelung, die von umfassendem Sachverstand zeugen. Für mich ist es ein Lobby-Urteil für Vereine, bei der alle anderen Interessen nicht in die Waagschale gelegt wurden.


    Weil immer mehr Vereine jedoch Abschied von den DFB-Transferregeln im Hobbybereich nehmen zeigt dies, wie sehr diese DFB-Regelung ein "Griff ins Klo" war und es Zeit ist, durch sinnvollere Wechselregelungen abgelöst zu werden.


    IWenn sich schon der DFB zu fein ist, sich erneut mit diesem Thema zu beschäftigen, dann würde ich mir wünschen, dass sich die Verbände mit ihren Vereinen an einen Tisch setzen, um aus der bereits vielfach inoffiziellen Verabschiedung der Transferregelung eine offizielle Regelung zu machen. Vielleicht zahlt man in einen Fond, aus dem sachkompetente Schlichter die Einzelfälle neutral beratend zur Seite stehen. Denn es sollte im Interesse aller Beteiligten immer eine einvernehmliche Lösung gefunden werden, bei der man sich auch ein zweites Mal ins Gesicht schauen kann.

    Günter


    Es vergeht kaum ein Tag, wo wir nicht irren. Das kann schon die nächste Ampel sein, die wir für "Grün" halten und rüber fahren.


    Welchen Grund gibt es aber, andere von Irrtümern auszuschließen. Nur weil jemand sich über einen gewissen Zeitraum mit einer Materie beschäftigt hat, kann man doch nicht sagen, dass alle, die einen weißen Kittel tragen und mit wichtiger Gesichtsmiene herumlaufen, nicht irren können.


    Dazu mal ein zugegebenermaßen komisches Beispiel:
    Ein Patient betritt das Behandlungszimmer, in dem sich eine weiß gekleidete Person mittleren befindet. Als die weißgekleidete Person keine Notiz vom Patienten nimmt, fragt dieser: "was soll ich denn jetzt machen"? Die weiß gekleidete Person reagiert etwas verwundert und meint schließlich: "na, dann ziehen sie sich schon mal aus"! Das macht der Patient auch, wartet jedoch vergebens auf eine weitere Reaktion, weshalb er fragt: "was soll ich denn jetzt machen"? Die weißgekleidete Person dreht sich genervt um und mufft den Patienen an: "weiter weiß ich auch nicht. Ich bin nur der Maler"!


    Wenn wir ständig Dinge erwarten, wollen wir doch meist nur unser Gewissen beruhigen. Damit unsere kleine Welt nicht aus den Fugen gerät, wollen wir es stets einfache Lösungen. Doch jeder kann in seinem Umfeld über Menschen berichten, über die wir uns geirrt haben. Jedoch gibt es kaum jemand zu!


    Weil irren jedoch menschlich ist, kann aus dieser Schwäche eine besondere Stärke werden, wenn wir zum Irrtum stehen und als Konsequenz unverzüglich eine Korrrektur unserer Sichtweise und unseres Verhaltens ableiten. Aber es gibt auch eine recht simple Prävention des Irrtums. Statt des ständigen Bemühens unsere Umwelt in Schubladen zu stecken, kann die Besonnenheit, dass so gut wie nichts Unmöglich als auch Unnormal ist, unser Bewußtsein treiben. Nur so kann es uns gelingen, unsere Mitmenschen zu lieben und Freude mit ihnen zu erlebenl

    Günter


    Du bringst es mal wieder auf den Punkt. Wenn ein Schiedsrichterpfiff ertönt, er danach seine Entscheidung bekannt gibt, fragen sich Spieler, Trainer und Zuschauer, was hat der Schiedsrichter nur gesehen? Im Beispiel wurde die Szene schon von einigen Usern "ausgeschmückt", wie es sich zugetragen haben könnte.


    Aber, es müßte sich eine zweite Frage anschließen: wie regelsicher sind die Beteiligten? Noch gar nicht zu Wort gekommen sind hier die Schiedsrichter. Also laßt euch nicht mehr länger bitten und tragt zur Aufklärung bei oder wollt ihr euer Publikum noch länger auf die Folter spannen. Wir müssten ansonsten annehmen, dass auch ihr nicht immer regelsicher seit und das wollt ihr doch nicht oder?

    @Jenni82


    Für die Jungs und dich tut es mir natürlich leid. Man hat Zeit und Herzblut sehr viel Schweiß in die Sache gebracht und muß zuschauen, wie der Verein einen Nachfolger ins Traineramt setzt, der nicht genügend Sozialkompetenz dafür mitbringt.


    Warum sich allerdings im Fussball besonders viele Blender und von persönlichem Ehrgeiz zerfressene Menschen herumtreiben, dass weiß ich nicht?


    Allerdings gehören bei der Übertragung des Traineramtes immer auch Vereinsverantwortliche. Dessen Aufgabe ist nicht mit der Zuordnung des neuen Trainers zur Mannschaft abgeschlossen, sondern wird über die Kontrolle zur Einhaltung von Vereinbarungen fortzuführen.


    Wenn also "der Verein" nicht reagiert, obwohl besonders viele Spieler einer Mannschaft aufhören, dann tragen auch diese Personen schuld an der Sitiuation.


    Ein Verein sollte immer langfristige Ziele haben. Personen (hier Trainer) mit kurzfristigen Zielen, denen sich alle Spieler unterzuordnen haben, widersprechen dem Kernziel und gehören dort nicht hinein!

    @open minded


    Ihr mögt vielleicht lange auf die FPL-Liga gewartet haben, aber in der Manipulation von Spielen und Meisterschaften durch den privaten Einkauf Spielern durch Sponsoren im Amateurbereich, seit ihr den anderen Bundesländern um Lichtjahre voraus. Da bleibt zu hoffen, dass der Referent Udo Steiner zum Thema "Wettbetrug" nicht mit zufällig mitgebrachten faulen Tomaten beworfen wird undmit heiler Haut davon kommt! Aber vielleicht sind die Wurfgeschosse ja schon während der Talkrunde zur WM 2014 an Wolfgang Niersbach in bierseeliger Runde verbraucht worden? Da hätte ich noch gleich eine Frage: wieviel Prozent der Teilnehmer können englisch und wissen etwas mit der "Fair-Play-Liga" anzufangen. Nicht, dass die meinen, die "Bayernliga" würde jetzt vielleicht abgeschafft? :thumbup:

    Die meisten User haben in der Frage, ob ein Rückpaß zum Torwart tatsächlich immer zurück gespielt werden müsse, richtig geantwortet. Nein, dass muß er nicht. Denn Rückpaß ist im Sinne von "zurück zum Torwart" gemeint, wobei die Ballrichtung keine Rolle spielt. Man meint ja auch nicht den Ballumfang von fast 1 Meter, wenn man sagt, der Ball muß in vollem Umfang die Torlinie überquert haben.


    Aber bei der Sache mit dem erlaubten und unerlaubten TW-Rückpaß habe ich noch keine vollständig richtige Antwort mit der korrekten Begründung gehört, weshalb ich weitere User bitten möchte, sich an dieser Aufgabe zu probieren.

    Günter


    Prima Kommentar, der für noch mehr Verwirrung sorgt. Insbesondere die Frage, ob bei einem Rückpass der Torwart immer näher als sein Mitspieler an der Tor- bzw. Grundlinie stehen muß!


    Schon komisch, dass sich hier gar keine Schiedsrichter zu Wort melden?


    Na ja, dann warte ich noch mal ab :D !

    Neymar


    Zunächst einmal haben Sir Alex und Andere bereits ausgeführt, dass es sehr wohl Spieler aus der A-Jugend-Bundesliga gibt, die in den Profibereich wechseln. Manchmal ist aber die U 23 eine Zwischenstation. Jedoch ist die Leistungsdichte in der A-Jugend-Bundesliga (trotz zunehmendem Einsatz ausländischer Talente) nicht mit der in der Senioren-Bundesliga zu vergleichen.


    Weil es sich hier um Jugendliche handelt, ist der Entwicklungsprozess noch nicht vollkommen abgeschlossen Da kann es sogar passieren, dass sich ein A-Jugend-Bundesliga-Spieler nicht mal einen Stammplatz in der Regionalliga sichern kann.


    Wer also glaubt, das ihm ein Profivertrag deshalb winkt, weil der in der A-Jugend-Bundesliga spielt, der ist auf dem Holzweg. Selbst, wenn er mit seinem Team Meister wird, bietet das noch keine Garantie für den Einstieg in den Berufsfussball.


    Zwar wollen einige Vereine ihre U 23 abschaffen, um die Ausbildung mit der U 19 abzuschließen. Doch wollen sie ihre U 23 nicht gänzlich fortschicken, sondern lediglich bei anderen Vereinen reifen lassen, um im Bedarfsfall darauf zurück greifen zu können. Diese Absicht ist aus der Erfahrungen gewonnen worden, dass der Prozentsatz der Spieler, die nach der U 23 den Sprung in den Profikader schaffen, zu gering ist.


    Es ist die Leistungsschwankung im Jugendbereich kein deutsches Phänomen. Auch in den Niederlanden, Frankreich und Spanien gibt es große Schwierigkeiten beim Wechsel vom Junioren- in den Seniorenbereich. Schaut man sich einmal die "goldenen Jahrgänge" der jeweiligen Jugendjahrgänge in den Ländern an, dann findet man einige Gründe für gute Wechsel. Jedoch bleibt noch vieles unerforscht und erscheint zufällig. Mag es mancherort ein Sättigungsfaktor sein, über Jahre hervorragende Jugendarbeit geleistet zu sein, um von anderen Vereinen überflügelt zu werden. Mögen es günstige Rahmenbedingungen der Vereine und hervorragende Trainer, die in die gesetzten Erwartungen deutlich übererfüllen. Wenn es aber schon im Seniorenbereich zu mittelfristig bedeutenden, aber nicht vollständig erklären Leistungsschwankungen kommt, so ist diese im Jugendbereich um einiges höher.


    Ein Meistertitel in der A-Jugend ist eine Momentaufnahme. Die Einzelleistungen bedürfen trotzdem einen Vergleich mit den hohen Anforderungen im Profibereich. Schließlich muß es für die Position auch einen Bedarf geben. (Außenverteidiger sind momentan sehr gefragt :D )