Beiträge von TW-Trainer

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Günter


    Ich denke, du triffst den Kern der "Ausbildung" schon recht gut, indem du sagst, dass ist ausschließlich die Aufgabe von Leuten, die dafür ausgebildet sind und auf grunddessen einen bestimmten Zweck (Leistungsfussball) verfolgen.


    Für den Breitensport, insbesondere den KIFU sollte der Trainer den Kindern andere Aufgaben haben. Denn hier soll allenfalls die Voraussetzung für eine mögliche, spätere Entscheidung vermitteln, die nur in Ausnahmen für besonders taleniterte Spieler gewünscht ist. Hier gilt es den Spaß am Fussball. Alles was dabei stört (z.B. leistungsorientierte Teilung in Stamm- und Auswechselspieler), gilt es zu eleminieren.


    Hinzu kommt ein weiterer Faktor: das ist die Anpassung des Konzepts auf den Verein. Denn es wurde bereits gesagt: ein kleiner Dorfverein im Breitensportbereich braucht andere Regeln als ein großer Stadtverein im Leistungsbereich.


    Und wo das noch nicht der Realität entspricht, da gilt es darum zu kämpfen. Wie Ralf Klohr um einfache KIFU-Regeln für das Verhalten der Erwachsenen (Trainer und Zuschauer) gekämpft hat, kann nun jeder Einsichtige in seinem Verein darum kämpfen, einfache Regeln für den Breitensport zu schaffen.


    Nur selten wird man "alte Gewohnheiten" sofort in eine gewünschte Neuerung umwandeln können. Aber man kann sein Ziel ja auch in mehreren Schritten erreichen.


    Wo es realistische Ziele gibt, da gibt es auch kaum Mißverständnisse.

    @Uwe und Matthias


    Erst einmal vielen Dank für das aufschlußreiche Interview!


    Nur gut, dass Matthias Nowak an seine Idee geglaubt und nicht gleich aufgegeben hat.


    Mir ist es übrigens ähnlich ergangen, als ich für meine "Multitasking-Übungen" vor über einem Jahrzehnt anfangs Kopfschütteln bei den Trainerkollegen erntete. Erschwerend kam hinzu, als das ich nicht abschließen erklären konnte, warum gerade die Variation von Bewegungselementen irgendetwas mit Fussball zu tun haben sollte. Es sah für viele eher nach Zirkus- als nach Fussballübungen aus.


    Ferner besaß ich die Frechheit traditionelle Fussballregeln links liegen zu lassen. So ließ ich Torleute ganz ohne Handschuhe trainieren. Die Erklärung dafür, dass nicht die Handschuhe, sondern der Mensch den Ball fängt, war natürlich sehr dünn für die Experten.


    Um herauszufinden, ob etwas nicht nur Spaß macht, sondern daürberhinaus erfolgreich, muß man es ausprobieren.


    Der Kreativität und dem Fleiß dieser Übungen vn Matthias Nowak ist es zu verdanken, dass wir "Goldene Eier" in der Trainingslehre hinzu gelegt bekommen haben, die uns in den nächsten Jahren im Jugend- wie im Erwachsenenbereich weiterhelfen werden.


    Doch um die Vertreter des traditionellen Trainings nicht zu brüskieren sei gesagt: nicht alles, was alt ich gehört weg. Das Gute sollte übernommen werden und mit den neuen Übungen ergänzt.


    Ich wünsche allen Interessierten viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren der Übungen von Matthias Nowak!

    @uzunbarak


    Ich finde, du hast ein sehr gutes Diskussionsthema eröffnet. Die Bezeichung: "ZÜCHTEN für den höherklassigen Fussball" mag zwar im ersten Moment ein wenig übersteigert sein. Aber spielt nicht in den Köpfen vieler neuer, engagierter Trainer genau dieser Wunsch eine große Rolle? Besser zu sein als die Anderen und durch Pokale und Meisterschaftssiege gekröhnt, so auch im Privatleben einen höheren Status der gesellschaftlichen Anerkennung zu erringen, ist das nicht auch der geheime Wunsch von Menschen, die sich der zweitschönsten Nebensache der Welt verschrieben haben?


    Aber wieviel Emotionen darf der Fussball haben und wo muß die Ratio als Entscheidungshilfe einsetzen, dass ist die Frage?


    Ich mag dafür keine allgemeingültige Erklärung abgeben, denn ich habe wie jeder Mensch nur eine subjektive Wahrnehmung. Gerne möchte ich aber dieses Thema auch von der anderen Seite durchleuchten! Wie kommt jemand in eine höhere oder sogar die höchste Mannschaft? Wie als Spieler und wie als Trainer? In den überwiegenden Fällen spielt die besonders ausgewogene Konstitution dieser Menschen, alle möglichen Formen des Streß an sich abprallen zu lassen, dem gewünschten Ziel entgegen. D.h. wer sich trotz Kritik und Fehlschlägen nicht von seinem Weg abbringen läßt, gelangt eher ans Ziel. Wer sich nciht mit den Tausend Dingen beschäftigt, wodurch das Ziel in Gefahr geraten könnte, sondern mit den paar Dingen, die sich lohnen, wird eher ans Ziel gelangen! Wer keinen Druck verspürt, der wird seinen Anforderungen eher gewachsen sein.


    Doch in diesem Teil wird gar nicht diskutiert, ob der Leistungsdruck überhaupt notwendig ist, um die bestmögliche Leistung zu erreichen! Nach der allgemeinen Ethik ist Druck natürlich, weil nur durch sie sicher gestellt werden kann, dass die gewünschten Ergebnisse erzielt werden können.


    Aber braucht man Druck. Kann der Druck in Form von: "...wenn du das (nicht) machst, dann schaffst du (nicht) das Ziel X..." alle anderen Formen von Leistungsbereitschaft kompensieren?


    Naionalspieler, die von ihren Mannschaftskameraden als "faule Socken" (natürlich nur intern) bezeichnet werden, lassen da Zweifel aufkommen. Denn wie kann man Spaß an der eigenen Leistung gewinnen, wenn der Spaß durch Druck ersetzt wird?


    Die Neugier ist ein guter Motivator. Die Neugier sollte nicht enttäuscht oder gar durch Druck ersetzt werden. Druck ist ein wesentlicher Faktor, warum das "Züchten für den höherklassigen Fussball" zum scheitern verurteilt sein kann. Denn unter einer Drucksituation kommen nur die Wenigsten an ihr Ziel.


    Dieses Ziel kann sehr unterschiedlich sein. Aber egal, was es ist, es wird immer dann zu einem höherklassigen Fussball führen, wenn es euch gelingt, die Kids mit auf eine Fussball-Abenteuerreise zu nehmen, bei der der Moment auf dem Weg des noch unbekannten Ziels zählt. Denn wer schon lang genug lebt, der weiß, dass allzuhäufig der Zufall Pate steht und der Wunsch, alles regeln zu wollen, mehr als einmal in andere Bahnen gelenkt wird! Aber so soll es auch sein, sonst wäre es doch langweilig?


    Ist Druck als Mittel zur Zielerreichung nicht auch langweiliger als die Befriedigung von Neugier?


    Rasenschach
    Zunächst einmal finde ich deine Liste sehr gut. Insbesondere die Erkenntnis, dass es nicht mit der Abgabe eines Handzettels oder einer kurzen Präsentation der Vereinsleitlinien für den Jugendbereich getan ist, sondern auch mit der Installation eines Frühwarnsystems, damit der Verein von größerem Schaden verschont bleibt.


    Jedoch würde ich Andre`s Gedanken nach mehr Know How im Jugendbereich über gut ausgebildete Trainer, deren Aufwand entschädigt werden soll, nicht gänzlich abtun.


    Es gibt m.E. heutzutage eine Know-How-Lücke im unteren Jugendbereich.


    Die 120 Stunden umfassende C-Breitensportlizenz hat den gesamten Jugendbereich als Inhalt. Der Wunsch nach einer Verkürzung der Ausbildung (Trainerfussball weglassen), bzw. der Veränderung der Inhalte (z.B. mehr Coaching) und dem Online-Learning (für den Theorieteil) wurde bislang nicht realisiert. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass mit der Umstrukturierung des Lizenzsystems im kommenden Jahr auch die Inhalte überarbeitet werden. Denn Andre hat durchaus recht, in dem er sagt, wenn im Kinderfussball mehr Know-How wäre, dann gäbe es weniger Probleme. Ob die Trainer-Aufwandsentschädigung nun über eine Budget-Umverteilung (z.B. vom Senioren- in den Jugendbereich), eine leichte Anhebung der Mitgliederbeiträge oder eine höhere Aktivität im Junioren-Sponsoring, eine höhere Bezuschußung durch die Komune, den Verband oder dem DFB realisiert werden, ist sicherlich unterschiedlich zu bewerten. Jedoch ist eine Aufwandsentschädigung nicht unmöglich.


    Günter`s Hinweis, man würde seine Tätigkeit nicht allein vom Geld bzw. der Bezahlung abhängig machen, ist sicherlich richtig. Es ist jedoch kein Argument gegen eine angemessene Aufwandsentschädigung.


    Denn die Tätigkeitsinitiative ließe sich für fast alles übertragen, wo es eine Wahl gibt.


    Dort, wo das Herz für den Verein schlägt, gibt es meist eine sehr günstige Synthese zwischen eingebrachten Know-How, sowie der lobenden Anerkennung durch Verein, Eltern und Spieler und einer Anerkennung durch eine angemessene Aufwandsentschädigung. Fehlt eine dieser Säule, so geraten die Zufriedenheitssäulen ins Wanken. Vereinsverantwortliche, die sich keine Gedanken über ein Verbesserung ihrer Jugendtrainer machen, um darüber insgesamt einen höheren Zufriedenheitsgrad zu erzielen, handeln fahrlässig. Weil Vereine meistens die Interessensgemeinschaft verschiedener Generationen repräsentieren, sollten sie langfristige Ziele (hier den Erhalt und die Optimierung des Jugendbereichs) verfolgen.


    Es wird immer schwieriger geeignete Trainer für den Jugendbereich zu finden. Denn anders als früher, lassen sich die Kinder nicht mehr alles gefallen und auch die Eltern üben über die zunehmende Mobilität und Freizeit eine Kontrolle aus.


    Man kann sie in mehrere Abschnitte trennen:


    1. Einweisung der Trainer-Neulinge in das Jugendkonzept
    2. Kurzschulungen für den trainierten Altersbereich (Hierfür könnten auch vereinsintern erfahrene Trainer angesprochen, aber auch die DFB-Angebote in Anspruch genommen werden)
    3. Trainer-Lizenz-Ausbildung
    4. Stichprobenkontrolle und Messung des Zufriedenheitsgrades


    zu 4. Messung des Zufriedenheitsgrades
    Zur Messung des Zufriedenheitsgrades sollten regelmäßig alle aktiven und passiven Mitglieder befragt werden. (Der bei manchen Vereinen eingerichtete "Kummerkasten", Generalversammlung oder Saisonsitzungen sind lediglich grobe Maßstäbe. Ohne die generelle Befragung bekommt man meistens erst dann eine große Unzufriedenheit mit, wenn`s fast schon zu spät ist. Dazu genügt eine Frage: Wie bist du mit deinem Verein zufrieden. (Bitte begründe deine Antwort). Da es sich hierbei um keine Suggestivfrage handelt, sollte ein durchaus realistisches Ergebnis zustande kommen, was eine Entscheidungshilfe für die weitere Entscheidungsgestaltung sein wird.

    @Spieler


    Da hast du wohl etwas in den falschen Hals bekommen. Es geht hierbei nicht um die Schließung der DFB-Stützpunkte für Jungen, sondern um die der Mädchen.


    Dieses Konzept wurde mit der "heißen Nadel" gestrickt! Denn es fehlt hier an vielen Dingen, wie:


    - ausreichendes Personal mit entsprechenden Leistungslizenzen
    - keine Abstimmung der Trainingstermine auf den DFB-Stützpunkten mit den anderen im Verein (teilweise sind es die selben Trainer, die im Verein und auf dem Mädchen-Stützpunkt aktiv sein sollen)


    Bei den DFB-Stützpunkten für Mädchen geht es vornehmlich darum die Leistungslücken zu den B-Juniorinnen-Ligen auf höchster Verbands- bzw. Bundesebene zu schließen. Es ist eine logische Folge aus der bereits 1 Jahr früher (analog den Jungen) einsetztenden Talentförderung in der untersten Stufe. Angepaßt hierfür wurde ebenfalls die erste Jahrgangsauswahl des Verbands und der DFB-Auswahl.


    Bislang mußten leistungsstarke C-Juniorinnen in C-Jugend-Ligen der Jungen mitspielen, um eine einigermaßen verläßliche Spielqualität bei den Ligagegnern zu erwarten. Jedoch ist das lediglich ein schlechter Kompromiß, weil die Hinserie sehr stark von der Rückserie abweicht. In der ersten Halbserie können die Mädchen ihre körperlichen Defizite noch durch technische und taktische Vorteile ausgleichen. In der Rückserie fürht die einsetzende Pubertät bei den Jungen für ein starkes Längenwachstum in Verbindung mit einer deutlichen Zunahme an Muskelmasse zu einer deutlichen Verschiebung des Leistungsvermögens zu Gunsten der Jungen. Wenn dann Jungen mit Ball schneller sind als die gleichaltrigen Mädchen ohne Ball oder beim Kopfball höher springen können als die Torhüterin mit ihren Armen recken, dann macht ein sportlicher Vergleich keinen Sinn mehr.


    Deshalb mußten hier neue Wege beschritten werden. Für die Einführung Mädchenleistungsligen im C-Juniorinnen-Bereich reicht in den meisten Gebieten die Leistungsdichte noch nicht. Jedoch soll die "Frühförderung" mithelfen, dass dies mittelfristig in den meisten Gebieten möglich ist.


    Weil es gerade in der Einführungsphase noch Komunikationsprobleme geben kann, sodass nicht alle notwendigen Informationen als Entscheidungshilfen vorlangen, wird es sicherlich noch eine zeit brauchen, bis sich die DFB-Mädchenstützpunkte überall etabliert haben.


    Das kann, wie beim FVM sogar zu einer vorübergehenden Schließung führen, wenn es zu wenig interessierte Teilnehmerinnen mit den gewünschten Talentanlagen gibt.


    Man sollte hierbei berücksichtigen, dass die Unterstützung von talentierten Mädchen nicht so groß ist wie die gleichaltriger Jungen. Zum einen rührt dies aus den traditionellen Vorurteilen, dass Mädchen und Frauen sowieso keinen richtigen Fussball spielen können und es auch gar nicht sollen und zum anderen winken den Jungen dank Elternunterstützung möglicherweise "millionenschwere Profiverträge", während kaum ein Profi in der Frauen-Bundesliga allein von ihrem Spielerinnen-Honoar allein leben kann.


    Allerdings ist zu erkennen, das die Unterstützung der Mädchen durch das Elternhaus in dem Maße stärker wird. Auch die Qute der Mädchen, die den Leistungsfussball als dauerhaftes Ziel ansehen, ist größer geworden.


    Jedoch kann man noch nicht behaupten: "Als Gott den Fussball erschuf, übte sie noch!"

    Von der Idee für DFB-Mädchen-Stützpunkte bis zur Realisierung braucht es jedoch ein wenig Zeit, weil es mancherorts noch Probleme gibt. So kann es aufgrund deutlich geringeren Leistungsdichte liegen diese DFB-Stützpunkte weiter auseinander, sodass teilweise längere Fahrzeiiten zustande kommen. Auch ist es sehr schwer für den Mädchenbereich geeignete Trainer zu finden. Die DFB-Lizenzmeierei behindert auch hier die Auswahl zusätzlich!


    Das Konzept der Mädchen-Stützpunkte ist gut, weil hier eine weiterführende Förderung eher möglich ist als auf Verbandsebene, wo aufgrund der wenigen Termine lediglich eine Kontrolle der Leistungsentwicklung stattfinden kann. Aber es sind hier und dort noch einige Steine aus dem Wege zu räumen. Mancherorts kann es (wie beim FVM) sogar passieren, dass einige DFB-Stützpunkte für die Mädchen vorübergehend geschlossen werden, bis man zu akzeptablen Kompromissen gelangt ist.


    Ich hoffe, deine Frage ist damit umfassend beantwortet?

    Wenn gleich beim 1. Training 9 Spieler unabgemeldet fehlen, dann hängt m.E. jetzt schon der Haussegen schief!


    Günter


    Jetzt muß ich mich doch tatsächlich wiederholen. Aber die Empörung darüber, dass ausgerechnet von dem Verein, der ein Jugendkonzept hat, die meisten Spieler unabgemeldet fehlen, ist keine Begründung dafür, kein Konzept zu erstellen. Ein gutes Konzept gewinnt erst dadurch eine Realität, indem es von allen Beteiligten gelebt wird und dadurch als verlässlich gilt.


    Hier wird es andere Gründe geben, warum der "Haussegen" bei eurem Nachbarverein besonders schief hängt? Scheint auch hochemotionale Hintergründe zu geben, wenn so viele Leute ganz bewußt vom Training fernbleiben? Eigentlich müßte dein Sohn doch mitlerweile die Hintergründe für die Verweigerung am Vorbereitungstraining kennen?

    Günter


    Eigentlich, wie vermutlich die meisten hier im Forum, lese ich mir die geistigen Ergüsse Kollgen nicht durch. In ganz seltenen Fällen, wie hier hat mich aber die Neugier gepackt. Es hätte ja tatsächlich ein Fortschritt, der leider nicht zu erkennen war, stattfinden können.


    Hier also die Passage, die mich zum Kommentar für dich bewogen hat:


    Lass dich nicht von Guenter provozieren, wenn er nicht mal kapiert, dass Kinder deine Erziehung u. Verantwortung, auch klare Signale, wenn sie Fehler begehen, brauchen! Kinder benötigen Bildung o. entscheiden 3jährige "einfach" am besten für ihr ganzes Leben? Tschüss Schule, unnötig! Lassen wir Eltern sie nur gegen die Wand laufen lassen, wo sie wegen Freunden u.ä. von Trainern abhängig u. ohne Erfahrungswissen deren Entscheidungshandeln hilflos ausgeliefert sind, sind wir schuldig: So bleiben sie klein, schwach, manipulierbar in der Falle - in der andere sie haben wollen!


    Da zu befürchten steht, dass der Kollege wieder mal nachträglich daran etwas ändern wird, kann man das Ganze ohnehin nicht so ernst nehmen. Also ich habe mich mich dabei gut unterhalten gefühlt. Vielleicht werde ich seine Beiträge ja wieder öfter lesen? Es hat schon etwas komödiantisches, wie jemand von einem Fettnäpfchen ins Nächste tritt und die Welt daran teilhaben läßt!


    So, jetzt bist aber du dran! :D

    Günter du Schlingel



    Ich hab`s ja schon lange geahnt, das da was bei dir nicht stimmt! Jetzt schlägst du dich also schon auf die Seite der Kinder, statt sie von einem Verein zum Nächsten zu schleifen!


    Also so langsam müßte doch genügend Text für ein Abenteuerbuch vorhanden sein. Ich hätte auch schon einen Titelvorschlag: "Fettnäpfchen"! Reiner Cal(l)mund könnte das Vorwort schreiben. Der glaubte ja auch, dass die Welt der Anderen ungerecht sei, nur die Eigene nicht! Gab deshalb breit grinsend Interviews nach seinen Trainerentlassungen, nahm das "weiche Kinn" der entlassenern Trainer aufs Korn, um noch stärker im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu erstrahlen. Jedoch nahme seine Karriere ein leises Ende, als er seinen Rücktritt erklärte.Später sollte sich allerdings herausstellen, dass er Barzahlungen in 6-stelliger Höhe an dubiose Spielervermittler für angebliche Kaufoptionen veranlasste und darauf hin entlassen wurde.


    Im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen hatte er jedoch gelernt, sich nachdrücklicher zu empfehlen. So erntete er 2007 die "Goldene Schlemmerente" für seine Leistungen um den Kochgenuß"! Während dieser Zeit bestand jedoch höchste Gefahr, dass er die "Fettecke" vom Künstler Joseph Beuys auch noch für seine Zwecke entfremdet hätte.


    Also Günter, welchen Gefahren warst du ausgesetzt, während du deine Preise und Ehrungen erhalten hast? :thumbup:

    @AKjvf


    Wenn es das Ziel eines Kindes ist, sich in seiner Leistung zu entwickeln und dies das Primärziel des Vereins sein soll, dann kann dies ausschließlich mit gut ausgebildeten Trainern erfolgen. Trainer, die zwar den Wunsch, aber noch keine Ausbildung dafür haben, sollten die ersten Schritte in diese Richtung zunächst in dem Bereich absolvieren, in der es in aller Freundschaft nicht so sehr um die individuellen Leistungen geht.


    Denn was nützt allein der Leistungswille, wenn die dafür erforderlichen Trainerimpulse zur Weiterentwicklung fehlen?


    Wie in vielen Beispielen hier im Forum belegt, überfordern sich Trainer selbst oder sie werden aufgrund des verspürten Drucks vom Verein und den Eltern überfordert und "verheizt". Viele kehren aufgrund der ungewöhnlichen Ansprüche an sie dem zweitschönsten Hobby schon nach kurzer Zeit aus Frust wieder den Rücken.


    Da ist es nur gut, wenn man sich als Trainerneuling realistische Ziele setzt! Man kann im Laufe der Jahre an seinen Aufgaben wachsen und dann, wenn man sich dieser Herausforderung gewachsen fühlt, sich mit höheren Zielen auseinander setzen. Leider geschieht es allzuhäufig umgekeht! Man übernimmt eine Traineraufgabe, bei der man glaubt, einen bestimmten Traienrstandard erfüllen zu müssen, ohne jedoch die dafür erforderlichen Fähigkeiten und Praxiserfahrungen zu besitzen. Nach den ersten Fehlschlägen beschäftigt man sich mit dem Thema und versucht über den Austausch mit Trainerkollegen und Kurzschulungen das fehlende Trainerwissen "nachzuholen"! D.h. Wissen, was eigentlich beim Start vorhanden sein sollte, wird nachgeholt. Aber immer noch besser man erkennt es und holt es nach, als das eigene fehlende Wissen auf die Schwächen der Mannschaft zu transportieren oder?


    Ralf Klohr geht sogar noch einen Schritt weiter, in dem er sagt: Trainer ohne Ausbildung sollten Teams trainieren, die lediglich Freundschaftsspiele austragen. Nur ausgebildete Trainer sollten im Punktspielbetrieb tätig sein.
    Doch solange im Basisbereich der Standard-Trainer ohne Ausbildung und Lizenz ist, wird es wohl eher ein Wunsch bleiben. Insbesondere deshalb, weil sie noch zu wenig Vereine ihrer Verantwortung für den Jugendbereich bewußt sind!

    Günter


    Auch hier im Forum gibts eine Reihe von Beiträgen, die in diese Richtung gehen. Das fängt schon damit an, dass sie ihre Traineraufgabe als Amt ansehen, dessen Inhalte mit Arbeit, statt mit Vergnügen zu füllen sind. Egal, ob es darauf geht, mit Akrebie ab der F-Jugend Positionen und Systeme zu fixieren oder auf Basis einer Trainingshäufigkeit und fixen Beteiligung auch Leistungsziele verknüpft werden. Die Hausarbeit ist dabei nur ein Teil der Leistungserfüllung.


    Wenn man von 9 Jährigen bereits die Verantortung eines Erwachsenen nach Leistungen verlangt, dann läuft schon nach dem Eintritt in den Verein einiges schief. Denn man stellt auf der einen Seite den Fussball als Mannschaftssportart in den Mittelpunkt und das Verlangen der Kinder des Sichausprobierenwollen eine üble Randerscheinung, die man am Besten mit dem Belzebub austreiben sollte.


    Nein, es ist nicht eine Frage des geistigen Niveau`s von Trainern und ihrer Helfer, sondern es ist eine Frage, wie man den Kinderfussball sieht! Vielerorts wird er noch als Fussball für kleine Erwachsene betrieben, indem man einfach die Regeln der Erwachsenen für den Kinderfussball kopiert. (z.B. du darfst nur ins Tor, wenn du geanuso gut bist, wie X. Dafür kannst du dich im Training bewähren und zuhause fleissig üben.) Das Bewußtsein nach Positionsrotation mit dem Ziel einer umfassenden und abwechselungsreichen Ausbildung, statt einer zu frühen Positionsspezialisierung nach Geschicklichkeit ist beim übereifrigen, aber kaum ausgebildeten Trainer nicht vorhanden.


    Mag sein, dass es in diesem Forum überdurchschittlich viele Trainer gibt, die sich mit modernem Kinderfussball auseinander setzten. Aber dies entspricht nach meinen Erfahrungen nicht den angetroffenen Durchschnitt der Jugendtrainer in den Vereinen.


    Deshalb ist die positive Beeinflussung weiterhin notwendig, denn nicht immer bekommt das Kind die Möglichkeit, an ein etwas anderes Training bei gut ausgebildeten Trainern in den Nachwuchsabteilungen größerer NLZ teilzunehmen.

    Zunächst einmal gilt, was vertraglich vereinbart wurde. Sogar dann, wenn das eigene Rechtsempfinden zu einer anderen Regelung tendieren würde.


    Nur dann, wenn ein Vertrag aufgrund eines Irrtums zustande gekommen ist, ist er schwebend unwirksam und kann mit rückwirkender Geltung gekündigt werden. Wer sich allerdings die Satzung nicht durchliest und sie so unterschreibt, kann sich nicht auf einen Irrtum berufen. Denn man kann sich nur über etwas Irren, was man zumindest zur Kenntnis genommen hat.


    Es liegt am Verhandlungsgeschick eines Neumitglieds, evl. für ihn ungünstige Passagen durch Günstigere zu ersetzen. Darunter könnte auch eine Kündigungsklausel (z.B. bei Wechsel in einen höheren Verein) oder eine kürzere Kündigungszeit liegen.


    Da es um einen generellen Beitritt in einen Vereinsbeitritt , gibt es keine Unterschiede zwischen aktiver (Spieler) und passiver Mitgliedschaft (Eltern). Das bedeutet, das die Mitgliedschaft auch nicht an den DFB-Wechselfristen der Spieler gekoppelt ist und kann u.U. zur Folge haben, dass man noch für die Restlaufzeit Beiträge zu zahlen hat, obwohl man bereits bei einem neuen Verein Mitglied geworden ist.


    Weil die Beiträge für Kinder und Jugendliche meist sehr niedrig sind und seit Jahrzehnten kaum angehoben wurden, kommt auch kaum jemand auf die Idee über einen Streitwert von 10 - 30 Euro ein ziviles Gerichtsverfahren anzustreben. Eine Entschädigung für die Verhinderung einer möglichen Karriere durch eine längere Kündigungsfrist läßt sich wohl kaum realisieren, weil Jugendliche als Amateure gelten, dessen Fussball einen Hobbycharakter hat.


    Es ist allenfalls das Grundrecht auf Selbstbestimmung des Ortes der Hobbygestaltung. Die hat jedoch nichts mit einem Mitgliedsstatus zu tun.

    Gestern. Letztes Training vor den Ferien mit der neuen Mannschaft. Abschlussrunde.
    "Und jetzt kommen wir zu den Hausaufgaben für die Ferien."
    Entsetzte Gesichter.
    "Spielt mit Euren Kumpels Fußball."


    @Folkao
    Vielen Dank für das Beispiel. Es zeigt den schmalen Grad zwischen einem Muß und einem Kann. Denn wie ich bereits sagte: wenn ihr Trainer die Neugier der Kinder auf den Fussball wecken könnt, dann wird bei den Kids der Wunsch entstehen, noch mehr Spaß am Fussball zu wecken.
    Wer Hausaufgaben aufgibt, der möchte seinen eigenen Wunsch nach mehr Leistungen der Kinder realisiert wissen. Weil der Traineranspruch sich jedoch nicht unbedingt mit denen der Mannschaft deckt, wird er auf innere Ablehnung stoßen. Denn dort, wo der Spaß auf die eigenen Leistung noch nicht entfacht wurde, werden Hausaufgaben als Zwang und nicht als sinnvolles Mittel zur Weiterentwicklung empfunden.


    Deshalb mein Kommentar an einen Beitragsschreiber: wenn die Jungs außerhalb des Trainings und der Spiele nicht der Wunsch entsteht, gegen den Ball zu treten, dann hast du als Trainer etwas falsch gemacht.


    Folkao: gespannt wäre ich ja mal auf die Reaktion der Kids gewesen, wenn du gesagt hättest: während der Sommerferien ist das Fussballspielen verboten :thumbup: ! Vielleicht hätten ja ein paar Spieler verlangt, ob sie das schriftlich für ihre Eltern haben könnten? Denn der Wunsch nach Hausarbeiten als Pflichtprogramm besteht ja nicht nur bei überehrgeizigen Trainern, sondern auch bei dieser Kategorie von Eltern, die meinen ihr Kind müsse überall der Beste sein.


    Ob das Kind in irgendetwas der Beste sein möchte, entscheidet es schließlich selbst. Ihr könnt allenfalls nützliche Impulse dafür geben. Die kann es annehmen, muß es aber nicht! Denn der Beschäftigungszwang tötet in aller Regel die Neugierde. Der Wunsch nach Veränderung könnte fehlgeleitet werden, indem es sich ein anderes Hobby sucht, wo es mehr Gestaltungsfreiheiten gibt.

    Günter


    Zwar gibts noch nicht allzuviele Wortbeiträge zu diesem Thema, aber die Trainer, die sich für Hausarbeiten aussprechen, verbinden damit bestimmte Verpflichtungen. In einem Fall sogar für 6-jährige (und da fragt der sich noch, warum er überall rausfliegt? :( )


    Unterscheiden mag sich diese Gruppe sicherlich darin, dass ein Teil sich auf jedes Training vorbereitet und als Perfektionist die Hausaufgaben verlangt und einem anderen Teil von Trainern, die sich nicht fürs Training vorbereiten und über Hausaufgaben die Verantwortung für die sportliche Weiterentwicklung lieber an die Kinder weitergeben.


    Man muß sich mit übereifrigen Trainern auseinandersetzen! Sonst bestimmen einige Wenige im Verein, was die Masse zu machen hat! Eine Interessensgemeinschaft wird so ständig auf die Folter gespannt. Die Hausarbeit ist ja ein Teil ihrer Denkweise.


    Hier suchte ein neuer Jugendleiter den Rat, wie man einen übereifrigen Trainer in die richtigen Bahnen lenken kann. Glaubst du, dass dieser fanatische Trainer nicht auch zur Daumenschraube der Hausarbeiten greifen wird, wenn er sonst keine Mittel mehr hat, sein sportliches Ziel (was vermutlich nicht das seiner Mannschaft ist) zu erreichen?


    Auch wenn ein Dummkopf sein ganzes Leben in der Gesellschaft eines Weisen verbringt, wird er die Wahrheit sowenig erkennen wie der Löffel den Geschmack der Suppe!
    (Der Satz stammt aber nicht von mir, zeigt jedoch nah Irrsinn und Vernunft beieinanderliegen können.)


    Schade, dass sich hier keine Kinder zu Wort melden!


    Aber ihr könnt ja mal eure Kinder fragen, wie sie über Hausaufgaben beim Training denken? :thumbup:

    Günter


    Vielleicht wird`s noch nicht deutlich genug für dich und Andere? Dahinter steckt auch eine Stilfrage in der Form des Trainings.


    Der übereifrige Trainer mit Hausarbeitsanspruch würde eine Trainingsübung in etwa mit den Worten: " ... was hast du gerade falsch gemacht .." unterbrechen!


    Der besonnene Trainer würde an der gleichen Stelle mit der Frage: "Wie kann man das besser machen" die Übung unterbrechen.


    Während der Trainer bei der Frage:"was hast du gerade falsch gemacht" beim Spieler und vermutlich bei der gesamten Trainingsgruppe zunächst einmal die Angst (persönliche Kritik, nichts falsch machen zu dürfen) auslöst, gibt der besonnene Trainer dem Spieler und den Kameraden die Möglichkeit frei zu Verbesserungsvarianten zu äußern.


    Wenn wir von unseren Spielern erwarten, dass sie respektvoll miteinander umgehen, dann sollten wir mit unserem Stil Sorge dafür tragen, mit guten Beispiel voran zu gehen. Es wird, wie beim KIFU sicher auch hier ein langer Weg sein, vom Trainer-Lehrer zum Trainer-Partner zu gelangen. Deshalb sind solche Beispiele, wie das von einem übereifrigen Trainerkollegen gut geeignet, um Denkanstöße über Verbesserungsmöglichkeiten seiner eigenen Trainerarbeit nachzudenken.


    Wie sagte einst Detmar Kramer: Warum mit dem Guten aufhalten, wenn es Besseres gibt!

    Günter und Andere


    Jezt stehts 4 : 2 für Hausarbeiten!


    Ich versuche mal zusammen zu fassen..Aus unterschiedlichen Gründen (meist jedoch technische Defizite, techinische Stärken) werden Hausaufgaben aufgegeben, die jeder für sich allein für sich zuhause machen kann. Es erfolgt keine unmittelbare Kontrolle (z.B. der Spieler muß es vor der gesamten Mannschaft vormachen), aber eine indirekte Kontrolle durch Fragen oder Beobachtungen in den fortlaufenden Trainingseinheiten. Motiviert werden Hausarbeiten durch den Wunsch der Trainer nach einer homogenen Mannschaft. Dies gibt ihnen Anlaß die Leistungen der Spieler miteinander zunächst zu vergleichen und falls es sich nicht in der Trainingszeit machen läßt, über Hausarbeiten weitere Erfolge und einer Leistungsannäherung zu erzielen. Ob es das Ziel der einzelnen Spieler einer Mannschaft ist, das alle gleichgut Fussballspielen können, beibt unberücksichtigt.


    Zwar wurde dies hier so noch nicht genannt, aber man verspürt als Trainer dabei kein schlechtes Gewissen. Bei anderen Freizeitgestaltungen (z.B. Tennis, Musikschule) werden ja ebenfalls Hausaufgaben aufgegeben.


    Mag es ein Zufall sein, dass gerade gestern ein Bundesland bekannt gegeben hat, das in der Grundschule zukünftig keine Noten mehr verteilt werden. Man wolle dadurch erreichen, dass Kinder nicht mehr demotiviert, sondern individuell beurteilt werden. In diesem Kontext sehe ich auch Hausaufgaben. Denn hier verlangt der Trainer vom Spieler nicht nur, dass er beim Training anwesend ist und die erwartete Leistung abliefert. Nein, er nimmt Anspruch auf einen weiteren Teil der Freizeit des Kindes.


    Es besteht kein Zweifel, dass Kinder im unteren Jugendbereich die Erwartungen ihrer Eltern und Trainer erfüllen wollen und es deshalb normal ist, dass der eine oder andere Spieler zum Trainer mit der Frage kommt, was er denn sonst noch zuhause machen könnte! Aber Kinder in dieser Altersgruppe können die Reaktion und die Folgen gar nicht überschauen. Sie können, wenn sie an weiteren Freizeitaktivitäten regelmäßig teilnehmen (müssen) in einen Teufelskreis geraten, für das jeder Traner, jeder Lehrer ein stückweit eine Mitverantwortung trägt.


    Deshalb möchte ich gerne den Hausarbeitsbegriff weiter aufschlüsseln, weil er scheinbar noch nicht von allen Usern verstanden wurde. Es bedeutet nichts anderes als eine Arbeit (also kein reines Vergnügen), die zuhause gemacht werden muß. Deshalb ist Hausarbeit nicht mit der Bedeutung von Sätzen wie: "wenn ihr Lust habt, könnt ihr diese übung auch zuhause machen" zu verwechseln, da hierbei weder ein Zwang noch die Androhung einer Kontrolle verbunden ist. Allerdings sollte der Trainer klarstellen, dass es sich hierbei nicht um eine Hausarbeit handelt!


    Den Befürwortern von Hausarbeiten sei gesagt, dass kein Zweifel an einer Leistungsförderung durch Vergabe von Hausarbeiten besteht. Es stellt sich nur die Frage, womit man dies legitimieren will? Ist es doch anders als bei der Schule, die zu einem späteren Berufsweg führt, ein reines Hobby während der Jugendzeit!


    Ich denke, das Thema Hausarbeit beim Fussball gehört sicherlich in den Bereich, wo es um (übersteigerte) Erwartungen von Trainern im Jugendbereich geht. Deshalb paßt es nach meiner Meinung sehr gut zu diesem Thread.


    Ich würde mich jedenfalls sehr über Pro- und Kontra-Meinungen zu Hausarbeiten im Fussball freuen!

    So, jetzt stehts 2 : 1 (knapp gegen Hausarbeiten im Fussball)


    @Gunter
    Es besteht überhaupt kein Grund sich zu entschuldigen. Es ist deine Meinung, aber es gibt halt noch Andere, so wie eben jede Mannschaft und jeder Trainer anders ist. Aber es sind doch gerade die unterschiedlichen Meinungen von unerfahrenen und erfahrenen Trainern, aus denen sich jeder sein Bild machen kann. Heissporn kann durchaus als besonders engagiert beschrieben werden. Dieses Engagement gilt es zu durchleuchten und zu einer persönlichen Meinung zu gelangen.


    Deshalb habe ich die Vergabe von Hausarbeiten im Fussball als Frage und nicht als Dogma (pro oder kontra) dargestellt!


    Weitere Wortmeldungen sind erwünscht!

    Jenny82


    Doch ist wohl das Schicksal aller Jugendtrainer: hat man endlich mal geeignete Mannschaftskapitäne, dann verlassen sie das Team schon wieder in eine andere Altersklasse.


    Bei den Jungen wie bei den Mädels in dieser Altersklasse entscheidet die soziale Kompetenz der Kapitän-Person. Diese muß gar nicht mit den sportlichen Leistungen übereinstimmen. Jedoch sollte eine hohe Beteiligungsquote vorhanden sein, damit diese Person ständig "am Puls der Mannschaft" ist und so Strömungen und Konfliktpotenzial rechtzeitig erkennt.


    Natürlich kann man die Mannschaftskapitän-Auswahl als Trainer ein wenig lenken, indem man die Eignungskriterien hervor hebt, aber dann sollte man die Mädels zunächst die Möglichkeit zur Wahl lassen. Die Wahl einer Stellvertreterin und Kassenwartin kann ebenfalls nicht schaden. Denn mit diesen Personen kann sich die Kapitänin beraten, falls es notwendig wird.

    Manndecker


    Wenn du deine Spieler durch auch ohne Worte nicht dazu animiert, in ihrer übrigen Freizeit gerne gegen den Ball zu treten, dann hast du irgendwas falsch gemacht oder? Denn, wenn Training und Spiel von deinen Spielern lediglich eine Pflichtveranstaltung (statt Hobby) darstellt und nur du Spaß daran haben darfst, würden sich die Kids vermutlich bald einen anderen Verein, Tariner oder ein anderes Hobby suchen!?


    Ich meine Hausarbeit im Fussball so wie in der Schule! Der Lehrer/Trainer gibt sie auf und die Schüler/Spieler haben sie zu machen, basta! Darüber Umfang und Schwierigkeitsgrad wird nicht diskutiert. Der Traienr bestimmt selbst, in welcher Form er diese Hausarbeiten überprüft.

    italy90


    Ich denke, es ist eine individuelle Entscheidung über den geeigneten Zeitpunkt, Häufigkeit und den Teilnehmerkreis erforderlich, die abhängig von:


    - Altersstufe der Kinder
    - Leistungsstufe der Mannschaft
    - Trainerwechsel (ja/nein)


    In aller Regel sollte man den gewünschten Teilnehmerkreis (mit/ohne Eltern) rechtzeitig einladen und möglichst vor der Saison über konzeptionelle Dinge im Jugendbereich sowie der konkreten Altersstufe informieren. Einfache, klare Bptshaften helfen Fehlinterpretationen und Mißverständnisse zu vermeiden. Nach einer ca. 15 - 20 minütigen Präsentation sollte ein Block für Eltern- oder Spielerfragen reserviert werden, damit auch dieses Informationsbedürfnis befriedigt werden kann.


    Auf Basis dieses Informationsaustausches sollen sich alle Beteiligten während der Saison an die getroffenen Vereinbarungen halten, sodass über 90 % aller Entscheidungen daraus unmittelbar abgeleitet werden können. Sonderfälle bedürfen sicherlich eine Einzelprüfung, sollten jedoch stets rasch geklärt werden.