Beiträge von TW-Trainer

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    bei beiden Mannschaften gelten die Spieler als sehr zuverlässig, und kennen sich eigendlich alle auch irgendwie.

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    Eltern insgesamt unzufrieden mit dieser Regelung. da einige Väter Fussballer sind, selbst in der Jugenarbeit schon mitwirkten,
    sehen die grosse Gefahr (die auch ich Teile) dass doch recht viele dieser Mannschaft aufhören könnten.

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    Montag erstes Training. 12 Spieler anwesend, 5 abgmeldet, der Rest unabgemeldet gefehlt

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    Günter
    Ich denke, du erkennst anhand der ausgewählten Zitate die Widersprüche?


    Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die beiden Vereine anderes im Sinn haben als Eltern und Jugendliche? Kann es sein, dass man lediglich die stärksten Spieler aus beiden Teams in einer Mannschaft haben will?


    Wenn gleich beim 1. Training 9 Spieler unabgemeldet fehlen, dann hängt m.E. jetzt schon der Haussegen schief! Man hätte sich besser noch vor dem ersten Testspiel anhören sollen, warum fast eine komplette Mannschaft in "Verweigerungshaltung" gegangen ist. Mit der Vergeltung der Trainer durch die Nichtberücksichtigung der nicht vom Training abgemeldeten Spieler ist man sich kein Stück näher gekommen, sondern hat den Konfrontationskurs nur weiter verschärft.


    Tja, wie open-minded bereits sagte, kam ein Verein schon gleich mit einem fertigen Konzept. Auch das deutet darauf hin, das die Interessen aller Spieler des Partnervereins nicht sonderlich geschätzt werden.


    Wenn sich die Spieler beider Vereine untereinander kennen, ist es derzeit eine fragile Konstruktion. Jenachdem aus welchem Lager die "Meinungsmacher" kommen, kann es rasch dazu führen, dass insbesondere die Leistungsträger die Trainer und Vereine am langen Arm verhungern lassen. Wer Wind säht, kann Sturm ernten! Die heutigen Jugendlichen sind durch weitaus mehr Umwelteinflüsse entscheidungsfreudiger geworden. Hinzu kommt die größere Informationstransparenz und -geschwindigkeit dank Internet über andere Vereine bzw. alternative Freizeitangebote.


    Wie soll`s jetzt weitergehen?

    Liebe Trainerfreunde,


    zwar in diesem konkreten Fall nicht explizit angesprochen kommt es vor, dass besonders "heißspornige Trainer" ihren Spielern technische Übungen (z.B. beidfsssig Ball balancieren) als Hausaufgabe mitgeben.


    Die Hausaufgabe wird zum Beginn des Trainings geprüft.


    Wer zugibt, die Hausaufgabe nicht gemacht zu haben oder die vom Trainer geforderte Fähigkeit nicht präsentieren kann, bekommt eine Strafarbeit aufgebrummt.


    Was haltet ihr davon und wie würdet ihr als zuständige Jugendleiter reagieren?

    Günter


    Tja, was sagst`e nun? Leider gibt`s scheinbar genug Vereinsverantwortliche, die von Unvernunft und persönlichen Eitelkeiten gelenkt werden und so einvernehmlichen Lösungen keine Chance geben.


    Wer jedoch anderen Steine in den Weg legt, der darf sich nicht wundern, wenn deren Erfindungsgeist gerade dadurch angestackelt wird.


    Hier mal 2 Varianten:


    1. Die "Umzugsvariante"
    Der Spieler gibt vor, mit seinen Eltern in einen weit entfernten Ort umzuziehen. Weil der Verein keine Chance sieht, mit diesem Spieler sportliche Ziele zu erreichen, wird der Paß anstandslos heraus gegeben. Ist erst einmal der Paß mit dem Freigabevermerk in ihren Händen des Spieler, geht er sofort an "verhassten Nachbarverein". Dort reibt man sich in die Hände, freut sich über die "Husarenstreich" und erklärt die Verantwortlichen der Konkurrenz gleichzeitig zu Idioten. Diese "Nummer" funktioniert fast immer, sofern er mit den Eltern abgesprochen wird. Denn für den Fall der tel. Rückfrage wird erklärt, man sei aus beruflichen Gründen gezwungen.


    2. Die "Mitleidsvariante"
    Hierbei wird mit bedrückter Miene erklärt, das man zum Heimatverein zurückkehren muß, weil man in der Schule Probleme bekommen habe oder das Training und die Spiele zeitlich nicht mehr schafft und es die Eltern so wollten. Auch hier ist die zügige Herausgabe des Spielerpaßes ziemlich sicher. Eine Abart dieser Variante ist der angebliche "Schulwechsel" Nach zügiger Paßfreigabe steht einem Wechsel in den neuen Verein nichts mehr im Wege.


    Je nach dem, um wieviel Geld es geht, gibt es noch dreistere Varianten für eine zügige Paßfreigabe.


    Ich möchte soetwas keineswegs legitimieren. Aber man darf sich nicht wundern, wenn DFB und Vereine über die Köpfe der Spieler hinweg ein Regelwerk schaffen, bei der lediglich die eigenen Prifilegien gewahrt werden sollen.

    Fussballvirus


    Ich weiß jetzt nicht, ob dein Sohn oder du der Clevere ist, aber das hört sich alles gut an. Denn, wenn man mit der richtigen Einstellung ans Werk geht, dann kann einigermaßen gewährleistet werden, dass es bei einer eventuellen Nichtberücksichtigung niemand in Schockstarre verfährt und glaubt, der Zug sei nun für ewig abgefahren.


    Für mich hört sich das Ganze nach wie vor nach Werder an, wo Rouven Brandt und Tobias Süveges in meinen Augen einen sehr guten Job machen, indem sie den Eltern und Jungs bei ihren Zielen helfen, aber auch dafür sorgen, dass sie nicht die Bodenhaftung verlieren. ( @Uwe: ich denke, wenn ich die Beiden lobe, ist die Namensnennung doch O.K. oder? ich sag ja nicht, das nach meinem Geschmack andere Leuten der NLZ von Proficlubs für mich eher "Drillmaschinen" darstellen.)


    Die Aussagen des BuLi-Vereins widersprechen sich ja auch gar nicht mit denen eures DFB-Stützpunkttrainers, wonach es für ca. 90 % im D-Jugend-Alter zu früh ist. Dies sollte so verstanden werden, dass zwar jeder an seine Chance glauben darf, es jedoch keinesweg als Versagen betrachtet werden soll, wenn die immer höheren Ziele (noch) nicht ganz erreicht werden können. Denn sobald die Anforderungen ein Niveau erreicht haben, wo es für ein Kind in der Hauptsache Stress bedeutet, haben die Erwachsenen die Fürsorgepflicht, das Kind vom Stress zu befreien, damit es sich wieder in normalen Bahnen weiterentwickeln kann. Sonst gönnt man ihm nicht das Glück, etwas besonders gut zu können, sondern es wird von ihm als Last, manchmal sogar als Strafe empfunden, besonders gut Fussball spielen zu können. Ein Bruch mit dem Elternhaus ist nicht selten die Folge, wenn aus dem Kind ein junger Erwachsener wird. Denn wer will schon als Kind immer nur funktionieren, um die Bedürfnisse der Erwachsenen befriedigen zu können?


    Die Lieblingspositon der Kinder von werden von diesen Fachleuten der BuLi-Vereine durchaus erkennt. Jedoch leisten Hochtalentierte auch auf anderen Positionen Aussergewöhnliches. Doch es sind Menschen wie du und ich, nicht jeder gleich ein "Fussball-Mozart". Sie unterliegen Schwankungen und selten ist ihr Karriereweg linear, denn das Talent braucht die Zeit zum reifen.


    Die Ronaldino`s dieser Zeit zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonderen Spaß am Fussball haben, weshalb sie Training und Spiel als persönliche Herausforderung sehen, sich permenent verbessern zu wollen.


    Aber auch sie brauchen Freunde und ganz besonders in jungen Jahren ein verständnisvolles Elternhaus.


    Deine Beschreibungen hören sich gut an! Denn es kommt gar nicht darauf an, welches Kind sich als Erstes bei einem NLZ qualifizieren kann. (Meistens sind die auch am ehesten wieder zuhause) Es kommt darauf an, dass man sich zum richtigen Zeitpunkt (der ist individuell verschieden) dorf qualifizieren kann. Wichtig ist ferner, dass es immer eine Wahl geben sollte. Denn selbst nach einer Fussballkarriere, soll das Leben sinnvoll weitergehen. Eine gute Schulausbildung wirkt sich ein lebenlang aus, während Fussball ein "Tagesgeschäft" sein kann, aus der man selbst unverschuldet plötzlich auf die harte Bahn des Lebens zurück geworfen werden kann.

    Das Geburtsdatum ist kein Talentmerkmal. (Bitte dazu den Beiträge über den RAE-Effekt lesen, ggfl. auch hier: "Wer zuspät kommt, den bestraft der DFB")


    Der relative Altersfaktor "mit den Jahren auswächst", d.h. die geistigen und körperlichen Vorteile zu den relativ später im gleichen Jahr geborenen Kinder schrumpfen und verschwinden schließlich ganz. Bitte dazu die Altersstruktur der DFB-Nachwuchsteams vergleichen. Fest steht jedoch, dass aufgrund dieses Irrtums, es würde sich um einen dauerhaften Vorteil handeln, in den unteren Förderstufen, vermehrt Kinder mit Geburtsdatum in den ersten Monaten eines Jahres ausgewählt.


    Im wesentlichen resultiert der real age factor jedoch aus der Annahme, das sehr viele Trainer aus kurzfristigen Erfolgserwägungen handeln und deshalb Kinder, die in den ersten Monaten eines Jahres geboren sind und gegenüber den später geborenen Kindern einen kleinen Vorteil haben, im unteren und mittleren Jugendbereich bevorzugen.


    D.h. nicht die Erfolgsprognose auf Basis des Potenzials, sondern der Wunsch des Trainers durch kurzfristige sportliche Erfolge an persönlicher Anerkennung zu gewinnen und dadurch schneller die sportliche Karriereleiter hinauf zu steigen, ist Leitgedanke für die teilweise falsche Auswahl von Talenten.


    In den Dorfvereinen spielt der RAE-Effekt meist gar keine Rolle, weil er hier wenn überhaupt, dann nur zufällig auftritt, da in der Regel alle Spieler angenommen werden, die Fussball spielen möchten.

    AxelSchweiss


    Ja, da hat Sir Alex recht! Das Talent kann technisch und taktisch noch so gut sein, wenn die Grundschnelligkeit nicht reicht, dann wird es den Schritt in den Leistungsfussball nicht machen können.


    Zwar ist es ein typisches Talentmerkmal, das dort bereits Fähigkeiten vorhanden sind, die andere erst Jahre später erlangen, jedoch würde ich bei einem Kind, was sich im jüngeren F-Jugend-Jahrgang befindet, mich weder zu einer Erfolgs-, wie einer Mißerfolgsprognose hinreißen lassen. Das wird ganz allein die Zeit zeigen!

    siebener


    Vielen Dank dafür, dass du uns diesen Fall ins Forum gestellt hast. Die Dunkelziffer dieser Wechselbe- und -verhinderung "mit allen Mitteln" ist sicherlich beträchtlich. Hat doch bei der zweitschönsten Sache der Welt das "Kirchturmdenken" der Vereine schon gute Tradition.


    Mir platzt bei solchen Fällen immer der Kragen, weil ein Regelwerk ohne Abwägung der Interessensgruppen eingeführt wurde.


    Auch dieser Fall zeigt, wie wenig tauglich die Transferregelung für jugendliche Hobbyspieler ist. Denn bei den Streitigkeiten zwischen den Vereinen geraten die Kinder und Jugendliche, die eigentlich nur ein bißchen Spaß beim Fussball haben wollen, zwischen die Fronten. Nicht die Vereine, sondern diese Hobbykicker sind dabei die Leidtragenden, wenn sich Vereine in den Kopf gesetzt haben, ihre kurzfristigen sportlichen Ziele auf dem Rücken dieser Spieler auszutragen. Wie kann man auf der einen Seite den Ausbildungscharakter des Jugendfussballs propagieren und andererseits Regelungen schaffen, mit denen man den den Knüppel zwischen die Beine wirft, an dessen Weiterentwicklung durch permanenten Wettkampfeinsatz man eigentlich sehr interessiert ist?


    Weder Schulkinder noch Berufsausbildende müssen solche Wechselhürden über sich ergehen lassen!

    @Axel-Schweiss


    Wie du schon bemerkt hast, ist man hier aufgrund des Alters vom talentieren Jungen noch recht vorsichtig mit Empfehlungen über ein Zusatzprogramm.


    Wenn es bei euch eine Kreisauswahl gibt, so ist es dort längst nicht mehr die "starre Jahrgangsförderstufen wie früher"! Derzeit hat die Eingangsichtung für den Jg. 2005 - 06 stattgefunden. Ergo könnte sich der Junge bereits im kommenden Jahr für diese unterste Förderstufe qualifizieren.


    Sehr vielen Trainern und Eltern im untersten Jugendbereich fehlt mangels Vergleichsmöglichkeit auch die Talent-Einschätzung und eine Erfolgsprognose können selbst Experten für so junge Kinder noch nicht geben.


    Wenn es das Kind will, so kannst du ihm im Training Übungen mit etwas höheren Schwierigkeitsgraden geben. Aber behandle ihn sonst wie alle Anderen, denn in der Entwicklungsstufe der sozialen Kompetenz ist er sicherlich wie alle Anderen im Jahrgang oder?

    Sir Alex


    Ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht!


    Mag sein, dass ich manches ein wenig kritischer sehe als du!


    Im Breitensport sehe ich meistens soetwas wie "4-er Kette mit Manndeckung"! Hierfür kann es die unterschiedlichsten geben. In den Gesprächen stellt sich meist heraus, dass die Trainer nicht über das nötige Fachwissen verfügten. Dadurch erübrigte sich die Diskusssion, wenn denn möglich wäre, wenn ... " Es spricht nicht gegen deine These, dass dies theoretisch möglich wäre.. Ich kann dir sogar in einem Teil rechtgeben. Weil in den vergangenen Jahren eine Reihe von Team im älteren Jugendbereich und Seniorenbereich mit jüngerem Durchschnittsalter aufs ballorientierte Spiel umgestiegen sind, kam als häufige Antwort: "das macht mir viel mehr Spaß"!


    Das niederländische Ausbildungsystem hat seine Stärken und Schwächen, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Aber dort werden gewiss keine F-Jugend-Spieler generell auf Positionen ausgebildet. Ich führe es auch nur dort an, wo es möglicherweise dem deutschen Ausbildungssystem ein wenig voraus ist. Denn man kann ja nur von den paar Dingen, die andere besser machen, lernen. Deren Fehler braucht man nicht zu übernehmen.


    Mein größter Kritikpunkt war bislang, dass ich Zweifel daran hatte, dass man 10 - 11 jährigen Kindern schon komplexere Aufgaben, geben kann. Letzendlich findet eine Beurteilung darüber auch statt, ob man meint, es würde bereits den Grundansprüchen genügen oder nicht.
    War es nicht zuletzt Matthias Sammer, der in der D-Jugend vom 11-er auf das 9-er Team runter gegangen ist, weil er u.a. davon überzeugt war, das Spiel dadurch "kindgerechter" zu machen. Danach haben sich im Training die 4 : 4 Spiele bewährt. Jetzt fängt am wieder an, auch wieder mehr Wert auf mitttlere und lange Pässe zu legen. So ist die Fussballphilosphie ständig in Bewegung und lebt teilweise aus einem Konkurrenzkampf unterschiedlicher Vorstellungen.


    Ich sehe die D-Jugend noch eher als Altersbereich, in der die Kinder über gut ausgebildete Spaß am Fussball gewinnen sollen. Hier sollte noch ein hoher Anteil an Basisarbeit (Technik, Individualtaktik9 gemacht werden. Erst dann, wenn beim Kind die Entscheidung gefallen ist, das es mehr machen möchte, weil es auch Spaß an der Leistung gefunden hat, gibt es eine Übereinstimmung der sportlich anvisierten Ziele.


    Jedoch sollten Ansichten nicht in Beton gemeiselt werden, sondern von zeit zu zeit infrage gestellt werden. So sollte man gut ausgebildeten Trainern mit einigen Jahren an Erfahrungen in der Altersgruppe, den Freiraum dafür lassen. Wir fordern von den Kindern den Mut und das Risiko, damit sie sich weiterentwickeln. Dabei dürfen wir Trainer jedoch selbst nicht die Bremser sein, wenn es darum geht, auch im taktischen Bereich höhere Ziele zu verfolgen.

    Chris und Sir Alex


    Ihr beide seit in Vereinen tätig, in denen der Leistungsfussball Priorität hat. Da ist es eigentlich zwangläufig so, dass man sich mit den Schnittstellen auseinander setzt, die heutzutage noch zwischen der D (Breitensport-Methode) und C-Jugend (Leistungsfussball) auseinander setzt.


    Doch weil der DFB ein förderales Konzept hat, sollen die Verbände und insbesondere die Vereine individuelle Entwicklungsmöglichkeiten erproben. Ich beobachte seit Jahren, wie in den Niederlanden in einer Art D-Jugend-Landesliga mit 11-er Teams bereits Grundzüge des ballorientierten Spiels vermittelt werden.


    Weil auch im unteren Jugendbereich bei guten Jugendabteilungen heutzutage eine bessere Ausbildung erfolgt, stellt sich die Frage: können wir nicht schon etwas früher mit dem ballorientierten Spiel starten? Diese Bestrebungen finden ebenfalls in den DFB-Stützpunkten statt, wo die Trainingsinhalte entsprechend angepaßt werden. Es kann aber nur dort besonders gut funktionieren, wo Verein und Stützpunkt die Inhalte in etwa gleich vermitteln. Geschieht das nicht, dann werden die Kinder eher verwirrt, als das sie sich auch auf gruppentaktischen Verhalten sicher fühlen. Genau aus diesen Erfahrungen heraus hat man sich in den Niederlanden dazu entschlossen im gesamten Jugendbereich ein 4 : 3 : 3 zu vermitteln, bei der es lediglich in der U 19 kleinere Anpassungen an die gegnersichen Stärken und Schwächen geben kann. Aber die 3 Linien stehen zunächst einmal fest!


    Für den unteren Jugendbereich der Leistungsvereine wäre es sicher an der Zeit, einmal von ganz unten grobe Elemente des ballorientierten Spiels nach un nach einfließen zu lassen und dann zu schauen, ob signifikante Veränderungen im Spiel zu erkennen sind. Denn je länger etwas gelehrt wird, was man später verändern möchte, je schwieriger wird es!


    Beim Spaßfussball auf dem Dorfplatz spielt es nicht so sehr die Rolle, ob gegner- oder ballorientiert gespielt wird. Dort sollte man den Fussball so einfach wie möglich halten. Denn Spieler, die sich für höhere Ziele entscheiden, werden vermutlich irgendwann auch in einen Verein wechseln, wo er Spielkameraden für seine Vorstellungen von Fussball findet.


    Etwas anderes ist es hingegen, wo man eine Ausbildung auf höchstem Niveau anstrebt mit dem Ziel, das sich daraus möglichst viele Talente später für den Profi- und Leistungsfussball empfehlen können.


    Als ihr Beiden: probiert es einfach mal aus inder D-Jugend und schreibt über eure Erfahrungen damit ...!?!

    sturmi85


    In leichteren Varianten kommt Eisenmangel bei den Mädchen und Frauen durchaus öfter vor als beim männlichen Geschlecht.


    Doch in allen Fällen, bei denen es über das normale Maß an Fitness-Schwankungen hinaus geht, sind die Ärzte und nicht wir Trainer dafür zuständig. Es kann nur nicht schaden, ein wenig darüber zu wissen, um die Symptome dafür deuten zu können und diesen Spieler/innen einen Arztbesuch anzuraten.


    CokeFreak
    Aufgrund der unterschiedlichen Merkmale habe ich schon vor Jahren eine Splittung der Trainerausbildung für den männlichen und weiblichen Fussball gefordert. Gerade was den Mädchen- und Frauenfussball anbelangt, werden sehr viele Vorurteile z.B.: "... die können ja gar keinen richtigen Fussball spielen ..." gepflegt, was dringend durch qualifiziertes Fachwissen ausgetauscht werden sollte.


    Zwar gibt es seit Jahren beim DFB einen Frauenausschuß. Doch der ist schon mit seinen bisherigen Aufgaben voll ausgelastet. Denn im Gegensatz zu den Männern, sind die dort tätigen Frauen in aller Regel keine Angestellten iher Vereine und müssen das alles in ihrer Freizeit bewältigen. Diese schlechteren Rahmenbedingungen im Mädchen- und Frauenbereich zieht sich bis" nach unten" hin durch. Teilweise ist er von der Bedeutung her so gering, dass jahrelange Arbeit mal eben per Federstrich als beendet erklärt werden (Beispiel: HSV)


    Ich würde die Nachwuchsarbeit des DFB-Mädchenbereichs gerne so grenzenlos loben, wie beim Frauenbereich. Jedoch würde ich mir bei der Talentselektion etwas mehr Neutralität wünschen, damit gewährleistet ist, dass man die besten Talente fördert und nicht die Talente aus den Vereinen X und Y !


    In den vergangenen Jahren hat es die ersten Kurz-Seminare für den Mädchen- und Frauenfussball gegeben. Leider haben sich vielerorts gegenseitige Vorurteile bestätigt. Die dezentralen Lehrwarte haben die geringe Beteiligungsquote als Maßstab fürs geringe Interesse genommen. Doch bohrt man einmal nach den Ursachen, dann wurden die Mädchen- und Frauentrainer sehr häufig von ihren Vereinen gar nicht über das Seminarangebot informiert.


    Es bleibt im Mädchen- und Frauenfussball noch sehr viel Arbeit zu tun.


    Wenn du Literatur dazu suchst, dann würde ich eher im sportwissenschaftlichen Bereich suchen, als in den traditionellen Buchbereichen für den Fussball.

    Nein Günter, dass wollte ich nicht! Bei allem Spaß am Freitag, aber ich wollte es gar nicht so genau deuten.


    wenn du dir das Bild etwas genauer anschaust, dann wirkt es auf mich, als wenn es sich um Kinder handelt, die in einem noch brüchigen Frieden eines von ihren Vätern angezetteltern Krieges ein bißchen Abwechselung und Normalität nach Jahren der Angst, der Not und der schrecklichen Erinnerungen sind. Die Kinder haben nicht einen an der Mütze, sondern die Mütze ist lediglich Ausdruck der Zuversicht, das der Krieg nun endlich vorbei ist. Das es Kinder sind, die sie tragen zeigt, dass in ihnen die ganze Hoffnung auf ein besseres Leben liegt


    Du bist doch auch alt genug! Kommt dir dabei nicht manches bekannt vor?

    sturmi85


    Hallo erst mal.


    Ich denke, zunächst einmal sollten alle Leser wissen, dass es einen großen Unterschied in der Konditionsarbeit zwischen Männer- und Frauenfussball gibt. Während bei den Männern in der Saisonvorbereitung die Kondition aufgebaut wird und durch das Saisontraining auf diesem Niveau gehalten wird, ist aufgrund der geringeren Muskelmasse bei den Frauen über den gesamten Trainingszeitraum die Kondition mittrainiert.


    Eine Erklärung kann hier sicher schon darin liegen, dass im vorherigen Verein die Trainingsintensität (die im Frauenfussball eine signifikante Determinante für die Kondtion bildet) deutlich geringer war. Allerdings sollte nach 4 Monaten eine Anpassung an euer Niveau erfolgt sein.


    Eine weitere Erklärung könnte im Spielertyp zu finden sein. Hier gibt es vornehmlich 3 Typen:
    a. Sprinter (hohe Sprintgeschwindigkeit, aber rasch müde)
    b. Dauerläufer (geringe Sprintgeschwindigkeit, aber kaum müde)
    c. Mixtyp: (nicht die Schnellste, nicht die Langsamste und erst nach längerer Zeit müde)


    Schließlich kann es noch sein, dass die neue Spielerin ihre Kraft deshalb noch nicht richtig einteilen kann, weil sie nach dem Wechsel übermotiviert ist und es "allen gleich zeigen" will. Aber das gibt sich dann mit jedem weiteren Spiel.


    Aber du solltest bei deinen Erwägungen über die Notwendigkeit von Veränderungen nicht vergessen: es handelt sich hier um die Frauen-Kreisliga! Die Erwartungen sind hier ganz Andere als in der vergleichbaren Senioren-Kreisliga. Die Mädels haben Spaß beim Fussball. Der Spaß am Fusball ist durchaus unterschiedlich. Denn in fast jeder Mannschaft gibt es Spielerinnen, die sich zwar über Kurzeinsätze freuen, jedoch selbst auch wissen, dass sie ihrer Mannschaft auf dem Platz kaum weiterhelfen können. Dafür sind sie jedoch meist die Stimmungskanonen, die Mannschaftsclowns und schließlich die Vertrauenspersonen, an die sich die Kolleginnen bei kleineren Reibereien oder privaten Sorgen wenden.

    Solange trainer für einen feuchten händedruck arbeiten sollen, so lang wird man auch damit leben müssen, dass sie sich in gewisser weise auch selbst verwirklichen wollen. es ist dann ja schließlich auch ihr Hobby und nicht nur das der kinder.


    Karl
    Genau das ist der Punkt! Denn wenn die gegenseitigen Erwartungen von Trainer, Kinder, Eltern und Verein nicht zusammen passen, dann kann das Ding ganz leicht in die Hose gehen. Hier steht zu vermuten, dass sich der Anspruch des Trainers unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht realisieren läßt. Also weitet er den Rahmen aus und geht davon aus, dass die anderen Beteiligten die Notwendigkeit der Veränderungen genauso betrachten.


    Und ja, wir sind uns sicher auch einig, dass es in einem normalen Dorfverein immer nur Wenige sind, die ihr ganzes Herzblut dort hinein stecken und dafür nicht mehr als ein gelegentliches Dankeschön erwarten. Doch manchmal artet diese Form der Fürsorge aus. Dann ist sie nicht mehr von den Anderen gewollt. Sie wird peinlich, nervig und man wird ihr überdrüssig. Dann wird es Zeit, dass die Verantwortlich behutsam, aber nachdrücklich eingreifen, bevor Schaden entsteht, der so leicht nicht wieder gutzumachen ist!


    Jeder Trainer (Ehrenamts, Leistungs- oder Profitrainer) braucht einen Gestaltungsspielraum haben, in dem er seine Kreativität ausleben kann. Um sich darin jederzeit frei und gut bewegen zu können, müssen die Grenzen im Einklang mit dem Verein abgesteckt werden. Normalerweise sind die Grenzen des Gestaltungsspielraumes dort zu finden, wo sie die Freiräume der anderen Interessensgruppen unverhältnismäßig einschränken.


    Nun möchte ich euch einmal bitten, euch in einen ganz normalen Dorfjungen im E-Jugend-Alter zu versetzen. Eurer Trainer erklärt euch beim ersten Training für die neue Saison die nachfolgenden Regeln:


    - er will dreimal die Woche trainieren-> die Kinder sollen mehr "Spielintelligenz" erwerben, dafür benötigt er mehr Zeit
    - er will im Spiel Provokationsregeln einbauen, es kann nicht sein, dass gedribbelt wird, obwohl auf der anderen Seite jemand. frei steht.
    - Doppelpässe seien doch ein probates MIttel im Spiel, das würde er ihnen nun beitringen,
    - er brauche nur 9-10 Spieler für den Kader, für das Spiel möchte er 8 Kinder mitmehen
    - die Kinder die nicht richtig mitziehen, kommen in die E2 und die guten aus der E2 würden eine Chance bekommen, auch mal in de E1 zu spielen.


    Welchen Eindruck würdet ihr als E-Jugendspieler gewinnen?
    1. Würdet ihr verstehen, was er meint?
    2. Welche Regeln würdet ihr gut finden und welche schlecht?
    3. Zu welchem Entschluß würdet ihr gelangen, wenn ihr frei entscheiden dürftet: nach den neuen Regeln in der E 1 oder nach den alten Regeln in der E 2 spielen?
    4. Würdet ihr nach eurem Entschluß bereitwillig in die E 2 oder E 1 oder wieder zurück in die E 2 akzeptieren?


    Kommt euch beim Bild nicht irgendwas bekannt vor?

    Günter


    Quatsch, da haben nur einige was "an der Mütze"!


    Außerdem ist das Bild spiegelverkehrt vom Kollegen hier reingestellt worden. Wenn man dann den Sonnenstand anhand des Schattens betrachtet, dann "schwänzen die gerade alle die Schule"! Oder wird die Pisa-Studie ums Fussballspielen ergänzt? :thumbup:

    @Ritze
    Die von dir beschrieben Übung könnte man wohl eher als Abschußübung denn als Abschlußübung bezeichnen. Welchen Sinn siehst du in dieser Übung, außer den, dass Trainer und Keeper immer müder dabei werden?



    Eine Torwarttrainingseinheit sollte wie folgt aufgebaut sein:


    1. Warmmachen (allgemein)
    Bevor es überhaupt losgeht, sollte der Körper auf Betriebstemperatur gebracht werden. D.h. den Puls innerhalb von 5 Minuten einmal hochbeschleunigen.Je nach Schwerpunkt des TW-Trainings bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten beim Warmmachen an. Weil Trainingszeit aber kostbare Zeit ist, sollte möglichst viel mit dem Ball gemacht werden.


    1.1. Kurze Besprechung des letzten Spiels
    Für die während der Meisterschaftssaison absolvierten Torwartleistungen hat der Keeper ein Feedback vom Torwart-Trainer verdient. Dafür ist jetzt der richtige Zeitpunkt, weil es dann auch gleich üben kann. Davon hat der Keeper mehr, als von der Kommentierung während oder unmittelbar nach dem Spiel. Wichtig ist jedoch, den Keeper vorher zu befragen, was er gut fand und was er glaubt noch besser machen zu können.


    2. Übungen in der TW-Technik u. Taktik mit besonders hoher Konzentration
    Der Keeper soll an seinen Herausforderungen wachsen. Dafür braucht es den richtigen Zeitpunkt der körperlichen und geistigen Fitness. Im Rahmen dieses Trainings könnten dann auch Einfach-, Doppel- oder Trippel-TW-Übungen stehen, wobei der TW jeweilge durch schnelle Positionsveränderung und Anwendung der richtigen Technik Bälle lenken, fausten oder fangen soll.


    3. Ubungen und Spielformen unter Einbindung von Feldspielern
    Besonders wichtig ist, das der Keeper für jede übung den Zusammenhang zum Spiel erkennt. Wenn der Keeper die Bewegungsabläufe kennt, wird es Zeit, diese mit anderen Mitspieler und der Simulation von Gegnerdruck zu trainieren. Hierbei übernimmt der TW-Trainer auch Korrekturaufgaben der beteiligten Spieler. (Diese Kompetenzübertragung ist in der niederländischen Torwarttrainerausbildung Praxis)


    4. Abschlußspiel
    Beim Abschlußspiel erhält der TW und sein TW-Trainer ein erstes Feedback über die erzielten Fortschritte. Der TW-Trainer greift hier nicht mehr grundlegend ein, sondern lobt gute Aktionen. Was noch nicht verstanden wurde, wird beim nächsten Training fortgesetzt.


    Je nach Alter und Ligazugehörigkeit gehören andere Inhalte, Intensitäten und Grad der Perfektion in ein jährliches TW-Trainingsprogramm.


    Wenn unmittelbar vor Spielbeginn die Feldspieler aufs Tor schießen möchten, dann achte auf die richtige Distanz (Strafraumgrenze). Spätestens nach dem 10 Torschuß sollte der Keeper getauscht werden. Hier noch ein Tipp: statt des immer wieder gleichen und langweiligen Torschuß überleg dir ein paar vorangehende Paßkombinationen. Denn dann kommt der Ball, genau wie im Spiel aus unterschiedlichen Distanzen, Winkeln mit unterschiedlichem Druck aufs Tor. Also genau wie im Spiel. Oder hast du schon mal im Spiel gesehen, wie ein Spieler an der Strafraumgrenze steht und 9 weitere Spieler ca. 20 Meter weiter hinten in einer Reihe auf den Ball warten? Lass dir also was einfallen: Das Fussballspiel schreibt dafür die besten übungen.


    Weil ich aufgrund deiner Angaben annehme, dass du dir bislang dein Wissen übers TW-Training weitgehend autodidaktisch angeeignet hast, empfehle ich dir die DFB-Torwarttrainer-Breitensport-Ausbildung. Mit etwas Glück kommst du in eine gute Gruppe, die sich an jeweils 2 x 3 Tagen trifft und unter Anleitung eines erfahrenen TW-Trainers das HIntergrundwissen für die gemeinsame Gestaltung von Trainingseinheiten erhält.


    Als Literatur zum Erwerb von Basiswissen fürs TW-Training kann ich dir das Buch "Gehalten" empfehlen. Falls du spezielle Fragen hast, kannst du es mir auch gerne per PN mitteilen.


    Die Möglichkeiten eines kreativen Torwarttrainings sind riesengroß. Entdecke sie und hab Spaß dabei!

    Selber schuld, wenn in den Rethorikkursen der Fußballspieler bald auch noch der Punkt "spontanes Feiern in der Öffentlichkeit" trainiert wird.


    Karl
    Mein Kollege Open-Minded bringt es auf den Punkt. Weil es durchaus unterschiedliche Meinungen darüber geben kann, ist es schwierig auf der einen Seite die Spontanität der Spieler zu erhalten und auf der anderen Seite die Gefühle Dritter nicht zu verletzen. Dabei gehts nicht allein um die Argentinier, sondern um die Wirkung auf alle anderen Länder, egal ob Teilnehmer oder nicht!


    Für mich wird der "Gaucho-Tanz" derart hochgekocht und man gewinnt den Eindruck, man möchte gerne ein "Gaucho-Gate" daraus machen.


    Auch hat sich Wolfgang Niersbach bereits zu Wort gemeldet, das es ihm leid täte, das es zu derlei Reaktionen gekommen sei. Er würde jedoch die Jungs gut genug kennen, um zu wissen, dass es weder ehrverletztend, noch rechtsradikal gemeint gewesen wäre.


    Ich denke, damit sollte man es nun auch genug sein lassen.


    Wir wollen uns doch nicht die Freude über den WM-Titel, auf dem ganz Fussballdeutschland sehnsüchtig gewartet hat, nehmen lassen!

    petr


    Du schreibst: E-Jugend leistungsorientiert!


    Welche Leistungsziele sind denn für Trainer und E-Jugend Kinder vorgegeben und mit welchen Mitteln sollen sie erreicht werden?


    Nicht, das wir uns mißverstehen. Ich habe nix gegen 3 x wöchentliches Training an sich. Wir haben früher täglich Fussball gespielt und hatten Spaß daran. Allerdings hatten wir keine Trainer, die uns per Joystick übers Feld schicken wollten!


    Ich mußte erst vor kurzem über einen Trainer schmunzeln, der seinen E-Jugend-Kids was vom "Mittelfeldpressing" erzählte. Er versuchte verzweifelt eine Übung zum Laufen zu bringen, mußte sich jedoch schließlich resigniert eingestehen, dass es scheinbar doch noch ein bißchen zu früh damit ist!


    Vor gar nicht so langer Zeit gab`s hier einen User, für den in der F-Jugend bereits Leistungsfussball gespielt werden sollte. Kinder, die das leisten wollen, sollten dann lieber Halma spielen.


    Bei dem Trainerwunsch nach mehr Training gibt es häufig das Motiv nach einem größeren persönlichen Erfolg! Aber es ist ein zweifelhafter Erfolg, der auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird.


    Ich glaube, genau das möchte Rasenschach dank seiner Fachkenntnisse aus der B-Lizenz-Ausbildung sowie den praktischen Erfahrungen aus dem Leistungsfussball verindern?