Beiträge von TW-Trainer

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    Chris


    Erst einmal vielen Dank für die ausführliche Beschreibung in eurem Verein. Auch ich schreibe aus ähnlichen Gründen anonym, sonst müßte ich das eine oder andere Blatt von den Mund nehmen. Jedoch wundert es mich keineswegs, dass dein Fazit trotz hoher Abwerbetätigkeit, eines sehr großen Kaders (bei 19 Kindern in der D 1 kann ich nicht erkennen, dass alle unter dem Gesichtspunkt von Forderung und Förderung ausreichende Spieleinsätze bekommen) schlußendlich positiv ausfällt. Sonst wärst du wohl nicht mehr dort.


    Zwar sehe ich die Kreisliga als Breitensportbereich, jedoch kann es eine Grauzone zwischen dem oberen Kreisliga- und dem unteren Bezirksligabereich ab der C-Jugend geben. Wie haltet ihr es eigentlich mit der Tranferzahlung? Wird die gezahlt oder werden Spieler geholt, bei denen die Vereine keine Sperre erteilen und auf die Zahlung verzichten. Oder liegt die Ursache im deutlichen Zuwachs während des E-Jugend-Bereichs gar darin begründet, so Geld für Zahlungen an die abgebenden Vereine zu sparen?


    Dein Bericht zeigt aber auch auf, wo du die Defizite siehst. (Natürlich steigen mit den eigenen Erfahrungen auch die Erwartungen an die Jugendtrainer.) Insofern sehe ich noch nicht den großen Unterschied zwischen den brüllenden Trainern im kleinen Dorfverein und denen im größeren Stadtverein.


    Gerne würde mich bei deinen Beobachtungen interessieren, ob die Spieler und Eltern nur zu Anfang einer Saison bei euch euphorisch sind oder ob dies auch dann noch der Fall ist, wenn man ihnen zum Ende der Saison hin erklärt, dass es für die erste Mannschaft bei euch nicht mehr reicht!


    Ich finde es aber sehr gut, dass ihr mit den abgebenden Vereinen ein freundschaftliches Verhältnis pflegt, damit es den Kindern, die bei euch durchs Leistungsraster gefallen sind, den Weg zurück in den Heimatverein ebnet. Denn für jeden Dritten bis Vierten heißt es ja selbst bei euch vor dem Wechsel in die A-Jugend Abschied zu nehmen.


    Wie kommt es eigenlich bei euch zur deutlichen Erhöhung der Fluktuation? Sind dies nur Gründe, die auf die eigenen Entscheidungen der Spieler zurück zu führen sind oder gibt es auch eine Kombination mit leistungsabhängigen Entscheidungen?


    Du sprichst die Einsicht und Entscheidung der Kinder und ihrer Eltern an, dass die Leistung wohl nicht zur Empfehlung höherer Aufgaben reicht. Gerade in den letzten Jahren konnte gezeigt werden, dass im modernen Fussball sehr viel mehr trainierbar ist, als man zuvor angenommen hatte. Wie entsteht bei euch diese Wende in der Entscheidung und inwieweit spielen hierbei die eure Vereinsinteressen (z.B. Halten von Leistungsträgern, die Potenzial für höhere Aufgaben besitzen) eine Rolle? Genau in diesen Konflikt gerät jeder Trainer, der sowohl als Vereinstrainer und Trainer in der Nachwuchsförderung tätig ist! Ich frage das auch deshalb, weil du selbst Zweifel äußerst, ob die Zusammenfassung der besten Spieler im näheren Umkreis mehr Erfolgswirkung hat als die Suche nach den besten Trainern der Umgebung?


    Ich weiß nun nicht, wie lange du diesen Job schon ausübst. Denn irgendwann läuft man auch Gefahr, in einen gewissen Trott hinein zu geraten, wo man manches gar nicht mehr hinterfragt und die Gegebenheiten als "unantastbar" hinnimmt. Ein Kollege meinte neulich zu mir, dass er nach spätestens 2 Jahren schon allein deshalb den Verein wechselt, damit er nicht betriebsblind wird. Andererseits würden ihn die neuen Herausforderungen reizen, weil es dort ganz besonders leicht wäre, einen Strich unter die Vergangenheit zu ziehen, statt mit den "Leichen im Keller" weiterhin zu leben.


    Das Thema ist "brüllender Trainer"! Hier geht es aber nicht nur um den spontanen Ausdruck einer Emotionalität, sondern auch um seine Wurzeln. Hier geht es um unterschiedliche Erwartungen und derem gegenseitige Enttäuschung. Deshalb sei vor einer Schwarz-Weiß-Darstellung gewarnt. Deine glaubhaft nachvollziehbare Beschreibung mag dazu beitragen, es aus der Warte eines größeren Vereins zu betrachten.

    Nein, mein Lieber.


    Damit wäre das Thema "herablassend" für mich beendet!


    Dennoch schien meine Vermutung, dass dein Kind recht früh in einen größeren Verein gewechselt ist, durchaus zutreffend zu sein. Warum also verhehlen, das dies bei der Meinungsbildung eine Rolle gespielt hat? Jeder hat doch das Recht auf eine persönliche Meinung!


    Mag sein, dass manches für mich als erfahrener Trainer schon zu selbstverständlich ist, wann dann vielleicht für unbedarfte Trainer als "herablassend" wahrgenommen wird? Letzend geht es jedoch um den Austausch von Erfahrungen , den daraus abgeleiteten Erkenntnissen und einer Meinung, welche einer permanenten Prüfung unterzogen wird und ggf. zu einem Meinungswechsel führt, sollten sich wesentliche Veränderungen zeigen.


    Wenn du schon länger hier im Forum bist, müßtest du zwischenzeitlich bemerkt haben, dass ich genau dort seit vielen Jahren tätig bin, wo Leistungs- und Profifussball stattfindet. Es sind deshalb langjährige Erfahrungen, in denen nur in Ausnahmefällen ein zu früher Vereinswechsel mittelfristig die beste Entscheidung war. Denn für diese Kinder und Eltern ist es in der frühen Phase kaum vorstellbar, dass die Konkurenz um die wenigen Ausbildungsplätze im Laufe der Zeit immer größer wird. Hinzu kommt, dass die dazugekommenen Kinder durch die neuen Rahmenbedingungen sehr viel schneller die bereits seit Jahren am Limit trainierten Kinder, die schon sehr früh gewechselt sind, Leistungssprünge erzielen.


    Wenn du also weder den enttäutschten Eltern oder mir nicht glaubst, dann beschäftige dich mit wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema. Spätestens dann wirst du zu dem Schluß kommen, dass ein früher Vereinswechsel inur in Ausnahmen der bessere Weg ist. Es ist eine indidivuelle Entscheidung mit hohem Wechselrisiko, weil es wenig Transparenz und kaum neutrale Informationsstellen gibt.


    Nach der Einführung der Fairplay-Liga stelle auch ich fest, dass es rund um den unteren Fussballbereich ruhiger und sachlicher geworden ist. Aufgrund der deutlich geringer gewordenen Reizpunkte ist der Gewinn von Erkenntnissen bei Trainern und Eltern auch eine andere, besonneren Ebene gelangt. Ich habe die Hoffnung, dass sich diese Erfahrungen nach und nach in den mittleren und oberen Bereich der Jugend positiv auswirken.


    In den NLZ gibts gerade in diesem Bereich einen Bedarf. Denn die dort tätigen Trainer haben als erwachsene Fussballer im Leistungs- oder Profibereich primär die 100 %-ige Ausrichtung des Erfolgs am Spielergebnis kennengelernt. Hinzu kommt, dass aufgrund fehlender praktischer Erfahrungen im Jugendbereich häufig zu wenig Geduld in Kombination mit kurzfristigen Zielen zu sehr im Fokus steht. Ein nachhaltiges Jugendkonzept basist auf altersgerechte Ziele, die jedoch keineswegs einen Widerspruch zu den sportlichen Erfolgen darstellen. Sind hier Brüllaffen am Werk, so zeigt dies fachliche und/oder charakterliche Überforderung.

    Günter


    Vielen dank fürs Kompliment.


    Deine Übung mit dem Trambolin ist zur Analyse von Defiziten in der beidbeinigen Koordination sehr gut geeignet. Nicht nur der TW-Trainer, sondern auch der Keeper erkennen durch die überproportionale Sprungunterstützung auf dem Trambolin rasch die Unterschiede beim Absprung mit dem rechten, linken oder mit beiden Beinen. Denn ist erfolgt die Koordination nicht gleichmäßig, so kann der Oberkörper nicht frontal zum Ball gebracht werden. Im Ergebnis gelangt der Keeper nicht mit fast ausgestreckten Armen und beiden Händen gleichzeitig zum Ball.
    Das Trambolin als Hilfsmittel strengt nicht nur den TW-Trainer an, der seine Würfe mit dem richtigen Druck und der Präzision gestalten muß, er verlangt auch vom Keeper eine gute Konzentration auf das Timing.


    Wer jedoch kein Trambolin zur Verfügung hat, kann trotzdem Defizite messen. Dazu gibts 2 einfache Methoden:


    1. Einfache Methode
    Bei TW-Anfängern oder vielen "Linienschnappern" läßt sich erkennen, dass sie bei flachen Schüssen in eine Torecke auf der "starken Seite" unter guter Körperspannung flach und mit ausgestrecktem Körper abspringen. Auf der schwachen Seite fallen sie entweder "auf den Bauch" oder springen seitlich im Bogen.


    2. Messungspräzision
    Mit der nachfolgenden Methode läßt sich nicht nur beim Torwart, sondern auch bei allen Feldspielern der Grat der "Einbeinigkeit" messen. Dazu baut man ein Hütchenparcours-Rechteck auf. Das äußere Viereck sollte ca. 20 m betragen. Jeweils auf 10 m (also in der Mitte zwischen den äußeren Hütchen) wird ein weiteres Hütchen plaziert.
    Von einer Seite werden In der Mitte weitere Hütchen im Abstand ca. 1,5 bis 2 m plaziert. Vor dem Start der Übung wird dem Keeper erklärt, dass die Hütchen dem Uhrzeigersinn entsprechend folgende Bedeutungen haben. Das Hütchen mittig, vorn entspricht der 1, das im rechten, äußeren Eck der 2, das mittig rechts der 3, das am äußeren Eck rechts unten der 4, das mittig unten der 5, das links unten am äußeren Eck der 6, das mittig rechts der 7 und schließlich das links am äußeren, oberen Eck der 8.
    Ferner wird eine Stoppuhr benötigt des Sprints zum jeweiligen Eck gemessen wird.
    Die Übung startet damit, dass der Keeper im mittleren Tempo im Slalom durch den unten mittig angelegten Hütchenparcours läuft. Sobald er das Zentrum erreicht hat, kommt vom TW-Trainer das Kommando (z.B. 2) für den Richtungswechsel und den Sprint. Gleichzeitig startet der TW-Trainer seine Stoppuhr, die beim Erreichen des Zielhütchens wieder angehalten wird. Diese Übung sollte man wiederholen, bis der Keeper min. 1 x zu allen 8 Hütchen gesprintet ist. Anhand der Tabelle lassen sich Zeitdifferenzen zwischen den Sprints zur linken und zur rechten Seite erkennen. In erster Linie ist die Ursache dafür in der unterschiedlichen Koordination beim ersten Stemmschritt in die gewünschte Richtung zu suchen. Ein "Rechtsfüßer" wird bei der Drehung nach links seinen rechten Fuß zuerst aufsetzen, beim "Linksfüßer" ist es umgekehrt. Die Geschwindigkeit und Präzision in der Drehung sowie die Impulskraft beim Start machen schließlich die Zeitdifferenz deutlich. Sie zeigen dem TW-Trainer an, welche Übungen er wie gestalten sollte, um diese Differenzen auszugleichen. Zwar ist ein gleichmäßiger Bewegungsablauf bei allen Mannschaftsmitgliedern von Bedeutung, jedoch wirken sich die Differenzen beim Keeper besonders deutlich aus. Abhilfe kann nur geschaffen werden, wenn man beide Körperhälften trainiert. Für die Feldspieler findet man im Rahmen der "Laufschule" sehr gute Hilfen, beim TW kann man mit weiteren, speziellen Übungen eine gute Unterstüzung leisten.


    Weil es sonst zu lang wird, möchte ich an dieser Stelle nur für 2 TW-Themen ein paar Hinweise geben:


    1. Abtauchen
    Beim "Abtauchen" wird, beim Fuß beginnend (die Fußspitze zeigt zur Abtauchseite in ca. 45 % schräg nach vorn) der untere Teil des Körpers bis zur Hüfte zur Abtauchseite ausgerichtet. Zum Abtauchen wird zunächst das Knie der Abtauchseite gebeugt, bis die Hüfte nur noch einen geringen Abstand zum Boden hat. Mit angewinkeltem Bein an der Abtauchseite, lang ausgestrecktem Oberkörper, wird im per Fußspitze eingestellten Winkel von 45 Grad schräg nach vorn über Oberschenkel, Hüfte und Schulter Bodenkontakt aufgenommen. Die Arme sind beim Ballkontakt ca. 45 bis 60 Grad vor dem Körper. Damit ist der Weg zum Körper lang genug, um dem Ball die Geschwindigkeit zu nehmen. Beide Hände nehmen (mit gespreizten Fingern, Daumen berühren sich fast) gleichzeitig Ballkontakt auf, damit der Ball sicher gefangen werden kann.


    Diese Übung macht an der dominanten Körperseite kaum Probleme. An der schwächeren Seite wird der Keeper jedoch zunächst versuchen, sich seitlich fallen zu lassen, statt über Oberschenkel, Hüfte und Schulter abzurollen. Ferner kann es dazu kommen, dass nicht beide Arme lang ausgestreckt, sondern ein Arm zum Abstützen des Oberkörpers vor der Landung Bodenkontakt aufnimmt. Hier gilt es geduldig zu sein und ggf. Zwischenübungen zu verwenden.


    1. Zwischenübung
    TW sitzt, TW-Trainer rollt ihm Bälle rechts/links zu. TW läßt sich seitlich kippen, streckt Arme aus und fängt den Ball mti beiden Händen


    2. Zwischenübung
    TW kniet, TW-Traienr rollt ihm Bälle rechts/links zu. TW setzt zunächst an Abrollseite das Knie etwas vor, läßt sich seitlich fallen und rollt über Hüfte und Schulter ab.


    3. Zwischenübung
    TW geht fast bis in Hockstellung runter. TW-Trainer hält dem TW in ca. 1 - 1,5 m Entfernung mit fast ausgestreckten Armen den Ball halbhoch seitlich entgegen. Dabei wird 1 Hand auf und die andere Hand unter den Ball gelegt. Der TW startet den Bewegungsablauf, indem er Spannung auf die Fussballen auslöst, ca. 45 Grad nach vorn mit ausgestreckten Armen den Ball mit beiden Händen gleichzeitig umgreift. Er rollt dann über Oberschenkel, Hüfte und Schulter ab. Zum leichteren Abrollen aus dem Stand ist es wichtig, dass die Schulter an der unteren Seite leicht gedreht wird, damit der Bodenkontakt an der schwachen Seite nicht im Achselbereich stattfindet. Das kann schmerzhaft sein, weil dabei das Schultergelenk, statt die Schultermuskulatur den Bodenkontakt aufnimmt und sogar der Kopf auf die Schulter aufschlagen kann.


    Wenn der Keeper über diese Zwischenübungen ausreichend an Sicherheit gewonnen hat, kann man den Bewegungsablauf aus dem Laufen heraus wagen. Als Eselsbrücke eignet sich folgende Übung.


    TW-Übung:
    Der TW positioniert sich mittig. Der TW-Trainer ca. 8 - 10 m mittig. Auf TR-Kommando sprintet der Keper zur einen Torseite, tippt mit der Hand den Pfosten an und sprintet danach schräg nach vorn zur anderen Torseite. Sobald der Keeper die Tormitte erreicht hat, wirft der TW-Trainer den Ball beidhändig halbhoch mit geringem Druck zur anderen Torseite. Was an der starken Torseite für den Keeper kein Problem darstellt, wird an der schwächeren Seite deshalb etwas schwieriger, weil der Keeper hier nicht schräg nach vorn, sondern genau in Richtung Torpfosten sprintet. Das liegt daran, dass der Anfänger-Keeper glaubt, je weiter die Distanz von Ball zu Tor ist, je größer sei die Chance ihn noch rechtzeitig zu erreichen (und sei es nur mit einer Hand)! Dies ist jedoch ein Trugschluß, weil die abzudeckende Torfläche größer wird, wenn er nicht seitlich nach vorn sprintet und abspringt. Als Unterstützung für Erkennen des richtigen Laufwegs kann man an der zu sprintenden Torseite ein Hütchen oder Pylon an der äußeren Ecke des 5 m - Raums positionieren. Falls es sich um einen jüngeren Keeper (C oder B-Jugend oder um weibliche Keeper) handelt, das Hütchen oder Plyon auf ca. 3 m sowie zwischen 5m-Ecke und 2. Pfosten positionieren.


    So, jetzt wünsche ich allen ambitionierten TW-Trainern viel Spaß bei den Übungen und den daraus gewonnenen Erkenntnissen von TW und TW-Trainer!

    raicoon


    Bitte korrigiere mich, wenn ich etwas falsch interpretiere! Also du hast einen Keeper, der jetzt in die C-Jugend gewechselt ist, wo er Keeper in einem Großfeldtor geworden ist. Sowohl die Abmessungen des Tores wie auch die Dimensionen des Strafraums sind also anders geworden. Soweit richtig?


    Dass der Junge nicht wie gewünscht, weite Flanken abfängt oder auf Rückpässe wartet, kann also 2 Gründe haben:


    1. Er ist schon sehr lange im Tor und hat nichts anderes kennengelernt, als den Linienschnapper zu spielen, sodass ihm Erfahrungen als Feldspieler zur raschen Situationserkennung fehlen.
    2. Er hat Angst (vielleicht noch durch Trainerkritik) geschürt, sich von der Linie fort zu bewegen, weil sonst noch mehr hohe Bälle ins Tor gehen.


    Wenn du also gestattest, beschäftigen wir uns hier zunächst mit der Abwehr hoher Bälle (und kommen danach erst zum Stellungsspiel), einverstanden?


    Um auch solche Bälle abzuwehren, an die man mit selbst mit lang ausgestreckten Armen nicht gelangt, um man eine geignete Sprungtechnik erlernen. Dazu müssen Muskeln und Sehnen durch Veränderung der Körperhaltung in eine günstige Stellung auf eine größtmöglich Spannung gebracht werden. Das geht fast automatisch, wenn der Oberkörper leicht vorgebeugt wird. Um dass Gleichgewicht in dieser Position zu halten müssen nun die Knie angewinkelt und von der flachen Fussfläche auf die Fussballen gewechselt werden. Auch die Arme werden leicht angewinkelt. Denn hier beginnt der Ab- und Aufschwung in die Höhe, der dann von der Bein- über die Rumpfmuskulatur unterstützt wird.


    Das Problem der Absprungtechnik haben übrigens alle Torleute. Manche können es jedoch aufgrund ihrer Körperlänge etwas mehr kaschieren, sodass es dem Laien nicht sofort auffällt!


    Weil aber die Körperlänge ohnehin nicht vom Trainer beeinflussbar ist (wer wissen will, wie groß sein Keeper mal wird, braucht sich nur Vater und Mutter anschauen und dann ein paar Zentimeter bei der Körperlänge dazu addieren), ist es auch kein relevantes Entscheidungsmerkmal für Jugend-Keeper!


    Kommen wir nun zur Kombination von Sprungtechnik und einfachen Formen des Stellungsspiels! Nehmen wir dazu einen Distanzschuß, der als hoher Ball in Richtung Tor unterwegs ist. In dieser Situation wird der Ball meist "länger" als der Keeper vermutet. Statt in dieser Situation die "vorwärts orientierte Rückwärtsbewegung" zu wählen, laufen die meisten Keeper mit ausgestrecktem Körper rückwärts. Weil man aus dieser Grundhaltung jedoch nicht oder fast nicht abspringen kann, fallen die Köper zum Schluß nach hinten wie eine "Bleiente"! Wenn man den Bewegungsablauf genau beobachtet, wird dabei sogar der Oberkörper leicht schräng nach hinten gebracht, um sich dadurch schneller rückwärts laufen zu können.


    Bei der "Vorwärts orientierte Rückwärtsbewegung wird der Körper wie in der Grund-Absprungposition in Spannung gebracht. Es bewegen sich lediglich die Beine und Füße in Rückwärtsbewegung. Auf diese Weise kann der Keeper genau so hoch springen, wie in der Grundposition. Mit ein wenig Übung sogar noch ein klein wenig höher, weil er die Anlaufgeschwindigkeit mitnehmen kann.


    Kommen wir zu den etwas geringeren Defiziten beim Sprung in der Vorwärtsbewegung. Hierbei gibt es besonders häufig die Situation, dass der Keeper zu flach abspringt. Dies geschieht, wenn der letzte Schritt zu groß gerät und man das Tempo nicht in Höhe umsetzen kann. Deshalb ist es wichtig den Bewegungsablauf in Phasen zu glidern. 1. Phase: Anitzipieren der Situation, 2. Phase: Schnelle Distanzverkürzung: 3. Phase: einbeiniger Absprung. Wenn die Technik des einbeinigen Absprungs einigermaßen beherrscht wird, sollte darauf geachtet werden, das das jeweils am nähesten am Sprungziel befindliche Bein benutzt wird.


    Ein weiteres Handicap ist sicher das starke und schwächere Bein. Mag sich dies bei Feldspielern nur marginal auswirken, sind die Auswirkungen beim Keeper deutlich stärker. Denn hier ist ein ruhiger Oberkörper in der Abwehrphase ein Garanti für gute Fang- und Lenktechniken. Muskel- und Koordinationsdefizite im unteren Körperbereich wirken sich immer auch auf den oberen Körperbereich aus.


    Aber wir wollen ja keine Nationalkeeper ausbilden, sondern lediglich Torleute für den "Alltagsgebrauch"!


    Zum Schluß nicht eine kleine Eselsbrücke
    Laß deinem Keeper beim Training von hohen Bällen ein Hütchen auf seinen Kopf ballancieren. Positioniere dich dann ca. 8 m von ihm entfernt und werfe ihm zunächst Bälle zu, die auf seiner Höhe so herunter kommen, dass er sie ohne Sprung fangen kann. Dabei wirst du feststellen, dass das Hütchen zunächst häufig nach hinten herunterfällt, weil der Keeper keinen Schritt zurück macht, sondern den Kopf in den Nacken legt. Aber er wird es rasch lernen, rechtzeitig (d.h. sobald dr den Ball nicht mehr unter der Hütchenkrempe sieht) ein-zwei nach hinten zu machen, damit das Hütchen auf dem Kopf bleibt. Wirfst du ihm nunmehr kürzere Bälle zu, wird sein Hütchen nach vorn herunterfallen. Aber er wird so rasch lernen, rechtzeitig ein paar Schritte nach vorn zu machen, damit das Hütchen auf dem Kopf bleibt.


    Ich denke, dass sollte erst einmal genug sein. Viel Spaß bei diesen TW-Übungen. Sicher werden im Laufe deiner ersten Erfahrungen dabei ein paar Fragen auftauchen. Die sollten wir zunächst abarbeiten, bevor wir uns gemeinsma an das komplexe Stellungsspiel trauen. Denn Wunder dauern nun einmal etwas länger!

    holzi


    Klingt recht negativ. Die Eltern, die ihre Kinder unbedingt bei den großen Vereinen unterbringen wollen, gibt es. Dass hier bisweilen nicht über damit verbundene Nachteile nachgedacht wird, ist vielleicht auch so. Es gibt aber auch Eltern, die das sehr wohl bedenken und sich trotzdem für einen "großen" Verein entscheiden, z. B. weil die Alternative eben der Brülltrainer und/oder ganz und gar langweiliges und nicht altersgerechtes Training ist.


    Das klingt nicht nur negativ, es ist auch so! Ausserdem gibts im unteren Jugendbereich größerer Vereine mindestens genauso viele Brüllaffen. Denn dieses persönliche Merkmal hat auch mit dem Charakter der Trainerperson zu tun. Was sich bei größeren Vereinen auf Platz 10 zuträgt, interessiert dort in der Regel auch niemand. Muß auch nicht, weil trotzdem jährlich genug Anmeldungen kommen. Lizenzen und praktische, erfolgreiche Erfahrungen sind keine Bedingung, weil das Logo auf dem Trainerdress für vermeintliche Qualität bürgt!


    Nach irgendwelchen Garantien wirst du auch bei größeren Vereinen im unteren Jugendbereich verzweifelt suchen müssen!


    Kann es sein, dass du gerade eines deiner Kinder bei einem umliegenden, größeren Verein angemeldet hast oder dich mit dieser Absicht trägst und dich wunderst, warum du dafür kaum eine Bestätigung für deine Entscheidung findest?


    Wenn ja, dann solltest du dich auch rasch mit dem Thema der sozialen Entwicklung deines Kindes während seiner Freizeitaktivitäten beschäftigen. Denn es gibt seit Jahren umfangreiche Erfahrungen darüber, dass sie die sportliche und soziale Entwicklung für Kinder einschl. D-Jugend in der gewohnten Athmosphäre mit den Alltagsfreunden im Heimatverein meist deutlich besser entwickelt, als in einem seelenlosen Haufen, der sich nur zum Fussballspielen trifft und in dem dein Kind auch nur auf seine fussballerischen Fähigkeiten reduziert wird. Auch wisschenschaftliche Untersuchungen kommen zu dem Schluß, dass bei größeren Vereinen mit kurzfristigen Saisonzielen der Spaß im Kinderfussball zu kurz kommt.


    Wenn du dir ein wenig Mühe machst, wirst du auch hier im Forum genügend Informationen darüber finden. U.a. findest du dort auch einige mutige Eltern, die den Frust ihrer Kinder sowie die eigene Enttäuschung beschreiben. Das ist aber nur der Eisberg, denn es läßt ich denken, dass beim pernanten Sieben bei der Suche nach den besten Talenten sehr viel Spreu abfällt. Die Meisten schämen sich so sehr, dass sie sich gar nicht getrauen darüber zu sprechen.


    Leider werden wir Beide die "Brüllaffen am Spielfeldrand" kurzfristig nicht abschaffen können. Aber es besteht Hoffnung, dass zumindest bis einschl. der F-Jugend durch die Einführung der Kinderfussballs nach vereinfachten KIFU-Regeln ein wenig mehr Ruhe im Umfeld des Kinderfussballs einkehrt.


    Wie ich aus deinem Nick entnehme, bis zu Bambini-Trainer! Da hast du es doch auch selbst in der Hand, in deinem Heimatverein zu zeigen, dass sportliche Entwicklung in einer angstfreien Umgebung keinen Widerspruch darstellt. Denn wenn du es verstehst, den Kindern den Spaß am Fussball zu vermitteln, dann wird bei einigen Spielern auch der Spaß an der eigenen Leistung dazu kommen. Wie weit das dann geht, entscheidet das Kind selbst. Aber es braucht dazu deine Unterstützung inform von besonnenen Entscheidungen. Das du dich hier und vielleicht woanders darüber informierst, ist schon mal ein guter Weg.

    @Priaos


    Zunächst einmal drücke ich dir die Damen fürs Bestehen des Eignungstests, der ja wie du weißt aus einem praktischen und theoretischen Teil besteht.
    Beim theoretischen Teil geht es darum, seine Kommunikaitonsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Inhaltlich soll es um Themen des modernen Fussball gehen.


    Das Gesamtergebnis soll ein gutes Bild für die Ausbilder abgeben, ob der Kandidat als späterer Trainer für den Leistungsfussball geeignet ist.

    holzi


    Wie bei der Thread-Erstellung ersichtlich, ist wie jährlich einige Tausend enttäuschter Kinder und Eltern auch hier ein Vater den Versprechungen eines größeren Vereins in seiner Umgebung auf den Leim gegangen.


    Wenn es so einfach wäre, wie du beschreibst, dann bräuchte man ja gar nicht lange überlegen. Weil es jedoch im untereren Jugendbereich (bis einschließlich D-Jugend) keine zuverlässigen Merkmale gibt, wodurch sich größere von kleineren Vereinen unterscheiden, muß man vor derlei Pauschalaussagen warnen.


    Wer jedoch selbst nicht den meisten DFB-Stützpunkttrainern, die davor warnen zu für den Heimatverein zu verlassen und sich stattdessen lieber vom Abwerberverein Propaganda als Informationen verkaufen läßt, wird nicht selten bitter enttäuscht werden. Leider müssen die Kinder dann den Mist, den ihre Eltern verzapft haben, ausbaden. Allerdings ist die Quote der überehrgeizigen Eltern, die ihre Kinder wie Sauer Bier diesen Vereinen anpreisen weitaus größer als die Abwerbungen, weshalb den Vereinen das Aufsaugen der Leistungsträger leicht gemacht wird.


    Wenn du eine Bestätigung der guten Trainerarbeit nur anhand der Ergebnisse siehst, dann solltest du bedenken, dass diese Siege weniger mit einem guten Training, sondern vielmehr mit der gleichzeitigen Schwächen der Liga-Gegner (von denen man die besten Spieler abgeworben hat) in Verbindung steht. Ein solches Team könnte auch vom Platzwart oder Hausmeister zu den Ligaspielen begleitet werden.


    Eine jährlich zuverlässige Ligastärke in den höchsten Ligen gibts erst ab der C-Jugend. Erst ab dieser Altersklasse setzt man sich bei der Bedarfsdeckung der NLZ mit den gewünschten Qualitätsmerkmalen der Trainer intensiv auseinander. Wer bis einschl. D-Jugend dort Trainer ist, hängt allenfalls von den individuellen Vorstellungen des jeweiligen Verantwortlichen für diesen Altersbereich ab.


    Das Faß, was du gerne aufmachen möchtest, das hat so viele Löcher, dass die von dir angeführten Argumente an vielen Stellen gleich wieder entschwinden.


    Ich finde deinen Beitrag aber trotzdem gut. Denn so wie du denken viele Eltern!

    Thomekz


    Bei einem 18-er Kader im Seniorenbereich stellt sich die Mannschaft ab ca. dem 3. Spieltag von selbst auf. Denn je älter das Spieleralter, je höher das Verletzungsrisiko!


    Aber du möchtest ja wissen, wie man alle Spieler bei Laune hält?


    1. Bereits bei der Kaderzusammenstellung darauf achten, sich Mannschaftsspieler (also keine Egoisten, Stinkstiefel, Diven) zu holen
    2. Schon in der Vorbereitung allen klar machen, dass ihr eine Mannschaft seit, bei der jeder gleichwichtig ist (also keine Trennung zwischen Stamm- und Ersatzspieler)
    3. Jederzeit ein offenes Ohr für deine Spieler (je älter das Spieleralter, je mehr Alltagsprobleme)
    4. Regelmäßige, gemeinsame Freizeitaktionen (das Harmoniebedürfnis sollte auch bei Erwachsenen bedient werden)
    5. Sportlich faire Beurteilung von Leistungen mit 1 : 1 Umsetzung durch Spielzeiten (ist natürlich schwierig zwischen Symphatie und Antipathie und Leistungen zu unterscheiden)
    6. Respekt verschafft man sich, wenn alle Spieler das Gefühl haben, von ihrem Trainer etwas lernen zu können (nicht durch Belohnung von Speichelleckern und Bestrafung ehrlicher Meinungen)
    6.a. behutsames Mitwirken bei der Zusammenstellung von Mannschaftsverantwortlichen (Kapitän, Stellvertreter und Mannschaftsrat nach Standing in der Mannschaft)
    7. Sich auch in schwierigen Situationen vor die Mannschaft stellen (Vorstand und Zuschauer geben ihre Meinung meist auf Basis von Spielergebnissen ab, kennen jedoch meist kaum die Hintergründe dafür)


    Eine weitere Differenzierung ist möglich, wenn die Spielklasse als Merkmal hinzugefügt wird. Auch gibt es Unterschiede zwischen Frauen- und Männerteams.

    Chef-Ausbilder


    Wenn ich mir die bereits über einen längeren Zeitraum verfassten Beiträge von Chris vor Augen halte, dann gewinne ich zunächst schon den Eindruck, dass er seine Spieler nicht überfordert bzw. Fussball zur Ego-Bestätigung (ala = wir spielen jetzt auch so wie die Erwachsenen) macht.
    Ansonsten habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht wie du! Wie aber schon bei deinem Nick (Trainer U 12 - U 19) zu erkennen ist, hast du deshalb einen besseren Blick, weil du in einem breiteren Altersbereich Erfahrungen gesammelt hast. Deshalb bist du denen ein gutes Stück voraus, dessen Erfahrungen sich nur auf eine Altersstufe bezieht. In sehr vielen Beiträgen erkenne ich, dass der Verfasser zwar eine gute Ist-Analyse des Leistungsvermögens in seinem verantwortlichen Altersbereich beschreibt, jedoch bei der Formulierung des Soll-Zustands Lücken auftreten. Diese Verständnislücken basieren miest auf fehlende Erfahrungen. Genau aus diesem Zwiespalt heraus empfehle ich NLZ bereits bei den Auswahlkriterien wie auch bei der systematischen Ausbildung über den gesamten Jugendbereich als Trainerteam gemeinsam Verantwortung zu tragen. Denn nur duch regelmäßige Erfahrungen und Austausch kann man realitätsgetreues Verständnis entwickeln. Wer diese Altersstufen niemals kennen gelernt hat, der wird sich zu gewissen Teilen immer nur im theoretischen Modell bewegen und kann (ausgenommen Chris) im Laufe der Jahre zum Fachidioten mutieren!

    @Nummer4


    Ich kann deinem Beitrag zustimmen. Allerdings birgt gerade die Formulierung Leistung, egal ob im Konsenz mit Leistungsfussball oder leistungsorientiert ein hohes Risiko der Fehlinterpretation von Eltern und Kindern. Es besteht der große Verdacht, dass dies auch so von den Abwerber-Vereinen gewünscht ist. Deshalb bin ich nach wie vor der Meinung, dass eine neutrale Beratungsstelle wechselwillige Spieler und Eltern mit den nötigen Informationen versorgen sollte. Klare Definitionen zur Abgrenzung sind gute Entscheidungshifeln für den Laien.


    Denn zu wissen, worauf man sich ggf. einläßt, ist allemal besser als die derzeitigen Steuerungsversuche durch Spielersperren und Tranfserzahlungen.

    Günter


    Viele Trainer starten mit einem Strafenkatalog, weil sie es aus ihrer aktiven Spielerzeit noch kennen und weil sie meinen, man könnte auf diese Weise sein gewünschten Verhalten notfalls erzwingen. Erst im Laufe der Jahre kehrt mit einem umfangreicheren Erfahrungsschatz von selbst gemachten Fehlern häufig die Einsicht ein, dass man mit einem etwas besonneneren Verhalten die gleiche, wenn nicht sogar eine nachhaltigere Wirkung erzielen kann. Denn schon allein die Strafandrohung impliziert auch den Versuch sich nicht erwischen zu lassen. Wer auf die Enttäuschung als das Ende einer Täuschung warten möchte, der mag am Strafenkatalog festhalten. Aber Zuverlässigkeit erzeugt man nicht durch Strafen oder der Erzeugung eines Verhältnisses von Mißtrauen und Angst, sondern durch nachhaltiges Vertrauensverhältnis untereinander.


    Wir können unsere Erfahrungen auch gerne mit jüngeren Kollegen diskutieren. Aber ich bezweifle, dass wir auch Jeden überzeugen werden!

    @Uwe
    Sorry, hab dich ganz vergessen. Den Taschengeldparagraphen gibts immer noch im BGB. Bei der Prüfung des Strafmaßes bei Jugendlichen (bis 18) und Heranwachsenden (bis 21) findet das regelmäßige Einkommen, was vielfach in diesem Bereich nur das Taschengeld ist, auch statt.


    Bei den Rechtsgeschäften wird jedoch nur ganz selten der Taschengeldparagraph herangezogen. Hier geht es vielmehr darum, ob ein Minderjähriger ohne Wissen seiner Eltern ein bestimmtes Rechtsgeschäft tätigen darf. Kauf der Jugendliche z.B. einen Fernseher ohne Zustimmung seiner Erziehungsberechtigten, so können diese die Rücknahme und vollständige Erstattung des Geldbetrages verlangen. Selbst dann, wenn dem Jugendlichen der Fernsehr versehentlich heruntergefallen und nur noch Schrott ist. Die Eltern müssen jedoch unverzüglich handeln. Die Willensübereinstimmung zwischen dem Verkäufer (Vollkaufmann) und dem Jugendlichen genügt nicht. Das Rechtsgeschäft kann jedoch nachträglich durch Zustimmung der Erziehungsberechtigten gültig werden. Rechtsgeschäfte, aus denen dauerhafte Verpflichtungen (z.B. Ratenvertrag) erwachsen, sind jedoch für Jugendliche verboten. Hier müssen die Eltern als Vertragspartner die Verpflichtungen eingehen und die Rechte daraus wahren.


    Grundsätzlich gilt, was vertraglich vereinbart ist. Es sei denn, die Vertragsinhalte sind "sittenwidrig". Auch sind sie anfechtbar, sofern man sie bei Kenntns des tatsächlichen Inhalts nicht abgeschlossen hätte (Inhaltsirrtum). Will man aus der Unterstrafestellung eines Zuspätkommens beim Spiel eine rechtliche Ableitung treffen, so wäre nicht der Wert (also 1 Euro) der Strafe, sondern der Inhalt (das Zuspätkommen) zu prüfen. Da der Jugendliche zwar einen Führerschein auf Probe besitzt, aber noch nicht alleine fahren darf, ist er zeitlich vom genehmigten Beifahrer abhängig. Da dieser jedoch kein Vertragsverhältnis mit dem Trainer hat, wäre dieser Vertrag nachträglich nichtig, da nicht zuverlässig zu erfüllen.


    Im "Juristendeutsch" hört sich das Ganze noch viel schlimmer an. Aber du dürftest wohl mit deiner Vermutung, das ein Strafenkatalog von einem Erwachsen an Jugendliche im Ernstfall wohl nur in selten Fällen einer juristischen Prüfung standhalten würde. Allerdings würde ein Gericht die Verfahrensaufnahme wohl in den meisten Fällen wegen Geringfügigkeit ablehnen.


    Günter
    Was glaubst du, wie viele Kinder und Jugendliche heute noch leben könnten bzw. nicht von dauerhaften körperlichen Schäden betroffen wären, wenn es solche rigorosen Strafenkataloge fürs Zuspätkommen nicht gäbe? Ich denke, jeder ist schon mindestens einmal in die Lage gekommen, unverschuldet zu spät zu kommen und kann sich deshalb in so eine Situation hinein versetzen. Also ich möchte nicht mein Leben lang mit dem Gewissen herumlaufen, als Trainer durch Genehmigung so einer Strafe fürs Zuspätkommen das Leben eines Kindes oder dessen lebenslange Beeinträchtigung mitverantworten zu müssen.


    Das bei diesem Thema gezeigte Trainerbild läßt mich jedoch zweifeln, ob alle Trainer sich darüber bewußt sind, was sie mit der Einführung eines Strafenkatalogs leichtfertig aufs Spiel setzen? Freizeit sollte wichtigere Aspekte als die Pünktlichkeit kennen. Da mag es wenig Trost spenden, dass Trainer in anderen Ländern eher das gute Ankommen aller Schützlinge als die dazugehörige Uhrzeit schätzen.

    boiNG


    Hast recht, ich habe wohl den falschen Satz hervorgehoben. In den Niederlanden wird in der höchsten D-Jugend-Liga sogar bis auf sonntags entweder trainiert oder gespielt. Trotzdem kommt auch dort niemand auf die Idee, den D-Jugend-Fussball unter leistungsspezifischen Gesichtspunkten zu sehen. Auch dort beginnt man mit professionelleren Rahmenbedingungen erst ab der C-Jugend, weshalb hier die Grenze gezogen wird.


    Wie jedoch diese Diskussion zeigt, werden allerlei Begriffe in den Raum geworfen, die eine Differenzierung nach Breiten- und Leistungssport erschweren. Sicher mag es einen Rand geben, in denen sowohl Merkmale des Breiten-, wie auch Leistungssport zutreffen. Dieser spielt sich jedoch noch nicht im D-Jugend-Bereich ab.


    Wenn du näher recherchiert hast, so hast du sicher auch die Gründe dafür gefunden (z.B. negative Auswirkungen von frühkindliches Geräteturnen auf Leistungsniveau)

    Günter


    Vermutlich waren wir früher nicht so prüde, weil auch schon anders aufgewachsen. Wer hatte schon ein eigenes Zimmer für sich allein? Aber auch im Sport: umziehen in der Kabine, ne gabs nicht! Wenn man sich nicht am Spielfeldrand umzog, dann hatte man das Tricot bereits zuhause angezogen. Baden im See? Wenn grad keine Badehose dabei, gings auch so. Interessierte vielleicht allerhöchstens den Pfarrer, aber sonst doch keinen! Die Eltern hatten besseres zu tun, statt zu kontrollieren, wie der Filius gerade rumlief. Aber auch später war der Umgang mit Nacktheit vermutlich anders als heutzutage. So kann ich mich an eine Situation im Studentenwohnheim noch gut erinnern.Da beschwerte sich eine Studienkollegin, dass sie ein ca. 1 cm großes Loch in der Seitenwand von einer der Duschkabinen entdeckt hätte. Wir Anwesenden überlegten kurz, was man machen kann? Einer kam auf die Idee: wir montieren die Holz-Trennwände raus und veranstalten eine Sekt-Duschpartie! Gesagt, getan! Bis auf einen Kollegen machten alle mit. Der wußte jetzt, das wir keine Spanner wollten. Die Seitenwände wurden wieder montiert, das Loch in der Seitenwand zugemacht. Es blieb danach auch zu.


    Aber auch bei unserer damals vermutlich lockeren Einstellung zur Nacktheit haben wir andere Menschen und Kulturen akzeptiert. Dies vermutlich aus der seinerzeit noch etwas lebendigeren jüngeren Vergangenheit, in der das Individuum nichts war und die Masse bestmmte, wie man sich zu verhalten hatte. George Orwells Lektüre "1984" gehörte zur Standardliteratur!


    Ich würde mich freuen, wenn auch in der 2. Generation ein bleibender Fortschritt des gegenseitigen Respekts gelingen könnte. Diese Diskussion zeigt, dass es notwendig erscheint, für die Rechte von Minderheiten zu kämpfen. Dazu zählt wohl auch der Schutz vor der Verletzung von Schamgefühlen!

    @schuenii


    Es wurde bereits einiges Hilfreiche dazu gesagt. Ich möchte jedoch zunächst noch kurz zum Verständnis der Unterschiede zwischen Training und Spiel kommen.


    Beim Training wird das Spiel nach den Wünschen des Trainers gestaltet. Auch ergibt sich aus dem Niveau des Teams die Möglichkeit beim Passpiel ohne Gegnerdruck, mit eher passivem Verhalten oder agressivem Gegnerdruck zu arbeiten.


    Beim Punktspiel hat der Trainer jedoch nicht die Möglichkeit das Paßspiel ans Niveau der Mannschaft anzupassen. Da wird das Team vom Gegner gefordert. In den überwiegenden Fällen von langen Päßen ist es so, dass der Gegner das eigene Team zu sehr unter Druck setzt, sodass kein präzises Kurzpaßspiel möglich ist.


    Neben dem generell wahrgenommenen Gebolze aufgrund von Überforderung gibt es jedoch auch Spieler, die zwar im Traininig die gewünschten Leistungen im Paßspiel erbringen, dies jedoch (noch) nicht im Spiel umsetzen können. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben (z.B. wurde es vom früheren Trainer so gefordert, wenig Selbstvertrauen in die eigenen Leistungen, usw.) Hier kann man im mentalen Bereich (Mut machen, gelungene Aktionen besonders loben, usw.) sehr gute Ergbnisse erzielen.


    Häufig ist (wie bereits im Thread: 4 - 2 - 3 - 1 Spiel mit B-Jugend im unteren Ligabereich) der Wunsch der Vater des Gedankens. Denn wenn die Erwartungen des Trainers sich zu sehr von der Realität in der Mannschaft fortbewegen, dann kann leicht Enttäuschung oder sogar Frust entstehen. Hier hilft eine Ist-Analyse, was an Fähigkeiten bei den Spielern vorhanden ist. Danach sollte man die Spieler dort "abholen", wo sie sich gerade befinden. Dies gilt für geeigentes Training, aber noch viel mehr an die Erwartungen während des Wettkampfs.


    Genauso häufig herrscht die irrige Meinung, man könne das, was im Training versäumt wurde, im Punktspiel nachholen. Im schlimmsten Falle kann dies dazu führen, dass sich Trainer dazu geneigt fühlen, ihre Spieler "per Joystick" übers Feld zu schicken, weil sie glauben, die hätten schon wieder alles vergessen! Natürlich geräd manches auch in Vergessenheit, aber meistens haben sie es im Training noch nicht verstanden und treffen deshalb beim Spiel noch falsche Entscheidungen. Eine Untervariante hierbei ist, dass situativ mal richtig und mal falsch entschieden wird. Dies ist deshalb besonders schwierig zu erkennen, weil man ein Fehler vom Gegner bestraft wird und ein anders mal nicht. Kurze Notizen dazu können helfen, nach geeigneten Übungen und Spielformen zu diesem Bereich fürs nächste Training zu suchen. Hier wäre es vermutlich das Paßspiel unter Gegnerdruck und Spielformen mit entsprechenden Provokationsregeln (z.B. Anzahl der Ballkontakte begrenzen). Auch die Anpassung des Spielfelds (schmales Feld eignet sich für Pässe in die Tiefe, breites Spielfeld für Pässe in die Breite) kann das Paßspiel unterstützen. Hier bei Soccerdrills und auch sonst gibts jede Menge alters- und leistungsgerechter Übungen im Internet!


    Als Trainer mit noch wenig Erfahrung ist es schwierig, das Spiel nicht mehr nur als Zuschauer emotional, sondern als Trainer auch fachlich zu begleiten. In aller Regel gehen mehr als 2 Jahre ins Land, bis der Blickwinkel für die Traineraufgaben geschärft ist. Diese Zeit sollte man sich auch gönnen, um zu lernen. Es hilft dann auch zwischen den Aussagen von Eltern und Spielern sowie eigenen Erkenntnissen zu differenzieren. Denn längst nicht immer hat das Spielergebnis auch etwas mit den Leistungsfortschritten seiner Spieler etwas zu tun.


    Zwar wäre es mein Wunsch, auch die Trainerausbildung praxisnäher, d.h. mehr am Wettkampf orientiert, zu gestalten. Die Versuche dazu gab es und waren auch erfolgreich. Jedoch ist diese Form der Trainerausbildung zeitintensiver und natürlich auch teurer. Ferner fehlt dafür flächendeckend auch das Personal.


    Bis dahin gilt es sowohl autodidaktisch durch Erfahrungen und Medienrecherche, als auch im Austausch mit Kollegen seine Erkenntnisse zu gewinnen.


    Dieses Forum zeichnet sich dadurch aus, dass Jeder für sich etwas mitnehmen kann, wenn er will!

    Günter


    So wie dir, ist es fast allen Menschen damals ergangen. Sollen wir also froh sein, dass es heutzutage andere Möglichkeiten gibt!


    Aber immer werden sie auch nicht genutzt oder lassen sich nicht nutzen. So gibt es Turniere, die über mehrere Stunden dauern. Durch die chemische Reaktion von Körperschweiß und Bakterien entsteht der Geruch, der bei Hallenturnieren für sensible Nasen vielleicht sogar als "Dunstglocke" wahrgenommen werden mag. Geduscht wird aber erst nach dem Turnier.


    Der Trainerjob ist vermutlich nichts für "feine Nasen"? Andererseits gebietet es der gegenseitige Respekt, es die Eltern der Kinder entscheiden zu lassen, wie sie es mit der Erziehung zur Hygiene handhaben wollen? Auch kann jeder Trainer entscheiden, ob er vermeintliche "Stinker" mit seinem privaten PKW befördert oder nicht.


    Strafen oder sogar Geldstrafen gehören deshalb nicht in den Kinderfussball, weil statt Strafe auf Aufklärung gesetzt werden sollte.

    Denn man sollte nicht vergessen, die Kinder brauchen Trainer, keine Richter!

    @Nummer4


    Mag ja sein, dass du das Gefühl hast, es würde sich bei euch um Leistungsfussball im D-Jugendbereich handelt.


    Da ich mich seit vielen Jahren mit Leistungsfussball beschäftige, kenne ich die Unterschiede zwischen einem zielgerichteten und durch geeignete Maßnahmen unterstützten Leistungsfussball, der durch entsprechend ausgebildeten Trainern sowie professioneller medizinischer Unterstützung sichergestellt werden kann.


    Die Abgrenzung des Leistungssports zum Breitensport beschreibt "www.wikipedia.de" wie folgt:
    Unter Leistungssport versteht man das intensive Ausüben eines Sports mit dem Ziel, im Wettkampf eine hohe Leistung zu erreichen. Der Leistungssport unterscheidet sich vom Breitensport insbesondere durch den wesentlich höheren Zeitaufwand (in der Regel tägliches Training) sowie die Fokussierung auf den sportlichen Erfolg.


    Ein Leistungssport ist in diesem Alter noch gar nicht möglich, weil sich Körper und Geist noch in einer für diese hohen Anforderungen zu frühen Entwicklungsphase befinden.


    In der D-Jugend gibt es (egal wie sich die Liga im jeweiligen Verband nennt) eindeutig nicht! Auch in den Nachwuchsabteilungen der Profivereine wird erst ab der C-Jugend nach Leistungsmerkmalen trainiert.


    Bei etwas intensiverer Recherche wirst du vermutlich zur gleichen Einsicht gelangen, dass man unter Leistungssport etwas ganz Anderes versteht!

    Ich danke, ich könnte bei diesem Thema emotionslos lesen. Ich erkannte jjedoch in den meisten Beiträgen nicht, wer denn nun die "wahren Schmutzfinken" sind? Die ungeduschten Kinder oder die Trainer, die ihre eingen Vorstellungen zum Duschen als die "Heilbotschaft" im Verein verkaufen wollen?




    Günter: als Familienvater ergeht es dir sich so wie den vielen Vätern: meistens blockiert ein Kind die Dusche! Überleg doch mal, wie häufig du früher geduscht hast und um wie viel häufiger deine Kinder heutzutage sich ihrer Hygienepflege widmen?


    Hier mal ein paar Denkanstöße:
    Wenn`s allein um Gestank ginge, müßte man Autos, jegliche Art von dauerhafter, körperlicher Anstrengung bei der Arbeit, Landwirtschaft und ich weiß nicht was sonst noch verbieten! Man könnte also zu Fuss oder mit dem Fahrrad fahren, sich keine körperliche Arbeit aussuchen und vegetarisch leben.
    Wenn`s um die Hygiene geht, dann mag man sich vielleicht besinnen, wie man sein Kind in den ersten Lebensjahren aus Angst vor Bakterien am liebsten in einer keimfreien Umgebung gehalten hätte. Stellt euch mal vor, eure Kinder wären nicht in die Kita-Tagesstätte oder den Kindergarten gegangen, wo sie durch Bakterienübertragung anderer Kinder ein natürliches Immunsystem aufbauen konnten?

    Follkao


    Vielen Dank für deinen Beitrag, der das ganze Chaos der Instransparenz für Eltern und Kinder beschreibt. Aber man muß zugeben, dass die Verlockung der Abwerber allzugroß sind, um die gegebenen Informationen zu prüfen. Hinzu kommt, dass häufig mit Zeitdruck (je früher ein Kind zu uns kommt, je mehr kann es lernen ...) ein Vereinswechsel herbeigeführt werden soll. Aber selbst, wenn man klarstellt, dass es in Deutschland keinen Fussball unter Leistungsbedingungen bis einschließlich des D-Jugendbereich gibt und daran auch die unterschiedlichen Liga-Namen in den Verbänden nichts ändern, gibte es immer noch wieder Leute, die meinen, in ihrem Verein und ihrer Staffel wäre das ganz anders als im Rest Deutschlands. Und der Glaube daran wird auch nicht durch Versuche der Klarstellung ausrotten lassen. Das der Glaube "Optium fürs Volk" ist, das wußte bereits Karl Marx! Auch Albert Einstein war davon überzeugt, dass die Dummheit der Menschheit noch unermesslich sei. Wer will gerade bei dieser Diskussion daran noch Zweifeln?


    Karl
    Ja, schwarze Schafe gibts auch bei den DFB-Stützpunkttrainern. Wer Eines findet, sollte den zuständigen DFB-Koordinator (findet man auf der Homepage des Verbands) darauf aufmerksam machen. Zum Glück wird die Situation geeignete Kandidaten zu finden, etwas besser als noch vor einigen Jahren, sodass der Austausch von ungeeigneten Stützpunkttrainern meistens relativ kurzfristig möglich ist.


    Günter
    Eine Garantie gibt es auch nach umfassender Prüfung des neuen Vereins nicht! Wer das Ziel hat, sich für höchste Ansprüche empfehlen wollen (was individuell unterschiedlich sein kann), sollte wissen, dass dazu 1/3 Talent, 1/3 Wille und 1/3 Glück nötig sind. Wer nur auf eines der 3 Komponenten vertraut, der wird früher oder später scheitern. Jeder Trainerwechsel birgt Risiken. Wer dabei Pech gehabt hat, muß für sich entscheiden, ob er nach dem Motto "Augen zu und durch, bis der nächste Trainer kommt" bleibt oder aber bei Perspektivlosigkeit einen Vereinswechsel ins Kalkül ziehen.


    iceman07
    Zu den elementaren Eigenschaften von Führungskräften zählt die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines angstfreies Klima, welches auf ein partnerschaftliches Vertrauensverhältnis beruht. Brüllen zeugt hier von deutlicher Überforderung, für das es unterschiedliche Ursachen geben kann. Aber egal, ob es fehlende Fachkenntnisse, Ersatzbefriedigung für Berufs- oder Ehefrust, fehlende Kommunikationsfähigkeiten, falsches Erwartungsdenken oder sonstige Gründe die Ursache fürs Brüllen sind, ein derartiges grobes Fehlverhalten sollte sich ein Verein nicht leisten dürfen und beim Aufbegehren von Spielern und Eltern kurzfristig wirksame Maßnahmen ergreifen. Wenn keine Kontrolle bei den Jugendtrainern erfolgt und bei der Elternbesprechung keine Einsicht bei den Vereinsverantwortlichen zu erkennen ist, bleibt eigentlich nur noch ein rascher Wechsel! Denn, wenn wer will schon mit einem "dicken Hals" in sein Freizeitvergnügen starten?

    Günter


    Bei dir ist der Verkäufer geblieben. Bei mir verlassen sie immer fluchtartig das Geschäft :D !


    Aber natürlich ist jeder Mensch ein Verkäufer! So verkauft der Trainer sich und seine Überzeugungen. Wäre es anders, so könnte man außer sich sein! Es ist nur die Frage, was wielange bei den Anderen hängen bleibt? Meist ist es nicht sehr viel, weshalb es sich durchaus lohnt, mit dem Wichtigsten zu beginnen. Das ist bei einer Mannschaft im unteren Ligabereich vermutlich das Üben von elementaren fussballerischen Fähigkeiten im Technikbereich sowie ein wenig Wissen über individual-taktisches Verhalten.