Beiträge von TW-Trainer

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    tobn


    Ich sehe es genauso wie du. Es gibt keinen so wichtigen Grund zum Duschzwang, der höher als das persönliche Entscheidungsrecht des Kindes bzw. seiner Eltern anzusehen wäre.


    Das Gegenteil ist eher der Fall, denn es gibt sehr viele Bereiche, in denen das Kind einem Gruppenzwang ausgesetzt ist. Jedes weitere Mobbing (Duschzwang per Traineranweisung) erhöht den Druck des Kindes und vermindert die freie Entfaltung, die eng mit dem Vertrauen zu seiner Umwelt verbunden ist. Jedes Tabu führt zu Ängsten, da es eine freie Entscheidung ignoriert. Mit Freiheit ist jedoch zuerst die Freiheit des Anderen gemeint, die dort endet, wo die eigene Freiheit eingeschränkt wird.


    Welche Freiheit wird also beim Trainer eingeschränkt, wenn er es jedem Kind erlaubt zu duschen, es jedoch nicht dazu zwingt?

    @icemann


    Vermutlich bist du wie die meisten unerfahrenden Eltern auf das Geschwätz eines größeren Nachbarvereins hereingefallen? Denn die wissen ganz genau, was die Eltern und Kinder hören möchten. Sie wecken hohe Erwartungen, die schon nach wenigen Wochen enttäuscht werden, wenn auch dort nur "mit Wasser gekocht wird"! Bis einschließlich D-Jugend gibt es keinen leistungsorientierten Vereinsfussball, weshalb im Regelfall das Kind im Heimatverein am besten aufgehoben ist. Bei entsprechendem Talent kann es an zusätzlichen Fördermaßnahmen eines nahegelegenen DFB-Stützpunkts teilnehmen. Erst danach sollte man sich bei entsprechender Entwicklung über eine Leistungsförderung unter anderen, besseren Rahmenbedingungen auseinander setzen.


    Zwar bemühen sich mitlerweile viele Stützpunkttrainer und -Koordinatoren auf die Gefahren und Risiken eines zu frühen Vereinswechsel aufmerksam zu machen, doch viele Eltern können der verlockenden Werbung verbunden mit allerlei Zukunftsversprechungen kaum widerstehen.


    Die Kinder können in diesem Alter kaum überschauen, welche Auswirkungen das Verlassen ihres Freundeskreises hat, den sie durch den Wechsel in einen anderen Verein begehen. Sie und auch ihre Eltern erkennen erst nach dem Wechsel, das die Mannschaftsmitglieder vornehmlich auf ihre fussballerischen Leistungen reduziert werden. Der Konkurrenzkampf beginnt dort bereits in einer Altersphase, in der das Kind weitere Impulse für eine Sozialisation benötigt. Ein Burn-Out verbunden mit einer endgültigen Abkehr vom Fussball ist nicht selten. Eine Änderung des Verhaltens von seiten dieser Vereinstrainer ist deshalb nicht zu erwarten, weil sie in erster Linie für das Erreichen von Saisonzielen verpflichtet wurden, weshalb ihnen die systematische Ausbildung nicht so sehr gelegen ist und stattdessen durch permanente Erhöhung des Leistungsdrucks ihre Trainerkarriere voran treiben möchten.


    Die Beschreibung mag plakativ wirken, denn sicher gibt es auch rühmliche Ausnahmen. Diese jedoch herauszufinden ist für unerfahrene Eltern fast unmöglich, weil es ihnen fast unmöglich ist zwischen Information und Vereinspropaganda zu unterscheiden.


    Ich würde mit dem Jungen sprechen, um sein Vertrauen zurück zu gewinnen, was durch die persönlichen Nachteile beim Wechsel ein stückweit verloren gegangen ist. Vermutlich wird die Rückkehr zum Heimatverein der beste Weg sein, damit der Junge wieder im gewohnten Umfeld mit den Freunden Spaß am Fussball haben kann. Wer es noch besser machen möchte und selbst den Spaß am Fussball entdeckt hat, der kann durch kostenlose Kurzseminare und einem anschließenden Trainerlehrgang selbst dazu beitragen, in seinem Heimatverein bessere Rahmenbedingungen für den Kinderfussball zu schaffen.

    Günter


    Sicher ist es richtig, dass die kleineren Vereine den Anstoß zu dieser Regelung gegeben haben, aber nicht sie, sondern der DFB hat dieses kinderfeindliche Regelwerk erstellt.


    Ich erachte diese Regelung, in der mit Sperre und Zahlung von Tranfergeldern gedroht wird, als ein Armutszeugnis. Es ist unsinnig und unwürdig für die kindgerechte Freizeitgestaltung, zu der nun einmal auch das Ausprobieren gehört. Denn während der Verein ein Kind unverzüglich kündigen kann, soll das Kind bzw. dessen gesetzliche Vertreter eine Schutzfrist wahren! Hier geht es um den Nachwuchsbereich, also Hobbyfussball und nicht um Berufsfussballspieler.


    Im Regelwerk läßt sich klar erkennen, das es den Verfassern einzig um die Aufrechterhaltung des Punktspielbetriebs geht. Damit delegiert es die Verantwortung wieder zurück an die Vereine. Doch hier legt man auf Basis des Regelwerks die Hände in den Schoß, statt die Rahmenbedingungen von Zeit zu Zeit zu hinterfragen und ggf. zu reformieren.


    Insofern lenkt es von der Aufgabe aller Vereine ab, nicht nur für das "Aushängeschild des Vereins", sondern für den Nachwuchsbereich zu interessieren.


    Wer nicht erkennt, dass Kinder unsere Vereinszukunft sind und weiterhin glaubt, dass die Spieler für den Seniorenbereich "auf den Bäumen wachsen", der wird das Lied vom Schutz des Vereins vor der Konkurrenz so lange singen, bis die Schützenfestkapelle ins Vereinsheim einzieht, weil man dort keinen Fussball mehr spielt und weil man die Jugend jahrelang vergessen hat.


    Denn dort, wo sich die Jugend wohlfühlt, gibt es nur selten einen Grund zum Wechseln.


    Das Regelwerk schränkt das Recht zur freien Wahl des Ortes zur Freizeitgestaltung unangemessen ein, weshalb es mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist. Selbst, wenn es eine schriftliche Vereinbarung mit den gesetzlichen Vertretern über diese Sperr-Regelung gäbe, wäre dieser Teil unwirksam.


    Spätestens, wenn es eine korrekte Klageschrift gibt, wird diese Regelung ohnehin gekippt (wie seinerzeit im "Bosmann-Urteil" die freie Ortsbestimmung bei den Berufsfussballern, durch die die Tranfserzahlung nach Ablauf der Vertragszeit gekippt wurde)! Denn Fussballspieler sind auch nur Menschen. Sie sollten deshalb die gleichen Rechte und Pflichten wie der Rest der Bevölkerung besitzen!


    Der Fussball hat sich in den vergangenen Jahrzehnten seine eigene Welt geschaffen, ohne die Mechanismen zu hinterfragen. Es scheint, als müsse man die Verantwortlichen zum Nachdenken zwingen, da sie zu einem Teil den Blick auf die veränderten Realitäten verloren hat. Für so manch einen kleinen Verein ist es schon heute 5 vor 12! Auch die Synergien durch die Bildung von JSG sind mancherorts bereits aufgebraucht, weil man bei der Zusammenstellung der Mannschaften zu sehr nach Leistung, statt nach freundschaftlicher Freizeitgestaltung getrachtet hat. Die Drop-Out-Qoute ist beträchtlich. Sie wird jedoch solange toleriert, wie die Ergebnisse der jeweils 1. Jugendmannschaft stimmt! Für den "Ausschuß" interessiert man sich nicht! Gerade den Spielern, die vom Fussball in erster Linie Spaß und nicht Leistung erwarten, wird das Druckmittel Sperre und Transferzahlung zum Entscheidungskriterium die Fussballschuhe nun endgültig an den Nagel zu hängen.

    Günter
    Hatte wohl schon länger vor darüber etwas zu schreiben. Aber man will den "Heißspornen" unter den Trainerkollegen ja nicht gleich allzusehr auf die Füße treten. Wenn dann aber noch ein ballbesitzabhängiges Spielsystem gewünscht wird, was nicht einmal alle Profimannschaften der 2. und 3. Bundesliga zuverlässig beherrschen, dann sollten schon ein paar Alarmglocken läuten, die zum Rat führen, sich zunächst einmal mit dem "Fussball-Einmaleins" zu beschäftigen.


    Da mag es dann als Beweis für den Hobbytrainer genügen, dass Strunz und Co. per Videobeweis in Sport 1 den Finger in die Wunden legen, wo hochbezahlte Profis entweder gepennt oder aber aus Unkenntnis heraus falsche Entscheidungen getroffen haben.


    Aber vielleicht stellen die Dorfvereine ja nur noch Jugendtrainer ein, die die "Fernseh-Bundestrainerlizenz" besitzen und gefalligst mit "Kette" spielen lassen. Wenn dann Vereinsbosse, Trainer und Mannschaft keine Ahnung haben, was sie da machen, dann kann es wie ein "Käfig voller Idioten" aussehen, aber solange es allen Beteiligten Spaß macht ...!


    Übrigens rennt bei uns der DFB mit ca. 2 - 3 stündigen Seminaren: "Einführung der 4-er Kette" zu den Dorfvereinen. Kaum einer der anwesenden Trainer versteht, was der Ausbilder da erzählt. Entsprechend bescheiden sieht dann das Demo-Training aus. So spazieren sich zwecks praktischer Beschreibung von gruppentaktischem Verhalten 2 A-Jugendliche händchenhaltend über den Rasen. Wenn das "Pärchen" dann mal den Ball hat, will der Eine nach links und der andere mit dem Ball nach rechts. Das Stopern und die Fallerei ist dann ein herrlicher Spaß für die Trainer. Um sich gegenseitig keine Blöse zu geben, wird dann von Trainerseite zum Seminarabschluß behauptet, man wolle ja schon die "Kette", aber die Schiedsrichter kämen noch nicht damit klar! Es soll sogar schon jemand ergänzt haben, dass die Zuschauer auch nicht mit der "Kette" klar kämen!!! :thumbup:

    Das Sperren von Kindern und/oder das Verlangen von Vereinstransfer ist m.E. der größte Unsinn, der seit Jahren vom DFB im Einvernehmen mit den Verbänden für den Kinder- und Jugendfussball verzapft wurde. Sie widersprechen dem Grundgedanken in dieser Altersphase nach ununterbrochenem Spaß am Fussball verbunden mit permanenter sportlicher Herausforderung und stellen allein das Interesse der Vereine in den Mittelpunkt.


    Gerade in einer Altersphase, wo sich Kinder ausprobieren wollen, empfinden sie ein Verbot an Wettkämpfen im normalen Punktspielbetrieb teilzunehmen als entwürdigend.


    Andere Sportarten freuen sich allerdings über den Zulauf von Interesseirten aus der Fussballsparte. Aber wahrscheinlich ist die Nachwuchsgruppe, die dann ihre Fussballschuhe endgültig an den Nagel hängen und sich anderen, nicht sportlichen Freizeitgestaltungen widmen, am größten!


    Weil die Mehrheit der Vereine diese Sperre und Transfer-Regelung im Kinderbereich für ausgemachten Blödsinn erkannt hat, werden den Kindern meist keine Steine in den Weg gelegt, wenn sie den Verein wechseln möchten. Genauso ist es bei den Transferzahlungen, weil dies das ohnehin nicht aus dem sehr begrenzten Jugend-Budget bezahlbar wäre.


    Wenn es als Ausbildungsentschädigung deklariert würde, dann müßten ja auch die Ausbilder (also die Trainer) dieses Geld bekommen. Es sei denn, sie würden Honorare als Abgeltung für ausgebildete und transferierte Spieler erhalten.


    Sperren oder Transferbeträge für Hobbyfussballer zu erheben verstößt ohnehin auf das Recht zur freien Ortsbestimmung. Was für die freie Berufswahl gilt, das muß erst recht für die freie Wahl der Freitzeitgestaltung gelten. Eine Reduzierung des Individuums auf die Verwertbarkeit seiner sportlichen Leistungen verletzt die Menschenwürde. Aber welche Rechte haben Kinder und wer kontrolliert sie? Denn in diesem Fall hätte der BGH unverzüglich eine Prüfung einleiten müssen, ob sich die Einschränkung (der freien Bestimmung des Ortes) der Freizeitgestaltung mit dem Grundgesetz (z.B. die menschliche Würde ist unantastbar) vereinbaren läßt?!?

    Marco84


    Wenn es noch richtig ist, dass du in der Kreisklasse (bei euch niedrigste Liga) trainierst, dann könnte ich mir vorstellen, dass deine B-Junioren an sehr vielen anderen Elementen des Fussballs mehr Spaß haben, als wenn du versuchst mit ihnen eine Mannschaftstaktik aus dem Leistungs- oder Profifussball zu spielen.


    Fang doch erst mal mit den Voraussetzungen für taktisches Verhalten an. Dazu zählen Bewegungsformen (am besten mit Ball) zur körperlichen Fitness und Verminderung des Verletzungsrisikos. Dann ist sicher noch ein sehr großer Bedarf an Tecknik vorhanden. Darauf aufbauend kann man mit individual taktschem Verhalten beginnen.


    Im Mittelpunkt des Interesses sollte hier der Spaß stehen! Lass dir dazu regelmäßig ein Feedback von den Spielern geben, ob die Anforderungen in deinem Training zu ihren Erwartungen passen.

    @Thomaekz


    Mit den Wundern als Folge einer Trainerausbildung wäre ich ein wenig vorsichtigt. Denn bis sich die Erkenntnisse des modernen Fussballs herumgesprochen und angewendet werden, vergeht immer eine Zeit. Selbst unter den Lehrbeauftragten gibt es immer noch einige, die den letzten Schuß noch nicht mitbekommen haben und sich wie von der Tarantel gestochen auf und neben dem Platz benehmen. Je mehr Mist die Trainingsgruppe baut, je weniger gelangt man zur Einsicht einer Überforderung und je mehr glaubt man durch Erhöhung des Phonpegels die Trainerweisheiten in alle Hirne zu verfestigen. Was dann an Selbstbewußtsein nicht während des Spiels kaputt gemacht wurde, wird während der Halbzeitpause oder nach dem Spiel erledigt! Traurig, aber wahr!


    Es muß schon die Einsicht und Vernunft einkehren, dass nur eine nachhaltige Ausbildung, die nicht nur auf eine Analysefähigkeit, sondern auch auf gegenseitigem Respekt beruht. Jedoch ist es dann besonders schwierig zu Einsichten zu gelangen, solange man mit dem Anbrüllen seiner Spieler sportlich erfolgreich ist. (Man kennt diese egomanisch veranlagten Pädagogen ja auch aus der Schule. Zwar weiß man, dass deren Lehrerfolg auf erhöhten Lerndruck beruht und Lehrerkollegen ihre Ansprüche zurück schrauben müssen.) Solange aber nur das Ergebnis der Arbeit in den Fokus gestellt wird, kommt Spaß am Lernen eben nicht vor!


    Wer also das Pech hatte, an schlechte Trainerausbilder zu geraten, der muß zunächst einmal für sich herausfinden, was und wie er gemeinsam mit der Mannschaft Spaß am Fussball haben kann. Insbesondere als Erwachsener sollte man dazu in der Lage sein, für sich Wertvolles aus einer Ausbilung mitnehmen zu können.

    @Petro87


    IAber wie Zodiak schon sagte, bedarf das Training einer gewissen Struktur, sonst kommt rasch Langeweile und Unruhe auf. Deshalb sind ein paar Gedanken übers Training ganz sinnvoll.


    1. Welchen Trainingsschwerpunkt möchte ich setzen?
    2. Welches Aufwärmprogramm (ca. 5 - 10 Min) paßt dazu?
    3. Welche Übungen (ca. 20 - 30 Min) kann man mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad (vom leichten zum schweren) machen
    4. Welche Spielformen (ca. 20 - 30 Min.) passen dazu
    Tipps für 3. - 4:
    3.1 - 4.1. Übungen und Spielformen zum "laufen" bringen!
    Unbekannte Übungen und Spielformen muß man zum "laufen" bringen, weil sie nicht automatisch gleich verstanden werden. Dazu erklärt man zunächst nur das Wesentliche und schaut, wie sie es lösen. Erkennst du, dass sie die gestellte Aufgabe gar nicht lösen können, so kannst du sie vereinfachen. Wird sie teilweise gelöst, kannst du die Übung kurz anhalten und läßt sich von denen, die es bereits gut machen, präsentieren. (Auf keinen Fall lange Reden halten. Denn schon nach dem 3. Satz hört dir ein Teil nicht mehr zu!)


    3.2. - 4.2. Übungen und Spielformen schachteln!
    Schachtel die Übung und Spielformen so, das nach jeder Übung die dazu passende Spielform kommt. Durch die Zeitnähe ist der Lerneffekt intensiver


    5. Abschlußspiel mit Trainingsschwerpunkt (aber nicht mehr als 3 Provokationsregeln wählen, sonst gibts unnötigen Diskussionsbedarf
    Das Abschlußspiel ist die "Generalprobe" fürs nächste Spiel. Hier solltest lediglich besondere Aktionen loben, aber keine Korrekturen mehr vornehmen. Denn die Spieler brauchen den Mut für das Risiko das neu Erlernte auszuprobieren.


    Weitere Überlegungen zum Training
    1. Welche Trainingsuntensilien werden gebraucht?
    Wenn dein Trainingsprogramm steht, weißt du, was du an Hilfsmitteln brauchst. Hier ein Tipp: wenn du allein bist, nimm nur das Allernötigste! Denn sonst vergeht zuviel Zeit, in der die Utensilien durch die Gegend schleppst und sobald du der pausierenden Trainingsgruppe den Rücken zugekehrt hast, ist die Trainingsmaterial vor lauter Neugierde zum Spielobjekt deiner Trainingsgruppe geworden.


    2. Wie werden Trainingsutensilien eingesetzt?
    Damit die Trainingsgruppe die Übung oder Spielform leichter erkennt, macht es sich, die Hütchen, Pylonen, usw. nach Farben zu positionieren. Die jeweilige Farbe liefert eine zusätzliche Gedächnisstütze für deine Trainngsgruppe. Sie hilft dir dabei, die Übung und Spielform rasch zu verstehen.


    3. Prüfung der Trainingsutensilien!
    Bevor es zum Training geht solltest du deine Trainingsutensilien prüfen. Dazu zählt:
    - sind genügend aufgepumpte Bälle vorhanden
    - sind genug Trainingsutensilien mit den jeweils benötigten Farben vorhanden


    4. Aufbau der Trainngsutensilien
    Um mögchst viel Zeit mit der Trainingsgruppe zu verbringen, sollten die Trainingsutensilen möglichst vor dem Trainngsbeginn aufgebaut werden. Nach dem Prinzip möglichst wenig Utensilien einzusetzen, kann man z.B. durch Versatz und Ergänzung einzelner Hütchen sonst auch sehr schnell eine weitere Übung/Spielform gestalten.


    5. Während der Übung / Spielform
    Achte auf rechtzeitige Trainingspausen! Je intensiver die übung oder Spielform, je häufiger braucht die Trainingsgruppe eine kleine Pause. Ansonsten erkennst du die benötigte Pause, wenn der Erfolg aufgrund der Ermüdung bei der Übung / Spielform nachläßt


    5.a. Aktive und Passive Regenerationspausen
    Aktive oder Passive Pause: hast du große Leistungsunterschiede in deiner Gruppe, so biete den Leistungsstärksten eine aktive Regenerationspause an, wobei sie mit dem Ball ballancieren, sich im Kreis den Ball zupassen, ect. Spieler mit geringerem Leistungsvermögen sollten passiv regenieren, d.h. ausruhen und Flüssigkeit zu sich nehmen.


    Insgesamt: Achte darauf, das es möglichst keine Wiederholungen in deinen Übungen und Spielformen gibt. Denn weil sich jedes Spiel anders entwickelt, sollen sich deine Spieler erst gar nicht ans Spekulieren aufgrund bekannter und schließlich langweiliger Übungen und Spielformen gewöhnen. Wenn du es immer ein wenig anders gestaltest hälst du die Neugier und damit die Konzentration deiner Trainingsgruppe besonders hoch.


    Wenn das Training der Gruppe Spaß macht, dann macht es auch dem Trainer Freude und er darf sich im nächsten Wettkampf auf die Umsetzung der "Aha-Erlebnisse" seiner Mannschaft freuen sowie eine weiterhin hohe Trainngsbeteiligung. Wenn du das Prädikat: ".. unser Trainer ist nett und bei dem lernt man auch was .." von deinen Jungs bekommst, dann bist du auf dem richtigen Weg ein toller Trainer zu werden.


    Viel Spaß dabei!

    @schimi


    Ich finde die Übung von der Theorie her prima. In der Praxis wird es kaum Teams geben, die in dieser Altersstufe (D - C-Jugend) bereits dieses Niveau besitzen. Von daher ist damit zu rechnen, dass es im Mittelfeld längere 1 gegen 1 Duelle geben kann, weil es dem Abwehrspieler gelungen ist, das Tempo heraus zu nehmen und der Angreifer seinerseits sich nicht anders zu helfen weiß, als den Ball mit dem Körper abzuschirmen. Da passiert dann ohne Provokationsregel (z.B. Torabschluß in 10 Sek.) erst mal nix und alle Anderen schauen zu. Auch für die Praxis ist ein zügiger Torabschluß von Bedeutung, weil häufig noch ein Querpaß zuviel gespielt wird.


    Wenn es bei der Übung aber ums rechtzeitige Umschalten nach gegnerischem Ballgewinn geht, dann müßte m.E. die Regel nicht lauten: wer die meisten Tore erzielt hat, sondern wer die meisten Tore verhindert hat. Denn das würde das rechtzeitige Erkennen und agieren belohnen.


    Wie im Video zu erkennen ist, konzentiert sich der überwiegende Teil der Trainingsgruppe auch nicht wirklich ums Verteidigen, sondern auf eine schnelle Spieleröffnung nach gegenerischem Torabschluß. Dabei wird auch nicht immer ein geordneter Spielaufbau (mit nachrückenden Spielern) gewählt, sondern mit langen Bällen der Torerfolg gesucht. Dieses zu erkennen, verlangt auch vom Trainer taktische Erfahrungen, denn sonst wundert er sich, warum diese Abläufe im Training funktionieren, aber der Gegner sich im Wettkampf einfach nicht aus der Defensive locken läßt, so fast alle langen Bälle abfängt und seinerseits das entstandene Loch im Mittel (weil Spieler bei langen Pässen nicht so schnell nachrücken können) nutzen und ein Tor nach dem anderen machen.


    FazIt: Wie gesagt: die Übung finde ich gut. Sie ist jedoch ungeeignet für unerfahrene Trainer und Spieler im unteren Leistungslevel. Ferner sollte es hier Punkte für die erfolgreiche Torverteidigung (statt für Torerfolge) geben. Torerfolg wäre dann wichtig, wenn`s um schnelle Umschalten nach Balleroberung geht.

    SomaFalke


    Danke erst mal für die Infos. Daraus ergibt sich die Frage, ob in eurer Liga üblicherweise mit Kette gespielt wird?


    Wie ich deinen Aussagen entnehmen kann, gibts evl. schon ein paar Spieler, die praktische Erfahrungen im ballorientierten Spiel gesammelt haben. D.h. ihr befindet euch in einem Anfangsstadium.


    Wenn du also mit einer Doppel-6, einem 10-er und einem Mittelstürmer spielen möchtest, dann empfehle ich dir das 4 : 2 : 3 : 1. In der Defensive hast du eine 4-er Kette, die von den 6-er unterstützt wird. Im Offensivbereich hast du einen 10-er als Ballverteiler, Absicherer und ggf. nachrückenden Angreifer. Dabei kann dein Mittelstürmer bei Bedarf durch kluge Laufwege Platz für den 10-er schaffen, wenn er für selbst keine Torabschlußmöglichkeit sieht.


    Die 4 : 2 : 3 : 1 Variante hat jedoch noch weitere Vorteile, die sich für die Umstellungsphase günstig auswirken. So hast du hier 4 (statt 3) Reihen, wodurch es seltener durch "Löcher im zentralen Mittelfeld" kommt. Auch gelingt das verkürzen der Abstände beim Defensiv-Pressing leichter, wie auch die Vergrößerung der Abstände nach Ballgewinn.


    Die häufgisten Fehler bei der Umstellung auf das ballorientierte Spiel sind eine zu hoch und auf einer Linie stehende Kette (Ursache liegt beim mangelnden Verständnis des Trainers). Als zweithäufigsten Fehler tritt das Verlassen des Gruppenverbunds auf, um irgendeinem gegnerischen Spieler hinterher zu rennen (wie klassischer Manndecker). Eine ganze Reihe von Fehler resultieren daraus, dass die Außenbahnspieler nicht verstehen, dass sie keine Außenstürmer mehr sind und ihre Aufgaben sowohl offensiv wie auch defensiv sind. Auch dem Mittelstürmer muß erklärt werden, dass er bei Ballverlust nachsetzen soll, um den Gegner am sofortigen Spielaufbau zu hinden, damit sich seine Mannschaft für den Gegenangriff sortieren kann. Desweiteren kommt es vor, dass die 6-er nicht zentral und zuweit auseinander stehen, wodurch Räume für gefährliche Pässe im Zentrum entstehen.


    Jedoch will ich dir sagen, dass es sehr sehr schwer ist, Spielern die 15 Jahre lang die "Blutgrätsche" trainiert und jeden Zweikampf gesucht haben, mal eben das ballorientierte Spiel zu vermitteln. Wer soetwas vor hat, der sollte am besten in der Vorbereitungszeit mit seiner (möglichst vollständigen) Mannschaft eine Art Trainingslager abhalten, dort zunächst die Prinzipien erläutert und dann das einfache Verschieben in alle Richtungen hin üben. Aber auch dann braucht es ca. 1 Saison, bis ein Teil der Mannschaft einigermaßen sicher aus den Positionen heraus spielen kann.
    Die Umstellung setzt jedoch voraus, dass du ein junges Team hast, die es alle lernen wollen. Befinden sich darunter ältere Spieler oder "Söldner" (die für Geld bei euch auflaufen), dann kannst du die Sache knicken. Diese Leute werden alles probieren, damit deine Umstellung nicht funktioniert. Da kannst du dir sogar noch besser ein paar "Grobmotoriker" aus der "Zeiten" holen, die Bock darauf haben, nicht nach jedem Spiel mit Prellungen und Blutergüssen vom Platz zu humpeln.


    Der deutsche "Taktik-Papst" heißt Ralf Peter. Wenn du also mehr darüber wissen willst, da bist du richtig!


    Sollte es trotz großen Ehrgeizes nicht klappen, dann mach ruhig erst mal deine Lizenz, denn ab der C-Lizenz gibt auch Taktikunterricht im ballorientierten Spielsystem. Lass dich nicht so schnell entmutigen, denn dein eingeschlagener Weg ist ja richtig und vielleicht bekommst du dank der Lizenz und des Engagements später Teams, bei denen vielleicht noch etwas mehr geht?

    @schimi


    Sehr guter Beitrag als Beispiel für Überforderung! Den Kindern kann man vielleicht noch helfen, aber wohin sollte denn Gomez rotieren? Auf die Reservebank oder besser noch auf einen Zuschauerplatz? =)

    SomaFalke


    Um nicht orakeln zu müssen, was alles als Ursache für das Problem deiner Mannschaft infrage kommt, werden ein paar Daten benötigt:


    1. Altersklasse der Mannschaft (bei Jugend-Team)
    2. Ligateilnahme der Mannschaft
    3. Ligateilnahme als Spieler
    4. Ausbildung als Trainer
    5. Welches Spielsystem
    5.1. Welche Mannschaftstaktik


    Duch diese groben Angaben läßt sich zunächst einmal feststellen, obs eher an der Mansnchaft oder am Trainer oder vielleicht an Beidem liegt? Davon abhängig sollten dann die Tipps für dich sein!

    wallinheimo


    Ich weiß nicht, ob es dich tröstet, aber es gibt kaum Teams, die keine Probleme in der Rückwärtsbewegung haben. Vielleicht hast du gestern das Freundschaftsspiel unserer Weltmeister gegen Argentinien gesehen? Da gab es eine Szene im Mittelfeld, in der 4 Mittelfeldspieler lustlos nach hinten trabten, während der Argentinier Di Maria gerade dabei war, an unserer "Restabwehr" vorbei zu laufen. Der nichtsahnende Reporter hatte natürlich schnell den Übeltäter an der der gegenüberliegenden Seite ausgemacht. Aber angefangen hatte der Fehler bereits, als man noch am gegnerischen Strafraum in Ballbesitz war, aber Gomez nicht energisch versuchte, an den Paß zu gelangen, bzw. den gegnersichen Abwehrspieler nicht am Spielaufbau hinderte.


    Als jedoch Gomez sein Stürmerhandwerk erlernte, hat er beim Thema "Nachsetzen" gefehlt und so komplizierte Begriffe "Forechecking" das spätere "Gegenpressing" konnte er sich nicht merken. Wenn das also schon einem Nationalspieler passiert, dann solltest du ein wenig Nachsicht mit deinen Jungs haben.


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    So, nun wieder zu deinen Jungs zurück. Typische Konstellationen im Breitensport sind keine homogenen Teams. Wenn man ein offensiv orientiertes Team hat, dann spielt es gut nach vorne, verteidigt jedoch schlecht. Hat man ein eher defensiv orientiertes Team, gibt es häufig nur Konter über lange Flanken, dafür verteidigt man sehr gut.


    Wie bereits gesagt wurde, kann man durch`s Training ein wenig an den Defiziten arbeiten. Umschaltübungen dafür gibts hier, aber sonst auch satt im Internet.


    Man kann die Kids in dieser Altersgruppe mit Provokationsregeln und kleinen Wettkämpfen sehr gut motivieren. Denn sich zu messen macht Spaß und solange mal die Einen und mal die Anderen gewinnen und der Trainer das Ganze durch dosiertes Lob unterstützt, können alle gar nicht genug davon bekommen.


    In dieser Altesklasse würde ich bei den Umschaltübungen oder -spielformen wenig unterbrechen. Die Kinder sollen spielerisch ihre Erfahrungen sammeln. Die merken ja selbst, wann sie bei einer Aktion erfolgreich sind und wann nicht. Nur, wenn eine Übung oder Spielform nicht klappt, dann soll der Trainer sie zum Laufen bringen. Je nach dem was die Ursache ist, kann man eine ergänzende Info geben oder die Aufgabe vereinfachen, bzw. zunächst einfach beginnen und dann schrittweise durch Provokationsregeln etwas schwieriger gestalten.


    Wichtig ist ferner, genügend kurze Pausen einzulegen, denn die Konzentrationsphasen sind in dieser Altersklasse noch nicht so lang.


    Viel Spaß dabei!

    Jugendabteilung


    Erst mal Danke für die Infos! Klar kann ich dich verstehen, wenn du dich darüber ärgerst, dass einer deiner Spieler sich für einen Moment "aus dem Spiel ausklinkt" und "in den Zuschauer-Modus" fährt.


    Um dir selbst und vielleicht dem einen oder anderen Spieler zu zeigen, wann soetwas geschickt, empfehle ich dir ein Trainingsspiel, bei dem die Provokationsregel gilt, dass jeder Spieler in Bewegung sein soll. Beobachtest du, wie ein Spieler länger als 2 Sekunden stillsteht, dann "darf" er bis zum Abschluß dieser Ballaktion als "Salzsäule" erstarren und den Anderen zuschauen.


    Du wirst bei deinen Beobachtungen feststellen, dass es fast immer die gleichen Personen und fast immer auch die gleichen Situationen sind!


    Weil du aber weder die Personen noch die Situationen austauschen kannst, kannst du es lediglich durch gezielte Übungen minimal verändern. Die Übungen dafür sind jedoch schon recht anspruchsvoll, weshalb du Geduld mitbringen mußt, bis deine Jungs es kapieren.


    Fangen wir also mit einer leichteren Übung an:


    1. Handball beim Warmmachen
    1.1. du steckst ein Spielfeld von ca. 15 x 10 m ab und teilst deine Trainingsgruppe 2Teams (wenns eine große Trainingsgruppe ist in 4 Teams)
    Du erklärst den Teams, dass es um einen Ballbesitz geht. D.h. wer innerhalb des Teams 10 Ballkontakte hat, ohne das der Gegner an den Ball gelangt, der hat 1 Punkt erzielt. Es spielt dabei keine Rolle, ob man den Ball über oder neben den Spielern der gegnerischen Mannschaft hinweg wirft. Dass Team, das zuerst 3 Punkte erzielt hat, hat gewonnen


    1.2. dito, jedoch darf jetzt nur noch neben die gegnerischen Spieler zum Mitspieler geworfen werden.


    Lerneffekt:
    Aufgrund des begrenzten Spielfeld wird zunächst in ballnahen Situationen das Umschalten von eigenem auf gegnerischen Ballbesitz trainiert.


    2. Spiel auf 4 Torräume
    Du steckst ein Feld von 20 x 30 m mit Hütchen ab. Zusätzlich markierst du Torräume von 3 x 3 m in den 4 Ecken. Ein Punkt kann erzielt werden, wenn in ein Tor gespielt wird und ein eigener Mitspieler im Torraum den Ball annehmen kann. Zunächst beginnst du damit, dass jedes Team die auf Torräume der gegnerischen Seite spielt. Wenn das gut funktioniert, kannst du sie auf diagonal von einander getrennte Tore spielen lassen und schließlich legst du farbige Hütchen in Torräume, in die eine Mannschaft gerade spielen darf.


    Lerneffet:
    Weil nicht nur ein, sondern in 2 Felder angegriffen wie auch verteidigt werden kann, trainiert man die Konzentrationsfähigkeit


    3. Ballbesitz-Spiel mit Anspielpartner an den Außenbahnen
    Stecke ein Spielfeld von ca. 10 x 20 m mit Hütchen ab (ggf. Spielfeldgröße nach Anzahl der Spieler verändert). Positioniere 2 Spieler an der Längsseite als Anspielpartner . Ein Punkt kann erzielt werden, wenn es gelingt durch geschicktes Paßspiel zur jeweils anderen Seite zum Anspielpartner zu passen. Verläßt der Ball das Spielfeld oder gelingt es dem Gegner, an den Ball zu gelangen, welchselt das Punktreicht.


    Lerneffekt:
    Scannen der unmittelbaren Umgebung und Trainieren kurzfristiger Entscheidungen


    Selbst, wenn einige deiner Jungs danach in der D-Jugend für höhere Aufgaben ausgebildet werden sollen, darfst du nicht vergessen, dass bis dahin noch ein Weg ist. Ob und inwieweit bereits Zusammenhänge verstanden werden, hängt zwar auch vom Fachwissen und den didaktischen, pädagogischen Fähigkeiten des Trainers ab, aber es handelt sich hier um E-Jugend-Spieler, deren geistigen Fähigkeiten und Erfahrungsschatz dabei immer zu berücksichtigen ist.

    Karl


    Ich meine, deine Anmerkungen gehören sehr wohl dazu!


    Denn man muß auch die geldwerten Beträge miteinander vergleichen. Da ist es schon ein Unterschied, ob dem Verein der Transport zu Auswärtsspielen von den Eltern/Trainer der Kinder- und Jugendmannschaften geschenkt wird oder ob sie dem Senioren-Trainer und Spielern inform von Fahrtkosten zu zahlen hat.


    Auch die Ausbildung von Jugendspielern läßt sich anhand des Transferrechners einigermaßen beziffern. Wäre dieser Betrag auch beim Wechsel aus der eigenen Jugend in den Jugendbereich zu zahlen, so entstände schon am ein etwas anderes Werteverhältnis. (Es sei denn, man könnte beweisen, dass die Seniorenspieler im Verein X auf Bäumen gewachsen sind :thumbup: )


    Obwohl es keinen Transferrechner für Jugendtrainer gibt (kommt bestimmt bald, wenn man nicht mehr genug findet ..) muß man den Wert dieser Ausbildungsarbeit trotzdem geldwert anrechnen. Fast alle Trainer fangen im Jugendbereich an, also wäre bei einem Wechsel in den Seniorenbereich ein geldwerter Vorteil anzusetzen.


    Hinzu kommt, dass meist insgesamt mehr Jugendtrainer (gibt ja auch mehr Jugendteams) eine Lizenz besitzen als Seniorentrainer. Würde man diesen DFB-Zuschuß anteilig auf den Jugend- und den Seniorenbereich umlegen, so ergäbe sich ebenfalls eine Verschiebung.


    Die von weiten Teilen des Seniorenbereichs angeführte "Milchmädchenrechnung", wonach der Seniorenbereich noch den Juniorenbereich mitfinanziert, ist m.E. schon alllein durch die Tatsache ad adsurdum geführt, dass jedes Talent für den Seniorenbereich zunächst im Jugendbereich ausgebildet werden muß. Weil es jedoch nach wie vor genug Deppen gibt, die den Unsinn glauben, dass ihre Arbeit irgendwie nichts wert wäre, läßt sich diese These, Jugendarbeit werde sogar noch vom Verein gesponsort, künstlich am Leben erhalten!


    Ohne nachrückende Spieler aus der Jugend (egal ob aus dem eigenen oder anderen Vereinen) wäre der Seniorenbereich jedes Vereins in ein paar Jahren mausetod, weil sie die alters- und/oder verletztungsbedingten Jahrgänge nicht mehr ersetzen könnte.


    Kommen wir nun zu den "Biergesichtern", die sich ausschließlich für den Seniorenbereich interessen und fürs Seniorenspiel dank Vereinsmitgliedschaft fast umsonst ins Stadion kommen und aufgrund ihrer häufigen Anwesenheit alle öffentlich zugänglichen Bereiche überproportional abnutzen. Das fängt schon bei der Toelettenbenutzung an und hört mit den wegen "Trunkenheit am Klingeldeckel" zerbrochenen Gläsern und beschädigten Möbiliar im Gemeinschaftsraum auf! Also ganz viel bleibt da Netto nicht übrig!


    Kurios bei diesen Diskussionen ist die rasch wechselte Argumentation. Mal ist man ein Verein und dann muß man wieder den Senioren- und Jugendbereich getrennt sehen. So lassen sich selbst verkrustete Vereinsstrukturen über Jahre halten. Hin und wieder erfährt man aus Andeutungen der Nachfolger nach einem finanziellen Kollaps, was da im Hintergrund beim "Aushängeschild des Vereins" so gelaufen ist, ohne das einer der Profiteure ein schlechtes Gewissen dabei bekommen hätte.


    Aber Günter hat neugieirg gemacht, wie denn der Vorstand auf seine inhaltlichen Zweifel an der Verwendung der Gelder reagiert hat?

    Hallo Steven,


    hin und wieder braucht man den Kontakt mit dem Vereinsfussball, um Kenntnisse aus der Praxis für die Nachwuchsförderung mitzunehmen, bzw. aus der Nachwuchsförderung Erkenntnisse in den Vereinsbereich zu übertragen.


    Geschmunzelt hab ich natürlich über deine Absicht auf ein 2 x 5 m großes Tor spielen zu lassen, um möglichst viele Tore zu provozieren. Aber ich weiß das bei dir in guten Händen! Denn die Bambinies erleben den Fussball ja ganz anders als wir Erwachsene. Da ist jeder schon kurz nach dem Spiel fest davon überzeugt, gewonnen zu haben, der beste Spieler gewesen zu sein. Auch gibts kaum Zweifel daran, das man später einmal in der Nationalmannschaft spielt. Das T-Shirt hat man schon und der Rest kommt sowieso!


    Wie groß ein Bambini-Tor ist, dass ist so ziemlich egal, weil die Tore hier per Zufall entstehen! Von Taktik, also dem Plan ein Spiel erfolgreich zu gestalten, haben die Kinder noch keine Ahnung. Die Kleinen müssen erst noch lernen, wie man ein Tor erzielt oder es verhindert wird. Es ist noch keine Mannschaft, auch wenn sich alle über ein Tor freuen. Wenn dabei das Spiel 10 : 9 ausgeht, dann haben die Kleinen in der Häufigkeit dabei mehr Erfahrungen gemacht, als wenn in der ganzen Zeit nur 1 Tor fällt. Auch um die kleinen Torleute im großen Tor muß man sich keine Sorgen machen. Denn darin darf sich jeder mal ausprobieren! Auf die Leistung kommt es gar nicht an, sondern einzig auf den Spaß dabei!


    Ich denke auch, dass es dir große Freude bereiten wird, den Kindern den Spaß an der Bewegung mit und ohne Ball in schönen Geschichten verpackt zu verkaufen. Kinder lieben Märchen! Wenn du sie mitnimmst auf deine Abenteurreisen, indem du ihre Neugier weckst, dann werdet ihr ganz viel Spaß miteinander haben.


    Ob sich ein 2 x wöchentliches Training sowie Turniere alle 14 Tage realisieren lassen, das wird sicherlich das Treffen mit den Eltern ergeben!


    Zwar bin ich bei deinen Fachkenntnissen davon überzeugt, dass es von Seiten der Eltern kaum Anlaß zur Kritik geben wird, jedoch sehe ich Günters Hinweis, auch die meistens fussballunerfahrenen Eltern das Verhalten vor, während und nach dem Training und den Spielen zu vermitteln, als wichtig an. Denn dort wirst du sonst auf Erfahrungen stoßen, auf die man als Trainer sehr gut verzichten kann.


    Vermutlich wirst du auf sehr viele unerfahrene Trainer bei den Turnieren stoßen. So kannst du die Gelegenheit nutzen, mal unter geänderten Konstellationen das Wort mit ihnen zu suchen. Davon haben nicht nur deine Trainerkollegen etwas, sondern insbesondere die Kinder, die danach altersgerechter trainiert werden und mehr Spaß am Fussball erleben dürfen.

    @Uwe


    Hast recht!


    Der Traner kann jedoch nach der Profilerstellung ein anderes Team übernommen haben.


    Je nach dem, wie lange die Profilerstellung her ist, kann er mit seinem Team in einen älteren Juniorenbereich und in eine andere Liga mit einem anderen Leistungslevel auf- oder abgestiegen sein.


    Ich würde es besser finden, wenn`s direkt beim Thema steht!

    Jugendabteilung


    Hatte schon mal angeregt, das der Thread-Ersteller angibt, für welchen Jugend-/Seniorenbereich und welche Liga sein Thema gelten soll! Denn häufig ergeben sich daraus andere Empfehlungen.


    Aufgrund der Angaben, dass es sich um ein 7-er Team handelt, gehe ich mal davon aus, dass ihr auf dem Kleinfeld spielt.


    Auch hier kann man zunächst konsternieren, dass die Umschaltgeschwindigkeit jeweils vom Gegner beeinflußt wird. So mag es im Training funktionieren, weil das ballführende Team das Spiel langsam und mit Kurzpaßspiel aufbaut, während im Wettkampf die Gegner schneller nach vorn spielen. Gerade in den unteren Ligen wird den Abwehrspielern gesagt, sie sollen den Ball sofort soweit wie möglich nach vorne dreschen. Landen dann die weiten Pässe an der Nahtstelle der Abwehr, so läßt sich dagegen nicht zuverlässig zurück verschieben.


    Zwar gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler, der sich den Ball etwas weiter vorlegt, einen weiten Paß schlagen will, aber weite Päße können auch durch direkte Ballabnahme geschlagen werden.


    Was ich damit sagen will ist, dass mit unteren Jugendbereich unter einem Umschaltspiel häufig etwas anderes verstanden werden muß, als im Leistungsfussball ab dem mittleren Jugendbereich, wo z.B. aus taktischen Gründen auf weite Pässe verzichtet werden kann.


    Deshalb ist es wichtig, den jeweils gültigen Maßstab in seine Trainingserwägungen einzubeziehen. Also, was für eine Mannschaft trainierst du und in welcher Liga spielt ihr?

    Günter


    Weil ich trotz Mitgliedschaft in unterschiedlichen Sportart-Vereinen noch nie miterlebt habe, dass ein Kassenprüfer auch die Rechtmäßigkeit der vom Vorstand bewilligten Zahlungen überprüft hat, würde mich interessieren, wie die Geschichte weitergegangen ist? Hast du während der Generalversammlung die Punkte, in denen du anderer Meinung warst, als der Vorstand, den Mitgliedern vorgetragen? Oder gab es vorher ein Gespräch mit dem Vorstand, wo dir gesagt wurde, dass dich das nichts anzugehen hat, weil der Vortand schließlich die gewählten Vertreter des Vereins seien und nicht der Kassenprüfen?


    Die von dir vorgetragene Meinung, wonach man jeder Mannschaft nur soviel Geld zugestehen darf, wie sie unmittelbar aus den Einnahmen erzielt, ist bekannt. Als Konsequenz daraus glaubte man dann richtig zu wirtschaften, wenn man dieses Verhältnis im jeweiligen Budget berücksichtigte. In der Praxis heißt das, dass ein Senionen-Trainer einer Kreisklassenmannschaft im Monat genauso viel Honoar bekommt, wie eine Jugendmannschaft für ein ganzes Jahr!


    Weil jedoch der Aufwand für die Betreuung der Mannschaften, die im oberen Jugendbereich nahezu gleich mit dem Seniorenbereich ist, unberücksichtigt bleibt, gibt es eine wachsende Unzufriedenheit überall dort, wo die Ausgaben für den Seniorenbereich bekannt werden.


    Weil jedoch mit allen Mitteln verhindert werden soll, dass die Mitglieder und einer breiteren Öffentlichkeit davon Kenntnis erlangt, wieviel Geld die 1. Seniorenmannschaft verschlingt und wie wenig für den Juniorenbereich bleibt, ist der Vorstand ganz froh darüber, dass lediglich eine Prüfung nach buchhalterischen und steuerlichen Gesichtspunkten erfolgt.