@Petro87
IAber wie Zodiak schon sagte, bedarf das Training einer gewissen Struktur, sonst kommt rasch Langeweile und Unruhe auf. Deshalb sind ein paar Gedanken übers Training ganz sinnvoll.
1. Welchen Trainingsschwerpunkt möchte ich setzen?
2. Welches Aufwärmprogramm (ca. 5 - 10 Min) paßt dazu?
3. Welche Übungen (ca. 20 - 30 Min) kann man mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad (vom leichten zum schweren) machen
4. Welche Spielformen (ca. 20 - 30 Min.) passen dazu
Tipps für 3. - 4:
3.1 - 4.1. Übungen und Spielformen zum "laufen" bringen!
Unbekannte Übungen und Spielformen muß man zum "laufen" bringen, weil sie nicht automatisch gleich verstanden werden. Dazu erklärt man zunächst nur das Wesentliche und schaut, wie sie es lösen. Erkennst du, dass sie die gestellte Aufgabe gar nicht lösen können, so kannst du sie vereinfachen. Wird sie teilweise gelöst, kannst du die Übung kurz anhalten und läßt sich von denen, die es bereits gut machen, präsentieren. (Auf keinen Fall lange Reden halten. Denn schon nach dem 3. Satz hört dir ein Teil nicht mehr zu!)
3.2. - 4.2. Übungen und Spielformen schachteln!
Schachtel die Übung und Spielformen so, das nach jeder Übung die dazu passende Spielform kommt. Durch die Zeitnähe ist der Lerneffekt intensiver
5. Abschlußspiel mit Trainingsschwerpunkt (aber nicht mehr als 3 Provokationsregeln wählen, sonst gibts unnötigen Diskussionsbedarf
Das Abschlußspiel ist die "Generalprobe" fürs nächste Spiel. Hier solltest lediglich besondere Aktionen loben, aber keine Korrekturen mehr vornehmen. Denn die Spieler brauchen den Mut für das Risiko das neu Erlernte auszuprobieren.
Weitere Überlegungen zum Training
1. Welche Trainingsuntensilien werden gebraucht?
Wenn dein Trainingsprogramm steht, weißt du, was du an Hilfsmitteln brauchst. Hier ein Tipp: wenn du allein bist, nimm nur das Allernötigste! Denn sonst vergeht zuviel Zeit, in der die Utensilien durch die Gegend schleppst und sobald du der pausierenden Trainingsgruppe den Rücken zugekehrt hast, ist die Trainingsmaterial vor lauter Neugierde zum Spielobjekt deiner Trainingsgruppe geworden.
2. Wie werden Trainingsutensilien eingesetzt?
Damit die Trainingsgruppe die Übung oder Spielform leichter erkennt, macht es sich, die Hütchen, Pylonen, usw. nach Farben zu positionieren. Die jeweilige Farbe liefert eine zusätzliche Gedächnisstütze für deine Trainngsgruppe. Sie hilft dir dabei, die Übung und Spielform rasch zu verstehen.
3. Prüfung der Trainingsutensilien!
Bevor es zum Training geht solltest du deine Trainingsutensilien prüfen. Dazu zählt:
- sind genügend aufgepumpte Bälle vorhanden
- sind genug Trainingsutensilien mit den jeweils benötigten Farben vorhanden
4. Aufbau der Trainngsutensilien
Um mögchst viel Zeit mit der Trainingsgruppe zu verbringen, sollten die Trainingsutensilen möglichst vor dem Trainngsbeginn aufgebaut werden. Nach dem Prinzip möglichst wenig Utensilien einzusetzen, kann man z.B. durch Versatz und Ergänzung einzelner Hütchen sonst auch sehr schnell eine weitere Übung/Spielform gestalten.
5. Während der Übung / Spielform
Achte auf rechtzeitige Trainingspausen! Je intensiver die übung oder Spielform, je häufiger braucht die Trainingsgruppe eine kleine Pause. Ansonsten erkennst du die benötigte Pause, wenn der Erfolg aufgrund der Ermüdung bei der Übung / Spielform nachläßt
5.a. Aktive und Passive Regenerationspausen
Aktive oder Passive Pause: hast du große Leistungsunterschiede in deiner Gruppe, so biete den Leistungsstärksten eine aktive Regenerationspause an, wobei sie mit dem Ball ballancieren, sich im Kreis den Ball zupassen, ect. Spieler mit geringerem Leistungsvermögen sollten passiv regenieren, d.h. ausruhen und Flüssigkeit zu sich nehmen.
Insgesamt: Achte darauf, das es möglichst keine Wiederholungen in deinen Übungen und Spielformen gibt. Denn weil sich jedes Spiel anders entwickelt, sollen sich deine Spieler erst gar nicht ans Spekulieren aufgrund bekannter und schließlich langweiliger Übungen und Spielformen gewöhnen. Wenn du es immer ein wenig anders gestaltest hälst du die Neugier und damit die Konzentration deiner Trainingsgruppe besonders hoch.
Wenn das Training der Gruppe Spaß macht, dann macht es auch dem Trainer Freude und er darf sich im nächsten Wettkampf auf die Umsetzung der "Aha-Erlebnisse" seiner Mannschaft freuen sowie eine weiterhin hohe Trainngsbeteiligung. Wenn du das Prädikat: ".. unser Trainer ist nett und bei dem lernt man auch was .." von deinen Jungs bekommst, dann bist du auf dem richtigen Weg ein toller Trainer zu werden.
Viel Spaß dabei!