Beiträge von TW-Trainer

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    @Uwe


    Weil gerade der Übergangsbereich von der D in die C-Jugend nicht selten ohne Probleme in den Vereinen vonstatten geht, ist gerade dieses Buch eine wertvolle Bereicherung!


    Damit die Inhalte jedoch nicht das Geheimnis einiger besonders engagierter Jugendtrainer (die es aus ihrer Privatkasse bezahlen) bleibt, sollte man das Buchangebot an die Vereine heran tragen. Denn genauso, wie es in gut geführten Vereinen ein altersbezogenes Übungsarchiv gibt, sollten die Vereine zum Zwecke des autodidaktischen Erlernens von Fussballwissen eine Standardliteratur beherbergen! (Falls kein Platz ist, kann man ja ein paar Biergläser zur Seite räumen!)

    Für das Hintergrundwissen im Pressing, seinen Vor- und Nachteilen in den jeweiligen Zonen kann ich euch den Taktikfuchs: Ralf Peter bestens empfehlen.


    Vielleicht ein Beispiel: das Wort Pressing (drücken) wurde aus dem Englischen abgeleitet. In der Fussballtaktik kennt man die Begriffe: Angriffs-, Mittelfeld- und Abwehrpressing. Hierbei wird jeweils die Aktivitätszone beschrieben. Wenn`s ein Vorpressing gäbe, müßte es auch ein Haupt- oder Nachpressing geben. Weil hierbei keine Zonen angegeben sind, könnte das leicht zu Mißverständnissen und Verwirrungen führen.


    Ich finde es aber toll, dass ihr euch auch an schwierigere Themen heran traut!

    holzi


    DFB-Krisensitzung beendet und Link ist wieder freigegeben! :thumbup:


    Ich denke, es erhöhlt insgesamt die Attraktivität von Breiten- und Leistungssport, wenn man erkennt, dass nicht nur die stärksten Spieler, sondern alle Teammitglieder das Vertrauen auf eine angstfreie Förderung im Training und Spiel verdient haben.


    Nur durch einen Sinneswandel kann man den viel zu hohen Dropout im Jugendbereich stoppen. Denn es kommen in den kleineren Dorfvereinen durch falsche Zielsetzungen ja kaum noch Spieler in den A-Jugend-Bereich an. Da wird die Bildung von JSG-Teams die Entwicklung nur kurzfristig aufhalten, weil es auch hier vornehmlich nicht um den Spaß am Fussball geht.


    Die Definition: Fussball macht nur dann Spaß, wenn man immer auch gewinnt, bedarf im Breitensport einer neuen Ausrichtung, für die ganz sicher auch der DFB und die Verbände gebraucht werden. Nur genügt es nicht, sich zum KiFu im G- und F-Jugendbereich zu bekennen, man muß die Ziele über den gesamten Jugendbereich so korrigieren, dass aucvh der Spaß der Schwächsten in dieser Gliederrkette dabei respektivert.


    Fairness und Gerechtigkeit bedingen einander. Wer von Fairness im Fussball spricht, die nicht auch die gerechte Spielbeteiligung aller Spieler beinhaltet, der kann sich diese Fairness auch an den Hut stecken, weil es an Chancengleichheit fehlt, die dem obersten Ziel des Spielgewinns geopfert wird! Leider war auch der DFB an dieser falschen Entwicklung im Jugendbeeich beteiligt, weil sie Erfolg immer zuallererst als Sieg über den Gegner definiert hat und insofern ein kurzfristiges Ziel (ein Spiel, eine Saison) über das mittel- und langfristige Ziel (Spaß und lebenslange Treue zum Fussball) gesetzt hat. Vielleicht gelingt es, über die Einsichten im G- und F-Jugendbereich auch dort einen Sinneswandel einzuleiten und bessere Rahmenbedingungen für den Jugendbereich zu schaffen.


    Eigentlich können wir es uns doch gerade als Weltmeister leisten, über zukünftige Strukturverbesserungen nachzudenken, damit uns die Konkurrenten nicht überholen. Denn Stillstand bedeutet immer auch Rückschritt!

    holzi


    Der DFB hat momentan die Webseite: Gleiche Spielzeiten für F und G-Jugend gesperrt! (Nicht, dass da ein übereifriger Mitarbeiter am Werke war?)


    Unser Problem ist jedoch nicht die F und G-Jugend allein, sondern ein Sinneswandel bei den generellen Einsatzzeiten im Jugendbereich. Die Nachteile einer Aufteilung der Mannschaft in Stamm- und Auswechselspieler werden von Jahr zu Jahr deutlicher, weil zum einen durch den demografischen Wandel die Jahrgangszahlen rückläufig sind und desweiteren die Bereichschaft der schwächeren Kinder und Jugendlichen wenig zu spielen, schwindet.


    Der eigentliche Sinneswandel ist jedoch erst dann vollzogen, wenn man versteht, dass es mittel- und langfristig mehr Vorteile gibt, allen Spielern während der Ausbildungsphase gleiche Spielanteile zu gewähren. Dazu ist es natürlich wichtig, geeignete Zeiträume zu wählen. Denn im Breitensport sind die Jahrgangszahlen pro Team stark schwankend, sodass es auch für größere Teams gute Lösungen geben muß!


    Wenn der Spaß für alle Beteiligten im Mittelspunkt stehen soll, so besteht der Sinneswandel im Breitensport darin, dass zukünftig der Trainer seine Mannschaftsaufstellung nicht mehr allein nach dem Gewinn von Meisterschafts- und Pokaltitels auszurichten hat, sondern nach dem aktuellen Bedarf an Spielzeiten für seine Mannschaft. Schließlich liegt es an ihm, alle Spieler bestmöglich auszubilden. Das wird am besten gelingen, wenn über gleiche Spielanteile ausreichend Erfahrungen gesammelt werden.


    Zwar war es auch schon früher das hohe Ziel den Kindern den Spaß am Fussball zu vermitteln, so dass sie dem Fussball ein lebenlang treu bleiben, gleich geblieben. Die Frage, wie dies am besten zu geschehen habe, hat sich durch die Veränderungen signivikanter Eckpunkte jedoch verändert und bedarf deshalb auch sinnvoller Anpassungen.

    Pedro87


    Ich hoffe, es ist dir nun auch dank der Beiträge von Sir Alex und fak klar geworden, dass es nicht allein das Problem deines Keepers ist, sondern der gesamten Mannschaft!


    Zwar hat der Keeper die Aufgabe, den Bockmist seiner Vorderleute (z.B. stellt bei Ballverlust sofort auf Zuschauermodus um) irgendwie auszugleichen. Aber wichtig ist es dennoch, sich zunächst mit häufigen Standardsituationen, die Basis der Ausbildung sind, zu befassen. Erst danach sollte man sich bei der Verfeinerung der Fähigkeiten mit seltener vorkommenden Varianten beschäftigen. Je nach Fähigkeit des TW-Trainers kann man unterschiedliche Wege in den Übungen wählen. Spielformen, bei denen der Keeper den Schwerpunkt bilden machen in dieser Altersgruppe für den TW noch nicht sehr viel Sinn, da die Streuung der Distanzschüsse kaum ein rekonstruierbares Bild abgeben. Und zufällig gehaltene oder nicht gehaltene Bälle dienen geben nicht der Verbesserung von TW-Fähigkeiten, weil hier der "Aha-Effekt" für die Nachhaltigkeit fehlt.


    Nun zum vereinfachten Stellungsspiel des Keepers:


    Wo sollte sich der Keeper in welcher Spielsitutation befinden?
    1. Am 16-er: bei eigenem Ballbesitz am oder im gegnerischen Strafraum, bei gegnerischem Ballbesitz in deren Drittel
    2. am 11-er: bei eigenem Ballbesitz im Mittelfeld; bei gegnerischem Ballbesitz in deren Hälfte
    3. am 5-er: bei gegnerischem Ballbesitz in der eigenen Hälfte, für Rückpaß bei Ballgewinn am eigenen Drittel (Distanz wichtig, wenn Verteidiger mit Blick zum eigenen Tor den Ball erobert)
    4. zwischen 5-er und Torlinie: Bei Freistößen, Flanken und Ecken vom Tor weg (ca. 1 m näher zum Tor bei seitlichen Flanken zum Tor hin)
    5. an der Torlinie: bei Freistößen aus kurzer Distanz
    6. auf der Torline: beim Elfmeter


    Sonderfälle:
    unterschiedliche Ausgangsposition bei 1 gegen 1 bei Angriff aus langer, mittlerer oder kurzer Distanz
    dito, jedoch bei gegnerischer Überzahl


    Beschäftigen wir uns nun mit der Kurzbeschreibung von hohen Schüssen aus weiter Distanz:


    A. Schüsse von der Mittellinie
    1. Der Torwart erkennt den Distanz früh genug, weil sich der Schütze den Ball vorher etwas weiter vorlegt!
    Wei bereits angesprochen, taucht als häufiges Argument auf, dass man sich ja bei weit vor dem Tor positioniertem Keeper ein Distanzschußtor einfangen könnte. Natürlich passiert das nicht so oft, aber man kann auch diese Situation ganz gut trainieren. Als Ausgangssituation positionieren sich der Schütze (z.B. TW-Trainer) ca .10 m hinter der Mittellinie, während der Keeper am 16-er steht. Zum Start der Übung legt sich der Schütze den Ball etwas weiter vor. Durch das weite Vorlegen des Balles kann der Keeper erkennen, dass daraus ein Distanzschuß werden kann und begibt sich zunächst in die Rückwärtsbewegung (mit vorwärts orientiertem Oberkörper), um in der Schlußphase auf den Ball zugehend abzuspringen und den Ball sicher zu fangen.


    2. Der Torwart erkennt den Ball erst im Anfang der Flugphase (z.B. Sicht verdeckt oder vom Schuß überrascht)
    Erkennt der Keeper die Situation zu spät, so kann man dafür eine zweite Variante trainieren. Dabei darf der Keeper sich erst bewegen, sobald der Schuß erfolgt ist. Jedoch sprintet er nun in Richtung seines Tores, wobei der Blick auf den Ball gerichtet bleibt. Sobald der Ball in den Fangradius gelangt, erfolgt der Stützschritt und der Absprung.


    2.a. dito, jedoch nicht mehr sicher zu fangen
    Eine aus dieser Situation abgeleitete Variante ist das einarmige Lenken eines Balles (übers Tor), wenn der hohe Ball nur noch auf diese Weise erreicht werden kann. Voraussetzung ist, dass der Keeper die Technik des Lenkens beherrscht!


    B: Schüsse aus dem Halbfeld oder von der Seite
    1. Flanken, die zu Torschüssen werden
    Die beiden Varianten des späten Erkennens sind von besonderer Bedeutung bei langen Flanken aus dem Halbfeld oder von der Seite. Denn hierbei kommt es immer wieder vor, dass gedachte Flanken zu Torschüssen werden und der Keeper durch einen angepaßten Bewegungsablauf auch diese hohen Bälle sicher fangen oder lenken kann.



    C. Eigenkönnen des TW-Trainers
    Für den wichtigen Lerneffekt des Keepers ist ein Eigenkönnen des TW-Trainers wichtig. Wie man die Trainingsübungen auf sein Eigenkönnen anpassen kann, soll nachfolgend kurz beschrieben werden.


    1. Hohes Eigenkönnen des TW-Trainers
    Alle Übungen erfordern ein Eigenkönnen des TW-Trainers. Denn wenn der TW-Trainer die Distanzschüsse nicht präzise genug mit dem richtigen Druck und der Flugbahn für den TW präsentieren kann, ist der Übungswert gering, weil die Ballstreuung zu groß ist. Zum Simulieren von Spielsituationen ist es ferner wichtig, dass der TW-Trainer den Schuß sowohl mit dem rechten wie auch dem linken Fuß ausführen kann, weil es sich hierbei um unterschiedliche Flugbahnen handelt, die der Keeprer richtig einzuschätzen lernen soll.


    2. Übungen für geringes Eigenkönnen des TW-Trainers
    Falls kein ausreichendes Eigenkönnen vorhanden ist, sollte man die Übungen aus etwas kürzerer Distanz wählen, damit der Keeper ausreichend gefordert und gefördert wird. Aber auch hier ist es zwingend erforderlich, den korrekten Bewegungsablauf des Keepers zu kennen und ggf. korrigieren zu können.

    3. Fast kein Eigenkönnen des TW-Trainers

    Wenn fast kein Eigenkönnen in der Schußqualität vorliegt, kann man diese Situation durch Würfe de TW-Trainers ebenfalls simulieren. Hierbei ist der besondere Vorteil von Anfänger-Keepers, dass die Flugbahn nicht so flach ist und er etwas länger Zeit zur Positionsanpassung hat. Hier kann man nur hoffen, dass der Torwart schlauer ist als sein Trainer und für sich die richtigen Schlüsse daraus zieht.


    Sonstiges
    Damit der Beitrag nicht noch länger wird, habe ich die Fehleranalyse und das dazugehörige Korrigieren erst mal weggelassen. Wenn dazu Fragen sind, kann man darauf separat eingehen.

    @stanis


    So ähnlich macht es auch das hiesige Leistungszentrum. Durch die Verpflichtung besonders gut ausgebildeter Trainer, das Beschränken der Spieleranzahl pro Mannschaft und die Dokumentation der Einsatzzeiten aller Spieler hat man eine gute Kombination geeigneter und fairer Entwicklungschancen geschaffen. Man kann erkennen, das sich das Niveau mittelfristig insgesamt kontinuierlich erhöht hat. Gerade die Sicherheit ausreichender Einsatzmöglichkeiten schafft eine angstfreie Athmosphäre für Spieler und Trainer. Wer keine Fehler machen darf, der geht kein Risiko ein. Wir nichts riskieren darf, der entwickelt sich nur mühsam weiter!


    Im Breitensport ist das jedoch das Thema: Spieleinsatz sehr viel schwieriger, weil die "Pappnasen" mit geringem fussballerischen Sachverstand häufig schon in den Vorständen sitzen. Da ist es manchmal nur gut, wenn möglichst wenig von den Vorstandsgesprächen in der Jugend-Basis ankommt!


    Die ersten Erfahrungen mit dem KiFu zeigen ja, dass es schon schwierig genug ist, mit Kompromißlösungen wenigstens im Bambini- und F-Jugendbereich die "Notbremse" zu ziehen!

    House
    Wie in deinen Beiträgen ersichtlich, ist der vermeintliche Leistungsgedanke in den Dorfvereinen auch ihr "Totengräber", weil jeder Laientrainer darüber entscheiden darf, wer spielt und wer die Ersatzbank drückt. Weil dabei die meisten lieber sofort als später gewinnen, werden die Teams in Stamm- und Auswechselspieler aufgeteilt. Je nach Jahrgangsstufe sitzen so mindestens alle 2 Jahre die Jahrgangsjüngeren auf der Reservebank. Hinzu kommen die permanenten Bankdrücker! Ach ja, paßt ganz gut dazu: übergewichtige D-Jugend-Spielerin erhält ab der U 16 Fördermaßnahmen vom DFB und hat bereits erste Länderspiele absolviert!


    Wird zukünftig nicht z.B. durch gezieltes Trainercoaching entgegen gewirkt, so ist der im Breitensport überflüssige Leistungsgedanke der Totengräber der Vereine, weil Spieler mit aktuell unterdurchschnittlicher Leistung aus dem Verein vergrault werden.


    Die Zeiten, in denen die Juniorentrainer die Trittleiterhalter für den Seniorenbereich waren, sind längst vorbei. Wer heute nicht in die Jugendarbeit investiert, in dem er sich um geeignete Jugendtrainer bemüht, dessen erfolgreiche Arbeit kontrolliert, der wird in einigen Jahren die Schlüssel fürs Vereinsgelände dem Schützenverein übergeben können.


    Wie bereits angemerkt ist der Gesetzgeber hier ausnahmsweise mal nicht schuld! Denn von der steuerlichen Vergünstigung von Trainerarbeit profitieren am meisten die Junggesellen mit hohem Einkommen und hoher Steuerlast. Ein Familienvater mit geringem Einkommen und entsprechend geringer Steuerlast schon dabei in die Röhre! Genauso geht es Schülern und Studenten, die sich im Trainerjob engagieren.


    Natürlich wäre des Rätzels Lösung, dass Trainer ohne Lizenz lediglich am Freundschaftsspielbetrieb teilnehmen dürften. Weil hier der Druck zum Siegen nicht so groß ist, würde man vielleicht häufiger zur Einsicht gelangen, dass alle spielen sollten, damit auch alle Spaß am Fussball haben. Leider gibt aber auch genügend Trainer mit Lizenz, die im Breitensport falsche Ziele verfolgen und dabei die schwächeren Spieler auf der Strecke bleiben.


    Es wird in jedem Falle eine Veränderung geben, wenn der Bonus über die Bildung von JSG erst einmal aufgebraucht ist und man erkannt hat, dass dabei noch mehr Kinder und Jugendliche auf der Strecke bleiben! Wenn jedoch nicht die Einsicht von Unten kommt, dann wird es für die kleinen Dorfvereine vermutlich zu spät kommen, bis von oben eine Gegensteuerung erfolgt?

    Zodiak


    Warte es einfach erst mal ab! Genau wie Sir Alex hab ich beim ersten Blick auf den Entwurf gedacht, das ist jetzt wieder eine Lizenz zum Gelddrucken für den DFB! Aber genau wie heute, interessiert die Profilausprägung. Jugend oder Erwachsene hinterher niemand. Unterhalb des Profibereichs sind die Lizenzbestimmungen heute und vermutlich auch in Zukunft "butterweich"! Teilweise wird nicht mal kontrolliert, ob überhaupt ein Trainer mit entsprechender Lizenz im Verein ist. Denn der DFB tut sich ja keinen Gefallen damit, wenn er ganze Ligen auflöst, nur weil die Mehrheit der Trainer darin nicht die erforderliche Lizenz mit entsprechender Profilausprägung hat.


    Um die deutschen Traier kontinuierlich auf einem höheren Niveau auszubilden, gilt es:


    1. mehr Trainer für eine Lizenzausbildung zu begeistern (wird über DFB-Mobil und dezentralen Verbandsinfo-Abenden gemacht)
    2. mehr Trainer für höhere Lizenzen auszubilden


    Natürlich gibt es immer Sieger und Verlierer bei einer Veränderung. Um den möglichen Schaden in Grenzen zu halten, sollte man bei den Lizenzen mit übereinstimmenden Inhalten eine nachträgliche Änderung aufs neue System zulassen.


    Ich hoffe mal, es wird noch Veränderungen bis zur Einführung geben! Wenn nicht, wird es wei gewohnt über die "butterweiche" Lizenzkontrolle abgefangen!

    Nela


    Vielen Dank für die umfangreiche Erläuterung. Natürlich wäre es noch besser gewesen, wenn du die Liga angegeben hättest, aber ich denke, es sind nun genügend Informationen für eine Gespräch zusammen gekommen.


    Wenn die ältere Torhüterin bereits einer Mannschaftskameradin ihren Wunsch, die Fussballschuhe nach der Saison an den Nagel zu hängen, mitgeteilt hat, könnte man das Gespräch damit beginnen, wie man ihr einen würdigen Abschied für die in den vergangenen Jahren geleisteten Verdienste im Frauenteam machen kann. Natürlich sollte man über einen Torwartwechsel in der Winterpause sprechen, jedoch über ein Abschiedsspiel für sie gegen ein befreundetes Team sprechen. Dazu sollten sich die Mannschaftskameradinnen ein paar Überraschungen einfallen lassen.


    Falls es noch Zweifel bei der Keeperin geben sollte, kann man erklären, dass man sie gerne aufgrund der ungünstigen Tabellensituation aus der "Schußlinie" nehmen und der jüngeren Keeperin schon etwas früher die Verantwortung übertragen wolle. Damit hat man dann eigentlich auch schon das Thema Leistungsvergleich abgehakt!


    So, nun noch ein paar Anmerkungen von einem "erfahrenen TW-Trainer"!


    zu 2.) Für einen ausgebildeten Keeper spielt es keine Rolle, ob und wie oft er als Feldspieler eingesetzt wird. Er wird die Entscheidung, wann er den Ball mit den Händen aufnimmt oder mit dem Fuß paßt, normalerweise weiterhin korrekt treffen. Das sie sich hin und wieder irrt, liegt nicht an ihren Feldspieler-Einsätzen, sondern an der sich daraus entwickelnden, unvorhersehbaren Situation, bei der auch Mitspielerinnen Fehler machen.


    zu 3.) Leider habe ich keine Antwort auf meine Frage bezüglich des Schnelligkeitsdefizits bekommen, außer dass es nicht am Gewicht liegt! Denn irgendeinen Grund muß es ja haben, warum sie schon früher nicht auf einer Feldspieler-Position spielen wollte? Ich weiß ja nicht, wie alt sie ist? Denn es gab früher mal die weitverbreitete Ansicht, je früher jemand Stammtorwart wird, je mehr Erfahrungen kann er sammeln! Aber das stimmt so nicht, weil gerade für das Stellungsspiel auch Erfahrungen als Feldspielerin wichtig sind. Man erkennt Torleute, die schon sehr früh nur auf dieser Position gespielt haben an 3 Faktoren. Erstens stehen sie fast immmer sehr tief. Zweitens wissen sie häufig nicht, wann sie gegnerische Flanken erfolgreich ablaufen können. Und drittens ist die Qualität ihrer Pässe zu den Mitspielerinnen eher bescheiden. Jetzt wird diese Torhüterin für die Sünden ihrer früheren Trainer bestraft! Das sollte man bei ihrer Leistungsbeurteilung berücksichtigen.


    zu 4.) Es ist zwar kein Geheimnis, dass bei gleichstarken Teams meistens die Mannschaft mit dem besseren Torwart gewinnt. Aber wer den besseren Torwart hat, dass ist nicht allein eine Charakter, sondern in erster Linie eine Frage der Qualität der Torwartausbildung. Gerade bei den Frauenteams ist eine gute Torhüterin schon eine "Bank"! Wer hierbei gute Ausbildungsarbeit leistet, der wird sein Team auch mental stärken, weil die Spielerinnen über das große Vertrauen zur Keeperin mit etwas höherem Risiko spielen spielen und die Keeperin häufig als Anspielstation für ein Überzahlspiel beim Spielaufbau einsetzen.


    Wenn du dich vor dem Gespräch mit ihr einmal in ihre Sicht der Dinge versetzt, wird es sicher ein einvernehmliches Ergebnis geben! Zu einem guten Gespräch drücke ich dir die Daumen. Wenn du magst, kannst du ja hier darüber schreiben.

    Nun haben wir diese Saison entschieden, dass die ältere fest ins Tor geht


    Hallo Nela!
    Ich hab da mal ein paar Fragen:


    1. Welche Liga spielt ihr? (Frage deshalb, weil mit nur 1 Torhüterin (die Jüngere) ein Problem auftaucht, wenn die krank oder verletzt ist und man dann keinen gleichwertigen Ersatz hat, wenn die Ältere aufhört
    2. Was hat euch zu dieser Entscheidung bewogen, wenn es doch in der letzten Saison mit der Positionsabwechslung prima lief?
    3. Ist der Grund, warum die ältere Keeperin nicht aufs Feld will, ein Geschwindigkeitsdefizit (resultierend aus früheren Verletzungen oder momentanem Übergewicht)?
    4. Liegt die Ursache, warum ihr im Tabellenkeller steht, ausschließlich am Torwart oder auch an geringer Trainings- und Spielleistung von Feldspielerinnen?
    5. Werden bei einer Entscheidung gegen die ältere Torhüterin weitere Spielerinnen (Freundinnen) u.U. die Mannschaft/Verein verlassen, sodass euer Kader deutlich schrumpft?
    6. Ist euch bewußt, dass sich die jüngere Torhüterin (erst raus aus dem Tor und nun wieder rein ins Tor) wie eine Übergangslösung vorkommen kann und nun hautnah miterlebt, wie ihr mit der langjährigen Kollegin, die ihren Urlaub und was weiß ich sonst noch geopfert hat, um immer für die Mannschaft alles zu geben?


    Begründung:
    Es ist im Leistungs-, manchmal sogar im Profifiussball mode geworden, unter dem Begriff: "jetzt müssen wir etwas ändern" sich als Erstes den Torwart rauszuschnappen. Meist geht es schief, weil der Rauswurf des Keepers nicht die Ursachen des sportlichen Desasters bekämpfte. Manchmal war auch der Trainer die Fehlbesetzung? Denn hinzu kommt bei so einer Entscheidung, dass viele Mannschaftstrainer kaum Fachkenntnisse übers Torwartspiel haben, ihn jedoch allein für Gegentore verantwortlich machen. Da hilft nur die fachkundige Analyse, warum Spiele gewonnen und warum Spiele verloren wurden.


    Bevor ich einen Rat gebe, würde ich gerne die Widersprüche ein wenig besser verstehen!

    Wir sind ein gemeinnütziger Verein. Da sollte es doch darum gehen, das möglichst viele Kinder Sport machen, Freude am Sport haben, sich bewegen, nicht
    nur vor der Glotze sitzen. Ob man ein Spiel mehr oder weniger verliert oder gewinnt ist doch pille palle.


    House
    Vielen Dank für deinen Beitrag aus der Sicht eines frustrierten Vaters, dem Unsinn von wegen Leistungsorientierung im Dorfverein auf den Senkel geht und soetwas auch mal aus einer der Warte der Benachteiligten beschreibt Ich hoffe, du wehrt sich auch vor Ort in deinem Verein aktiv gegen falsche Zielsetzungen, damit auch andere Eltern wach werden und sich dagegen zur Wehr setzen?


    Gegen die Gemeinnützigkeit verstößt die "Leistungsorientierung" allerdings nicht, wenn man die Kinder unterschiedlich lang spielen. Selbst bei einer Neuaufnahme in den Verein dürfen die Mitglieder dies ohne weitere Begründung ablehnen!


    Ohnehin ist es besser und von nachhaltigem Charakter, wenn man derlei wichtige Dinge nicht per Gerichtsurteil, sondern durch Umdenken erzielt! Sonst kommt der nächste Trainer und der Blödsinn fängt von vorne an!

    Pedro87


    Die Beschreibung des letzten Teils des Bewegungsablaufs beim 1 gegen 1 aus großer Distanz ist von TRPietro zwar dann korrekt beschrieben, wenn der Gegner aus zentraler Position angreift, aber mir scheint es leider nicht die einzige Lösung deines Problems zu sein.


    Hier muß ich Günter beipflichten, dass es sich zunächst einmal um einen typischen Anfängerfehler einer "Kette" handelt, die zu hoch (an der Mittellinie) steht. Bei Ballgewinn kann sofort ein langer Pass über oder zwischen die weit aufgerückte und im großen Abstand untereinander stehende Kette gespielt werden. Gleichzeitig können die gegernischen Angreifer Thempo aufnehmen und so allein vor dem Torwart auftauchen. Damit die Kette nicht in die Situation gelangt, keinen Druck auf den Ball ausüben zu können, weil man mit dem Gesicht zum eigenen verteidigen muß, ist es wichtig, dass die zentalen Abwehrspieler auch einem langen oder hohen Ball entgegen gehen können. Deshalb ist ihre korrekte Position bei eigenem Ballbesitzt am oder im gegnerischen 16-er an der Mittelkreislinie der eigenen Hälfte und nicht an der Mittellinie.


    Ein weiteres Anfängerproblem findet man, wenn sich die Kette nicht bei gegnerischem Ballgewinn fallen läßt, sondern einzelne Spieler dem Gegner entgegen laufen, sodass eine gegenseitige, überlappende Absicherung nicht mehr möglich ist, sondern ein freier Raum entsteht, der vom Gegner besetzt werden kann. Wenn`s aber in einzelnen Fälllen gut geht, wird dieser Spieler vom Trainer mit "gut aufgepasst" gelobt, obwohl es sich hierbei um einen taktischen Fehler handelt. Was nützt ihm auch ein scheller Ballgewinn in der gegnersichen Hälfte, solange noch genügend Gegner hinter dem Ball stehen und das Leder gleich beim nächsten Paß wieder weg ist?


    Die Rolle des Torwarts bei falscher Mannschaftstaktik ist relativ gering! Denn er muß nicht nur den Bockmist seiner Vorderleute, sondern auch noch die groben taktischen Schnitzer seines Trainers ausbügeln. Das ist wohl ein bißchen viel verlangt von einem 13 - 14 jährigen Kind oder?


    Wenn du die ballorientierte Taktik einigermaßen verstanden hast, dann will auch ich dir gerne helfen, in dem ich dir Trainingsübungen und -methoden für ein gezieltes TW-Training zu geben. Andersherum würde die Verbesserung des TW-Stellungsspiels vermutlich kaum deine Erwartungen zur bestmöglichen Vermeidung von Gegentoren erfüllen?

    Günter
    Es ist doch gut so, dass die DFB-Trainer sich nicht davon blenden lassen, wo einer das Fussballspielen gelernt hat oder?


    Ich denke mal, das Wechseln in einen anderen als Erpressung ist in dem Maße zurück gegangen, wo die DFB-Stützpunkttrainer nicht mehr in unmittelbar konkurrierenden Trainerjobs tätig waren. Die Effektivität von Scouting hat durch die Zunahme an Daten, die durchs Internet frei haus geliefert werden sicherlich zugenommen.


    Dennoch gibt´s im Wechselbereich der Frühphase nach wie vor ein großes, ungelöstes Problem, wodurch sich erst spät entdeckte Spielerkarrieren erklären lassen. Denn wechselt ein Kind zu früh, dann ist es in der neuen Mannschaft einer von vielen. Statt hier Selbstvertrauen zu tanken, wird es schon recht früh immer höheren Leistungsanforderungen konfrontiert, durch die die Wahrscheinlichkeit eines Scheitern während der Ausbildungsphase sehr groß ist. Im Heimatverein bleibt es ein Leistungsträger und ein Ausnahmespieler, dem es sehr großen Spaß macht, aus einer guten Mischung von selbstgewählten Risiko und einem guten sozialen Netzwerk im dörflichen Umfeld eine positive Entwicklung zu nehmen. So entscheidet sich dieses Talent erst dann, wenn es die Konsequenzen für sich selbst ganz gut einschätzen kann, zu einem Wechsel.


    Hab mich vor kurzem mit einem Keeper unterhalten, der zur B-Jugend hin zu einem Top-Club aus der 1. Bundesliga gewechselt ist! Und obwohl er selbst Champions-Liga-Erfahrungen sammeln durfte, meinte er im Nachhinein, der Wechsel wäre für ihn zu früh gewesen. Er hätte jede Menge Heimweh gehabt, was seine Leistungsentwicklung zeitweilig blockiert habe. Selbst, wenn er die Erfahrungen dort nie missen wollte, wären es nicht nur schöne Erinnerungen gewesen. Denn Fussball als Beruf auf so hohem Niveau, dass wäre Verdrängungskampf pur! Diesem harten Wettbewerb auf und neben dem Platz ist nicht jeder gewachsen. Gerade, wenn der Druck schon sehr früh startet, kann er zu Spätfolgen führen. So stellt er sich noch heute bereitwillig neben Fans zum Fotografieren, ohne sich in diesen Momenten zu fragen, ob er dass überhaupt noch will! Das Privatleben wird in der Zeit als Profi nahezu vollkommen von Dritten organisiert! Wenn man nach der Karriere wieder drin zurück kehrt, dann ist es am Anfang gar nicht so leicht, wieder alles selber entscheiden zu müssen.


    Weil es keine zuverlässige Erfolgsprognose gibt, läßt ich auch der Zeitpunkt eines Wechsels nicht zuverlässig bestimmen. Denn der ist individuell und nicht jeder, der kann, der will auch (schon)!

    holzi


    Ja, bei den Bambinies sind zum Glück noch fast alle Eltern damit einverstanden, dass sich auch die Verlierer zum Schluß als Sieger fühlen dürfen. Dabei fühlen auch die Trainer keinen Druck, sondern genießen manchmal die Dankbarkeit der Eltern, die jetzt noch fast immer mit dabei sind. Ab der F-Jugend geht`s um Tore und Punkte und selbstverständlich auch um die Beurteilung der Leistungen. Selbstverständlich haben Trainer und Eltern, die das vorläufiger, manchmal endgültige Urteil richten, dass die anderen Kinder schlechte, jedoch das eigene Kind besonders gute Leistungen erzielen konnte, jede Menge Ahnung von Fussball!


    tobn
    Auch ich finde finde die Idee, die Trainingsbeteiligung durch Spielanteile zu belohnen gar nicht so schlecht! Sie ist allemal geeigneter, als sich unter Laien über die Leistungsorientierung zu unterhalten. Aber natürlich ist auch das Kritierium der Trainngsbeteiligung im unteren Jugendbereich eine Gratwanderung! Denn wenn Kinder weiter weg wohnen und von den Eltern zum Training gebracht werden müssen, dann bestraft man wohlmöglich das Kind dafür, dass die Eltern es nicht regelmäßig zum Training fahren (können)! Also man sollte schon den Hintergrund dazu kennen.


    Wenn Leistungsorientierung nicht nach messbaren Selektionskritieren, sondern nach einer Bauchentscheidung von Laientrainern und -eltern getroffen wird, dann setzt es, eine Erwartungsspirale in Gang..
    Ihr könnt ja mal einen Thread eröffnen, welche fussballspezifischen Fähigkeiten ein Kind, was für den Leistungsfussball geeignet ist, in welcher Altersstufe besitzen soll? Das wird bestimmt lustig werden!


    So, nun aber mal im ernst: je höher die gegenseitigen, unterschiedlichen Erwartungen an die Leistung geschraubt werden, je häufiger gerät man in Streit darüber.


    Aber braucht man als Laientrainer die Leistungsorientierung im Breitensport überhaupt als Entscheidungsmerkmal? Wenn man gemeinsam Spaß am Fussball haben will, dann paßt Leistungsorientierung einfach nicht als ausschließliches Merkmal. Denn dadurch wird unnötig aus Spaß ein bitterer Ernst, bei dem es fast nur noch um Ergebnisse geht! Für manch einen überehrgeizigen Trainer oder auch Eltern ist das Wochenende gelaufen, wenn das Team verloren hat! Ja, man redet sich hinterher sogar noch selbst in Rage, gibt sich auf Fragen selbst Antworten, die nicht zufrieden stellen. Warum all der Stress? Haben euch die Kinder dazu aufgefordert? Gewiß nicht! Es ist sogar zutiefst gegen ihren Willen, ihre Freunde nach leistungsorientiert oder nicht zu trennen! Ihr seit es, die aus einer laienhaften Vorstellung von Leistung heraus schließlich seelenlose Haufen produziert, die sich fast nur noch zum Fussballspielen trifft!


    Wenn euch das Entscheiden Spaß macht, dann sagt es und sucht keine scheinheiligen Begründungen von wegen Leistungsorientierung. Bescheidenheit ist gerade dann eine Tugend, wenn man sich sonst völlig unnötig um Kopf und Kragen redet! Im Laufe der Trainererfahrung lernt ihr, die Kinder mehr und mehr an euren Entscheidungsprozeß teilhaben zu lassen und gemeinsam mit den Eltern einen harmonischen Rahmen für den Dorffussball zu schaffen. Denn Fussball ist mehr als ein 1 : 0 und braucht im Breitensport keine Leistungsorientierung, weil die die Fussball spielen wollen auch spielen dürfen!

    Dani2


    Wenn ich es richtig verstanden habe, trainiert dein Freund eine B-Juniorinnen-Mannschaft? Vermutlich noch ein Team, dass in den unteren Ligen kickt? Denn so wie berichtet, macht es ihnen überhaupt nichts aus, wenn sie jedes Spiel verlieren? Ich denke mal, dass hier 2 Welten aufeinander prallen! Der Trainer will Erfolg, die Mädchen wollen mit ihren Freundinnen die Freizeit genießen.


    Dennoch vereint Beide etwas. Es ist der Spaß am Fussball. Er hat in seinem Training vermutlich noch Drillformen kennengelernt, mit denen er jedoch bei den Mädchen gar nichts anfangen kann. Dazu sollte er an Fortbildungsseminaren speziell für den Mädchenfussball teilnehmen. Denn hier wird insbesondere auf die im Vergleich zum Jungenbereich größeren Alters- und Leistungsunterschiede eingegangen.


    Nur mal ein Trainingsbeispiel einer Spielform zum Verständis von Gruppenaktivität:
    Zunächst teilt er sein Team in 2 gleichgroße Gruppen auf. Die kleinste Gruppe besteht aus 2 Personen. Also kann er seine Trainingsgruppe zunächst in 2-er Gruppen aufteilen. Dann bittet er die Paare sind an die Hand zu fassen und fortan nur gemeinsam zu agieren. Sobald das Spiel eröffnet wird, werden die Mädchen nach ihren Standardpositionen im Feld suchen, von wo aus sie in der meisten Zeit das Geschehen passiv beobachten. Doch schon bald wird das Vergnügen wachsen, sich intensiv am Spiel zu beteiligen. Sie trainieren ihre Handlungsschnelligkeit, denn sobald jemand die Richtung ändern will, klappt das nur, wenn der Andere ebenfalls die Richtung wechselt. Gleichzeitig lernen sie, beim Laufen zu Denken und beim Denken zu laufen, denn ob ein kurzer Paß zur Partnerin, zu den mitgelaufenden Partnerinnen oder ein Schuß aufs Tor, alles wird von mindestens 4 Augen aus verfolgt und sofort positiv kommentiert! Es ist normal, dass die Mädels beim übernächsten Training fragen: "Trainer können wir das nicht noch mal machen?"


    Wie war noch mal das Thema: Motivation? Die muß man nicht predigen, die muß man einfach machen! Viel Spaß dabei!

    holzi


    Das geb ich dir recht! Hier im Forum würde ich mal schätzen, sind es nicht 99 %, sondern vielleicht 75 %, denen ich evl. mit meiner Frage nach den Ansprüchen der Kinder bezüglich der Leistungsfähigkeit an ihre Trainer auf den Fuß getreten haben könnte?


    Andererseits sagt ja auch Günter immer wieder, das die Trainer im unteren Jugendbereich sehr viel mehr die Kümmerer sind und nicht so sehr die Meisterschaftstitel im Visier haben sollten.


    Genieße diese Zeit, lernte so den Trainerjob von der Pieke auf und mach dir keine unnötigen Gedanken. Wenn du einmal in Schwierigkeiten bist, dann hilft es dir meistens, dich kurz in die Gedankenwelt der dir anvertrauten Kinder hineinzu versetzen, um eine gute, gemeinsame Entscheidung zu treffen.


    Die unnötigen Streitgespräche finden meist nicht zwischen Kindern und Trainern, sondern zwischen Trainern und Eltern statt, weil selbstverständlich jeder genau weiß, weil leistungsorientiert heißt ...!



    es dir Spaß macht, dann werden sie dir ohnehin die Bude einrennen, denn dann brauchst du dir um deine Leistung keine Sorgen zu machen! Wenn der Frust dauerhaft überwiegt, dann nützt dir selbst dieses Forum nichts mehr!

    Steini


    Ich gebe dir mit deiner Kritik recht! Aber man muß auch die Kirche im Dorf lassen!


    Im Fussball ist es so, dass du mit dem Erwerb eine bestimmten Lizenz in Kombination mit einer bestimmten Aufgabe die Ausbilderkompetenz erworben hast. Aber selbst, wenn du als Phädagoge nach deinem Studium deine Referendarszeit erfolgreich abgeschlossen hast, dann kennst du lediglich den Standard, von den du später vielleicht hälst und noch später gern aus Bequemlichkeit oder besseren Wissens abweichst. Das liegt ganz an dir?


    Man muß immer einen möglichst breiten Weg finden, in denen selbst ein Horst Hrubesch (das Naturtalent der Rhetorik) die Chance bekommt, eine Nachwuchs-Nationalmannschaft zu kaum erwarteten Erfolgen zu führen. Und solange die Spieler dem Trainer folgen können, kommt es nicht auf den Wortlaut, sondern auf den Sinn der Aussagen hat.


    Denn das Wichtigste im Fussball findet auf dem Platz und nicht in der Kabine statt!

    Günter und holzi


    Welche Leistung meint ihr denn: die der Kinder oder die ihrer Trainer? :thumbup:


    Was zumindest die Trainerleistung anbelangt, so hat der DFB doch klar mit: Breitensport umschrieben. Da passt es dann irgendwie nicht mit den Ansprüchen der Kinder an ihre Trainer? Oder darf ein Trainer, der keine Ausbildung im leisungsorientierten Fussball hat, sich selbst irgendwelche Kritieren ausdenken, die er dann als leistungsorientiert verallgemeinert und damit im Verein verbindliche Gültigkeit erlangen?


    Also, wenn heute nicht Freitag wäre, dann ....

    Biwos


    Bis der DFB soetwas wie ein "Meisterstudium" gibt (d.h. mit entsprechenden Praxiserfahrung im Leistungsfussball wird deine C-Breitensport-Lizenz in eine C-Leistungssport-Lizenz umgewandet), werden die meisten von uns wohl vorher in die "Trainerrente" gehen! :D


    Zweck der Veränderung des Lizenzsystems war eine Vereinheitlichung mit den UEFA-Bezeichnungen.


    Was ändert sich:
    C-Breitensortlizenz = nichts
    C-Leistungssportllizenz = B-Lizenz
    B-Lizenz = A-Lizenz Level B
    A-Lizenz = A-Lizenz Level A
    Fussballlehrer = nichts


    Es ist nunmehr zumindest eine grobe Vergleichbarkeit möglich! So gibts in einigen UEFA-angeschlossenen Ländern längst eine TW-Trainer-Lizenz, die im Konzept nur zu einem geringen Teil abgebildet ist, weil es hierfür weder Personal noch standardisierte Ausbildungsinhalte gibt.


    Ich denke mal, dass sich das Konzept noch in Details verändern wird, um es ein wenig näher an die Realität anzupassen! Man muß keine Angst haben, dass nach dem Fortgang von "Dutt" beim DFB jetzt alles "im Dutt" wäre!