Beiträge von TW-Trainer

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    Günter


    Wenn dem so ist, wie du sagst, wäre es dann vielleicht besser für die meisten Mannschaften im Breitensport, die keine fachqualifizierten Trainer besitzen, wenn sie letziglich Freundschaftsspiele austragen?


    Hier könnten sie abweichende Spielregeln vereinbaren, wie eta:
    - Gesamtspielzeit
    - Anzahl der Auswechselspieler


    Das wäre wieder ein Schritt zurück zum Straßenfussball, den wir beiden ja noch kennengelernt haben, aber den meisten der jüngeren Generation wohl fremd zu sein scheint
    Selbstverständlich möchte auch jedes Team im Freundschaftsspiel gewinnen, aber der Druck und der Streß ist längst nicht so hoch und die Gefahr, dass das Spiel entgleitet relativ gering!


    Denn wir verteidigten hier allgemein einen Form des Jugendbreitensports, der aus dem Erwachsenen-Fussball kopiert und von oben diktiert, jedoch scheinbar kaum hinterfragt wurde! M.E. sind die SG und JSG nur eine Vorstufe des "Ausbrennens" alter Traditionen des Jugendfussballs. Denn durch die Verbindung von mehreren Vereinen mit dem Zweck durchgängig Jugendteams bilden zu können, wirft für die schwächeren Spieler ihre Schattenseite auf, weil sie durchs selbstdiktierte Leistungsraster fallen. Schließlich ist der Vereinigungeffekt verpufft und es kommen noch weniger Spieler in der A-Jugend und so gut wie keine Spieler mehr im Seniorenbereich an. Dort kauft man sich dann auswärtige Spieler, die keine Lust mehr haben, sich in höheren Ligen die taktischen Zwänge ihrer Trainer zu unterwerfen und lieber Geld mit ihrer sportlichen Vergangenheit verdienen wollen. Der Dorffussball dort jedoch nicht nur seine Werte, sondern auch seine Mitglieder zu verlieren, wenn man sich nicht auf andere Zeiten vorbereitet!

    Günter


    Vermutlich kann man darüber endlos diskutieren, weil es auch trotz eines Konzepts eine unendlich große Zahl an Situationen geben kann, die fallweise abgeleitet werden müssen.


    Um dennoch ein weing Lichts ins Dunkele des Leistungsfussballs zu bringen, habe ich ein paar Infos von unseren niederländischen Freunden aus dem Leistungszentrum von Twente Enschede nachfolgend aufgeführt:


    1. NLZ-Träger
    Während in Deutschland der DFB fordert, dass jeder Erst- und Zweiliga-Club ein NLZ finanziert, teilen sich in den Niederlanden häufig mindestens 2 Vereine die Aufwendungen. Weil nicht nur 1 Verein seinen Bedarf decken will, sondern hier 2 gibts bereits bei der Zieldefinition eine kleine Abweichung, weil mehr Talente das höchstmögliche Niveau erreichen sollen. Bei diesem Ziel stellt sich die Frage, ob man sich nur um die Besten, sondern um alle sorgfältig ausgewählten Talente zu bemühen, anders!


    2. Leistungsfähigkeit
    Beispiel: 2 Spieler sind gleichzeitig in der C-Jugend ins NLZ von Twente Enschede gekommen. In der B-Jugend bekommen beide Spieler Einladungen von die Jahrgangs-Nationalmannschaft des DFB. Bei Twente spielt jedoch der eine Spieler bereits in der A 1, während der andere Spieler in der B 2 aktiv ist. Als Grund wird der aktuelle Leistungsunterschied angegeben, weshalb der eine Spieler momentan besser in der A 1 und der andere Spieler in der B 2 gefördert wird. Hinzu gefügt werden muß, dass der akutelle B 2 Spieler durch diverse Verletzungen einen Ausbildungsrückstand aufzuholen hat. Entschieden werden solche Fragen immer im Trainerteam und nicht allein unter Trainerkollegen, weil die Ausbildung über den gesamten Jugendzeitraum Prioriät über eine aktuelle Leistungssituaion hat. Natürlich werden auch in den niederländischen NLZ Selektionen vorgenommen. Denn ab der A-Jugend müssen sie sich der internationalen Konkurrenz, die gezielt fürs NLZ angeworben wird, stellen.


    Natürlich haben auch die Niederländer kein Patentrezept. Aber obwohl sie mit einer geringeren Anzahl an Talenten (das Land hat nicht mal so viel Einwohner wie NRW) schaffen sie es jährlich eine hohe Zahl an herausragenden Talenten für den Seniorenbereich zu fördern. Weil man sich dort eine Talentverschwendung nicht erlauben kann, wird nicht wie hierzulande gleich mit nervösem Daumen nach unten gezeigt, wenn ein Spieler ein Leistungsloch hat, sondern wenigensts 2 Saison als Leistungsvergleich berücksichtigt.


    Weil aber auch in Deutschland die Jahrgangszahlen zurück gehen und trotzdem aus weniger Quantität mehr Qualität heraus geholt werden soll, stellt sich die Frage, ob dies mit den heutigen Methoden weiterhin möglich ist? Man kann voneinander lernen, wenn man offen für Neues ist!


    Im Breitensport kann man ebenfalls voneinander lernen. Das Problem ist hier jedoch, dass aufgrund der Fachkenntnisse die Streuung und Ausschläge im Ausbildungsniveau sehr viel größer sind!

    Günter


    Mir fällt die Gewissensentscheidung vermutlich deshalb leichter, weil ich nicht im Breitensport tätig bin und deshalb gar keine schlechten Spieler habe. :D


    Bei dir geht es um schwache Spieler, die egal auf wer Position sie spielen sollen, die Mannschaft schwächen. Bei mir gehts darum und sie im jeweiligen Kontekt sehen (z.B. was nützen mir 3 Top-Abwehrspieler auf der Bank, wenn ich einen Angreifer brauche, um das Spiel noch umzubiegen?)


    Ein Patentrezept hab ich noch nicht gefunden. Ich habe jedoch gelernt, dass man zwar erst hinterher weiß, ob die Entscheidung richtig war, jedoch meistens die 2. beste Entscheidung immer noch besser war, als gar nicht zu entscheiden.


    Wenn ich jedoch (wie hier) die Möglichkeit habe, außerhalb der Spielzeit zu entscheiden, dann gibt es mir immer die (zusätzliche) Möglichkeit ein Feedback einzuholen und ggf. meine Meinung zu ändern. Wer die Ideen einer Mannschaft nicht zu nutzen weiß, der verschenkt einen Teil der Möglichkeiten. Selbst dann, wenn meistens Unsinn dabei heraus kommt, lohnt es sich auf die seltenen Fälle positiver Beiträge zu hoffen! (Konkret: der neue Werder Trainer hatte als Spieler die besondere Schwäche, wenig in die Spielanalyse einzubringen. Genau diese Schwäche konnte er in Stärke umwandeln, weil man ihm die Chance dazu gegeben hat!)

    Wenn ich sagte: es gibt nie nur ein Spiel, dann meine ich damit die Verantwortung für eine Mannschaft läßt sich nicht auf ein Spiel beschränken. Es gibt immer dazu eine Vorschichte und sich auf Basis des Spiel weiterentwickelte Nachgeschicht, die berücksichtigt werden sollte. Hat sich meine (einsame) Entscheidung im Nachhinein als falsch erwiesen, so kann es vorkommen, dass mich Andere hinterher zu Rede stellen und mich auf die Argumente ansprechen, mit denen ich diese Entscheidung herbei geführt hatte. Will ich dann meine (Trainer-)Linie fortfahren, bin ich widerum gezwungen, mich zu verteidigen und das Gespräch so zu lenken, dass sich hinterher alle sagen: "ja, wir haben zwar verloen, aber wir haben trotzdem alles richtig gemacht!" Doch für Manche ist der Denkprozeß nicht mit deiner Erklärung abgeschlossen. So ist es vorstellbar, das die Glaubwürdigkeit deiner Rechtfertigungsversuche sinkt, bis man zum Punkt kommt, das beste"machen" sehr viel wichtiger wird als beste "reden"!


    Ich kann mir zwar vorstellen, das man F-Jugendlichen alles erzählen kann, weil sie einem noch alles glauben. Auch die meisten Eltern werden so fussballunerfahren sein, dass man denen noch erzählen kann, dass der Papst demnächst die DFB-Elf trainieren wird. Aber bei Jugendlichen und Erwachsenen im Leistungsfussball ist es neben den fachspezifischen Fähigkeiten auch die Teamfähigkeit, gemeinsam mit der Mannschaft, den Kollegen und Vereinsverantwortlichen die Strippen des Erfolgs zu ziehen. Ein gutes und offenes Vertrauensverhältnis ist dabei eine Basis, in der es sich am besten arbeiten läßt. Denn als Trainer bist du immer noch am leichtesten ersetzbar!


    Ich hoffe, es ist der Unterschied zwischen einem vom Trainer gesteuerten Dialog mit dem Ziel, dass alle der selben Meinung wie der Trainr sind und einem vom Trainer moderierten, ergebnisoffenen Dialog mit allgemeiner Übereinstimmung klar geworden?
    Nicht allein das Ergebnis, sondern auch wie es zustande gekommen ist, sollte jeder mit seinem Gewissen vereinbaren können!

    Günter
    Lob zu gewinnen und Kritik zu ertragen, das will gelernt und verstanden werden. Für Kinder ist das nicht immer einfach. Hören sie zuhause unfreiwillig zu, wie sich die Eltern streiten oder wie dort Streitigkeiten mit anderen Erwachsenen den Alltag mitbestimmen. Bestimmt schon körperliche und seelische Gewalt im Elternhaus die Alltag der Kinder, wie soll das Kind mit Kritik und Frustbewältigung im Rahmen seiner Freizeit umgehen?


    An diesem Beispiel einer verzweifelten Trainerin wird deutlich, dass wir nicht die Erzieher der Kinder sind, aber erzieherische Aufgaben übernehmen sollen. Können wir das wirklich oder machen wir uns dabei nur etwas vor, wenn wir an endgültige Lösungen (an Strafe oder Konsequenz) glauben?


    Wir können das Problem des Kindes wie das seiner Eltern nicht lösen, sondern lediglich Regeln vorgeben, in denen ein harmonisches Miteinander in der Mannschaft möglich ist. Für darüberhinaus gehende Erziehungsmaßnahmen sind wir weder ausgebildet noch ist dies Aufgabe im Rahmen unserer Trainertätigkeit.


    Trainerin70
    Ich finde die Ratschläge, in dem du durch "Ich-Sätze" dem Kind (und seinem Vater) die Enttäuschung über das Verhalten klar zu machen, sehr hilfreich. Denn dabei bekommt das Kind die Chance, ein Fehlverhalten erkennen zu dürfen, ohne unmittelbar mit Strafe bedroht zu werden. Denn nicht Strafe, die als Form der Rache empfunden wird, kann es dazu bewegen, sein Verhalten zu ändern, sondern die Möglichkeit einer Entschuldigung für ein bereutes Fehlverhalten.


    Wenn Kinder wie Erwachsene behandelt werden und in eine Art "Verhörsituation" mit den Zeugenaussagen von Manschaftskameraden und deren Eltern konfrontiert wird, der Vater den Pflichtverteidiger spielt und du als Richter das Urteil sprichst, dann überfordert es sie um ein Vielfaches!

    Dani2


    Sehr guter Beitrag, der einmal mehr zeigt, wie man druch gezielte Kommunikation gegenseitige, rollenbezogene Vorurteile beseitigen kann. In den sozialen Brennpunkten mag es sich etwas anders verhalten, aber ansonsten entsprechen Eltern und Trainer dem Querschnitt der Bevölkerung, wodurch sich die Interessen und Preferenzen von allein ergeben. Da genügt es zunächst, sich in die Rolle des Anderen zu versetzen, um die Situation, aus der er argumentiert, zu verstehen.


    Aber häufig ist nicht das Maß der Zufriedenheit, sondern das der Unzufriedenheit viel schneller erreicht! Fehlt der Meinungsaustausch, besteth die Gefahr, dass man sich in noch größere Unzufriedenheit hineinsteigert!


    Trainer sind gut beraten, stets die Interessen der Kinder und Eltern ins Kalkül einzubeziehen. Sie dürfen jedoch den gleichen Respekt für sich in Anspruch nehmen!

    Sonny


    In ähnlicher Form habe ich diese Kritik vor einiger Zeit einmal angebracht. Darin hatte ich den Vorschlag unterbreitet, die Themen vorher grob zu Rastern (z.B. Anfänger-Trainer, D-Jugend oder Leistungstrainer-A-Jugend)! Zwar kann man im Nick Angaben machen. Jedoch sind diese Angaben u.U. nach einiger Zeit nicht mehr aktuell. Deshalb würde ich die Angaben zum jeweiligen Thema schreiben, damit es nicht zu Mißverständnissen kommt.


    Ansonsten achtet Uwe mit großer Sorgfalt darauf, dass hier nicht gemobbt wird, damit jeder etwas für sich mitnehmen kann.


    Um jedoch eine Diskussionskultur zu pflegen gehört auch die Bereitschaft zur Kritikfähigkeit dazu. Wenn jedoch im Thema angeführt wird, dass man als Anfänger Tipps wünscht, dann kommt dies ganz anders für die Forenteilnehmer rüber, als wenn man sich fussballspezifisch auf gehobenen Niveau unterhalten möchte.


    Es steht selbstverständlich jedem frei, Kritik zu äußern. Jedoch darf man sich nicht wundern, wenn die Masse der Forenteilnehmer in diesem Punkt anderer Meinung ist. Und selbstverständlich ist es kein alleiniger Maßstab, ob mehrheitlich Dinge anders gesehen werden, denn man muß nicht unbedingt in allen Punkten zu einer Meinung gelangen. Solange man jedoch miteinander diskutiert besteht immer die Hoffnung, dazu zu lernen. Denn irren ist nun mal menschlich und in der Schwäche diesen Irrtum einzugestehen liegt die eigentliche Stärke.


    Wir Fussballtrainer stellen uns nach einer gewissen Lernphase erst gar nicht auf zementierte Wahrheiten ein, denn fast immer kommt es anders als man denkt! So werden wir zu Meistern der Improvisation, weil fast immer etwas so läuft, wie wir es nicht erahnt haben. Wir begreifen dies jedoch als Herausforderung, denen wir uns gerne stellen.Der Umgang mit Menschen macht uns sehr viel Freude, weil wir sie ein kleines Stück formen dürfen. Uns macht der Fussball weitaus mehr Spaß als ein 1 : 0, weil wir positive Sportverrückte sind. Das zu verstehen mag vielleicht für eine Mutter gar nicht so leicht sein. Ich hoffe jedoch, dass dich einige Antworten nachdenklich gestimmt haben und du aus einem Schwarz/Weiß-Bild ein farbiges Kaleidoskop mit unendlich vielen Facetten gewonnen hast? Wenn es geholfen hat, Urteile von Vorurteilen zu trennen, dann hat es sich sicher gelohnt, hier etwas hinein zu schreiben.

    Günter


    zu Punkt 1: Können immer alle Spieler eingesetzt werden?
    Wenn du mehr Spieler dabei hast, als lt. Reglement eingesetzt werden dürfen, können gar nicht alle spielen (deshalb mein Hinweis auf Regeländerung im unteren Jugendbereich, wonach alle mitgebrachten Spieler auch eingesetzt werden dürfen)


    zu Punkt 2: Nach welchen Regeln werden Spieler im unteren Jugendbereich eingesetzt
    Trainer und Spieler besprechen es gemeinsam und tragen dadurch gemeinsam die Verantwortung


    zu Punkt 3: Hat der Einsatz im unteren Jugendbereich etwas mit der Wichtigkeit des Spiels oder dem Spielstand zu tun
    Nein, weil es nicht darauf ankommt, ein Spiel zu gewinnen (oder auch zu verlieren), sondern weil im Spiel auch ein Teil der Verantwortung auf die Kinder delegiert wird und der Trainer damit nicht das alleinige Recht hat, notfalls sogar gegen den Willen der Mannschaft allein Entscheidungen zu treiffen. (Leider habe ich früher in solchen Fällen allein entschieden, was nicht immer mit den Wünschen der Mannschaft identisch war. Vielleicht kein Weltuntergang, aber ich habe daraus gelernt und Kinder als "ganze Menschen" mit eigenem Willen akzeptiert.)
    Nur dort, wo der Trainer stellvertretend für die Eltern Fürsorgepflichten übernimmt, hat er auch die alleinige Entscheidungskompetenz. Darin sind jedoch weder Meisterschaftstitel noch der Gewinn eines "wichtigen Spiels" enthalten!


    Ich hoffe, es sich damit alle Fragen zur vollsten Zufriedenheit geklärt!

    Günter
    Der Beruf ist das eine, die Freizeit das Andere.


    Nein, ich drücke mich nicht vor die Antwort. Ich habe klar formuliert, dass ich in jedem Fall den Wunsch der Mannschaft respektiere. Das würde in konkreten Fall bedeuten, dass wenn nach der Präsentation der konkreten Vor- und Nachteile es der Wunsch der Mehrheit in der Mannschaft ist, dass lieber die beiden Schwachen mitspielen, dann wäre dem so! Denn Verantwortung zu deligieren heißt auch mit diesen Entscheidungen zu leben. Dies mag wahrscheinlich auch der Grund sein, warum du dich mit einem Spiel ohne Schiedsrichter nicht anfreunden kannst. Denn es ist wohl klar, dass die Kinder im unteren Jugendfussball noch nicht so regelfest sind und vielleicht eine Reihe falscher Entscheidungen treffen würden, die ihre Trainer nicht korrigieren! Aber der Grund, hier ohne Schiedsrichter spielen zu lassen ist noch ein Anderer! Obwohl es ja eigentlich die Kinder sein müßten, die von Fehlentscheidungen des Schiedsrichters betroffen wären, entzünden sich häufig Streitigkeiten unter den Eltern und Trainern über vermeintliche Fehlentscheidungen. Auch sie wollen für ihre Kinder denken, statt Verantwortung zu delegieren!


    Wichtig ist jedoch für jeden von ihnen, dass er am Sieg oder einer Niederlage teilhaben darf und man ihn nicht allein auf seine augenblickliche sportliche Leistung reduziert, sondern ihn als Kameraden, als jungen Menschen akzeptiert. Gerade für junge Menschen sind dies ganz wichtige Erfahrungen für das Leben um zu Verstehen was es heißt: "you never walk alone"! Als Trainer führe ich sie immer dann, wenn sie nicht weiter wissen. Aber im Regelfall genügt es, wenn ich sie permanent zum denken anrege und kindgerecht in die Entscheidungsprozesse einbinde.



    Offtoppic:
    Was du meinst, ist die verkäuferische Form vom Meinungsaustausch. (der Käufer geht mit seiner Meinung in den Dialog und kommt mit der Meinung des Verkäufers wieder heraus = Austausch der Meinung)! Hierbei werden vordergründige, kaum überprüfbare Argumente vom Verkäufer präsentiert. Unterstützt werden die Argumente antrainierte Mimik und Gestik. Schließlich hat der Meinungsempfänger (Käufer) den Eindruck, dass er selbst darauf gekommen wäre und unabhängig diese Entscheidung getroffen hätte.


    Wie einfach jedoch Gestik und Mimik die Worte ersetzen können, läßt sich an folgendem. Beispiel beschreiben: Person A sitzt in einer Gesprächsrunde. Bei jedem Argument des Redners schüttelt A den Kopf. Es wird nicht lange dauern, bis der Redner auf A aufmerksam geworden ist. Der Redner wird verunsichert, kennt er doch die Gründe der Ablehnung von A nicht. Fortan wird er seinen Blick kaum noch woanders hin richten können. Schließlich wird er immer nervöser und widerspricht sich, obwohl du kein Wort gesagt hast. Wenn er sich schließlich traut, A zu fragen, ist er kaum noch in der Lage klare Gedanken zu fassen.


    (Bitte liebe Schüler nicht mit euren Lehrern und erst recht nicht mit euren Freunden ausprobieren. Das was ich eben beschrieben habe, ist eine ganz billige Methode, mit der man nette Menschen vergrault)


    Genauso wie mit negativer Meinungsbildung funktioniert es auch mit der gestischen Unterstützng in zustimmender Meinungsbildung. Unterstützt der Redner hierbei jedes seiner Argumente mimisch durch ein Kopfnicken, wird es nicht lange dauern, bis auch seine Zuhörer (unbewußt) mit dem Kopf nicken. Aus der unbewußten Zustimmung wird im Laufe des Vortrags eine bewußte Zustimmung. Ein geschickter "Oma-Bescheißer" wird dabei ganz genau, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, eine Unterschrift für ein viel zu teures Produkt einzuholen.


    (Auch das nicht probieren, weil es weder respektvoll noch anständig ist, jemanden von etwas zu überzeugen, von dem man selbst nicht überzeugt ist)


    Wer im Kinderfussball als Trainer tätig ist, muß in aller erster Linie ein großes Herz für die Kinder haben. Er muß (noch) kein Fussballexperte sein, sondern ihr Kümmerer und Ansprechpartner! Gelingt es ihm dabei authentisch zu bleiben, so wird er über den Fussball hinaus prägend sein für die weitere Entwicklung der ihm anvertrauten Kinder. Deshalb bleibe ich dabei: es gibt immer mehr als nur ein Spiel!

    @personality



    Probiers mal mit der nachfolgend beschriebenen Übung:


    1. Teile dein Spielfeld ca. 20 x 20 m (kann nach Teilnehergröße variieren) in 4 gleichgroße Quadrate auf.
    2. Lege in den Mittelpunkt deiner 4 Quadrate Bälle (je mehr, desto besser)
    3. Teile deine Trainngsgruppe in 4 Teams auf und verteile sie auf die 4 Quadrate


    Aufgaben:
    1. Die 4 Teams dürfen auf Trainer-Kommando "Los" so viele Bälle, wie in der Mitte liegen, in ihr Quadrat holen
    2. Sind keine Bälle mehr da, dürfen sie sich gegenseitig Bälle aus den Quadraten "klauen"
    2.a. natürlich darf man seine Bälle auch bewachen. Geraten sie jedoch aus dem Quadrat, so sind sie für den Gegner frei
    3. Auf Trainerkommando "Stopp" müssen alle Spieler in ihre Quadrate zurück.
    4. Gewonnen hat das Team, dass zum Stopp-Zeitpunkt die meisten Bälle in seinem Quadrat hat
    4.a. das Team, das als Erstes 3 mal gewonnen hat, hat gewonnen


    Bei diesem lustigen Spiel gibt es sehr viele im realen Spiel vorkommende Elemente, wie:
    1. Handlungsschnelligkeit (wer kann in der 1. Phase möglichst viele Bälle in sein Quadrat bringen)
    2. individual-taktisches Abwehrv-/Angriffserhalten (z.B. Ball geschickt verteidigen, bzw. erobern)
    3. Gruppentaktik (wer erobert die Bälle, wer verteidigt die Bälle, wann werden die Aufgaben gewechselt)


    Das Spiel kommt dem Bewegungsdrang entgegen. Nach einer Phase, in der sehr viel gerannt wird, kommen die ersten Teilnehmer auf die Idee, ihre gemeinsamen Aufgaben zu organisieren.
    Klar wird es bei 4 Teams zunächst ein wildes Durcheinander geben. Ggf. durch ein paar Fragen die Spieler dazu animieren, nicht nur zu rennen, sondern dabei zu denken!


    Weil der Trainer den Übungsschluß bestimmt sollte er darauf acht geben, wann die Konzentration nachläßt und den Kids kurze Regenerationspausen gönnen.


    Viel Spaß dabei!

    personalityX


    Es gibt ja durchaus unterschiedliche Philosophien. Die Einen schwören darauf, frühestmöglich die Mannschaftsaufstellung bekannt zu geben in der Hoffnung, dass dann jeder zumindest dann gut zuhört, wenn über seine Position gesprochen wird. Die anderen sagen sich, solange niemand zu 100 % weiß, ob und wo er spielt, wird er vermutlich eher zuhören?


    Ich würde gerne die Spielvorbereitungsphase zeitlich ein wenig ausbauen wollen. So gehört m.E. bereits das Abschlußspiel des Trainings vor dem nächsten Spiel zur Vorbereitungsphase. Denn dort sehe ich, wie gut die neu hinzugewonnenen bzw. verfeinerten Fähigkeiten unter Gegnerdruck funktionieren! Um alle Mannschaftsmitglieder bestmöglich zu beobachten, bilde ich in etwa gleich starke Trainingsmannschaften. Anhand der Leibchenfarbe läßt sich für die Spieler jedoch nicht ableiten, ob und wo er beim nächsten Punktspiel eingesetzt wird. Das habe ich früher anders gemacht, weil ich geglaubt habe, ich könne durch rechtzeitige Zuordnung Laufwege besser automatisieren und dadurch das Verständnis der Spieler untereinander besser fördern. Jedoch kamen mir Zweifel auf, ob Diejenigen, die über das Leibchen bereits eine Spielgarantie bekommen hatten, sich auch wirklich noch anstrengen im Abschlußspiel und die Jenigen, die sich innerlich damit abfinden müssen, nicht zu spielen, egal wie man sich anstrengt, auch in ihrer Leistungsbereitschaft eingeschränkt sind.


    Wie bereits erklärt, darf man die Aufmerksamkeit der Spieler keineswegs überstrapazieren! Meist wird nicht der Wortlaut, sondern derr Sinn in Form von Bildern über die dabei gezeigte Mimik und Gestik in Erinnerung. Je jünger die Mannschaft, je kürzer ist die Aufmerksamkeitsphase.


    Zugegeben neu ist mir, dass man auch die Mannschaftsaufstellung so lange wie möglich zurück hält. Ich habe sich immer (aber ohne es zu HInterfragen) zu Beginn der Besprechung bekannt gegeben. Wenn jedoch etwas besser sein könnte, dann sollte man sich damit befassen!


    Deshalb meine Frage: Ist es tatsächlich so, dass die Aufmerksamkeit aller Spieler im Team dadurch noch gesteigert werden kann, wenn man die Mannschaftsaufstellung erst zum Schluß bekanntgibt? Welche Erfahrungen hast du sonst damit gemacht?

    Günter


    Zunächst einmal muß nach selbst auf Basis nahezu gleicher Aspekte nicht zwangsläufig zum gleichen Ergebnis kommen, weshalb mein Respekt auch denen gilt, die glaubhaft versichern, dass sie auf Basis ihres Gewissens zu einer anderen Entscheidung gelangt sind. Das Leben schreibt so viele Wahrheiten, da wäre es törricht nur an Eine zu glauben.


    So respektiere ich auch, dass du ein generelles Problem darin sieht, den Fussball als Wettbewerbsform ohne Schiedsrichter (wie beim Kifu bei den Bambini und der F-Jugend) stattfinden zu lassen. Dennoch siehst du den KiFu nach vereinfachten Regeln generell als wünschenswert an.


    Ich wollte damit sagen, ich bin da ganz weit weg, für jede Spielsituationen ein Rezept aus der Tasche ziehen zu können. Denn wer ehrlich zu sich ist, der wird zugeben, dass sich darunter ein beträchtlicher Teil an "Bauchentscheidungen" befindet.


    Jedoch geht es im konkreten Fall um Entscheidungen im Kinderfussball von Trainern, deren Kenntnisse sich noch im Entwicklungsstadium befindet. Da sehe ich es von Vorteil, wenn diese Trainer gemeinsam mit ihren Teams entscheiden, wer beginnt und wer eingewechselt wird. Denn Mitentscheidung zu dürfen bzw. Mitentscheiden zu lassen hat ansich bereits eine Qualität, die dem Fairneß-Gedanken im Fussball positiv entgegen kommt, da sie andere Meinungen respektiert und akzeptiert. Die Auswüchse des Kinderfussballs entstanden nach meinen Erfahrungen erst, als grob fahrlässig Gegner mißachtet wurden, wobei die sportliche Rivalität deutlich überschritten wurde.

    Günter


    Ich würde gemeinsam mit dem Team entscheiden! Wenn es der Wille des Teams ist, den Meistertitel zu erringen und wenn man sich darüber einig ist, dass wahrscheinlich die schwächeren Spieler nicht eingesetzt werden, dann weiß jeder im Team, wie das Meisterschaftsspiel zu beurteilen ist, egal ob das Spiel gewonnen oder verloren wurde.


    Denn, wenn wir wollen, dass Kinder Verantwortung übernehmen, dann müssen wir sie auch in den Entscheidungsprozeß einbinden. Es ist ihr Fussball. Den dürfen wir ihnen doch nicht durch "einsame Trainerentscheidungen" wegnehmen?


    Die Begründung dafür hast du im Kommentar über das jahrelange positive Wirken eures Stützpunkttrainers geliefert. Er konnte zwar nicht den gehobenen Lizenzansprüchen des DFB gerecht werden, weil es nun einmal mit dem Privatleben im Einklang gebracht werden muß, er hat jedoch scheinbar einen sehr guten Eindruck auf seine Stützpunktspieler gehabt, weshalb sie später in seine Mannschaft wechselten.


    Es geht nie um ein Spiel! Es geht immer nur um die Einstellung dazu!

    Günter


    Ich gebe zu, einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. Vor allen Dingen schon deshalb nicht, wie man Trainingsengagement im Zusammenhang mit dem Spiel sehen will? Denn meist sind immer die Selben da und meist fehlen immer bestimmte Personen. Gerade im unteren Jugendbereich, wo die Kinder Training und Spielrhythmus selbst noch nicht so "auf dem Schirm" haben, ist man auf die Unterstützung der Eltern angewiesen!


    Deshalb meine ich, dass die Methode: Trainingsteilnahme = Spielteilnahme eine grobe Orientierung geben sollte. Denn man darf die einen Kinder nicht dafür bestrafen, dass ihre Eltern den Fussball hassen und die Anderen dafür belohnen, dass sie den Fussball lieben. Es ist aber schwer zu einem Leistungsbild der Kinder zu gelangen, ohne nicht unterbewußt das Engagement ihrer Eltern dabei einzubeziehen.


    Auch bei der Anwendung durch die Trainer kann es lediglich eine grobe Orientierung sein. Denn am Maß der Homogenität im Team ist gerade der Trainer im unteren Jugendbereich maßgeblich beteiligt. Dennoch gibt es gerade bei den Jahrgangsmannschaften Zufälligkeiten. So kann man mal einen besonders starken Jahrgang und dann wieder einen überdurchschnittlich schwachen Jahrgang erwischen. Hierbei kommt es selbst bei bestmöglicher Förderung durch die Trainer bei den Leistungsvergleichen zu unterschiedlichen Ergebnissen.


    Zwar gibt auch die Leistungsfähigkeit im Erwachsenenbereich nur einen zeitbezogenen Charakter her, aber im Unterschied zum Jugendbereich gibt es jedoch noch weniger Veränderungen, weil der Ausbildungsprozess im wesentlichen abgeschlossen ist.


    Wenn jedoch, unabhängig von der Liga als oberststes Ziel die Ausbildung sein soll, dann sollte man sich auch inhaltlich an dieses Ziel orientieren. Oder soll man sich an Meisterschafts- oder Pokaltitel orientieren.


    Meiner Meinung nach darf man den Kinderfussball nicht mit gleichen Maßstäben wie im Erwachsenenbereich messen, wo kein Zweifel darin besteht, dass man jeweils die höchstmöglichen Titel im Fokus hat.


    Ich denke im Kern dieser Diskussion geht es darum, einfache Aussagen zu treffen, wie man sich als Trainer bei "entscheidenden Spielen" zu verhalten hat? Dazu gab es zunächst einmal die kritische Antwort, ob man als Trainer evl. bereits vorher Fehler gemacht hat, in dem man sein Team bereits früh in der Saison in Stamm- und Reservespieler eingeteilt hat und so durch ein unterschiedliches Verhältnis von Einsätzen einen Leistungsunterschied produziert hat. Denn es stellt sich die Frage, was man will? Will man die Besten im Team bestmöglich fördern oder will man allen Kindern im Team die gleichen Chancen für ihre jeweils bestmögliche Leistungsentwicklung geben, die durch ähnliche Einsatzzeiten dokumentiert wird.


    Die Frage, wie man Erfolg im unteren Breitensport definiert, die sollte sich jeder zunächst selbst beantworten! Denn ein einheitliches Bild wird es schon deshalb nicht geben, weil man zunächst einmal Zeit braucht, um die eigenen Erfahrungen als aktiver Spieler im Seniorenbereich auf den aktuellen Kinderfussball herunter zu brechen. Denn man sollte verstehen, was man warum macht, statt selbst erlernte Gesetzmäßigkeiten als aktiver Spieler danach als Kindertrainer lediglich zu reproduzieren.


    Vermutlich würde den Trainern die Entscheidung erleichtert, wenn man alle Spieler einsetzen dürfte und die Spieldauer so variabel gestaltet werden könnte, dass alle die Chance dazu haben, sich richtig auf dem Platz austoben zu dürfen? Aber egal, welche Entscheidung man trifft, es kann immer nur ein Kompromiß sein, der individuell anders zu bewerten ist.


    Schließlich gebe ich zu, hier kein kompetenter Ansprechpartner für den Breitensportbereich zu sein, dass ich in diesem Bereich so gut wie keine praktischen Erfahrungen besitze.

    Unlängst entdeckte ich eine neue Variante von mobilen Trainingstoren. Hier waren je 2 Räder vorn und hinten an der Unterseite der Torverstrebung befestigt. Bie luftgefüllten Reifen hatten einen Durchmesser von ca.30 cm waren ca. 10 cm breit mit starrer Verbindung zum Tor. Als neugieriger Mensch suchte ich das Gespräch mit dem Platzwart . Der meinte, dass es zwar theoretisch bei einer besonders starken Windböe zu einer leichten Verschiebung des Tores kommen, aber man kann es nicht mehr mit "normalen Mitteln" umkippen, weil es sich dann je nach Gewichtsverlagerung nur nach vorn oder nach hinten verschiebt.


    Auf die Frage nach den größeren Rädern (ca. 30 cm Durchmesser und 10 cm Breite) meinte er, dass so auch beim Transport ds Tor bequem über Platzfehler geschoben werden könnte. Außerdem würden die Luftreifen ein Einsinken erschweren. Ob dieses Tor durch grobfahrlässiges Handeln dennoch zum Umstürzen gebracht werden könne, wollte er nicht gänzlich ausschließen. So könnte man z.B. zuvor die Reifen blockieren, um des danach zum Umstürzen zu bringen.
    Eine bestmögliche Sicherheit sei nur dann gewährleistet, wenn Erwachsene ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen würden und der Platzwart die Tore regelmäßig auf etwaige Schäden überprüfen.

    Steini


    Mag ja sein, dass du anders darüber denkst, aber sehe schon einen Kausalität darin, dass ich alle Spieler, die ich trainiere, auch gleichermaßen spielen lasse! Das ist doch eine klare Botschaft zum Thema. Training soll das Ziel haben, Fähigkeiten zu erwerben und zu verfeinern, die im Spiel ausprobiert werden dürfen. Hindere ich bestimmte Kinder daran, indem ich ihnen keine ausreichenden Spieleinsätze zum Ausprobieren gebe, so behindere ich ihre bestmögliche Entwicklung.


    Die Wichtigkeit eines Spiels oder den jeweiligen Ergebnisstand taugt m.E. im Amateurfussball nicht als Entscheidungskriterium für den Einsatz von Spielern im Wettkampf!

    @Palimpalim


    Ziel der Eignungsprüfung ist es festzustellen, ob der Lizenzkandidat nach erfolgreicher Prüfung eine Mannschaft im Leistungsfussball erfolgreich trainieren kann. Weil der Trainereinstieg meistens im Jugendbereich erfolgt, wendet sich die C-Leistungslizenz primär an diesen Altersbereich.


    Ein Trainer im Jugendleistungsbereich sollte in den Trainingsübungen und -spielformen aktiv mitwirken können, wozu ein gewisses Maß an Eigenkönnen erforderlich ist. Gibt es ein körperliches Handycap, so erfolgt eine individuelle Prüfung, die sich im Regelfall an den bisher bereits ausgeübten Traineraktivitäten mißt. Deshalb können neuerdings auch körperlich Behinderte mit einschlägigen Erfahrungen im Leistungsfussball in den Genuß einer Lizenzausbildung.


    Kommen wir von der Ausnahme zur Regel der Eignungsprüfung. Diese besteht aus 2 Teilen. Zum Eigenkönnen gehören bestimmte technische Fähigkeiten wie auch eine ausreichende Fitness, über einen längeren Zeitraum aktiv am Spiel teilnehmen zu können. Ferner erfolgt die Ausarbeitung eines vorgegebenen Themas, um sich über das nötigen Vorkenntnisse im Leistungsfussball wie auch die Kommunikationsfähigkeit (in deutscher Sprache) zu versichern.

    Manndecker


    Natürlich besitzen die Leistungsvereine mehr Trainer, die dem Anforderungsprofil für DFB-Stützpunkttrainer entsprechen, weshalb es zu einer Häufung von DFB-Stützpunkttrainer aus bestimmten Vereinen kommen kann.


    Zwar wäre es besser, wenn ausschließlich Stützpunkttrainer beschäftigt werden, die keine weiteren Aufgaben im Heimatverein haben, nur stehen diese nicht flächendeckend im ausreichenden Maße zur Verfügung.


    Bei DFB-Stützpunkttrainer, die gleichzeitig Vereinsaufgaben übernehmen, können 2 Nachteile auftreten:


    1. Siginivikante Veränderung bei der Talentselektion für die Aufnahme auf dem DFB-Stützpunkt
    Wechsel ein Stützpunkttrainer, so kommen auch die Talente plötzlich aus anderen Heimatvereinen.


    2. Signivikante Veränderung beim Vereinswechsel
    Wechsel ein Stützpunkttrainer aus einem anderen Leistungsverein, so wechseln vermehrt Talente in diesen Verein.


    Der zuständige DFB-Koordinator hat die Aufgabe zur Überwachung der Neutralität. Er ist erster Ansprechpartner der Vereine, wenn dagegen verstoßen wird.


    Eine Monopolbildung durch ein Vorrecht zur Abwerbung von DFB-Stützpunkttalenten in einen bestimmten Verein birgt das Risiko, dass die Talente nicht das individuell für sie beste Vereinsförderangebot in Anspruch nehmen können. Hier kann eine gesunde sportliche Konkurrenz ein vielfäligeres Angebot schaffen, in dem dann sehr viel mehr Talente auf ein für sie bestmögliches Niveau gefördert werden. Denn es lohnt sich auch für die 99,5 % aller Stützpunktspieler, die später nicht in der 1. Bundesliga spielen werden, hier möglichst viel für ihre sportliche Karriere mitzunehmen.