Beiträge von TW-Trainer

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    TRST


    Auch von mir ein Frohes Neues! Ich hoffe mal, dass hier einige Vereinsverantwortliche mitlesen? Denn diesem TW-Trainertyp gehört die Zukunft. Wer mitspielende Torleute ausbilden will, der muß sie Fordern können. Denn nur durch das Fordern können sie gefördert werden. Das kann nur ein TW-Trainer, der alle Angriffsvarianten selbst technisch versiert ausüben kann. Hierbei scheitern ehemalige Torleute, die selbst nur die Fähigkeiten eines Torlinienschnappers erlernt haben.


    Die inhaltlichen Beschreibungen muß ich gar nicht mehr kommentieren, da sie sich mit meinen Vorstellungen von Nachwuchs-TW-Triaining decken. Allerdings muß man natürlich sagen, dass es vielleicht nur einige wenige Vereine gibt, die TW-Trainer besitzten, die diesen hohen Anforderungen schon gerecht werden. Es wäre also wünschenswert, wenn man weitere interessierte TW-trainer findet.


    @teenay
    Sicher hat ein Großteil der Mannschaftstrainer deshalb Berührungsängste für ein altersgerechtes TW-Training? Aber jeder Mannschaftstrainer freut sich gleichzeitig über einen guten Keeper! Man kann diese Berührungsängste beseitigen, indem man sich fortbildet! Dazu ist jedoch Interesse die Voraussetzung. Die Begeisterung kommt dann von ganz allein!


    Nach wie vor ist das Thema TW-Trainerfortbildung leider noch nicht zufriedenstellend gelöst. Denn wie soll jemand, der überhaupt keine speziellen Vorkenntnisse mitbringt, im 2-teiligen TW-Trainer-Ausbildungsseminar für den DFB-TW-Trainer für sich etwas mitnehmen, wenn dort TW-Trainer und Keeper aus dem Leistungsfussball diesen Leuten bereits einige Jahre voraus sind. Leider hat man bislang zu sehr darauf geachtet, dass die Seminarplätze ausgebucht waren, statt auf eine passende Ausbildungsgruppe zu achten. Nur, wenn man in der Zusammenstellung viel Glück hat, kann man sehr viel für sich mitnehmen!


    zu 1.
    zu 1. ja, beim "mitspielenden TW" vereinigen sich die Defensiv-Aufgaben (z.B. gegnerische Flanke erkennen und ablaufen) zu den Offensiv-Aufgaben (z.B. Ball an Mitspieler, der selbst nicht unter Gegnerdruck steht, weiterleiten) Wenn du dir dazu mal die Vita von TRST durchliest, dann verstehst du vielleicht, warum ein Quereinsteiger (ohne Vorurteile aus der eigenen TW-Vergangenheit, dafür aber mit guten Feldspielerfähigkeiten) der ideale TW-Trainertyp ist.
    In der Tat beobachte auch ich immer mal wieder, dass ein mitspielender TW auf eine Hintermannschaft trifft, die "nicht mitspielt"! In den Niederlanden traineren die "Lizenz-TW-Trainer" nicht nur den TW, sondern nehmen dann die Hintermannschaft mit in die TW-Übungen, damit auch der offensive Teil (Spielaufbau) trainiert werden kann. Hier in Deutschland ist das noch weitgehend unbekannt, weil die Kompetenzübergäbe zwichen TW- und Mannschaftstrainer eher fließend sind.


    zu 2.
    Würde man auch neben seinen Feldspielern herlaufen, wenn es die Regeln erlauben? Wohl kaum, denn es wären ja zu viele und man würde rasch ermüden! Warum soll also der TW nicht auch das Recht haben, auf seiner Position Fehler machen zu dürfen, um daraus zu lernen.
    Wenn das Training die Zeit ist, um Fähigkeiten zu erwerben und zu verfeinern, das ist das Spiel doch die Zeit, um die im Training erworbenen Fähigkeiten auszuprobieren oder? Wenn das so ist, dann sollte doch jeder die Möglichkeit bekommen, sich ganz auf das Spiel zu konzentrieren. Übrigens habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht wie du! Die Torleute konnten sich beim nächsten Training sehr wohl an die Details, die zu Gegentoren führten erinnern! Zwar kann man das Tor nicht mehr rückgängig machen. Jedoch gab es hier bei Training gleich die Möglichkeit zum Üben, um es dem Gegner beim nächsten Mal noch schwerer zu machen, zum Torerfolg zu gelangen. Man muß sich allerdings dazu die Mühe machen, den TW zu fragen, wie er/die die jeweilige Situation gesehen hat? Auch gibt es beim Training die Möglichkeit eine Situation "einzufrieren", um notwendige Korrekturen einzuleiten. Im Spiel wird der Schiedsrichter wohl kaum seine Zustimmung geben, es solange zu unterbrechen, bis der Keeper vom Trainer "korrigiert" wurde!
    - Auch der TW kann nur das im Spiel zeigen, was er vorher im Training erlernt hat - Alles Andere sind Zufallsprodukte !


    zu 3.
    Die generelle Entscheidung zum Eingreifen (Herauslaufen) lernt der TW sehr viel intensiver, wenn man ihn auch als Feldspieler trainieren und spielen läßt. Lediglich in der Verfeinerung bei torgefährlichen Situationen benötigt er ein Einzeltraining. Das Zurufen durch den Trainer "Jetzt" mag ihm vielleicht in einigen wenigen Fällen später helfen, aber ein Verständnis kann erst entwickelt werden, wenn er die vielen Varianten von normalen Torchancen wie auch Großchancen trainiert hat. Wer allzugern "jetzt" ruft, der darf sich nicht darüber wundern, dass der Keeper irgendwann nur noch seinen Kasten verläßt, wenn sein Trainer auch ruft! D.h. er hat die Entscheidungsverantwortung auf seinen Trainer delegiert!
    - Das kommt nicht darauf an, ob der TW hier und dort einen Ball "durchläßt" - es kommt vielmehr darauf an, dass es dem Gegner immer schwerer gemacht wird, zum Torerfolg zu gelangen. Dafür braucht er kein Zurufen während des Spiels, sondern ein auf Partnerschaft und Vertrauen begründetes Training, in der zunächst die grundsätzlichen Fähigkeiten vermittelt werden, auf dem man später während der Positionsspezialisierung verfeinernd zugreifen kann -


    zu 3.1.
    Nein, natürlich kann man nicht jede Spielsituaion im Training simulieren! (das Gleiche gilt ja auch für die Feldspieler) Nur bekommen die Feldspieler weitaus mehr Gelegenheit im Training, die unterschiedlichsten Situationen zu simulieren als ihre Keeper (wenn dort kein TW-Training gemacht wird.)
    Aber gerade, weil sich jedes Spiel anders entwickelt, soll der Keeper ein systematisch aufgebautes, abwechselungsreiches und interessantes TW-Training erhalten. Denn selbst, wenn er im Bruchteil einer Sekunden keine absolut identische Trainingssituation aus seinem "Langzeitgedächnis" hervorholen kann, hat er doch ein paar sehr ähnliche Situationen, von denen er sich sofort für eine gute Antwort auf den gegnerischen Angriff entscheiden kann. Nur, wenn er fast gar keine Ahnung hat, weil er kein TW-Training bekommen hat, wird der Keeper entweder "spekulieren" oder an der Torlinie verharren!


    Ich bin sehr dankbar für deinen Beitrag, weil ich darin eine Reihe von Argumenten entdeckt habe, wie Mannschaftstrainer die Situaiton ihrer Torleute betrachten. Schließlich geht es auch um ein gegenseitiges Verständnis, um eine Annäherung gegenseitiger Erwartungen zu schaffen.

    tobn


    Auch, wenn unser Fachsimpeln an der Stelle vermutlich schon zu weit gehen sollte, noch ein kleiner Hinweis:


    Wenn du mit einem 4 : 2 : 3 : 1 spielst, dann hinterläuft der rechte oder linke AV. Wenn also der TW nicht lernt, dass er den Ball bei der Spieleröffnung zum AV spielt oder aber die IV nicht wissen, dass sie den Ball für diese Variante zum AV spielen, dann wird bei dieser Mannschaftstaktiktik nix aus dem Hinterlaufen!


    Systematisch wäre es für mich, wenn die Trainingsgruppe den kompletten Angriff mitbekommt. Hier gilt es zunächst auch ein Verständnis für diesen Spielaufbau herzustellen. Es ist normal, dass während einer Taitikausbildung hier und dort kleinere technische Fehler auftauen, die man "mittrainieren" muß. Sollte der Prozess des Hinterlaufens noch Probleme bereiten oder aber das Kreuzen noch schwierig sein, dann kann man diese speziellen Situationen selektiert trainieren. Weil jedoch spätestens beim einsetzenden Gegnerdruck der gesamte Spielzug incl. dem Timing von Lauf- und Paßwegen verstanden werden muß, würde die Reduzierung des reinen Angriffsprozesses im gegnerischen Drittel vermutlich nicht mehr genügen. Denn wichtig ist dabei auch ein flüssiger Spielaufbau, sonst kommt man erst gar nicht in die Situation des Hinterlaufens.


    Im zweiten Teil deiner Anmerkung gebe ich dir vollkommen recht!


    Im untersten Jugendbereich könnte man das auch eher als "Tummelphase" beschreiben. Danach sollte das Warmmachen als Form verstanden werden, bei der man zunächst vom Alltag abschalten und danach Körper und Geist auf die Herausforderung des anschließenden Trainings(schwerpunkts) vorbereitet.


    Aber soll man deshalb die guten "alten" Trainingseinheiten rauswerfen?

    Na, da kommen wir der Sache schon näher!



    Aber glaub ja nicht, dass wir dir das jetzt alles "vorkauen"! Ein bißchen mußt du schon selbst machen.


    1. Hinterlaufen als Übungsform
    1.1. Variante ohne Gegnerdruck
    Beschreibe einfach mal in ein paar Stichpunkten den Spielaufbau vom TW bis zu der Stelle, in der der Spieler hinterläuft, um danach die Entscheidung zu treffen, ob er selbst den Torabschluß sucht oder zu einem mitgelaufenen Angreifer paßt


    1.2. Variante mit Gegnerdruck
    Stichwortbeschreibung, siehe 1.1.


    Für den Torabschuß gibts ebenfalls ne Reihe von Varianten:


    1. Der Spieler, der zuvor "hinterläuft", sucht selbst den Torabschluß
    1.1. Torschluß nach dem Eindringen in den torgefährlichen Raum (ohne/mit Gegnerdruck)
    1.2. Torabschluß im 1 gegen 1 mit dem Keeper
    1.2. Paß zum mitgelaufenen Angreifer ohne Gegnerdruck
    1.2.1. dito mit Gegnerdruck (z.B. Angreifer "kreuzt")


    So, aber nun mal an die Arbeit!!! Viel Spaß dabei!





    2. Torabschluß

    Nun ist an sich die Entscheidung gefallen zur Rückrunde zu wechseln, denn wir stecken auch noch im Abstiegskampf. Wir haben auch eine zweite Mannschaft auf Kleintore (9:9), deren TW verletzt ist. Von daher könnte die ältere auch da fangen. [/quote]


    Ähm ja, dann geh ich mal davon aus, dass sich die Tabellensituation seit dem 10. November ebenfalls geändert hat und ihr nicht mehr im Abstiegskampf steckt? Denn daran soll ja die ältere Keeperin bei ihren Einsätzen den entscheidenden Anteil gehabt haben?


    Zu deiner Einschätzung bezüglich der Fähigkeiten eines Torwarts kann ich dir den Thread: "Was soll ein guter TW-Trainer können", empfehlen. Da hat heute Mittag ein Kollege einen prima Beitrag über den "mitspielenden Torwart" geschrieben. Darin begründet er auch, dass regelmäßiges Mitspielen im Feld wichtig ist, damit diese Fähigkeiten nicht verkümmern. Bei eurer älteren Keeperin wurde dieser Fehler gemacht, weil sie immer nur die Torlinie bewacht hat. Jetzt macht doch nicht den gleichen Fehler bei der Jüngeren!


    Ich denke mal, dass es auch wichtig ist zu einer Mannschaft zu gehören, statt jedes Wochenende weitergereicht zu werden! Du willst doch auch nicht an einem Wochenende die Trainerin der Ersten und am nächsten die Trainerin der Zweiten sein! Deshalb kann ich den "Burgfrieden" nicht so recht trauen!.


    Es würde ich aber freuen, wenn du uns schreibst, wie es denn bei euch so weitergeht!

    Dunking


    Aber das ist immer noch viel zu unspezifisch!


    1. Für welche Altersgruppe soll es denn sein
    2.. Welcher Leistungslevel wird vorausgesetzt
    3. Wie groß ist die Trainingsgruppe


    Desweiteren wird hier von Gruppen gesprochen. Damit sind erst mal die 3 Gruppen Abwehr, Mittelfeld und Angriff gemeint. Das würde bedeuten, dass du dir Varianten zusammen stellen sollst, bei der du:


    1. unterschiedliche Spielaufbauformen
    2. diverse Mittelfeldaktionen
    3. Angriff über Außenbahn oder Zentrum


    zu erstellen hast.


    Unter steigender Intensität ist normalerweise zu verstehen, dass höheres Tempo, größerer Gegnerdruck in die Aktionen eingebaut wird. Dazu braucht man jedoch Spieler, die diese technischen Fähigkeiten mitbringen und individualtaktisch gut geschult sind. Wenn es ne bißchen vernünftig werden soll, dass ist das schon fast kein Thema mehr für den Breiten-, sondern für den Leistungsfussball des älteren Jugendbereichs!


    Wie willst du überhaupt Fehler beim Angriff erkennen, wie sie korrigieren, wenn du noch nie was von Taktik gehört hast?


    Also, da muß ich einem meiner Vorredner recht geben, dass euer Pauker da wohl ein wenig übers Ziel hinaus schießt! Vielleicht hast`s ja auch daran gelegen, dass euer Sportlehrer nicht über den Amateurfussball hinaus gekommen ist?

    Die Jungs hatten praktisch keine Vorbereitung gehabt und sind gleich zum Saisonstart ins kalte Wasser geworfen.


    bomber
    Sorry, wenn ich ein wenig zu deutlich geworden bin, mit meinem Rat, den Trainerjob erst mal an den Nagel zu hängen.


    Ich habe mir ein Beispiel dazu rausgesucht, um zu erklären, warum es derzeit noch nicht paßt! Die Saisonvorbereitung ist ein wichtiges Element im Seniorenbereich. Bei Schulkindern und daraus besteht ja nun einmal dein Team, ist diese Vorbereitungszeit schon mal dadurch zeitlich sehr eingeschränkt, weil sie entweder mit ihren Eltern in Urlaub oder Freunden zu auswärtigen Freizeitaktiviäten unterwegs sind.


    Aber nicht nur daraus resultieren unterschiedliche Ansprüche an seine Spieler. Denn in dieser Altersphase kommt es noch weniger auf die Leistung an, sondern vielmehr soll der Trainer ihnen helfen, den Spaß am Fussball zu entwickeln. Selbst, wenn es keinen Widerspruch zum Spaß am und den Erfolg im Fussball gibt, so hat doch ein Trainer keinen Anspruch darauf, das sein Team gefälligst zu gewinnen hat, damit dem Trainer nicht der Spaß verdorben wird.


    Aus deinen weiteren Beschreibungen entnehme ich, dass nicht die Kinder, sondern du ohne Vorbereitung ins kalte Wasser geworfen wurdest und beim Festhalten an diesen Erfahrungswerten aus dem Seniorenfussball früher oder später mit Streß durch deine Spieler und/oder deren Eltern zu erwarten ist. Weil aber auch du ein Recht darauf hast, bei deinem Trainerjob Spaß zu haben, solltest du dich zunächst einmal noch ein wenig mehr mit dem Kinderfussball beschäftigen.

    Ich hab halt leider kaum Ahnung von Fußballtaktik


    Steini


    Ja, das trifft es wohl am besten! Weil Überschrift und Inhalt nicht zusammen passen, hab ich auch gedacht, da will uns einer verars...!


    Aber aber, das ist jemand, der meint, das bißchen an individual- und gruppentaktischem Wissen, könne man sich mal in 5 Minuten reinziehen und danach eine Präsentation mit 15 Punkten hinlegen?


    Klingt ganz gut.
    Wo läuft der Spieler denn hin, wenn er sich gedreht hat?


    Auch das erinnert mich irgendwie an den Loriot-Gag mit dem Pferderennen-Zuschauer, der durchs Fernglas schaut und fortwährend ruft: "ja, wo laufen sie denn, ja wo laufen sie denn hin?"

    MichaMittelfeld


    Erst einmal vielen Dank für die sehr gut nachvollziehbaren Beschreibungen. Es kommt dabei gar nicht darauf an, ob du mir damit etwas Neues sagst, sondern der Lesergemeinde hier im Forum und indirekt darüber hinaus.


    Ich denke, es wird schon nach den ersten Beiträgen klar, dass es sich hierbei um Inhalte handelt, bei denen es noch große Wissenslücken gibt (sonst würden sich viel mehr User beteiligen)! Wenn man aber nicht weiß, was überhaupt die Inhalte des TW-Trainings sind, dann spielt weder das Alter noch die Ligazugehörigkeit eine Rolle!


    Über die bisherigen Kommentare, die ich allesamt klasse fand, wird jedoch auch deutlich, dass es in der praktischen Arbeit gar nich so viele Unterschiede gibt. Sie treten jedoch immer dann auf, wenn jemand glaubt, das was ihm vor 20 Jahren mal beigebracht wurde, wäre heute noch richtig!


    Dein Hinweis darauf, dass das Wissen zum "Mitspielen" verloren geht, wenn man es verkümmern läßt, tritt genau in dieses Wespennest hinein! Denn wenn der Torwart als letzter Verteidiger gleichzeitig der erste Angreifer ist, dann kommt seiner intelligenten Spieleröffnung mit entsprechend trainierten Fähigkeiten eine andere Rolle zu, als es dem Linienschnapper der vergangenen Tage zugedacht war.


    Es zeigt das Potenzial auf, was auf der TW-Position noch längst nicht ausgeschöpft ist.


    Um jedoch diese Position mit all ihren Facetten überhaupt kennen zu lernen, braucht es zunächst einmal Inhalte. Erst wenn diese in ihrer Breite überhaupt bekannt sind, kann man überlegen, wie man sie in eine sinnvolle Reihenfolge bringt! Mit Reihenfolge ist jedoch nicht der Beginn und der Abschluß gemeint, sondern lediglich die Grundfähigkeit und die Verfeinerung. Denn Training darf nie aufhören, sonst verkümmern die Fähigkeiten des Trainierten!


    Meine Fragen sollen lediglich dazu animieren, eure Erfahrungen, aber auch eure Ideen hier einzubringen. Ich bin mir sicher, dass es genügend interessierte Leser gibt, denen ihr durch eure Kommentare noch mehr Spaß am Fussball und den TW-Trainer-Aufgaben gebt!


    Also, nur weiter zu!

    Dieses Urteil ist in der Tat sehr schwierig zu bewerten. Geht es doch bei Urteilen nicht um die individuelle moralische Beurteilung, sondern um die praktische Anwendung geltenden Rechts. Das Gesetz läßt jedoch stets eine Auslegung zu, weshalb jeder Fall als Einzelfall individuell zu prüfen ist.


    Eine Bestrafung setzt ein schuldhaftes Verhalten (in aller Regel: Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit) voraus. Zu klären ist, ob ein Trainer damit rechnen muß, dass Tore nicht gesichert sind oder ob er sich darauf verlassen kann, weil es schon seit Jahren nicht mehr vorkommt, dass Tore nicht gesichert sind?


    Aufgrund persönlicher Erfahrungen muß ich hier leider den Richtern recht geben! Denn trotz wiederkehrender Hinweise findet man immer noch ungesicherte Tore. Aber vielleicht habt ihr fast alle ganz andere Erfahrungen gemacht?


    Stelllt sich die Frage nach der Verantwortung für die Sicherung der Tore? Hier hat das Gericht gesagt, dass 4 Personen dafür Verantwortung tragen, die Zugang zu diesen Toren haben und beauftragt sind, auf deren Sicherung zu achten! Zu diesen 4 Personen zählten sie auch den Trainer, da es nach Maßgabe des Gerichts zu seinen Aufgaben gehört hätte, sich kurz von der ordnungsgemäßen Sicherung der Tore zu überzeugen, bevor er seine Mannschaft dort trainieren läßt.


    Bei der Feststellung der Schwere der Tat und der Strafe kann ich dem NFV-Verantwortlichen nicht folgen. Denn vor dem Gesetz sich alle (auch Trainer) gleich! Da kann man nicht sagen, ein ehrenamtlicher Trainer darf fahrlässig handeln und ein Profitrainer darf es nicht!


    Nun würde mich mal folgendes interessieren?


    Wer von euch hat schon mal beim Gegner (oder Veranstalter) ein nicht gesichertes Tor entdeckt und wie habt ihr darauf reagiert?

    fak


    Diese Frage hab ich mir gerade auch gestellt?


    Jedoch hat der Kollege vermutlich recht, dass heutzutage mehr Schrott in den Regalen steht.


    1. Größe
    Wichtig ist erst einmal, dass die Schuhe passen! Jedoch sollte man die "Alten" nicht gleich wegwerfen, denn gutes Schuhwerk will eingelaufen werden. Dazu ist es erforderlich, die Neuen zunächst einmal nur kurz anzuziehen und danach wieder ins alte Schuhwerk zu wechseln. Wer meint, er könne gleich ganz aufs neue Schuhwerk wechseln, der wird sich vermutlich rasch Druckstellen und Blasen holen.


    2. Besohlung
    Das Rutschen hat jedoch eher etwas mit einer geeigneten Besohlung zu tun. Bei Kindern ist es noch egal, welche Stollen unter den Schuhen sind. Aber so ab ca. 65 kg sichern Alustollen auf tiefem Boden eine bessere Haftung, als die Standard-Kunststoffbesohlung. Jedoch kommt es nicht allein aufs Material, sondern insbesondere die Anzahl und auf die Länge der Stollen an. Desweiteren gibt es Modelle mit schraubbaren Stollen, bei der die Länge den Witterungsverhältnissen angepaßt werden kann.


    3. Pflege
    Ferner ist die Pflege ein wesentlicher Faktor. Wer seine Schuhe nicht regelmäßig gegen Nässe schützt, der wird wenig Freude daran haben. Mit Alustollen sollte man auch nicht auf Teer oder Beton laufen, weil sie sich dann rasch abnutzen.


    4. Farbe
    Die Farbe spielt eine individuelle Rolle. Dem Einen ist sie egal, der Andere will nur welche in einer bestimmten Farbe. Ich denke mal, es sind die Spieler, die die Tore schießen und nicht die Schuhe, aber sonst ...!

    Ich habe derzeit folgendes Problem:
    Ich trainiere eine Damenmannschaft im unteren Leistungsbereich. Wir haben grundlegend zwei Torhüterinnen, die letzte Saison im Wechsel gespielt haben. Dies hat sehr schlecht hingehauen, da beide dann zu wenig Spielpraxis hatten, also nur ein Spiel in zwei Wochen. Zudem hat die jüngere Torhüterin, wenn sie nicht im Tor stand, auch immer im Feld agiert, und für sie war der Wechsel vom Feld ins Tor und umgekehrt nicht so einfach, da es doch jedesmal eine große Umstellung war. Die ältere Torhüterin will nicht im Feld spielen und spielt dann lieber gar nicht. Diese ältere Torhüterin ist schon sehr lange Zeit beim Verein und war immer da, hat ihr Uralube so gelegt, dass sie nie weg ist usw, da sie auch lange Zeit die einizge Torhüterin war. Die junge Torhüterin ist im Verein sehr engagiert. Also beide wirklich tolle Charaktäre. Beide Torhüter verstehen sich sehr gut. Nun haben wir diese Saison entschieden, dass die ältere fest ins Tor geht und die jüngere draußen spielt. Ich hatte dies zuerst mit der Jüngeren abgeklärt, ob dies für sie okay wäre. Generell würde sie schon lieber im Tor spielen, aber wenn es für die Mannschaft wichtig ist, hat sie auch kein Problem zurückzustecken.
    Letzte Saison hätte ich beide Torhüter auf dem gleichen Level gesehen. Die Ältere besser im 1:1 und mit mehr Erfahrung, auch im Großtor, aber mit Schwächen bei hohen Bällen und in der Raumdeutung, also wann starte ich aus dem Tor. Die Jüngere mit Nachteilen, da sie vom Kleintor kam (hat aber auch schon eine Saison lang im Großtor gefangen), daher auch Schwächen bei hohen Bällen, aber sehr gutes Raumspiel (was von ihrer Feldspielererfahrung kommt) und ansonsten auch ein guter Torwart, der durch Training zu nem sehr guten TW werden kann.
    In der Hinrunde hatten wir nun acht Spiele, wodurch wir in fünf Spielen durch Fehler unseres TW Gegentore bekamen, und auch in 4 Spielen deshalb verloren haben. Im Training ist unser Torwart beim TW-Training, das leider nicht so oft ist, engagiert. Aber im "normalen" Training, also z.B. bei Torschuß, Spielvarianten usw völlig ohne Anstrengung. Da wird sich noch nicht mal geschmissen. Auch, wenn man es immer wieder fordert. Die Mannschaft ärgert sich zwar über die Fehler, stellt jedoch den TW nicht an den Pranger. Denn, so auch die Aussage des Teams, Fehler passieren immer wieder. Was jedoch jeden stört ist der Trainingseinsatz. Am vorletzten Spieltag nun war dieser TW vehindert und die jüngere ging rein. Nach einem Jahr ohne Training (denn auch in der RR der letzten Saison hat sie aufgrund von Personalmangel am Schluß nur noch draußen gespielt). Zuvor hatten wir auch Training, bei dem beide als Torhüterin agierten. Die jüngeren war voll einsatzfreudig, hat viele Bälle ersteunlicherweise gehalten. Fast so, als wäre keine Pause dagewesen. Im Spiel war sie für das Team ein großer Rückhalt, dirigiert gut von hinten raus, es war eine große Sicherheit da. Im unserem jetzigen letzten Spiel ging wieder die ältere rein, so wie es ausgemacht war. Und was passiert wieder...ein Torwartfehler, durch den wir das Spiel verloren haben.
    Nun ist an sich die Entscheidung gefallen zur Rückrunde zu wechseln, denn wir stecken auch noch im Abstiegskampf. Wir haben auch eine zweite Mannschaft auf Kleintore (9:9), deren TW verletzt ist. Von daher könnte die ältere auch da fangen. Ich habe nun auch die Info, dass sich die Ältere für die bessere Torhüterin hält. Und sie wird das ganze als Degradierung sehen. Auch die Spielführer sind für den Wechsel auf der TW-Position und an sich auch der Rest des Teams, was man so raushört. Es will jedoch niemand Unfrieden im Team, und jeder weiß, was die ältere Torhüterin über Jahre für das Team getan hat. Aber wir würden auf jeder anderen Position auch wechseln und können diese Spielerin nicht ständig in Schutz nehmen. Jetzt wäre meine Frage, ob ihr schonmal in einer ähnlichen Situatin ward und wie ihr vorgegangen seid bzw. vorgehen würdet?


    Na, das war dann wohl ein Schuß in den Ofen! Einen von dir gewünschten Positionswechsel wird`s auch in Zukunft nicht geben! Erst alles verrückt gemacht und danach klein beigegeben! Denn die jetzige Lösung hattest du ja schon.


    Ich denke mal, nachdem die Mädels mitbekommen haben, wie sie dir auf der Nase rumtanzen können, wird es nicht unbedingt einfacher werden! Aber ein Lerneffekt sollte dennoch eingetreten sein nur solche Dinge verändern zu wollen, die man sich auch zutraut und deren Konseqenzen man tragen will!

    Hey Leute!


    Ich möchte euch gerne noch einmal ein paar Fragen in Erinnerung rufen und würde mich über eure Beiträge dazu freuen:


    1. soll man den Keeper von Anfang an zum "Mitspielen" animieren oder kann man das auf eine spätere Ausbildungsphase verschieben? (weil ja das Wichtigste das "Sauberhalten des Kastens ist")


    2 welche Unterstützung braucht der Keeper in der Startphase? Soll man neben dem Tor stehen und ihm zurufen, wann er "rauslaufen" soll oder ihm diese Entscheidung von Anfang an selbst überlassen und es lediglich im Nachhinein (beim nächten Training besprechen)?


    3. Wie wichtig seht ihr die Entwicklung des Verständnisses, wann welche Defensiv- oder Offensivaktion von Vorteil ist bzw. welches Risiko mit welcher Aktion verbunden ist, erachtet?


    3.1. Genügt es mit dem TW die häufig vorkommenden Spielsituationen im Training zu simulieren oder soll man durch geschickte Fragen und Tipps an den TW darüberhinaus auch ein Verständnis entwickeln?
    3.1.1. Soll man Abläufe durch wiederkehrende Übungen automatisieren oder ist das Verständnis eine unabdingbare Voraussetzung für die korrekte Anwendung in der jeweiligen Situation?
    3.1.2. Kennt ihr Tricks und Eselsbrücken, wie sich der TW etwas merken kann?

    Karl


    Prima Beiträge! Denn man muß immer wieder feststellen, dass die Geschehnisse auf und neben dem Rasen unreflektiert (war schon immer so und muß auch so bleiben) beurteilt werden.


    Karl, aber du bringst es dadurch auf den Punkt, dass es sich vielfach um nicht für die Traineraufgaben ausgebildete Vatertrainer handelt, die das Ganze dann nur durch die "Zuschauer-Brille" beurteilen können. Damit soll keine Schiedsrichterbeschimpfung gerechtfertigt werden, aber damit kann man sie schon eher geklären! (Hab übringens auch von einem Fall gehört, indem ein Schiedsrichter einen Trainer beleidigt hat. Ob der Schiri allerdings anschließend dafür zahlen mußte, weiß ich nicht!)


    Jedoch kommen wir an einen Punkt, wo man sich die Frage stellen muß, ob der Fussballplatz ein rechtsfreier Raum ist? Denn wenn ich "auf der Straße" jemanden beleidige, dann kann dieser ggf. Strafanzeige stellen! Wenn aber der Fussballplatz kein rechtsfreier Raum ist, warum verhandeln dann Sportgerichte und nicht ordentliche Gerichte darüber? Oder anders gefragt: was hat eine strafbare Beleidigung überhaupt mit einem Verein (Trainer, Zuschauer) oder einer Spielfunktion (Schiedsrichter) zu tun? Wenn ich einem anderen Autofahrer den "Vogel" zeige, kann es schnell ne Stange Geld kosten, aber beim Fussball komme ich mit ein paar Euro davon!


    Gerade gestern wurde erst ein Grundsatzurteil über gewaltbereite Gruppen im Fussball gefällt. Bislang war es erforderlich, jede einzelne Straftat nachzuweisen! Nunmehr genügend die Mitgliedschaft in einer Gruppe, deren Zweckgemeinschaft das Begehen von strafbaren Handlungen (Beleidigung und Körperverletzung) ist! Bravo!


    Der Fussball ist eine Kampfsportart, bei der sich alle Teilnehmer an bestimmte Regeln zu halten haben. Ein Teil der Regelverstöße:z.B. Beleidigung und absichtliche Körperverletzung wird jedoch nicht nur im Fussball, sondern ebenfalls im Strafrecht geregelt. Die Schwierigkeit in diesen emotionalen Sportarten ist jedoch eine Trennlinie zu ziehen, wann man eine Verfehlung eines Trainers zweckmäßigerweise innrhalb der Sportgerichtsbarkeit und ab wann man es in einem Ordentlichen Gericht verhandeln sollte.


    Ich bin dabei auch voll bei Karl, der zum Ausdruck bringt, dass ein Trainerlaie (meist Trainervater) seinen Aufgaben fachlich nicht gewachsen ist und emotional "aufs Glatteis geschickt wird"! Das rechtfertigt keine Körperverletzung, jedoch Kraftausdrücke gegenüber Dritten in einer emotional besonders angereicherten Situation. Die Beleidigung selbst soll dadurch nicht verharmlost werden, jedoch darf man den Laien allein nicht dafür verantwortlich machen, sondern hier trägt der Verein in besonderem Maße die Verantwortung dafür, Trainerlaien die Verantwortung für Aufgaben zu übertragen, für die sie noch gar nicht ausgebildet sind! D.h. es genügt nicht nur die Beleidigung selbst nachzuweisen, sondern das Gericht muß feststellen, ob und inwieweit auch der Verein aufgrund versäumter Trainerausbildung eine Mitschuld trägt!


    Man hat das Gefühl, dass gerade im Fussball als Volkssport Nr. 1 einiges auf dem juristischen Prüfstand steht, weil man festgestellt hat, dass die Sportgerichte gelegentlich in ihren Urteilen sehr weit von den Ordentlichen Gerichten entfernt sind, so dass ein öfffentliches Interesse an Korrekturen bestehen könnte.

    Ich hab halt leider kaum Ahnung von Fußballtaktik


    Steini


    Ein normaler Pauker stellt Themen, für die seine Schüler ausreichende Kenntnisse besitzen. Wenn es z.B. im Sport-LK üblich ist, sich mit dem Thema Fussballtaktik und im Speziellen mit Individualtaktik und Gruppentaktik auseinander zu setzen, dann sollte ein Grundverständnis davon vorausgesetzt werden können.


    Aber Überschrift und die geplanten Inhalte passen nun mal überhaupt nicht zusammen! Da sollte man sich schon ein bißchen mehr Mühe geben, findest du nicht auch? Da helfen auch die allgemeinen Merkmale: vom einfachen zum schweren und vom bekannten zum unbekannten allein nicht weiter, denn das gilt für jede Altersgruppe und muß nicht zwangsläufig die Unterschiede zwischen Individual- und Gruppentaktik darstellen.


    Ob jetzt die Fragestellung insgesamt zu schwierig ist, kann ich nicht beurteilen? Allerdings kann man ein paar Übungen für ein 1 gegen 1 sowie ein paar Spielzüge beim 4 : 4 im typischen Kleingruppenspiel schon hinbekommen. Diese Mühe hat der Junge sich jedoch nicht mal gemacht, weshalb ich die Schuld nicht gleich beim Pauker suchen würde!

    Bomber11


    Hatte kannte mal einen Trainerkollegen mit einigen Vorschlägen, die dir sicher gefallen:


    1. unterschriebene Mitteilung, wie spät man am Abend vor dem Spiel ins Bett gegangen ist
    2. wer ohne Not (entscheidet der Trainer) einen Rückpaß macht, erledigt Hausarbeiten beim Trainer
    3. wer eine Großchance versemmelt, putzt die Schuhe der Mannschaftskameraden
    4. wer ein Tor verbockt, darf hinter dem Fahrzeug des Trainers her nach hause laufen
    5. wer nicht pünktlich zum Training oder Spiel erscheint, wäscht die Tricots
    6. wer dem Trainer Widerworte gibt, läuft 3 Platzrunden


    Willst du noch mehr ...?


    Ach ja, der Trainer wurde schon nach kurzer Zeit gefeuert!


    Ich habe mehrere Anläufe versucht auf deine Details einzugehen. Aber jedesmal kreuselte sich mir das Nackenhaar. Ganz ehrlich: eigne dir zunächst mal das nötige Wissen für ein altersgerechtes Training an und überlasse solange einem kompetenteren Kollegen die Mannschaft. Sonst befürchte ich, wird zukünftig noch mehr Streß mit den Kindern und ihren Eltern ins Haus stehen!

    Dunking


    Wenn ich dich richtig verstanden habe, willst du ein Fussballtraining ohne Fussball machen, weil du es nicht so mit dieser Sportart hast?


    Das Lauf ABC gehört zur jeder Sportart, bei der Gelaufen wird. Da machst du also nix verkehrt!


    Hier ein paar Infos und Denkanstöße dazu:


    Das Lauf-ABC der Verbesserung der Lauftechnik. Dabei geht es um energetische und mechanische Aspekte. Generell dreht sich alles um folgende Frage: Wie kann ich meine Kraft möglichst verlustfrei in eine Vorwärtsbewegung umsetzten?
    Nun geht es den meisten Anfängern aber so, dass sie noch sehr unsauber laufen. D.h. z.B.:


    a) zu viel Oberkörperverdrehung (=> seitlich wirkende Kräfte, Destabilisierung des Bewegungszentrums)
    b1) Aufkommen auf der Ferse (=> bremsende Wirkung entgegen der Laufrichtung)
    b2) ...damit verbunden: zu lange Bodenkontaktzeit (=> Energie verpufft quasi in die Dämpfung von Schuh, Körper und Untergrund)
    b3)...damit verbunden: häufig eine zu große Schrittamplitude (Schrittlänge, => siehe b1)
    c) zu wenig, seitliche oder zu offene Armbewegung (siehe a) bzw. => zu niedrige Frequenz der Beinbewegung, die eng mit der Armbewegung verknüpft ist)


    Selbst nach Jahren des Laufens hat jeder Läufer noch seine ein oder andere "Achillesferse" im Bewegungsablauf. Bei mir ist dies z.B. im letzten Jahr die mangelnde Armbewegung gewesen, die
    1. eine etwas zu niedrige Frequenz (ca. 165 - 170 Schritte, optimal wären 180),
    2. eine zu große Schrittamplitude,
    und 3. somit ebenfalls oftmals zum Aufkommen mit der Ferse führte. Dies verbrauchte unnötig Energie und bremste mich zudem auch noch nach jedem Schritt ab (Grund: sehr lange Bodenkontaktzeit und entgegengesetzte Krafteinwirkung zur Laufrichtung).


    Nun habe ich beim Lauf-ABC vermehrt folgende Dinge trainiert:
    1. ausreichend frequente, spitze (<90° zwischen Ober- und Unterarm) Armbewegung bei allen Übungen,
    2. Anfersen => leichte Körperneigung nach vorn, größere Schrittöffnung nach hinten,
    3. Fußgelenksarbeit => Verbesserung des Abdrucks aus dem Fußgelenk und somit kürzere Bodenkontaktzeit,
    4. Sprünge (plyometrische Übungen: z.B. "Hopserlauf") => vollständige Beinstreckung bei Schrittöffnung nach hinten, Nachobenführung des Oberschenkels des nicht-gestreckten Beines =>Vergrößerung des Winkels zwischen gestrecktem und angewinkeltem Bein => raumgreifende, aber nicht bremsende Schrittamplitude


    Zudem gibt es diverse Koordinationsübungen, die vor allem benötigt werden, wenn man schnell laufen möchte, also die Bodenkontaktzeit relativ zum Wohlfühltempo verkürzt wird. Das Lauf-ABC trainiert deine Nervenzellen (zum/im Rückenmark und teilweise auch zum/im Gehirn) die Bewegung schneller zu koordinieren, also schneller von Landung auf Abdruck umzuschalten. Das Bewegungsmuster kann also nach und nach präziser und zügiger realisiert werden.


    Wenn du einfache Übungen dazu machst, ein wenig dazu erklärst, dann hast du schon die ersten 20 Minuten gut überstanden. Aber nicht übertreiben und immer kleine Pausen zur Regeneration einfügen.


    Ich glaube "Dehnen" braucht du dann nicht mehr, weil die Muskeln und Sehnen nunmehr ausreichend auf die Aufgaben vorbereitet sind!


    Danach würde ich aus der Trainingsgruppe 2 in etwa Teams bilden und mit Ihnen "Schildkröte" spielen! Das geht so:


    Man markiert mit Hütchen ein Feld von ca. 10 x 10 m und Hütchentore von ca. 2 m Breite. Als Ball dient ein Luftballon, indem sich ein (rundes) Kaugummi befindet. (das im Ballon befindliche Kaugummi sorgt dafür, dass die Flugbahn des Ballons kaum berechnet werden kann, wodurch immer wieder überraschende Situationen entstehen können)


    Damit sich deine Athleten nicht so leicht verletzen, dürfen sie sich wie eine umgedrehte Schildkröte mit dem Po nach unten auf allen Vieren im Spielfeld bewegen. Den Rest macht der Ballon schon von allein! Selbst die Tore sind eher Zufallsprodukte, statt nach taktischen Vorgaben herausgespielt.


    Dies soll nur ein Beipsiel sein, denn es gibt sicher 1000 Möglichkeiten Fussball ohne Fussball zu spielen. Lass einfach deiner Kreativität freien Lauf!

    Reddinga
    Vor vergleichbaren Problemen stehen auch Trainer, die die Leistungen aller Spieler aus unterschiedlichen Vereinen beurteilen sollen. Denn sobald man die Spieler aus einem Verein in ein Team steckt, dann suchen sie meist nur diese Kameraden als Anspielpartner.


    Abhilfe schafft man, wenn man die Spieler in den Positionen rotieren läßt! Die Positionsrotation gehört zu den wesentlichen Elementen des Kinderfussballs, weshalb alle Spieler gleichermaßen dabei gefördert werden!

    @16aufmucken


    Leider ergibt sich aus deinen Infos immer noch kein Bild! Versuchen wir es noch mal:


    1. In welcher Liga spielt ihr
    2. Welche Trainerlizenz besitzt euer neuer Trainer, bzw. über welche erfolgreichen Trainererfahrungen im Leistungsfussball verfügt er?