Beiträge von TW-Trainer

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    hinkebein


    Unterhalte dich mit den Eltern, ggf. gibt es ärztliche Empfehlungen, die dir helfen einer eventuellen Überbelastung vorzubeugen.


    Ansonsten merkt das Kind schon, wenn es müde ist und läßt es langsamer angehen oder pausiert. Deshalb kann es eigentlich alles das mitmachen, was du mit deiner Mannschaft machst! Wäre doch schön, wenn es über den Fussball auf Dauer ein Normalgewicht bekommt oder?

    Jugendabteilung


    Denke ähnlich wie Dirk!


    Mit Konditionstraining hat es m.E. auch wenig zu tun! Die Jungs können vielleicht aus ihrer Position heraus einen gewissen Aktionsradius noch begreifen. Aber als Gruppe zu agieren, dass fällt ihnen schwer. Häufig fehlt der Hintergrund dafür, weil man das Bilden von Dreiecken für den Übergang vom individual- ins gruppentaktische nicht trainiert wurde. Dadurch fehlt es sowohl in der Offensive als auch in der Defensive an Tiefe. Der Gegner kann die wenigen, meist noch statischen Abwehrbemühungen häufig durch 1 - 2 Doppelpässe aushebeln und erzielt die meisten Tore durch Überzahl im Angriff oder 1 gegen 1 Situationen mit dem Keeper.


    In der Praxis schaut es dann meist so aus, dass beim Angriff alles nach vorne rennt, bis irgendwann der Gegner keinen Raum mehr läßt und der Ball entweder im Dribbling oder beim Querpaß verloren geht. Dann rennt man noch ein paar mal zurück. Weil jedoch der Gegner den Ball viel zu schnell paßt erkennt man dieses Nachsetzen als sinnlos und bleibt einfach stehen.


    Sicher mag man einen augenblicklichen Nutzen darin sehen, durch eine Umstellung leichte Verbesserungen zu erkennen. Doch in Wirklichkeit sind es lediglich die Fähigkeiten einzelner Spieler, auf die man es angepaßt hat. Eine Weiterentwicklung sind deshalb Grenzen gesetzt, weil den Spielerfolg lediglich auf das Spielergebnis reduziert. Dies ist jedoch jeweils von den Leistungen der Gegner abhängig, sodass es stark eingeschränkte Analyseergebnisse gibt.


    Bevor man in die Zukunft schaut, sollte man zunächst einmal die Baustellen, die aus der Vergangenheit kommen, bearbeiten.


    1. Ballführung
    1.1. enge Ballführung trainieren (dabei Kopf heben, um ballnahen Raum zu beobachten)
    2. Beim Spielaufbau einfache 3 Ecke bilden
    2.1. Übungen heraussuchen, in denen konstanter Abstand und Paßspiel trainiert wird
    2.2. Spielformen heraussuchen, in denen Situationen im ballnahen Bereich trainiert werden
    3. Umschaltspiel
    Übungen heraussuchen, in der das Umschaltspiel (Offensive in Defensive und umgekehrt)
    2.1. Durch Tore, Dribblingtore, Farbtore Offensiv- und Defensivaktionen schaffen
    2.2. Unterschiedliche Spielvariationen durch flexible Tore schaffen


    Man möchte dich beneiden! Eine Mannschaft, die fast alles kann zu trainieren, das kann doch jeder und ist fast schon langweilig. Einem Team viele Erfolgserlebnisse zu verschaffen, dass noch nicht sehr viel kann, darin steckt die eigentliche Herausforderung eines Trainers.


    Bitte bedenke dabei: es ist nicht Aufgabe eines Jugendtrainers Meisterschaften und Pokale für seinen Verein zu holen, sondern den Kindern den Fussball mit Spaß durch geeignete Anreize zu verschaffen. Denn wenn deine Jungs Spaß daran haben, dann hast du ihn auch. Weil ihr euch gegenseitig anspornt werden auch die Erfolge gar nicht lange auf sich warten lassen!

    @Onkel


    Ich habe mich bei deinen Beiträgen sehr gut unterhalten gefühlt! Du solltes mehr schreiben, damit das Forum lernt, andere Meinungen kennenzulernen. Ist doch langweilig, wenn alle der gleichen Meinung sind oder?


    So ganz unrecht hast du ja gar nicht! Keiner will ins Tor, weil man dort kein Training bekommt. Und wenn, dann soll es zusätzlich (quasi als Strafe) sein! Am besten schickt man die Faulen und Dummen ins Tor. Die merken es ja nicht oder aber wissen, dass sie sonst sowieso auf der Bank sitzen würden! Einen guten Spieler darf man nicht ins Tor schicken, sonst verkümmern seine Fähigkeiten!


    Auch, wenn andere Trainer bessere Argumente haben oder aber diese Methode in deutlich abgeschwächter Weise praktizieren, steckt darin das meiste Optimierungspotenzial. Denn Fussball spielt man nicht allein mit dem Verstand, sondern auch mit Freude. Aus dem Spaß am Fussball entwickelt sich der Ehrgeiz (zum Gewinnen und zur eigenen Weiterentwicklung)! Wer nur verliert und immer nur hinterher läuft, der wird sich ein anderes Hobby suchen. Was kann man schon aus Niederlagen lernen, außer das fast alles was man sich vorgenommen hat, nicht geklappt hat. Aus den Erfolgserlebnissen hingegen kann man die Erfahrung ziehen, dass die Pläne prima geklappt haben.


    Wenn man ein Kind fragt, was ihm an der Schule am besten gefällt, dann kann es sein, dass es die Pausen oder die Ferien als Antwort gibt. Genauso kann es sein, dass es gerne malt oder Fussball spielt! Aber sollte man es aufgrund seiner Antworten entweder ganz zuhause lassen oder nur malen bzw. Fussballspielen lassen? Ich denke, da sind wir uns einig, es hat verdient alles kennen zu lernen, damit ihm später die ganze Welt offen steht! Das ist das größte Optimierungspotenzial.


    Lernen müssen wir Erwachsenen, dass die Kinder ebenfalls ein Recht auf ein eigenes Leben haben. Denn wie sonst sollen sie lernen miteinander, statt gegeneinander zu leben? Das ist das größte Optimierungspotenzial!


    Auf den Fussball bezogen heißt dass, dass man sich von fixen Vorstellungen verabschieden muß, ein Kind schon früh nach seinen Neigungen spezialisieren zu wollen. Ähnlich wie in der Schule erfolgt zunächst die Ausbildung "in der Breite"! Erst, wenn ein "Grundwissen" (welchen Grund gibt es zum Wissen?) vorhanden ist, kann auf Basis breitgefächerter Kenntnisse der Spieler selbst eine Entscheidung treffen, welche Position ihm am meisten Spaß macht! D.h. es ist der am besten für den Seniorenbereich geeignet, der auf jeder Position spielen kann.


    Dass ernicht auf jeder Position im Seniorenbereich spielen muß, darin liegt das größte Optimierungspotenzial! Denn es ist sein Hobby! Schon vergessen?


    Aber selbst für den Berufsspieler erhöhen sich die Chancen, wenn er "alles" kann! (passiert ja hin und wieder, dass selbst ein Nationalspieler eine andere Position spielt) Denn in 20 Jahren wird es vermutlich nur noch Spieler geben, die auf jeder Position nahezu gleich gut sind, weil es kein Trainer mehr akzeptiert, dass offensiv oder defensiv deshalb Böcke schießt, weil er zu wenig davon kennengelernt hat (z.B. Levandowski bei seiner Kopfballabwehr im Spiel gegen Wolfsburg)

    coach16


    In der E-Jugend kann man die Technik spielerisch vermitteln.


    Damit niemand in einer "kalten Halle" warten muß, kannst du für sie mit Reifen oder Krepp-Klebestreifen Ziele markieren, die sie treffen können. Das schafft meist schnellere und häufigere Erfolgserlebnisse, als wenn man sie auf Basketballkörbe schießen läßt, bei der nach jedem Versuch erst mal der Ball wiedergeholt werden muß.


    Als Trainingsequipment kannst du sehr vieles, was ohnehin in der Halle vorhanden ist, einsetzen. So lassen sich Dribbling- und/oder Paßparcoure mit wenigen Mitteln legen.


    Ja, sogar lustige "Hand-Fuss-Spiele" können die Agilität der Kinder sehr gut unterstützen.
    Hier ein kleines Beispiel:
    Kauf einige Luftballons und eine Packung runder Kaugummi. Die Kaugummi steckst du in die Luftballons, bevor du sie aufbläst.
    Als erstes gibtst du den Kindern die Aufgabe, möglichst lange mit den Ballons zu balancieren, ohne das sie den Boden berühren. Es braucht aber ein bißchen, bis sich die Kinder daran gewöhnen, dass der im Ballon befindliche Kaugummi die Flugbahn immer wieder beeinflußt.
    Dann kannst du Teams bilden, dessen Aufgabe darin besteht, ihre Ballons möglichst schnell von Start ans Ziel (z.B. in einen Behälter)


    Wichtig ist, dass in der E-Jugend niemand herumstehen muß, um auf einen anderen Spieler zu warten. Wenn etwas zu schwierig ist, dann vereinfache es, bzw. erschwere das zu Einfache.


    Du wirst sehen: es kommt gar nicht so sehr auf die Hallengröße, sondern auf deine Kreatitität an.

    siebener


    Über die Person von Felix Magath kann man sicher streiten! Er war seinerzeit ein Kind aus einer Ehe zwischen einer aus Ostpreußen geflüchteten Mutter und einem Vater aus Puerto Rico, der in Deutschland seinen Militärdienst tat. Man kann sich vorstellen, dass im Nachkriegsdeutschland das Umfeld noch nicht so liberal war.


    Felix Magath hatte auf der einen Seite über das Elternhaus die Möglichkeit, die Wertvorstellungen unterschiedlicher Kulturen vergleichen zu können. Andererseits wurde gerade Kindern aus solchen Ehen gewiss nichts geschenkt! Er schaffte es als Spieler schließlich nicht nur in die 1. Bundesliga, sondern war dort in über 300 Spielen als Spielmacher auch jemand, der Verantwortung übernahm. In der Nationalmannschaft wurde er Europameister und Vizeweltmeister.


    Besonders erfolgreich war seine Trainertätigkeit zunächst beim VFB Stuttgart, wo er einer Anzahl von jungen Talenten (darunter eine Reihe von späteren Nationalspielern u.a. Phillipp Lahm, Mario Gomez) die Chance gab. Weitere Erfolge feierte er mit Bayern München und VFL Wolfsburg. Insbesondere bekannt machten ihn seine Trainingsmethoden. Zwar berichteten seine Spieler über das anstrengende Pensum (weshalb er auch als "Quälix" bezeichnet wurde), jedoch war die positive Folge dieses erhöhten Trainingseinsatzes eine geringere Verletzungsquote.


    Seinem gelegentlichen rauhen Umgangston stand ein soziales Engagement (u.a. "Ein Herz für Kinder") entgegen.


    Im Wege stand ihm sicherlich der fehlende Teamgeist, denn er war einer der Wenigen im Bezahlten Fussball, der gerne alles allein besitimmen wollte. Er sah in der Verteilung der Aufgaben an Spezialisten nicht eine Optimierung der Möglichkeiten innerhalb des Trainer- und Entscheiderstabes, sondern ein Hin- und Herschieben der Verantwortlichkeiten, bei der letzendlich der Trainer das schwächste Giled darstellt. Da meist schon Niederlagen die Begründung für einen Trainerwechsel darstellten, bei der man erst gar nicht nach den Gründen zu suchen bräuchte.


    Magath sieht eine Entartung des Fussballs, bei der es immer weniger um sportliche Leistungen, sondern um die Vermarktung bestimmter Interessen und Produkte gehe. Die auf und neben dem Rasen handelnden Akteure gleichen Schauspielern, die ihre Rolle gefälligst so zu spielen haben, wie ihre Geldgeber dies wünschen.

    Rene


    Derlei Feststellungen beruhen meist auf Zufälligkeiten. Mal hat man ein Team, in der am liebsten jeder stürmt und mal hat man eine Mannschaft, die man zusätzlich motivieren muß, beherzt anzugreifen.


    In der F-Jugend nehmen die Spieler bereits den Unterschied zwischen Dribbling und Paßspiel wahr und versuchen bereits selbständig zu entscheiden. Natürlich gibts dabei auch sehr viele Fehlentscheidungen. Aber es dauert eben seine Zeit, bis sie es lernen, nicht nur als Einzelspieler, sondern als kleine Gruppe (Mannschaft) zu agieren. So ist es auch kein Wunder, dass die Spieler bei Ballverlust manchmal erst dann reagieren, wenn der Gegner schon längst über alle Berge ist.


    Die F-Jugend ist das richtige Alter, um Spaß am Fussball als Mannschaftssportart zu gewinnen. Dabei sind sie von der Besonnenheit ihres Trainers im großen Maße abhängig. Denn was der ihnen sagt, das ist "Gesetz"! Wenn deine Jungs gerne Tore schießen, dann lass sie. Denn für sie spiegelt sich der Erfolg weitaus weniger in Siegen und geanusowenig sehen sie in einer Niederlage zwangsläufig auch den Mißerfolg. Für die Kinder ist jede Aktion, an der sie mitgewirkt haben, ein Erlebnis!


    Hier wie auch im DFB-Online-Training gibt es umfassende Hintergrund-Informationen und altersgerechtes Training für den F-Jugend-Bereich. Du wirst feststellen, dass deine Sorge vollkommen unbegründet ist. Genieße den Fussball mit deiner Mannschaft! Das ist das Beste, was du für sie und mit ihnen machen kannst!

    tobn


    Deinen Beitrag stellt die Zusammenhänge schon gut da!


    Allerdings kann damit nur jemand etwas anfangen, der entsprechende Trainer-Erfahrungen besitzt.


    So gilt es zunächst eine Übung oder Spielform "zum laufen" zu bringen. Dazu muß man erkennen, was der/die Gründe sind, warum es (noch) nicht funktioniert. Wenn es der Schwierigkeitsgrad ist, dann muß man verändern. Sind es zu viele oder zu wenig Spieler, dann gilt es dort entsprechende Anpassungen vorzunehmen. (Hab mir mal einen Jungtrainer von Werder Bremen angeschaut, der verzweifelt versucht hat, seine Übung aus den der U 19 in eine U 11 zu injezieren. Er hat fast eine halbe Stunde gebraucht, um zu erkennen, dass er selbst mit seinen Standardveränderungen und umfangreichen Hilfen diese Übung einfach noch nichts für diese Jungs war!) Erst wenn die Übung/Spielform "läuft", kann man zur Erhöhung der Intensität zu weiteren Steuerungsmechanismen greifen, wie Provokationsregeln, die Erhöhung des Gegnerdrucks, die Veränderung der Spielfeldgrößen, usw.


    Wenn dieser Trainer mit Leistungslizenz gelegentlich an seine Grenzen stößt, wie soll den eine "Trainerlaie" wie Dunking verstehen können, wie man sich das theoretische Wissen in der Praxis vorstellen kann?


    Also für mich hat dieser Sport-Pauker, der seinem Sport-LK-Kurs Aufgaben aus dem Leistungstrainerbereich verpaßt, einen "an der Waffel"!

    Juristisch lassen sich solche Fälle unter der "Sorgfaltspflicht" beschreiben. Leider ist dieser Begriff dehnbar, weshalb man allein mit der Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts gar nicht weiterkommt. z.B. rennt der deutsche Professor, der seiterzeit an der Entwicklung des Reaktortpys, der in Chernobyl um die Ohren flog und seitdem Tausenden von Menschenleben kostete, noch heute frei herum. Ihm genügte es seinerzeit zu belegen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Supergaus 1 : 1.000.000 Jahre ist. Dass hierbei jedoch der Gau auch sofort eintreten kann, hat er damit ja nicht ausgenommen!


    Was als Sorgfaltspflicht im täglichen Umgang mit Mitmenschen zu verstehen ist, ist bereits weitgehend in Gerichtsurteilen mit Präzidenzwirkung nachzulesen. Auch gibt es bereits Urteile, wonach ein Trainer schuldhaft handelt, wenn er die Torsicherung nicht prüft. Hier, wie auch in anderen Fällen schützt die Eigeninterpretaton eines Trainers, dass sich nicht dafür verantwortlich fühlt, auf der Anlage eines Gastgebers die Torsicherung ebenfalls zu prüfen, nicht vor Strafe!


    Allerdings gebe ich einigen Beitragsschrebern recht, das es persönliche Wahrnehmung einer angemessene Bestrafung sehr unterschiedlich sein kann. Doch anders die Sichtweise von Zivilpersonen hat sich das Gericht bei der Bemessung des Strafmaßes an die Gesetze zu halten und kann lediglich innerhalb des Rahmens entscheiden. Hierbei soll die individuelle Schuldfähigkeit berücksichtigt werden.

    Liebe Trainerkollegen!


    Hat jemand vielleicht gestern abend die Fernsehsendung: "Ultra! Aus Liebe zum Fussball" mit den Trainern Dirk Schuster und Felix Magath gesehen? Die läuft immer donnerstags um 21:15 auf TELE 5.


    Weil heute ja Freitag ist, gibt´s ein paar Zitate von der Trainerlegende Felix Magath:
    "Die Berater, die Frauen, die Sponsoren - alle reden auf die Spieler ein."


    "Sie haben als Trainer nicht mehr den Einfluss, wie vor 10 oder 20 Jahren. [...] Ich brauche keinen von der Marketingabteilung in der Kabine."


    "Früher haben wir keine Psychologen gebraucht. Ich weiß auch nicht, wie die Fußball spielen konnten. Früher waren das vielleicht keine Menschen."


    "Der Spieler steht am Ende der Nahrungskette und frisst sie am Ende alle."


    "Ein Bundesligaspieler ist im Vergleich zu einem Olympiasportler noch lange nicht austrainiert."


    Der "Performance-Director" sammelt alle Daten der Spieler und bestimme, ob jemand zu ihm ins Training oder zur Massage oder zum Psychologen geschickt wird. Überhaupt rede der überall drein und könne anhand seiner Daten sogar feststellen, ob ein Trainer noch der Richtige ist!


    Zum "Mentaltrainer" meinte: die holen vielleicht 5 % mehr Leistung raus, dafür kosten sie 10 % mehr!


    Hat er recht, dass heutzutage im Fussball viel zu viele mitgewinnen wollen und im Falle der Niederlage einzig und allein der Trainer schuld ist?

    fak & MichaMittelfeld


    Ja, ihr habt recht! Ich sollte doch wohl langsam in den Ruhestand treten! :D Hatte das mit der B-Jugend jedoch für einen Tippfehler gehahlten und wollte eine Bestätigung dafür, dass es ich um Jungs handelt, die in der C-Jugend spielen oder dort noch spielen dürften!


    Ansonsten wollte ich mit meinen Beiträgen dazu zum Ausdruck bringen, dass es besser ist, mit den Jungs was zu trainieren, wovon man selbst auch was versteht!

    open-minded


    Ich sag ja auch nicht, das man diese Jungs in Watte packen soll!


    Aber jeder zweite Spiler mit Rückenproblemen hört sich doch irgendwie seltsam an oder? Da wären ein paar Infos schon nützlich, ob es sich um eine Bambini oder um eine A-Jugend-Leistungsmannschaft handelt, das ist schon ein Riesenunterschied in der Beurteilung!


    Leider gibt es immer wieder unpassende Antworten, weil es hier im Forum keine Themenzuordnung gibt. Denn gäbe es das, könnte man gerade bei längeren Diskussionsthemen rasch hineinfinden, weil man die jeweiligen Aussagen dazu gleich in einen Kontext bringen könnte.


    Uwe wollte sich schon mal daran machen, aber irgendwie ist da noch nichts draus geworden!

    Follkao


    Vielen Dank für die in eurem Verband derzeit geltenden Regeln, aus denen ich mal einen Absatz zitieren möchte:


    "Bei Freigabeverweigerung ist durch den VKJA zu prüfen, ob der Spieler durch seine Abmeldung bzw. durch sein Verhalten zur Zurückziehung/Nichtmeldung beigetragen hat. Diese Spieler sollten nicht in den Genuss der Abkürzung kommen. Bei Zurückziehung von 2. Mannschaften nur dann, wenn in der abgebende Verein bescheinigt, dass der Junior Spieler der 2. Mannschaft gewesen ist und der VKJA dies überprüft hat."


    Das heißt also, wenn der Junior keine Lust mehr hatte (z.B. weil er vom Trainer oder Mitspielern gemobbt wurde) und dies schließlich dazu führte, dass das Team in der Winterpause zurück gezogen werden mußte (z.B. weil vorher auch schon andere Spieler aus ähnlichen Gründen keine Lust mehr hatten), dann wird das Kind für sein Verhalten bestraft, weil man es sperrt! Bzw. es bleibt der Interpretation der Vereinsverantwortlichen überlassen, ob es gesperrt wird, obwohl gar keine Heimatmannschaft mehr vorhanden ist!


    Wirklich tolle Regeln für den Kinderfussball sind das, die ihr da habt!

    DoPa74


    Die meisten Menschen leiden unter Bewegungsmangel. Für sie ist jede Art von Sport besonders gut geeignet für die Gesundheit.


    Für Sportler und dabei insbesondere für Fussballer stellt sich die Frage, was man in der Saisonvorbereitung machen kann? Denn nun laufen sie wieder über die Bürgersteige und die Mukkibuden sind voll von ihnen! Aber kann man sich dabei auch fürs Fussballspielen weiterentwickeln? Zweifel sind angebracht, ob die reine Zunahme an Muskelmasse immer auch ein Zugewinn an fussballerischen Fähigkeiten verbunden sind? Ohne fachspezifische Unterstützung durch entsprechendes Personal würde ich derlei Anstrenungen nicht allzusehr mit dem Fussball in Verbindung bringen wollen! Da mag wohl das "Sixpack" eher der Wunsch sein, als die fussballerische Weiterentwicklung.


    Wenn irgend möglich würde ich ein Hallentraining vorziehen. Denn hier kann man fast alles mit dem Ball am Fuß mit unterschiedlichen Intensitäten machen. Nur, wenn in der Halle nix geht, kann man mit entsprechender fachlicher Unterstützung alternatives Muskel- und Lauftraining machen.


    Denn, ob in der Halle nur gepöhlt und gegrätscht wird, dass liegt vornehmlich an euch Trainern! Es gibt mitlerweile genügend Übungen und Spielformen dafür (im Internet)! Mit ein bißchen Mühe findet man auch für sein Team etwas passendes!
    Wer kein Geld hat, um mit seiner Mannschaft "gen Süden" zu reisen, für den ist die Halle ein guter Ersatz und wer sie sinnvoll nutzt, der hat im Frühjar fitte und fussballerisch auch weiterentwickelte Spieler.

    B-Griffin32


    Bewertung mit zweierlei Maß!


    Die schlechtesten Schiedsrichter, die ich miterleben durfte, waren ältere Senioren, die in niedrigen Ligen pfiffen. Da hatte man das Gefühl ,dass man sein Schiedsrichtergeld in Geschenkpapier eingewickelt bekommt. (bzw. egal wie schlecht und demotiviert ich am Mittelkreis stehe, mein Geld bekomm ich trotzdem)
    Bei den Jungspunten ist die Fehlerquote zwar auch recht hoch, aber man hat dort wenigstens das Gefühl, dass sie sich Mühe geben und aus ihren Fehlern lernen wollen.


    Im unteren und mittleren Leistungsbereich gibt es in der Tat einen beträchtlichen Anteil an weiblichen Schiedsrichterinnen, wobei die Mädels zwischen 20 - 40 noch am besten mit der Pfeife umgehen können :thumbup: Überfordert sind hier ebenfalls die älteren Damen und mit einer hohen Fehlerquote belastet die jugendlichen Mädels.


    Im oberen Amateur- und Profibereich gibt es hingegen kaum Frauen. Das mag sicher auch an der meist fehlenden Protektion liegen oder ganz einfach daran, dass der Fussball bei den älteren Entscheidungsträgern noch als "Männersache" gesehen wird. Inwieweit die Mädels auf Topniveau mit den männlichen Kollegen mithalten können, läßt sich schon deshalb nicht sagen, weil es nicht die vergleichbare Menge an weiblichen Schiris in diesen Ligen gibt.


    Unparteiische Richter, wozu ja auch die Sparte der Schiedsrichter zählt, gibt es schon deshalb nicht, weil man die Emotionen nicht ganz abschalten kann. Dem einen mögen die Stärke des Gegners beeindrucken, dem Anderen das Mitleid mit den Schwächeren. HInzu kommen weitere Faktoren, wie die Vereinszugehörigkeit des Schiedsrichters oder spezielle Konstellationen (z.B. Traditions- oder Geldverein). Natürlich spielt auch die Tagesform des Schiedsrichters eine Rolle sowie die versuchte Einflußnahme durch Spieler, Trainer und Publikum. So lassen sich manche spielentscheidenden Pfiffe auch dadurch erklären, dass ein Schiedsrichter die Situation genauso gesehen haben möchte. Je nach Ligazugehörigkeit kann er sich diesen emotionalen Luxus jedoch mehr oder weniger leisten.


    Schiedsrichterbeobachter sind eigentlich ein gutes Kontrollorgan, wären sie nicht selbst bereits vorbelastet. Die technischen Hilfsmittels können zwar erkennen, ob ein Ball die Torlinie überschritten hat, nicht jedoch ob er auf regelkonformer Weise dorthin gelangt ist.


    Was will man machen? Man wird mit dem Irrtumsfaktor Mensch leben müssen!

    Gordinho


    Die größtmögliche Gestaltungsfreiheit in unserem Fussballsystem hat Vor- aber auch Nachteile!


    Denn im unteren Jugendbereich gibt es eine hohe Fluktuation auf allen Positionen, die man als Hauptursache dafür erkennen kann, warum bereits gemachte Erfahrungen durch neue Kollegen erfolgreich infrage gestellt werden.


    Vor geraumer Zeit wurde bereits darüber diskutiert, wie man die Ergebnisse der FPL nachhaltig in den Vereinsfussball gestalten kann. Bis auf die Beteuerungen, dass durch diese ersten Erfahrungen bereits eine Unumkehrbarkeit gewährleistet sei, kam auch hier im Forum nichts dabei heraus! Leider muß man heute sagen, dass selbst die Unumkehrbarkeit nicht überall gewährleistet ist, wenn die gesamelten Erfahrungen nicht auch zuverlässig in einem größeren Rahmen (bundesweit) abgesichert werden.


    Einmal mehr wird klar, warum wir nicht nur gute Trainer, sondern auch gute Funktionäre brauchen!

    tobn


    Danke für deine Anmerkungen. Ja, die Erwartungen eines Sportlehrers (egal ob mit oder ohne großes Eigenkönnen) gegenüber einem Schüler sind sicherlich andere, als bei einer Lehrprobe zur Trainerprüfung. Im Breitensport würde es sicher genügend, das "Hinterlaufen" isoliert zu demonstrieren, während die Prüfer im Leistungsfussball schon auch mannschafts- wie gruppentaktische die Entwicklung des Spielaufbaus, des "Hinterlaufen" wie des Torabschlußes sehen wollen.


    Natürlich verändert sich auch der Fussball. Es wäre ja sonst auch langweilig! Die Frage ist, wodurch er sich verändert?
    1. Langsame, kontinuierliche Veränderungen (durch Verbesserungen der Rahmenbedingungen): sie können mit der Entwicklung des Fussballs in längeren Zeiträumen erklärt werden
    2. Sprunghafte Veränderungen (z.B. Regeländerungen wie Abseits oder TW-Rückpaß)
    3 Individuelle Veränderungen (z.B. Spieler oder Trainer hat eine Idee)


    Quantensprüche gelingen nur ganz selten. (denn der Libero war bereits der erste ballorientierte Spieler im gegnerorientierten Spielsystem).


    Jedoch ist der Fussball immer komplexer geworden, wodurch auch das Verständnis dafür erschwert wird und auf eine Lösung gleich wieder zwei neue Fragen auftauchen. Selbst wenn man schon viele Jahre "dabei" ist, muß man immer wieder selbstkritisch feststellen, wie wenig man ihn eigentlich kennt!

    Günter


    Im Großen und Ganzen möchte ich dir zustimmen! Allerdings findet Mannschaftsführung immer dann statt, wenn man miteinander Aktivitäten im und um den Fussball macht, weshalb man es doch nicht völlig losgelöst davon sehen kann.


    Je mehr gegenseitige Erwartungen erfüllt werden, je harmonischer wird sich das Team und der Trainer als eine Mannschaft fühlen. Wenn ein Team für seinen Trainer "durchs Feuer geht", dann kann man von einem hohen Maße der Übereinstimmung in der Mannschaftsführung sprechen. Aber selbst dies ist lediglich eine zeitpunktbezogene Beschreibung. Sie kann sich jederzeit ändern, wenn Personen das Team verlassen und/oder Neue hinzukommen oder andere Rahmenbedingungen sich ändern.


    Unabhängig von den Rahmenbedingungen (und auch unabhängig von der Liga) ist es mühseelig 2 Schritte vor und dann einen Schritt zurück zu gehen. Man verliert irgendwann die Nerven und dann die Lust! Leider wird nur allzu selten darüber gesprochen, aber auch Trainer haben ein Recht darauf, Spaß an ihrem Job zu haben! Wer Spielern Fehler zugesteht, der muß sie sich selbst auch zugestehen! Denn ohne dieses Fehlerrisiko kann man sich als Trainer wie als Mensch mit Führungsqualitäten nicht weiterentwickeln. Dies ist auch der Grund, warum ich Nela wünsche, dass sie aus dieser für sie schwierigen Situation gestärkt hervor geht!

    @Antikicker


    Das ist gar nicht so komisch, was du da beschreibst!


    1. Gegen schwächere Gegner spielt sich sehr viel in dessen Hälfte ab. Also rennen alle deine Spieler nach vorn, weil jeder ein Tor machen will! HInzu kommt, das einige Spieler (die meist noch besonders weit weg vom Ballführenden laufen) mit lauten "hier" Schreien den Ball fordern und so den Ballführenden zusätzlich unter Handlungsdruck setzen. Dabei vom Gegner ausgekontert zu werden, dürfte für jeden Gegner leicht sein. Denn niemand sichert diesen Angriff ab und jeder schaut nur zu, wenn das Leder wegen "höherer Gewalt" futsch ist. Selbst Keeper hat auf "Zuschauermodus" umgeschaltet und wird erst "wach", wenn der Gegner nur noch "einlochen" braucht!.


    2. Gegen stärkere Gegner können deine Jungs sich zeitweilig nicht aus der eigenen Häflte befreien. Der Gegner ist . Die meisten Ballkontakte hat man also in der eigenen Hälfte.


    Was kann man machen?


    zu 1.) Kontrollierte Offensive
    statt bei Balleroberung alle gleichzeitig und in einer Reihe nach vorne zu rennen, sollen sie im Training die "Dreieckbildung" üben. Der hintere Spieler sichert (im Falle des Ballverlusts) ab, sodass die Mitspieler zeit finden, sich wieder zu sortieren und den Gegner gemeinsam attackieren. Ferner dient der hintere Spieler als Anspielstation, wenn der Angriffsraum des Ballführenden vom Gegner zugestellt wurde. Zusätzlich sollte der Keeper lernen, das er seine Distanz zum Ball anpaßt (statt an der Torlinie zu kleben)


    zu 2.) Kontern lernen mit Köpfchen
    statt den ballführenden gegnerischen Angreifer direkt an der Mittellinie zu attackieren, sollte dieser lediglich angelaufen werden, damit er den Ball zurück spielt und selbst ohne Ball weiter in eure Hälfte vordringt. Erst, wenn ein gegnerischer Abwehrspieler an der Mittellinie den Ball führt, solll er attackiert werden. Denn, weil sich nun keine gegnerischen Spieler mehr hinter dem Ball befinden, kann dein Angreifer nach der Balleroberung aufs gegnerische Tor zulaufen. Sobald er in den torgefährlichen Raum eindringt, kann er entweder selbst den Torabschluß suchen oder zum ggf. mitgelaufenen Mannschaftskollegen passen.


    Weil es nicht genügt, jedem Spieler einen Zettel in die Hand zu drücken, wo draufsteht, was er wann wie zu machen hat, bedarf es spielerischer Übungen ohne und mit Gegnerdruck.


    Eine schöne Übung mit Gegnerdruck für das schnelle Umschalt- und Konterspiel kannst du nachfolgend finden:


    Markiere ein Feld von ca. 20 x 20 m mit Hütchen. An den 4 Ecken markiere Torräume mit Hütchen je Felder von 2 x 2 m.
    Ein Torerfolg zählt nur, wenn der der Ball ins eines der beiden gegnerischen Torräume gepaßt und dort vom Mitspieler angenommen werden kann.


    Bei dieser Übung werden gleich eine Reihe von Techniken und Taktiken trainiert
    A. Technik
    1. Balleroberung
    2. Ballmitnahme
    3. Dribbling
    4. Paßspiel


    B. Taktik
    1. akt. Spielsituaion scannen
    2. aktiv werden, z.B. fallen lassen und Zustellen des torgefährlichen Paßraums
    3. Anlaufen des ballführenden Gegners
    4. Scannen der Spielsituation unmittelbar vor Ballbesitz für Kontereinleitung (z.B. schnellen Diagonalpaß zum Mitspieler).


    Sollte dein Team damit überfordert sein, dann beginne mit 2 statt 4 Toren. Auch dabei kannst du Variantionen einbauen, wie:


    1. per TR-Kommando wird festgelegt, auf welche der jeweiligen Tore gespielt werden soll (können mal direkt gegenüber und mal diagonal sein)
    2. zeige durch Hütchen (oder Leibchenfarbe) nach jeder Balleroberung an, auf welches Tor gespielt werden soll


    So ganz nebenbei bekommen deine Jungs auch mit, das es gar keinen Sinn macht, gemeinsam nach vorne zu rennen, weil man dabei seinen Gegenspieler, der zum Schluß immer alles versaut, gleich mitzieht. Man kann sich nur gemeinsam gut organisieren, wenn man die Breite und Tiefe es Spielraums soweit vergrößert, dass man mit dem Gegner "Katz und Maus" spielen kann!


    Also, es besteht gar keinen Grund zur Verzweiflung! Schon ein wenig gemeinsame Denkarbeit hilft weiter!