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    da hat sich bei mir die spielform 4gegen4 (bei uns auf handballfeldgröße) mit 'provokationsregeln' bewehrt.
    teilnehmerzahl zwischen 10 und 16
    regeln:
    -nicht mehr als drei ballberührungen pro spieler
    -ein tor zählt nur, wenn alle spieler der eigenen mannschaft in der gegenerischen hälfte sind
    -sind nicht alle gegner schnell genug in die eigene hälfte zurück gekehrt, so zählt das tor doppelt (oder dreifach)
    -spielzeit ca 12-15minuten (mannschaften sollten halbwegs gleichstark sein)


    auswirkungen:
    -alle sind ständig in bewegung
    -umkehrspiel wird mitgeschult
    -schnelles spiel wird gefördert (wegen max 3 ballberührungen) und damit unnütze zweikämpfe vermieden
    -überblick wird trainiert
    -kommunikation wird gefördert (der, der als letzter über die mitte läuft muss sich bemerkbar machen, und damit zb das signal zum torschuss geben)


    für die leute, die selbst grade nicht spielen, lassen sich am rand koordinations- und kraftübungen einbauen............ so 'langweilt' sich auch keiner ;)
    wenn ihr ein nomales großfeld habt, so würde ich das feld verkleinern nicht mehr als ein 4gegen4 spielen lassen, um für die einzelnen spieler genug ballkontakte zu gewährleisten.



    als weitere spielform kommt ein vereinfachtes spiel mit einem "footballei" immer ganz gut an.
    du legst einfach an den seiten des 16ners die "endzonen" fest und nimmst den strafraum als spielfläche.
    ziel ist es den spieler mit ball durch zustellen zu blocken und ihn somit nicht in die endzone laufen zu lassen.
    das schult neben der ausdauer auch die kommunikation untereinander und den 'blick für den raum', der ja als verbund mehrerer spieler zugestellt werden muss. auch die reaktionsfähigkeit wird gefördert, da der 'ball' ja unberechenbar rollt wenn er zu boden fällt.
    ein heftiges 'zupacken' und und tackeln ist verboten.



    gruß

    Ich habe gute Erfahrungen mit folgender Maßnahme gemacht: - erfolgen taktische Anweisungen, negatives Hineinrufen oder gibt es schwere Verstöße gegen das Fairplay durch anwesende Elternteile, wird das zugehörige Kind sofort ausgewechselt. Dies mag hart klingen und tut auch mir für das Kind leid, hilft diesem aber letztlich, weil sich dieses Verhalten der Erwachsenen nach dieser Maßnahme sehr schnell gibt. Wenn man vorher über diese Regel aufklärt, sollten diese maßnahmen kaum noch notwendig werden...


    du willst die kids vor den rufen und dem druck durch die erwachsen schützen (sei mal dahingestellt, das es nicht jedes kind gleich intensiv und als schlimm empfindet) und BESTRAFST DAS KIND!!!???
    das ist doch echt sinnfrei.........

    Wenn man sich aber derzeit das Gebrülle bei den Hallenturnieren anhört, dann sollte man auch hier über ein paar einfache Regeln nachdenken. Z.B. Trainer und Eltern über "Verhaltenskontext" (Lob und Applaus erwünscht, Hineinrufen verboten) informieren. Wer durch sein Verhalten dagegen verstößt, darf unverzüglich seine Sachen packen. Damit keine Mißverständnisse aufkommen, wird per Hallenlautsprecher kurz über die Disqualifikation informiert.


    moin,


    das heisst, du schließt also die mannschaft, also die kids!, aus, weil sich die eltern, oder trainer aus der sicht der turnierleitung daneben beneben?????
    das kann doch aber nicht wirklich im sinne der kinder sein...............vielleicht hats die kids nicht mal gestört, weil sie im spiel eh abschalten.


    wenn ich bei einem kinderturnier eine ordnergruppe anstellen muß, um eltern der halle zu verweisen, dann bin ich raus aus der sportlichen nummer...................

    Findest du denn nicht, dass es durchaus einige Trainer gibt, vor allem die siegesorientierten, die bewusst versuchen, den beim jeweiligen Schiedsrichter möglichen Spielraum auszuloten und in ihren Anweisungen und ihrem Verhalten ebenso immer weiter gehen, bis sie endlich vom Schiedsrichter zur Raison gerufen werden? Wenn dieser das denn überhaupt tut, macht er sich doch damit sogleich zum Feindbild..

    prinzipiell habe ich nichts gegen 'siegesorientierte' trainer, ich habe nur etwas gegen unsportlichkeit und ein solches benehmen.
    aber genau diesen trainer/menschentyp bekommst du nicht damit gebessert, das du den schiedsrichter als 'aggressionsventil' aus dem spiel nimmst............
    kümmere dich um die trainer, stärke die vereine und gib ihnen damit die möglichkeit entsprechende trainertypen zu finden, bzw auszubilden. denn fußball mit kindern ist doch mehr als nur das spiel in der fpl..................
    das spiel in der fpl dauert nicht einmal eine stunde, aber das training und das ganze ringsrum dauern sehr viel länger. wer sorgt denn da dafür, das die zuständigen trainer/betreuer/eltern mit den kinder verantwortungsbewusst umgehen??? einen trainer, den du durch ein regelwerk an der seitenlinie den 'mund verbietest', den hast du noch lange nicht zu einem anderen, besseren menschen gemacht.

    ...........und wie bei allem gilt : "die hoffnung stirbt zuletzt" ;)


    ja, es geht wohl ausschließlich um ein "versagen" der trainer, oder auch nur darum, was ein trainer heute 'politisch korrekt' darstellen sollte. dies hat eigentlich sehr wenig mit damit zu tun, ob die kids in einer fairplayliga, in der kreisklasse oder bei spaßturnieren aufeinander treffen, denn min. 90% der kids haben ihren spaß - so, oder so.


    wenn du 'vernünftige ausgeglichene trainertypen' hast, so benehmen sie sich doch von sich aus vorbildlich und sind sich ihrer wirkung bewußt.
    alle anderen nimmst du doch auch mit den massnahmen nicht wirklich 'aus dem spiel'.


    es passt für mich auch nicht zusammen, bis zur e-jugend gemeinsam zu coachen und dann ab der d-jugend in gesonderte und vor allem weit auseinander liegende coachingzonen gesperrt zu werden ;)...........


    und nein, ich bin nicht 'unbeleckt' in sachen schulausbildung und pädagogischen grundsätzen.
    der knackpunkt ist der, den du im nebensatz angedeutet hast....."kleine klassen".
    kleine klassen haben sehr wohl etwas mit kosten zu tun, die wir leider nicht aufbringen können/wollen. in kleinen klassen gruppenweise unter ANLEITUNG lernen und forschen bringt etwas. aber größere gruppen sich selbst überlassen und hoffen, das sich das schon irgendwie ergibt, weil gar nicht mehr die möglichkeit besteht allen kindern und jugendlichen grecht zu werden, das hat nur noch was mit kosten sparen zu tun.............
    und der nächste schritt, ist ja da auch schon in arbeit..............

    @ uwe


    mit dem sehr zielgerichteten, positiven inhalt von dem 'offenen brief' gehe ich nicht konform.
    ich finde dort auch keine konkreten fakten, welche das für, oder wider belegen. ich lese dort auch nur von überzeugungen und meinungen............
    die sache mit dem kicken der kids auf dem spiel- oder bolzplatz zu vergleichen hinkt doch schon sehr, denn dort setzen sich meist die stärkeren durch und die 'lieben und schwachen' sitzen neben dem platz und schauen zu...........
    auch kann ich den beschriebenen 'friedvollen umgang' der kids untereinander nicht bestätigen, denn der klappt oft nur solange, wie die kinder einer gruppe, einem freundeskreis angehören.


    irgendwie erinnert mich das an die derzeitigen schulausbildung.............. hast du nicht genug ausgebildete lehrer und erzieher und die kosten laufen dir davon, so favorisiere einfach mal die gruppenarbeit, das selbststudium und die selbstverwaltung der kinder, ob sie es können, oder nicht ;)

    @kicker


    ich stimmer dir voll und ganz zu, darum müsste der ansatz meiner meinung nicht darin liegen die kinder sich selbst zu überlassen und darauf zu hoffen, das sie das schon irgendwie unter sich regeln, sondern der ansatz kann eigentlich nur der sein, das zb nur ausgebildetet leute mit den kindern 'arbeiten' dürften-sei es nun trainer, oder auch schiedsrichter. und ja, genau dafür dürfte der dfb dann auch gerne ordentlich geld in die hand nehmen, denn es wäre da gut angelegt....................



    @ uwe


    doch, es ändert sich etwas mit einem schiedsrichter, denn ein guter schiedsrichter lenkt, leitet und vor allem hat er in dem kifu-alter auch noch die aufgabe zu erklären............. und genau das sind die dinge, die die kids dann weiter bringen.

    bei uns geht der spielbetrieb erst ab der f-jugend los (was sicher auch an den geringen kinderzahlen liegt) und selbst dort kann man das von dir beschriebene beobachten. wenn es dort keinen schieri geben würde, der ab und an mal wieder eine gewisse grundordnung herstellt, ginge es dort drunter und drüber ;)


    ich halte den spielbetrieb unterhalb der f-jugend für unangebracht.


    was sind denn 'spieletreffs'?

    @ uwe


    interessanter artikel.


    jedoch ist das eigentlich nur die regelumsetzung dessen, was auf den plätzen gang und gäbe ist. es wartet doch kaum ein spieler beim einwurf und abstoß auf das was der schiedsrichter zeigt..................... und je nach dem, wie fit der schiedsrichter ist, korrigiert er die entscheidung die der spieler getroffen hat. und genau das steht ihm ja auch weiterhin zu, wenn ich das richtig verstanden habe. aber es wird ja selbst in dem schreiben schon davon ausgegangen, das sich die spieler nicht immer einig werden und der schieri dann entscheidet.


    wo ist also der 'fortschritt'?

    Ohne Schieri klarkommen zu müssen, friedlich nebeneinander, so als Vorbild für "gut Sport" gemeinsam coachen zu sollen, ist sicher anspruchsvoll für viele Kindertrainer, so wie ich sie so über Jahre beobachten musste. Aber grad dies trifft den Kern: Kurieren an Symptomen bliebe sinnlos, wenn die Verantwortlichen, die Macher, die Oberen (die - wenn sie wollten u. nicht zT die Obermeckerer wären, dann andere ansteckten - ja immer auch die Macht hätten, bereits die sich daneben benehmenden Elternteile zu disziplinieren o. des Platzes zu verweisen, weshalb wenn Regel 1 unnötig wäre) sich außen vor hielten, oder?

    so wie du das darstellst, und wie ich die ganze sache auch sehe und empfinde ist doch das motto "den kindern den spaß am fußball zurückgeben" eher scheinheilig. denn die meisten kinder haben spaß..............nur die erwachsenen stören, da die sich nicht mehr benehmen können.
    du könntest das auch zusammenfassen unter 'nachwuchspiele ohne eltern' - jedoch dann auch bald ohne spieler, weil du die kids ohne eltern nicht mehr zu den spielen bekommst, da das interesse der eltern an damit auch rapide abnimmt, wenn sie nicht mehr 'hautnah' an ihren sprößlingen dran seien können.


    wenn du einen guten schieri hast, GRADE im kinderbereich, so haben die kids auch sehr viel davon, da sie dadurch sehr viel lernen in sachen regeln und auch in gegenseitiger rücksichtnahme.

    also ich habe es bei den kleinen noch nicht erlebt, das von den kids auf den schiedsrichter gemeckert wurde, da ihnen viele dinge doch noch gar nicht bewußt sind.
    um die spieler mit den eigenen spielerischen entscheidungen zu konfrontieren (und so in etwa ists ja auf der dfb-seite begründet) und ihnen den sinn ihres tuns vor augen zu führen, müsstest du ab der d, oder c-jugend in eigenverantwortung spielen lassen................... das ist aber völlig utopisch.

    moin,moin


    also sinnvoll finde ich davon wirklich nur den regelzusatz 1 der dort aufgeführt ist, auch wenn auf vielen sportplätzen die 15m abstand quasi zum sportplatzverweis für die eltern führen.


    die regelzusätze 2 und 3 sehe ich als relativ unsinnig an.


    gruß

    mahlzeit


    das ist meines wissens nicht nur vom fußballlandesverband, sondern auch von den fußballkreisen abhängig.


    wir haben für die entsprechenden mädchen einen antrag beim fußballkreis gestellt und dann durften die eine altersklasse tiefer spielen. in einem benachbarten fußballkreis war es prinzipiell möglich bis zu zwei mädchen des äleren jahrganges einzusetzen und auf antrag war es sogar erlaubt ein b-jugendmädchen in der c-jugend mitspielen zu lassen.


    also prinzipiell ist es möglich.


    gruß

    Hier muß ich wohl :whistling: den Absatz, wo Gustavo sein jetziges Spielsystem beschreibt überlesen haben ...

    ;) nein, du musst nicht zum augenarzt ;)
    er hats nicht beschrieben, aber ich gehe davon aus, das er eins hat! :)
    und wenn alles andere nicht geklappt hat, so bleibt das doch als ansatzpunkt übrig, oder?


    wenn du davon ausgehst, das die kids alles durchschauen und sich über so einen sieg nicht wenigstens ein bisschen freuen würden und keinen spaß dabei haben die 'alten männer abzuzocken', so bleibt wohl nur die konsequenz die mannschaft entweder abzumelden, oder auf deren zerfall zu warten.
    grade weil er ja schon die testspiele gegen gleichaltrige teams der umgebung hinter sich hat, bleibt doch nur noch die variante einen anderen weg zu gehen.
    das es die 'alten heißsporne' gibt, damit hast du natürlich recht-aber die sind ja meist bekannt und man kann mit ihnen vorher reden.


    ich sehe das ganze unter dem motto "erfolge müssen organisiert werden"


    gruß