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    Auch bei Volksläufen gibt es übrigens Siegerurkunden: die Alternative "Fußball o. Joggen" existiert vllt nur in deinem Kopf, da man es dir so als unabdingbar beibrachte? Oder wie würdest du den Denkzwang in dir analysieren, dass Sport (allen inkl. Kindern) nur Spaß machen dürfe, wenn's auch darum geht, als Sieger andere zu schlagen? Ist diese Verbindung als Vorstellung nicht im Grunde sogar sehr abwegig, da es jedem Menschen doch um sich selbst zuerst geht bzw. gehen sollte?

    es geht nicht um die "alternative fußball oder joggen" und es gibt auch keinen "zu analysierenden denkzwang".


    wenn wir alles nur 'larifari' angehen und soetwas auch noch toll finden, so müssen wir uns doch nicht wundern, wenn die leistungsbereitschaft immer mehr abnimmt.


    ich bin sogar der meinung, das man den siegeswillen sogar wieder forcieren sollte, denn der er ist auf keinen fall etwas schlechtes! was es vielmehr zu vermitteln gilt ist, dass man einfach auch achtung vor der leistung des anderen zu haben hat, wenn man der unterlegene ist. (diese achtung geht leider immer mehr verloren)
    ich gehe immer in einen wettbewerb um zu gewinnen und erkenne an, wenn der andere besser war, was zwangsläufig mit steigendem alter häufiger vorkommt ;).
    im training verpacken wir alles mögliche in spielformen, in wettbewerben (grade bei den kleinen) und in wettkampfnahen situationen, weil es den kids so mehr spaß macht und man so die spannung im training hoch hält. du schaffst provokationsregeln um spielabläufe in die gewünschte richtung zu bringen, welche ja im grunde nur darauf beruhen bei den kids das "ich will besser sein als der andere" herauszukitzeln ..................



    beim letzten satz muss ich dir leider teilweise zustimmen. ja, es geht immer mehr leuten nur noch um sich selbst, was ja auch beim 'ehrenamtsthema' sehr deutlich wurde. vielleicht kommt ja dort sogar schon diese "ich will einfach nur spaß haben"-mentalität, welche ja schon seit vielen jahren vermittelt wird, immer mehr zum tragen.


    gruß



    ps: sorry gustavo, wir sind wohl etwas vom thema abgedriftet ;)

    moin,


    wenn ich sowas immer lese, wie "spiele anders gewichten" und "das gewinnen ist nur zweitrangig"........................
    eine c-jugend ist halt keine bambinitruppe mehr und wenn man nur auf die socken bekommt kannst du drauf warten, bis die mannschaft zerfällt-grade in dem alter, wo ja die altersbedingten abgänge sowieso noch dazukommen.
    ich halte auch nichts davon, die spiele zu einer reinen 'gaudiveranstaltung' verkommen zu lassen, denn wer jungs in dem alter bei 'nem spiel erlebt hat, wo sie aus welchen gründen auch immer, die sache nicht ernst nahmen, der weiss, das da am ende noch größerer mist bei raus kam und nach dem spiel mindestens die halbe mannschaft gefrustet war. es geht ums gewinnen, darum besser zu sein als die truppe, der ich direkt in die augen schauen kann, um freude am hautnahen erfolg. alles andere können sie auch mit weniger anstrengung zu hause vorm rechner haben.


    als lösungsansätze habe ich spontan zwei dinge.
    zum einen die bereits angesprochenen freundschaftsspiele. hierbei kann man im vorfeld schon mal mit einem befreundeten trainer absprechen, das so ein spiel dann auch wirklich gewonnen werden kann (muß ja auch nicht drauf gewettet werden *fg*). dazu eignen sich sogar auch mal die eigenen männermannschaften! wenn ihr zb eine 'altherrentruppe' oder so eine 'spaßfußballmannschaft' im verein habt, so organisiere doch mal ein spiel gegen die truppen und gib denen danach eine kiste bier aus-dann klappt das auf jeden fall.......... ;)
    für die kids ist das eine herausforderung und die männer verstehen soetwas und können den spielverlauf auch für deine jungs siegreich gestalten.


    als zweites würde ich mit den jungs zusammen das spielsystem überdenken. wenn du die jungs da 'mitnimmst' und das 'projekt systemänderung' zu IHREM ding machst, gehen sie vielleicht auch anders an die sache ran und der eine, oder andere sieht sich im team an einer ganz anderen position, als die, auf der er jetzt spielt. oft machen ja ein, oder zwei positionen den unterschied aus, grade weil du ja schreibst, das ihr einige spiele auch knapp verloren habt.
    als trainer kannst du bei der ganzen sache doch eigentlich nichts falsch machen, denn es kann ja nur besser werden.


    gruß

    LomexHH


    eigentlich muss man darauf antworten, "die machen das, weil sie's wohl können!"


    ich glaube keiner der aktiven trainer hier im forum hat eine truppe, die auf so einem niveau spielt und darum ist es ein vergleich von 'äpfeln mit birnen'......

    Warum macht Ihr nicht das, was Euch "richtig" erscheint, beobachtet die Folgen und ändert, wenn es etwas zu ändern gibt?


    Bei dem einen Menschen fallen Eure Methoden auf fruchtbaren Boden, sie passen sich Euren Anforderungen an. Die anderen gehen, wenn sie sich überfordert fühlen. Ob Ihr alles "richtig" macht, wird sowieso die Geschichte zeigen.

    Mentala


    der letzte beitrag steht eigentlich im gegensatz zu fast
    allem, was hier im forum zum thema kinderfusball diskutiert wird und
    wurde. denn in fast allen beiträgen dazu gehts im grunde genommen darum,
    dass man eben nicht das macht, wovon jeder denkt, das er es eigentlich
    schon richtig macht, und die kids, die nicht damit klar kommen, gehen
    halt...............
    all die trainer, die sich an den aussenlinien
    daneben benehmen denken doch im grunde auch, sie machen alles gut und
    tun nur das beste für ihre kids.



    gruß

    moin,


    ich habe die besten erfahrungen mit dem 3-2-1 gemacht.


    der vorteil ist, das sie sich von klein auf daran gewöhnen die innere linie zuzustellen und die aussenverteidiger mit ins angriffsspiel einzubeziehen, dabei aber in der defensive sehr sicher stehen.
    es war für mich die optimale lösung auf dem kleinfeld, da kaum größere löcher zwischen den spielern entstanden.


    gruß

    mahlzeit


    die sichtweise mit den leveln aus den spielen gefällt mir sehr gut und ich kann das auch bestätigen, denn bemerkt habe ich auch schon, dass die kids vieles nur noch in ganz 'kleinen dosen' aufnehmen können (komplexere trainingsübungen mit mehr als drei zu beachtenden schritten sind auch bei b-jugendlichen noch problematisch :) ) .
    die langfristig angelegte wissensvermittlung in der schule ist ja auf grund ständig wechselnder lehrerschaft und themengebieten auch nicht mehr so gegeben. ich höre dann immer "..... na das hatten wir doch letztes jahr-das weiß ich doch JETZT nicht mehr...." :( das wirkt sich natürlich auch bis in den sport aus.


    es ist aber als trainer immer eine gratwanderung bei den jungs den spagat zwischen 'meckerkopp' und 'weichei' hinzubekommen. was ich bei den älteren gerne mal mache, wenn zu viel negatives auf der halbzeitliste steht, ist, ich lasse das schlecht gelaufene in selbsteinschätzung abhandeln und gebe dann danach noch ein paar lobende worte mit auf den weg in die zweite hälfte. das signalisiert dann auch immer "hey jungs, ich glaube an euch"!


    gruß

    lob und tadel sollten sich immer in einem ausgewogenen verhältnis befinden und vor allem auf den jeweiligen spielertyp abgestimmt sein.


    ich habe die erfahrung gemacht, das es kids gibt, die auf lob gut ansprechen, aber keine kritik abkönnen.
    genauso habe ich kinder, die können mit lob nicht umgehen und "drehen sofort frei", verbessern sich aber, wenn sie kritisiert werden.


    ich halte nichts von dieser 'kuschelpädagogik', wo man nur noch lobt und alles ist immer positiv und alles wird auch nur positiv formuliert...........

    auch in bezug zu dem was guenter geschrieben hat, habe ich gute erfahrungen mit der begrenzung von ballberührungen gemacht. wenn du bei den abschlußspielen die ballberührungen der spieler auf max drei beschränkst, so müssen die jungs mehr (frei)laufen und du schulst gleichzeitig noch den überblick im spiel.

    1.) Es ist die Ausrede viele Jugendtrainer gegen die Einführung der Vierer-Kette.


    also das sehe ich anders.


    zum einen ist die viererkette nicht das "allheilmittel im unterklassenfußball" (UND DORT BEWEGEN SICH NUN MAL DIE MEISTEN VON UNS), sondern nur eine variante unter vielen und zum andern finde ich es, wie schon erwähnt, viel entscheidender sich danach zu richten, welche spieler man zur verfügung hat.......... immer vorausgesetzt, der trainer hat die fachlichen möglichkeiten zwischen den unterschiedlichen systemen zu wählen und lässt nicht einfach nur das spielen, was er selber kennengelernt hat.


    beispiel:
    wenn du nur spieler hast, die "ein kopf größer als ein rucksack" sind, so ist es schwer eine gute innenverteidigung zu formieren.
    wenn du spieler hast, die nicht 'so helle im kopf' sind, so ist es einfacher ihnen zu sagen, du bleibst am gegner yx dran, als ihm eine ballorientierte verteidigung beizubringen.
    wenn deine spieler eher vom typ 'dicker paule' (wie guenther immer so schön schreibt :) ) sind, so wirst du sicher kein spielsystem wählen, welches von der umschaltgeschwindigkeit lebt.


    ein guter trainer erkennt welche möglichkeiten sich aus der symbiose von "spielermaterial";) und trainingszeit ergeben und richtet danach die spielweise aus.
    kannst du nur wenig mit allen spielern trainieren, so ist die möglichkeit des trainings von gruppen- und mannschaftstaktiken nur bedingt gegeben. eine viererkette erfordert schon eine gute abstimmung der mannschaftsteile.


    gruß

    ich glaub ich wäre jetzt bockig, und würde auch die androhung zusammen mit dem vorherigen bericht wieder auf die HP stellen ;)


    und überstzen würde ich erst recht nichts lassen............. amtssprache ist schließlich (noch) deutsch! anpassung und integration sollten auch ihre grenzen haben, nämlich genau dann, wenn sie zum 'todschlagargument' werden. ist doch echt schlimm sowas.


    ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.


    und ja, versuche einfach zu lächeln ;)



    ps: vielleicht ist die BZ doch noch eine option ;).... oder gleich die abendschau??? *g*

    wir haben hier 2 Leistungszenteren, Mainz u. Kaiserslautern,Einzugsgebiet so im Radius von 100 km.
    nur Top-Talente kommen dahin, verbunden in den meisten Fällen mit Internatsunterbringung.
    Schulische Leistungen werden dort genauso gefördert und kontrolliert wir sportliche.


    hieß bei uns früher 'sportschule' und hatte glaube ich jede oberligamannschaft ;)


    hat auch herr sammer damals durchlaufen. glaube viele dieser umstrukturierungen sind ja auf seinem mist gewachsen.

    Einstellung eines regelmässigen Spielbetriebes in der G.
    Schulung der körperlichen Vorraussetzungen nicht nur auf G begrenzt sondern auch in der F ein Schwerpunkt.


    sofern es überhaupt einen spielbetrieb in der g gibt ;)


    beim seilspringen stellt sich mir die frage, in wieweit kids im f-jugendalter überhaut schon koordinativ (auch 'früher') in der lage dazu sind/waren.


    ich sehe das auch mit der fluktuation nicht sehr viel anders als früher, der einzige unterschied ist nur, das du früher auch viel mehr kinder wieder nachbekommen hast - heute reisst jedes kind welches sich in einer anderen sportart probiert ein riesen loch, da kaum welche nachrücken und sich alle sportvereine um die wenigen sportler 'prügeln'.


    gruß

    geiles video siebener!!!!!!! werden sich meine jungs aber freuen :P:D:thumbup::thumbup: (ob ich gleich zu den klimmzugteilen übergehe???......ach nee, da muss ichs ja vormachen-dann doch erst die liegestützvarienaten)


    womit wir dann auch beim WIR machen wären ;)..... und es macht schon noch eindruck bei den 'halbwüchsigen', wenn man noch einige dinge vormachen kann ;)


    zurück zum thema..........


    ja, auf jeden fall gehört das zum training und wenn ich in der halle bin, so nutze ich auch immer alles, was so zur verfügung steht, von 'wackelbrettern', über kleintrampolin, bis zu übungen auf weichen matten.
    da im sportunterricht in den schulen wie es scheint solche übungen immer weiter in den hintergrund gehen, haben die kids meiner einschätzung nach immer mehr koordinations und stabilitätzprobleme-von den verkürzungen mal glatt zu schweigen. das bekommt man im normalen training leider auch nicht mehr ausgeglichen.
    ich baue auch draussen kraft-koordinationsübungen ins training mit ein, gerne auch als partnerübungen.


    für eines der nächsten hallentrainings versuche ich es mal mit einer externen fitnesstrainerin um das training aufzulockern. eine stunde 'workout' - mal schauen, wie das ankommt.


    als tipp am rande, wer von einer möglichen knieverletzung noch so eine 'bandscheibe' (diese gummiteile, auf denen man übungen macht) hat, kann diese sehr gut für das training der jungs nutzen, aber am besten ohne schuhe, um alle muskeln im fuss und im bein anzusprechen.

    ich glaube das ist nicht unbedingt "wildwuchs", sondern es kommt auch bei den auswahlen das zum tragen, was sich hier wie ein roter faden durch zig themen zieht - es steht und faellt alles mit der zur verfuegungs stehenden kinderzahl.
    ballungsgebiete mit vielen kinden - grosser selektionsprozess ueber turniere und ranglisten,
    laendlicher bereich - grosser aufwand um ueberhaupt talente fuer eine auswahl zusammenstellen zu koennen..........


    das wird auch nicht mehr besser