eigentlich wollte ich mich hier zu dem thema nicht weiter äussern, da die "nichtvorhandene diskussion" doch erheblich abglitt.................
jedoch möchte ich zu den erfahrungen zu veränderten spielfeldgrößen und regeländerungen dann doch etwas beitragen.
ich bin aus der sicht eines 'vereinsmeiers' eines kleinen dorfvereins, der keine zig plätze zur verfügung hat gegen eine ständige änderung der spielfeldgrößen im nachwuchs. warum?
aus reiner personalnot in den nachwuchsteams ab der b-jugend wurde in unserem fussballkreis unter einbeziehung der nachwuchsverantlichen der vereine beschlossen (und per regelveröffentlichung im ansetzungsheft 'angeordnet'
) das von 16 zu 16 auf 5m tore mit 1:8 gespielt wird................ das ergebnis nach einem halben jahr war, das man vor den strafräumen wo die torwarte spielen riesige löcher im platz hatte. für einen verein, der nur eine spielfläche für alle teams zur verfügung hat, und diese hegen und pflegen muss keine wirklich schöne sache. da wir mit den platzverhältnissen die regel, und nicht die ausnahme sind, wurde die regel wieder verändert und nun wird min min. 1:8 auf normales grossfeld gespielt...................mehr laufarbeit für die jungs, aber unterm strich für die vereine sinnvoller und für die ausbildung der jungs auch (manche sind in den männerbereich gekommen, ohne wirklich mal richtig mit abseits gespielt zu haben).
eine sinnvolle regeländerung war zb die einführung der regelung das bis zur a-jugend die spieler ein und ausgewechselt werden können. in unserem fk kam der vorschlag durch, im nachbar-fk wurde er von den jugendleitern abgelehnt und dort darf ab der c-jugend nur ausgewechselt werden.....................wenn man einen vorschlag einbringt, muss man halt auch damit rechnen, das er von einer mehrzahl abgelhnt wird, so ist das nun mal.
die einführung von kleineren spielfeldgrössen (auf bestreben des fussballlandesverbandes) in der f und e-jugend vor zwei jahren, führte zwar zu größerem aufwand in der spielvorbereitung, jedoch meiner beobachtung nach nicht zu einer verbesserung des spiels der kids, bzw dazu, das die einzelnen jungs mehr ballkontakte haben. das einzige was positiv daran ist, das man den mannschaften engegenkam, die nur sehr wenige kinder haben und somit durch die reduzierung der mannschaftsstärke die möglichkeit gab ein team zu stellen.
die ganzen vorschläge die mannschaftsstärken auf ein 4 vs 4 oder 5 vs 5 im kifu machen nur sinn, wenn eh nur wenige kinder da sind, denn ansonsten wüsste ich nicht, wo ich die ganzen trainer/betreuer für die 'kleinstteams' hernehmen sollte..............ist ja so schon schwer genug jemanden zu finden der sich das alles 'antut'.
also bei uns war die veränderung mehr die notgedrungene auswirkung des demographischen wandels, als die 'auswirkung neuer philosophien'.
bedenklich finde ich die vorgeschlagenen 'bonusregelungen' über anzahl der troschützen usw, denn da werden eindeutig grosse vereine bevorzugt, die über einen grossen kader verfügen und nicht bei jedem spiel hoffen müssen überhaupt die mannschaft voll zu bekommen. ähnlich würde es sich mit der belohnung von einer mindestzahl von mirgranten, behinderten usw usf verhalten (wie auch schon von jemandem angesprochen)..............'woher nehmen, wenn nicht stehlen'?????? ausserdem denke ich, die jungs zu integrieren sollte einfach normal sein, und nicht die folge eine belohnung.
mir würde es reichen, wenn das bereits vorhandenen umfangreiche regelwerk ordentlich und nachvollziehbar angewendet wird, oder sogar noch ausgedünnt werden würde. wem nützt denn zb eine regel, wonach nur lizensierte trainer nachwuchsmannschaften auf landesebene trainieren dürfen, es aber keinen stört wenn dies nicht der fall ist, weil die vereine halt einen einzigen trainer als verantwortlichen für alle teams eintragen und der rest dann nur 'betreuer' ist................gut gemeint, aber am ende an der realität vorbei und somit ein zahnloser papiertiger (und jeder verantwortliche auf landesebene weiss, das der spielbetrieb zusammenbrechen würde, wenn man die regel konsequent umsetzen würde).
irgendwer beschwerte sich auch darüber, das die resonanz auf weiterbildungsveranstaltungen so gering ist...............sicher ist das traurig und ganz besonders für diejenigen, die sich viel mühe mit der vorbereitung geben und da auch sehr viel zeit und energie reinstecken. ABER man darf einfach nicht vergessen, das wohl die großzahlt der trainer (grade im nachwuchsfussball), KEIN geld damit verdienen!! es ist hobby, freizeit, spass an der freude...................wer zweimal die woche training mit den jungs macht, am wochenende mit den kids unterwegs ist, vielleicht noch im vorstand mitarbeitet und mit glück 'nen job nebst familie hat (und sich unter umständen auch noch in fussballforen zu 'weiterbildungszwecken' die zeit um die ohren haut), dem fehlt unter umständen auch einfach mal die zeit darüberhinaus noch weitergehende veranstaltungen zu besuchen.
bei allem ansinnen und gut gemeinten ratschlägen und fanatasien in sachen fussball müssen regeln vor allem eins sein...........einfach und lebbar (ok, sind sogar zwei sachen *g*).
gruss