Beiträge von Follkao

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    Hmmm - so richtig verstehe ich Dein Problem nicht.
    Du sagst, dass Du sie in Punktspielen zu gleichen Teilen spielen lassen willst, es bislang aber nicht gemacht hast.
    Hättest Du es von vornherein so praktiziert, würde dieses Problem sich Dir wahrscheinlich gar nicht stellen.
    Also: Wechsel im nächsten Spiel so, wie Du es als ideal einschätzt und warte ab in welcher Gruppe Ihr damit landet.

    Ich nehme an, jeder hat 2 - 3 Vereine in der näheren Nachbarschaft. Dazu kommt neben Fußball auch
    die "Ausweichmöglichkeit" auf Handball, Basketball o. ä.

    Das ist eine sehr urbane Sicht der Dinge. Im ländlichen Raum hast Du diese Alternativen nur sehr begrenzt.
    Ich finde diese Diskussion ohnehin sehr theoretisch. Der wichtigste Aspekt fehlt nämlich bislang:
    Was will das Kind?
    Im Zweifel will das Kind da spielen, wo seine Freunde spielen. Ist ja auch logisch. Und wenn der Trainer ein Vollpfosten ist, das Kind da aber spielen will, werden Eltern kaum sagen "Der Trainer ist ein Idiot. Da spielst Du nicht. Ich fahr Dich lieber 20 km in den nächsten Ort. Da kennste zwar keinen, aber der Trainer ist tooootal qualifiziert."

    Meine Tochter ist 3einhalb. In dem Alter hat er angefangen bei Tunrieren zu spielen.


    Andere denken in dem Alter gerade erst über´s Trockenwerden nach...


    Zitat

    Geistig würde er, glaube ich, noch nicht überfordert werden, denn soweit denkt er einfach noch nicht. Er will halt nur spielen.


    Ich meine damit weniger ihn, als mehr die anderen. Würden die anderen, die ihm geistig weit voraus sein dürften, ihn als vollwertigen Teil der Mannschaft akzeptieren? Und damit meine ich ganz besonders neben dem Platz und weniger auf dem Platz. Würden sie sich nachmittags zum Spielen treffen, wie es unter Mannschaftskollegen in der F normal ist?


    Um mal die Entwicklungsunterschiede zu verdeutlichen: In seinem Alter ist es schon gut, wenn die Männchen, die er malt, 5 Finger haben. Seine Mannschaftskollegen in der F1 würden sich dagegen schon mit der Multiplikation zweistelliger Zahlen beschäftigen.


    In der F ist es ja durchaus gang und gäbe, dass die Kinder sich in der Kabine alleine umziehen und duschen. Könnte er das auch?


    Die Entwicklungsunterschiede innerhalb dieser 3 Jahre sind schon enorm. Du hast halt die Gefahr, dass er im sozialen Gefüge der Mannschaft nicht wirklich integriert ist. Klar - die Gefahr besteht immer. In diesem Fall ist das Risiko aber größer. Das sähe in 1 oder 2 Jahren schon ganz anders aus.

    Ich würde das auf keinen Fall machen.


    Der Junge kann noch 2 komplette Jahre G-Jugend spielen.


    Wenn Du ihn in die F1 nimmst, spielt er (das Kindergartenkind!) mit Drittklässlern zusammen. Kann er da geistig mithalten?



    Spielt der Junge wirklich schon seine 2. Saison? Das heißt er war mit 3 Jahren schon im Spielbetrieb? Sehr ungewöhnlich... ?( Talent hin oder her: Das ist zu früh.

    Hier gehts doch um die F-Jugend, oder?


    Ich habe in der F-Jugend noch keine Traubenbildung gesehen. Auf welche Art und Weise das auch immer geschehen war: Das Thema war eigentlich bei allen F-Jugend-Teams, die ich gesehen habe, im Laufe des ersten F-Jugend-Halbjahres erledigt. O.k. - nicht immer so richtig - aber Trauben gab´s auch nicht mehr.


    Das muss aber durchaus nicht durch Manndeckung passieren. Auch in der F-Jugend verstehen Kinder, dass man einen Gegner, der sich an einer ungefährlichen Stelle befindet, nicht decken muss. Natürlich geht das auch mal in die Hose, aber das Prinzip verstehen sie. Und sie verstehen auch, dass man sie in Tornähe dann halt doch in Manndeckung nimmt. Das Kommando "Bleib bei Deinem Mann" muss dann natürlich tabu sein. Ansonsten nehmen sie ihn sogar bei eigenem Ballbesitz in Manndeckung.


    Zweifel habe ich allerdings an Andres Idee mit der "Lauerstellung". Dieses Warten auf den verlorenen Zweikampf des Mitspielers bzw. auf den Pass des Gegners ist ja eine Vorstufe zum Doppeln. Das erfordert Geduld und das richtige Timing. Da sehe ich in dieser Altersgruppe Probleme.

    Er teilte mir immer wieder seine Bedenken hinsichtlich der auf mich und der Mannschaft zukommenden hohen Niederlagen mit.Muss ja nicht sein.....und wenn schon.Ich werde die Kinder darauf vorbereiten dass sie es mit etwas älteren und stärkeren Gegner zu tun bekommen und dass das eine oder andere Spiel auch mal etwas höher verloren werden kann.

    Äähm... Warum eigentlich? Ihr seid dann doch nicht die einzige E-Jugend des jüngeren Jahrgangs in Eurem Kreis. Werdet Ihr nicht gegen andere E2-Mannschaften spielen? Tendentiell dürften das doch in den allermeisten Fällen die selben Gegner sein, die Ihr aus dem letzten Jahr als F1 kennt.

    Aus dem Slogan....NUR EINER GEHT AN DEN MANN....dürften sie automatisch darauf kommen, dass es wohl der Ballnaheste ist. Wenn die anderen lauern und sich hierauf -durch Spielintelligenz- öffnen bei Ballbesitz ....um dann ein Tor zu schiessen, ...dann dürften sich jede Menge Lerneffekte ergeben, ...was du ja auch schreibst. Gruß Andre


    Hmm - wie passt das denn zu dem Umstand, dass Kinder in dem Alter noch kein ausgeprägtes räumliches Sehen haben?


    Die meisten werden mit dieser Vorgabe nicht allzuviel anfangen können. Sie können in den meisten Fällen nicht einschätzen, wer der Ballnaheste ist. Erst recht nicht, wenn der Ball sich bewegt. In unserer F hätten das 4 von 10 Spielern hinbekommen. Und das halte ich schon für viel.

    Interessantes Thema.


    Ich habe von "Betroffenen" ähnliche Berichte gehört, wie Du. Hunderte oder gar tausende Kilometer an einem Wochenende zu fahren, ist da wohl nicht die Ausnahme.


    Einige Vereine sowohl aus D als auch aus NL holen die Kinder auch zum Training von Sammelpunkten ab. Speziell von Twente weiß ich, dass sie die Kinder auch weiterhin montags beim örtlichen DFB-Stützpunkt trainieren lassen.


    Ein wichtiger Unterschied besteht für mich darin, wann die Proficlubs mit all diesen Maßnahmen anfangen. Schaut Euch mal die Websites von F- oder E-Jugend-Mannschaften der Proficlubs an. Wenn man dann sieht, mit welcher Frequenz diese Mannschaften überregionale Turniere spielen, fragt man sich, ob die überhaupt noch ein Wochenende zu Hause verbringen. Ich dachte immer, dass der Fußball bei uns schon in großen Teilen den Familienterminkalender bestimmt. Aber wenn man ein Kind bei einem Proficlub hat,...


    Unser Proficlub in der Nachbarschaft wollte zu dieser Saison die D-Jugend auflösen. Bislang fängt man ohnehin erst mit der U13 an. Bei der U12 bildet man den Stützpunkt; die Spieler spielen aber weiter bei ihren Heimatvereinen.


    Das Vorhandensein eines NLZ beginnend mit spätestens der U13 ist aber wohl eine Lizenzauflage, so dass man diesen Weg nicht gehen konnte. Hätte ich durchaus sinnvoll gefunden. Erst ab der C-Jugend gibt es einen Spielbetrieb oberhalb der Kreisebene. Wenn die Spieler bis dahin in ihren Heimatvereinen spielen und parallel die DFB-Stützpunkt-Förderung erhalten, dürfte das die Kinder mindestens genauso weit bringen.

    Solche Situationen gibt es bei Kindern öfter als man denkt.


    Wenn ich einen Moment in meinem Oberstübchen krame, fallen mir sogar ein paar ein:


    • Bevor unser Ältester seine Karriere begann, war er bereits fußballverrückt. Im Garten, in seinem Zimmer, im Flur: Überall wurde der Ball rumgeballert. Ja, und im Verein Fußball spielen wollte er natürlich auch. Als dann das erste G-Schnuppertraining war, saß er am Rand und wollte nicht mitmachen. So ging das 3 Wochen. Dann, als er gesehen hatte, wie alles abläuft, wollte er auch dabeisein. Das ist jetzt gut 5 Jahre her. Seitdem hat er, wenn es hoch kommt, 10 Trainings verpasst.
    • Unser Jüngster wollte nur zu Hause mit unseren Großen und mir Fußball spielen. Wenn er in den Verein ginge, dann nur in die Mannschaft unseres Großen. Naja - das ging natürlich nicht. Wir haben uns also darauf geeinigt, dass er zum G-Schnuppertraining geht und wenn´s ihm nicht gefällt, dreht er sich um und geht wieder. Bei der ersten Trinkpause rannte er zu mir und schrie schon von Weitem "Papa! Das mach total viel Spaß!"
      Mittlerweile müssen wir ab Freitag täglich die Frage beantworten "Wie oft muss ich noch schlafen bis wieder Training ist?" Training ist donnerstags...
    • Mir fällt da noch eine Situation aus dem Kindergarten ein. Eines Morgens klagt der kleine Racker über Bauschmerzen. Irgendwie kam meiner Frau das aber komisch vor. Nach einigem "Bohren" stellte sich heraus, dass im Kiga gerade das Thema "Gesundes essen" dran war. Und heute war der Tag, an dem das alles (Rohkost) auf den Tisch kam. Am Vortag hatten die Kinder gemeinsam geschnippelt. Er hatte jetzt Angst, dass er irgendein Gemüse essen müsse, das er nicht mag. Die Bauchschmerzen nahm ich ihm durchaus ab. Wir Erwachsenen würden sagen "Das ist mir auf den Magen geschlagen" oder "Das kommt mir auf´s Bett".


    Das sind nur ein paar Beispiele, wie Kinder mit unbekannten Situationen umgehen können. Für uns Erwachsene sind diese Situationen vollkomen trivial - für Kinder können das aber ernste Probleme sein.


    Und gerade sensible Kinder können sich da in etwas hineinsteigern. Was da hilft? Auf jeden Fall die hier schon beschriebenen unterschiedlichen Wege, das Kind behutsam an die unbekannte Situation heranzuführen.


    Um Verständnis zu entwickeln, hilft es sich mal selbst daran zu erinnern, wie man sich vor unbekannten Situationen fühlen kann: Vielleicht vor Prüfungen, vor Vorstellungsgesprächen, vor der eigenen Hochzeit ?(, vor wichtigen beruflichen Terminen usw...
    Da haben Erwachsenen auch manchmal ein flaues Gefühl im Magen. Der Unterschied zu Kindern ist halt, dass wir gelernt haben, rational damit umzugehen.

    SabineMö


    Blöde Frage: Über welche Altersgruppe reden wir hier eigentlich? Bist Du Bambini- oder U8-Trainerin? U8 ist jüngerer F-Jugend-Jahrgang.


    Wenn es um Bambini geht: Das wirst Du wahrscheinlich gar nicht hinbekommen. Spar Dir die Mühe und spiele mit ihnen beim Training.


    Wenn es um eine jüngere F-Jugend geht: Du kannst im Trainingsspiel mal ab und zu einfrieren und ihnen zeigen wie groß der Platz doch ist während 12 Spieler auf 10 qm stehen.

    Zunächsteinmal zur Ursprungsfrage: Nein, das ist absolut nicht in Ordnung, dass er nicht spielt. Nachvollziehbare Abwesenheit aus schulischen Gründen darf nach meinem Rechtsempfinden keine Auswirkungen auf die Spielzeit haben.


    Was macht der Trainer denn, wenn mehrere Spieler aus einer Klasse in seiner Mannschaft spielen...? Im letzten Mai waren 60% unserer Spieler gleichzeitig auf Klassenfahrt...
    Und wenn jemand 30 Minuten vor dem Training anruft und sagt, dass er noch bei den Hausaufgaben sitzt oder für eine Klassenarbeit lernen muss und deshalb nicht zum Training kommt, spielt der auch (natürlich, nur wenn das die Ausnahme ist). Schule ist nuneinmal wichtiger als Fußball.


    Es scheint da aber noch mehr, quer zu laufen: Warum ruft er Dich an, um zu sagen, dass Dein Sohn nicht spielt. Warum sagt er das nicht Deinem Sohn?
    Und noch viel wichtiger: Warum spricht er darüber nicht mit Deinem Mann? Das ist doch ein elementares Thema, über das sich Trainer und Co-Trainer einig sein müssen. Ist Dein Mann nur zum Bälle-Schleppen und Hütchen-Aufstellen dabei?


    Du sagst:


    Zitat

    mein Mann
    ist der co Träiner kann sich da aber nicht ein mischen


    Warum? Wer, wenn nicht der Co-Trainer?

    • Grundsätzlich müssen
      die Kinder lernen, selbst zu entscheiden!


    Um selbst entscheiden zu können, müssen sie die zur Verfügung stehenden Alternativen kennen und anwenden können. Sonst können sie nicht entscheiden.


    Zitat

    Der Dfb schreibt etwas von ....Techniken beibringen und schreibt nicht....du darfst nicht Passenüben....aber schreibt.....mit meinem Worten.....für den Bereich F und E.....wenig am Rand während des Spiels einrufen.....und nichts einfordern.


    Techniken beibringen. Damit sind für mich einige Techniken passend zu den Ausbildungsthemen der Altersklasse gewünscht. Techniken beim Dribbeln, Torschuss, Ballannahme und Ballmitnahme und auch Passtechniken.

    Ich sehe nicht den Zusammenhang zwischen Passen und Reinrufen. Für mich heißt das zusätzlich, dass ich die Technik in eine Spielform verpackt übe. Das sehe ich als altersgerecht an.

    Zitat

    Um zu verdeutlichen was ich sagen will....


    um zu erkennen, was für die Praxis gemeint ist, sollte man nicht nur bei der F und E in der Onlinebank dort schauen, sondern man muß dabei für alle dort beschriebenen Altersgruppen mal schauen und studieren. Mach das mal und du wirst bei wachem Auge erkennen, dass dort die Steigerungen von Altersgruppe zu Altersgruppe das belegen, was ich z.B. bei meiner Interpretation von dem dort gelesenen hier propagiere. :!:


    Hieraus resultierend komme ich zum Ergebnis (im Bezug auf die Angelegenheit: Passen in der F), ....die Technik des Passens zu üben ist, ...hierzu muß ich das Passspiel üben, ....aber nicht als Gruppentaktik, sondern als Individualtaktik. Bedeutet für mich, ....sie können technisch passen, weil man es schult und dürfen dieses beim Spiel selbstverständlich praktizieren....nur der Trainer darf es im Sinne eines schönen Zusammenspiels (Passspiels....Onetouchfußball) nicht abverlangen.


    Ich würde den taktischen Aspekt dabei nicht überbewerten. Zu einem Pass gehören nunmal immer 2 Spieler: Einen; der ihn spielt; einer, der ihn bekommt. Wollen wir das schon Gruppentaktik nennen?


    Zitat


    Z.B. empfehle ich hier auf Soccerdrills die Übung des Viererkurzpasses für die E oder eine leistungsstark besetzte F. Schwierige Übung mit Koordinationskarakter, ob für F-Linge machbar...bezweifel ich, ...weil sie die Technik meist nicht so gut beherrschen, ....wegen den oben benannten Gründen. Das sieht in der E meist anders aus, ....deswegen meine Kritik an den Dfb, ...hier die Altersgruppen zu trennen. Macht aber nix, ...weil der pfiffige Trainer weiss das und erwartet hier nicht allzu viel, ...weil es sollte ihm hier noch egal sein, ...denn das Ergebnis ist ihm möglichst egal...und er fordert es gem. Empfehlung Dfb im Spiel nicht ab.


    Es sind also ein Stück weit eigene Interpretation dabei, teilweise entstanden durch die Diskussion hier im Forum, aber grundsätzlich auch an der Philosophie und der Logik des Geschriebenen (Traineronlinebank DFB, ...Kriterien zur Altersgruppe) "angeheftet".


    Abschließend sei nicht unbenannt, das eindeutig ...auch bei der Trainerausbildung -soweit mir bekannt- zwischen Individual,- Mannschafts.- und Gruppentaktik unterschieden wird. Das Passspiel ist für mich Gruppentaktik. Das trainiere ich -aus meiner Sicht u.a. dann, wenn z.B. Unterzahl.-und Überzahlspiel oder auch mit Ballkontaktübungen trainieren lasse. Das wären entsprechend keine Ziele der F und eigentlich auch der E. Die Passtechnik zu üben ...gehört für mich in den Bereich der Individualtaktik und danach ende ;) ....Gruß Andre


    Den Viererkurzpass haben wir im letzten F-Jugend-Halbjahr ins Training eingebracht. Beim 2. Mal klappte die Übung schon ganz gut.


    Wie oben schon gesagt - den taktischen Aspekt sehe ich da gar nicht so.


    Es ist mir wirklich wichtig, nach DFB-Vorgaben zu arbeiten. Und das erst recht WEIL ich NICHT lizensiert bin.


    Eine DFB-Veröffentlichung die besagt "Lass das Passen in der F sein" habe ich bislang aber nicht gefunden. Ganz im Gegenteil. Für mich heißt das: Die Grundtechniken Dribbling, Passen, Ballkontrolle sind in der F mit gleicher Priorität/Intensität zu behandeln und spielerisch zu vermitteln.


    Unterschied zwischen F und E ist lediglich der Schwierigkeitsgrad. In der F sind es halt die ganz leichten Dinge; in der E wird´s schwieriger.


    Die aktuelle Einheit auf Training-online ist übrigens kein Ausrutscher. Wenn Du im Archiv für F-/E-Jugend nach Pass-Spiel suchst, hast Du 132 Treffer...



    Wenn jemand eine DFB-Veröffentlichung kennt, die etwas anderes aussagt: Her damit. 8o

    trotzdem will mir keiner meine frage beantworten. muss ich hierfür einen neuen fred aufmachen oder was is? nu los, getz, ma ma hin!

    Ich finde die Frage von siebener durchaus berechtigt und ergänze sie noch um Was meint der DFB mit "Spielerisches Kennenlernen der Grundtechniken (Dribbeln, Passen, Ballkontrolle)"?
    Ist das wirklich alles, was der DFB zu diesem Thema sagt? Ich fühle mich als in einem dem DFB-angehörigen Verein tätiger Trainer den DFB-Vorgaben durchaus verpflichtet - aber wenn dieser Satz alles ist, was der DFB mir dazu bietet - sorry, das hilft mir nicht weiter. Da kann ich alles und nichts reininterpretieren.


    Sind diese 40 Seiten mit dem Titel "Der weite Weg zum Erfolg" wirklich das ganze DFB-Ausbildungskonzept? Gibt´s dazu auch noch ein Feinkonzept? Auf Seite 16 wird geklärt "Was wollen und können Bambini?"; auf Seite 32 lernen wir "Wie stabilisieren Spitzenfußballer ihr Top-Niveau?". Und dazwischen ist dann die gesamte Ausbildung erklärt. Ich will gerne die DFB-Vorgaben einhalten - aber wo finde ich sie?


    Unter Tipps vom Autor findet man bei der aktuellen Trainingseinheit übrigens folgenden Text:
    http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=519957

    Zitat

    Zu dieser Trainingseinheit
    von Jörg Daniel (26.10.2010)
    Viele Wiederholungen machen das Erfolgsrezept bei der Schulung des Passens und Schießens aus. Um dabei den Kindern jedoch auch ein motivierendes Training bieten zu können, gilt zudem ein weiteres Prinzip: Das Zusammenspiel und den Torabschluss immer wieder in Spielformen schulen! Dabei sollen die Spieler stets selbst entscheiden dürfen, ob sie das Zusammenspiel suchen oder lieber mit einer Einzelaktion zum Abschluss kommen wollen. Die Spielfeldgröße so wählen, dass der Ball nicht zu schnell ins Aus gespielt werden kann. Kommen trotzdem nicht ausreichend Passkombinationen zustande, können diese mit einer Reduzierung der erlaubten Kontakte zusätzlich gefördert werden.

    Ich wiederhole: Es handelt sich um die aktuelle Einheit für F- und E-Junioren.


    Wenn ich mich richtig erinnere, Andre, hattest Du bzgl. der Frage F-Jugend und Passspiel im Training mal den DFB angeschrieben.


    Unterfordertes Supertalent!


    Hat man Dir inzwischen geantwortet?

    Foollkao,


    der Threadschreiber benannte, dass ihm die Abschlusspielchen des Dfb einfach zu langweilig waren und bezog das auch auf seine Spieler. Er suchte als Trainer der F nach interessanteren Themen bzw. Aufgabenstellungen im Abschlussspiel für die F. Als er darauf mehrfach angesprochen wurde, gab er an, sich ja immer an die Dfb-Philsophie gehalten zu haben. Das wäre für mich unkorrektes Handeln, weil es gegen die Jugendarbeit ist. Eigentlich diskutieren wir doch nicht mehr darüber, dass die Altersziele eine gute Sache sind oder besteht hier noch bedarf,....dann sage es.

    Nee - da bin ich grundsätzlich schon bei Dir. Offensichtlich liest aber jeder etwas anderes aus dem DFB-Konzept, was denn eigentlich die jeweiligen Altersziele sind.Wenn ich lese "Spielerisches Kennenlernen der Grundtechniken (Dribbeln, Passen, Ballkontrolle)", dann heißt das für mich "Zeige/Übe wie es geht und verpacke es in eine Spielform". Wenn ich so handel, mache ich das in der Überzeugung gemäß DFB-Konzept zu handeln.

    Nö - jede Seite dieses Dokumentes ist mit "Konzeption" überschrieben. Das ist genau das Ding, das Sammer damals als Ausbildungskonzept vorgestellt hat. Du verlinkst auf Training-online. Da wird F- und E-Jugend sowieso in einen Topf geworfen.

    Zitat

    und wie es umzusetzen angedacht ist. Auch dort steht nur etwas von "grober" Taktikschulung im Bereich der Individualtaktik. Das mit dürfte der technische Pass gemeint sein, sprich....wie passe ich....Fußstellung, Körperhaltung usw. und nicht das Passspiel an sich. Das fängt halt in der E, vielleicht sogar erst in der D an. Darüber würde ich noch streiten. Die F ist altersgemäß sehr viel frei spielen zu lassen. Das ist die dortige Kernaussage.

    "Damit dürfte der technische Pass gemeint sein" - Du interpretierst das so. Aber wie das bei interpretationsfähigen Aussagen so ist, kann man sie auch anders interpretieren. Ich bin der Ansicht, was man technisch erlernt, soll auch möglichst in einer Spielform im Training angewandt werden.

    Vielleicht bin ich ja nur zu blöd...


    Aber wenn vom DFB-Ausbildungskonzept gesprochen wird, ist doch dieses Dokument gemeint, oder?


    http://www.dfb.de/uploads/media/dfb_rtk_flyer_A4_quer_01.pdf


    Unter Ziele der F-Jugend lese ich da "Spielerisches Kennenlernen der Grundtechniken (Dribbeln, Passen, Ballkontrolle)".
    Ist eine Kontaktbeschränkung denn nicht genau das? Ein spielerisches Anwenden der Grundtechnik Passen?
    Da steht übrigens nicht, dass die genannte Reihenfolge die Prioritäten widergibt. Insofern habe ich bis heute noch keine DFB-Veröffentlichung gefunden, die besagt, dass das Passspiel erst Thema der E-Jugend ist. Das lese ich nur hier immer wieder.
    Ob man diese Beschränkungen ins Abschlussspiel einbauen sollte, darüber kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Das finde ich aber auch gar nicht so wichtig. Unstrittig ist aber wohl, dass der größere Teil des Abschlussspiels ohne Beschränkungen ablaufen sollte.


    Um zum ursprünglichen Thema zurückzukommen :D
    Der Threadersteller hatte ja schon gesagt, dass er die Varianten im Ursprungsbeitrag nicht nur auf die F-Jugend beschränkt sehen will.


    Folgende Spielregeln habe ich in der F- oder E-jugend (aber nicht unbedingt im Abschlussspiel) erprobt:

    • Die verteidigende Mannschaft stellt 2 Spieler ins Tor; die angreifende Mannschaft spielt ohne TW.
      Diese Überzahl für die angreifende Mannschaft führt zu geringem Gegnerdruck, sodass die vorher gelernte Passtechnik in einer spielnahen Situation geübt werden kann.
      Die verteidigende Mannschaft erkennt meist schnell, dass Manndeckung sinnlos ist und versucht, die Räume zuzustellen.
      Nach Ballverlust/Ballgewinn muss dann schnell umgeschaltet werden.
    • Tore nach vorheriger Finte zählen doppelt. (Evtl. auch nach einer speziellen vorher geübten Finte).
    • Kopfballtore zählen doppelt.
      Vollkommen ohne Sinn in dieser Altersgruppe - Kopfballspiel war vorher auch nicht Thema - den Jungs hat das aber Riesenspaß gemacht.
    • Direktabnahmen zählen doppelt
    • Mit Hütchen einen Bereich im Spielfeld markieren, duch den der Ball nicht gespielt werden darf. Z.B. einen Bereich in der Spielfeldmitte. So wird dafür gesorgt, dass der Ball über außen ins Spiel gebracht wird.
    • Spiel auf 2 Minitore. Hinter jedem Tor ein Trainer mit 2 unterschiedlichen Hütchen. Die Mannschaften bekommen keine festen Tore zugeordnet, sondern feste Farben. Die Farben der Hütchen auf den Toren wechseln aber. Sehr lustig, wenn die Spieler sich über ein Tor freuen und dann merken, dass es ein Eigentor war, weil das Tor gerade die andere Farbe hatte. Kopf-Hoch-Koordinationsübung.


    Mit dem Begriff "einfach" tue ich mich beim DFB immer recht schwer. Wenn man sich die Einheiten unter Training Online ansieht, sind die für die jeweilige Altersgruppe doch schon recht anspruchsvoll.


    Ich befürchte, wenn die "einfach" sagen, sind Dinge gemeint, die wir nie vermuten würden.


    Die Vorschläge von Ranwie kann ich nachvollziehen. Zusätzliche Tipps: Körper im Zweikampf zwischen Ball und Gegenspieler bringen, nicht an der Außenlinie/Eckfahne einkeilen lassen...


    Andre, Du bist doch sonst nicht so blauäugig. Oder muss man das hier eher königsblauäugig nennen? :D


    Nur weil der sagt, wir machen das anders -aber kindgerecht- muss das noch lange nicht stimmen.


    Kindgerecht wäre für mich, wenn die Profi-Clubs in ihrer Jugendabteilung erst mit der D-Jugend anfangen.

    Zu dem Vorschlag von Steini ( Handball mit Punktesystem bei gefangenen Bällen) : Hier würde ich zusätzlich noch den "flachen" (nicht über Kopfhöhe!) Paß fordern, so dass die Kinder lernen, aus dem "Deckungsschatten herauszutreten. Sonst würde es in dieser Form für mich keinen Sinn machen. Ob es eine Übung für eine F-Jugend ist, muß jeder selbst entscheiden, da er seine Kinder am besten kennt. Ich selbst tendiere zur Meinung von TRPietro.


    So wie Steini sie beschrieben hat, halte ich die Übung auf jeden Fall für F-Jugend-geeignet. Eigentlich ist es nämlich eine Koordinationsübung (laufen, fangen, werfen, wahrnehmen - evtl. noch mit unterschiedlichen Bällen). Wir haben sie in ähnlicher Form auch schon öfter gemacht. Und das ist genau das, was ich unter dem von Steini benannten ganzheitlichen Training verstehe. Diese Koordinationsübung kann durchaus eine Vorbereitung auf ein späteres "Spiel ohne Ball" sein.


    Mit der von Dir, Karl, beschriebenen Verschärfung macht man dann den nächsten Schritt. Und - da gebe ich Dir Recht - damit dürfte sie dann für eine F-Jugend schon nicht mehr geeignet sein.