Beiträge von Follkao

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    Das Lehrbuch stammt aus 2005, das Ausbildungskonzept aus 2007....


    Das Lehrbuch spricht die F, E und D an, .....im Ausbildungskonzept....wird jede Altersgruppe auseinander gebröselt.....was ich gut finde, weil es mehr ins Detail geht und jedes Altersjahr bestimmte Entwicklungen mit sich bringt, denen man sich auf Grund der Möglichkeiten der meisten Spieler so anpassen kann.

    Ich habe dieses Buch auch.
    Hier werden E- und D-Jugend in einen Pott geworfen. An anderer Stelle (Training und Wissen online) wird F und E in einen Pott geworfen.
    In diesem Buch steht aber auch manch Unsinn... Blätter mal von der von Dir zitierten Seite eine Seite weiter: Unter den Überschriften

    • Positionstausch hier und da ja, aber keine Rotation
    • Ein- und Auswechseln: Lassen Sie die Stoppuhr weg
    • Talente und weniger Begabte: Finden Sie Kompromisse

    dürftest Du Deine (und auch meine) Einstellung nur zum Teil wiederfinden.
    Da steht z.B. "Im Sinne einfacher Spielbedingungen sollten die Kinder auf ihrer starken Seite spielen [...] Talentierte oder beidfüßig versierte Spieler sollten Sie durchaus auch auf der schwächeren Seite fördern." Wie gesagt - wir reden hier von E/D-Jugend.


    "Kinder, die sportlich einfach nicht mithalten können, sollten Sie auf keinen Fall links liegen lassen. Wenn es sie mit Freude erfüllt, ein Trikot tragen und der Gemeinschaft angehören zu dürfen, müssen sie ja noch lange nicht genauso viel Einsatzzeit im Spiel bekommen wie die stärkeren. Beanspruchen weniger Begabte ihrem Spieltrieb folgend gleiche Spielzeit, versuchen Sie diesem Wunsch nachzukommen, indem Sie bei den anderen Kindern um Verständnis dafür werben..."


    Es handelt sich um ein Lehrbuch des DFB von 2005...

    Zitat

    Violett und Follkao,


    was bedeutet das denn für z.B. Euch beide. Es ließt sich nun, als kotzt Euch die Empfehlung des Dfb an. Was macht ihr denn nun so, würde mich mal interessieren.


    Konkret, ....erwartet....oder besser gesagt, fordert ihr das Passspiel als Bestandteil des Spiels in der Altersgruppe - nun im Wissen um die Nachteile (ich gehe davon aus, dass ihr das was ich als Nachteile gem. Dfb bezeichne kennt, denn sonst könntet ihr es schließlich nicht beurteilen und bewerten, ...richtig?) bereits bei der F und auch E oder akzeptiert ihr das und findet die Angaben des Dfb einfach mißverständlich und irgendwo larifari....?

    Die Empfehlung des DFB kotzt mich nicht an. Ich finde sie grundsätzlich richtig. Was mich nervt, sind die unterschiedlichen und manchmal sogar widersprüchlichen Empfehlungen des DFB. Wenn Du in Lehrbuch, Training online und Ausbildungskonzept schaust, wirst Du zu manchen Themen drei unterschiedliche Meinungen lesen. Wenn ich mir jetzt eine x-beliebige DFB-Veröffentlichug rauspicke, kann ich damit sogar begründen, dass manche weniger spielen (s.o.). Das finde ich schlecht, hat aber sicherlich auch damit zu tun, dass man seine Veröffentlichungen beim DFB nicht auf dem aktuellen Stand hält.
    Ich finde die DFB-Veröffentlichungen nicht klar genug. Gerade dieser Thread zeigt ja, wie man manche Formulierung vollkommen unterschiedlich interpretieren kann.
    Ferner habe ich den Eindruck, dass der DFB seinen Fokus auf die Spitze und nicht auf die Breite legt. Wenn Du Dir das Ausbildungskonzept "Der weite Weg" anschaust, ist da auf ein paar Seiten der Weg vom Minikicker zum Weltklasse-Profi dargestellt. Ist ganz einfach :D Auf "dem weiten Weg" gibt es keine Kreuzungen. Er führt geradeaus nach oben.


    Ich fordere das Passspiel nicht ab. Ich trainiere es aber durchaus. Passen ist eine Grundtechnik. Die Grundtechniken sind Thema in F und E. Das technisch Geübte wird dann in einer Spielform angewendet.
    Dribbling ist auch eine Grundtechnik. Also machen wir das da genauso: Üben und in einer Spielform anwenden.


    Die Kinder sollen lernen, zu entscheiden. Das hört man (auch hier im Forum) immer wieder und das sehe auch ich so. Um entscheiden zu können, muss ich aber die unterschiedlichen Alternativen kennen und anwenden können.


    Also: Ich fordere das Passspiel nicht ab. Ich gebe ihnen aber das Handwerkszeug an die Hand, mit dem sie die Entscheidung zwischen Dribbling und Passspiel selbst treffen können. Manchmal entscheiden sie richtig und manchmal nicht. Das ist aber kein Problem. Selbst Profis treffen da oft genug die falsche Entscheidung. Die richtigen Entscheidung werden aber immer häufiger. Manchmal (aber selten) frieren wir auch ein, um in Ruhe die unterschiedlichen Alternativen darzustellen.


    Wir ermuntern vorm Spiel zu passen und zu dribbeln. Beides ist von uns gewünscht. Und ich interpretiere die DFB-Veröffentlichungen so, dass beides Altersziel ist. Also wurde auch beides seit der F-Jugend gelernt. Der Schwierigkeitsgrad nimmt aber zu.

    Also wir spielen auch auf dem Halbfeld und 3-1-3, da sehe ich eigentlich keinen zentralen Mittelfeldspieler, dem die langen Bälle über seinem Kopf hin- und herfliegen (D-Junioren mit Mittellinienregel). Liegt vielleicht an der aufgehobenen Mittellinien-Regelung bei euch? Ansonsten sollte der Mann in der Zentrale doch Spielgestalter sein und so ziemlich die meisten Ballkontakte mit haben.
    Bei uns gilt ab der D die Mittellinienregel, in der E habe ich das von dir beschriebene "Kick and Rush" leider auch schon oft gesehen, speziell beim älteren Jahrgang. Der Verband argumentiert aber, damit wäre das Spiel schneller. Ich meine, das ist Mumpitz, lieber sollen die Kinder lernen, von hinten heraus zu spielen.

    Eine Mittellinienregel gibt es bei uns nicht. Diese langen Bälle werden aber sowohl von den Torhütern als auch von den Abwehrspielern gespielt. Liegt m.E. einfach daran, dass der zentrale Mittelfeldspieler zugestellt wird. Dann fehlt die Anspielstation im Mittelfeld und die Kugel wird nach vorne gepöhlt.
    Damit das funktioniert, muss einer aus der Abwehrreihe aufrücken oder einer (besser 2) aus der Sturmreihe sich fallen lassen. Aber können wir dann noch von 3:1:3 reden...? Und sind solche Dinge dann nicht zu viel an Taktik in der E-Jugend?

    Prinzipiell können Kinder komplexe spieltaktische Zusammenhänge noch nicht erkennen bzw. begreifen. Bei E-Junioren empfihelt es sich deshalb, nicht mehr als die Spielposition und das Anbieten und Freilaufen zu erklären.

    Anbieten... Freilaufen... Gruppentaktik?
    Das ist wieder so ein Beispiel, wo der DFB in seinen Veröffentlichungen nicht konsequent ist. Anbieten und Freilaufen kann man einfach nicht aus dem 1:1 heraus lernen.


    Zum Spielsystem: Bei uns wird in der E-Jugend 7+1 auf Halbfeld gespielt. Von den Nachbarkreisen weiß ich, dass es dort genauso ist. Gut finde ich das nicht. M.E. ist das Feld dadurch nämlich zu breit. Je nach Platz hat man da teilweise ein quadratisches Feld. Na ja... Wie auch immer...
    Der Vorschlag, mit einem 3:3-System zu spielen, hilft mir da allerdings nicht viel weiter... Von Verbandsseite favorisiert man angeblich ein 3:1:3. Wenn ich Mannschaften sehe, die das spielen, sehe ich oft einen zentralen Mittelfeldspieler, der beobachtet, wie die langen Bälle über seinem Kopf hin- und herfliegen...

    Zitat

    es sei denn, der Gegner bietet ebenfalls drei Spitzen auf

    Wenn beide im 3:3 spielen, ergeben sich von selbst Pärchen.

    Als ich gestern Abend diesen Thread las, fragte ich mich, wie ich wohl reagiert hätte, wenn ich mit einer solchen Situation kurz vor dem Spiel konfrontiert worden wäre.


    Wenn ich am Schreibtisch vor dem Rechner sitze, weiß ich sehrwohl, was die beste Reaktion gewesen wäre. Aber hätte ich es auch gewusst, wenn wir -na sagen wir- 1/2 Stunde vor dem Anpfiff sind und die Jungs sich schon warmmachen? So habe ich zumindest die von Harri geschilderte Situation verstanden.


    Harri, wahrscheinlich war Deine Reaktion aus pädagogischen Erwägungen falsch. Auf der anderen Seite wolltest Du den Kindern die nächste Abreibung am Montag ersparen und hast entsprechend pragmatisch gehandelt. Verwerflich ist das nicht.



    Was muss man mit 8/9-Jährigen machen, dass sie zu einem solchen Vorgehen fähig sind? Ich komme aus dem Kopfschütteln nicht raus...

    Nunja geht um meinen eigenen der ist 2. Jahr D Jugend und kommt im Sommer in die C-Jugend, wo er aber jetzt auch mitspielt. Hatte da jetzt ein Spiel und mir fiel wieder auf, wie das schon damals war, als er von der E in die D Jugend, 1. Jahr kam....


    Jetzt hat er einmal C mitgespielt und da war es wieder so. Hatte zwar ein paar gute Aktionen durch Passkombinationen, gespielte Pässe oder 2 Torchancen wo er geschickt wurde, aber so kämpferisch kam nicht viel. War schon motiviert, griff auch an, aber irgendwie halbherzig ohne nachsetzen,...


    Muss natürlich auch sagen das die Gegenspieler ein Jahr bis 2 Jahre - 8 Monate älter waren u.a sein Gegenspieler. Hab mir auch schon überlegt ob ich zuviel erwarte,...




    Was erwartest Du von ihm? Die Gegner dürften ihm tendentiell körperlich überlegen gewesen sein. Ist es da verwerflich, wenn er im "Infight" Respekt hat...?





    Respekt, Andre. Wenn Dein Sohn in diesem Alter diese Entscheidung alleine und mit so viel Weitsicht trifft, musst Du in der Vergangenheit ´ne Menge richtig gemacht haben.

    Ich komme ja aus Niedersachen und in unseren Kreis wird die Einführungen
    von 9er Feld in der D immer noch heiß diskutiert und da ist nocht nichts endschieden.
    ...


    Hat da jemand Argumentationshilfen, jenseits von "ist besser für die Entwicklung von spielerischen
    Fähigkeiten"?


    Danke!

    Ist das nicht eine Entscheidung des DFB-Bundestages und damit für alle bindend? Das muss doch für alle Kreise gelten und somit hat auch niemand einen Nachteil dadurch...

    Naja, dass nicht mit den Jungs duschen halte ich für übertrieben. Ich dusche zwar selbst nicht mit der Mannschaft, da ich nach dem Jugendtraining noch Erwachsene trainiere, kann mich aber erinnern, dass meine Trainer in der F-, E-, D-, C-, B- und A-Jugend auch ab und an mitgeduscht haben, vorallem nach Waldläufen etc...


    Finde daran gibt es nichts auszusetzen und ich halte es sogar für Förderlich im Hinblick auf die Vorbildfunktion (Hygiene: nach dem Sport muss geduscht werden).

    Es geht dabei vornehmlich um Selbstschutz. Man soll mir nix nachsagen können...

    Ich finde Follkao`s Worte sehr treffend, ....da muß mehr von oben kommen. Diesen Ball nehme ich mal auf und sage, dass man im Fußball immer so vorsichtig bei Neuerungen aggiert. Man macht das, weil so viele Köche den Brei machen und unten im Tal....könnten ja die Trainer davon laufen.


    Ich weiss nicht, ob Follkao das so auch meinte, ...ich schon...ich würde mir mehr Druck von oben wünschen. Sollen sie doch unten motzen und schimpfen, ..egal...da kräht nach weniger Zeit niemand mehr...so war es schon immer und das überall...im Betrieb, in der Politik usw.

    Ja, Andre - in weiten Teilen wünsche ich mir das nach vorheriger Information über die Gründe genau so.

    Es ist schön, dass auch der NFV mal einen Schritt in die richtige Richtung geht. Die Tabellenabschaffung wäre aber ein deutlicheres Signal. Die Verantwortlichen sollten sich einfach mal die Mühe machen, mit offenen Augen eine Endrunde der G-oder F-Jugendkreismeisterschaft zu beobachten. Da herrscht teilweise eine regelrechte Anspannung. Ich glaube über die Dinge, die ich bei solchen Gelegenheiten erlebt habe, könnte ich ein Buch schreiben...


    Ohne Schiedsrichter aber mit Tabellen - ich befürchte, dass man da mehr statt weniger Ärger hat...

    Nee, Andre - so ganz sind wir da nicht einer Meinung. Schließlich spricht man hier vom freien Spiel mit Einschränkungen (Gruppengröße, Feldgröße und -für mich ganz wichtig- Art der Tore). Daraus folgen für mich Spielformen.

    @ Micha71


    Ich habe ähnliche Erfahrungen wie Du gemacht. Das liegt für mich daran, dass diese Einheiten besonders für eine jüngere F häufig sehr anspruchsvoll sind. Teils sind sie auch recht kompliziert zu erklären. Wir reden da von 6-7-Jährigen. Wir nutzen deshalb nur noch einzelne Übungen von Training-Online und stellen die Einheiten ansonsten aus unterschiedlichen Büchern, Soccerdrills und eigenen Ideen zusammen.

    Andre, selbst wenn deine Interpretation bezüglich der F-jugend richtig ist, so würde das darauf basierend bedeuten, dass in der E-Jugend freies Spielen absolut nicht mehr gewollt ist. Denn dort steht es nicht mit einer Silbe, im Gegenteil, das Wort frei ist ersatzlos gestrichen.
    ...


    Aber Andre, Ausgangspunkt war eine E-Jugend, und du hast auch hier permanent gesagt, in der E-Jugend nur "freies Spielen", stütze doch bitte diese Kernaussage mit Quellen.

    Ich übernehm das mal ;) (Seite 21 oben)

    Zitat

    Im Training der E-Junioren dominiert das freie Fußballspielen in kleinen Gruppen, auf kleinen Feldern und
    in immer neuen Varianten an Toren, um Spielfreude und Ideen der Kinder zu fördern. Daneben nimmt
    schrittweise das spielerische Kennenlernen aller wichtigen Basistechniken (in einfachen, aber stets
    attraktiven Organisationsformen) an Bedeutung zu!

    Also das Wort kommt durchaus noch vor...
    Aber was sehen wir eigentlich als freies Spielen an? "2 Tore, ein Ball, legt los"? Das wäre Straßenfußball. Im Straßenfußball spielen so viele mit, wie da sind. Und wenn 20 da sind, wird halt 10:10 gespielt. Auf Minitore oder Hütchentore würden Kinder nie spielen, wenn ein anderes Tor verfügbar ist.
    Aber nein: Kleine Gruppen, kleine Felder, unterschiedliche Varianten an Toren. Daraus ziehe ich den gleichen Schluss wie Paul: Das sind Spielformen. Und so praktiziere ich das auch. Das vollkommen freie Abschlussspiel nimmt innerhalb der 90 Min. Trainingszeit ca. 20 - 30 Min ein. Hinzu kommen Spielformen - und damit lande ich bei den 50%.


    Die Inhalte des Ausbildungskonzeptes finde ich gut. Die Ziele im Grundlagenbereich sind aus meiner Sicht für das durchschnitlich begabte Kind erreichbar. Sie sind für das durchschnittlich begabte Kind aber nicht mit jeder Methodik erreichbar.
    Andre, Dein DFB-Kontakt hat ja für die F/E-Altersklasse in Sachen Raumaufteilung als Methodik lediglich den Selbstlerneffekt aus dem 1:1 genannt.


    Wenn es wirklich diese Einschränkungen in der Methodik gibt (die aber im Konzept nicht genannt werden), dann habe ich Zweifel, ob dieses Konzept wirklich für alle ist. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Ersteller lange nicht mehr mit durchschnittlich begabten Kindern trainiert haben.

    Während man in einigen Kreisen schon in der F-Jugend-FPL spielt, wird bei uns noch ein F-Jugend-Kreismeister und anderenorts sogar ein Landesmeister ermittelt.
    Wenn dem DFB das Thema wirklich wichtig ist, ist es ihm aber noch nicht gelungen, die Landesverbände zu überzeugen.
    Man wird die Thematik mit einer Bottom-Up-Strategie nicht in die Fläche bekommen. Da muss auch mehr von oben kommen.


    Je mehr ich darüber nachdenke umso mehr komme ich zu dem Schluß, dass "einfach Spielen lassen" in der Extremform (z.B. ohne methodisches einfrieren im Rahmen eines Schwerpunktes) nix mit Ausbildung zu tun hat.

    Mit "einfach spielen lassen" habe ich bislang eher das Punkt- /Freundschaftsspiel verstanden. Also den Feiertag, nicht den Alltag.


    ich hinterfrage mein Tun nicht zuletzt auch durch seine Postings; ich trainiere meien jetzige F anderse wie damalige..
    noch nicht 100% ig so wie es Andre möchte, aber deutlich besser, wie wenn ich das Forum hier nicht kennen (und damit auch Andres Thesen) kennen würde !

    Da stimme ich Dir zu. Geht mir in einigen Bereichen ähnlich. Ich kann heute durch eine Einwechslung bewusst einen Finaleinzug verpassen - und es lässt mich kalt.

    Diese EInteilung F/E Jugend mit ihren Trainingseinheiten geht nicht tief genug , als dass damit dieses Thema hier bzw. die ganze Diskussion bzgl. KIFU-Merkmale bzw. freies Spielen im Training damit "abgedeckt" wird.


    Sprich, ich denke der DFB sollte sich da noch klarer mit ihrer Position bzgl. der richtigen Ausbildung im F / E Bereich zu erkennen geben.

    Hat das Thema beim DFB einen entsprechenden Stellenwert? Ich bin mir nicht sicher...

    Das ich den DFB schützen muss...


    Im Gegensatz zum Forum ist der DFB natürlich seinen Mitgliedern und den vielen Ehrenamtlern verpflichtet und kann vielleicht nicht immer das sagen, was er denkt.


    Um seine Konzepte wirklich schnell durchzusetzen und zwar klar und deutlich, müsste er seine Helfer an der Basis teilweise massiv auf die Anforderungen hinweisen und auch gegen große Widerstände durchsetzen, mit ganz klaren Vorgaben. Wenn diese nicht eingehalten werden, muss es Konsequenzen geben.

    Du musst den DFB nicht schützen. Wir gehören doch zu den Mitgliedern und Ehrenamtlichen. Ich sehe das eher so, dass wir ein Recht auf klare Konzepte haben.


    Natürlich schließt sich Ausbildung und Spaß nicht aus. Wo kämen wir denn da hin?

    Ja, so sehe ich das auch.


    Ich habe bei den Veröffentlichungen des DFB oft den Eindruck, dass sie gar nicht für die Breite gedacht sind. Seien es teils sehr anspruchsvoll formulierte Ziele, seien es anspruchsvolle Mustertrainingseinheiten: Ich bezweifel, dass man da immer das durchschnittlich talentierte Kind im Auge hat. Ich verurteile das gar nicht - aber es wäre gut, das auch entsprechend mitzuteilen.


    Ich kenne eine E-Jugend da hat 3/4 der Kinder ADHS, Übergewicht und/oder motorische Defizite. Sollen die nach den gleichen Zielen arbeiten wie eine E-Jugend eines Proficlubs?

    Gelungene Dribblings mit anschließender perfekter Passgabe ist natürlich die Königsdisziplin, deren Beherrschung wohl alles abverlangt, was es abzuverlangen gibt. Ob das für meine F nicht etwas zu viel ist, muss ich noch testen.

    Es muss kein perfekter Pass sein. Ich sehe das so, dass das Dribbling ja nicht Selbstzweck ist. Es wird abgeschlossen durch einen verlorenen Zweikampf, durch einen Torabschluss oder durch einen Pass. Insofern macht es für mich Sinn, dass all das auch im Training vorkommt.

    Dennoch nehmen in der Zwischenzeit ca.50% meiner Kinder den Ball und spielen ihn als Pass in die Gasse oder in den freien Raum. Ohne, dass wir das jemals trainiert hätten oder ich das auch nur ansatzweise abverlangt hätte. Sie tun es einfach. Problem: Da steht meist keiner und der Passgebende zuckt mit den Schultern. Das passiert inzwischen immer häufiger - obwohl wir das Dribbling und die Individualtaktik absolut im Vordergrund haben. Natürlich sind die Pässe oft nicht perfekt getimt, zumindest meine ich das zu sehen, da die meisten ja nicht verarbeitet werden.


    Ich schließe daraus zweierlei:
    1.) Die Kinder wollen Passkombinationen spielen und warten darauf, dass wir das trainieren.
    2.) Die Kinder müssen nach wie an der technischen Umsetzung des Passes arbeiten.

    50% machen das - das heißt natürlich auch, dass 50% das nicht machen...


    Die Pässe sind nicht richtig getimt. O.k. - es gibt Schlimmeres. Liegt das an der technischen Umsetzung oder daran, dass sie den Pass zwar technisch ganz ordentlich beherrschen aber nicht in einer Spielsituation anwenden können?
    Was ich damit sagen will: Manche trainieren den technischen Pass, verpacken das Gelernte danach aber nicht in eine Spielsituation. Einige finden irgendwann von selbst heraus, wofür das gut ist (in Deinem Fall die Passgeber) - andere finden das nicht von selbst heraus (in Deinem Fall die potentiellen Passempfänger).
    Wenn das Ziel heißt "technischer Pass", dann bedeuet das für mich nicht, den Pass von Hütchen rot zu Hütchen gelb spielen zu können.
    Für mich bedeutet das: Ball an- und mitnehmen können, ein paar Meter dribbeln, Pass spielen können - das sind genau die Grundtechniken, die in der F/E dran sind. Wenn man die Grundtechnik "Dribbeln" in einer Spielform verpackt trainiert, warum trainiert man dann nicht die Grundtechnik "Passen" in einer Spielform verpackt? Das heißt natürlich nicht, dass Du im nächsten Spiel von ihnen Passstafetten verlangst.
    Du findest unter DFB Training online reichlich TE dazu (allerdings teils auf einem recht hohen Niveau).

    Hemmt es oder hilft es?

    Klare Antwort :D : Keine Ahnung und kommt drauf an. ?(
    Wir frieren selten ein - und im Abschlussspiel so gut wie gar nicht.
    In welchen Situationen machen wir es dennoch? z.B. 3 gehen zum Ballführenden... "Guckt mal, wie viele Möglichkeiten der jetzt hat. Warum hat er die?" "Weil wir zu dritt zu ihm gehen."


    Oder: Einer ruft und will angespielt werden (besonders beim 2:2 oder 3:3 auf Minitore) steht aber im Deckungsschatten. "Bist Du wirklich anspielbar? Wo wärst Du tatsächlich anspielbar?"