Beiträge von Follkao

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    Diese Beschränkung auf ein Spiel pro Tag hat ja Gründe.
    Einer davon ist sicherlich körperliche Überlastung zu verhindern.


    Wie ist denn der weitere Ablauf bei einer schweren Verletzung des Kindes mit Langzeitfolgen? Dass. die Versicherung erstmal zahlt, ist klar. Könnte sie aber den Trainer in diesem Fall in Regress nehmen, indem sie argumentiert, dass bei der Verletzung Überlastung eine Rolle gespielt hat?


    Wenn wirklich etwas passiert, ist auch die Zustimmung der Eltern im Zwifel nix wert. Können sie (bzw. das Kind) Dich evtl. sogar wegen Schmerzensgeld rankriegen, indem man argumentiert nicht richtig aufgeklärt worden zu sein?


    Die Antwort darauf wirst Dir hier wahrscheinlich von niemandem juristisch fundiert bekommen. Und wenn mir hier jemand sagen würde "Kannste mit aller Ruhe machen. Kein Problem", würde ich mich darauf bestimmt nicht verlassen...

    Bei uns ist das so geregelt:
    Wenn man auf einen sportlich errungenen Aufstieg freiwillig verzichtet bzw. wenn man freiwillig absteigt, hat die Mannschaft in der darauf folgenden Saison kein Aufstiegsrecht.


    Man macht das also nur, wenn der folgende Jahrgang definitiv für die höhere Klasse zu schwach ist.

    Leistungsfußball bzw. Leistungssport ergibt sich ja wohl aus dem dafür betriebenen Aufwand.
    Ich kann man mir nicht vorstellen, dass es im Jugendfußball außerhalb der Nachwuchsleistungszentren möglich ist, dauerhaft den für den Leistungsfußball notwendigen zeitlichen Aufwand zu betreiben.
    Für diesen Aufwand ist die Verzahnung zwischen Sport und Schule notwendig. Und diese Verzahnung dürfte im Wesentlichen in den Leistungszentren möglich sein.

    Keiner will die Leistungsschwächeren Kinder abschieben oder loswerden, aber wenn die Unterschiede in der Entwicklung zu groß sind, macht es doch vermutlich mehr Sinn in die 2.te oder 3.te Mannschaft zu gehen ? Aber aus Gesprächen mit anderen Trainern habe ich erfahren, wie problematisch dies ist - die Eltern denken dann gleich man will das Kind komplett loswerden und sidn beleidigt ! Häufig ist ein Kind in einer unteren Mannschaf besser aufgehoben, oder ? Habt Ihr diese Gespräche schon geführt - wie sind die Ergebnisse gewesen ?

    Das kommt ganz darauf an, wie das in Eurem Verein generell gehandhabt wird. Wenn der Verein ab einer bestimmten Aktersklasse (evtl. auch innerhalb der Altersklasse jahrgangsübergreifend) leistungshomogene Gruppen bildet, dann spricht nichts dagegen. Wenn das nur ein einzelner Trainer macht, ist das nicht o.k.
    Wenn man die Mannschaften so einteilt, kann man das m.E. aber nur zum Saisonbeginn machen.

    @ GladbachFan


    U14 eines Regionalligisten schreibst Du... Das ist ja die Klasse an der Schwelle zum Profitum.


    Wie lange ist Dein Sohn schon bei diesem Verein? War er in der U12 auch schon dort? Hatte er da das gleiche Problem?
    Gehen die Trainer mit den Mannschaften oder bleibt dieser Trainer im nächsten Jahr bei der C2, so dass Dein Sohn spätestens dann einen anderen Trainer bekommt? Ist das generell in diesem Verein (also auch bei den Trainern anderer Mannschaften) so, dass die körperlich stärkeren Spieler bevorzugt werden?


    Worauf ich also hinaus will: Handelt es sich beim Trainer Deines Sohnes um eine Einzelmeinung oder tickt der ganze Verein so? Könnte also irgendwann Besserung in Sicht sein?


    Ach ja: Ein Totschlagargument, wenn jemand behauptet, größere Spieler seien besser, ist "Bei Dir wären Messi, Lahm und Götze also durchgefallen."

    Da muss man sich aber auch mal an die eigene Nase fassen. Die Jung-Schiris brauchen Praxis. Fordert Ihr die Jung-Schiris Eures eigenen Vereins für die Spiele im Kleinfeldbereich an, für die keine Schiris vom Kreis angesetzt werden? Oder pfeift Ihr die Spiele selbst bzw. lasst sie von einem Elternteil pfeifen? Das wäre eine Möglichkeit, ihnen Praxis zu geben.


    Wer mal ein Spiel D-Jugend aufwärts (also mit Abseits) gepfiffen hat, weiß wie schwer das ist. Ich habe das ein paar Mal gemacht und gebe offen zu, dass ein großer Teil der Abseitsentscheidungen geraten sind.

    Unser Platz ist relativ lang. Heißt, dass das Halbfeld damit breit ist. Er ist damit ungefaähr so breit, wie anderenorts das Großfeld. 9-Jährige (jüngere E-Jugend) bekommen den Ball selten von der Außenlnie bis zum Tor.

    In der F-Jugend spielen wir auf dem von Dir benannten Feld 6+1.


    In der E-Jugend spielen wir auf Halbfeld 7+1.
    Ich finde das zu groß. Die Länge ist gar nicht da Problem. Mir ist das Feld aber zu breit. Wenn kaum einer einen Ball von der Seitenauslinie vor´s Tor bringen kann, ist das einfach zu breit.

    Na wir als Trainerteam, wer sonst?

    Das meine ich ja. Die Entscheidungskriterien müssen in jeder Mannschaft gleich sein. Nicht, dass Du mich falsch verstehst - ich kann mir Euer Problem gut vorstellen. Nach allem, was Du uns bisher erzählt hast, geht Ihr nach klaren, verlässlichen Regeln vor. Das finde ich gut. Ich weiß nur nicht, wie Du diesen Prinzipen in diesem Punkt folgen willst. Wonach bemisst sich die Platzreife eines Fußballers?

    Zitat

    Warum sollte das so sein? Das eine ist nicht die natürliche Konsequenz des anderen, denn die Regeln machen wir ja schließlich selber. Oberste Maxime bleibt: wer zum Spiel mitgenommen wird, der muss auch seine Einsatzzeit bekommen. Die Frage ist halt nur in welchem Rhythmus die Kinder zum Spiel mitfahren. Der Volleyballer gestern hatte es leicht, denn der konnte sagen: "wer keinen Aufschlag kann, den kann ich auch nicht mit zum Spiel nehmen." So einfach ist das. Und zeige mir den Basketballtrainer, der einen Spieler, der nicht dribbeln kann oder die Schrittregeln nicht beherrscht, in einem Punktspiel einsetzt. Beim Fußball lassen sich solche "Knock-Out"-Kriterien halt nicht so leicht definieren.

    Genau das meinte ich oben.

    Zitat

    Wir versuchen hier möglichst immer fair zu sein. Dabei richten wir unser Augenmerk zumeist auf die Schwachen. Das ist im Grunde ja auch okay. Die Frage ist nur, ab wann man nicht mehr fair mit den anderen Kindern umgeht.


    Noch einmal: ich spreche hier nicht von Kindern, die so lala sind, sondern von Kindern, die kaum in der Lage sind aus dem Stand einen ruhenden Ball zu treffen. Da muss man sich wirklich die Frage stellen, ob die Voraussetzungen zur Ausübung dieser Sportart in einem Wettkampf gegeben sind...

    Ich würde vielleicht eine "Mindestmittrainierzeit" für Neueinsteiger definieren. Z.B.: Neueinsteiger trainieren 3 Monate nur mit und kommen dann mit zum Spiel.
    Bringt´s das? Keine Ahnung. Ist nur so eine Idee.

    ...Wenn sie das nicht tun, würde ich befürchten, dass, sobald der Gegner in Ballbesitz gerät, es ein paar Sekunden dauert, bis jeder begriffen hat, dass er sich jetzt seinen Mann suchen muss. Und dann geht die große Suchereri los, keiner kümmert sich um den Ball, und der Gegner ist längst vorm Tor, bevor jeder meiner Spieler seinen Mann gefunden hat. Evtl. gibt es den sogar nicht mehr, weil er in der Zwischenzeit ausgewechselt wurde..

    Momentan in der Herbstrunde sind wir auch in der Situation, dass manche Gegner gegen uns Beton anrühren, damit sie keine Packung kriegen. Wenn´s eben geht, versuchen wir das ohnehin zu verhindern - aber das ist ein anderes Thema. Wir werden erst in der Frühjahrsrunde im Punktspielbetrieb wieder regelmäßig Gegner auf Augenhöhe haben.
    Es ist aber interessant, wie manche Trainer vorgehen. Ein beliebtes Mittel ist "Paul, Du nimmst die 10. Willi, Du nimmst die 9. Und bleib eng dran." Wenn wir das hören, rotieren die 9 und die 10 in die Abwehr. Dann hat man plötzlich unglaublich viel Platz in der Offensive. Diese Trainer beschweren sich dann aber bei den "Sonderbewachern", dass sie nicht mit zurückkommen. Obwohl die ja eigentlich nur die Anweisung Ihres Trainers befolgen...


    Diese Anweisungen kann von meinen Spielern einer, vielleicht maximal drei umsetzen.

    Und da kommen wir zur Frage, inwiefern E-Jugendliche überhaupt taktische Sonderaufgaben im Spiel umsetzen können.
    Ich behaupte: Wenn sie bislang nach den Alterszielen trainiert wurden, können es die wenigsten. Und das ist auch o.k. so. Natürlich gibt es die berühmten Ausnahmen. Aber das sind dann halt auch Ausnahmen.

    Das, worüber Du da nachdenkst, habe ich auch schonmal gemacht. O.k. - war im 1. F-Jugend-Jahr - vielleicht hilft Dir meine gemachte Erfahrung aber trotzdem.
    Wir spielten gegen einen übermächtigen und auch noch älteren Gegner. Statt der sonst bei uns üblichen 2-3-1-Formation haben wir 3-2-1 gespielt. Wir wollten schließlich hinten nicht zu viel zulassen. Ende vom Lied war ein 0:12. Ist also kräftig in die Hose gegangen. Im Grunde hatten wir den Jungs durch unser Defensivbollwerk erst recht gezeigt, dass wir es ihnen gegen den Gegner nicht zutrauen.
    Im Rückspiel haben wir ihnen nur gesagt "Jetzt zeigt ihnen mal, wo der Hammer hängt." - 2:3 verloren und bestes Spiel der Saison gemacht.


    Was ich daraus gelernt habe? Das mache ich nie wieder. Das einzige, was ich mir bei solchen Spielen noch zugestehen würde, wäre, dass die stärkeren Spieler (innerhalb der Rotation von Spiel zu Spiel) eher hinten spielen.

    2. darf man nicht vergessen, dass es auch Kinder mit Ehrgeiz gibt, die eben auch mal gewinnen wollen. Wenn Du nun Spiel um Spiel verlierst, weil eben einige nicht verstehen, was Mannschaftssport bedeutet. Wenn die Kids sich montags in der Schule unterhalten und ein Kind eines anderen Vereines regelmäßig von Siegen berichtet und Kinder unserer Mannschaft nur von Niederlagen, dann möchte ich mal jemanden in diesem Forum sehen, der das nicht nachvollziehen kann. Ich vermittle meinem Sohn auch immer, dass Niederlagen kein Beinbruch sind. Meine erste Frage ist immer, hat es Dir Spaß gemacht, was er mittlerweile nicht mehr ausnahmslos bejaht. Es gibt Spiele und Erlebnisse, die hakt ein Kind eben nicht einfach so ab. Ich lasse die Runden direkt nach dem Spiel laufen und dann wird sofort wieder nach vorne gedacht und die Niederlage wird gar nicht weiter besprochen. Das Rundenlaufen habe ich bisher auch nur 1x machen lassen. Es dient eigentlich nur zur Abschreckung, da wir leider noch nie ein Spiel drehen konnten, nachdem wir zurücklagen. Wir kriegen ein Gegentor und schon verlieren die Jungs die Lust am Kämpfen. Gib mir doch mal einen Tip. Nicht immer gleich alles schwarz oder weiß sehen.

    Ich kenne dieses Problem. Zwar nicht bei einer ganzen Mannschaft, aber doch bei einzelnen Spielern. Die beste "Medizin" ist das Erlebnis, ein Spiel gedreht zu haben. Das kannst Du aber natürlich kaum beeinflussen. Ich würde im Training Spielformen/Wettkämpfe machen, bei denen Regeln gelten, mit denen man das Ergebnis schnell drehen kann. Das kann man z.B. nach dem "Schlag-den-Raab-Prinzip" machen. Da gibt´s für´s erste Spiel einen Punkt, für´s zweite Spiel zwei Punkte, für´s dritte Spiel drei usw.
    Bei einer solchen Regel erleben Sie, dass es sich lohnt weiter zu kämpfen.

    Das ein Spieler zum Fußball gezwungen wurde, habe ich noch nie erlebt. Es waren ein paar dabei, die wollten unbedingt, auch wenn sie es bis heute nicht gut machen und das finde ich ok., auch die werden und müssen meiner Ansicht nach im Breitensport aus einigen Gründen bedient werden.

    Spiel unseres Kleinen (2005) am WE:
    Ein Kind der gegnerischen Mannschaft wird weinend auf den Platz getragen. "Neiiiiin, ich will nicht Fußball spielen!!!!" Sowas gibts... :wacko:

    Und das ist einer der Punkte, bei dem ich das DFB-Konzept nicht schlüssig finde. Rotation ja, aber in diesem Punkt nicht. Eben mit der von dir angegebenen Erklärung. Da bin ich anderer Meinung. Meine Auffassung ist eher das Gegenteil. Gerade in jungen Jahren ( =Fundament schaffen ) spielt bei mir der Linksfuß hauptsächlich rechts und der Rechtsfuß hauptsächlich links. Is klar. Geht natürlich nicht immer, da man in der Regel prozentual mehr Rechtsfüßer hat. Für mich aus folgendem Grund:


    Offensiv am Beispiel vom Linksfuß: In diesen Altersklassen kommen die Gegner in der Regel von innen nach außen und greifen somit automatisch den eigenen Spieler auf der ballzugewandten Seite ( also auf seinem starken linken Fuß ) an. Die wenigsten beherrschen hierbei schon das richtige Anlaufen, was die ganze Sache dann natürlich schon wesentlich schwieriger macht, da die Innenseite vollständig abgedeckt ist. Im Normalfall aber hat der Linksfuß zwei Möglichkeiten: Finte und mit Schwung oder Haken links am Gegenspieler vorbei zur Innenseite. Das macht er bei einem guten Abwehrspieler max. zwei Mal erfolgreich und bleibt später oft hängen.

    Interessant. Wir handhaben das ähnlich. Nicht immer - aber oft. Uns gehts dabei vor allem darum, dass die Kinder beide Varianten anwenden: Außen vorbeigehen und nach innen ziehen. Dass jemand auf seinem schwachen Fuß nach innen zieht, wird man kaum mal sehen. Auf dem schwachen Fuß außen vorbeigehen gelingt dagegen eher. Ist halt einacher, mit dem schwachen Fuß den Ball scharf vor´s Tor zu bringen als mit dem schwachen Fuß aus der Distanz gezielt abzuschließen. Natürlich waren beide Varianten auch Trainingsinhalt.
    Mir wurde mal vorgeworfen, wir würden damit gegen jegliche Lehre handeln. Nachdem ich unsere Bewegründe erklärt hatte, hörte ich, das Nach-innen-ziehen wäre eine Handballbewegung. Im Fußball gäb´s das nicht. Ich habe dann nur gesagt, er solle das mal Arjen Robben erzählen. Der wüsste das noch gar nicht.

    Zunächstmal: Ich glaube auch, dass sich das Problem in den allermeisten Fällen irgendwann von selbst erledigt.


    Aber die generelle Frage bleibt: Sollte man Kindern oder deren Eltern empfehlen mit Fußball aufzuhören?
    Ihr habt in diesem Doppeljahrgang aktuell 28 Spieler. Wenn sie irgendwann auf´s Großfeld wechseln, könntest Du daraus immerhin noch eine 11er und eine 9er Mannschaft machen. Wenn ein paar aufhören, hast Du irgendwann eine Mannschaft mit einem Riesenkader, in dem auch noch große Leistungsunterschiede bestehen. Natürlich weiß man nicht, was bis dahin noch alles passiert. Wer dazu kommt, ob noch mehr gehen...
    Ich habe für mich aber entschieden: Wenn ich will, dass der Verein auch in der C- oder B-Jugend noch zwei Mannschaften stellt, darf ich schon im unteren Bereich so wenig wie möglich verlieren.