Beiträge von Follkao

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    Nur mal so am Rande....das Abschaffen der Tabellen für den unteren Jungendbereich ist nur ein ganz kleiner Punkt in Sachen Einführung/Schutz von Kifu. Ja ich bin heute sogar der Meinung, dass die Abschaffung nur einen winzigen Teil des Negativen beeinflußt.

    Sehe ich anders.
    Die Abschaffung der Tabellen ist der 1. und damit der wichtigste Schritt zu kindgerechterem Wettspielbetrieb. Ich vermute auch, dass die Einführung der FPL mit ihren Besonerheiten ohne Tabelle eher funktioniert als mit. Bei einer etablierten FPL mag die Wiedereinführung der Tabelle kein Problem sein. Aber wenn´s erst so weit ist, braucht sie ohnehin niemand mehr.
    Bei uns im Bereich des NFV wäre ich froh, wenn man zumindest den ersten Schritt täte. Für die G-Jugend wird im DFB-Net "o.E." eingetragen; dafür werden die Tabellen aber auf der Website des Kreisverbandes weitergeführt und man kann weiterhin F- und G-Jugendkreismeister werden.

    Ganz hochnehmen will ich sie eigentlich nicht, weil ich denke, dass sie sich auch an gleichaltrigen
    Messen sollen, was aber zur Zeit keinen Sinn macht.d

    Damit ist doch alles gesagt. Mit der Begründung müsste Mario Götze zusätzlich in der BVB-U23 und in der DFB-U21 spielen... ;)
    Wenn Ihr sie in der E ohnehin wegen Spielermangel braucht und sie dort nicht überfordert sind, ist doch alles gut.

    Steini
    Und solche Stänkerpötte können einem das Leben schwermachen - auch wenn sie keine Funktion ausüben. In den vergangenen 2 Jahren haben sie meinem Kollegen und mir das (Fußball-)Leben manchmal richtig schwer gemacht. Es gab mehr als einmal den Punkt, an dem wir uns gefragt haben, warum wir uns das noch antun. Wäre unser Fell ein paar Millimeter dünner, hätten wir die Brocken in dieser Zeit hingeschmissen. In unserem Fall geben die Verantwortlichen nichts auf den Unsinn, den die beiden verzapfen. Und das ist auch gut so. Manchmal erfährt man aber aus 2. oder 3. Hand, was die so von sich geben. Und da gibt´s halt auch immer wieder Leute, die soetwas für bare Münze nehmen.
    Aus dieser Erfahrung glaube ich, dass manche trotz bester KiFu-Absichten aus dem Trainerjob getrieben werden können.

    Ich hätte gerne gewußt ob es wirklich so ist das man mit den
    Futsalbällen eine bessere Ballkontrolle hat.
    Welche weiteren Vor-oder Nachteile haben diese Bälle?

    Die Bälle sind sprungreduziert. Während der "normale" Fußball manchmal wie ein Flummi durch die Halle hüpft, bleibt der Futsalball eher am Boden.
    Die Ballkontrolle wird dadurch erheblich erleichtert. Der Ball verzeiht Fehler bei der An- und Mitnahme. Fehlende Passschärfe verzeiht der Ball allerdings nicht. Dann verhungert der Pass.

    Ich kann mir nicht helfen, ich glaube bis zu einem gewissen Alter sollte man vielleicht auf Spielberichte ganz verzichten. Über ein F-Jugend Spiel schreiben, als wenn Erwachsenenmannschaften in der Bezirksoberliga gespielt haben ? gut gestaffelte Abwehreihen, die nichts anbrennen lassen, sauber gespielte Konter ? Bringe ich nicht wirklich mit dem zusammen, was ich bei F-Jugend Spielen so beobachte. Geht für mich eher in die Richtung Satire.

    Sehe ich auch so. Es ist ja nun nicht so, dass die Öffentlichkeit nach diesen Berichten giert...


    Kann dich Experten für Experten beruhigen: ich habe aktuell 4 Anfragen, als Jugendtrainer zu arbeiten, u. werd mich wie Micha wohl auch weiter sozial engagieren, nur vorher alles klären statt mich auf gute Worte etc. zu verlassen. Dass viele "es" nicht wissen wollen, erfuhr auch schon wie Micha schrieb Galilei: Hätten ihre tauben Ohren aber hören, ihr Kopf wissen wollen, hätte der Fortschritt eher Einzug gehalten. Hier ist es besonders tragisch, da unterm Strich unnötig Kinder die Zeche bezahlen, es nicht bloß um Kugel o. Scheibe geht, was zu aller Glück dann Kolumbus praktisch wider alle althergbrachten Theortiker entschied.

    Ich glaube, da hast Du mich falsch verstanden. Ich meinte mit den Experten einige Leute in meinem Verein, die aus dem Kinderfußball "entfernt" wurden, weil sie sich fleißig daneben benommen haben. Trotzdem kommentieren sie weiterhin alles und jeden. Manche nehmen sie ernst, andere ignorieren ihre Meinung.
    Ich bin einer derjenigen, die aus ihrer Sicht alles falsch machen. Ich sehe das mittlerweile aber eher als Bestätigung :D

    Diesen Rückschluss kan ich überhaupt nicht nachvollziehen !


    Aufhören aufgrund nicht zu erfüllender Erwartungshaltungen ist sicherlich oft ein Grund. Aber wegen der Ziele im KiFu ??? Erkläre mir doch bitte, was an diesen so unmöglich ist das man sie nicht einhalten kann. Meine momentane Situation habe ich doch im anderen Thread geschrieben. Das sollte doch wohl Warnung genug sein. Bring mir da doch Gegenargumente. Da bin ich aber mal gespannt.


    Doch, ich kenne das auch. Es geht dabei nicht darum, dass die Regeln und Ziele im KiFu nicht einzuhalten sind. Das sind sie. Keine Frage. Es geht dabei um den Gegenwind, den man evtl. bekommt, weil man sie einhält. Gerade in den letzten beiden Spielzeiten habe ich da reichlich Gegenwind erlebt. Ich hatte da ein paar Spezialisten im Verein, die hintenrum reichlich Stunk gemacht haben. Es ging um so "hochdiskutable" Themen wie Rotation, gemeinsam angreifen/verteidigen, "die wissen gar nicht, wie sie laufen müssen", Spielzeiten usw... Also die volle KiFu-Breitseite. Mein Fell ist so dick, dass ich mich selbst schon nicht mehr kratzen kann. Trotzdem überlegt man dann manchmal, ob man an mancher Stelle den eigenen Anspruch auf 90% drosselt, um ihn dann an anderer Stelle zu 110% durchzusetzen. Und das finde ich legitim.
    Wer kein so dickes Fell hat oder aufgrund von Lebensalter die Dinge anders einschätzt, knickt dann aber auch schnell ein oder schmeißt die Brocken hin.
    Zwei dieser Experten hast Du auch schon kennengelernt. Auch wenn sie im Jugendfußball keine Funktion mehr ausüben und wohl auch nicht mehr werden, erzählen sie doch noch jedem, der es nicht wissen will, was sie von allem halten.


    Die Zielvorgabe war "habt Spaß" und "wir schießen ein Tor".

    Ich war bislang meistens (zumindest in der Herbstrunde) der, der die Mannschaft auf der anderen Seite hatte. Wenn man solche Ziele ausgibt, kann man das dem Kollegen auf der anderen Seite durchaus stecken. Wenn er nicht vollkommen durchgeknallt ist, weiß er, was dann zu tun ist.
    Wir hatten letztes Jahr einen Gegner, der offenbar ausgegeben hatte, dass die Spieler nicht in des Gegners Hälfte dürfen. Wenn die den Ball hatten, haben die ihn einfach weit weggeschossen. Ich habe da noch eine Szene vor Augen, in der ein Spieler einen Ball gewonnen hatte und den Konter starten konnte. Wäre eine 1:1-Situation gewesen, bei der er deutlich mehr Anlauf gehabt hätte. Stattdessen spielte er den Ball ins Aus, als er über die Mittellinie kam. Ansonsten standen sie mir ihren 7 Feldspielern 15 m vor dem Tor. Hinterher bekam ich ein Gespräch eines Vaters mit dem Trainer mit. Er fragte, ob das denn so sein musste. Der Trainer meinte "Was meinst Du, wie die uns sonst abgeschossen hätten...?"
    Mag sein, dass wir dann ein paar Tore mehr geschossen hätten - aber sie hätten auch 1 oder 2 geschossen.
    So hat das Spiel niemandem Spaß gemacht - weder seinen Spielern noch unseren Spielern.


    ähnliches Thema hatten wir schon mal, da gab es aber erhebliche Zuschriften, die gegen einen Ausschluss votierten, und alles Mögliche aufführten, die dagegen sprachen. Entweder ändern sich Meinungen, oder diejenigen halten jetzt still.

    Ich habe in der Vergangenheit Trainer gesehen, die auf diese Art ihren zu großen Kader bereiningt haben. So wie ich Steini aus seinen Beiträgen hier kennengelernt habe, schätze ich ihn aber nicht so ein.


    Das Thema zeigt aber auch, wie wichtig es ist, innerhalb des Vereins eine einheitliche Linie zu fahren. Ich mache zur Zeit eine ähnliche Erfahrung. Die Spieler der Mannschaft, die ich in diesem Sommer übernommen habe, wurden im Vorjahr von unterschiedlichen Trainern trainiert. Ohne mich mit allen Vortrainern darüber unterhalten zu haben, merkt man aber, in welchen Mannschaften rotiert wurde und in welchen nicht. Das, was sie können, können sie durchaus gut. Also auch die "Abwehrspezialisten" können einen gepflegten Ball hinten rausspielen. Ich werde diese Spieler voraussichtlich nur ein Jahr trainieren. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich in diesem Jahr damit umgehe. Teilweise wurden die 3-4 Jahre auf eine Position genagelt. Zu Saisonbeginn haben wir kräftig gewürfelt und konnten bei einigen die Verunsicherung förmlich spüren.


    Versucht alle Alternativen zu durchdenken. Wir mussten uns entscheiden: Die zwei auf Biegen und Brechen versuchen zu halten und damit zu riskieren, dass sich das auch auf die restlichen 21 auswirkt. Und das wird es.
    Oder aber den beiden sagen, dass es so keinen Sinn mehr macht.
    Wir haben uns im Sinne der anderen Spieler für letzteres entschieden. So leid es uns für die Jungs tut und es hat mich die ein oder andere schlaflose Nacht gekostet.


    Ein absolut besch... Gefühl. Wir löffeln die Suppe aus, die andere uns eingebrockt haben

    Kann mir vorstellen, dass Dir das schlaflose Nächte bereitet hat. Hättet Ihr Euch genauso entschieden, wenn Ihr anstatt eines 23er Kaders lediglich einen 13er Kader hättet?

    Zitat von »Follkao«




    ein schönes Gefühl ist, nicht mehr die Bevorteilung/Benachteiligung des eigenen Kindes im Hinterkopf zu haben


    Das ist doch mal ehrlich! Es gibt nichts schlimmeres für Kinder als Eltern, die nicht loslassen können, alles in der Hand halten wollen.

    Ich habe nicht gesagt, dass ich ihn bevorteilt/benachteiligt habe.
    Ich hatte aber immer im Hinterkopf, dass ich beides nicht will. Und wenn
    man immer im Kopf hat, was man nicht tun will, dann nimmt das manchmal
    den Platz ein für das, was man eigentlich tun sollte.
    Hört sich kompliziert an - aber ich glaube Ihr wisst, was ich meine ?(

    Zitat

    Ok, ok,dat jibbet nit, praktisch, und ich habe es auch nie geschafft,
    klebe am eigenen "Nachwuchs" noch wie mit Pattex-Dauerkleber fixiert.
    Aber die Idee, die Theorie: hier Freiheit, da Hilfe für Kinder - ein
    vorbildlich schöner Gedanke, den du besser spät als nie umgesetzt hast -
    gratuliere!

    Hey Kicker, guck mal nach oben. "Es gibt nichts schlimmeres für Kinder als Eltern, die nicht loslassen können, alles in der Hand halten wollen." Dann löse mal Deine-Pattex-Verbindung. :D

    Ich grabe diese alte Thema mal wieder aus, um Euch zu erzählen, was ich gemacht habe und insbesondere was ich daraus gelernt habe. Könnte für den einen oder anderen in ähnlicher Situation ja auch interessant sein.
    In der Saison 11/12 habe ich die Mannschaft noch trainiert und frühzeitig gesagt, dass ich nicht mit in die D-Jugend gehe.
    Sportlich lief es im 2. Halbjahr eigentlich ganz gut.
    Irgendwann kam dann die Letztes-Mal-Zeit: Letztes Punktspiel, letztes Training, letztes Turnier...
    Und das war schon eine sehr emotionale Zeit. Beim letzten Turnier fiel mir die Besprechung schon sehr schwer. Den Großteil der Mannschaft hatte ich 4 Jahre trainiert. Und im Nachhinein betrachtet war das zu viel.
    Es hatte sich eine recht enge Bindung entwickelt. Jungs in dem Alter erzählen einem dann Dinge, die sie ihren Eltern wahrscheinlich nicht erzählen... Das ist ein gutes Gefühl, wenn sie dadurch zeigen, dass sie Dir vertrauen. Wenn man dann selbst die Eltern gut kennt, zu denen sich im Laufe der Jahre teils ein freundschaftliches Verhältnis entwickelt hat, wünscht man sich manchmal doch mehr Distanz. Es handelte sich ja nicht nur um "meine" Spieler, sondern auch um die Freunde meines Sohnes.


    Mein Sohn hat sich in der neuen Saison fußballerisch von mir abgenabelt. Und das war auch mein Ziel gewesen. Er fragt mich durchaus nach meiner Meinung und dann teile ich sie ihm auch mit - aber mehr auch nicht. Kürzlich sagte er, nachdem ich ihm meine Einschätzung mitgeteilt hatte, sein Trainer habe in der Halbzeit genau dasselbe gesagt :thumbup:
    Eigentlich bin ich aber nur noch Fan. Ich muss dazu aber auch sagen, dass wir in der Vergangenheit keine Probleme in der Trainer/Vater/Sohn-Beziehung hatten. Ich habe das nach anfänglichen Fehlern schon ganz ordentlich getrennt.


    Inzwischen trainiere ich eine andere Mannschaft. Und ich kann Euch Vatertrainern sagen, dass es ein schönes Gefühl ist, nicht mehr die Bevorteilung/Benachteiligung des eigenen Kindes im Hinterkopf zu haben. Ganz andere Kinder vor mir zu haben, deren Stärken und Schwächen ich ganz neu entdecken und angehen kann, empfinde ich als hochmotivierend. Macht momentan einfach riesig Spaß.


    Terminlich wird das etwas schwierig, immer die Spiele meiner eigenen Kinder zu sehen aber andererseits haben meine Kinder dafür auch Verständnis. Auf irgendeine Art und Weise scheint es cool zu sein, wenn der Alte ´ne andere Mannschaft trainiert.
    Ich weiß heute noch nicht, wie lange ich noch in der Trainerbranche bleibe. Ich bin mir aber sicher, dass ich nicht nochmal über 4 Jahre die selbe Mannschaft trainiere.

    Unabhängig von der Dusseligkeit des Ex-Vereins dürfte in diesem Fall also eine Ausnahme möglich sein, da der Junge ja umgezogen ist.

    Die Regelungen sind in den Verbänden (manchmal sogar in den Kreisen) unterschiedlich.
    Damit Du hier eine korrekte Antwort bekommst, solltest Du Deinen Landesverband angeben.


    Gestern dann einfach zur Demo die 3 offensiv Stärken gg die 2 defensiv Schwächsten (von denen zudem einer wg Segelohren gern gehänselt wird) + TW bis 10 (Abwehr 1 Punkt, Tor 1 Punkt) spielen lassen, nervös, da spekulierend, doch es kam wie babsichtigt: die als "viel zu schlecht" titulierten 2 gewannen gegen die 3 Ministars glatt 10:3, konnten es nicht fassen, zumal ich klarstellte, dass der so gern Gehänselte sie nun vnur immer an ihre vorher von allen für unmöglich gehaltene Niederlage erinnern solle. Zum Glück durchschaute keiner mein abgkartertes Kalkül, da Toreschießen trotz Überzahl eben nicht so einfach ist, wie man denkt. Wie kann man nun den Aha-Effekt, dass man eher defensiv: hinten statt nur vorn was gewinnt, zurück zu laufen sich eher lohnt als nach vorn, die Moral, auch nach hinten zu arbeiten, trainingsdidaktisch u. mental vertiefen?

    Das mit dem Aha-Effekt könnte auch nach hinten losgehen. Im Grunde haben sie ja gelernt, dass es gar nicht so schlimm ist, wenn man hinten in Unterzahl ist. :D


    Ich bin mir nach Deiner Beschreibung nicht so sicher, dass Dein Problem wirklich ein taktisches Problem. Da stimme ich Günther zu. Man kann eine Mannschaft auch mit taktischem Gelaber überfrachten.


    Ist Deinen Spielern in der Vergangenheit das "Gemeinsam Tore schießen, gemeinsam Tore verhindern" vermittelt worden? Könnte sein, dass Du da erst einen Schritt zurück gehen musst. Dieses Thema kannst Du mit unterschiedlichen Spielformen angehen. Ein einfaches Beispiel: Gegentore zählen doppelt, wenn die verteidigende Mannschaft nicht in der eigenen Hälfte ist. Zahlreiche weitere Spielformen findest Du im Buch "Spieltraining Fußball: 120 Programme für Angriff und Abwehr". Zusätzlich würde ich Übungen machen, die schnell zwischen Offensiv- und Defensivaktion umschalten. Beispiele dafür findest Du hier bei Soccerdrills.


    Deine Taktik mit 2 (abwechselnd?) durchstoßenden 6ern kann für eine D (je nach Spielverständnis) schon sehr anspruchsvoll sein.


    Zum hinten-raus-spielen:
    Wenn Deine "F-Checker" im Training nicht genügend Druck auf die Verteidiger machen, kannst Du über die Anzahl den Gegnerdruck dosieren. Erst lässt Du die Verteidiger in Überzahl spielen damit sie Sicherheit bekommen, dann spielen sie in gleicher Stärke und später bekommen die Angreifer Überzahl.
    Eine andere Variante ist, dass Du selbst einen der F-Checker spielst. So kannst Du die Gegneraktivität von passiv über halbaktiv bis aktiv am genauesten dosieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Deine "Mitspieler" durchaus kitzelt, wenn der Alte den Einsatz vormacht. Sollte man meines Erachtens aber nicht zu oft machen (der Effekt dürfte sich dann abnutzen) und nur auf der Seite, die NICHT Trainingsschwerpunkt ist. Wenn der Schwerpunkt also hinten raus spielen ist, kannst Du mal den Angreiferpart machen aber nicht den Innenverteidiger.

    @PP
    Genau das meint Uwe ja. Wenn sich jeder seine sinnvolle Ausnahme sucht, wird die Ausnahme zur Regel. Und da kann man dann alles hineininterpretieren. Manche finden sicherlich sinnvolle Ausnahmen für ihre Situation; andere legitimieren damit alles.


    Aber ein anderer Aspekt: Wie es laufen kann, wenn man keine Kompromisse eingeht, sieht man im Parallelthread von Micha71 Konflikt mit Jugendleiter wegen Kinderfußball


    Ich stand in der Vergangenheit auch schon wegen der Kifu-Regeln im Kreuzfeuer.

    Manchmal sind solche Dinge direkt in den Ausschreibungen geregelt. Bei uns darf man einmal je Halbserie unter bestimmten Voraussetzungen eine Verlegung aus schulischen oder kirchlichen Gründen beantragen. Schau doch mal in Eure Ausschreibung.

    Wozu soll ein Dorftrainer über Talente sprechen...ist doch irgendwie lächerlich, findet ihr nicht? Gr. Andre

    Nein, finde ich nicht. Auf irgendeine Art und Weise hatte doch jeder von uns schon mit Talenten zu tun. Wenn überdurchschnittliche Begabung schon Talent bedeutet, gibt es in fast jedem Verein Talente.
    Aber ich will auf etwas anderes hinaus: Genau genommen sind wir doch alle ein klitzekleines Rädchen im System DFB. Teil des Systems DFB ist auch die Talentförderung. Hier ist allerdings mehr vonnöten als nur überdurchschnittliche Begabung. Da die Stützpunktförderung ja ein Talentförderprogramm ist, sieht man dass die Dorftrainer auch mit talentierten Spielern zu tun haben.
    Der Argumentation, dass man als Breitensporttrainer nur die Mitte zu bedienen hat, kann ich nicht folgen.
    Sind wir nur für die mittleren 80% da und für die oberen und unteren jeweils 10% nicht? Damit macht man es sich zu leicht. Einen sehr talentierten Spieler innerhalb einer durchschnittlich talentierten Mannschaft angemessen zu fordern, ist schwierig. Aber auch das sehe ich als Aufgabe eines Breitensporttrainers. Sicherlich kommt man irgendwann an einen Punkt, an dem der Wechsel sinnvoll ist. Ich will mich gar nicht an den Spekulationen beteiligen, in welcher Altersklasse dieser Punkt ist. Das ist individuell (Schule, Entfernung zum Verein, soziales Umfeld, organisatorische Dinge, Charakter, Elternhaus etc.) sehr unterschiedlich. Aber bis zu dieem Punkt muss sich auch der Breitensporttrainer mit diesem Thema auseinandersetzen.