Steini
Ja, wirklich eine provokante These
Mir ist der Spielbetrieb in seiner aktuellen Form für die Kleinen auch ein Dorn im Auge. Und unser beider Kreis ist da ohnehin noch ein besonders abschreckendes Beispiel (man kann bei uns noch G-Jugendkreismeister werden).
Auf der anderen Seite ist das Training für mich Alltag und der Spieltag ist Feiertag. So ganz auf die Feiertage zu verzichten, kann doch auch nicht im Sinne der Kinder sein. Der Feiertag kann aber anders gestaltet werden.
Ich war kürzlich mit meinem Ältesten auf einem Turnier, wo wir noch etwas Wartezeit hatten, da das vorherige Minikickerturnier noch lief. Von diesem "Turnier" war ich restlos begeistert. Es handelte sich um eine große Halle mit zwei Feldern. Beide Felder hatte man mit Matten wieder gedrittelt. Das waren die Spielflächen. Man spielte also mit 3+1 quer auf 1/3 Spielfeld; seitliche Spielfeldbegrenzungen waren die Matten. Auf den Matten war Platz für die Trainer und die Wechselspieler. Als Tore dienten diese leichten Stahlrohrtore, wie man sie auch oft im Garten stehen hat.
Das 3+1 sorgte natürlich für reichlich Ballkontakte. Alle Mannschaften hatten sich ohnehin teilen müssen; damit war der Sieg noch unwichtiger. Durch das Querspielen waren die Zuschauer weiter weg vom Geschehen. Die vielen parallelen Spiele sorgten dafür, dass eigentlich niemand mehr einen Überblick über die Ergebnisse haben konnte und der Organisator behielt sie auch für sich.
Am Ende bat der Organisator darum, Werbung für diese Art von Turnieren zu machen, was ich hiermit erledige.
Für mich war das eine starke Alternative, wie Spieltage für die Kleinen aussehen können. Der Organisationsaufwand ist allerdings sicherlich höher...
