Beiträge von Follkao

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    ...aber wir haben vor der Saison gesagt, dass wer gerne etwas am Wochenende unternehmen möchte, dem nachgehen kann, es besteht keine Pflicht jeden Spieltag bereit zu stehen.

    Sieh es mal von der anderen Seite:
    Ob sie sich am Wochenende etwas vornehmen, machen diese Eltern davon abhängig, ob ihr Kind spielt. Spielt das Kind, nehmen sie sich nichts vor. Spielt es nicht, können sie etwas anderes planen. Die machen ihre Wochenendplanung vom Fußballkalender abhängig und Fußball geht vor (?). Das ist doch genau die Elterneinstellung, die wir uns alle wünschen.

    22 Spieler halte ich sowohl für E- als auch für D-Jugend für zu viel. Ist man dem Konflikt, diese Mannschaft aufzuteilen, in der Vergangenheit bewusst aus dem Weg gegangen?

    Leider ist unsere Jugendabteilung alles andere als optimal durchgeplant, viele Kinder spielen einfach da, wo die Eltern es gerne hätten, sprich die Teams sind nicht nach Jahrgängen unterteilt, sondern bunt durchgemischt. (Natürlich im Rahmen des Reglements, es spielen nicht E-Jugendliche mit C-Jugendlichen oder so :D ) Auch bei mir in der E1 habe ich 15 2002er und 7 2003er. Wie das halt so ist, sind auch einige 2003er fitter im Kopf und um einiges besser am Ball als so mancher 2002er, aber darum soll es nun nicht gehen.

    Du kannst es drehen und wenden wie Du willst. Ein Verein muss in diesem Punkt eine klare Marschrichtung haben: Einteilung jahrgangsrein? Jahrgangsrein nach Leistung? Jahrgangsübergreifend nach Leistung?
    Sonst darf man sich nicht wundern, wenn die Trainer irgendwann eine Münze werfen oder sich um die Kinder balgen, die Sponsorengelder vermuten lassen...
    Und eine solche Vorgabe dürft Ihr auch von Eurer Jugendleitung erwarten und einfordern.

    Ich habe die E1 zu Beginn der letzten Saison übernommen und alle sind mir richtig ans Herz gewachsen. Sie machen gut mit, entwickeln sich stetig weiter und erfolgreich sind wir auch (eine der besten Mannschaften im Kreis). Ich habe eine Philosophie die ich auch gedenke umzusetzen und die auch schon erste Früchte trägt. Nun komme ich aber mit dem Team am Ende der Saison an einen gewissen Punkt.

    Ich habe mir etwas aufgebaut und möchte das gerne fortführen. Nun ist es ja so, das 7 2003er noch theoretisch in der E-Jugend bleiben könnten. In der Vergangenheit sind aber alle gemeinsam mit hoch gekommen, weil Eltern und Kinder einfach so ein eingeschworener Haufen sind.

    Du trainierst dieses Team erst seit 1/2 Jahr? Nun ja... Dann haben auch andere etwas aufgebaut. So funktioniert ein Verein. Es geht nicht nur um einzelne Spieler, Trainer oder Eltern. Ein Verein ist schon ein größeres Gebilde...

    Mir stellt sich nun die Frage, wie ich so etwas fair angehen kann, damit beide Seiten, D-Trainer und ich, zufrieden sind. Von der Vereinsleitung kommt leider wenig Unterstützung, oft heißt es nur "ihr kennt die Kinder ja am Besten".
    Wie schon gesagt möchte ich am liebsten mit meiner kompletten Mannschaft zusammenbleiben. Ich bin Student und mache den Jugendtrainer als Hobby, weil es mir mit (diesen) Kindern sehr viel Spaß macht.

    Wie schon oben gesagt: Ihr müsst den JL in die Pflicht nehmen. Nicht nur für dieses Mal sondern als generelle Vorgabe. Dass es Dir mit einer Mannschaft mit mehreren talentierten Spielern, die auch noch zu den stärksten im Kreis gehört, Spaß macht, kann ich verstehen. Die sind einfach zu trainieren und man gewinnt relativ häufig. Trainerische Herausforderungen sehen aber anders aus...

    ...oder bin ich eurer Ansicht nach zu "eigensinnig"? :rolleyes:

    Hmmm... Ganz ausschließen kann man das nach Deiner Schilderung nicht... ;)

    Steini
    Ja, wirklich eine provokante These ;)
    Mir ist der Spielbetrieb in seiner aktuellen Form für die Kleinen auch ein Dorn im Auge. Und unser beider Kreis ist da ohnehin noch ein besonders abschreckendes Beispiel (man kann bei uns noch G-Jugendkreismeister werden).
    Auf der anderen Seite ist das Training für mich Alltag und der Spieltag ist Feiertag. So ganz auf die Feiertage zu verzichten, kann doch auch nicht im Sinne der Kinder sein. Der Feiertag kann aber anders gestaltet werden.
    Ich war kürzlich mit meinem Ältesten auf einem Turnier, wo wir noch etwas Wartezeit hatten, da das vorherige Minikickerturnier noch lief. Von diesem "Turnier" war ich restlos begeistert. Es handelte sich um eine große Halle mit zwei Feldern. Beide Felder hatte man mit Matten wieder gedrittelt. Das waren die Spielflächen. Man spielte also mit 3+1 quer auf 1/3 Spielfeld; seitliche Spielfeldbegrenzungen waren die Matten. Auf den Matten war Platz für die Trainer und die Wechselspieler. Als Tore dienten diese leichten Stahlrohrtore, wie man sie auch oft im Garten stehen hat.
    Das 3+1 sorgte natürlich für reichlich Ballkontakte. Alle Mannschaften hatten sich ohnehin teilen müssen; damit war der Sieg noch unwichtiger. Durch das Querspielen waren die Zuschauer weiter weg vom Geschehen. Die vielen parallelen Spiele sorgten dafür, dass eigentlich niemand mehr einen Überblick über die Ergebnisse haben konnte und der Organisator behielt sie auch für sich.


    Am Ende bat der Organisator darum, Werbung für diese Art von Turnieren zu machen, was ich hiermit erledige.


    Für mich war das eine starke Alternative, wie Spieltage für die Kleinen aussehen können. Der Organisationsaufwand ist allerdings sicherlich höher...

    Aufgrund unterschiedlicher Regelauslegungen bei einem F-Jugendturnier werden jetzt Anwälte und Gerichte bemüht... Unglaublich... Den Bericht auf Eurer Homepage hättest Du Dir allerdings sparen können. Du bist doch eigentlich der besonnene Part in diesem Konflikt. Dass Ihr das Turnier verlassen habt, ist nach Deiner Schilderung vollkommen nachvollziehbar. Aber danach hätte es gereicht, wenn Du diesen Verein von Deiner persönlichen Liste der netten Vereine gestrichen hättest und fertig.

    einen Grund kann ich dir nennen.


    kriegst de als Zuschauer am besten mit.


    der meist gehörte Zuruf von draussen, auch noch von vielen Trainern: spiel, pass oder spiel ab. spiel, Otto ist frei
    teilweise schon bevor der Spieler überhaupt den Ball hat (leicht übertrieben)

    Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass ich das ausschließen kann, wenn hier jemand diese Frage stellt. Aber Du hast natürlich recht. Nicht immer alles voraussetzen...

    Dieses beschriebene Verhalten habe ich auch immer wieder beobachtet.
    Mit den verschiedenen Spielformen kann man das auf jeden Fall angehen. Die von Andre vorgeschlagene Übung ist ohnehin DIE Universalübung. Ich glaube mit der Übung könnte man nahezu jedes Thema argumentativ untermauern. (Ist sie als Lehrprobe eigentlich verboten, weil sie irgendwie immer geht...? :D)


    Ich habe mir bei diesem Thema aber eher Gedanken über das "Warum" gemacht.
    Welche Beobachtungen habe ich bei diesem Verhalten gemacht? Der Ball wird (zu) schnell und unüberlegt gespielt.
    Wohin wird der Ball gespielt? Oft in die Richtung aus der er kam bzw. eher gerade nach vorne. Heißt also in die Blickrichtung bei Ballannaheme oder in die "natürliche Blickrichtung" (Gegners Tor).


    Wenn diese Spieler sich dann wirklich mal Zeit nehmen, bemerken sie nicht den Gegner, der von der Seite heranspritzt. Daraus lernen sie dann, dass sie das nächste Mal wieder schnell nach vorne bolzen. Für mich heißt das, dass sie die Situation nicht als Ganzes wahrnehmen sondern nur einen Teilbereich. Das Problem ist also nicht die fehlende Erkenntnis, dass es auch ruhiger geht, sondern das Wahrnehmen der Situation (auch vor der Ballannahme), um die unterschiedlichen Möglichkeiten zu erkennen.


    Und damit sind wir bei einem koordinativen Thema.
    Es kommt also die gesamte Bandbreite an koordinativen Spielen zum Einsatz, die immer wieder neue Situationen (neue Bälle, neue Regeln etc.) schaffen.


    Ich nutze gerne Spielformen, in der eine vorgegebene Aufgabe/Folge mit Unterbrechungen (Zwischenaufgaben/Gegner) erledigt weden muss.
    Beispiel: Du bildest 3er- oder 4er-Gruppen (zu Anfang eher 3er). Die Gruppenmitglieder werden durchnummeriert (1-3). In einem abgesteckten Feld ist es zunächst die Aufgabe, den Ball in der Gruppe von 1 zu 2 zu 3 durchzuspielen. Wer den Ball weitergespielt hat, umrundet kurz einen Punkt außerhalb des Feldes. Das ist noch recht einfach und auch nur zur Eingewöhnung. Trotzdem muss 2, wenn er den Ball von 1 bekommt, schon wissen, wo 3 gerade ist.
    Im nächsten Schritt hat nicht mehr jede Gruppe ihr eigenes Feld; sie teilen sich ein Feld lassen aber weiter ihren Ball in ihren Reihen kreisen und müssen nach jdem Pass kurz das Feld verlassen. Damit wird es schon viel unübersichtlicher.
    Im dritten Schritt spielen die Mannschaften gegeneinander. Ein Punkt wird erzielt, indem eine Mannschaft eine Passfolge (1-3) spielt, ohne dass der Gegner an den Ball kommt.


    270.000 minus 50000 Eigenleistung bei satten 8 Prozent Plus 2 Prozent Tilgung u. das bei cirka 600Zahlern wäre eine Beitragserhoehung von cirka 3 Euro pro Monat ohne weitere neulich Einrechnung einer geringeren Zinslast, mehr Eigenleistung, mehr Mitgliedern und Sponsoring.

    Deine Rechnung ist richtig. Zu einem Darlehen gehören aber immer zwei: Ein Darlehensgeber und ein Darlehensnehmer. In meinem angeführten Beispiel ist die Sicherheitenposition für die Bank recht gut, da den überschaubaren 50.000 ein nahezu schuldenfreies Vereinsheim (in diesem Fall ist die Gastronomie sogar verpachtet!) gegenübersteht.
    Wenn Du der Bank sagst "Wir finanzieren Zins und Tilgung einfach über eine Beitragserhöhung", fragt die Bank "Wie garantiert Ihr uns, dass die Mitglieder da mitspielen? Was passiert, falls sie nicht mitspielen? Wenn das mit der Beitragserhöhung so einfach ist, dann macht das doch ersteinmal ein paar Jahre und spart so Eigenmittel an."
    Blanco wird eine Bank einem Breitensportverein niemals ein Darlehen in dieser Größenordnung geben.

    Bzgl. der Kostendiskussion mal ein aktuelles Beispiel eines Vereins aus unserem Kreis:


    Gesamtkosten 470.000,-- (Umbau Tennenplatz)


    50.000,-- Darlehen Verein A
    50.000,-- Darlehen Verein B
    50.000,-- Zuschuss Landessportbund
    50.000,-- Spenden, Sponsoren etc.
    270.000,-- Kommune


    Eigentümer des Platzes ist die Kommune, als Bauherr tritt Verein A auf.
    Was die Darlehen angeht: Verein A hat ein fast abbezahltes Vereinsheim, bei Verein B weiß ich das nicht. Ob die Immobilie zur Besicherung herangezogen wird, weiß ich nicht.


    Soweit ich weiß, hängen die Kosten für einen Kunstrasenplatz stark vom Unterbau ab. Diese 470 TEUR kann man also genausowenig als Maßstab nehmen, wie die an anderer Stelle genannten 660 TEUR.


    Dieses Beispiel zeigt aber auch: Es gibt Zuschüsse (hier vom LSB) und ohne den Löwenanteil der Kommune wäre das nicht machbar. Die Kommune steht finanziell recht gut da.


    Hier http://www.dfb.de/uploads/media/DFB_Kunstrasenstudie_KF.pdf hat der DFB einige Informationen zu Kunstrasenplätzen zusammengestellt. Insbesondere die Gegenüberstellung von Pflegekosten und Nutzungsstunden finde ich sehr interessant.

    Den Fußball in die Schulen holen...
    Ein paar Anmerkungen dazu:

    • Gibt´s schon - allerdings nicht koordiniert.
      In der näheren Umgebung weiß ich von mehreren Schulen, an denen Stützpunkt-, NLZ- und Verbandstrainer eine Fußball-AG anbieten. Über die Teilnahme entscheidet meist eine Sichtung, das Ganze steht unter dem Deckmantel der Talentförderung; man muss aber kein Stützpunktniveau haben, um dabeizusein. Die Zusammenarbeit (heißt Finanzierung!) erfolgt teils über den DFB und teils über das NLZ. Ich will aber nicht ausschließen, dass die Schulen sich auf diese Weise Lehrerstunden vom DFB bezahlen lassen...
    • Ist der Fußball etwas Besseres?
      Wenn der Fußball per genereller Vereinbarung (Kultusministerien? DFB? Landesverbände?) in die Schulen getragen würde, könnten die Schulen nur noch eingeschränkt selbst entscheiden, welche Sportarten sie anbieten.
      Oder anders ausgedrückt: Wäre ich Handballfunktionär und sähe, dass der Fußball so flächendeckend seinen Nachwuchs rekrutiert, würde ich das für meine Sportart auch einfordern. Und für den Volleyball auch. Und Hockey und natürlich Formationstanz... Man sieht schon worauf ich hinaus will...
      In der Nachbarschaft gibt es einen erfolgreichen Ruderverein (hat schon Weltmeister und Olympiasieger hervorgebracht), der seinen starken Nachwuchs oft aus Ruder-AGs bekommt.
      Sinnvoll wird´s für den Fußnall doch nur, wenn man das flächendeckend so macht. Alle Schulen, alle Schulformen, alle Orte. Vielleicht hat man ja Glück, so dass man nur mit einer Grundschule kooperieren muss - spätestens beim Wechsel in die weiterführenden Schulen, sieht die Welt aber anders aus. Die 10 Spieler meiner Mannschaft gehen beispielsweise auf 6 unterschiedliche Schulen in 3 unterschiedlichen Orten.
    • Amerikanische Verhältnisse
      Es kam schon der Hinweis auf diesen Punkt. Ich habe mir dazu noch keine abschließende Meinung gebildet. Der Nachbarthread zu diesem Thema ist sehr interessant. Aber ist es das, was ich mir von meinem Hobby vorstelle? Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es dort keinen organisierten Amateurfußball oberhalb des Jugendbereiches. Das könnte irgendwann in diese Richtung gehen, wenn Fußball als Schulsport wahrgenommen wird.

    siebener
    Wenn jemand neu als G- oder F-Trainer anfängt, hat er sich nicht vorher 10 Jahre mit der Thematik beschäftigt. Manche bekommen vom Verein eine Richtung vorgegeben, andere nicht. Insofern muss man jedes Mal auf´s Neue mit den selben Einstellungen rechnen.


    GEben und Nehmen, oder ich gebe was und hab was davon und Firmen wägen das schon ab, ist hier vorbildlich gegeben.

    Das ist bei der Sponsorensuche oft ein Problem. Viele sprechen die Unternehmen als Bettler an. Erzählt den Unternehmen, was SIE davon haben.


    Der Ansatzpunkt "Kooperation Ausbildungsbetrieb-Fußballverein" könnte natürlich hervorragend in ein Konzept über mehrere Jahrgänge passen. Direkte Erfahrungen damit habe ich nicht, da ich in anderen Jahrgängen unterwegs bin. Ich habe solche Kooperationen aber schon in anderen Institutionen gesehen.

    @Xedo
    Bei Dir geht es um eine B-Jugend? Ich würde Fahrschulen ansprechen. Eine weitere Möglichkeit bei dieser Altersgruppe ist es, potentielle große Ausbildungsbetriebe, anzusprechen. Ihr vereinbart eine Betriebsbesichtigung mit Vorstellung der Möglichkeiten und Berufe im Unternehmen und die Jungs laufen Werbung für das Unternehmen. Die Personalchefs vorher darsuf hinweisen, dass für 16-jährige, die bereits 10 Jahre Vereinsfußball spielen, Teamfähigkeit eine Selbstverständlichkeit ist.
    Bei Trainingsanzügen immer darauf hinweisen, dass sie ggf. auch außerhalb des Fußballs getragen werden.

    Ich sehe da gar keinen Widerspruch zwischen Deiner Definition und der DFB-Philosophie. Ganz im Gegenteil. Endlich erklärt mal einer einfach und verständlich, was der DFB mit dem F-Ziel >>Vermitteln einfacher taktischer Tipps, die beim „Tore schießen – Tore verhindern” helfen!<< meinen könnte. Insofern: Vielen Dank für diesen Ansatz.
    Frag mal ein F-Kind, wo es am besten in den Zeikampf gehen sollte, wenn es ein Tor verhindern will: Nah vor dem eigenen Tor, egal wo oder möglichst weit weg vom eigenen Tor. Fast alle werden die richtige Antwort geben und auch Begründungen dafür parat haben.

    Da habe ich auch noch einen:


    Eine kleine Abwandlung von dieser Übung:
    http://www.soccerdrills.de/Zwe…20seiten/zweikampf67.html


    Statt eines Sechsecks nehme ich ein Achteck. Zuerst bekommt jede Ecke Farben und man ruft halt "rot" oder "blau". Im nächsten Schritt heißt die Regel "wenn ich rot rufe, meine ich blau". Später kommen Zahlen dazu, also 1,2,3,4. Dann kommen kleine Rechenaufgaben ins Spiel z.B. 5-3. Im nächsten Schritt kombinieren wir das: "Rot-4+gelb".
    Wenn´s noch nicht reicht, kann man noch eine weitere Variante einbringen, z.B. Proficlubs. Das wäre dann irgendwann: "Rot-4+Barcelona".


    Man kann auch zwei Spieler in die Mitte stellen und vier Spieler von zwei Farben aus starten lassen.


    In den leichteren Varianten habe ich das mit F-Jugenden gemacht; die schwereren auch mit E-Jugenden.

    Ja, ich kenne solche Spieler, wie Du sie beschreibst, auch. Manchmal fragt man sich, ob sie eigentlich wirklich Bock auf Fußball haben...


    Ich möchte aber mal einen anderen Aspekt beleuchten: Du schreibst, dass Ihr ein kleiner Verein seid und mit Ach und Krach diese eine F-Jugend-Mannschaft stellen könnt. Es sind nur noch 4 1/2 Jahre bis dieser Jahrgang in der C-Jugend 11er-Fußball spielt. Dann wird man jeden, den der Verein auf dem Weg dahin verloren hat, vermissen. Irgendjemandem aus Leistungsgründen nahezulegen, den Verein zu wechseln oder mit dem Fußball aufzuhören, ist für mich deshalb undenkbar. Dass der eine oder andere aufhört oder wechselt, kannst Du wahrscheinlich ohnehin kaum verhindern. Aber es selbst forcieren...?


    Wie verhält er sich denn im Training? Ist er beim 1:1, 2:2, 3:3 oder Zahlenfußball auch passiv? Ich habe manchmal den Eindruck, dass die "Schlafmützen" die Spielsituationen verzögert wahrnehmen. Daran kannst Du durchaus im Training arbeiten und das sind auch wichtige Themen in dieser Altersgruppe.


    Das nächste Thema ist sein Sozialverhalten. Wenn er Ärger macht, kannst Du das natürlich sanktionieren. Ihr werdet sicherlich Regeln im Umgang miteinander haben, die er natürlich auch einzuhalten hat.
    Seine Mitspieler haben sie ihm gegenüber aber ebenso einzuhalten. Und da hast Du nach Deinem Bericht auch eine Baustelle.


    Leider ist es so, dass solche Stützpunkttrainer häufig danach lukrative Angeboten von den Vereinen bekommen. Wer will es ihnen da verdenken, das sie etwas erreichen wollen und ihre persönlichen Interessen über die der mittelfristigen Talententwicklung stellen, für die sie ja nicht allein verantwortlich sind?

    Beim Stützpunkt arbeiten die doch auch nicht für lau. Ich dachte bisher immer gerade der Stützpunkttrainer wäre attraktiv bezahlt. Die Beträge kenne ich aber nicht. Liege ich damit falsch...?


    was haltet ihr davon, wenn ich den eltern einen infobrief zukommen lasse, in denen so ein text bzw. in der art steht oder lieber nicht in schriftform?

    Ich würde das auf einem Elternabend machen, das Besprochene kurz zusammenfassen und für alle (besonders die Abwesenden) per Mail oder Papier verteilen.


    Auf dem Elternabend kannst Du Deine Gründe besser erklären.
    Vielen Eltern ist gar nicht klar, dass Du die Trainings vorbereitest. Die denken, Du setzt Dich ins Auto, fährst zum Sportplatz und spielst ein bißchen mit den Kindern Fußball. Viele wissen auch nicht, dass "überraschendes" Nichtantreten zum Spiel Strafe kostet. Wenn man ihnen die Gründe erklärt, ist das aber für die meisten ganz einleuchtend.
    Was das Thema "Pünktlichkeit" angeht, findest Du hier schon einige Threads mit Tipps. Aber auch da gilt: Erkläre den Eltern, warum Pünktlichkeit wichtig ist.


    Für uns sind das alles Selbstverständlichkeiten. Wenn Du ihnen erklärst, warum bei einem Mannschaftssport andere Regeln gelten müssen als beim Mutter-Kind-Turnen, werden es die meisten auch verstehen.