22 Spieler halte ich sowohl für E- als auch für D-Jugend für zu viel. Ist man dem Konflikt, diese Mannschaft aufzuteilen, in der Vergangenheit bewusst aus dem Weg gegangen?
Leider ist unsere Jugendabteilung alles andere als optimal durchgeplant, viele Kinder spielen einfach da, wo die Eltern es gerne hätten, sprich die Teams sind nicht nach Jahrgängen unterteilt, sondern bunt durchgemischt. (Natürlich im Rahmen des Reglements, es spielen nicht E-Jugendliche mit C-Jugendlichen oder so
) Auch bei mir in der E1 habe ich 15 2002er und 7 2003er. Wie das halt so ist, sind auch einige 2003er fitter im Kopf und um einiges besser am Ball als so mancher 2002er, aber darum soll es nun nicht gehen.
Du kannst es drehen und wenden wie Du willst. Ein Verein muss in diesem Punkt eine klare Marschrichtung haben: Einteilung jahrgangsrein? Jahrgangsrein nach Leistung? Jahrgangsübergreifend nach Leistung?
Sonst darf man sich nicht wundern, wenn die Trainer irgendwann eine Münze werfen oder sich um die Kinder balgen, die Sponsorengelder vermuten lassen...
Und eine solche Vorgabe dürft Ihr auch von Eurer Jugendleitung erwarten und einfordern.
Ich habe die E1 zu Beginn der letzten Saison übernommen und alle sind mir richtig ans Herz gewachsen. Sie machen gut mit, entwickeln sich stetig weiter und erfolgreich sind wir auch (eine der besten Mannschaften im Kreis). Ich habe eine Philosophie die ich auch gedenke umzusetzen und die auch schon erste Früchte trägt. Nun komme ich aber mit dem Team am Ende der Saison an einen gewissen Punkt.
Ich habe mir etwas aufgebaut und möchte das gerne fortführen. Nun ist es ja so, das 7 2003er noch theoretisch in der E-Jugend bleiben könnten. In der Vergangenheit sind aber alle gemeinsam mit hoch gekommen, weil Eltern und Kinder einfach so ein eingeschworener Haufen sind.
Du trainierst dieses Team erst seit 1/2 Jahr? Nun ja... Dann haben auch andere etwas aufgebaut. So funktioniert ein Verein. Es geht nicht nur um einzelne Spieler, Trainer oder Eltern. Ein Verein ist schon ein größeres Gebilde...
Mir stellt sich nun die Frage, wie ich so etwas fair angehen kann, damit beide Seiten, D-Trainer und ich, zufrieden sind. Von der Vereinsleitung kommt leider wenig Unterstützung, oft heißt es nur "ihr kennt die Kinder ja am Besten".
Wie schon gesagt möchte ich am liebsten mit meiner kompletten Mannschaft zusammenbleiben. Ich bin Student und mache den Jugendtrainer als Hobby, weil es mir mit (diesen) Kindern sehr viel Spaß macht.
Wie schon oben gesagt: Ihr müsst den JL in die Pflicht nehmen. Nicht nur für dieses Mal sondern als generelle Vorgabe. Dass es Dir mit einer Mannschaft mit mehreren talentierten Spielern, die auch noch zu den stärksten im Kreis gehört, Spaß macht, kann ich verstehen. Die sind einfach zu trainieren und man gewinnt relativ häufig. Trainerische Herausforderungen sehen aber anders aus...
...oder bin ich eurer Ansicht nach zu "eigensinnig"? 
Hmmm... Ganz ausschließen kann man das nach Deiner Schilderung nicht... 