Beiträge von Follkao

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    Wir gehen auf dem Platz, die Auswechselspieler helfen dem Torwart beim Warmmachen. Die restlichen Spieler absolvieren gemeinsam ein Aufwärmprogramm selbstständig. Dabei bin ich jedoch IMMER am Platz und kuck nach dem rechten. Die Jungs laufen also erst einige Bahnen mit den gänigen Übungen zum Aufwärmen: Arme Kreisen, Knie anziehen, Anfersen usw...Danach wird sich gemeinsam im Kreis gedehnt. Anschließend bilden die Jungs kleine Gruppen (meißtens 3er oder 4er) und spielen sich den Ball auf kurze Distanz zu, immer in Bewegung bleibend. Nach 5 Minuten das selbe auf größere Distanzen.
    Ca. 15 Minuten vor Anpfiff mach ich mit den Jungs dann nochmal 4-5 Sprints damit sie richtig warm werden, anschließend Torschuss.
    Dann gehts in die Kabine, ein kurzes letztes Einstimmen, ich klatsche jeden Spieler ab bevor er aus der Kabine geht und dann ist Anpfiff.

    Gerade bei dieser Problematik würde ich das Aufwärmprogramm nicht immer gleich machen.
    In diesem Programm fehlen spielnahe Situationen. Eine Möglichkeit wäre ein 5:5 auf Ballhalten ggf. mit neutralen Anspielern an den Seiten. Da hast Du schon beim Warmmachen Gegnerdruck. In meiner E-Jugend ist im Warmmachprogramm immer eine Zweikampfform enthalten. Ob das für eine C-Jugend Sinn macht, kann ich allerdings nicht beurteilen.


    Machst Du beim Torschuss stumpfes Auflegen oder Passkombi ggf. mit Positionswechseln vorab?

    Es gibt bei uns im NFV tatsächlich Unterschiede innerhalb der D-Jugend. Bei Kindern des Jahrgangs 2002 ist es im Prinzip egal, ob der abgebende Verein zustimmt. Der Junge ist ab dem 01.01.2014 für Pflichtspiele und ab sofort für Freundschaftsspiele spielberechtigt. Für Kinder des älteren Jahrgangs (2001) wird die Sperre bei Freigabeverweigerung um weitere 3 Monate verlängert. Ob es bei allen anderen Kreisen auch so ist, weiß ich nicht.

    Nicht ganz richtig

    Zitat

    Bei Junioren ist ab 01.07. (Antragseingang) die Altersklasse des nächsten Spieljahres zu berücksichtigen

    Das heißt, dass der 2002er jetzt schon als älterer D-Jugendlicher gerechnet wird.
    http://nfv.de/index.php?id=46
    Und um auf die Frage zurückzukommen: Außer durch einen Umzug, gibt es keine Möglichkeit, das zu umgehen. So ärgerlich das in Eurem Fall auch sein mag.
    Für Freundschaftsspiele ist er natürlich sofort spielberechtigt.


    Was gefällt Dir daran eher nicht ?
    Die Mannschaft bzw. der Trainer ist sehr defensivorientiert. Nach dem Motto hinten muss die 0 stehen. Das 4-2-3-1 sehe ich auch eher als defensiv die sich dann sogar in ein noch defensiveres 4-5-1 umformiert bei ballverlust.

    Heißt Du eigentlich Guardiola und Dein Vorgänger Heynckes...? =) Zumindest ähnelt sich euer Vorgehen...
    Ich halte das 4-2-3-1 keineswegs für defensiv. Offensiv kann man das zu einen 4-3-3 machen und defensiv wie Du schon schreibst zu einen 4-5-1. Diese Variablität ist der große Vorteil im 4-2-3-1.
    Ich sehe das auch so, dass ab Bezirksliga das 4-2-3-1 das Standardsystem ist. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das nicht eher eine "Modeerscheinung" ist. Ich halte das 4-2-3-1, wenn man seine Variablität nutzen will, für recht anspruchsvoll. Wenn die beiden 6er auch bei eigenem Ball auf einer Linie bleiben, hat man den Effekt, den Du beschreibst - es wird ein defensives System.


    In Bezug auf die Ausbildung macht es für mich eher Sinn über das 4-4-2 oder 4-3-3 schließlich beim 4-2-3-1 zu landen. Insofern finde ich Deinen Gedankengang sinnvoll.

    Ganz genau. Und da ich dieses Verhalten nur bei ihm feststelle und ihm bloße Erklärungen nicht weiter helfen, lautet die anschließende Frage: Wie helfe ich ihm praktisch weiter ?

    Je nach Antwort auf die Frage, warum er sich nicht nach innen bewegt, würde ich eher weiter nach dem "Warum" fragen.
    Je nach Antwort kannst Du da bei vollkommen unterschiedlichen Ursachen landen.
    Vielleicht ist er normalerweise Brillenträger und kann im Spiel (ohne Brille) den Ballverlust auf der anderen Seite nicht schnell genug registrieren. Da könntest Du Individualtraining machen bis Euch die Füße rauchen - Du würdest nichts ändern.
    Vielleicht führen Deine Warum-Fragen auch dazu, dass er bislang immer Stürmer gespielt hat und ihn Ballverluste nicht zu interessieren hatten. oder, oder, oder


    Ich präzisiere mal mein Anliegen, weil es hier anscheinend völlig falsch aufgefasst wurde. Es geht nicht um die Frage, soll ich den "achso tollen Feldspieler" ins Tor stellen, obwohl er draußen ja besser wäre. Natürlich sollen die Jungs hauptsächlich den Spaß am Sport haben - und somit auch die Position ausfüllen, auf der sie sich wohl fühlen. Im Optimalfall ist das dann auch oft genug mit einer Leistungsexplosion verbunden. Es geht mir eher um den Ansatz der Talentförderung - wenn auch im begrenzten Rahmen. Nehmen wir mal ein Beispiel aus dem Bereich der Musik: Wenn man erkennt, dass ein Kind echt viel Talent mit einem bestimmten Instrument hat, stellt sich natürlich die Frage, ob man es diesbezüglich lieber fördern sollte oder doch nach Gutdünken schalten und walten lassen sollte. Es geht dabei gar nicht so sehr um "Schluchz. Er hat sein Talent verschwendet!". So wie ich das aber immer verstanden habe, füllen Übungsleiter - egal in welcher Sportart - die Aufgabe aus, Schwächen und Stärken der Kinder zu erkennen und entsprechend zu fördern.

    Das Sich-Ausprobieen-Dürfen ist doch gerade ein Aspekt der Talentförderung. Wer weiß schon, wie viele Talente uns verloren gehen, weil Trainer sagen "Ich brauche Dich auf dem Feld." Ich bin nicht ein Verfechter von "Jeder-muss-ins-Tor", aber doch einer von "Wer-will-der-darf-auch".
    Bezogen auf das Musikbeispiel. Wenn man festellt, dass ein Kind ein Talent für ein bestimmtes Instrument hat, legt man sich in der Ausbildung ja auch nicht auf ein betimmtes Genre fest. Wer weiß schon, ob der kleine Gitarrist mal bei James Last oder bei Metallica landet...?

    In Teilen kenne ich dieses Problem auch. Seit wir im Juni unsere Mannschaften eingeteilt haben, könnten wir in F, E und D jeweils mindestens eine neue Mannschaft bilden. Lediglich in einer Altersgruppe ist das auch gelungen. Regelmäßig (auch jetzt im Herbst) melden sich Eltern bei uns, deren Kinder zu uns wechseln wollen.
    Das eine Problem ist...: Für eine D1 findet man vielleicht noch problemlos einen Trainer, für eine D4 sieht das bei einem leistungshomogen einteilenden Verein schon ganz anders aus...
    Das nächste Problem sind die Platzkapazitäten bei längerem Schulbesuch. Ein Heimspiel unter die Woche zu verlegen oder ein Freundschaftsspiel in der Woche auszumachen, ist bei uns kaum machbar. Bei angesetzten englischen Wochen haben wir schon Probleme genug. Wenn ich dann in der Woche zu anderen Vereinen komme, sehe ich manchmal ein nahezu brachliegendes Sportgelände...
    Ihr seht also: Andere Bedingungen, andere Probleme.
    Das Trainerabwerben war bei uns lange ein Tabu. Inzwischen achten wir bei Gesprächen mit den Kollegen schon sehr genau darauf, wer unzufrieden ist. In einem Fall hat sogar einer Gerüchte gestreut, er käme zu uns.


    Was die Spielgemeinschaften angeht: Das ist für mich keine Schande, sondern ein Weg, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Ich sehe bei uns im Kreis mehrere Vereine, für die eine Zusammenarbeit sinnvoll wäre. Die wehren sich aber mit Händen und Füßen. Kann man denen noch helfen? Ein Verein dachte über eine SG mit einem andern Verein nach. Auf dem Weg zum anderen Verein käme man aber an mindestens zwei weiteren Vereinen vorbei. Ist es ein Wunder, dass die Eltern da ihr Unverständnis äußerten? Mit den anderen Vereinen kann man sich aber nicht bzw. wäre nur der "Juniorpartner" gewesen. Also macht man nix. Muss man sich dann wundern, wenn die Eltern und Kinder selbst eine Entscheidung treffen?

    Macht hier wirklich keiner Individualtraining ? Oder es ist wie Zuhause und keiner versteht mich ?

    Die Möglichkeit, ein Individualtraining anzubieten, werden hier nur sehr wenige haben. Und daraus folgend ist der Erfahrungsschatz auch wohl eher gering. Bezogen auf Dein Beispiel geht es ja darum, aus dem Offensivmodus ("Spiel breit machen") in den Defensivmodus ("Räume eng machen") zu wechseln. Auch wenn ich verstehe, dass es individuelle Fehler sind, passieren sie doch innerhalb eines mannschaftstaktischen Vorgangs. Ich stelle es mir schwer vor, dass in Individualtraining zu bearbeiten.
    Ich bin in anderen Altersgruppen unterwegs. Insofern kann ich hier auch nicht mit speziellen Erfahrungen dienen.


    Von der Vorgehensweise würde ich aber immer nach dem "Warum" fragen. Ein Spieler macht einen bestimmten Fehler. Warum macht er diesen Fehler? Welche Fähikgeit fehlt ihm?
    Bezogen auf die von mir bearbeitete Altersgruppe mal ein Beispiel: Spieler an der Außenseite bekommt den Ball aus dem Zentrum schräg nach vorne gespielt. Er lässt den Ball an sich vorbeilaufen und läuft dann hinterher. Kurz vor der Außenlinie hat er ihn. Mit der Körperfront steht er dann zur Außenlinie und mit dem Rücken zum Spielfeld. Von der einen Seite (Gegners Tor) kommt der Gegenspieler, so dass er nur noch die Option nach hinten hat. Spielt er auf "seiner" Seite, ist das dann zusätzlich noch der "schwache Fuß". Auf den ersten Blick ist das ein individualtaktisch falsches Verhalten.
    Ich würde hier also nach dem Warum fragen, ggf. auch mehrfach.(http://de.wikipedia.org/wiki/5-Why-Methode ) Warum lässt er den Ball an sich vorbeilaufen? Nähme er den Ball sofort an, hätte er ja zu allen Seiten Optionen. In meinem Beispiel landen wir evtl. bei Wahrnehmungs-, Koordinations- oder Konzentrationsproblemen und würden dann Übungen anbieten, die es erfordern sich auf eine Sache zu konzentrieren und sich gleichzeitig in eine Richtung zu bewegen.


    Bezogen auf Dein Beispiel heißt die erste W-Frage "Warum bewegt er sich nicht nach innen?"

    TW-Trainer
    Vielleicht habe ich da ja eine falsche Aufassung über Sinn und Zweck einer Jugendordnung, aber für mich ist das sozusagen das Grundgesetz für den Kinder- und Jugendspielbetrieb im DFB-Land (Man stelle sich mal vor, im GG stände "Die Würde des Menchen sollte unantastbar sein". - aber das nur so nebenbei...).
    Ich bin da etwas gebranntes Kind... Ich komme aus einem Kreis, in dem man sämtliche KIFU-Regelungen bislang einfach ignoriert hat. Erst in diesem Sommer wurden (offensichtlich auf Druck aus Barsinghausen) die Tabellen in der G-Jugend abgeschafft. Die Mail des KJO an die Vereine wirkte nicht so, als sei er von dieser Maßnahme überzeugt. Er hat den "Schwarzen Peter" zum Verband geschoben.
    Die Regel IIIc (Betretungsverbot des Großfeldes) setzen wir bei uns im Verein seit einiger Zeit um. Du glaubst gar nicht, was für Bechimpfungen man ertragen muss, wenn man die Leute vom Platz schickt...
    Ich möchte dann nicht sagen "Der DFB empfiehlt den Landesverbänden, dass sie den Kreisverbänden empfehlen, vielleicht einen kleinen Abstand zum Spielfeld einzuhalten". Ich möchte sagen "Der DFB verbietet den Aufenthalt von Zuschauern auf dem Großfeld. Basta".

    Verbindliche Regelungen wären so formuliert:

    Zitat

    "II. Spielbetrieb
    a) Der Spielbetrieb muss wie folgt geregelt werden:

    Bei den F-Junioren und jünger darf kein Meisterschaftsbetrieb stattfinden. Die Mitgliedsverbänden werden verpflichtet, dies im allgemeinverbindlichen Teil ihrer Jugendordnung zu verankern. Statt eines Meisterschaftsspielbetriebs dürfen ausschließlich Freundschaftsspiele oder Turniere mit verkürzter Spielzeit durchgeführt werden.
    usw.

    Die Tendenz finde ich gut. Verbindlich ist das so aber nicht...


    @ Follkao

    Wie kann ich das erfahren , einfach den Auswahltrainer fragen ??? Oder den Stützpunkttrainer ??? Wer kann mir da eine verbindliche Antwort geben ?

    Zunächsteinmal: Ich war oben davon ausgegangen, dass es sich um das letzte Jahr Stpkt-Förderung handelt. Aber es geht offensichtlich um die Sichtungen für die künftige U14/U15 Verbandsauswahl. Eine verbindliche Antwort auf die Mindestspielklasse wird Dir vermutlich niemand geben. Wenn Du Dir die Kader der U15-Auswahl ansiehst, kannst Du Dir die Anrwort aber vermutlich selbst geben. Und mit zunehmendem Alter wird das immer deutlicher.
    Wenn Dein Sohn bereits unter den Top 30 ist, ist es wohl nicht ganz abwegig, dass sogenannte "große Vereine" ihn auch im Blick haben.


    @ Follkao


    Der Trainer hat das Spiel nicht verlegt -und das ist auch nicht nötig , meine ausdrückliche Frage lautet , ob er meinen Sohn freistellen muss ?

    Da ich davon ausgehe, dass Dein Sohn keinen Arbeitsvertrag mit dem Verein hat, muss er auch nicht freigestellt werden. Er geht zur Auswahlmaßnahme und fertig. Spielerpässe müssen dort m.W. nicht vorgelegt werden, insofern kann ihn niemand daran hindern.
    Ob der Trainer Deines Sohnes ihn dann im nächsten Spiel spielen lässt, ist seine Sache.


    Wenn es dem Trainer nur darum ginge, seinen stärksten Spieler dabei zu haben, könnte er verlegen. Darum geht´s ihm aber offensichtlich nicht.


    Man kann also nur spekulieren, was dahinter steckt. Interessant zu wissen wäre, wie hoch die B-Jugend des aktuellen Vereins spielt. Sollte es Dein Sohn in die Verbandsauswahl schaffen, könnte es sein, dass die Verbandstrainer eine Untergrenze bzgl. der Ligazugehörigkeit ziehen. Vor diesem Hintergrund könnte der aktuelle Verein sagen "Wenn er es schafft, ist er sowieso bald weg.".

    Ich lasse die Spieler entscheiden. Und die Spieler wissen auch, dass jede Entscheidung i.O. ist.


    Wenn aufgrund personeller Probleme (Quantität - nicht Qualität!) ein Verzicht auf die Auswahl notwendig sein sollte, spreche ich mit dem Auswahltrainer. Das muss der Spieler nicht machen. Wenn mas das nicht zu oft macht, ist das seitens des Auswahltrainers auch kein Problem. Ich habe das in den letzten Jahren genau 1x gemacht. Der Auswahltrainer weiß also, dass ich nicht alle Nase lang damit komme.


    Auch ich habe schon bei einer Hallenzwischenrunde auf die Auswahlspieler verzichtet. Es gibt Kollegen, die einen deswegen für verrückt erklären... Bei solchen Gelegenheiten sieht man dann übrigens oft, wie andere aus dem Schatten der Auswahlspieler heraustreten. Kann also aus Trainersicht durchaus interessant sein.


    Auch bei uns im NFV ist es so, dass man Spiele verlegen kann, wenn Auswahlspieler abgestellt werden. Bei Hallenrunden geht das natürlich nicht.

    Ich glaube, Du musst uns schon etwas konkreter sagen, was sie genau machen und wie sie dadurch stören.


    Ich will Dir mal ein Beispiel geben: Ich habe einen Jungen im Team, der das Training auch stört. Nach Deiner Logik müsste ich ihn bestrafen. Der Junge hat ADHS und abends zur Trainingszeit lässt die Wirkung seines Medikamentes, das ihm einen halbwegs entspannten Schulbesuch ermöglicht, nach. Soll ich ihn wirklich bestrafen?


    Von seinem Problem weiß ich aber nur, weil wir einen offenen, vertrauensvollen Umgang mit den Eltern pflegen. Und wenn ich das weiß, weiß ich auch, dass manche Maßnahmen bei ihm sinnlos sind. Soll ich einen Jungen, der nicht weiß, wohin mit seiner Energie, mit an-den-Rand-setzen bestrafen? Oder gebe ich ihm besser die Möglichkeit, sich auszupowern?


    Dann gibt´s aber natürlich auch die echten Grenzentester. Da sieht die Welt sicherlich anders aus. Also: Wie genau stören sie?