Beiträge von Follkao

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    Da wird häufig etwas durcheinander geworfen.
    Wenn wir von "Abmelden" reden, reden wir über das "Abmelden vom Spielbetrieb der Fußballabteilung" des jeweiligen Vereins. Damit ist nicht unbedingt der Vereinsaustritt gemeint. Bei einem Mehrspartenverein kann er ja durchaus noch Jazzdance oder Aerobic machen. Und das erklärt dann auch, warum die Kündigungsfristen nicht mit dem Fußballspieljahr deckungsgleich sind. In anderen Abteilungen können das ja ganz andere Termine sein.
    In Deinem speziellen Fall, Andre, kann ich den Ärger verstehen. Und das erst recht, wenn das in anderen Fällen anders gehandhabt wurde. Offensichtlich werden da aber auch alte Rechnungen beglichen. Und daran, dass diese Rechnungen als offen empfunden werden, hast Du vielleicht ja auch mitgewirkt... ?(


    Das Spielrecht erlischt übrigens nicht mit der Kündigung. Der Verein ist verpflichtet, das Spielrecht nur für Vereinsmitglieder zu beantragen. Vor Ablauf der Kündigungsfrist ist man noch Mitglied.

    Gestern. Letztes Training vor den Ferien mit der neuen Mannschaft. Abschlussrunde.
    "Und jetzt kommen wir zu den Hausaufgaben für die Ferien."
    Entsetzte Gesichter.
    "Spielt mit Euren Kumpels Fußball."
    Erleichterte Gesichter.
    Ich habe dann aber schon darauf hingewiesen, wie viel Spaß Beachsoccer macht. Die sollen Ihre Väter ruhig fordern...


    Zum Thema Hausaufgaben aber noch ein anderer Aspekt am Beispiel meiner neuen Mannschaft: Ich habe grundsätzliche Schwierigkeiten bei der Passtechnik festgestellt. So weit kein Problem. Ist ein E-Jugend-Thema und ich habe 1-2 Jahre, um daran zu arbeiten. Nun könnte ich Hausaufgaben mit der Garagenwand, Gartenmauer o.ä. aufgeben. Aber wer korrigiert bei falscher Ausführung? Vielleicht schleichen sich da Fehler in der Ausführung ein...?


    Mehr Laufen = mehr auffallen = Superspieler....??????

    So einfach ist es zum Glück nicht. Aber was macht denn einen guten Fußballer aus? Natürlich sollte er keinen Krach mit dem Ball haben. Aber auch, wenn der Ball mein bester Freund ist, bringt es mir nichts, wenn ich mich ausschließlich im Mittelkreis aufhalte.
    Um auf die angefragte Altersgruppe zurückzukommen: Auffällige E-Jugendspieler haben eine ordentliche Technik und sind "geil auf den Ball". D.h. sie attackieren den Gegner, suchen den Zweikampf, sind anspielbereit, setzen bei Ballverlust nach. Von außen wird das oft als Laufleistung angesehen. Viel wichtiger ist dafür aber die Laufbereitschaft und das ist eher eine Charakterfrage.


    Auch wenn mit meiner Antwort ein Sturm der Entrüstung über mich hineinbricht, ich bin nur ehrlich.
    Ich würde wahrscheinlich nicht auf dem Niveau weiterspielen.

    Nee, überhaupt keine Entrüstung. Wenn die Vereine das Geld verteilen, finde ich es nicht verwerflich es zu nehmen.
    Was manche Vereine treiben, finde ich aber bedenklich.

    ...und muss mit nach Hinten kommen für den Spielaufbau, aber da habe ich schon 10 mal gesagt ohne Wirkung.

    Und was kann er daraus gelernt haben? Wenn der Trainer Dinge sagt und ich mich anders verhalte, passiert nix.

    Sry aber den Schuh ziehe ich mir nicht an, wenn der Spieler permanent kein Bock hat, und lauffaul ist, dann wird er weder bei Dir noch bei irgendeinem anderen Trainer zu einem Vorbild werden, jemand der immer mit nach hinten arbeitet. Man muss den Spielern eine gewisse Selbstverantworung zuschreiben, jeder trägt Verantwortung für das Team, und das kann nicht immer nur der Trainer sein.

    Wenn Appelle wirkungslos sind, liegt die Ursache entweder beim unmotivierten Kind oder sicher auch beim Trainer, was ich aber nicht einsehe bei mir die Schuld dafür zu suchen warum ein (Kind) nicht richtig läuft? Man kann das Kind nicht immer als Opfer des Trainers ansehen, immer hat der Trainer Schuld, macht irgendwas falsch, ...

    Das heißt, dass Du das Thema "Zurückarbeiten" im Training schon angegangen bist. Wie bist Du da vorgegangen?


    Noch vor nicht allzu langer Zeit von einem Kreisverantwortlichen bei einem der größte Turniere für G und F ( über 200 Mannschaften ) hier über Mikro die Aussage an alle anwesenden Eltern: Es bestehen Gerüchte das es den Spielbetrieb bei G und F mit Tabellen nicht mehr geben wird. Wir machen das nicht mit !" Zustimmendes Kopfnicken überall.

    ...um die Geschichte weiterzuerzählen...: Auf Druck des NFV hat man wenige Wochen später die Vereine informiert, dass es keine Tabellen mehr in der G gibt. So weit - so gut? Nee, nichts ist gut. Die Tabellen wurden lediglich nicht veröffentlicht. Die Vereine bekamen sie nach der Runde per Mail. Letzte Woche war dann Kreismeisterschaftsendrunde für F- und G-Jugend. Und somit haben wir auch 2014 einen G-Jugend-Kreismeister... In der NFV-Jugendordnung ist ein Meisterschaftsbetrieb für G-Junioren verboten. Die Kreisvorsitzenden wurden im letzten Sommer nochmals explizit darauf hingewiesen. Interessiert keinen.
    Beim Jugendstaffeltag stellt sich dann der Kreisjugendobmann hin und schildert alld die Probleme im KiFu, die wir auch alle kennen. Danach erzählt er von der FPL und sagt "Ich weiß noch nicht wie und wann - aber das machen wir auch." Ich befürchte eine ähnliche Einführung, wie man sie hier im Forum immer wieder liest... Die FPL-Regeln sind einfach - die Gründe sind aber erklärungsbedürftig. Die Regeln in die Ausschreibung aufzunehmen, reicht da nicht.


    Ansonsten halte ich die Formationsdiskussion auch für überbewertet. Entscheidend ist, was die Kinder daraus machen.

    100% Zustimmung.
    Ich werfe trotzdem noch das 2-4-2 in den Raum. Defensiv wird das zum 4-3-1 oder zum 4-4. Ist die Weiterentwicklung des "Gemeinsam Tore schießen, gemeinsam Tore verhindern" und Vorbereitung des 4-4-2 auf dem 11er Feld,


    das Wichtigste für mich, dass die Roation überhaupt mal in die Köpfe kommt, darüber diskutiert wird, dass sich Trainer gedanklich damit befassen.


    Geschähe dies draussen vor Ort, auf dem Platz, so wie hier im Forum, dann wären wir bezüglich der Rotation vor allem im Kinderfussball doch ein ganzes Stück weiter. vielerorts sind wir aber davon noch ein gutes Stück entfernt.

    Genau. Die Diskussionen hier sind in der realen Welt noch nicht angekommen sind. Erst kürzlich hatte ich eine Diskussion mit einem F-Jugendtrainer, der meinte Fußball sei schließlich ein Ergebnissport... ?(

    • ...oder als Abschlussfahrt ein internationales Turnier oder ähnliches mit Übernachtungen machen. Wie sind eure Erfahren damit?
    • zu drei Vierteln (tendenziell mehr) aus Migrantenfamilien plus bildungsferne Schichten besteht. Ist das ein unkalkulierbares Risiko?
    • Und mit welchem Budget kommt man (im groben Schnitt) aus?
    • Oder sollte man Elternbetreuer mitnehmen (zum Beispiel den letztjährigen Trainer)?

    Ich habe Deine Fragen mal etwas durchnummeriert, um sie einzeln beantworten zu können.

    • Damit habe ich inzwischen einige Erfahrungen, da ich schon mehrmals solche Fahrten durchgeführt habe. Für die Kids ist das ein Riesenerlebnis.
    • Auf diesen Turnieren habe ich schon solche Mannschaften aus unterschiedlichen Ländern angetroffen. Besondere Probleme konnte ich nicht erkennen. Das hängt aber sehr stark davon ab, wie diszipliniert die Truppe ist. Die Regeln des Wochenende zu klären, ist für mich immer erster Tagesordnungspunkt nach dem Aufblasen der Luftmatratzen.
    • Da kommen wir zu dem Punkt, der für Dich untrennbar mit 2. verbunden ist. Können sich Deine Eltern das überhaupt leisten? Eine int. Turnierreise (z.B. Euro-Sportring) geht meist über ein langes Wochenende (Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt, Fronleichnam). Du hast also 2-3 Übernachtungen + Anfahrt + ggf. Verpflegung + Taschengeld. Die Kosten pro Teilnehmer lagen bei mir immer zwischen 100 und 120 EUR (und wir haben immer die günstigste Übernachtungsmöglichkeit gewählt). Auch, wenn es Zuschüsse von Stadt, Landkreis, Verein oder wem auch immer gibt, wirst Du die Eltern zur Kasse bitten müssen. Je früher Du Bescheid weißt, desto besser kannst Du in diesem Punkt planen. Z.B. ein Turnier veranstalten oder Sponsoren gewinnen...
    • Unbedingt. Dass Eltern mitfahren, ist für meinen Kollegen und mich nichtverhandelbare Voraussetzung. Wir hatten da auch noch nie Probleme. Die Bereitschaft war immer vorhanden.

    Wie aber willst du jemanden zwingen, der vielleicht von der Leistungsstärke in die erste Mannschaft gehört, aber nur in der zweiten spielen will?

    Gar nicht. Selbstverständlich darf jeder so tief spielen, wie er möchte. In diesem Fall ist es aber umgekehrt. Da möchte jemand höher spielen. Wenn er unbedingt mit seinen Kumpels spielen will, müssten also seine Kumpels zu ihm runter kommen. Kommt aber selten vor.
    In aller Regel sind das aber keine Probleme der Kinder sondern Probleme der Eltern, wie auch Günther schon beschrieb. Ich habe in den letzten Jahren schon oft von Müttern gehört, dass ihr Sohn wohl mit dem Fußball aufhören wird, wenn er nicht (mehr) mit seinen Freunden zusammenspielt. Teilweise waren diese Mütter in Tränen aufgelöst. Seltsamerweise spielen diese Kinder alle noch Fußball.
    Mein Gegenargument heißt daher immer, dass diese Kinder eher aufhören, wenn sie weiterhin in jedem Spiel und Training überfordert sind. Diese Gespräche stehen mir in diesem Sommer auch wieder bevor. Eins habe ich schon hinter mir... Mit fliegender Cola habe ich´s aber noch nicht erlebt.


    In diesem Zusammenhang ist übrigens der Zeitpunkt der Bekanntgabe der Zusammenstellungen wichtig.
    Coach11: Wenn Ihr am Himmelfahtswochenende eine große Veranstaltung habt, hätte ich die Beklanntgabe erst nach Himmelfahrt gemacht.