Beiträge von Follkao

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    steht auch im Gegensatz zum Werdegang meines Ältesten, mit dem ich einen anderen Weg gegangen bin, und der mir das
    dann vor nicht allzulanger Zeit vorgeworfen hat.

    Immer wieder treffe ich Väter von Fußballern, die über den Werdegang ihrer Söhne in der Ich-Form sprechen...
    Könnte die spätere (Un-)Zufriedenheit mit den getroffenen Entscheidungen auch damit zusammenhängen?


    da er von einem Leistungsorientierten Verein abgeworben wurde.


    Leistungsorientiert? Das ich nicht lache.

    Höchste Klasse die im Jugendfußball erreicht werden kann?
    A und B Jugend Bundesliga und C Jugend Regionalliga, oder höchste Klasse in der D Jugend?


    dass dein Sohn in einen Leistungsverein gewechselt ist,



    Und in sogenannten Leistungsvereinen läuft nun mal auch nicht alles so ab,


    Bis einschließlich D-Jugend gibt es keinen leistungsorientierten Vereinsfussball,


    Das Problem des leistungsorientierten Vereins.
    Alle reden davon und handeln ihrer individuellen Begriffsdefinition nach, doch geht ins Detail und stellt Fragen hierzu, bekommt man völlig unterschiedliche Meinungen und Ansätze.


    Ich finde man sollte noch einmal zwischen leistungsorientiert und erfolgsorientiert unterscheiden. Meine U13 spielt ebenfalls in der höhsten Liga und da finde ich schon, dass es Leistungsfußball ist


    Die Frage ist jedoch was im Aufbaubereich ( D jugend) "Leistungsorientiert" bedeutet.
    Leistungsorientiert ist eine gerne benutzte Phrase um sich abzugrenzen.
    Mit "Leistungsfußball" kann ich ebensowenig etwas anfangen.


    Ja. Aber es gibt auch die, die Eltern und Kindern o.a. predigen und sie kurz darauf in den eigenen "leistungsorientierten" Verein abwerben wollen.


    gerade aber die mittleren Leistungsvereine-Vereine (zumindest die ich kenne) schreiben sich den Ausbildungsgedanken zu, handeln aber dann letztendlich erfolgsorientiert.

    Tja Leute... Alle reden drüber und keiner weiß, was es ist... Was ist ein Leistungsverein, leistungsorientierter Verein, Leistungsfußball, leistungsorientierter Fußball?
    Ihr merkt schon: Ich kann mit den Begriffen nix anfangen. Man versucht damit immer wieder Dinge zu rechtfertigen. Frei nach dem Motto: "Wir befinden uns hier schließlich im Leistungsfußball. Da muss man mit diesem oder jenem schon leben."
    Ich halte das für ausgemachten Blödsinn. Fragt mich nicht, was Leistungsfußball ist. Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, was ein leistungsorientierter Verein ist. Wenn ich diesen Begriff höre, läuten bei mir aber immer alle Alarmglocken.

    @ Akjfv
    Höchste Klasse D Jugend

    Je nach Landesverband reden wir hier also von der Kreis- oder Bezirksliga.

    @ Micha Mittelfeld.
    Tja ich wollte zum Jugendvorstand und ihm die Sache schildern und er möge sich das Training mal so anschauen das der Trainer ihn nicht sehen kann.
    Sollte es aber so gewollt sein habe ich noch mal verloren und noch viel schlimmer dann mein Sohn.

    Schlimmer kannst Du es damit aber nicht machen. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, kann er kaum weniger Spaß als jetzt haben.


    Unser Mittelfeld war aber meist nicht vorhanden, wir hatten 3 Verteidiger, 3 Angreifer und in der Mitte war ein großes Loch. Der Angriff versteht meist nicht, dass sie sich nach hinten arbeiten müssen und die Verteidiger das selber nach vorne.

    Das ist für eine E-Jugend nicht ungewöhnlich. Sehe ich oft. Hat meines Erachtens aber nichts mit einer Grundformation und erst recht nichts mit einem System zu tun. Immer dann, wenn ich Spieler übernehme, die bei ihren Vortrainern keine Rotation kennengelernt haben, habe ich das auch.
    Meistens dauert es dann bis November, um das weitestgehend in den Griff zu bekommen.
    Wie?
    Im Spiel und besonders im Training (!) Rotation. Dabei muss man aber aufpassen, sie nicht sofort zu überfrachten.
    Im Training Spielformen, die das Nachsetzen und/oder Aufrücken fördern oder provozieren.


    Ach ja...: Was das "schöne" Rausspielen mit flachen, kurzen Bällen angeht. Ist es Fußball, den Ball flach mit vielen kurzen Pässen vor´s Tor zu tragen? Oder ist es Fußball, mit einem diagonalen Pass über das Feld einen Offensivspieler schnell in eine Abschlussposition zu bringen? Für mich ist beides Fußball. Die Kunst ist aber, zu entscheiden, welche Variante gerade besser ist. Wer also von seinen Spielern verlangt, immer nur kurz und flach hinten rauszuspielen, beraubt sie einer Option. Wer immer den langen Ball verlangt, natürlich genauso.

    Diese Übung im speziellen ist die einfachste Variante um das direkte Kombinationsspiel zu verbessern.


    Und nach dem Training wird es im Besprechungsraum an Vieos gezeigt welche vorteile die einzelnen übungen haben.


    Nochmal : Es ist eine E Jugend Altjahrgang

    Also ehrlich gesagt... An dieser Stelle fragte ich mich, ob ich mir jetzt verar***t vorkommen sollte...


    Ihr mögt es vlt nicht verstehen aber es gibt auch vereine die eine Leistungsorientierte Jugendabteilung haben ;)


    Warum Ich nach Rat frage ?
    Um von Trainern erfahrungen einzuholen wie sie mit sollch einer Situtaion umgegangen sind.


    Und wer sagt das Ich keinen Rat annehme ?


    Heißt leistungsorientierte Jugendabteilung, dass Eure Mannschaften zusammengesichtet sind? Oder ist das halt einfach nur Euer Anspuch?


    Aber Ratschläge habe ich auch:

    • Ich würde mir die Frage stellen, womit ich einen E-Jugendlichen weiterbringe: Mit einstudiertem Kombinationsspiel oder indem ich ihn in die Lage versetze, die richtige Entscheidung zwischen Pass und Dribbling zu treffen? Das eine mache ich in Übungsformen, das andere in Spielformen.
    • Ihr kennt sicher auch diese Gespräche mit Trainerkollegen aus anderen Vereinen: Was ist aus dem Spieler geworden? Wie hat sich jener Spieler entwickelt?
      Ein solches Gespräch hatte ich kürzlich. Es ging um einen Spieler, der im Kinderfußballalter nicht sonderlich auffällig war. Im Training war er eher derjenige, auf den man immer ein Auge haben musste, da er sonst nur Mist macht. Inzwischen ist der Junge im NLZ und hat dort bereits einen Jahrgang übersprungen. Stell Dir vor, den hätten sie weggeschickt, weil er das Training stört...
    • Du beschreibst ein Verhalten Deines Spielers bei Spielen, das man schon fast "natürliches Führungsverhalten" nennen kann. Diese Fähigkeit ist unglaublich wertvoll. Ich habe schon einige gesehen, die den Anspruch an sich hatten, so zu sein. Ich habe aber nur ganz wenige (eigentlich nur einen) gesehen, der das auch konnte. Und das war einer, der diesen Anspruch an sich selbst nicht hatte. Dieses Verhalten auf dem Platz ist wahnsinnig wertvoll. Da könnte man sogar damit leben, wenn sie fußballerisch nicht die großen Könner sind.


    Im Spiel wiederum baut er schwächere Spieler sogar auf , ermutigt sie , lobt sie , baut sie mental wieder auf .


    Das ist eine Fähigkeit, die in dem Alter nicht viele haben. Er kann vorangehen und versucht, die anderen mitzuziehen. Der Vorschlag von isimple kann so jemanden aufwerten, da Du ihm gefühlt Verantwortung überträgst. Ist also ein Weg, den man versuchen kann. Ansonsten auch mal versuchen, zwischen Spiel- und Übungsform zu wechseln.
    Die Passübung, die Du oben beschrieben hast, ist sicherlich gut für die Technik aber für einen 10-Jährigen trotzdem totlangweilig.

    ich bin jetzt überrascht von der antwort.
    wenn es aber egal ist, mit welchen jahrgängen die mannschaften gefüllt sind, wieso nennen einige vereine ihre mannschaften nicht b2, oder c2 oder d2, sondern u16 und 14 und u12? einfach nur um den anderen vereinen zu zeigen das diese nur mit einem jungjahrgang spielen? und wenn sie mittendring lust haben mit altjahrgängen zu spielen, können sie das einfach machen? ok, das hätte ich jetzt nicht gedaht.

    Es geht nicht darum, wie der Verein die Mannschaft nennt, sondern darum, was in der Ausschreibung des Kreises/Bezirkes steht. Sieht die Ausschreibung eine Unterscheidung nach den klassischen Bezeichnungen (C-Jugend) vor, kann in der U14 auch ein oder mehrere oder sogar ausschließlich 2000er spielen.


    nach Streitigkeiten mit dem Vorstand wurden unserer Damenmannschaft die Kunstrasenplatzeinheiten gestrichen, und diese dürfen jetzt auf Asche trainieren.

    Jetzt wissen wir natürlich nicht, was das für Streitigkeiten waren... Aber das wäre bei uns genau die Konsequenz, die wir auch ziehen würden, wenn sich eine Mannschaft nicht an Absprachen hält.

    Es kommen bei diesem Thema viele Aspekte zusammen.

    • Wenn ich weiß, dass einem Spieler privat der Schuh drückt, kann ich vieles, was ich auf dem Platz sehe, besser einordnen. Ich kann mich an einen Fall erinnern, in dem der Junge plötzlich nachließ, unkonzentriert wurde, nah am Wasser gebaut hatte. War für den Jungen sehr ungewöhnlich. Ich konnte das nicht einordnen und habe Wochen später von Problemen im Elternhaus erfahren.
    • Gerade bei Trennungskindern hilft einem das Wissen um die aktuelle Situation, das Verhalten der Kinder besser zu verstehen.
    • Auch die schulische Situation spiegelt sich auf dem Platz oft wider.

    Spricht also alles dafür, die private Situation im Auge zu haben?

    • Seit ich nicht mehr meine eigenen Kinder trainiere ist meine Bindung zu den Spielern und ihren Familien deutlich loser. Ich komme aus einem Ort, in dem man sich durchaus kennt - aber man läuft sich auch nicht andauernd über den Weg.
    • Wenn man eine Mannschaft trainiert, in der auch "Auswärtige" sind, wird man generell weniger von denen mitbekommen. Bei einer C-Jugend wie in Steinis Beispiel ist das ja nicht abwegig.
    • Seit ich die Spieler nur ein oder max. zwei Jahre habe, bekomme ich weniger vom Innenleben der Familien mit. Ich lass das aber auch nicht mehr so nah an mich ran.

    Wenn also ein Trainer sagt, dass er alle gleich behandeln will, heißt das ja auch, dass er zu allen gleich viel Distanz oder gleich viel Nähe haben muss. Insofern ist das wohl eine Typfrage.

    @Günther
    Ich bin durchaus in einem Verein, der verglichen mit vielem, was ich hier lese oder in der Nachbarschaft sehe, schon sehr gut aufgestellt ist. Trotzdem oder gerade deswegen braucht man Visionen, wie es weitergehen soll.
    Wir haben z.B. einen Zulauf von Nachbarvereinen, den wir in Bezug auf Platz und Personal bald nicht mehr bewältigen können. Da werden wir über kurz oder lang grundsätzliche Entscheidungen treffen müssen.


    für mich gibt es 3 Hauptmotivationen des Trainers


    Geld, Kind, Vereinsverbundenheit. alle 3 Gründe treffen bei mir nicht mehr zu. abgesehen mal vom Alter, warum sollte ich da Trainer machen?

    Wie wär´s mit Spaß an der Sache...?
    Nach jemandem wie Dir, Günther, lecken sich die Vereine die Finger.


    Veränderungsprozesse einleiten... Ja, an diesem Thema nage ich auch rum. Und es ist noch schwerer als ich es mir vorgestellt hatte. Ich befasse mich auch beruflich mit solchen Themen - aber da weiß ich in der Regel vorher, wer meine Stakeholder sind. Innerhalb eines Vereins kommt es oft sehr überraschend, wer gerade warum Stimmung gegen Dich macht...
    Für mich heißt das, dass die Schritte zur Einleitung der Veränderungen sehr klein sein müssen, um den Verein nicht zu überfordern. Als ich mein aktuelles Vorstandsamt übernahm, hatte ich mir vorgenommen, bis zum heutigen Zeitpunkt deutlich mehr erreicht zu haben. Dazu kommt noch ein weiterer Aspekt: Wenn Du plötzlich in der Verantwortung steckst, bist Du auch verantwortlich für das Tagesgeschäft. Und das allein kann einen schon voll beanspruchen.
    Ich will´s mal klarer machen: Auch, wenn ich Visionen habe, wie der Verein übermorgen funktionieren könnte, muss ich heute jemanden finden, der ab morgen den Trainerjob (z.B. bei einer unteren Mannschaft) macht. Das ist keine Ausrede auf Veränderungen zu verzichten, aber ein Grund, weshalb man langsamer voran kommt.
    Wenn wir alle Pläne, die wir in der Schublade haben, bei der nächsten Abteilungsversammlung auf den Tisch legen würden, wäre der Verein vollkommen überfordert.