Beiträge von Follkao

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    @Follkao


    Das konnte Robben auch schon vorher. Irgendwann hatten sich halt alle Gegenspieler inder Bundesliga darauf eingeschossen, dass er gern nach innen zieht und dort auch torgefährlich ist. Deshalb lassen sie ihm die Außenbahn frei. Denn da kann er nur flanken!

    Auf die Idee, ihm die Innenbahn zuzudoppeln, waren die Gegner ja bald gekommen. Den Raum auf der Außenbahn hat er dann aber einfach ignoriert. Insofern gehe ich davon aus, dass er seinem eigenen rechten Fuß schlicht nicht traute. Inzwischen traut er ihm immer öfter... Da könnte auch Training eine Rolle spielen...

    Dieser Trainer verhindert bestimmte Dinge nicht und schreit sie auch nicht an und das in der schönsten Zeit des Tages...in der Freizeit. Dieser Trainer lässt sie, so sie sich übernehmen kurz stürzen o.ä. und sie bestimmen das selber ob das gut war oder nicht und hören zur Not aus Erfahrung damit auf...was so beim unwissenenden vielleicht ignoranten Trainer so nicht stattfindet, denn der fordert unmögliches weiter.

    Stimmst Du mir zu, dass wir heute technisch besseren Fußball haben als früher...?
    Anderer Punkt: Du kommst ja immer wieder auf den schreienden Trainer im Kinderfußball. Ja, den gibt´s - aber doch nicht ausschließlich. Das sind doch Ausnahmen. Bei uns im Verein gibt´s den nicht. Wenn ich auf die gerade zu Ende gehende Saison blicke, kann ich mich an zwei Schreitrainer erinnern. Das heißt, dass 30-40 nicht geschrien haben...
    Stell das also bitte nicht immer als Standard dar.


    Ich vergleiche den Ball mit dem Auto. Ob ein Ball naht mit 20 oder 110 km/h (nimm mal die Werte einer Ballschussanlage)...oder ein Auto kommt.
    ...egal ob beim rollenden Ball oder dem Auto oder sonst was.

    Und genau dieser Vergleich hinkt. Grund habe ich oben genannt.

    Ebend nicht. Es beweist, dass sie den in den Lauf quer gespielten Ball falsch einschätzen und zwar in seiner Geschwindigkeit. Wäre das nicht so, würden sie statt im 90Gradwinkel abzubiegen, diesen an.- und mitnehmen. Dazu sind sie aber im unteren Jugendbereich alters.- und entwicklungsbedingt nicht in der Lage.

    In den letzten Jahren habe ich ca. 60-70 Kinder im E-Junioren-Alter trainiert. Aus dem Stehgreif kann ich mich an 6 erinnern, die dieses oder ein ähnliches Verhalten zeigten. Zwei von denen waren wegen Konzentrations- und/oder Wahrnehmungsauffälligkeiten in Behandlung. Vier kamen von einem Trainer, der auf koordinative Elemente im F- und G-Training keinen Wert gelegt hatte.

    Diese Studie, die sich mit dem Straßenverkehr beschäftigt, 1:1 auf den Fußball zu übertragen, ist meines Erachtens nicht möglich.
    Dennoch deckt sie sich in weiten Teilen mit den Erfahrungen, die ich im Kinderfußball gemacht habe.

    Da sich die Konzentrationsfähigkeit der Kinder in der heutigen Zeit zunehmend verschlechtert (zu viel Fernsehen, zu viele Computer-Spiele, Reizüberflutung), lassen sich inzwischen auch noch ältere Kinder (8- bis 12jährige) zu leicht ablenken - und das verringert ihre Verkehrssicherheit.

    Dass sich die Konzentratinsfähigkeit verschlechtert hat, zeigt ja, dass sie veränderbar ist.

    Durch Training läßt sich die motorische Entwicklung im Grundschulalter etwas beschleunigen (BASNER und DE MAREES, 1993). Aus diesem Grund ist ein motorisches Radfahrtraining in der Schule sinnvoll.

    Ganz wichtiger Punkt: Training kann die motorische Entwicklung beschleunigen. Ich würde es noch konkretisieren, indem ich es auf richtiges (im Sinne von altersgerecht/zielgerichtet etc.) beschränke.
    Jedes Jahr kommen Kinder zu mir, die vorher von unterschiedlichen Trainern trainiert wurden. Und da kann man dann einen deutlichen Unterschied in Bezug auf die motorischen und koordinativen Fähigkeiten sehen. Die Art und Weise des Trainings muss da durchaus einen Einfluss haben...


    Damit sich die Motorik im Kindesalter angemessen entwickeln kann, müssen sich die Kinder viel bewegen. Aus diesem Grund sind Kinder unruhiger als Erwachsene, sie haben einen stärkeren Bewegungsdrang .

    Sicherlich wurde in Deinem Trainerlehrgang auch das Thema "Bewegungswelt heutiger Kinder" behandelt.
    Da hat sich in den letzten Jahrzehnten einiges verändert. Wir haben in den 70ern zu Anfang der Ferien einen Bolzplatz auf einer Waldlichtung selbst gebaut und den Rest der Ferien darauf gekickt.
    (Off topic: Ich erinnere mich gerade wie gelenkschonend dieser Waldboden war. Könnte sich so manch aktueller Kunstrasen ´ne Scheibe von abschneiden...)
    Diese Bewegungserfahrungen haben Kinder heute nicht mehr. Wir können ihnen aber Bewegungserfahrungen vermitteln. Mir wäre auch lieber, sie würden sie im Wald sammeln. Tun sie aber nicht.


    Ich denke heute ernsthaft darüber nach, dass es im Prinzip zu einem totalen Umdenken kommen müßte, so die Studie richtig ist und auf den Fußball bezogen werden kann.

    Und das ist die Frage: Kann sie 1:1 und in allen Teilen auf den Fußball übertragen werden?

    dass so frühestens ab der D, spätestens ab der C plötzlich -mehr oder minder selbständig anfangen, ein Passspiel aufzuziehen. Je nach technischen Möglichkeiten

    Je nach technischen Möglichkeiten sagst Du... Wann würdest Du die technischen Grundlagen legen, wenn Du erst in der D anfängst...?

    Da sieht man dann auf den Plätzen Passtraining (ein Ball rollt, ein Auto fährt..wo ist da der Unterschied?)

    Der Unterschied liegt in der Entfernung zum Objekt und in der Geschwindigkeit des Objektes.
    Und das ist für mich der Grund, warum man diese Studie nicht 1:1 auf den Fußball übertragen darf.
    Im Straßenverkehr geht es um Entfernungen vom Nahbereich bis zu mehreren hundert Metern. Im Kinderfußball ist der Platz 30-50m lang. Wenn es um einen Pass geht, ist die Entfernung eher unter 10m.
    Im Straßenverkehr geht es um Geschwindigkeiten von Schrittgeschwindigkeit (eher selten) bis zu 50 km/h in Ortschaften; leider auch oft bis 80 km/h und mehr.
    Im Kinderfußball geht es um Geschwindigkeiten im Schritttempo. Ein Pass mag manchmal auch 15-20 km/h haben.


    ....ein Ball rollt quer heran...schnell heran....ein Kind erkennt die Geschwindigkeit nicht...und kommt zu spät, schafft ihn nicht an.- und mitzunehmen...biegt im 90ig Grad - Winkel ab und läuft zum totalen Unverständnis zuschauender Erwachsener hinterher.

    Das ist ein gutes Beispiel für eine Fähigkeit, bei deren Erlangung sie durch Bewegungserfahrungen unterstützt werden.

    Ich würde gern die Konditionellen Fähigkeiten ansprechen, also viele Antritte, die in der Menge auch auf die Ausdauer gehen.

    Macht das in dieser Saisonphase Sinn?


    Also gerade wenn ich eine Mannschaft mal aushilfweise trainiere, lege ich allergrößten Wert darauf, dass sie Riesenspaß haben. Sie dürfen aber ruhig ausgepowert und kaputt sein. Also würde ich das ganze in Spielformen verpacken.
    Z.B.: 3:3, 4:4 oder 5:5 auf Tore mit 3 oder 4 Anspielern je Mannschat am Rand. Wer einen Anspieler nutzt, tauscht mit ihm die Position. Anspieler darf erst auf´s Feld kommen, wenn der andere runter ist. Das führt zu Deinen kuren Antritten nach dem Pass.

    Habe aber auf freiwilliger Basis aber auch schon mal Feiertags Vormittag trainiert (es waren fast alle da). Wie gesagt, trainieren wir in den Ferien ohne jeden Zwang. Wenn mal der eine oder andere fehlt, ist es auch kein Problem.

    Ich muss da mal ganz blöd fragen...: Ist das Training ansonsten unfreiwillig und mit Zwang? Bislang habe ich keinen gezwungen, zum Training zu kommen. Die einzige Pflicht, die sie vielleicht verspüren, ist die Verpflichtung als Teil einer Mannschaft, mit den anderen zu trainieren... Und dieser Gedanmkengang ist auch vollkommen o.k.
    Deine G-Junioren werden das aber so noch nicht verspüren.


    Auch ich handhabe es so, dass ein paar Wochen vor den Ferien das letzte Turnier gespielt wird, dann ist Abschluss und das war´s.
    Es gibt dann vor den Ferien noch ein oder zwei Trainings mit der neuen Mannschaft. Auf dem Elternabend werden die Urlaubsabwesenheiten erfragt. Möglichst starten wir dann ein oder zwei Wochen vor Ferienende. Wenn dann noch zu viele weg sind, machen wir´s halt nicht.


    Ich brauche diese Pause. Diese Zeit von Mai bis Juni ist schon sehr beanspruchend. Meistens jagt da ein Termin den nächsten. Während man noch mit der einen Mannschat im Saisonendspurt ist, macht man sich aber schon Gedanken über die Zusammenstellung der neuen Mannschaft. Vier Wochen ohne Fußball kann ich dann gut aushalten.

    In den letzten 5 Jahren E-Jugend bin ich ohne ausgekommen. Ich habe durchaus eine - die kriegen die Kinder aber nicht zu sehen. Ich nutze sie eher für die Vorbereitung von Trainingseinheiten, als Dikussionshilfe mit meinem Kollegen und als Pinwand...
    Ich bin auch der Ansicht, dass die meisten in dieser Altergruppe die Theorie von der Tafel nicht auf den Platz bringen können.
    Ziel ist es doch in dieser Altersgruppe, Lösungen für unterschiedliche Spielsituationen zu finden. Einstudierte Wunschlösungen möchte ich da gerade nicht sehen.
    Idealvorstellung ist für mich ein Bauchladen voller Lösungen, aus dem die Spieler eine Passende auswählen...


    Was den Defensivverbund angeht: Durch Spielformen können E-Junioren zu ballorientiertem Verschieben geführt werden, ohne dass man diesen Begriff je benutzt geschweige denn an der Tafel zeigt.


    Ich sah erst kürzlich bei einem Turnier einen Kollegen eines ambitionierten Vereins aus einem Nachbakreis, der mit der Tafel hantierte. Fußballerisch waren sie uns eigentlich überlegen. Wechselten schön die Seiten... Sah klasse aus...
    Wir haben sie dann 3x ausgekontert und 3:0 gewonnen. Unsere Kinder hatten Lösungen gefunden...

    Das gibt es doch schon in der F-Jugend.
    Aktuell wird dies in der E-Jugend verstärkt betrieben.

    Hier in der Region hast Du fast jedes Jahr einen anderen Verein, der in der E-Jugend so verfährt und dann alles gewinnt.
    Wenn ich´s mir am Beispiel der 2001er ansehe, kann ich zusammenfassen, dass von denen kaum noch einer bei diesem Verein ist.
    Insofern sehe ich das mittlerweile sehr gelassen...

    Ich verstehe zuwenig von Fußball, jedoch: Kann man eine Zweitligamannschaft einfach so aus dem Boden stampfen ?

    Na ja... Deine nummerische Ligenbezeichnung ist in diesem Zusammenhang vielleicht etwas verwirrend... Zur Aufklärung:
    Es gibt in Deutschland im C-Junioren-Bereich 5 Regionalligen. Das ist in dieser Altersklasse die höchste Spielklasse, oder nach Deiner Formulierung 1. Liga. In diesen Regionalligen spielen 12-14 Mannschaften. So gesehen gibt es 66 Erstligisten in der C-Jugend.
    Unterhalb der Regionalligen ist der Spielbetrieb in den Landesverbänden geregelt. Wir haben in Deutschland 21 (?) Landesverbände. Diese Ländesverbände haben je nach Größe und/oder räumlicher Ausdehnung unterschiedlich viele Staffeln in der höchsten Spielklasse auf Landesebene. Mein Heimatverband NFV hat z.B. vier Landesligen mit 46 Mannschaften - oder nach Deiner Formulierung haben wir allein in Niedersachsen 46 C-Jugend-Zweitligisten.
    Darunter haben wir den Spielbetrieb auf Bezirksebene. Jetzt wird mir das Zählen aber zu aufwändig... In unserem Bezirk dürfte es aber ca. 50 Drittligisten geben... Niedersachsenweit ist es ein vielfaches davon...
    Ich will das Niveau dieser Ligen gar nicht runterreden (schließlich spielt mein Ältester da auch ;) ) und in kleineren Landesverbänden sind es auch nicht ganz so viele - wenn man die Bezeichnung 1./2./3. Liga benutzt, sollte man sich aber bewusst sein, dass es wohl ein paar hundert Zweitligisten und noch mehr Drittligisten in Deutschland gibt.
    Und um Deine Frage zu beantworten: Wenn ein Verein das will, ist es möglich, eine solche Mannschaft aus dem Boden zu stampfen.

    Gestern auf der Abschlussfeier habe ich dann meine Entscheidung bezüglich des potentiellen Wechsels mitgeteilt, dass ich darüber nachdenke, auf Grund der schon genannten Argumente. Daraufhin wurde ich aufs übelste beleidigt und bin dann auch relativ schnell gegangen. Der Lokalpatriotismus ist bei einigen da ziemlich doll durch die Decke gegangen. Vor allem, dass ich dann als Herrenspieler im Dorfverein bleiben würde, wurde mir an den Kopf geworfen.

    Um welche Abschlussfeier ging´s denn da? Herrenmannschaft oder eine der Kindermannschaften?


    Aber wie auch immer...:
    Versuche das mal aus der Sicht derer zu sehen, die Dich kritisieren.
    Zuerst sagst Du, dass Du aus zeitlichen Gründen kürzertreten willst. Als Dir jemand Geld bietet, spielt die Zeit plötzlich keine Rolle mehr. Ich kann das aus der Perspektive einen 18-jährigen Schülers vollkommen verstehen. Dennoch solltest Du darüber nachdenken, wie das auf andere wirken kann. In einem kleinen Verein brodelt da schnell die Gerüchteküche und Vermutungen werden ruckzuck als Tatsachen weitererzählt.
    Dann gibt´s da noch einen weiteren Aspekt: Offensichtlich habt Ihr da einen Nachbarverein, zu dem Eure stärkeren Spieler wechseln. Passiert das vielleicht sogar öfter und ggf. auch im Herrenbereich? Und dieser Nachbarverein ist offensichtlich auch noch finanzkräftiger. Da bekommen solche Vorgänge schnell eine Eigendynamik...

    Es wäre deshalb ein Fehler, lediglich das Sportliche im E-Jugendbereich miteinander zu vergleichen, weil der nachfolgende Wege anders verlaufen.

    @TW-Trainer
    Das ist sicherlich richtig. Mir ging es hier auch nicht explizit um die Förderung der Toptalente. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass heutige Regeln im Kinderfußball auch Auswirkungen auf unsere künftigen Topspieler haben. Oder anders ausgedrückt: Vermutlich trainiere ich z.zt. keinen WM-Spieler von 2026; irgendwo werden WM-Spieler von 2026 aber heute von einigen E-Jugendtrainern trainiert. Und für die gelten die Rahmenbedingunen, die für alle gelten. Wenn ein Verband also bestimmte Regeln aufstellt, will er damit ja auch etwas bewirken. Mit der Verkleinerung der Spielfelder verfolgte man bei uns ein Ziel. In NL macht man das komlette Gegenteil. Meines Wissens (bin mir da allerdings nicht 100% sicher) spielt dort sogar die F-Jugend auf Halbfeld. So hat man das bei uns in den 70er/80er Jahren gemacht.
    Sei es das DFB-Ausbildungs-Leaflet oder die Trainer-Basisausbildung: Grundgedanke im Kinderfußball ist immer, für viele Ballkontakte auf engem Raum zu sorgen. Wir vermiteln im Kinderfußball das "Gemeinsam Tore schießen, gemeinsam Tore verhindern". Das kann man auf den großen Plätzen in NL kaum vermiteln.
    Spielen diese Themen dort keine Rolle?
    Ich sehe auch ab und zu niederländische C-Jugenden von Profivereinen. Auch dort fält sogar im Vergleich zu deutschen NLZ-Teams ein stark körperorientiertes Spiel auf.



    Was ich damit sagen will ist, dass man das Verständnis von Sport und insbesondere dem Fussball nur dann verstehen kann, wenn man die Menschen und insbesondere ihre Vergangenheit kennt.

    Ich habe beruflich sehr viel mit Holländern zu tun. Viele Holländer sagen mir, dass die Holländer an den Deutschen die Perfektion bewundern, also die Fähigkeit etwas zu planen und durchzuführen. Man lacht sich dort auch deshalb über den Flughafen Berlin kaputt...
    Ich erzähle meinen Oranje-Kollegen dann, dass wir an den Holländern die Lockerheit mögen - also die Fähigkeit, damit umzugehen, dass etwas nicht perfekt funktioniert und zu improvisieren. Wir stellen dann oft fest, dass wir mit diesen Eigenschaften in einem globalen Unternehmen richtig gut zusammenpassen...