Beiträge von Follkao

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    Habe ihn demnach nicht bevorzugt, eher härter rangenommen als die anderen, allein um Streitigkeiten der Kids aus dem Wege zu gehen.

    Ich habe vor Jahren mal ähnlich gehandelt. Habe meinem Sohn das damals aber nicht gesagt.
    Heute bin ich der Ansicht, dass ich damals einen Fehler gemacht habe. Auch ich finde es nicht gerecht, dass das Trainerkind einen Vorteil hat, wenn der Vater Trainer ist. Aber genausowenig ist es gerecht, wenn es einen Nachteil hat.
    Als ich Jahre später für eine kurze Zeit meinen jüngeren Sohn trainierte, habe ich diesen Fehler nicht mehr gemacht.

    Deshalb sind geschützte Regeln mit Sanktionsmöglichkeit wichtig und neben Aufklärung ein weiteres Werkzeug zum Schutz. Die gibts in Sachen FPL wohl nicht....leider!

    Wie schon gesagt: Wenn die Regeln in der Ausschreibung stehen, kann man die Nichteinhaltung auch sanktionieren.


    Wie wurde bei Euch allen die FPL eingeführt?
    Bei uns gab´s eine Powerpoint-Präsentation für die Jugendleiter auf dem Jugendstaffeltag. Die Präsentation haben dann die Vereine bekommen. Auch bei uns gab es Vereine, die das dann mit der relevanten Trainerzielgrupe besprochen haben. Dort klappt die FPL. Und halt die anderen... Aber wenn schon der Jugendleiter den Sinn der FPL nicht vesteht, wird´s bei den Trainer auch nicht ankommen.
    Ignoranz wächst sich nicht raus. Insofern bin ich da bei @Andre. Mit einer entsprechenden Lastschrift auf dem Vereinskonto kommt man da weiter. Dafür müssen die Staffelleiter aber von den Verfehlungen erfahren. Ihr solltet also im Spielbericht darauf hinweisen.

    Meine Aussage auf die leeren Kassen war auf einen "theoretischen Verein" bezogen welcher außer den Fördergeldern keine Einnahmen hat. Hierbei würde ein Weiterreichen an die Trainer sehr schnell auffallen und gestoppt werden u.a. von Finanzamt.

    Im LSB Niedersachsen ist es so geregelt, dass diese Zuschüsse ganz konkret für die Trainer sind. Eigentlich MÜSSEN die also an die Trainer weitergereicht werden. Ich kenne allerdings nicht viele Vereine, die das machen...

    der nächste Saison zur U12 wird (die U - Mannschaften) sind bei uns die stärkeren Teams


    da sie meiner Meinung nach technisch auf einem schwächeren Level sind und diverse Grundlagen (die in der F-E Jugend gelegt werden) sehr schwach ausgeprägt sind.


    und wir nur ein normaler Verein

    Ich habe ein bisschen Schwierigkeiten, das einzuordnen.
    Ihr gebt den stärkeren Mannschaften U-Bezeichnungen. Heißt also, Ihr habt in der D-Jugend eine U13, U12 und ggf. D3, D4 ff.?
    Was bedeutet es, wenn Spieler es in Eure U12 schaffen? Können die zufällig etwas besser kicken als die anderen oder bringen die Willen, Ehrgeiz und Eigenmotivation mit? Haben die Spieler in dieser Konstellation auch schon in der E-Jugend (oder U11?) zusammengespielt oder wird die Mannschaft neu zusammengestellt?
    In der D-Jugebd spielen wir im NFV ja auf Kreisebene. Wo spielen aber Eure U14 und U15 - heißt also worauf bereitest Du sie vor?

    Deshalb meine Frage: (Letzte) Chance oder Risiko? Was würdet ihr tun?

    Bei dem Begriff NLZ muss man ja immer fragen, was gemeint ist... Ich verstehe darunter den Jugendbereich eines Clubs der ersten beiden Ligen (Pflicht-NLZ) bzw. eines Clubs der sich nach den identischen Regeln aufstellt und zertifizieren lässt (freiwilliges NLZ). Ich weiß aber, dass es im Süden der Republik eine andere Definition für ein NLZ gibt.
    Da Du aus unteren Klassen kommst, ist das Risiko für das NLZ vermutlich größer als für Dich. Für Dich sehe ich eigentlich nur ein minimales Risiko. Wieso solltest Du als Trainer raus sein? Wenn es auf diesem Niveau nicht klappt, heißt das doch nicht, dass es 1-2 Klassen tiefer auch nicht klappt.
    Generell solltest Du den zeitlichen Mehraufwand (z.B. überregionale und/oder mehrtägige Turniere, ggf. weite Auswärtsfahrten) nicht unterchätzen.

    @Chris
    Ich kann nachvollziehen, dass sie das wollen. Schließlich ist das aus ihrer Sicht der "echte, große" Fußball. Diese E-Jungs aus NL haben die Erfahrung aber selbst gemacht und sehen das danach ganz anders.


    @TW-Trainer
    Ja. Durchaus nachvollziehbar. Das Interessante und Spannende ist für mich, wie die Auswirkungen auf die nächsten Jahre sind.

    Ich muss diesen alten Thread mal wieder ausgraben...
    Die internationalen Frühjahrsturniere sind gespielt und ich habe zu diesem Thema wieder einiges gelernt.
    Aber der Reihe nach...:
    Es fiel wieder die robuste bis überharte Spielweise der niederländischen Mannschaften auf. Diese Einschätzung teilte ich mit den deutschen, belgischen und dänischen Kollegen. Durch die großen Plätze kommt es oft zu Sprintduellen hinter dem Ball. Da werden dann Schultern regelrecht ineinander gerammt. Sieht man auf unseren kleineren Plätzen eher selten, weil man den Ball eher erreicht und die Situation dann wieder technisch lösen muss. Generell habe ich mit einer körperbetonten Spielweise kein Problem - in der Altersgruppe der U11 wünsche ich mir allerdings, dass die technische Lösung Priorität hat.


    Bzgl. der Platzgröße habe ich auch interessante Gespräche mit Experten geführt, nämlich mit U11-Spielern eines niederländischen Erstligisten.
    Wir trafen uns auf einem Turnier in Deutschland. Schon im Vorfeld hatte ich mich beim Durchblättern des Turnierheftes gewundert, dass die Clubs der Ehrendivision in ihrer U11 Kadergrößen um 20 Kinder hatten. Die meisten dieser Clubs stellten dann auch zwei Mannschaften.
    Beim gemeinsamen Essen fragten mich einige der Jungs von sich aus, ob das auf dem Turnier die normalen Platzgrößen in Deutschland seien. Auf diesem Turnier war das Feld ein wenig größer als normal. Ich erklärte ihnen die Platzgrößen bei uns und sie waren begeistert. "Das macht auf diesem Platz viel mehr Spaß als bei uns. Ich habe viel mehr Ballkontakte aber auch viel weniger Zeit. Es fallen auch viel mehr Tore." Dann kam für mich der Kracher. "In NL spielen wir oft auch schon 11:11 auf dem ganzen Feld." Das erklärte dann auch die Kadergrößen... Und - oh Wunder - das machte diesen 10/11-jährigen Jungs mit einer Körpergröße von ca. 1,50m überhaupt keinen Spaß.
    Andererseits erklärte das für mich aber auch, warum ich in einigen dieser Mannschaften E-Jugendliche (!) mit 1,70m und mehr sah. Die hatten dann zwar manchmal Krach mit dem Ball konnten das aber oft mit dem Körper wieder ausbügeln.


    Ich bin sehr gespannt, wie sich diese gegensätzlichen Entwicklungen zwischen B, D und NL mittelfristig auswirken. Der Blick auf die aktuelle Weltrangliste wäre wohl zu kurz gefasst. Aber auch in Belgien geht man sehr bewusst einen ähnlichen Weg wie in Deutschland.

    Im Ausland hat man uns seinerzeit ausgelacht und den Herrn Sammer für einen Narren gehalten!

    In Belgien nicht. Da hat man's stattdessen ähnlich gemacht.
    Den Weltmeistertitel des DFB und die aktuell auffälligen Ausbildungsergebnisse des belgischen Verbandes an der Verkleinerung der Felder festzumachen, ginge natürlich zu weit. Trotzdem war auch das ein Teil der Maßnahmenpakete im Ausbildungsbereich, die diese Verbände zum Erfolg zurückbrachten.

    @Andre
    Sobald etwas in der Ausschreibung verankert ist, kannt Du Zuwiderhandlungen auch sanktionieren. Man muss es halt auch wollen und machen.
    Bzgl. des Kinderfußballs sind Schiris die falschen Ansprechpartner. Oft genug kennen die gar nicht die Sonderregeln im KiFu. Als wir im Schiri-Lehrgang Fragen zum Kleinfeldbereich hatten, musste der Lehrgangsleiter (Oberliga-Schiri) passen. Antwort war sinngemäß "Keine Ahnung, brauche ich nicht zu wissen, kommt in der Prüfung nicht dran, interessiert mich auch nicht."
    Frag mal drei Schiris aus dem Großfeldbereich, wie der Torabstoß in der E-Jugend auszuführen ist. Vermutlich wirst Du fünf verschiedene Antworten bekommen.

    Sprich wenn der Trainervater schon den Job übernimmt, dann soll das Kind auch was davon haben.

    Warum?

    Sprich es soll spielen und sich entwickeln.

    Gilt das für die anderen nicht?


    Mit Deiner geplanten Vorgehensweise wirst Du Dir viele unnötige Baustellen schaffen. Wurde alles oben weiter beschrieben.


    Wie sind andere Trainerväter damit umgegangen?

    Wenn ich eine Kadergröße hatte, die Aussetzen sinnvoll oder notwendig machte, galt das für alle. Ohne Ausnahme.

    Ich tausche Positionen bis auf 1-2 Ausnahmen regelmäßig durch. Meine Trainerkollegen machen das gar nicht im Verein, deswegen war es für viele Kinder zunächst schwer zu verstehen wieso sie auf einmal in der "Abwehr" spielen sollten!

    Gerade bei diesem Thema ist es wichtig, das Spiel aus beiden Perspektiven erlebt zu haben: Als Passempfänger und als Passgeber. Insofern würde ich in Deiner Stelle auch die 1-2 Ausnahmen überdenken.


    Ich möchte nun in den nächsten Wochen vermehrt Passübungen und ganz speziell Übungen trainieren lassen, in denen meinem Stürmer klar wird, dass er nicht auf ein Zuspiel warten muss sondern das er "startet".

    Mit Übungsformen kommst Du da nicht weit. Es geht doch darum, dass Deine Spieler das Gefühl erleben, dass sich dieser Ball lohnt.
    Ein Beispiel für eine Spielform:
    4:4 oder (evtl.) 5:5 auf 5m-Tore. Erstmal ohne Torhüter. Auf der Torauslinie des jeweils gegnerischen Tores wird ein Spieler postiert. Auf der Torauslinie darf er sich zu beiden Seiten des Tores frei bewegen. Tore können nur erzielt werden, wenn dieser Spieler angespielt wird und den Ball auf einen Mitspieler klatschen lässt. Er darf nicht auf den Spieler klatschen, der ihn angespielt hat. Nach dem Zuspiel geht der Linienspieler ins Feld und der Passgeber auf die Linie.
    Die Spielform sorgt für ein schnelles Umschalten mit dem Entscheidungspass. Dadurch, dass der Passgeber den Ball nicht zurückbekommen darf, muss ein anderer Spieler sofort "da sein".
    Du kannst diese Spielform je nach Leistungsstand mit kleinen Regeländerungen schwerer oder leichter gestalten (z.B. eindribbeln statt klatschen, Mittellinienregel usw.)


    Bisher ist es meistens so, dass mein Stürmer oder auch meine Außenspieler auf ein Zuspiel warten und eben nicht anlaufen ... Ich spiele übrigens im 2-3-1 System!

    Wollen wir es lieber Grundformation nennen? Ein System können E-Jugendspieler nicht ausfüllen.
    Wenn Du in dieser Altersgruppe mit der 2-3-1-Grundformation spielst, müssen sich auch aus dieser Formation heraus alle am "gemeinsam Tore schießen und gemeinsam Tore verhindern" beteiligen. Gerade, wenn Ihr die eigentlich schwächere Mannschaft (und sei es nur körperlich) seid, bringt es nichts, dass einer an der Mittellinie steht und auf Bälle wartet. Das ist für jeden Gegner leicht auszurechnen. Denk mal über ein 3-3 nach... Nein, das ist kein Mauern - wenn Ihr im Ballbesitz seid, ist das sogar offensiver...

    Hi, ich hab den Sprung vom Grundlagen in den Leistungsbereich geschafft

    Das heißt? Um welche Spielklasse geht es?

    Generell sollte es in dem Alter ja um eine Ausrichtung auf ein Spielsystem gehen, doch wo fange ich in der Vorbereitung an?

    Da die Mannschaft noch nicht zusammengestellt ist, wäre das jetzt "Im Nebel stochern". Du solltest ersteinmal den Ausbildungsstand Deines neuen Teams kennen.

    Oft ist die Bindung zwischen Trainer und Mannschaft (bzw deren Eltern) viel stärker als die Bindung zwischen Trainer und Verein oder Kindern/Eltern und Verein, und wenn es dann Krach zwischen dem Trainer und den Vereinsfunktionären gibt, oder Krach innerhalb eines Trainerteams, dann nimmt jeder seine Spieler (bzw Eltern) mit. Die Trainer sind ja oft Vatertrainer deren Bindung eher zu ihrem eigenen Kind und nicht zum Verein an sich besteht.

    Ist auch eher eine urbane Erscheinung.
    Der im Zitat fett markierte Bereich ist die "Verein-im-Verein-Problematik".
    Für Vereinsverantwortliche gibt es bei dieser Problematik durchaus Möglichkeiten, von vornherein gegenzusteuern.