Beiträge von Follkao

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    Wenn sie aber nicht mehr klappt, dann kennt er schon den saubereren Bewegungsablauf und wird sich leichter umstellen können.


    Spätestens wenn er aber immer wieder am Gegner hängen bleibt wird er (im Idealfall) auch mal auf deine Ratschläge zurückgreifen. Wenn diese nun mehr Erfolg versprechen wird er eher auf die neuen oder anderen Handlungsmuster zurückgreifen.

    Diese beiden Hinweise sind grundsätzlich richtig. Hier geht es um einen E-Jugendspieler. Es wird noch etwas dauern bis seine Vorgehensweise nicht mehr funktioniert.
    Z.Zt. ist er in der E-Jugend. Schnelle Spieler kommen in dieser Altersklasse oft ohne jegliche Finte am Gegner vorbei. Ball am Gegner vorbeilegen und schneller laufen als er reicht meistens aus. Dadurch, dass nur sechs gegnerische Feldspieler auf dem Platz stehen, bekommt er (besonders auf der Außenbahn) nicht sofort wieder Gegnerdruck. Selbst wenn man sie in der Mitte spielen lässt, wählen diese Spieler oft den Weg über Außen. Hinzukommt, dass die meisten Gegner in der E mit langem Bein in den Zweikampf gehen. Das ist für die schnellen Spieler ein gefundenes Fressen.
    In der D-Jugend wird er damit auch noch oft zurechtkommen. Schaut Euch ein x-beliebiges D-Jugend-Spiel an. Die äußeren 5 - 8 m werden in aller Regel nicht mitbenutzt (bei uns wird der Platz nicht eingerückt). In diesen Zonen kommen die schnellen Spieler also weiterhin ohne Finte aus. Schwieriger wird's allerdings, wenn sie auf Gegner treffen, die in defensiver Individualtaktik geschult wurden.
    Erst ab der C-Jugend kommen die schnellen Spieler nicht mehr ohne Finte aus.
    Je schneller ein Spieler in dieser Altersklasse (E) also ist, desto schwerer ist es, ihm überhaupt den Sinn des Fintierens zu vermitteln.

    der beim Fintieren sehr schnellen Bewegungen macht und auch in hohem Tempo dribbelt.

    Muss ich mir die schnellen Fintierbewegungen eher hektisch vorstellen?
    Er sollte nach der Fintierbewegung schon noch Geschwindigkeitspotential für die Ausbruchbewegung haben. Ansonsten lebt er nicht von seiner Finte sondern ausschließlich von der Geschwindigkeit. Das allein wird mit zunehmendem Alter und ballorientiert verteidigenden Gegnern nicht mehr reichen, weil er dann oft in den doppelnden Gegner läuft.

    Von besonderer Bedeutung ist hier die offene Position des Paßnehmers.

    Das ist schon das A+O. Wenn sie dann noch nicht angewurzelt sondern in Bewegung sind und den Sinn einer Auftaktbewegung verstanden haben, brauchst Du keine einstudierte Spieleröffnung mehr.
    Die offene Spielstellung bekommst Du aber nicht in zwei Trainingseinheiten in die Köpfe und Füße. Dafür brauchst Du etwas länger...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Leistungssport
    Bist Du sicher, dass die dritthöchste Klasse in der C-Jugend Leistungssport ist...?
    Habe gerade mal bei fussball.de nachgesehen. Du hast im Verband Niederrhein 10 Kreise mit einer Kreisleistungsklasse. Das ist also nichts weiter als die höchste Klasse auf Kreisebene.
    10 Staffeln mit 11-12 Mannschaften + 24 Niederrheinligisten + 4 (?) Regionalligisten + 4 (?) U14-Nachwuchscup.
    Alle haben vermutlich ca. 18-20 Spieler im Kader. Meinst Du wirklich, dass Ihr am Niederrhein ca. 2.800 Fußballleistungssportler in der Altersklasse U14/U15 habt?
    Und aus diesem Blickwinkel betrachtet darf man die Anforderungen an die Leistungsklasse ruhig herunterschrauben. Das Pendant bei uns in Niedersachsen ist die Bezirksliga. Hier ist man dabei also schon oberhalb der Kreisebene, was aber auch daran liegt, dass Niedersachsen weniger dicht besiedelt ist. Es gibt Vereine in der C-Jugend-Bezirksliga, die evtl. an der Schwelle zum Leistungsfußball stehen - aber das sind Ausnahmen. Die meisten betreiben reinen Breitenfußball.


    Bie wievielen Vereinen hat Dein Sohn schon gespielt?

    Letzten Endes wird er also 4 Monate kein Fußball gespielt haben. Ich finde es vermessen, eine Mannschaft als zu schlecht anzusehen, mit der man noch nie trainiert hat.
    Dein Sohn wird nach dieser langen Pause nicht (sofort) auf dem Level sein, das er vorher hatte.
    Dein Sohn dürfte jetzt 8-9 Jahre Fußball spielen. Bei wievielen Vereinen war er schon? Warum hat er den vorherigen Verein verlassen? Der spielte doch offensichtlich höher.

    Eigentlich sollte das ja kein Thema sein, einem Jungen die Zukunft zu verbauen macht ja glaube ich niemand.

    Hört sich dramatisch an. Wie wird ihm denn die Zukunft verbaut?

    Ok. Aber was kann man tun?

    Bei Euch im Verein gibt es minestens 2 Probleme (vermutlich aber mehr):

    • Der Jugendleiter hat seinen Laden nicht im Griff
    • Veren-im-Verein-Problematik

    Lösung:
    Da gibt´s viele. Eine könnte sein, ab sofort die Mannschaften jährlich leistungshomogen unter Jahrgangsmischung neu zusammenzustellen. Dafür müsste der JL aber in der Lage sein, das durchzusetzen.

    vor dem Spiel sagte der Trainer, jeder muss gut spielen, wer das nicht tut, wird in die D3 kommen


    dem Gedanken dass er in der D3 von diesem Trainer weg wäre


    Manchmal ist er nur echt ungerecht (nicht nur unserem Sohn gegenüber), sehr aufbrausend und gerne auch sehr laut (brüllend).


    könnte das für meinen Sohn aber evtl. auch das Ende in dieser Mannschaft bedeuten

    Was hält ihn (oder Euch?) denn in dieser Mannschaft? Ist es der Mannschaftsgeist? Ist für mich bei Deiner Beschreibung kaum vorstellbar. Oder ist es Euch/ihm so wichtig, dass die 1 hinter dem Buchstaben in der Mannschaftsbezeichnung steht? Dieses Problem sehe ich leider viel zu häufig.
    Wie muss ich mir diese JFG vorstellen? Ist das tatsächlich ein Zusammenschluss mehrerer Vereine mit dem Ziel, talentierte Spieler zu fördern und höhere Spielklassen anbieten zu können? Bei einer solchen Konstellation wäre dieses Trainerverhalten schon sehr ungewöhnlich...
    Oder ist dieser Zusammenschluss eher notwendig, weil die Vereine alleine keine spielfähigen Mannschaften zusammenbekämen?

    Dass Doppeljahrgänge gut oder weniger gut miteinander klarkommen, wird immer wieder vorkommen. Das ist normal.
    Aber mal ein paar Denkanstöße:


    • Gab es das Problem vor zwei Jahren in der D-Jugend auch schon?
    • Gibt es Meinungsmacher?
      Verhalten sich alle 2002er so oder gibt es einige, die hier besonders auffallen? Spielen die Meinungsmacher ggf. auf zentralen Positionen? Müssen sie dann auch auf den zentralen Positionen spielen?
    • Was ist mit Deinem Captain? Kannst Du den in die Pflicht nehmen?
    • Persönlichkeitsentwicklung
      In einer C-Jugend findest Du alles: Kinder und Jugendliche, die sich selbst schon als junge Erwachsene sehen. ...und natürlich jedes Zwischenstadium...
      Da macht es evtl. eher Sinn, in Einzelgesprächen an die Verantwortung des Einzelnen zu appelieren. "Du hast (gemeinsam mit...) die Aufgabe, die Jüngeren zu führen."
    • Ist die fußballerische Qualität der 2003er so, dass sie den 2002ern im Training mal zeigen können wo der Hammer hängt? Und sei es nur in Teilbereichen?
    • Um welche Spielklasse geht es hier?




    Habe es Neugier mal probiert, aber "Vereinsmeldung" gibt es bei mir nur unter "Ergebnismeldung" und da habe ich keine Filterfunktion?
    Haben die Landesverbände / Kreisverbände unterschiedliche Module freigeschaltet?

    Die Anwender haben unterschiedliche Module freigeschaltet. Du benötigst dafür die Berechtigung als Vereinsanwender.

    @Andre Hmmm... Deine Aussage ist schon ganz klar: Lohnt sich nicht, weil man damit kein Geld verdienen kann.

    Ich denke auch, das die Problemlage eine noch ganz andere ist...möchte aber den Thread nutzen, um daran zu erinnern, was abläuft....und das besonders im Frauenfußball. Damit wird man...also die allermeisten nicht viel Geld oder eine solche Menge Geld nur verdienen können, das selbst BL Spielerinnen davon nicht ihr Leben nach dem Fußball finanziell meistern werden.

    Ein Sportler möchte doch ersteinmal seinen Sport auf dem - zu seinen persönlichen Möglichkeiten passenden - höchstmöglichen Niveau ausüben. Bei der Frage, ob ein 11-Jähriges Mädchen zur Auswahl gehen soll oder nicht, kann die Antwort doch nicht heißen "Damit verdienst Du ohnehin kein Geld. Lass es sein."


    Dabei habe ich den Kosten/Nutzenfaktor im Auge. Weite Fahrten, reichlich Termine und ständiger riesen Druck zum Schulstress....WOFÜR liebe Eltern.

    Vielleicht weil dieses Kind Spaß daran hat, sich mit Gleichaltrigen auf dem richtigen Niveau zu messen?


    Ich stimme zu, dass es gerade bei Mädchen neben der Auswahl auch noch andere Möglichkeiten der Förderung gibt. Vermutlich wird ein Mädchen in der Jungen-Bezirksliga nicht weniger gefordert als in der Mädchen-Bundesliga. In dieser Hinsicht gibt es also evtl. die Möglichkeit, einen einfacheren Weg z gehen.

    Bei uns war das Spiel"system" ein 2-1-2-1. So würde ich das nennen.

    Die Grundformation im Kleinfeldbereich wird für mich oft überbewertet. Es ist relativ egal, aus welcher Ordnung heraus man gemeinsam Tore schießt und Tore verhindert.
    Schädlicher sind für mich zwei andere Punkte:

    • Spieler spielen immer auf derselben Position
      Hier wird langfristig Kreativität verhindert. Später im 11er Fußball gibt es 10 Feldspielerpositionen. Warum soll man sie jetzt schon auf Positionen festlegen, die es so später nicht mehr gibt?
    • Spieler werden auf ihren Positionen festgeschraubt
      Sieht man oft bei kräftigen Abwehrspielern, die den Ball möglichst weit rausbolzen sollen und sich von der eigenen Torauslinie maximal 20 Meter entfernen dürfen. Hier wird Spielintelligenz verhindert, da diese Spieler z.B. nicht sich bietende Räume für Vorstöße erkennen werden.


    Diese Mannschaften kenne ich noch aus meiner Zeit als Trainer Mini- E. Von diesen Mannschaften und auch deren Trainern siehst Du ab C kaum noch jemand.

    Fairerweise muss man sagen, dass es dafür einen weiteren Grund gibt. Diese Mannschaften leben oft von einem oder zwei Spielern, die dann auch durchspielen. 2 von 7 können mehr ausrichten als 2 von 11... Abgesehen davon sind diese Spieler oft weg, sobald es Spielklassen oberhalb der Kreisebene in der Nachbarschaft gibt.

    Ich denke auch, das die Problemlage eine noch ganz andere ist...möchte aber den Thread nutzen, um daran zu erinnern, was abläuft....und das besonders im Frauenfußball. Damit wird man...also die allermeisten nicht viel Geld oder eine solche Menge Geld nur verdienen können, das selbst BL Spielerinnen davon nicht ihr Leben nach dem Fußball finanziell meistern werden.


    Dabei habe ich den Kosten/Nutzenfaktor im Auge. Weite Fahrten, reichlich Termine und ständiger riesen Druck zum Schulstress....WOFÜR liebe Eltern.

    Das ist richtig. Aber spielt das irgendeine Rolle?
    Schau mal nach Rio. Da siehst Du reichlich Weltklassesportler, die von ihrem Sport nicht leben können.
    Die wollen einfach ihren Sport auf höchstmöglichem Niveau ausüben. Der Aufwand, den ein Weltklassekanute, -judoka oder -ruderer betreibt ist sicherlich nicht geringerer als beim Fußball. Sie machen's trotzdem. Hier geht´s einfach darum, ob Eltern ihre in einer Sportart talentierten Kinder unterstützen oder nicht.

    Wenn man eine Lösung für den Missbrauch zum Zeitschinden findet, wäre das sicherlich toll...

    Die hat Tuchel ja gleich mitgeliefert.


    "Ich habe den Regel-Vorschlag, den Regel-Druck schlechthin: Ich bin für mehr Auswechslungen. Ich habe mir schon überlegt, wie das sein könnte. Ich bin anstatt drei Mal ein Spieler für drei Mal zwei Spieler", sagte der BVB-Trainer im Interview mit Sky Sport News HD.

    Heißt: Es bliebe bei max. 3 Wechselvorgängen. In dieser Hinsicht also keine Veränderung.


    Finde ich insofern auch o.k.
    Der Begründung, dass diese Regel die taktischen Möglichkeiten erhöht, kann ich aber nicht folgen. Mit 11 Spielern auf dem Platz hat man immer dieselben taktische Möglichkeiten. Dass nicht alle Spieler ausreichend variabel in ihren Positionen sind, sollte man nicht durch eine neue Regel korrigieren wollen. Das ist ein Thema, für das die Lösung auf dem Trainingsplatz gesucht werden muss.

    Dann müssen sie mehr Druck drauf geben, sonst verhungert der Ball.

    Ähnlicher Ansatz: Für Passthemen den Futsal benutzen. Zur Not halt auch mal draußen; auf Kunstrasen geht´s auf jeden Fall. Der Futsal verzeiht technisch fast alles - außer schlechte Passtechnik und mangelnde Passschärfe.

    Interessanter Artikel, der aber eine klare Aussage trifft: Der FCB positioniert sich gegen die Prinzipien der FPL.

    Genau diese Aussage findest Du dort nicht.


    Vereine, die den FPL-Gedanken konsequent umsetzen (kein Wettbewerb, Gleichbehandlung aller Kinder etc.)

    Das hat nichts mit den FPL-Gedanken zu tun.
    Hier findest Du alle Infos zur FPL:
    http://www.fairplayliga.de/


    Da steht nichts von "kein Wettbewerb". Über das Thema Gleichbehandlung sollte sich jeder Trainer im Breitensport unabhängig von der FPL Gedanken machen.
    Ich habe bei den Themen FPL und Tabellenabschaffung (ja, das sind zwei unterschiedliche Themen!) das Gefühl, dass viele Trainer und Vereinsfunktionäre den Hintergrund nicht verstanden haben. Das Ergebnis soll nicht unwichtig sein. Das Ergebnis darf sogar sehr wichtig sein. ABER NUR FÜR DIE KINDER. Für die Kinder darf jedes Spiel das Championsleague-Finale sein. Für die Erwachsenen sollte es aber ein Kinderfußballspiel sein. Das hat also nichts mit Namen-tanzen zu tun; das stellt Euch vor die Herausvorderung, den Kindern und den Erwachsenen (Eltern/Trainern/Funktionären) unterschiedliche Zielsetzungen zu vermitteln.
    Die Tabellenabschaffung dient doch in erster Line dazu, dass Erwachsene für das Ergebnis nicht mehr Dinge tun (müssen), die ausbildungsschädlich sind. Und genau dieses Ziel verfolgt letzten Endes auch die FPL.


    Um nochmals auf den unteren Jugendbereich des FC Bayern zurückzukommen. Ich habe bereits mehrfach Mannschaften der Bayern auf Turnieren getroffen. Da waren große, kleine und mittelgroße Spieler dabei. Teils sogar sehr kleine und sehr große. Als ich das schreibe, fällt mir ein, dass es von einer Begegnung ein gemeinsames Mannschaftsfoto gibt. Und siehe da: Die beiden größten von den Bayern, die nöchsten beiden von uns. Der kleinste Bayer ist kleiner als unser Kleinster... Also eine recht normale Größenverteilung. Ich habe von Bayernmannschaften im Kifu bislang keine ausschließlich langen Bälle gesehen. Ich habe immer eine Mischung aus 1:1 und Passspiel gesehen. Ja, bei denen geht die Post schnell nach vorne ab. Gerade das ist für mich aber altersgemäß.

    Der Sparkassen Cup in Niedersachsen ist für alle Vereine des äteren E-Jahrgangs Pflicht. Dadurch wird dieses Turnier zu einem der größten europaweit.
    Und es wird ohne Schiri gespielt.
    Gleichzeitig ist das auch noch Schwerpunkt der Sichtung für die niedersächsischen Stützpunkte.
    Da wird sicher ne Menge Ehrgeiz dabei sein.
    Hat jemand Erfahrungen, wie das da klappt?

    Ja, habe ich. Und zwar über mehrere Jahre. Das klappt mit jedem Jahr besser. Natürlich gibt es auch immer mal wieder problematische Mannschaften, wobei deren Problem aber oft am Rand steht... Die bekommen dann meist von den Sichtern ein paar Takte gesagt - dann ist da auch Ruhe.
    Vor ein oder zwei Jahren hatten wir ein Turnier kurz nach dem Sparkassencup. Zu Beginn holte der Veranstalter die Trainer zusammen und gab an, dass ihm die Schiris abgesprungen seien und deshalb doch bitte die Trainer der nicht am Spiel beteiligten Mannschaften pfeifen sollten. Es kam sofort der Vorschlag von den Trainern, auf die Schiris zu verzichten, da das doch beim Sparkassencup auch geklappt hatte. In einer Gruppe wurde dann doch mit Schiri gespielt, da da eine der o.g. problematischen Mannschaften dabei war...