Wenn sie aber nicht mehr klappt, dann kennt er schon den saubereren Bewegungsablauf und wird sich leichter umstellen können.
Spätestens wenn er aber immer wieder am Gegner hängen bleibt wird er (im Idealfall) auch mal auf deine Ratschläge zurückgreifen. Wenn diese nun mehr Erfolg versprechen wird er eher auf die neuen oder anderen Handlungsmuster zurückgreifen.
Diese beiden Hinweise sind grundsätzlich richtig. Hier geht es um einen E-Jugendspieler. Es wird noch etwas dauern bis seine Vorgehensweise nicht mehr funktioniert.
Z.Zt. ist er in der E-Jugend. Schnelle Spieler kommen in dieser Altersklasse oft ohne jegliche Finte am Gegner vorbei. Ball am Gegner vorbeilegen und schneller laufen als er reicht meistens aus. Dadurch, dass nur sechs gegnerische Feldspieler auf dem Platz stehen, bekommt er (besonders auf der Außenbahn) nicht sofort wieder Gegnerdruck. Selbst wenn man sie in der Mitte spielen lässt, wählen diese Spieler oft den Weg über Außen. Hinzukommt, dass die meisten Gegner in der E mit langem Bein in den Zweikampf gehen. Das ist für die schnellen Spieler ein gefundenes Fressen.
In der D-Jugend wird er damit auch noch oft zurechtkommen. Schaut Euch ein x-beliebiges D-Jugend-Spiel an. Die äußeren 5 - 8 m werden in aller Regel nicht mitbenutzt (bei uns wird der Platz nicht eingerückt). In diesen Zonen kommen die schnellen Spieler also weiterhin ohne Finte aus. Schwieriger wird's allerdings, wenn sie auf Gegner treffen, die in defensiver Individualtaktik geschult wurden.
Erst ab der C-Jugend kommen die schnellen Spieler nicht mehr ohne Finte aus.
Je schneller ein Spieler in dieser Altersklasse (E) also ist, desto schwerer ist es, ihm überhaupt den Sinn des Fintierens zu vermitteln.
