Ich bin auch ganz ehrlich: Mein Sohn nimmt Nachteile oft extremer wahr als andere. Das gleiche ich aus indem er auch Bevorzugungen bekommt - und da soll mir mal einer kommen und sich beklagen! Solange ich das ehrenamtlich mache, kommt family first! Bin ich knallhart und stehe dazu.
Einen Gefallen tust Du Deinem Sohn damit langfristig nicht.
Ich habe einige Zeit meinen ältesten Sohn trainiert, ein paar Jahre Mannschaften ohne eigene Kinder, eine kurze Zeit meinen jüngsten Sohn und dann wieder ohne eigene Kinder.
Zu Anfang habe ich noch einige Fehler gemacht, die hier auch beschrieben wurden. Mein Ältester hatte eher Nach- als Vorteile. Jahre später (inzwischen interessiert er sich selbst für´s Trainergeschäft) habe ich ihn gefragt, inwiefern er das wahrgenommen hat. Er hatte es gar nicht bemerkt. Das ändert aber nichts daran, dass es im nachhinein betrachtet ungerecht war.
Die Zeit ohne eigene Kinder in der Mannschaft war dann sehr entspannend. Als ich meinen jüngeren Sohn trainierte, ist es mir gelungen, ihn 100% so zu behandeln wie die anderen. Einziger Unterschied war, dass er mit mir zum Training und Spiel fuhr. Ich bin auch jetzt mit einiger Zeit Abstand überzeugt, dass mir das gelungen ist. Ich bin aber auch sicher, dass das wegen der vorherigen Erfahrungen als benachteiligender Vatertrainer und als Nicht-Vater-Trainer gelungen ist. Wer sich also weiter entwickeln will, sollte auch zu diesem Thema unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Wie im echten Laben...
@Ersatzbank Deine Bevorzugungen werden von außen eher wahrgenommen als die Nachteile, die er hat. Trainerkinder, deren Bevorzugungen von der Mannschaft wahrgenommen werden, haben schnell Probleme in der Anerkennung ihrer Mitspieler. Mit zunehmenden Alter lacht man hinter ihrem Rücken.
Was die Qualität der Nachfolger angeht: Wir sind doch alle davon überzeugt, dass es niemand so gut kann wie wir selbst
. Wer erlebt hat, dass seine eigenen Methoden zerredet werden, der überlegt sich, ob er die Methoden anderer zerredet... Ich war und bin auch nicht immer mit dem einvertanden, was die Trainer meiner Söhne machen. Und andere sind nicht immer einverstanden mit dem, was ich mache. So ist das halt...