Beiträge von Follkao

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    Goodie
    Doch. Das spielt definitiv eine Rolle. Du kannst im Kleinfeldbereich mit Ausbildungsverhinderung recht erfolgreich sein. Kinder auf Positionen tackern, Langholz auf den kräftigen Stürmer, 1:1 vernachlässigen...
    Was den Spielern individuell fehlt, fällt erst so richtig auf dem Großfeld auf. Plötzlich muss der kräftige Stürmer sich bewegen, der Abwehrhüne geht immernoch robust mit langem Bein in den Zweikampf usw.
    Beispiel: Wer das defensive 1:1 nicht von Grund auf gelernt hat, lernt auch das defensive 2:1 nicht. Somit wirst Du als Mannschaft auch das ballorientierte Verteidigen nicht auf die Reihe bekommen. Da kann man vom Rand noch so viel "Verschieben" schreien. Damit isses nämlich nicht getan.
    Natürlich spielen viele Faktoren beim Drop Out eine Rolle. Verlust am Spaß wegen Ausbildungsvermeidung im Kleinfeld ist einer davon.

    - Die Kids spielen in der Regel auf den Positionen wo sie sich wohlfühlen, eine Totalrotation im Sinne einer umfassenden Ausbildung führe ich nicht durch.

    Bzgl der Veränderung von Positionen muß ich Dir Recht geben, ich versuche auch so häufig es geht, die Kinder zu ihrem Glück zu zwingen und setze sie auf "Nichtwohlfühlpositionen" ein

    Äääähm... Merkste selber...? ;)

    Ich freue mich, wenn sie jetzt so viel Freude wie möglich am mehr oder weniger geordneten Fußballspiel haben.

    Ja, man kann im Kleinfeldbereich Spaß am Fußball vermitteln, obwohl man Ausbildungsorientierung außen vor lässt. Für mich ist das aber zu kurz gedacht. Ich möchte möglichst langfristig Spaß am Fußball vermitteln. Dafür muss ich auf dem Kleinfeld aber schon das Großfeld im Kopf haben. Ich lege also heute schon Grundlagen dafür, dass meine 10-Jährigen auch mit 16 noch Spaß am Fußball haben.
    Sie nicht auf Positionen festzunageln ist dafür ein elementarer Bestandteil. Sie individuell auszubilden, ist ein anderer.


    Ich will nicht so weit gehen, dass der Drop Out in C- und B-Jugend ausschließlich auf falsches Vorgehen im Kleinfeldbereich zurückzuführen ist - es ist aber ein nicht zu unterschätzender Faktor.

    Reine Ausbildungsorientierung beinhaltet, dass Ergebnisse und Tabellen im Kinderfußball als vollkommen irrelevant und sogar kontraproduktiv angesehen werden, weil es beim Kinderfußball ja „nur um die goldene Ananas geht“.

    Man muss da schon unterscheiden. Reden wir über die Kinder oder die Erwachsenen? Für die Kinder soll jedes Spiel die Bedeutung des Champions League Finales haben. Problematisch wird es erst, wenn das für mich als Erwachsener auch so ist. Für den Kindertrainer dürfen die Ergebnisse unwichtig sein - aber das muss er den Kindern doch deswegen nicht auch vermitteln.

    Klinsmann war kein Fussballlehrer. Aber weil es Pflicht ist, hat man ihm einen Beiseite gestellt, sonst hätte er den Job nicht machen können.

    Allerdings entzieht es sich meiner Kenntnis, ob er das Zertifikat nachreichen musste, oder evtl. sogar parallel gemacht hat.

    Klinsmann war Fußballlehrer. Er hat damals am Sonderlehrgang für verdiente Nationalspieler teilgenommen. Löw war auch in diesem Lehrgang, weil er zu diesem Zeitpunkt schon im Profibereich Trainer war und eine Möglichkeit braucht, den Fußballlehrer nachzumachen.
    Lediglich Beckenbauer hatte gar keinen Trainerschein. Die Lizenzträger für Beckenbauer waren Köppel und Osieck.

    1. Ein bezahlter Trainer ist nicht automatisch ein lizensierter geschulter Trainer und bringt nicht automatisch mehr mit als ein ein unbezahlter Trainer.

    2. Selbst ein lizensierter und damit geschulter Trainer ist nicht automatisch ein guter Trainer.

    Richtig. Zwischen Bezahlung und Lizensierung sehe ich zunächst auch keinen Zusammenhang. Ich möchte ALLE Trainer bezahlt wissen, die sich an die Vorgaben des Vereins halten. Natürlich könnte und sollte man die Zuschüsse des LSB an die Trainer durchreichen. Es könnte also dazu kommen, dass die lizensierten Trainer mehr bekommen. Grundlage der Bezahlung muss aber die Einhaltung der Vorgaben von Vereinsseite sein.

    3. Engagierte Vereine, die richtig ausbilden wollen haben offenbar häufig das Problem, wie sie mit Trainern umgehen, die sich als "Vollpfosten" benehmen und den Verein damit erpressen, ggf den Trainerjob hinzuschmeißen.

    Die Fragen, die offen bleiben sind für mich folgende:

    - Bekommt man als Verein tatsächlich genügend Trainer, die die Kids angemessen behandeln, nur weil man die Trainertätigkeit bezahlt?

    - Kann eine Vereinsführung tatsächlich durch eine Bezahlung die Trainer gewährleisten, dass das jeweilige Jugendkonzept des Vereins umgesetzt wird?

    Stell Dir mal vor, Du bist 16, 17 oder 18. Das Wochenende wird langsam aber sicher teurer. Die Eltern öffnen den Geldhahn nicht unbegrenzt. Du kannst jetzt Zeitungen austragen, im Lager Kisten schleppen, Regale einräumen, bei der Nachbaroma Rasen mähen usw.... Für das selbe Geld kannst Du aber auch die F-Jugend Deines Heimatvereins trainieren.
    Du musst dafür lediglich die schriftlichen Vorgaben für diese Altersklasse einhalten. Könnte interessant sein, oder...? Aus dieser Altersklasse habe ich Jungs erlebt, die ihre doppelt so alten Mittrainer zurechtgestutzt haben, weil sie für 3 Punkte alles tun wollten oder sie haben das Trainerteam verlassen, weil sie den Mist nicht mitmachen wollten.
    Deine offenen Fragen kann nur beantworten, wer es macht. Ich kenne viele Trainer, die den Job nicht mehr machen, weil sie mit den Vollpfosten nicht mehr in einen Pott geworfen werden wollen.


    4. Eine unendgeldliche Tätigkeit macht den Trainer unabhängig von idiotischen Erwartungen der Eltern und unangemessenen Vorgaben der Vereinsspitze.

    Das verstehe ich nicht. Die Eltern sollen Dich ja nicht direkt bezahlen. Und bei unangemessenen Vorgaben der Vereinsspitze spielt es keine Rolle, ob sie mich bezahlen wollen. Da arbeite ich nicht. Da können sich dann ja die Vollpfosten sammeln, die bei den anderen Vereinen nicht mehr zum Zuge kommen.

    5. Auch ein vielleicht unvollkommener, aber ehrenamtlicher Trainer kann Empathie für die Kids mitbringen und ihnen Freude am Fußball vermitteln.

    Das habe ich nie bestritten. Vollkommen ist keiner von uns. Ich habe weiter oben aber beschrieben, wer für mich vollkommen ungeeignet ist. Und diese Leute können das halt nicht.

    Die meistenehrenamtlichen Trainer in meinem Umfeld stecken viel Idealismus in ihr Traineramt und sorgen vor Allem dafür, dass ihre Kids (und zwar jeweils das GANZE Team!) Spaß am Fußball spielen haben. Ob man dabei die Ausbildungskriterien des Vereins oder gar die DFB erfüllt, ist zugegebenermaßen aus meiner Sicht sekundär.

    Auch da widerspreche ich nicht komplett. Ich sehe halt all die Ausnahmen, die bei manchen Vereinen schon keine Ausnahmen mehr sind. Es gab Jahre, in denen ich das Gefühl hatte, dass es langsam besser wird. Zur Zeit geht es hier wieder in eine andere Richtung - trotz FPL. Und man kann nichts dagegen machen.
    Es steht übrigens jedem frei, das Geld direkt wieder dem Verein zu spenden oder in die Mannschaftskasse zu stecken.

    Ich sehe da keinen Zusammenhang zur Lizenz. Mit einem Lizenztrainer können die Vereine lediglich aufgrund der Bezuschussung durch den LSB ihre Kosten reduzieren.
    Grundsätzlich geht´s mir darum, Vorgaben zu machen und die Bezahlung an die Einhaltung der Vorgaben zu koppeln.

    Ich glaube aber, dass in der Mehrheit unbezahlte Trainer, die aus idealistischen Gründen das Ehrenamt eines Jugendtrainers ausüben, angemessener mit den Kids umgehen, mehr Empathie zeigen und den Kindern eher Spass am Fussball vermitteln als Trainer, die für ihre Tätigkeit bezahlt werden.

    Die größten Vollpfosten, die ich in den letzten Jahren kennengelernt habe, waren Ehrenamtler. Allein aus der gerade abgelaufenen Saison habe ich da wieder Geschichten parat... Aber egal.
    Natürlich stimme ich Dir zu, dass auch viele Ehrenamtler einen guten Umgang mit den Kindern haben. Dazu gehöre ich ja schließlich auch (noch). Um die geht es mir auch nicht. Mir geht es darum, den anderen die Macht zu nehmen, weil man niemand anderen hat.

    Mal ein kleines Beispiel:
    Der ehrenamtliche Platzwart kreidet immer montags ab. Donnerstags mäht er dann den Rasen. Von den Linien ist danach nichts mehr zu sehen. Der Vorstand bittet ihn dann, nach dem Mähen zu kreiden und er antwortet "Entweder ich mach das so, wie ich will oder gar nicht." Jedem Vorstand wird daraufhin klar sein, dass er es entweder selbst machen oder jemanden bezahlen muss, der den Job gemäß Anweisung macht.
    Um bei dem Vergleich zu bleiben: Die Trainer, um die es mir geht, würden als Platzwart den 16er nicht mitmähen, die Linien im Bogen ziehen und das Tornetz vor´s Tor hängen. Das würde man natürlich keinem Platzwart durchgehen lassen und dann jemanden bezahlen, der es ordentlich macht. Trainer, die Kinder auf die Bank setzen, anbrüllen, auf Positionen festnageln usw. dulden wir aber...

    Stichtag 1.1 ist eine gute Sache und ich (trainiere normal nur D und älter) habe es noch nie als Problem empfunden, dass Kinder nicht im selben Schuljahrgang waren.

    Sehe ich auch so. Spätestens mit dem Wechsel auf die weiteführende Schule ist das Argument sowieso vom Tisch.

    Für mich stellt sich darüber hinaus die Frage, was ein komplett ungeeigneter Trainer sein soll. Woran macht man das objektiv fest?


    Ungeeignet ist für mich jemand, der

    • (manchen) Kindern den Spaß am Fußball verdirbt.
    • für 3 Punkte in der untersen Klasse über Leichen geht.
    • einen unangemessenen Umgang mit Kindern und Jugendlichen hat.
    • Empathie vermissen lässt.
    • usw.

    Du siehst, mir geht es beim Thema fehlende Eignung nicht um fußballfachliche Dinge

    Erlaube mir, etwas provokant dagegenzuhalten: In deinem Sinne "ungeeignete Trainer" sind Ehrenamtliche, ohne die viele Mannschaften gar nicht existieren würden.

    Das ist genau das Problem. Weil wir nix bezahlen, sind wir sogar auf die angewiesen, denen ich meine eigenen Kinder nicht anvertrauen wollte. Das sind diese Leute, die auf den Hinweis "Das ist nicht in Ordnung, wenn Du einen 9-Jährigen nur 5 Minuten spielen lässt." antworten "Entweder ich mache es, wie ich will oder gar nicht." Da sie aber wissen, dass Du keinen anderen Trainer in der Hinterhand hast, können sie so handeln. Glaub mir, es gibt viele Trainer, die so ticken. Und es wachsen jedes Jahr neue nach. Bei entsprechenden Beschwerden kannst Du nichts machen.

    Ich möchte mal anderen Aspekt reinbringen:

    Ich bin seit 4 Jahren ehrenamtlicher Jugend-Trainer und eigentlich froh, dass ich nichts bekomme. Das macht mich sowohl von eventuellen Forderungen der Eltern (noch nicht vorgekommen) als auch von Vorgaben und Erwartungen des Vereins, mit denen ich nicht einverstanden bin, unabhängig.

    Ich habe das lange Zeit auch so gesehen. Inzwischen sehe ich das anders.
    Bei uns gibt´s einen eher symbolischen Betrag pro Mannschaft. Wenn man das als Trainervergütung ansehen wollte, wären das ca. 30ct pro Stunde.

    Auch ich habe früher gesagt: "Wenn ich nix bekomme, kann auch keiner was von mir verlangen."
    Heute sehe ich das aus Vereinssicht. Und da sage ich: "Wenn wir nix zahlen, können wir auch nix verlangen." Meine Meinungsänderung resultiert daraus, dass wir aus Trainermangel Leute auf dem Platz haben, die komplett ungeeignet sind. Wir können ihnen keine Vorgaben machen, da es dann heißt "Ich schmeiße hin." Diese Situation finde ich extrem unbefriedigend.
    Man kann Konzepte schreiben, so viele man will. Solange man die Nichteinhaltung nicht sanktionieren kann, ist man ein zahnloser Tiger. Für mich heißt das: Vorgaben machen, Trainer bezahlen, bei fortgesetzter Nichteinhaltung der Vorgaben Trainer austauschen. Bei entsprechend attraktiver Bezahlung findet man Nachfolger.
    Ja, Andre , ich habe inzwischen aus der Not das eine oder andere Deiner Argumente angenommen. Mein Herz möchte weiter das volle Ehrenamt; mein Verstand ist davon nicht mehr überzeugt. Natürlich setzt man damit eine Spirale in Gang. Und das ist auch definitiv eine Gefahr.
    Hier in Niedersachsen kann man für lizensierte Trainer 1/3 der Kosten (max. 5€ je Unterrichtsstunde) durch den LSB bezuschussen lassen. Nach der Rechnung wären das 15€ je 45 Min, oder 30€ je Trainingseinheit. Bei 80 Einheiten pro Jahr landen wir bei der steuerfreien Übungsleiterpauschale von 2400€. Man kann das so interpretieren, dass der Gesetzgeber diesen Betrag als angemessen ansieht.

    Ich erwarte nicht, dass es in diese Größenordnung geht. Aber ich möchte, dass es sich in diese Richtung bewegt. Da ich nicht dran glaube, ist aus heutiger Sicht die kommende Saison (für die ich schon zugesagt habe) meine letzte.

    Wird bei Euch in der E normalerweise 6+1 gespielt?
    Dann sind 7 zu knapp. Ich stimme Dir zu, dass 15, wenn sie zuverlässig sind, eigentlich zu viele sind. Aber was hilft´s?
    Wie sehen denn Eure Jahrgänge an den anderen beiden Seiten, also 06/07 und 10/11 aus. Machen da evtl. Verschiebungen Sinn?

    Ansonsten bildest Du aus den 15 Spielern drei 5er Gruppen oder fünf 3er Gruppen, von denen eine Gruppe jedes dritte oder fünfte Spiel aussetzt.

    Es gibt natürlich verschiedene Gründe, weshalb Kinder ein solches Verhalten zeigen. Kann auch Charaktersache sein...
    Grundsätzlich wurden Dir ja schon Spielformen empfohlen, bei denen man sich nicht verstecken kann. Heißt als 1:1, 2:2 bis maximal 3:3. Wenn Du bei diesen Konstellationen für verschiedene Über- und Unterzahlsituationen sorgst, kannst Du das noch verstärken.
    Falls Du auch in Übungsformen arbeiten willst, nimm welche, die eine Anschlussaktion erfordern, z.B. nach einem offensiven Pass oder Dribbling muss ich direkt in einen defensiven Zweikampf.
    Z.B. etwas in der Art:
    https://www.soccerdrills.de/tr…bungen/doppelangriff/975/

    https://www.soccerdrills.de/tr…uebungen/gefaengnis/1050/

    1 gegen 1 auf vier Tore mit Umschalten

    Nach meiner Erfahrung brauchen diese Kinder viel positives, aufmunterndes Coaching im Training.

    SG-Nr8

    Im gesamten Bezirk Weser-Ems? Natürlich nicht. In der Grafschaft Bentheim spielt die E-Jugend mit Abseits. An der Nordseeküste war es bis vor einigen Jahren auch noch so. Wie es da aktuell aussieht, weiß ich allerdings nicht.

    Hier in der Gegend gibt es eins der größten Jugendturniere Norddeutschlands. Ist für F- und G-Jugend und für alle Mannschaften ein Pflichttermin! Also jede im Spielbetrieb gemeldete Mannschaft MUSS daran teilnehmen.
    Im Spielbetrieb wird bei uns FPL gespielt - seit ein paar Jahrfen auch endlich ohne Tabellen. Bei diesem Turnier ist das anders. Da gibt´s ne Vorrunde, ne Hauptrunde uswusf. Am Montag gibt´s 'nen großen Bericht in der Zeitung; hat also durchaus große öffentlilche Beachtung.
    Von den Trainern hört man vor diesem Turnier Sprüche wie "Endlich geht´s mal um was." Einige machen sogar spezielle Vorbereitungen auf das Turnier... Ja, wir reden tatsächlich von F und G...

    CoachingZone

    Bennoah

    Gilt für Euch beide, deshalb gemeinsame Antwort. Bei der Einteilung der Mannschaften muss man im Kopf haben, wie man sie melden kann.

    Ist bei Euch Jahrgangsmeldung (U6, U7, U8, U9), könnt Ihr keine "schwächeren" Älteren bei den Jüngeren spielen lassen. Damit macht Ihr die gesamte Mannschaft älter und die Jüngeren müssen die Suppe auslöffeln. Da geht´s dann nur umgekehrt.
    Könnt Ihr Meldung nach eigener Einschätzung der Spielstärke machen, ist alles möglich. Natürlich gehen manche Vereine mit dieser Möglichkeit auch verantwortungslos um...
    Wenn eine Betreuung beider Mannschaften im Pflichtspielbetrieb möglich ist, würde ich anstreben, beide zu melden. Freundschaftsspiele unter der Woche sind schon eine besondere Herausforderung. Ich mache z.B. keine FSP unter der Woche, da wir auch so schon genügen "englische Wochen" haben.

    Wenn ich schneller bin als meine Gegenspieler und durchkomme, mich aber dann ein halbes Dutzend Male im Spiel am 5. Gegenspieler festlaufe, dann muss doch die Frage erlaubt sein, warum ich nicht doch vielleicht einen Blick nach außen riskiere und meinen freistehenden Mitspieler anspiele.

    Wer am 5. Gegenspieler hängenbleibt, hat vorher 4 hinter sich gelassen. Eine Offensivzweikampfquote von 80% ist ein genialer Wert. Du siehst, man kann überall das Positive sehen. Diesen Spieler mache ich mit dem Kommando "Spiiiiiieeeeeel" nicht besser. Ich mache ihn besser, indem ich ihn in die Lage versetze, den Kopf hochzunehmen. Denn meistens gehen diese Kinder mit gesenktem Kpf ins Dribbling. Ich habe aktuell auch so einen Kandidaten. Wird noch ein paar Monate dauern - aber dann wird er seine Dribblings für die Mannschaft einsetzen können. Auf keinen Fall darf man ihm diese Dribblings verbieten. PSG hat übrigens nicht 222 Mio für Neymar bezahlt, weil er so ein gutes Passspiel hat...

    Gibt es für einen Verein plausible Gründe so zu entscheiden ??

    Ein plausibler Grund sind schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit mit ähnlichen Konstellationen. Die Verantwortlichen befürchten, dass sie sich auf die Zusage der Eltern nicht über eine komplette Saison (also auch bei sportlichem Misserfolg) verlassen können.

    Ich bin der E-Jugendtrainer.

    Dieses Thema kann unmöglich auf Trainerebene geklärt werden. Ihr beide habt verständlicherweise unterschiedliche Interessen. Da muss jemand ins Boot, der das große Ganze im Blick habt. Auch eine Spielgemeinschaft ist nichts, was die Trainer ins Rollen bringen. Ihr müsst den Jugendleiter in die Pflicht nehmen.