Beiträge von Follkao

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    WorkHard

    Auf welchem Untergrund trainiert Ihr denn? Manche Bälle haben große Probleme mit der Haltbarkeit auf Kunstrasen und auf Asche sowieso...

    Was die Derbystar-Kritik angeht: Es gibt -wie bei jedem Hersteller- unterschiedliche Preis- und Qualitätsstufen. Ich habe beim Apus Pro TT und allen Derbystar-Bällen, die preisliche darüber liegen, gute Erfahrungen bzgl. der Haltbarkeit auf Kunstrasen gemacht. Ja, man muss sie häufiger aufpumpen - aber sie halten eben auch länger.

    Adidas- und Uhlsport-Bälle mit weicher (geschäumter?) Oberfläche leiden stark auf dem Kunstrasen, sind auf Naturrasen aber klasse, weil sie ein gutes Ballgefühl geben.
    Günstige Jako-Bälle verlieren leider oft die Form und sind dann nicht mehr wirkich rund...

    Genau. Die Abwehrspieler muss ich aber jedes mal dazu animieren vorne mitzumachen. Wie gesagt sind sie lauffaul und bewegen sich nur wie nötig.

    Zwei Dinge dazu:

    1. Wie auch Trainer E anmerkte - tausch die Offensiven und Defensiven. Und das nicht nur einmalig, sondern immer wieder. Das ist das, was Du hier im Forum oft als Rotation beschrieben liest.
    2. Bring die Lauffaulen beim Training ans Laufen. Bei Spielformen im 1:1 bis 3:3 kann sich keiner verstecken. Solche Spielformen in unterschiedlichen Abwandlungen gehören im Kleinfeldbereich in jedes Training.

    Ich kenne aber genügend Beispiele wo Trainer heimlich oder selten auch ganz offen für eine solche Rotation kritisiert werden.

    Manchmal ist es ein Resultat mangelnder Kommunikation durch die Trainer. Manchmal ist es aber das reine Erfolgsstreben der Eltern.

    Ist mir auch schon mehrfach passiert. Trotz Erklärung der Hintergründe bei einem Elternabend und der Aussage, dass es mir egal ist, wenn deswegen Spiele verloren gehen, machten sogar Vereinsikonen hintenrum Stimmung. Man muss sich als Trainer im Kinderfußball damit abfinden, dass die Lorbeeren für Deinen Anteil an guter Ausbildung später oft andere bekommen.

    War nur mein Gedanke bei Deiner Situationsbeschreibung, habe ich vllt, aber auch nur reininterpretiert.

    War auch mein erster Gedanke.

    In den Trainingseinheiten übe ich sehr oft Passen und Dribblings, leider setzen die Kinder das selten im Spiel ein.

    Wenn sie das mal tun, bekomme ich sogar direkt Gänsehaut und bin stolz das sie das umsetzen . So selten kommt das also vor.

    Provoziere dieses Verhalten im Training durch Spielformen.
    Beispiel Dribbling für eine F-Jugend: Normales Spiel auf Jugendtore oder Minitore, 2:2 bis 5:5 sinnvoll. Auf dem Feld markierst Du mehrere Linien, die der Ball nur im Dribbling überqueren darf. So bringst Du sie dazu, dass in der Übungsform Geübte in einer Spielsituation einzusetzen.

    Ich bin am Überlegen, ob es eventuell an der Formation liegt und die Offensivspieler zu viel Arbeit haben und daher dann mit dem Kopf durch die Wand rennen wollen.

    Ich habe an ein 3-1-2 oder ein 2-3-1 gedacht, damit jedes Feld mit Spielern abgedeckt ist.

    Grundsätzlich: Gib der Grundformation im Kinderfußball keine zu große Bedeutung. Wichtiger ist, dass sich alle am Offensiv- und Defensivgeschehen beteiligen.

    Kiriku

    Eure Mannschaft ist auch nicht aus einer Menge >50 selektiert worden. Je größer die Anzahl ist, aus der man auswählen kann, desto deutlicher wird der RAE.

    https://www.dfb.de/u-19-junior…m-und-trainer/?no_cache=1

    Diese Mannschafts wurden schon aus einer riesigen Menge selektiert. 64% von ihnen sind im ersten Quartal geboren. Zufall?

    Diese Jungs haben in den Vorjahren Förderung bekommen, weil sie zu dem Zeitpunkt physisch stärker waren.

    Wer nicht in erster Linie auf's aktuelle Ergebnis schaut, wird differenzieren und Q4 nicht physisch mit Q1 vergleichen.

    Man kann doch problemlos definieren ob ein E-Jugendlicher eher zu den leistungsstärkeren oder zu den leistungsschwächeren Spielern gehört.

    Diejenigen, die das problemlos können, machen m.E. dabei die meisten Fehler.

    SG-Nr8 hat diesbzgl. schon den RAE angesprochen. Wer ist stärker: Ein Techniker aus Q4 oder ein Großer aus Q1, gegen der Q4er im 1:1 oft chancenlos ist? Man muss also durchaus definieren, was man als Leistungsstärke ansieht.

    Wir teilen ab der E mit dem Ziel der Leistungshomogenität ein. Ein Blick auf das Geburtsdatum ist selbstverständlich Bestandteil dieses Prozesses. Die Kriterien können dabei anders sein, als manche Eltern denken...

    Libra

    Ihr solltet vielleicht generell an Eurer Kommunikation im Trainerteam arbeiten. Bei grundsätzlichen Dingen wie Rotation müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

    Übrigens: Wenn man in der E-Jugend zwischendurch mal in einem (!) Freundschaftsspiel rotiert, wird man damit tatsächlich wenig Wirkung erzielen.

    Wir sind in diesem Jahr als E1 an der Schwelle zur D-Jugend und ich habe deshalb folgende Frage:


    Warum soll genau ab der D-Jugen die Einteilung nicht nach Jahrgängen sondern Leistungs-bezogen erfolgen?

    Muss nicht ab D-Jugend sein. Kann man auch zu jedem anderen Zeitpunkt machen. Oder auch nie.

    Hängt sicherlich von der generellen Ausrichtung des Vereins ab.

    Unstrittig ist sicherlich, dass die optimalen Kadergrößen im 7er-, 9er- und 11er-Fußball unterschiedlich sind.

    Ob man nach Jahrgang, nach Leistungsfähigkeit im Jahrgang, nach Leistungsfähigkeit in der Altersstufe oder wie auch immer einteilt, hängt letzten Endes von der Größe und den Zielen des Vereins ab. Wichtig ist halt, dass man das nicht für jeden Jahrgang neu entscheidet, sondern eine grundsätzliche Regelung im Verein hat.

    Insbesondere kann ich die Argumentation contra "Verein im Verein" nicht nachvollziehen. Für mich steht immer die Mannschaft als solche an erster Stelle.

    Aus der Sicht eines Trainers, der mit "seiner" Mannschaft durch die Jahrgänge läuft, verständlich.

    Aus der Sicht eines Jahrgangstrainers und Verantwortlichen für mehrere Jahrgänge kann niemals eine Mannschaft an erster Stelle stehen. Da muss man so entscheiden, dass man die beste Lösung für alle findet.

    Trainer und Elternschaften mit der Ansicht "Was interessieren mich die anderen? Hauptsache bei mir läuft alles, wie ich es will." sind dann nicht hilfreich.

    Wer eine generelle Vorgabe macht, dass das Spiel nur kurz eröffnet werden darf, hätte diesen Jungen nach dem Abfangen der Ecke dazu gezwungen, zu warten bis sich alle sortiert haben, um dann den nächsten Verteidiger anzurollen.

    Auf die Rückpassregel möchte ich ab der E ebenfalls nicht mehr verzichten. Mit der Abseitsregel habe ich in dieser Altersklasse keine Erfahrung. Ich vermute aber, dass 70% der Kinder keine Probleme damit haben. Da es bei uns keine angesetzten Schiris in der E gibt, befürchte ich allerdings, dass die pfeifenden Trainer oder Eltern diese Regel "nutzen" würden.

    Ich war schon mehrfach mit E- und D-Jugenden zu mehrtägigen Turnieren in NL.
    Größere Probleme hatte ich nie. Regeln analog zu üblichen Klassenfahrten- oder Zeltlagerregeln waren immer ausreichend.

    Bzgl. Handys: Ich lasse mir von den Eltern unterschreiben, dass die Trainer sich bei Verlust oder Diebstahl von Unterhaltungselektronik um nichts kümmern werden. Das hat bislang immer dazu geführt, dass diese Geräte zu Hause blieben. Wer sich an seine eigene Kinder- und Jugendzeit erinnert, weiß wie chaotisch die Schlafräume bei solchen Fahrten aussehen...


    Selbstverständlich dürfen Kinder, die ihre Eltern unbedingt anrufen müssen, mein Handy benutzen. Das ist allerdings noch nie vorgekommen.

    Ich habe es eher als Reduzierung auf technisch sauber ausführbare Optionen gesehen(in bezug auf den TW).

    Ich hatte mal einen TW, der ungewöhnlich weit und genau abwerfen konnte. Der konnte Dir den Ball tatsächlich über das halbe E-Jugendfeld präzise in den Lauf werfen. Wenn der 'ne Ecke runtergepflückt hat, wussten die Mitspieler, was jetzt kommen konnte und gingen sofort ab. Damit hat der Tore vorbereitet. Das ist doch eine Fähigkeit, die er nutzen darf.


    Zum Fußball gehören lange und kurze Bälle. Manchmal MUSS es sogar ein langer Ball sein. Und sei es nur, um dem Gegner zu zeigen, dass wir das auch können und es deshalb keinen Sinn macht, uns hoch zuzustellen.

    Ich finde sowohl hinten raus spielen als auch die langen Abschläge nicht gut, wenn es nicht eine bewusste Entscheidung der Kinder ist. Und für mich ist das nicht nur eine Entscheidung des Torspielers, sondern auch der Feldspieler (wo bieten sie sich an?).

    Das ist für mich der springende Punkt. Beobachte die Situation und entscheide, was Du für richtig hältst.

    Bin auch im NFV. Bei uns wird seit einigen Jahren in der E-Jugend mit Rückpassregel aber weiterhin ohne Abseits gespielt.

    Die Rückpassregel ist vollkommen problemlos. Kinder in diesem Alter können erkennen, von wem der Ball kommt. Bzgl. der Abseitsregel habe ich keine Erfahrungen in der E-Jugend.

    Überfordern wir die Kinder nicht, wenn wir in allen Spielsituationen einen kontrollierten Spielaufbau von hinten einfordern?

    Für mich besteht da ein ganz anderes Problem:

    Wenn man als Trainer für unterschiedliche Spielsituationen nur eine einzige Lösungsvariante erlaubt, nimmt man den Kindern Optionen. Wer mögliche Lösungsvarianten ausschließt, killt Spielintelligenz.

    • Wenn der TW einen Ball abfängt und sich für einen Offensivspieler ein Raum auftut, finde ich es gut, den Raum zu sehen und den Spieler mit einem langen Ball auf die Reise zu schicken.
    • Wenn ein Gegner konsequent hoch zustellt, finde ich es gut, wenn der TW das sieht und einen Mitspieler steil schickt.
    • Wenn ein Gegner tief steht, finde ich es gut, das Spiel über einen Verteidiger zu eröffnen.
    • Stellt ein Gegner hoch zu und steht gleichzeitig hinten tief, finde ich es gut, wenn der TW den Raum im Mitteldrittel sieht und darüber das Spiel eröffnet.

    Was ich sagen will: Unterschiedliche Spielsituationen erfordern unterschiedliche Lösungen. Wer das Handeln unabhängig von der Spielsituation vorgibt, darf nicht erwarten, dass sich ein Erkennen von Situationen und dazu passender Lösungen entwickelt.

    In den meisten Verbänden gibt es ab der C (teils schon ab der D) einen Spielbetrieb oberhalb der Kreisebene. Spätestes dann übernimmst Du die Spielklasse, die Dir der Vorgängerjahrgang hinterlassen hat. Ich weiß - es gibt vereinzelt Verbände, die auch da eine Play-Off-Lösung gefunden haben - sind aber Ausnahmen.

    Bei einem Verein wie Eurem kann der Vorgängerjahrgang den 2008ern keine attraktiven Spielklassen hinterlassen, da man in allen Jahrgängen schon froh ist, überhaupt 11 auf den Platz zu bekommen. Wer also zu Euch kommt, um in einer starken Mannschaft zu spielen, zieht dann gerne weiter...

    Kiriku

    Ein Verein dieser Größenordnung kann es sich nicht leisten, irgendjemanden wegzuschicken.

    Andererseits wird dieser Verein im Großfeldbereich kaum Spielklassen anbieten können, die für leistungswillige und -fähige Spieler attraktiv sind. Spätestens dann wird der/die eine oder andere wieder abwandern...

    O.k. - verstehe. Euer Verein ist so klein, dass alle Jahrgänge (2005, 2006, 2007, 2009 die anderen auch?) auf Kante genäht sind und 2008 in der Größe eine Ausnahme ist. Man hat vermutlich keine Erfahrungen im Umgang mit großen Jahrgängen?

    Es wird doch nicht grundsätzlich immer zur D oder zur C aufgeteilt.

    Das es vom 7er- über den 9er- bis zum 11er-Fußball unterschiedliche Anforderungen an die Kadergrößen gibt, dürfte klar sein.

    Wenn ihr aktuell nur eine D habt, die bleibt, heißt das ja, dass dort 2 Jahrgänge zusammenspielen. Kommen die 2007er in der neuen Saison ohne Verstärkung aus 2008 aus? Oder habt Ihr keine 2006er?
    Eltern (aber auch Trainer) müssen sich damit abfinden, dass ihre Kinder nicht von der G bis zur A in derselben Konstellation spielen. Ist immer ein schwieriger Prozess (wir machen das in der E und D), dem sich eine Jugendleitung halt stellen muss.

    11 der Kinder spielen übrigens seit den Bambinis zusammen, meine Tochter und ein Junge kamen in der Winterpause 2017/2018 dazu und zwei Jungs kamen im Sommer letzten Jahres.

    Diese 4 Neuzugänge gingen ja auch jeweils zu Lasten der Spielzeiten der vorhandenen Spieler. Gab es da auch schon Vorbehalte?

    Aber Kinder die so lange in dieser Mannschaft spielen in eine andere Mannschaft des Vereins zu schicken, das würde ich jetzt auch nicht unbedingt machen.

    Als Verein schafft man sich einen Verein im Verein.