Hallo
Wir als Eltern, ich als Mutti haben das ja nun auch live erlebt. Als unser 96ger soweit war, kam er in den DFB Stützpunkt. Es gab alle halbe Jahre diese Statustests, in denen die Schnelligkeit, Laufgewandheit, Dribbling, Ballkontrolle und Balljonglieren getestet wurde.
Die Tests vielen sehr gut aus. Daraufhin wurde er zu dem Sichtungsturnier für die Landesauswahl eingeladen. ....dort war es echt....wie soll ich sagen....deprimierend. Die Kinder des Sportinternats waren mit unseren Vereinskindern in einer Mannschaft (wurden also gemischt und zwei Mannschaften draus gemacht) mit den anderen Stützpunktkindern. Die Internatskinder haben sich den Ball immer schön hin und her gespielt , die Vereinskinder bekamen den Ball so gut wie nie..... Nominiert für die Landesaufwahl wurden dann auch weitestgehend die Internatskinder. Nach mehrern solchen Turnieren wurde ein anderer Versuch gestartet. Auf ganz engem Feld 5 gegen 5, Vereinskinder und Internatskinder aufgeteilt. Da bekamen die Vereinskinder nun öfter mal den Ball und das Resultat, er wurde nominiert, als Ersatz.....
Dennoch hat er sich gefreut. Die Stützpunkttests waren super, unser DFB Trainer meinte, er gehört ins Internat, die meldeten sich dann auch (sicher weil er bei der Landessichtung aufgefallen ist) und luden ihn 2 Jahre lang zum Probetraining ein. Wie da aber im Leben so ist. Als Novemberkind, eher still und introvertiert, erfüllt zwar seinen Trainerauftrag, spielt sich aber nicht in den Vordergrund....wurde er nicht genommen.... Das tat sehr weh, keiner der Trainer verstand warum. Als Begründung kam ein Pauschalschreiben, die Technik würde nicht ausreichen...die Trainer hier haben sich totgelacht. Naja, aber der Neffe, (der gar nicht beim Stützpunkttraining war) des Landesobersten blabla...keine Ahnung wie der sich nennt Beaufttragter oder so, der war dabei. Der lange nicht so weit war wie unser 9ger, der durfte Landesauswahl spielen und wurde auch von der Sportschule genommen....ja, ihr hört da ein wenig Verbitterung. Die Trainer haben fest damit gerechnet, das es was mit dem Internat wird, weil er in den Tests durchweg ein A bekommen hat. Wer sich auskennt weiß was das heißt.
Solange solch eine Vetternwirtschaft nicht aufhört und die Internatskinder nicht auf gleicher höhe stehen, wie die Vereinskinder gibt es keine gleichwertige , faire Sichtung. Hätten wir das alles vorher gemerkt....hätten wir viel Zeit, Nerven und Spritgeld gespart.
Jetzt, mit 15 ist er soweit, das er merkt, was los ist. Dazu muß ich sagen, das sein letzter Trainer, von dem ich wirklich sehr viel halte, weil er wußte wie er mein doch introvertiertes Kind händeln muß, hat dazu einiges beigetragen, das er selbstbewußter wurde. Von daher nun auch solche Gedankengänge. Ich kenn mein Kind kaum wieder. Es freut mich, aber ich möchte ihn vor einer Enttäuschung wahren....
Man hat einmal die Stützpunktsachen und die Sichtungen für die Landesauswahl und dann die Sache mit den Probetrainings für das Internat, welches einfach für unseren, mit damals 12 Jahren einfach zu früh war.