Alles anzeigenHallo MilkyWay!
Ich wünsche deinem Sohn für dieses Unterfangen alles gute,aber es sollte jeder Schritt auch reiflich überlegt sein.
Auch wir waren in so einer Situation wie ihr sie nun habt.Meinem Sohn(damals 12 Jahre) seine beiden Trainer sind zu einem Profiverein in den Jugenbereich gewechselt und wollten unbedingt das er mit zu diesem Verein wechselt.Wir haben uns das alles durch den Kopf gehen lassen,für und wieder abgewogen und sind dann zu der Erkenntnis gelangt das Er nicht wechselt.Sicherlich macht es einen schon Stolz wenn der Sohn Fußballerisches Talent hat und ihm so eine Chance geboten wird.
Jedoch ist nicht alles Gold was glänzt.Wenn die Schulischen Leistungen absacken und auch eine Nachförderung nicht das gewünschte Ergebnis bringt wird er gnadenlos aussortiert.Haut es mit dem bringen zum Training nicht immer hin,so gibt es wieder Probleme und er wird aussortiert.100%ige Disziplin wird abverlangt,denn da wird gerade am Donnerstag oder Freitag abends um 21 Uhr schon mal angerufen und kontrolliert ob der Spieler daheim ist oder schon schläft.Auch bei öfteren Verletzungen oder anderer Krankheiten die einen kontiunierlichen Trainingsbesuch(4 bis 5 mal die Woche und meist noch irgenwo ein Einladungsturnier oder ein vergleich mit einem Leistungszentrum,oder irgeneiner Auswahl) nicht ermöglichen, wird er durch das Raster fallen.Wenn er Pech hat,wird er ausgemustert,kehrt vieleicht zu seinem Stammverein zurück, kann es noch passieren das er von einigen seiner Freunde und Spieler mit Spott und Häme empfangen wird,ja Kinder können grausam sein.
Auch das kann einem noch jahre lang nachgehen!
Auch wird von Jahr zu Jahr der Druck durch die Vereine größer da es bei den meisten Profi-Vereinen keine B 2 oder A 2 gibt und daher die selektion noch viel härter sein wird.
Ich kenne viele jugendliche die diesen Schritt gewagt hatten ,es leider nicht schafften ein gewisses Level zu halten und dann erst mal in ein tiefes Loch gefallen sind.
Einige haben mit dem Fußballsport ganz aufgehört oder spielen heute in der A oder Kreisklasse mehr schlecht als recht Fußball.
Ich will euch bestimmt nichts madig machen,jedoch hat ein Heinz Höher mal zu mir gesagt:von 1000 Jugendlichen Talenten schafft es rechnerisch nur einer in den Profibereich,respektive in den Bereich wo man vom Fußballspielen auch leben kann.Ich kenne aus meinem näheren Umfeld nur einige wenige die das geschafft haben,Hilpert ,Kiesling,Hassa,Feulner Springer,Hofmann,Eigler
Es muß nicht so kommen,aber es kann so passieren!
Gruß,Sindi
Hallo Sindi
Er hat sich damals schon gegen den Oberligaverein entschieden. Zum einen, weil abzusehen war, das die B in die er dann kommt zwar Regionalliga spielen wird, aber aber die Bedingungen einfach zu kompliziet sind. Und da er erkannt hat, das es wegen der Schule zu stressig wird. Er ist jetzt 16 und viel reifer als noch vor einem Jahr. Er lebt mit der Entscheidung gut. Auch sein Verein bietet eine gute Nachwuchsarbeit, was die Erfolge der 1. immer wieder zeigt. Diese spielt in der Regionalliga. Leider hat der Verein keine ambitionen mit der 1. noch höherklassig zu spielen und dies stört unseren Sohn. Er will sich austesten, will schauen wie er mithalten kann und will die Truppe weiterbringen. Das ist hier nicht möglich, da nicht gewünscht. Als die Mannschaft unseres Sohnes in der Sommerpause die Relegationsspiele hatt um den Aufstieg in die Regionalliga hat der Trainer (unserer Meinung nach) so aufgestellt, das sie es nicht schaffen. Das war für unseren Sohn eine große Enttäuschung, auch daraus kam der Wunsch nach einem Wechsel, weil das für ihn ein Signal war, das er hier nie weiter kommen wird.
Der "alte" Trainer hat einige andere Jungs aus seiner Mannschaft zu dem Oberligaverein abgeworben, ob die dort glücklicher werden.....?
Der Bundesligist, zu dem wir Kontakt hatten, hat sich nicht gemeldet, die chancen waren eh gering, das wusste er, da er als Quereinsteiger in der B es schwer haben würde. Dennoch hat er bis heute Hoffnung, das sie ihn wenigstens mal anschauen.
Das positive, schulisch und auch seine Introvertiertheit hat sich gebessert. Er steht gut in der Schule da, und er kann mittlerweile seine Meinung klar äußern, was ihm Fremden gegenüber noch Schwierigkeiten bereitet hat. Klar ist, sobald ein Verein mit einem Internat für ihn interesse hätte wäre er wahrscheinlich weg, aber da tut sich bisher ja nix. Ich bin froh, das er die Weitsicht hat, das die Bedingungen stimmen müssen, da es auch ein Leben ohne Fußball gibt, und das hat er erkannt, wenn auch schweren Herzens.
Du hast natürlich Recht, ich kenne auch 5 Jungs, die im Alter von 12 in ein Internat gegangen sind und nur einer ist noch dort. Spielt aber nun in diesem Oberligaverein, der auch um unseren Sohn geworben hat. Dieser Junge ist aber schon seit Jahren von zu Hause weg, ein großes Opfer .
