Beiträge von Ranwie

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    wie kann es sein, dass nur 2 Spieler interessant sind?

    Warum ist die Banane krumm?

    Du hast die doch jahrelang trainiert...

    Wie kommst Du darauf? Ich habe dieses und letztes Jahr die E1 trainiert. Davor zwei Jahre F1. Ich persönlich hatte also immer die stärkeren Spieler im Training. Trotzdem kenne ich die D2, wie ich auch die E2 kenne. Ich schaue mir regelmäßig Spiele und Training an und spreche auch mit den Trainern über die Entwicklung, denn es sollen ja im nächsten Jahr die besten Spieler in der D1 spielen und ich möchte nicht, dass mir einer dadurch geht. Aber es ist mal leider so, dass die aktuelle D2 sehr schwach ist. Glaub es einfach. Im Winter hatten wir eine Testspiel E1 gegen D2. Wir spielten nach D-Jugendregeln mit Abseits und 9 gegen 9 auf D-Jugendfeld. Für meine E völlig ungewohnt. Trotzdem gewannen wir 5:1. Es ist nun mal wie es ist.

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    Meine Erfahrung ist, dass man jedes Kind stark machen kann.

    Das schreibt sich viel leichter, als es umgesetzt ist. Aus einem Esel machst Du nun mal kein Rennpferd. Klar kann man einen schwachen Spieler verbessern und das versuchen wir auch, aber die Guten verbessern sich halt auch. Bis auf wenige Ausnahmen bleibt der Abstand zumeist erhalten. Zur Winterpause haben wir einen D2-Spieler in die D1 genommen, weil es sich sehr gut entwickelt hat. Das kommt vor, kann aber nicht bei jedem funktionieren.

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    Ich hatte z.B. einige in der F aussortierte, die zu nichts zu gebrauchen seien, so der Trainer der Ersten entschuldigend. Schon 1 Jahr später wollte er sie zurück, da sie für die Zweite zu stark seien...

    Bei uns wird niemand aussortiert, aber auch eine D2 braucht Spieler und wie das o.g. Beispiel zeigt, tragen wir positiven Entwicklungen Rechnung.

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    So schnell kann das per zielführendem Training gehen. Im meine, schlechte Spieler kann es unter Kindern gar nicht geben, wer aber so sortiert, wird sie produzieren. Kernaufgabe qua
    Team: Gefälle ausgleichen, die Schwächeren zu mehr Training motivieren, animieren.

    Glaub mir, wenn wir unsere 30 D-Jugendlichen nach Spielstärke in 2 Gruppen eingeteilt haben, haben wir in jeder Gruppe immer noch ein gewaltiges Leistungsgefälle. Ist schon schwer genug, das innerhalb der Gruppen auszugleichen. Zwischen den Gruppen ist das fast unmöglich.

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    Ermutigung statt Selektieren also. Letzteres ist immer schade für sie, eine innere Kapitulation durch statisches statt dynamisches Denken. Gibt doch mal allen ihre (unberechenbare) Chance!

    Und wie soll das in der Praxis aussehen? 30 Spieler in der D1, damit alle ihre Chance bekommen?


    Wenn Du mehr als Spieler hast als in eine Mannschaft passen, musst Du immer selektieren. Die üblichen Möglichkeiten sind Jahrgang oder Spielstärke. Über die Vor- und Nachteile der beiden Optionen wurde hier auch schon ausgiebig diskutiert.

    Das war gar nicht bös gemeint, war nur sehr überrascht, als ich es gelesen habe. Interessant, dass die D2-Spieler so viel schlechter als unzuverlässige D1-Spieler und E-Jugend Spieler sind. Bei denen ist es wohl wahrscheinlich, dass die gar nicht mehr den Anschluss kriegen.

    Hab ich auch nicht bös genommen. ;o)


    Und ja, in der D2 tummeln sich die Jungs, die einfach nur kicken wollen, aber keinerlei Ambitionen haben und - nicht böse gemeint - auch vielfach talentfrei sind. Wenn ich kommende Saison die neue D1 übernehme, sind gerade mal 2 Spieler aus der D2 interessant. Wohingegen 5 bis 6 Spieler aus der E1 auf dem Zettel stehen. Diese Situation ist auch der Grund, warum wir keine Jahrgangsmannschaften haben. Das Gefälle wäre einfach zu groß, um ein sinnvolles Training machen zu können.

    Eine Zwischenfrage (bevor ich mich später zum eigentlichen Thema äußer): Wenn die D1 nach Stärke und nicht nach Altersgruppen aufgestellt wurde, warum sind dann so unzuverlässige Spieler im Team? Die sind doch die, die das eigentliche Niveau einer Mannschaft nach unten ziehen.
    Wieso wurden die nicht in die D2 geschickt und im Gegenzug die aktiven, aber vielleicht spielerisch schwächeren Spieler in die D1 genommen, immerhin wird ja auf die Ligazugehörigkeit geachtet.
    Ich frage, weil genau das mein Hauptproblem ist. Im ohnehin kleinen Kader sind nochmal Spieler, die nach Lust und Laune zum Training/Spiel kommen.

    Das ist ganz leicht zu erklären. Keiner unserer D2-Spieler hat auch nur annähernd das Format, um in der Leistungsklasse spielen zu können, ansonsten würden wir sicher nicht auf die Idee kommen, die D1 mit E-Jugendspielern zu verstärken, oder?


    Jetzt kann man natürlich sagen, man müsste die Unzuverlässigen aussortieren und dann halt mit den schwächeren in der Kreisklasse spielen. Klar, kann man machen. Aber damit geht man doch dem Disziplin-Problem nur aus dem Weg und packt es nicht wirklich an. Man würde damit nur das Problem von der einen in die andere Mannschaft schieben.


    Außerdem - und da muss ich jetzt mal wieder den Vereinshut aufsetzen - würde eine solche "Degradierung" und ein damit zwingend verbundener Rückzug aus der LK dazu führen, dass a) die starken Spieler dieses Jahrgangs den Verein verlassen und b) die nachrückenden starken Jahrgänge, die durchaus das Potenzial haben sich dauerhaft in der LK zu halten, diese Chance verlieren würden. Also spielen in der D1 erst mal die stärksten Fußballer unabhängig von ihrer Einstellung. Letzeres in den Griff zu bekommen war und ist nun aber Aufgabe des Trainerteams. Leider haben sich die Trainer damit sehr schwer getan. Zur Rückrunde wurde dem Team dann ein erfahrenen Kollege zur Seite gestellt, der auch den stärkeren Spielern, die nicht die nötige Disziplin zeigen, ihre Grenzen aufzeigt. So hat unser Top-Torschütze (einer derjenigen, die die Nacht durchgemacht hatten) beim letzten Spiel mehr draußen gesessen als auf dem Feld gestanden. Für ihn spielte dann halt ein E-Jugendlicher. Das hat ihm sichtlich überhaupt nicht geschmeckt, aber er hat natürlich verstanden warum. Ob er daraus etwas lernt, bleibt allerdings abzuwarten.


    Es ist auch nicht so, als würde in der Mannschaft das totale Chaos herrschen. Es gibt halt einige Spieler, die sich Dinge herausnehmen, die nicht in Ordnung sind. Allerdings sind sie seit Jahren gewohnt, dass dieses Verhalten nicht sanktioniert wird. Ich sagte ja bereits, dass in der Vergangenheit nicht alles richtig gelaufen ist. Solche Fehler lassen sich nicht innerhalb kurzer Zeit korrigieren und ganz sicher auch nicht mit dem Holzhammer.

    Aus Sicht der Kinder und des "etwas neutraleren" Ehepartners sollte man die Kinder nicht gegen ihren Willen zwingen, statt mit ihrer Mannschaft in einer anderen zu spielen. Nur weil die nicht absteigen will! (und für deren Ursachen die E-Jungs und Trainer nicht verantwortlich sind)

    Nur um das noch einmal klar zu stellen: es ging nie darum, Kinder gegen ihren Willen in einer anderen Mannschaft spielen zu lassen!

    Der Hinweis: "Blöde, wenn ...." sollte lediglich auszeigen, das häufiger anders kommt, als geplant. Z.B., kann es einen Klassenerhalt geben, wenn eine andere Mannschaft freiwillig zurückzieht. Auch ist ein sportlicher Abstieg keine Kathastrophe, sondern eine neue Chance.

    Darüber sind wir uns zweifellos einig.

    TW-Trainer: Ich schätze deine amüsanten und scharfsinnigen Beiträge sehr, würde mir aber manchmal wünschen, du würdest dich etwas konkreter ausdrücken. Aber vielleicht liegt's auch an mir. Bin vermutlich einfach zu doof, um deine "Geschichten" richtig zu interpretieren. ;o)

    Ihr habt also generell ein Problem mit der Zuverlässigkeit in der D1?
    Dann sieht das für mich vollkommen anders aus. Da sollte man dann aber Nägel mit Köppen machen. Offensichtlich habt Ihr da aber schon vorher etwas verpasst.

    Sagen wir mal so: die Zuverlässigkeit, Ernsthaftigkeit und auch die Einsatzbereitschaft einzelner Spieler deckt sich nicht unbedingt mit meiner Auffassung von Mannschaftssport. Das gilt allerdings nicht nur für die D1. Davon sind vor allem auch unsere älteren Mannschaften betroffen. Ganz sicher wurde hier in der Vergangenheit vieles verpasst, was sich heute nur noch schwer korrigieren lässt. Und ganz wird sich auch für die Zukunft nicht ausschließen lassen, dass die gleichen Fehler wieder gemacht werden. Wir sind als Dorfverein auf Spieler und Trainer angewiesen, deren Einstellung auf der einen bzw. Befähigung auf der anderen Seite nicht immer optimal ist. Hast du einen Trainer, der sich nicht durchsetzen kann, tanzen ihm die Spieler (und die Eltern) auf der Nase herum. Geht das 2 Jahre so, ist es schwer die Kinder wieder auf Spur zu bringen. Hast Du aber keinen anderen Trainer, hast Du keine Wahl. Dazu kommen dann noch Eltern mit teilweise abenteuerlichen Ansichten. Der ganz normale Wahnsinn in einem kleinen Verein halt. ;o) Dennoch gilt es den "sozialen Frieden" in diesem Spannungsfeld zu bewahren.

    Organisatorisch ist das Ganze zwischenzeitlich geregelt. Der Einsatz wäre wohl möglich. Jetzt bleibt nur noch die Frage, ob ggf. andere Spieler "verdrängt" werden und wie man damit umgeht. Da aber häufiger Spieler in der D1 fehlen, werden wir das wohl erst kurz vor dem Spiel wissen. Wenn ohnehin Spieler fehlen, löst sich das Problem von selber. Ist dem nicht so, muss man sehen.

    Juro: Die Frage liegt natürlich auf der Hand. Die hat auch mein Sohn sofort gestellt. "Was ist, wenn die D1 verliert und die E1 auch und wir haben nachher gar nichts?"


    Es ist natürlich keineswegs sicher, dass die D1 mit den Leihspielern ihr Spiel gewinnt. Genauso wenig wie es sicher ist, dass die E1 ihr Spiel ohne die 2 Spieler verliert. Ebenso ist es möglich, dass die D1 ohne Leihspieler gewinnt und die E1 mit Vollbesetzung verliert. Das ist maximal eine Frage von Wahrscheinlichkeiten, aber letztlich nicht planbar.

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    Natürlich habe ich nicht behauptet, mich besser als du in deine Familie hinein versetzen zu können. Ich hatte dieser Aufgabe jedoch mehr Raum und Gewicht als du gegeben - das ist ja keine Anmaßung, nur Interesse.

    Siehst Du, das meine ich. Du tust schon wieder so, als würde dich das Wohl meiner Familie mehr interessieren als mich.


    Vielleicht schreibst du Dinge, die gar nicht so sind, also Spielverweigerung/Tränen des Sohnes, Entsetzen der Frau o. auch kurz bevorstehende, erkämpfte "Meisterschaft" zu Saisonbeginn (wir hatten noch nicht mal das 1. Punktspiel!)

    Soso, jetzt unterstellst du auch noch, dass ich mir das alles ausgedacht habe. Damit hast du dann wohl die letzte Stufe erreicht!

    Ist es nicht bedenklich, dass Wildfremde wie Andre o. ich mehr bereit scheinen, sich in die Lage von Frau und Kind zu versetzen als der Threadsteller, der deren Reaktion nur überrascht registiert? Geht es konkreter? Und das soll uns ins Aus manövirieren?

    Wirklich bedenklich finde, ich dass du offenbar glaubst, dich in meine Frau und meinen Sohnes hinein versetzen zu können, obwohl du sie überhaupt nicht kennst, du überhaupt nicht einschätzen kannst, wie ihre Reaktionen zu bewerten sind. Dennoch maßt du dir das an und spricht mir gleichermaßen diese Fähigkeit ab, obwohl du auch mich nicht kennst. Damit solltest du besser aufhören.


    Andre: Haha, nein, Du stehst nicht auf meiner "Bösewichtliste" und kicker auch nicht. So eine Liste habe ich gar naicht. Vermutlich haben mich kickers Äußerungen gerade deshalb so getroffen, weil ich ein Verfechter des KiFu bin oder zumindest halte ich mich dafür. Aber bin ich auch Realist und finde ich Eure Meinung zu eindimensional. Man kann auch auf einer Verkehrsinsel überfahren werden, weil man aus Prinzip nicht bei rot über die Ampel gehen will. ;o)

    @Kicker:


    Ich wollte eigentlich detailliert auf Dein Posting eingehen, da es sehr viele Vorwürfe enthält und Du zu Sachverhalten Spekulationen anstellst, die du einfach nicht beurteilen kannst. Da du ja offenbar persönlich von einer, aus meiner Sicht allerdings gänzlich anderen Situation, betroffen bist, werde ich darauf aber verzichten. Aus deinen Beitrag klingt viel Bitterkeit und Enttäuschung. Daher verzeihe ich dir die persönlichen Angriffe gegen meine Person. ;o) Ich kann dir nur sagen, dass du mich und auch die Situation völlig falsch einschätzt und dass wir sehr behutsam mit unseren Kindern umgehen. Wäre dem nicht so, hätte ich den Beitrag nicht gepostet. Er ist Ausdruck meines inneren Zwiespalts. Leute, wie du sie beschreibst, haben solchen Zwiespalt nicht.


    Andre:


    Nein, Kicker hat nicht Recht. Er reduziert lediglich eine komplexes Fragestellung auf eine unangemessen einfache Antwort. Die Aussage "Spieler haben grundsätzlich in ihren Mannschaften zu bleiben" ist ein Totschlagargument und wird dem Problem nicht gerecht.


    Wie bereits gesagt, haben meine Spieler bereits mehrfach aushelfen müssen, weil die D1 nicht genügend Spieler hatte. Da standen dann oft genug private Interessen einzelner Kinder im Vordergrund. "Meine Mannschaft spielt? Ich hab aber Karten für Schalke." Muss man dafür Verständnis haben? Klar, sind ja Kinder. "In den Ferien komme ich nicht zum Training. Sind ja sonst keine Ferien." Muss man dafür Verständnis haben? Klar, sind ja Kinder. Du kennst meine grundsätzliche Einstellung zu den Dingen, aber ich bin es Leid, das Wohl einzelner Kinder stets behutsam beachten zu müssen, die sich selbst einen Scheiß um das Wohl ihrer Kollegen, ihrer Mannschaft und ihres Vereins kümmern.


    Am letzten Ferienwochenende hatte die D1 ein Spiel. Ein Kind war auf Schalke, eines im Fußballcamp, zwei waren in den Ferien überhaupt nicht erschienen. Es gab keine Abmeldung und niemand war erreichbar. Es standen also 9 von 13 Spielern zur Verfügung. Also wurde ich angerufen, ob wir aushelfen könnten. Meine Zwei waren sofort begeistert dabei, freuen sich immer, wenn sie bei den "Großen" mitspielen dürfen und sind dort auch bei den anderen Spielern gerne gesehen, weil sie eine echte Verstärkung sind (auch wenn kicker das nicht glauben mag ;o). Wir kommen am Treffpunkt an. Da stehen 11. Die zwei "Verschwundenen" waren wieder aufgetaucht. Die Eltern hatten auf Nachfrage "keine Zeit" gehabt abzusagen... Zwei andere Spieler waren die Nacht davor bis 4 Uhr auf gewesen und waren entsprechend fit. Sahen aus wie Moorleichen und bewegten sich auf dem Platz auch so. Sprichst Du die Eltern darauf an, kriegst du oft nur blöde Antworten. "Stell dich mal nicht so an. Sind doch Ferien." Und dann meckern sie noch, wenn ihre Moorleichen weniger Spielzeit bekommen als ausgeschlafene Kinder. Das ist leider die Realität. Und soll ich mir ein schlechtes Gewissen machen lassen und über seelische Schäden nachdenken, weil ich in einem verschissenen Spiel mal 2 Spieler einsetzen will, auf die ich mich 100% verlassen kann und die immer vollen Einsatz zeigen? Einige schienen hier doch leicht naive Vorstellungen von unseren lieben Kinderchen zu haben und deren Seelen, die ja so leicht verletzlich sind. Und überhaupt? Wer denkt eigentlich an meine seelischen Schäden? ;o)


    Aber keine Sorge Andre und kicker. Ich werde eine Lösung finden, die für alle akzeptabel ist...

    Da bin ich mal einen Tag nicht da und schon komm ich kaum noch nach mit lesen. ;o)


    Du zeigst beispielhaft, wie Erwachseneninteressen Kinder in ihrem Denken und Fühlen durcheinander bringen können. ... Eitel geht die Welt zugrunde, sprich: so macht man oft ganze Teams kaputt, die eigentlich für Kinder da sein sollen und für sie wichtig sind: zwecks Spaß an Bewegung, vor allem aber für emotionale Reife. Dies aber interessiert "den Verein" wohl nicht, jedenfalls werden diese Fälle bei uns nie erwähnt o. diskutiert - sind halt nur Kinder, was solls, deren Tabellen stehen schließlich nicht in der Zeitung...?

    Ich glaube, da schätzt du uns aber mal völlig falsch ein. Hier wird mitnichten etwas kaputt gemacht. Im Gegenteil versuchen wir etwas zu erhalten bzw. aufzubauen. Nämlich die Möglichkeit für die kommende spielstarke D-Jugend in der Leistungsklasse zu spielen. Hier wird auch kein Team auseinander getrieben, denn es geht lediglich um ein einzigen Spiel. Wäre es uns nur um den Erfolg gegangen, hätten wir gleich zu Saisonbeginn die beiden E-Jugendspieler vorzeitig in die D-Jugend "gesteckt". Wir haben dies im Trainerkreis vor Saisonbeginn tatsächlich diskutiert. Das hätte auch impliziert, dass ich der Trainer der D1 geworden wäre. So hätte ich also schon dieses Jahr "mein Leistungsteam" haben können. Das habe ich aber ganz bewusst abgelehnt, weil wir die Jungs nicht verheizen wollten. Soviel zu meiner persönlichen Eitelkeit.


    Also, du merkst schon, mich kotzen all diese manipulativen Spielchen Erwachsener auf dem Rücken unseres Nachwuchses, unserer Zukunft tierisch an. Hat überhaupt mal wer die betreffenden Kinder gefragt? Falls du aber die Abgabe verweigerst, was passiert dann - Stress? Der Verein sollte für alle gleich dasein, niemand sich Vorteile zulasten anderer, zumal Schwächerer (da es hier ja so leicht ist), verschaffen. Die Kinder sollten genau in der Liga spielen, für die sie selbst sich qualifizieren. Alles andere ist nichts als Manipulation zu eigenen Gunsten, um sich damit zu beweihräuchern zu können - üblich, aber traurig, dass Leute, die Verantwortung zu tragen vorgeben, dies so nötig, also Persönlichkeitsdefizite haben, die so ausgleichen. Denk mal an dein eigenes Kind, sein Gefühl sollte hier Maßgabe sein! Schließlich ist Fußball hier nicht fürs Leben wichtiger als die Selbst-Entwicklung oder die Schule: soll mit Spaß entspannen!!!

    Manipulative Spielen. Persönlichkeitsdefizite. Soso. Sorry, aber das ist einfach daneben. Für mich persönlich ist es völlig wurscht, ob ich kommende Saison eine Mannschaft in der Kreis- oder der Leistungsklasse betreue. Genauso wenig interessiert mich persönlich die E-Jugendmeisterschaft. In beiden Fällen geht es ausschließlich um die Kinder. Da geht es zum einen um die E-Jugendlichen, die sich mit großem Einsatz Woche für Woche auf den ersten Platz ihrer Gruppe gespielt und gekämpft haben und nun auch um "ihre eigene kleine Meisterschaft" spielen wollen. Das dieser Erfolg maßgeblich von 2 Spielern abhängig ist, wissen zwar alle, aber es ist ihnen doch völlig egal, da sie alle Teil der Mannschaft sind. Und jetzt soll ich mich hinstellen und den Kindern sagen "Euer Erfolg bedeutet mir nichts." Ich werde mich hüten. Zum anderen geht es aber auch darum, dass die kommende D-Jugend wenn möglich in der Klasse spielt, in die sie leistungsmäßig gehört, damit die Kinder auch entsprechend gefordert werden. Ich halte das für vorausschauend und verantwortungsbewusst. Wie du das als Persönlichkeitsdefizit auslegen kannst, kann ich nicht nachvollziehen.


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    Hintergrund ist aber weniger die Meisterschaft als solche (der Sturmpartner könnte auch krank sein, dann würden alle sicher spielen wollen, umso mehr kämpfen - wobei die Fixierung in Form von Tränen auf solch Titel auch schon bedenklich ist)

    Mann Junge, der Bursche ist 10. Weißt Du, weswegen 10jährige alles Tränen vergießen? Mach Dich mal locker!


    ... sondern das Auseinanderdividieren der Kinder durch Dritte: das kränkt sie einfach in ihrer Integrität! Ihnen dies anzutun, bezeugt für mich, dass die Entscheider alles andere als befähigt sind, eine Jugendabteilung zu verantworten! (das Vererben der Klasse gehört dazu: man denkt in Kinderklassen wie von der "Bundesliga", so Bondcoach, her, das ist doch echt krank - sorry, fördert nur irres Abwerben der Vereine, die dann eine Klasse erben, aber keine Spieler dafür haben! Wieso wäre es für ein Team - also die Kinder als wahrer Kern, nicht "der Verein" als Überbau eitler Offizieller - von Vorteil, wenn die Klasse gehalten würde, wenn ihr nur 2 starke Spieler habt, man jetzt auch zu schwach statt gleichwertig ist? Läuft das nicht auf absurden Schwachsinn hinaus: ihr würdet fast alles verlieren, außer man wirbt andernorts gute Spieler ab und platziert die jetzigen auf der Bank - sehr sinnvoll!?)

    Bevor du mich als eitlen Offiziellen beschimpft und wilde Mutmaßungen anstellst, solltest du sorgfältiger lesen oder einfach mal Fragen stellen. Hätten wir nächstes Jahr nur 2 starke Spieler, wäre ich wohl kaum darum bemüht die Klasse zu halten. Wir haben keine Jahrgangsmannschaften, sondern gemischte Jahrgänge. Daher bleiben 5 aktuelle D1-Spieler auch im kommenden Jahr. Dazu kommen die 5 oder 6 stärksten E1-Spieler und 2 oder 3 aktuelle D2-Spieler. Ich kenne alle Spieler seit Jahren, habe diese Truppe letztes Jahr als E1 betreut und weiß, weiß was sie kann und weiß auch wie stark die anderen Mannschaften im Kreis sind. Wären wir nicht konkurrenzfähig würde ich nie für die Leistungsklasse melden. Das möchte ich weder den Jungs noch mir antun.

    Andre: also wenn ich nicht der zukünftige Trainer und mein Sohn nicht einer der "Betroffenen" wäre, dann wär's okay, so aber nicht? Hm, das finde ich merkwürdig. Entweder ist es in der Sache okay oder nicht. Das sollte doch unabhängig von den Personen sein, oder? Das hinten herum geredet wird, sind wir sowieso gewohnt. ;o)


    "Meine" beiden Jungs haben immer dann ausgeholfen, wenn Not am Mann war. Sie sind sofort eingesprungen als andere Spieler nicht da waren und haben nicht unwesentlich dazu beigetragen, dass überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt besteht. Bisher sind sie nur dann geholt worden, wenn Spieler fehlten. Das war in der Saison zwei oder drei mal der Fall. Dabei ging die Initiative stets von den Trainern der D-Jugend aus, wie auch dieses mal. Dieses eine Spiel, in dem dann ggf. andere zurück treten müssten, wäre also die absolute Ausnahme. Allerdings sind dies auch alles Spieler des jüngeren Jahrgangs, die noch ein weiteres Jahr D-Jugend spielen und damit ebenfalls von einem Klassenerhalt profitieren würden. Im Grunde ist das also im Interesse aller, zumindest wenn man es nüchtern und emotionslos betrachtet.

    Du kannst in deiner Position nicht immer allen gerecht werden. Wenn du als Jugendleiter entscheidest, die D1 soll den Klassenerhalt schaffen, dann müssen halt welche ins Gras beißen! Als Jugendleiter ist man halt nicht immer Every-Bodys-Darling. Und wenn doch, dann machst du wahrscheinlich was falsch ;)

    Haha, so gesehen mache ich sicher nichts falsch. ;)


    Dennoch ist es nicht einfach, vor allem da ja auch mein eigener Sohn dabei ist. Da wird einem schon mal schnell Eigeninteresse unterstellt. Hinzu kommt, dass ich im kommenden Sommer die neue D1 trainieren werde und natürlich ein Interesse daran habe, dass wir die Klasse halten, da der kommende Jahrgang aus meiner Sicht sportlich dort gut aufgehoben wäre.

    Sicher lässt sich versuchen eines der Spiele zu verlegen und das wird vermutlich auch funktionieren, dennoch wollte ich halt Eure grundsätzliche Meinung dazu hören.


    Es kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, den ich zu erwähnen vergaß: Werden die beiden in die D1 abgestellt, so verdrängen sie dort andere, schwächere Spieler. Diese Jungs bekommen so möglicherweise das Gefühl vermittelt bei diesem entscheidenden Spielen nur 2. Wahl zu sein. Ein Geschmäckle hat das Ganze also so oder so...

    Folgende Situation: Unsere D1 spielt in der Leistungsklasse gegen den Abstieg, meine E1 ist Erster in der stärksten E-Jugendgruppe. Verantwortlich für letzteres sind 2 Spieler, die auch schon mal in der D1 aushelfen und dort die Mannschaft deutlich verstärken. In Kürze spielt die D1 gegen den größten Abstiegskonkurrenten, die E1 am gleichen Tag gegen den Tabellenzweiten ihrer Gruppe. Ich hatte heute am heimischen Mittagstisch mal angedeutet, dass wir (E1) ggf. unseren stärksten Spieler an die D1 ausleihen "müssten", da diese das Spiel unbedingt gewinnen muss, wenn sie die Klasse halten will. Dies würde auch einigen Spielern aus der jetzigen E1 in der kommenden Saison ermöglichen Leistungsklasse spielen zu können. Da wir auch im nächsten Jahr eine gute D1 haben werden, würde das auch Sinn machen.


    Damit würden wir allerdings mit ziemlicher Sicherheit unser eigenes Spiel verlieren. Ich sehe das ziemlich gelassen, da mir die "Meisterschaft" in der E-Jugend nicht wirklich wichtig ist. Meine Frau war aber entsetzt, mein Sohn als Zweitstärkster Spieler der E1 will dann ohne seinen "Sturmpartner" sogar gar nicht erst antreten. Die Reaktion der beiden hat mich doch sehr überrascht, zumal beide ansonsten recht entspannt zu den Dingen stehen. Meine Frau meinte, das könne ich den anderen Jungs aus meiner Mannschaft nicht antun, die die ganze Saison für eine gute Platzierung gearbeitet hätten und jetzt im wahrscheinlich "entscheidenden" Spiel auf ihren besten Spieler verzichten sollen. Man könne den Kindern nicht begreiflich machen, dass eine E-Jugendmeisterschaft keine Bedeutung habe, auch wenn man das selbst so sehen würde. Die Reaktion meines Sohnes, der den Tränen nahe war, unterstützt diese These nachhaltig. Das hat mich dann doch nachdenklich gemacht.


    Natürlich ist es denkbar, dass man in diesem Fall eines der beiden Spiele verlegt, um das Dilemma zu umgehen, dennoch bleibt die Frage, wie man sich im Zweifelsfall "richtig" verhält?

    Auch so ein leidiges Thema. Bei uns im Kreis wurde - übrigens auf ausdrücklichen Wunsch der Vereine - die Vorgabe "keine Eltern auf dem Platz" zu Beginn dieser Saison sogar in die Durchführungsbestimmungen aufgenommen:

    11. Zuschauer
    Generell haben die Zuschauer sich nicht direkt am Spielfeldrand aufzuhalten.
    Dies gilt von den A-Junioren bis zu den F-Junioren. Selbst wenn die Spiele auf einem begrenzten Raum ausgetragen werden, haben die Zuschauer genügend Sicht, wenn sie sich hinter der Barriere aufhalten. Für die Anweisungen an die Spieler(-innen) haben die Vereine Ihre Trainer und Betreuer, Anweisungen von den Zuschauern sind daher auch nicht notwendig.


    Damit können wir als Vereinsvertreter uns hinten den Statuten "verstecken". Das hat weniger mit Feigheit zu tun, als mehr damit, dass Eltern das schlichtweg leichter akzeptieren, da es "von oben" kommt. Auf unserer Platzanlage galt diese Regelung auch vorher schon, aber wir mussten immer wieder, vor allem mit Gästeeltern, Diskussionen darüber führen. Das wird nun immer weniger.


    Bei uns auf der Anlage läuft es also so, wie guenter es schildert. Da unsere Eltern sowieso Bescheid wissen und von vorne herein hinter dem Stankett stehen, gibt es auch mit den Gästeeltern i.d.R. keine Probleme, wenn wir sie vom Platz schicken. Ob einzelne Gästeeltern sich darüber aufregen, ist mir auch ziemlich wurscht. Bei Auswärtsspielen ist das aber oft anders. Allerdings ist es bei uns üblich, dass ein Vertreter der Gastmannschaft pfeift. Insofern ist man auch dort Herr der Lage, sofern man bereit ist, den Konflikt auszutragen. Bei unserem letzten Auswärtsspiel standen unsere Eltern brav hinterm Stankett, die Eltern der Heimmannschaft alle auf dem Platz neben der Seitenauslinie. Es gab zu Beginn des Spiels einen Pressschlag im Mittelfeld, unser Spieler bleibt liegen, der Gegner ist in der Vorwärtsbewegung, aber noch weit vom Tor entfernt. Mein Kollege als Schiri unterbricht natürlich das Spiel, weil ein Kind weinend am Boden liegt. Großes Palaver von draußen, warum er denn da abpfeifen würde. Was macht der Schiri? Gibt Anweisung an den Trainer der Heimmannschaft, dass das Spiel erst weiter geht, wenn die Eltern vom Platz "entfernt" sind. So geschah es und dann war Ruhe. Natürlich macht man sich damit unbeliebt, aber das sollte einen nicht weiter stören.


    Meine Empfehlung: Nehmt zunächst die Regelung in die Hausordnung für Eure Platzanlage auf und versucht eine generelle Regelung beim Kreis zu erwirken, sofern es die noch nicht gibt.

    guenter: Ziemlich fatalistische Einstellung, die du da an den Tag legst, zumal du ja aus der Entfernung gar nicht beurteilen kannst, ob es wirklich so ist. Ich teile deine Einschätzung insofern nicht, als dass die Kinder offenbar dabei bleiben, obwohl das Training langweilig ist. Gerade weil es in einem kleinen Dorf möglicherweise wenig Alternativen gibt, bin ich relativ sicher, dass man die Kinder begeistern kann, wenn man ein Training veranstaltet, das nicht so ambitioniert darauf ausgerichtet ist, dass es "etwas bringt", dafür aber mehr Spaß am Spiel vermittelt.

    Wir haben bisher immer versucht unsere Spieler in Dreier-Ketten vorne und hinten rotieren zu lassen. Jahrelang haben so alle Kinder alle Positionen kennenlernen dürfen. Nur haben wir uns im 2. E-Jugendjahr für die stärkste E-Jugendgruppe qualifiziert. Die Mannschaften dort sind stark und die Gegner spielen durch die Bank weg sehr ergebnisorientiert. Also haben wir unsere schöne Dreier-Ketten-Rotation aufgeben, um nicht jede Woche eine Klatsche zu kriegen. Man könnte nun sagen, dass sei ebenfalls ergebnisorientiert, die Alternative wäre aber die Kinder mit meinen KiFu-Prinzipien von Niederlage zu Niederlage zu "quälen". Also verbiegen wir uns oder besser gesagt, wir gehen Kompromisse ein.


    Durch die Ketten-Rotation hatten alle Kinder immer exakt die gleiche Spielzeit. Beim „normalen Wechseln“ braucht man schon einen ausgeklügelten schriftlichen Plan, wenn man das realisieren will. Das tue ich mir nicht an, wechsle also Pi-mal-Daumen. Zudem ist unser Spiel extrem von zwei Spielern abhängig. Von den 50 Minuten Spielzeit stehen die beiden ca. 40 min. auf dem Platz, andere vielleicht nur 30 min. Auch das mag man kritisieren, da es nicht der „reinen Lehre“ entspricht, aber es geht bei uns eben auch keiner mit wesentlich weniger als 30 min. Spielzeit vom Platz und das ist mir wichtig. Anstoß an dieser „Ungleichbehandlung“ nimmt übrigens keiner. Da auch diese beiden nie durchspielen, nehmen die Kinder die unterschiedlichen Einsatzzeiten wahrscheinlich sogar nicht mal wahr. Zudem versuchen wir das bei Freundschaftsspielen und Turnieren zu kompensieren.


    Auch spielen diese beiden Spieler häufiger vorne, wohingegen andere häufiger hinten spielen, wieder andere von Spiel zu Spiel mal vorne, mal hinten. Nach über 3 Jahren konsequenter Positionsrotation tut das niemandem weh und es kristallisiert sich zudem bei vielen Spielern deutlich heraus, wo sie lieber spielen. Soll ich ein Kind im Sinne des KiFu-Gedankens dazu zwingen vorne zu spielen, das mich vor dem Spiel darum bittet Verteidiger spielen zu dürfen? Ich denke nicht, dass das Sinn macht. Ich habe zwei Jungs, die spielen am liebsten Außenverteidiger. Das können sie leidlich gut und da fühlen sie sich wohl. Da werden sie wahrscheinlich solange zufrieden spielen, bis sie mit Fußball aufhören. Wichtig für mich ist, dass sie das nicht tun, weil irgendwer gesagt hat "Du bist jetzt Verteidiger", sondern weil sie das wollen, nachdem sie 3 Jahre lang alle Positionen durchprobieren durften. Muss man dem nicht auch Rechnung tragen und versuchen, die Kinder dann auf den von ihnen selbst „erwählten“ Positionen zu fördern?


    Andre, Du weißt, dass ich ein Verfechter des KiFu bin, aber wie Du siehst, gehe ich auch Kompromisse ein, die man durchaus kritisieren mag,wenn man es denn ganz genau nimmt. Meine Grundeinstellung zu den Dingen hat sich nicht geändert, aber ich fühle mich mit den beschriebenen Kompromissen absolut wohl und betrachte das keineswegs als Verbiegen oder als Verrat an der Sache. ;)