Falkao: Wow, das sind Zahlen, von denen wir hier nur träumen können. Bei uns gibt es keine Sichtungsturniere. Die Vereine werden aufgefordert ihre talentierten Spieler zu melden. Jetzt könnte man meinen, dass es dadurch hohe Anmeldezahlen gibt, aber das Gegenteil ist der Fall. Von den 70 Vereinen im Kreis haben gerade mal 8 Vereine überhaupt eine Meldung abgegeben. Sicherlich war zu beobachten, dass der 2001er Jahrgang nicht der stärkste ist, aber vermutlich werden so wohl nicht viel mehr als 20 Spieler gesichtet werden.
Beiträge von Ranwie
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Im Grunde schwimmen wir ja auf einer ähnlichen Welle.
Dacht ich mir's doch.

Beruhigt Euch doch ein kleines bisschen und lasst die gegenseitigen Vorwürfe raus, dann wird alles wieder gleich viel entspannter.
Ist doch alles im grünen Bereich.
anakiny, ich wage mal die Behauptung, dass deine Kinder halt einfach eher überdurchschnittlich gut sind, während Ranwies Truppe, wie z.B. auch meine, eher den Durchschnitt darstellen.
Frechheit! Wir sind super.

Nein, im Ernst, wir haben tatsächlich eine der spielstärksten E-Jugend-Mannschaften im Kreis. Geschuldet ist das zwar zwei überragenden Spieler, die meistens vorne spielen, aber sich ständig als Anspielstation anbieten, ihre Mitspieler ins Spiel bringen und auch hinter Löcher Stopfen und Bälle ablaufen. Davon profitiert die ganze Mannschaft, die so viel (Selbst-)Sicherheit hat, dass auch die schwächeren sich trauen kontrolliert von hinten heraus zu spielen. Natürlich gibt es auch kein Mecker, wenn dabei mal etwas schief geht.
Dennoch sehe ich einen Unterschied, ob man in der E oder der D offensiv presst. In der D spielst du i.d.R. mit 3 Reihen, d.h. die Mittelfeldspieler können beim Pressing der Stürmer den dahinter frei werdenden Raum zustellen, die Verteidiger bis zur Mittellinie mit aufrücken. Wir haben dies in Trainingsspielen gegen D2-Mannschaften auch schon ausprobiert. Ging wohl meistens in die Hose, macht aber nix. In der E ist es aber ein anderes Spiel, weil die Mittelfeldreihe fehlt. Das Prinzip des Verdichtens zur Ballseite und des Zustellens der Anspielstationen kann man m.E. leichter praktizieren, wenn man nicht sofort drauf geht.
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Die Antwort liegt auf der Hand. Mit Mann und Maus verteidigen.
Oder doch besser Pressing spielen und auf das Ehrentor gehen...

Nein, im Ernst. Kicker hat schon recht und gut begründet, dass man jetzt nicht die E1 Spieler holen sollte um dafür die E2 Jungs draußen zu lassen.
Es bliebe ja in dem Sinne niemand draußen, da ja die Spieler für das Spiel bereits "nominiert" waren. Es würde nur keiner nachrücken. Aber ich weiß, was du meinst.
Trainiert ihr zusammen, ich meine E1 und E2? Kennen sich die Kinder? Wenn ja könnte man einen oder zwei E1er mitnehmen und sie im Laufe der zweiten Halbzeit reinbringen, falls das Spiel es hergibt.
Ja, wir trainieren zusammen. Die Kinder kennen sich alle untereinander. Insofern kein Problem.Wir haben übrigens auch mehrere E's und wir tauschen nie die Spieler untereinander, es sei denn, es fallen soviele aus, dass man nicht antreten kann. Aber da gibt es auch Regeln vom Verband, die das sehr einschränken (zum Glück).
Das tun wir normalerweise auch nicht. Ich habe dem Kollegen trotzdem zwei Spieler angeboten, die seit Wochen bei uns nicht spielen konnten, weil sie verletzt waren (Armbruch bzw. Bänderdehnung) und erst diese Woche wieder ins Training eingestiegen sind. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es die sind, die er gerne hätte...

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Ich sehe hier einige Dinge komplett anders als Du...
Das ist offensichtlich.

Übel ist wie Du es auslegst. Möglicherweise willst Du mich verstehen, oder?
Naja, du hast es ja auch übel formuliert. Das Kinder einen Preis zahlen sollen, dem kann ich nach wie vor nicht zustimmen.
Nochmal: Nicht alles was die Kinder lernen führt auch unmittelbar zu einem besseren Ergebnis im Spiel. Hast Du die Erfahrung etwa nie gemacht? Kann ich mir kaum vorstellen.
Klar, nehmen wir z.B. mal die Positionsrotation. Damit habe ich meine Kinder jahrelang "gequält", sicher auch auf Kosten der Spielergebnisse. Gegen extrem starke Gegner bin ich davon aber auch schon einmal abgewichen. Warum auch nicht? Das gefährdet sicher nicht die Ausbildung, verringert aber den Frust, wenn man eine Klatsche vermeidet. Ich denke halt, man sollte sein Augenmerk nicht immer nur auf die Zukunft richten. Gerade Kinder leben im Hier und Jetzt. Die wollen jetzt Spaß haben, nicht erst in drei Jahren. Es gilt einen guten Mittelweg zwischen Ausbildung und Spaß zu finden. Die Kinder werden primär beim Training ausgebildet. Im Spiel sollen sie auch Spaß haben dürfen.
Absurd. Fussballansichten aus den 70ern...sorry, meine Meinung. Habe da schon sinnvolleres von Dir hier gelesen.
Komisch, dabei bin ich aus den 60ern.

Er hätte seine 10 jährigen Kinder lieber Fussball spielen lassen sollen, klar, dann hätte er vielleicht 12 Stück bekommen, aber möglicherweise auch 3 geschossen. Und sie hätten mehr gelernt, als sich 50 Minuten hinten reinzustellen.
Ich denke, du überschätzt den Lernerfolg eines einzelnen Spiels. Weißt du denn, ob diese Mannschaft immer so spielt? Wenn sie immer so spielen, würde ich dir ggf. sogar noch Recht geben. Andererseits ist es auch immer leicht zu urteilen, wenn man selber eine Mannschaft hat, die auf solche Notmaßnahmen nicht angewiesen ist.
Klar, mit der Taktik des von Dir hochgeloben Trainers hätten wir vielleicht nur 5:0 verloren. Ob die Kinder dann glücklicher wären? Von der Freude des Fussballspielens und dem Torjubel ganz zu schweigen.
Darüber lässt sich nur spekulieren. Vielleicht hat der Trainer die Devise ausgegeben "wenn wir weniger als 5 Gegentore kriegen, bekommen alle ein Eis". Wenn dann alle verteidigen wie die Löwen, kann das auch durchaus zielführend sein. Verteidigen gehört nun mal auch zum Spiel und du hast ja selber gesagt, dass ihr haushoch überlegen wart. Hätte der Gegner also versucht mitzuspielen und am Ende 10:0 oder 15:0 verloren, was hätten dessen Spieler denn dann in dem Spiel gelernt?
Bisschen spitzfindig heute, oder?
Du zwingst mich ja dazu.

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Sag mir doch mal, wie Du Dir später die Spieler vorstellst, die nur gelernt haben, sich bei jedem Angriff weit zurückziehen und auf die zugebolzen Bälle zu warten. Möglicherwiese kommen die ab der D gar nicht mehr so häufig. Und dann?
Scheinbar reden wir aneinander vorbei. Es geht überhaupt nicht um's totale Zurückziehen. Wir ziehen lediglich die vordere Reihe zurück, die hintere bleibt da wo sie war. Das Attackieren beginnt nicht mehr unmittelbar vor dem gegnerischen Tor sondern etwas 15 m weiter hinten. Dort greift der dem Ball nächste den Ballführenden an, die anderen stellen zu. Wir verringern damit zudem den Abstand zwischen unseren beiden 3er-Reihen, stehen so viel kompakter und können Passwege viel leichter zustellen. Wenn du möchtest, kann du es also als Defensiv-Pressing bezeichnen. Das halte ich für sehr viel sinnvoller als offensiv vorne drauf zu gehen und die Verteidiger so weit vor zu ziehen, dass die gegnerischen Stürmer in deren Rücken blank stehen oder vorne drauf zu gehen und im Mittelfeld ein Vakuum entstehen zu lassen.
Selbstverständlich zahlen diejenigen, die versuchen, sich auf die Ausbildung zu konzentrieren, sehr oft den Preis dafür, insbesondere in jungen und jüngsten Altersklassen, zumindest wenn es um die Wochenendspielergebnisse geht. Was ist daran so schlimm?
Moment mal! Wer zahlt den hier? Du oder die Kinder? Du konzentrierst dich auf deine persönlich definierten Ausbildungsziele und die Kinder zahlen den Preis? Das ist echt übel.Sag mir doch mal, wie Du Dir später die Spieler vorstellst, die nur gelernt haben, sich bei jedem Angriff weit zurückziehen und auf die zugebolzen Bälle zu warten. Möglicherwiese kommen die ab der D gar nicht mehr so häufig. Und dann?
Wer sagt denn, dass sie nur das gelernt haben? Haben deine nur gelernt früh zu attackieren? Schrieb ich nicht, dass wir bis vor zwei Wochen exakt so gespielt haben, wie du es forderst? Wir geben mit dieser Spielweise unseren Spielern lediglich eine zweite Option in der Hoffnung, dass sie im Spiel selber erkennen, ob es angesagt ist, früh zu attackieren oder sich etwas zurück fallen zu lassen.
Übrigens, gemessen am spielerischen Können hätten unsere Kinder 10 bis 15:0 gewinnen müssen. So ging's "nur" 3:0 aus. Was sagt Dir das (bin gespannt... )?
Das sagt mir, dass der gegnerische Trainer sehr umsichtig gehandelt hat, indem er eine Aufstellung wählte, die seinen Kindern eine zweistellige Niederlage ersparte. Somit hat der Kollege alles richtig gemacht. Spaß geht vor Ausbildung. Hohe Niederlagen machen keinem Spieler Spaß. Trainer, die Kindern abverlangen, im Sinne der Ausbildung unnötig hohe Niederlagen hinzunehmen, sollten keine Kindermannschaften trainieren. Meine Meinung.
Bei uns gibt es auch die Mittellinienregel, das heisst, dass nicht der Stürmer bestimmt, wie tief die Verteidiger stehen müssen. Beim Abstoß nützt ihm das Warten vor dem Tor gar nichts.
Diese Regel gibt es bei uns nicht.
Spielt der Torwart zum Abwehrspieler könnte dieser theoretisch vordreschen. Meine Kinder versuchen das zu verhindern, in dem sie zustellen und attackieren. Gelingt nicht immer, macht aber nichts.
Das heißt, du stellst die Abwehrspieler des Gegners beim Abstoß konsequent zu? Nun, damit zwingst du den Gegner ja praktisch zu langen Bällen, insbesondere wenn dieser spielerisch schwach ist. Ich kenne solche Mannschaften auch. Gerade bei spielerisch stark unterlegenen Gegnern führt das zu einen regelrechten Schlachtfest. Die armen Kinder kriegen den Ball hinten überhaupt nicht mehr raus und kassieren ein Tor nach dem anderen. Aber du machst das ja so, um deine Kinder auszubilden.

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crow: Deine Idee ist gut. Ein solche Veranstaltung muss ja noch nicht einmal unbedingt vom Verband durchgeführt werden. Das könnten die Vereine selber tun. Wenn wir hier im Forum gemeinsam die Fragen und Antworten für den Ankreuztest entwickeln, mach ich das ab kommende Saison bei uns für alle Bambini- und F-Jugendtrainer zur Pflicht! Interessant wäre es, den Test zu Beginn der Veranstaltung zu machen, danach ausführlich zum KiFu zu referieren und den gleichen Test am Ende noch einmal zu machen und dann die Veränderung im Antwortverhalten zu sehen und zu diskutieren.
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@Kicker: Unsere E2 spielt am kommenden Wochenende gegen einen übermächtigen Gegner (Hinspiel 0:9). Es geht nur darum, das Ergebnis in einem halbwegs erträgliche Rahmen zu halten. Zuletzt hat die E2 ohnehin einige deftige Klatschen bekommen. Jetzt fehlt der Mannschaft auch noch der beste Verteidiger. Also wurde ich gefragt, ob ich einen Spieler aus der E1 abgeben könne. Die E2 hat aber im Grunde ausreichend Spieler, braucht also zahlenmäßig gar keinen Leihspieler. Andererseits praktiziert die E2 zu dem Spieltagen immer eine Rotation. Von den 16 Spielern werden immer 10 oder 11 mitgenommen. Je nach Spielstärke des Gegners mal eher die stärkeren, mal die schwächeren, so dass alle ihre Spielzeiten bekommen. Für dieses Spiel waren logischerweise eher die stärkeren eingeladen, von denen nun einer ausfällt. Die Frage ist also: einen der schwächeren "nachnominieren" oder einen Leihspieler nehmen, um das Ergebnis erträglich zu gestalten. Auch wenn ich deine Antwort zu kennen glaube: wie würdest du dich an meiner Stelle verhalten?
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Stichwort Pressing (Germancoach hat hier ja schon ausführlich darüber philosophiert.): Ein elementar wichtiges Ausbildungsziel ist aus meiner Sicht das Erlernen des richtigen frühzeitigen attackierens. Dazu gehört, den Ballführenden anzugreifen und die Räume (Passwege) zuzustellen.
Ich denke, du weißt, dass Pressing nicht nur darin besteht, dass die Stürmer früh draufgehen. Beim Pressing muss zudem die ganze Mannschaft mitspielen. Das ist ein sehr komplexes System, dass von den Spielern viele Dinge verlangt, die ein E-Jugendlicher noch gar nicht kann und auch nicht können muss.
Allerdings finde ich, dass das zurückziehen der Sturm bzw. Mittelfeldreihe eine rein taktische Maßnahme ist, bei der man ein besseres Ergebnis im Hinterkopf hat.
Mag sein. Aber was ist denn Pressing? Eine Mannschaftstaktik, oder? Letztlich zielt jede Taktik auf Ergebnis ab. Das muss auch so sein, denn Taktik um ihrer selbst willen macht keinen Sinn.
Hinzu kommt eben, dass 90% der Mannschaften den Ball nach vorne bolzen und durch das frühzeitige attackieren Raum für die Konterstürmer entsteht. Auch das finde ich okay, es ist eben der Preis für ein langsames Erlernen des Pressings.
Da komme ich jetzt nicht mehr mit. Du willst deinen Kindern zumuten, sie taktisch so aufzustellen, dass sie jede Woche die Hütte voll kriegen, damit sie eine Mannschaftstaktik erlernen, die kaum ein Bezirksligist richtig spielen kann? Pressing im eigentlichen Sinn gehört definitiv nicht in die E-Jugend. Ich bin auch ganz und gar nicht der Meinung, dass E-Jugendliche irgendeinen "Preis" zahlen müssen, um ein Ausbildungsziel zu erreichen, das zudem noch viel zu hoch angesetzt ist. Sorry, aber meine Jungs werden ganz sicher keinen Preis für irgendwas zahlen müssen!
Ja, ich würde sagen laufen lassen (der Tag des Abseits' ist nicht weit). Auch für die Defensive ist es ein hoher Lernfaktor. Hoch stehen, Stürmer im Auge behalten, Laufwege berücksichtigen etc. Zieht man alle zurück, steht die Defensive fast auf Höhe des eigenen Strafraums.
Verteidiger ziehen sich in der E-Jugend so weit zurück wie die Angreifer vorrücken. Das ist auch logisch, da es kein Abseits gibt. Spielst du mit Abseits, bestimmen die Verteidiger wo man steht. Spielst du ohne Abseits, bestimmen es die Stürmer. Rücken die Stürmer sehr weit nach vorne, müssen die Verteidiger mitgehen, da sie sonst keine Chance haben. Es ist völliger Nonsens den Kindern zu sagen, sie sollen "hoch stehen und die Stümer im Auge behalten", wenn diese 5 Meter in ihrem Rücken stehen und auf den hohen Ball warten. Kinder müssen den Sinn hinter Anweisungen verstehen. Diese Anweisung muss ihnen aber logischerweise völlig unsinnig vorkommen. Da kann man ihnen noch so viel von Pressing erzählen, was sie ja ohnehin nicht verstehen.

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2 Mannschaften, eine nach Leistung, gemeinsames Training, gemeinsame Betreuung, zum Saisonende, Spielverlegungen, damit aus der 1. Mannschaften in der 2. aushelfen konnten gerade die schwächsten und natürlich wegen den Unzuverlässigen, die hatten das Handtuch geworfen..ausgerechnet wegen denen wurde eine 2. Mannschaft gemeldet.
Exakt so ist es bei uns in diesem Jahr in der C-Jugend auch passiert. Erst wird man von Spielern und Eltern gedrängt eine zweite Mannschaft zu melden, damit alle spielen können. Dann musste die C2 mitten in der Saison zurück gezogen werden, weil am Wochenende nie genug Spieler da waren. Nach dem Rückzug gab es dann aber schon wieder Gemecker von den Eltern der betroffenen Spieler...
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Auch in der 5. KK geht es wie bei Kindern in der KK um ganz anderes als in der Landesliga. In einem LZ aber erwarten auch die Kinder, dass sie vorankommen.
Hierin liegt auch natürlich ein Problem, dass vor allem in G- und F-Jugend auftritt, sicher auch noch in der E-Jugend: Wir haben in diesem Alter in einer Mannschaft oft sehr unterschiedliche Spieler. Im Extremfall diejenigen, die das Zeug haben, mal in ein Leistungszentrum zu wechseln und auf der anderen Seite, den vielfach zitierte "Paule". Ziele und Erwartungshaltungen von Kindern und Eltern sind da naturgemäß sehr heterogen. Die einen wollen "vorwärts kommen", die anderen nur ein bisschen kicken. Für einen Trainer ist es fast unmöglich "beide Seiten" adäquat zu bedienen. So befindet er sich ständig in einem Spannungsfeld von unterschiedlichen Erwartungen. Oft siegt dabei der Wunsch die guten Spieler beisammen zu halten, was dann i.d.R. zu Lasten der schwächeren geht. Also sind viele geneigt, sich dem eher leistungs- oder ergebnisorientierten Ansatz hinzugeben. Hinzu kommt, dass die "Erfolgseltern" viel eher Palaver machen als die "Spaßeltern". Meistens ist dieser Weg also auch noch der mit dem geringsten Widerstand. Dumm bei der Sache ist nur, dass die guten Spieler mit 100%iger Sicherheit trotzdem irgendwann gehen. Hat man auf dem Weg die schwächeren verloren, steht man im Regen. Manche Trainer müssen erst diese Erfahrung machen, um zur Einsicht zu gelangen. Manche sind trotz dieser Erfahrung nicht einsichtig.
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Vorsicht, sonst steht morgen eine komplette zweite D-Jugend vor deiner Tür!
Genau, die Qualität der Jugendarbeit erkennt man an der "Graupen-Quote" (nicht böse gemeint!).
Da wo dauerhaft viele schwache Spieler dabei sind und bleiben, muss es doch wohl irgendwie primär um den Spaß gehen...

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Was vermittelt man noch seinen D-jugendlichen?
- enge Abstände zwischen den Mitspielern und Mannschaftsteilen 8-10 Meter?
- der 6er bleibt immer hinter den ball, verschiebt immer zur ballseite um einen konter abzubremsen, der Stürmer nimmt, wenn er sich fallen lässt die zentrale Position neben ihm ein.
- ballnächster übt druck aus, die benachbarten sichern ab ? (Abwehrdreieck/Abwehrsichel)?
- einrücken beim Spiel über den anderen Flügel (AV + MA)
- Pächernbildung: Doppeln nach hinten (AV mit AS, IV mit MS, IV mit 6er, AV mit AS)?Sag mal, was für 'ne Truppe trainierst du denn eigentlich? Selbst die Teams, die bei uns in der Leistungsklasse vorne stehen und ausschließlich mit älterem Jahrgang besetzt sind, können das so nicht umsetzen. Ich bezweifle sogar, dass die meisten Auswahlmannschaften das in dem Alter drauf haben.
Mit diesen Ansprüchen in eine D-Jugendsaison zu gehen, könnte ziemlich frustrierend werden, für dein Team und auch für dich.
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Kannst auch gerne an den schönen Niederrhein kommen. Es gibt zwar ab und an auch mal Ausreißer, aber im Großen und Ganzen geht es doch überwiegend sehr gesittet, oft auch durchaus freundschaftlich entspannt zu.
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Die Tore sind fast alle von einem koerperlich sehr weiten Spieler geschossen worden, der ist einfach alleine durchgelaufen und hat dann von 15 Metern hoch draufgeschossen.
Der Bursche sollte dann vielleicht besser in der F spielen. Dann kommen die anderen auch mal an den Ball, auch wenn die Taktik dann wohl umgestellt werden muss.

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Wenn man sich Gedanken über die taktische Aufstellung in der D-Jugend macht, muss man vor allem erstmal feststellen, wo man steht. Spieler, die aus der E-Jugend kommen, beherrschen i.d.R. das Verteidigen zu zweit noch nicht richtig, weil es (noch) nicht trainiert wurde. Manche haben auch mit dem defensiven 1:1 noch so ihre Probleme. Ferner klappt das Verschieben zur Ballseite oft auch nur im Ansatz. Dazu kommt dann noch als neue Regel das Abseits, das zumindest bei uns im Kreis in der E-Jugend noch nicht zur Anwendung kommt. Auf dieser Basis kann m.E. eine Viererkette nicht funktionieren. Das gleiche sehe ich beim situativen 2:3:3. Aus meiner Sicht sind die Kinder mit solchen Überlegungen heillos überfordert. Der Übergang auf ein solches System macht für mich daher frühestens im zweiten Jahr D-Jugend Sinn.
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Wenn man die Frage lautete: hat nur der ein Recht auf Leistungssport, der sich das nötige Geld auch von Sponsoren besorgen kann?
Ich fürchte, die Antwort ist Ja. Kosten für Trainingsausrüstung und Reisekosten werden tendenziell immer höher, je näher der Sportler an die jeweilige Spitze seiner Sportart kommt. Entweder kann der Sportler das selbst aufbringen oder seine Familie oder der Verein oder eben ein Sponsor. In Sportarten, wo das "Material" mitbestimmend für den Erfolg ist, ist es noch deutlicher.
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ich hab was ganz seltsames festgestellt. die beste ausgefeilten Taktik hat höchst selten zum Erfolg geführt, wenn der Gegener die 2-3 besseren Spieler hatte.
umgehkehrt war es vollkommen egal welche taktische Marschroute ich vorgab, wir gewonnen haben, wenn wir die 2-3 besseren Spieler auf dem Platz hatten.
letzendlich greift dann die Taktik, wenn 2 in etwa gleichstarke Mannschafte mit den entsprechenden Spielern, die das auch umsetzten können, was vorgegeben wird.
Dem kann ich im Prinzip zustimmen. Gerade in den unteren Altersklassen machen 1 oder 2 Spieler oft den Unterschied, aber die Rechnung geht noch lange nicht immer aus. Denn es bleibt die Frage, wie ich diese Spieler einsetze. Beim frühen Attackieren konnte ich die Stärken meiner besten Spieler viel weniger nutzen als bei der aktuellen Spielweise. Wir haben auch vorher die meisten Spiele gewonnen, aber mit erheblich mehr Mühe als zuletzt.
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tobn: Du hast natürlich völlig recht. Das "Zurückziehen" funktioniert bei uns auch nur deshalb so gut, weil zwei Spieler nach Balleroberung blitzartig angreifen können. Im letzten Spiel erzielten wir 5 Tore. Eines nach einer Ecke. Die 4 anderen waren jeweils 1:1 Kopien. Der Ball wird auf Höhe der Mittellinie halblinks von Spieler A angefangen. Der dribbelt direkte Richtung Tor und spielt den Ball in die linke Gasse, wo der Außenstürmer seinen Gegenspieler im Rücken überläuft, zum Tor zieht und am Torwart vorbei einschiebt. 2 Tore fielen so. Die beiden anderen nach folgendem Muster. Wieder erfolgt die Balleroberung an etwa gleicher Stelle. Diesmal wird der Ball von Spieler A lang auf links raus gespielt. Der Außenstürmer zieht durch bis zur Grundlinie, legt den Ball in die Mitte zurück zu Spieler A und der braucht nur noch einschieben. Simpel, aber gegen diese Spieler kaum zu verteidigen. Stehen auf den Positionen zwei andere ist es jedoch mit der Herrlichkeit vorbei. Zwar ist es immer noch leichter die Bälle zu erobern, der Torerfolg wird anderen jedoch nicht so leicht gelingen.
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Ranwie, hast du schon eigene Erfahrung mit D9? Das geht aus deinem Post nicht hervor, oder ich habe es übersehen..
Ich habe insofern Erfahrung darin, dass ich unsere D1 in diesem Jahr häufig begleitet habe, da ich sie im kommenden Jahr übernehmen werde und mir schon deshalb so meine Gedanken mache und viel beobachte. Zudem haben wir mit der E1 bereits einige Freundschaftsspiele im D-Jugendmodus ausgetragen, um die Kinder auf das kommende Jahr vorzubereiten. Letztlich muss ich mich als Jugendleiter damit beschäftigen, da wir im Verein den Trainer entsprechende Vorgaben machen. Insofern gibt es da auch einen regen Erfahrungsaustausch.
Stimmt, aber vom 3-2-3 oder 3-4-1 war doch gar nicht die Rede..
Naja, das hatte Andre in die Runde geworfen. Und ja, es ist mein bevorzugtes Spielsystem.
Wieso ist dir die Viererkette zu defensiv, wenn sie nur in der Defensive verwendet wird? Das 4-4-0 sollte ja auch in der Offensive zu einem 2-3-3 werden.
Eine Viererkette bleibt mit zunehmender Spielzeit auch eine Viererkette, es sei denn ich habe zwei extrem laufstarke Außenverteidiger.
Ich denk aber auch, dass es für D-Jugendliche deutlich einfacher ist, die Räume zum Ball hin enger zu machen, wenn man hinten 3:2 spielt, statt 4:1 spielt, da die Staffelung an sich schon mal engmaschiger ist.
Nachtrag: Wenn ich ein 3:2:3 präferiere, dann liegt das möglicherweise auch an meinen Spielern. Mit zwei extrem schnellen, lauf- und spielstarken Außenstürmern hat es sowohl in der Vorwärts- wie auch der Rückwärtsbewegung große Vorteile. Ich kann jederzeit im 3:2:3 pressen lassen oder aber auch auf ein 3:4:1 zurückziehen und bei Balleroberung schnell nach vorne spielen. Möglicherweise würde ich eine andere Grundaufstellung bevorzugen, wenn ich die beiden nicht hätte...
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Nach meiner Meinung haben auch die weiblichen Talente ein Recht darauf, auf höchster Ebene gefördert zu werden oder sollten sie vielleicht doch besser noch nicht überall gleichberechtigt sein?
Selbstverständlich haben sie ein Recht darauf gefördert zu werden. Es kommt mir nur so vor, als gäbe es dabei einen Zielkonflikt zwischen denen, die fördern wollen und denen, die gefördert werden sollen.
