Beiträge von Ranwie

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    @NF: Dein Einstieg in diese Diskussion war, allen hier und Andre im Besonderen zu erklären, dass sie keine Ahnung haben. Du gibst Dich als Insider, der die feinen Unterschiede kennt, ohne jedoch die Begriffe im Einzelnen zu erklären. Zudem wer oder was Hools, Kutten, Ultras und wasweißichwas sind und worin sie sich unterscheiden, interessiert den "Normalo" überhaupt nicht. Und es tut hier auch nicht das geringste zur Sache. Ohne auch nur im Ansatz eine Deiner Definitionen zu kennen, weiß ich aber ganz genau, von welchen Leuten Andre spricht. Das sind genau die, die einem als "normaler" Stadionbesucher immer schon unangenehm aufgefallen sind und um die man nach Möglichkeit einen großen Bogen macht. Ob die zu einer Deiner Gruppen gehören oder zu mehreren verschiedenen oder zu keiner und wie die sich selbst nennen, ist mir im übrigen völlig wurscht. Und dass es einem Polizisten, der sich von Berufs wegen anpöbeln, beleidigen, bespucken oder tätlich angreifen lassen muss, ebenfalls völlig egal ist, zu welchen Deiner "Gruppen" der Angreifer gehört, ist wohl nachvollziehbar. Die Polizisten sind wegen dieser Leute und der von ihnen ausgehenden Gewalt überhaupt nur im Stadion.


    @Uwe: Schlimme Geschichte, das mit Deinem Freund. ;o) Wenn man selbst betroffen ist, ist das sicher nicht so lustig, allerdings liegen die Wurzeln des Übels sicher nicht bei der Polizei. Würde es keine gewaltbereiten Fans geben, gäbe es auch keine Gürtel ums Stadion und keine unschuldig "verurteilten". Ich persönlich sehe keine zunehmende Kriminalisierung von Fußballfans. Ich sehe aber, dass in unserer Gesellschaft die Bereitschaft zur Ausübung körperlicher Gewalt zugenommen hat, bei gleichzeitigem Absinken von Hemmschwellen. Wer organisierte Schlägereien im Wald akzeptiert oder sogar propagiert, trägt zu diesem Trend bei. Gewalt ist in jeder Form zu missbilligen, sei es auf oder neben dem Platz und "neben dem Platz" ist weit, das geht bis in den Wald...

    Um noch einmal auf das eigentliche Thema zurück zu kommen. Die Forderung Feuerwerkskörper - ganz gleich welcher Art und von wem gezündet - in Stadien offiziell zuzulassen, ist völlig absurd. Egal wie nett es aussieht, es rechtfertigt niemals das Risiko. Es wäre nur eine Frage der Zeit bis die ersten Schwerverletzten oder Toten (durch Panik oder Feuer) zu beklagen wären.

    Ignorier ihn einfach. Machen wahrscheinlich eh die meisten hier.

    NF hat diesen Thread missbraucht, um seine persönliche Abrechnung mit Andre zu machen. Wenn man sich einige Postings anschaut, dann sieht es so aus, als hätte er nur auf die Gelegenheit gewartet, es Andre "mal richtig zu zeigen". Dabei hat er Dinge von sich gegeben, die sehr bedenklich sind und hier wirklich nicht hingehören. Ich tue mich schwer damit, ihm durch ignorieren einfach so das Feld zu überlassen. Ob Andres Drohung angemessen ist, sei mal dahingestellt, aber wer sich so benimmt wie NF, muss auch mit Reaktionen rechnen. Sich hinter der Anonymität eines Forum zu verstecken und zu meinen, man könne sich dort Dinge herausnehmen, die man sich im "normalen Leben" aufgrund zu erwartenden Konsequenzen nicht erlaubt, kann auch nicht sein.

    Ich finde es völlig krank, wenn sich Leute treffen, um sich gegenseitig auf die Fresse zu hauen. Nur weil alle einverstanden sind, wird es nicht weniger krank. Auch die Ansicht der Beteiligten, dass es sich um "Sport" handelt, ändert daran nicht das Geringste. Der ein oder andere hier wird mir jetzt vielleicht mangelnde Toleranz vorwerfen, allerdings liegt es im Wesen der Toleranz, dass diese auch Grenzen hat. Tolerant zu sein, bedeutet schließlich nicht, dass man zu allem Ja und Amen sagen muss. Toleranz ohne Grenzen hingegen ist Gleichgültigkeit. Insofern sollte man mit dem Einfordern von Toleranz immer schön vorsichtig sein.

    Die Staffelgrößen sind ganz unterschiedlich. Unsere U15 (Mädchen) ist eine 11er-Mannschaft. Davon gibt es hier nicht so viele. Die Staffel hat nur 9 Teams und trotzdem muss man relativ weit reisen. Warum bei so wenigen Mannschaften schon im Januar wieder gespielt werden muss, ist mir schleierhaft. Die E-Jugend hat eine Qualirunde mit 5 Spielen gespielt und ist jetzt in einer 12er Hauptrundengruppe. Das macht 27 Saisonspiele, was definitiv viel zu viel ist. Da macht letztlich jeder Staffelleiter, was er für richtig hält. Unser F-Staffelleiter hat schon angekündigt, dass er in der kommenden Saison die Winterpause deutlich verlängern will (Mitte Nov. bis Mitte März), damit nicht so viele Spiele ausfallen und neu angesetzt werden müssen. Dafür will er dann in den Herbstferien durchspielen lassen und bis unmittelbar vor den Sommerferien. Turniere seien ihm egal, sagt er. Er hat insofern Recht, als das der Aufwand der ständigen Neuansetzungen für alle Beteiligten hoch ist, allerdings würde ich mir dann eher ein paar englische Wochen wünschen, so dass im Sommer noch Zeit für Turniere bleiben.

    in der E 7 gegen 7 auf komplettes Halbfeld gespielt wird

    Das ist ja auch viiiiiieeeeel zu groß für eine E! Die Kinder verlaufen sich ja. Wir spielen in der Länge von Außenlinie bis 16er und in der Breite von Mittellinie bis 16er. Das ist von Kreis und Verband auch so vorgeschrieben, trotzdem gibt es immer mal wieder Diskussionen, weil die Spielfelder zu groß aufgebaut werden. Unsere F- und E-Trainer haben immer einen entsprechenden Auszug aus der Spielordnung in ihrer Passmappe. Ob das böses Blut gibt, ist uns mittlerweile völlig egal. Die meisten Gegner wissen inzwischen schon, dass wir sowieso darauf bestehen, so dass es immer weniger Diskussionen gibt. Was dazu hinter unserem Rücken geredet wird, ist uns Wurscht. ;o)

    Soweit ich weiß, ist das im FVN auch geplant, zumindest soll es laut unserem Kreisjugendleiter bei uns im Kreis so eingeführt werden. Natürlich nicht nur für die Leistungsklassen, sondern auch für die Kreisklassen. Wenn man sieht, wie krass der Übergang von der E- zur D-Jugend derzeit ist, halte ich das für eine sehr sinnvolle Sache. Es stellt sich allerdings sofort die Frage nach der taktischen Aufstellung der Mannschaft. Wurde darüber hier bereits diskutiert? Ich meine mal etwas gesehen zu haben, bin aber nicht sicher. Wir spielen bis einschließlich E 3:3, dann ab 11er D 4:4:2. Wie sollte die Formation bei 8 Feldspielern idealerweise aussehen? 4:3:1 oder 3:3:2? Macht eine Viererkette bei "nur" 8 Feldspielern überhaupt Sinn? Was sagen unsere Taktikexperten?

    Unsere Hauptschule im Dorf hat Ganztagsbetrieb. Die Schüler werden im nahe gelegenen Vereinsheim unseres Vereins in der Mittagspause verköstigt. Danach haben sie die Möglichkeit die Sportanlage zu nutzen, sprich es wird mittags schon gekickt. Keines der Kinder, die auf dieser Schule sind, kommt aber deshalb seltener zum Training als andere Kinder. Hier wirkt sich die Ganztagsschule eher positiv auf den Fußball aus.


    Unsere Grundschule hat ebenfalls einen offenen Ganztagsbetrieb. Viele Kinder bleiben dort bis 16 Uhr. Trotzdem kommen sie zum Training. Als Eltern spricht man schließlich auch miteinander und von der Unvereinbarkeit von Ganztag und Fußball habe ich noch nichts vernommen. Auch als Jugendleiter höre ich davon nichts. Mir ist persönlich kein Fall bekannt, dass Kinder wegen der "Ganztagsschule" aufgehört haben. Ich kann daher nicht erkennen, dass da wirklich so ein großes Problem sein soll.


    Kinder die um 13 Uhr Schulschluss haben, sind mit Schulweg, Mittagessen und Hausaufgaben auch nicht wesentlich früher fertig als Ganztagsschüler, wenn überhaupt.


    Dem letzten Absatz von Karl kann ich durchaus in einigen Punkten zustimmen. Das Abitur nach 12 Jahren führt z.B. dazu, dass die mittlere Reife am Gymnasium nun schon nach der 9. Klasse (Abschluss der Mittelstufe) erreicht wird, die Schulpflicht aber erst nach 10 Jahren endet. Dass das niemandem vorher aufgefallen ist, ist unglaublich und wie damit konkret umzugehen ist, weiß scheinbar auch niemand.

    Ich verstehe die ganze Panik vor dem Ganztag nicht. Bin Jg. 67 und seit der 5. Klasse auf einer Ganztagsschule gewesen. Zeit für Fußball und anderen Sport war trotzdem immer, trotz 30 bis 45 min. Schulweg. Mein Sohn kommt jetzt in die 5. und wird ebenfalls eine Ganztagsschule besuchen. An den langen Tagen gibt es dort keine Hausaufgaben und die meisten Kinder sind froh, wenn sie nach dem langen Tag ihren Bewegungsdrang ausleben können.

    Sehr lustig. Wurden doch gerade die Spiele, die am letzten Spieltag im FVN verbandsweit abgesagt wurden für den 26.2. neu angesetzt. Da dieses Wochenende wohl auch alles ausfallen dürfte, sofern der Wetterbericht stimmt, wette ich auf eine Neuansetzung am 19.2. Wie das zu den Aussagen im Bericht passen soll, muss mir mal einer erklären.


    Unser E-Jugend-Saison geht bis zum 12.12. und dann vom 12.3. bis zum 16.7 (!) und im Spielplan sind schon zwei englische Wochen vorgesehen. Es bleibt damit für uns keinerlei Spielraum für Turniere im Sommer. Unsere U15 fängt hingegen schon am 22.1. wieder an. Dafür endet die Saison bereits am 4.6. Das macht alles wenig Sinn... :(

    Ich stimme Karl zu. Wir sind ein "echter" Dorfverein, mit ca. 25 Kindern in der F-Jugend. Die haben wir nach Spielstärke eingeteilt. Damit entfallen solche Effekte von vorne herein und die Turnierveranstalter wissen auch in etwa was sie zu erwarten haben, wenn die F1 bzw. die F2 kommt.

    Und Kinder die letzes Jahr noch ganz schlecht waren, sind dieses Jahr super und umgekehrt. Das ist doch so in diesem Alter

    Nee, so ist das nicht. Es gibt immer mal einen, der ein wenig abfällt oder einen anderen, der aufholt, aber so krasse Sprünge habe ich noch nicht erlebt.

    Zitat

    Muß man da schon immer neu nach Leistung einteilen? Da verlieren die, die immer nach hinten sortiert werden und immer verlieren aber ganz schnell die Lust.

    Innerhalb einer Saison erfolgt bei uns keine Neueinteilung. Die Mannschaften bleiben über die gesamte Saison so, wie sie gebildet wurden. Es wird also niemand nach hinten sortiert. Vor Beginn der neuen Saison erfolgt dann eine Neueinteilung. Die muss ohnehin sein, da ja Spieler nach oben und von unten aufrücken. Die Lust verlieren Kinder vor allem dann, wenn sie über- oder unterfordert sind. Das ist aber tendenziell in zufällig gebildeten Mannschaften eher der Fall. Wir versuchen immer Kinder unter "ihresgleichen" spielen zu lassen. Das bezieht sich sowohl auf die Mannschaft und auch auf die Spielstaffel.

    Zitat

    Außerdem wollen natürlich immer alle nur in die Spitzenmannschaft und auch die Trainer wollen nur alle die Spitzenmannschaft trainieren und ihr Ego befriedigen. In einer F-Jugend?

    Wer das will, ist in der F-Jugend sowieso fehl am Platze!



    Das bei Mannschaften, die nach Leistung eingeteilt werden, immer einige alles gewinnen und andere alles verlieren, stimmt so nicht. Unsere Erfahrung ist eine andere. Letztlich kommt es immer darauf an, in welcher Staffel die Mannschaften spielen. Bei uns im Kreis werden die E- und F-Staffeln nach einigen Spielen anhand der Ergebnisse neu eingeteilt. Die schwächeren Mannschaften kommen so in Gruppen zusammen, wo sie auf Augenhöhe sind. Die Diskussion zum Thema "Einteilung nach Leistung" hatten wir allerdings vor kurzem schon. Muss hier wohl nicht neu aufgemacht werden.

    Warum soll man sich über die Spruchkammerentscheidungen wundern? Unsere Gerichte fällen schließlich auch Urteile, die zwar nach Recht und Gesetz sind, aber mit unserem Gerechtigkeitsempfinden nichts zu tun haben. Tendenziell habe ich z.B. den Eindruck, dass Eigentumsdelikte härter bestraft werden als Personendelikte, sprich der Scheckbetrüger sitzt länger als der notorische Schläger. Wie das wohl die Opfer des Schlägers bewerten? So ist es auch mit Beleidigungen und Fouls. Man hat den Eindruck, dass Beleidigungen oft als "schlimmer" eingestuft werden, möglicherweise weil bei letzterem immer Absicht unterstellt werden kann, wohingegen das bei einem Foulspiel nicht zwingend der Fall sein muss und auch im Nachhinein bei der Spruchkammersitzung kaum noch bewertet werden kann, ob es ein absichtliches Foulspiel war. Zudem "gehört" das Foulspiel ja irgendwie auch zum Fußball. Ein Foulspiel ist als taktisches Mittel anerkannt, oder? Die Beleidigung aber nicht. Zumindest habe ich noch nie gehört, dass ein Spieler bei einem schnellen Gegenstoß durch beleidigende Zurufe gestoppt wurde. ;o)

    Meines Wissens dürfen Kinder im Verein A angemeldet sind, nicht so einfach beim Verein B zum Training gehen. Aus Versicherungsgründen muss der Verein A schriftlich zustimmen. Das macht normalerweise der Jugendleiter. Der sollte also wissen, dass die Kinder ein Probetraining machen und seine Trainer informieren. Wenn ich so einen Wisch ausstelle, dann frage ich die Eltern immer nach dem warum und ob sie es mit den Trainern ihrer Kinder besprochen haben. Natürlich ist es immer enttäuschend, wenn Kinder weggehen, aber entscheidend sind die Gründe. Manchmal ist es "nur" ein bevorstehender Umzug, ein veränderter Freundeskreis oder was weiß ich. Letztlich hatte ich ein Kind, dass nur mal gerne mit seinen Freunden von der Schule trainieren wollte, eine Wechselabsicht bestand schon allein deswegen nicht, weil es den Eltern zu viel Fahrerei wäre. Ich würde die Kinder und deren Eltern darauf ansprechen. Letztlich muss jeder seinen Weg gehen, ob es für das einzelne Kind immer der richtige ist, bezweifle ich auch manchmal. Bei Kindern, die aus "Erfolgsgründen" in dem Alter wechseln, stecken i.d.R. Eltern dahinter, die keine Ahnung haben. Da kann man wenig machen und daher man sollte sich das als Trainer nicht allzu sehr zu Herzen nehmen. Genau wie Kinder weggehen kommen auch immer mal wieder neue dazu. Meistens kann man persönlich weder etwas dazu, dass Kinder gehen, noch dass sie kommen. ;o)

    wenn ihr diese situation mit dem schlechten stellungsspiel beobachtet und erkennt habt, warum weist ihr eure schützlinge nicht dann sofort darauf hin??? prinzipien hin , oder her....

    Das sagte ich schon. Wenn ich auf jedem Fehler hinweise, komme ich nicht einmal mehr zum Auswechseln. In der Altersklasse ist es halt so, dass bei 7 Kindern auf dem Platz immer gerade irgendeiner einen Fehler macht, insbesondere wenn sich Stellungsspiel, Pass- und Laufwege anschaut. Und so sieht es ja auch bei vielen Trainern aus. Die kommentieren pausenlos das Geschehen auf dem Rasen. Aus meiner Sicht ohne große Wirkung.

    Zitat

    nur in diesem augenblick kann euer spieler damit etwas anfangen, nur in DEM augenblick, wenn IHR ihn darauf hinweist. und nur wenn ihr das gemacht habt, könnt ihr ihn nach einer kurzen, knackigen ansage in dieser spielsituation, zb in der halbzeit, oder nach dem spiel noch einmal ruhig darauf eingehen---denn dann werden sich die entsprechenden spieler daran erinnern.

    Es geht ja nicht um einzelne Spielsituationen, sondern um generelle Abläufe. Wenn ich den Kindern sage "kommt dem Ball entgegen, wenn Ihr angespielt werdet und lauft nicht weg" oder "in der Abwehr steht Ihr immer zwischen Eurem Tor und dem Gegenspieler" dann ist das nicht situationsbezogen und die Kinder können sich darunter durchaus etwas vorstellen. Ich sage nicht, dass man im Einzelfall nicht auch während des Spiels mal auf etwas hinweisen kann, aber bei jedem Fehler korrigieren zu wollen, führt zu ständigem Reinrufen.

    Zitat

    der knackpunkt und die schwierigkeit ist wohl, sich auf das wesentliche bei den anweisungen zu beschränken. jedoch völlig ohne anweisungen, finde ich es falsch. die kids haben doch das recht, auch, oder grade in einer wettbewerbssituation, von uns unterstützung zu bekommen--quasi geführt zu werden.

    Tja, da bin ich anderer Meinung. Ich finde, die Jungs haben das Recht in Ruhe zu kicken. Es reicht, wenn sie sich dann in der Halbzeit anhören dürfen, was sie noch verbessern können. Zudem machen Jungs in dem Alter aus allem einen Wettbewerb, insofern befinden sie sich in einer permanenten Wettbewerbssituation. Dabei unterscheiden sie kaum zwischen dem Spiel an Samstag und anderen Wettkämpfen. Und "geführt" werden wollen sie dabei ganz sicher nicht.

    nach gravierendem Fehlverhalten, habe ich den entsprechenden Spieler direkt zu mir gerufen, ihm, ohne Vorwürfe zu machen, den Sachverhalt verdeutlicht, und aufgezeigt wie er es beim nächsten Mal besser machen kann. Zwar oft dann mit 1 Mann ca 1-2 Minuten weniger gespielt, aber das war es mir Wert.


    Warum: Kinder vergessen sehr schnell. der Lerneffekt ist umso höher je dichter er beim Fehlverhalten korrigiert wird.

    Im Grundsatz hast Du recht, aber gerade wenn es um das Stellungsspiel geht, ist es unheimlich schwierig, das Kind vom Feld zu holen und ihm den Fehler zu erklären. "Da hast Du gerade eben wieder zu weit vor Deinem Gegenspieler gestanden". Wie soll das Kind die Situation dann noch nachvollziehen können? Wenn die Spieler, so wie bei uns, oft vor ihren Gegenspielern stehen, statt dahinter und daher nicht merken, wenn er in ihrem Rücken weg läuft, dann bemerken sie den Fehler in dem Moment, wo sie überspielt werden. Und dann brauche ich sie auch nicht mehr ranzuholen. Sie haben das ja schon tausendmal von mir gehört und wissen sofort Bescheid. Es dauert aber trotzdem noch lange bis sie es wirklich verinnerlicht haben. Ansonsten gebe ich Dir natürlich recht, dass eine solche Einzelansprache ein gutes Mittel ist, wobei es kaum 2 Minuten dauern dürfte. ;o)


    Und was Geduld angeht: ohne die geht im KiFu ja mal gar nix.

    Ich mache diese "Arbeit" auch seit 2,5 Jahren, und ich habe nie erlebt, dass die Trainer unserer Gegner alles durchgemischt haben, alle gleichlang haben spielen lassen, super positiveingestellt waren bei den Fehlern, oder gar nix zum Spiel gesagt haben. Ich gucke die anderen Kollegen auch an, wie sie alles so machen, da sehe ich aber definitiv keine großen Unterschiede, dass sie nur da stehen und die Aufgabe haben zu wechseln und nix dazu sagen stimmt auch nicht. So was ist bei unseren Liga-Spielen und Turnieren nie passiert,dass die Trainer keine taktischen Hilfen geleistet haben, wie z.B. bitte aufpassen, "hintermann o.ä. . Alle machen wohl einen großen Fehler, und die Kollegen, die hier mein Verhalten bemängelt haben, machen keinen ähnlichen Fehler, sondern stehen am Spielfeldrand, sagen nix, tun nix, sie bauen die Mannschaft auf in der Kabine, und nix anderes. Na dann, macht so weiter.

    Deine Beobachtungen kann ich bestätigen. Nur hat das mit der Sache nichts zu tun. Auch bei uns in der Gruppe wechseln die wenigsten Trainer komplett durch. Aber deshalb wird es ja nicht richtiger. Es wird auch viel kommandiert und dirigiert. Nur weil das "jeder" zu machen scheint, ist es aber noch lange nicht richtig. Am Samstag stehen wir beim Spiel meiner E1 am Rand und ein D1-Spieler, der zuschaut, sagt zu mir "die stehen doch viel zu offen". Ich sag "Ja, ich weiß, das tun sie ständig. Aber ich kann sie nicht jedesmal zurückrufen. Das müssen sie selber lernen." Das Defensiv-Stellungsspiel ist momentan unsere größte Schwäche. Ich sage es den Jungs vor dem Spiel, in der Halbzeit, nach dem Spiel, bei Ein- und Auswechseln und bei "der Nachlese" im Training. Das muss dann auch mal reichen. Irgendwann müssen sie es einfach fressen und im Spiel von selber dran denken. Jedes mal wenn sie wieder ein Gegentor bekommen, weil sie mit einem langen Ball überspielt werden und der Gegenspieler wieder 5m hinter ihnen frei steht, schauen Sie auf dem Weg zum Anstoß zu mir rüber, weil sie genau wissen, was sie falsch gemacht haben. Da brauch ich nix mehr zu sagen. ;o)

    Mal davon abgesehen, dass das Verhalten nicht sonderlich ungewöhnlich ist, denn solche Spieler kennen wir alle, stellt sich für mich die Frage, wo denn der Junge innerhalb der Mannschaft spielt. Immer oder meisten vorne, vermute ich mal, oder? Solchen Spielern tut es ganz sicher gut, auch mal hinten zu spielen und/oder im Tor. Wenn es gut läuft, wird er feststellen, dass es auf den Positionen der anderen nicht so einfach ist, wie es scheint. Wichtig ist auch, dass er merkt, dass er nicht bestimmt, wo er spielt, sondern der Trainer. Ferner sollte er auch genauso oft ausgewechselt werden wie alle anderen Spieler.

    Ich finde es ziemlich amüsant, dass gerade Trainer, die einen Standpunkt wie uzunbacak vertreten, immer die tollsten Spieler in ihren Reihen haben, die die unglaublichsten Sachen können. Und dies natürlich aufgrund des zwar von allen Empfehlungen abweichenden, aber gerade deswegen offenbar richtungsweisenden Trainings. Wenn ich so etwas lese, dann weiß ich nie, ob ich lachen oder weinen oder mich aufregen soll. Letztlich liegt die Wahrheit immer auf dem Platz. Das was uns hier gerne so oft und vollmundig als das Ergebnis "spezieller" Trainingsmethoden verklickert wird, sehe ich auf dem Platz eigentlich nie. Daher kann ich das auch in diesem Fall nicht ernst nehmen.


    Dein Ansatz, uzunbacak, ist eine Tragödie. Die talentierten zu fördern ist einfach. Ich hab auch so ein paar Jungs. Die sind einfach klasse und ich kann nix dafür. Wenn Du als Trainer etwas gelten willst, dann beschäftige Dich mal mit den Schwächeren. Hier kannst Du zeigen, was Du drauf hast. Verkürze den Abstand zu den Guten, dann hast Du etwas geleistet, worauf Du stolz sein kannst.