Beiträge von Ranwie

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    Hm, das ist immer schwer zu sagen, wenn man das Kind bzw. die Mannschaften nicht kennt. Tendenziell würde ich aber sagen, es ist deutlich zu früh. 3 Jahre Unterschied sind körperlich schon heftig. In einer F1 wird ja durchaus erheblich Körper betonter gespielt als bei den Minis. Auch was die Schnelligkeit angeht, wird er wohl kaum mit den meisten 2003ern mithalten können. Ganz davon abgesehen, dass das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit im Kopf noch nicht weit genug ist. Darüber hinaus machst Du mit der Maßnahme möglicherweise auch noch die Eltern verrückt. Wenn diese nicht halbwegs vernünftig sind, sehen die Ihren Filius dann schon als kommenden Nationalspieler.


    Fazit: Ich würde mindestens noch ein Jahr warten.

    Und Mr. Ranwie, schreib doch nicht immer, dass nur in Deinem Konzept Leistungstände berücksichtigt werden. Das soll es auch innerhalb des Jahrgangs geben (aber das sagte ich schon 20mal).

    Du weißt ja, dass es viele Wiederholungen braucht, bis etwas verinnerlicht ist. Ist wie beim Training. ;o)


    Wenn es von der Leistung passt, ist gegen Jahrgangsmannschaften nichts einzuwenden, aber man sollte das nicht dogmatisch betreiben. Der Jahrgang allein sollte nicht ausschlaggebend für die Einteilung sein.

    Ganz klar, wenn ich 15 für die Mannschaft habe, nehme ich auch 15 mit. Bei uns spielen bis einschließlich D, 8 Spieler + 4 Wechsler. Beim nächsten Spiel sind dann eben andere Wechsler dran.

    Na, siehst Du, auch das ist bei uns völlig anders. Wir spielen bis einschließlich E 6+1 und versuchen nicht mehr als 11, maximal 12 Spieler pro Team zu haben, so dass Samstags immer alle zum Einsatz kommen. Es gibt auch keinen Stamm und Wechselspieler. Die Startaufstellung sieht immer anders aus und alle kommen gleich viel zum Einsatz.


    Aber das nur nebenbei. Wenn 15 bei Dir passt, was machst Du dann bei 20 Altjahrgängen oder bei 10? Im ersten Fall musst Du ältere abgeben und im zweiten Fall musst Du mit jüngeren auffüllen. Nimmst Du da nicht zwangsläufig die stärkeren mit hoch bzw. die schwächeren runter? Natürlich, denn alles andere macht keinen Sinn. Es bleibt letztlich immer nur die Einteilung nach dem Leistungsstand und das ist auch gut so. ;o)

    "Bei uns im Verein sind mindestens 3 Spieler in meiner Mannschaft, die letztes Jahr mit stärkeren, älteren Spielern im Team waren. Dort waren sie Mitläufer, kamen in den Spielen mal zu Einsatz, mal auch nicht. Bekamen sie in den Spielen mal den Ball, haben sie ihn nach 0,8 Sekunden irgendwo hin geschossen, weil die Älteren sofort den Ball forderten und den Kleinen nichts zutrauten.


    Jetzt, nur 6 Monate später spielen diese 3 Spieler in ihrem Jahrgang, was Zufall ist, da wir im Verein ja noch keine Jahrgangstrennung machen. Und es sind andere Spieler, die sich enorm (und ich meine "enorm") entwickelt haben und in wirklich allen Bereichen mit Riesenschritten weiterkommen (Technik, Dribbling, Selbstbewusstsein, Zweikampf etc.). Man könnte fast meinen sie wären befreit. "

    Mit dem Beispiel unterstützt Du doch meine These. Offenbar gehörten diese Spieler leistungsmäßig nicht in die Mannschaft. Jetzt, wo sie unter ihresgleichen spielen, passt es wieder. Dass das mit den Jahrgängen zu tun hat, ist reiner Zufall.

    Ähem, es geht nicht um ein "Versetzen". Keiner bei uns geht hin und sagt "Du bist zu schlecht, Du spielst ab morgen in der 2. Mannschaft". Sowohl die Eltern als auch die Kinder wissen, dass die Mannschaften im Sommer neu gebildet werden. Das wird auch akzeptiert. Ich will nicht ausschließen, dass einzelne Kinder enttäuscht sind, wenn sie nicht in die erste Mannschaft kommen, aber warum sollte die Enttäuschung bei einem Altjahrgang größer sein als bei einem Jungjahrgang? ;o) Eigentlich ist das sogar logisch, da es ja nur ca. 10 Plätze in der 1. Mannschaft gibt und Kinder ihre eigene Leistung oft nicht objektiv einschätzen können, was in verstärktem Maß noch für deren Eltern gilt. Wenn also 15 denken, sie müßten eigentlich E1 spielen, werden 5 enttäuscht. Das gleich passiert aber auch, wenn Du 15 Altjahrgänge hast und nur 10 davon in die E1 nehmen kannst. Wie gehst Du dann vor? Nimmst du die, die am wenigsten enttäuscht aussehen? Wohl kaum. Du wirst die 10 stärksten nehmen. Und was ist mit den anderen? Deren Enttäuschung nimmst Du hin. Ich sehe ehrlich gesagt nicht den geringsten Unterschied zur jahrgangsübergreifenden Einteilung nach Leistung.

    Okay, aber ich habe diese Befreiungssache eben genau umgekehrt erlebt. Es gibt für beides Beispiele.

    Umgekehrt? Wie meinst Du das? Dass deutlich schwächere Kinder, dadurch dass sie in einer sehr viel stärkeren Mannschaft spielen, plötzlich und unerwartet aufblühen? Glückwunsch, so etwas habe ich leider noch nicht erlebt und kann es mir auch nur schwer vorstellen.

    Ich denke wir setzen hier einfach unterschiedliche Schwerpunkte. Mir ist es einfach wichtig rauszustreichen, dass diese frühe Leistungseinteilung kontraproduktiv sein kann (Betonung auf kann) und Kinder, die vielleicht nicht ganz so offensichtliche, verborgene Talente haben, frühzeitig runterfallen.
    Das ist alles.

    Du tust ja so, als könnten Kinder nur in der 1. Mannschaft gefördert werden. "Verborgene Talente" werden auch woanders auffallen, wenn es sie denn gibt. Wir beobachten, dass sich schwächere Spieler des älteren Jahrgangs in der 2. Mannschaft unerwartet gut entwickeln, weil sie viel mehr zum Zuge kommen. Für einige ist es regelrecht eine Befreiung. Sie müssen sich nicht mehr mit den besten ihren Jahrgangs messen und sich an diesen messen lassen. Sie dürfen einfach Fußball spielen und haben (wieder) Spaß dabei. Wohingegen die offensichtlich talentierten jüngeren die Chance bekommen sich mit den älteren zu messen und daran zu wachsen. Ich kann nicht erkennen, welche Nachteile das haben soll?

    Die Befürworter der Leistungseinteilung sagen doch stets, dass die Mitläufer sich an den Starken hochziehen könnten.

    Das ist völlig korrekt, es gibt aber ein ganz großes aber. Der Unterschied zwischen starken und schwachen darf nicht zu groß sein, sonst kehrt sich der Effekt ins Gegenteil um.


    Wir haben einige Spieler aus dem Altjahrgang, die selbst in der zweiten Mannschaft zu den schwächeren gehören. Warum sollen die in der 1. Mannschaft spielen? In meiner E1 sind die drei stärksten Spieler aus dem Jahrgang 2000, 2001 und 2002. Warum soll ich die zwei guten jüngeren in der 2. Mannschaft bzw. in der F-Jugend versauern lassen, obwohl sie in der E1 zu den Führungsspielern gehören. Ich bleibe dabei: eine Einteilung nach Jahrgang ist willkürlich und in vielen Fällen nicht zum Nutzen der Kinder.

    Wir haben zur Zeit mehrere Kinder im Verein, die sich als abgeschoben in der zweiten Mannschaft empfinden, jede Woche die Hütte voll kriegen, stagnieren und daran zweifeln, ob sie überhaupt den richtigen Sport machen.

    Ich kann Dir echt nicht folgen. Möchtest Du diese Kinder in die erste Mannschaft nehmen und dafür talentierte Jungjahrgänge in die zweite, damit die da genauso stagnieren???


    Wenn eine Mannschaft jede Woche die Hütte voll kriegt, dann sollte man vielleicht mal mit dem Staffelleiter sprechen, ob man runtergestuft werden kann, oder?

    anakiny, wenn ich Deine Kommentare lese, geht mir der Hut hoch.

    Da muss der Trainer die Schwächen des Spielers konsequent fördern. Hat er Zweikampfschwächen, dann ein hartes 1vs.1 Training. Hat er technische Schwierigkeiten, dann Ballannahme und Dribbling üben und zwar konsequent in kleinen Gruppen. So geht man aus meiner Sicht mit Schwächen bei den Spielern um.

    Du willst mir also erklären, dass es innerhalb eines Jahrgangs keine Leistungsunterschiede gibt, wenn der Trainer nur richtig trainiert? Ehrlich, das ist kompletter Unsinn.

    Zitat

    Frage Ranwie. Was machst Du mit diesen älteren und schwächeren Kindern, die in der zweiten Mannschaft spielen und dann, nächstes Jahr sogar noch eine Jahrgangsstufe hoch müssen. Bedenke, sie spielten ja vorher mit der schwächeren Mannschaft......und damit ist der Abstand noch größer als vorher. Für mich sind das klare Drop-out Kandidaten, die Du hier ansprichst.

    Tut mir leid, aber das ist wieder Unsinn. Was macht Dich glauben, dass Kinder sich nur entwickeln können, wenn sie mit Kinder aus ihren Jahrgang zusammen spielen? Im Gegenteil. Sie entwickeln sich dann, wenn sie unter "ihresgleichen" spielen und das hat mit dem Alter nichts zu tun. Wenn Du schwächere Kinder in Mannschaften steckst, in denen sie nur hinterher rennen, genau dann werden sie zu Drop-out-Kandidaten. Wenn wir Mannschaften nach Leistung einteilen, dann werde diese Kinder auch wenn sie nach oben aufrücken wieder unter ihresgleichen sein, denn auch im Jahrgang darüber gibt es schwächere Spieler. Bei uns ist es nicht ungewöhnlich, wenn Kinder von der F1 direkt in die E1 oder von der E1 direkt in die D1 rücken. Genauso gibt es Spieler, die zwei Jahre F2 spielen und danach zwei Jahre E2. Immer da, wo sie fußballerisch hinpassen.

    Zitat

    Ja. "Fördern und Fordern" ist aus Deiner Sicht innerhalb eines Jahrganges nicht möglich?

    Theoretisch ja, aber nur wenn Du für jeden Jahrgang Mannschaften bilden kannst, die homogen sind. Sonst nicht. Bei uns im Verein wäre das definitiv nicht möglich.

    Zitat

    Wenige Wochen, oder aber fast zwei Jahre. Das solltest Du der Vollständigkeit halber dazusagen.
    :D

    Ich weiß ehrlich nicht, was Du damit sagen willst. Habe ich gesagt, man soll die jüngsten immer mit dem ältesten mischen? Ich sagte lediglich, dass eine Einteilung nach Jahrgang vollkommen willkürlich ist.

    Dieses "Süppchen-Problem" innerhalb der Trainerschaft muss man auflösen, keine Frage. Aber das geht auch mit Jahrgangsmannschaften,w enn man diese regelmäßig zusammen trainieren lässt und innerhalb des Vereins eine Spielphilosopie entwickelt. Das hat diese Diskussion gezeigt, denke ich.

    Ich beziehe mich nicht nur auf das "Süppchenproblem", sondern auch darauf, dass man die Kinder frühzeitig daran gewöhnt, mit anderen zusammen zu spielen. Wir haben es beim Übergang von der E zur D oft erlebt, dass Spieler aufgehört haben oder weggegangen sind, weil sie "plötzlich" in einer anderen Mannschaft waren. Da wurde dann nach 4 Jahren auf einmal mit "dem Hammer" reingeschlagen, wo die Kinder doch dachten, sie würden für immer zusammen bleiben. Mischt man die Mannschaften von Anfang an regelmäßig durch, bleibt dieser Effekt aus. Die Kinder wissen, dass sie jedes Jahr in anderer Zusammensetzung spielen. Ein paar bleiben erhalten, ein paar gehen in eine andere Mannschaft, dafür kommen andere dazu, die man dann aber i.d.R. schon kennt.

    Ich kann hier nur aus der eigenen Erfahrung sprechen. Früher hatten wir so etwas wie Jahrgangsmannschaften. Teams, die in ihrer Zusammensetzung immer unverändert blieben. Keiner wollte Kinder an andere Mannschaften bzw. andere Trainer abgeben. Dies lief so bis zur D-Jugend. Dort kam dann durch den Umstieg auf das Großfeld zwangsläufig eine Neueinteilung und Mannschaften, die vier Jahre praktisch unverändert zusammen gespielt hatten, wurden auseinander gerissen. Das gab oft Reibereien, nicht zuletzt, weil die Kinder es nicht gewohnt waren, mit anderen Kinder zusammen zu spielen. Es gab auch keinerlei Austausch zwischen den Trainern. Jeder machte sein Ding, machte mit "seiner" Mannschaft, was er für richtig hielt. Auch die Kinder kannten sich untereinander kaum. Heute ist das völlig anders. Es gibt viel mehr Austausch zwischen den Trainer. Der Trainerstab ist mannschaftsübergreifend ein Team geworden. Wir unterhalten uns über die Entwicklung einzelner Spieler. Jeder hat ein großes Interesse daran, alle Kinder zu fördern, nicht nur die "eigenen", da man nie weiß, wen man im nächsten Jahr in seiner Mannschaft hat. Die Bereitschaft andere Trainer und Mannschaften zu unterstützen hat deutlich zu genommen und das bei weitestgehend unverändertem Personal. Bei den Sichtungen entscheiden alle Trainer gemeinsam über die "Zuteilung" der Kinder zu den Mannschaften. Dabei gab es bisher kaum auseinander gehende Meinungen. Der Prozess ist auch für die Eltern transparenter und es ist leichter zu akzeptieren, wenn alle Trainer gemeinsam entscheiden. Die Kinder kennen sich inzwischen alle untereinander und wir hatten noch nie das Problem, dass die Kinder in den neu gebildeten Mannschaften nicht zurecht kamen. Für uns fühlt sich der Schritt zu einer Einteilung nach Leistung wie ein großer Schritt nach vorne an.


    Was die von koeppchen beschriebene soziale Komponente angeht, so existiert diese nach wie vor. Auch innerhalb unserer Mannschaften gibt es immer noch ein großes Leistungsgefälle. Die Rollenverteilung "starke - schwache Spieler" findet also auch nach der Leistungseinteilung noch statt. Ohne diese Einteilung wären die Unterschiede aber so krass, dass ein soziales Gefüge nur sehr schwer herzustellen ist. Der Druck auf schwache Spieler, die in einer Einsermannschaft nur aufgrund ihres Jahrgangs spielen, kann immens sein. Selbst wenn niemand etwas sagt, merken die Kinder selbst, wenn sie häufig die "entscheidenden Fehler" machen. Man darf ja nicht vergessen, dass beim Gegner in der 1. Mannschaft die potenziell besten spielen und die Kinder sind auf dem Feld gnadenlos. Ich denke, man tut gerade den schwächeren Spielern des älteren Jahrgangs keinen Gefallen, wenn man sie in die 1. Mannschaft steckt.


    Es gibt sicherlich auch in dieser Frage nicht die Antwort. Der DFB favorisiert in seinen Trainerlehrgängen übrigens Jahrgangsmannschaften, allerdings propagiert er auch das Prinzip "fordern und fördern". Dass sich beides bei kleineren Vereinen kaum unter einen Hut bringen lässt, hatten wir schon hinreichend diskutiert. Wie die meisten hier wissen, habe ich mit dem Leistungs-/Ergebnisgedanken nicht viel am Hut, dennoch plädiere ich für eine jahrgangsübergreifende leistungsorientierte Einteilung der Mannschaften. Was sollte dagegen sprechen? Nehmen wir mal einen Verein mit 4 E-Jugendmannschaften. Klar, da gibt es Jahrgangsmannschaften, meistens zwei ältere und zwei jüngere. Wenn man den Gedanken der Jahrgangsmannschaften weiter spinnt, müsste man die älteren Altjahrgänge in eine und die jüngeren Altjahrgänge in die andere Mannschaft tun. Das macht aber niemand, weil es Schwachsinn ist. Hier wird dann innerhalb der Jahrgänge nach Leistung unterteilt. Letztlich bleibt es doch wieder eine Einteilung nach Leistung.


    Und was überhaupt sagt schon der Jahrgang aus? Zwischen ein Jung- und einem Altjahrgang liegen oft nur wenige Tage oder Wochen. Und dieser Zeitraum soll darüber entscheiden, in welcher Mannschaft ein Kind spielt? Wenn das sinnvoll sein soll, dann können wir auch würfeln oder nach Sternzeichen einteilen oder nach der Farbe des Autos der Eltern...

    Rindi: Wenn Du wirklich den Anspruch hast, den Du hier formulierst, ist es nicht mit ein paar Fragen im Forum getan. Am besten machst Du einen Kindertrainerlehrgang. Das sind ca. 45 Stunden, die Du investieren musst. Dafür wirst Du danach wissen, was Du in welchem Alter tun kannst und was Du besser lassen solltest. Ich habe diesen Lehrgang gemacht, nachdem ich bereits einige Jahre als Trainer gearbeitet habe und kann nur sagen, dass es sich lohnt und ich bedaure nicht schon früher teilgenommen zu haben. Falls Du die Zeit nicht aufwenden willst, empfehle ich die Anschaffung des begleitenden DFB-Lehrbuches "Fußball von morgen - Band 1 - Kinderfußball". Du findest viele Inhalte des Lehrgangs auch im Buch und eine Vielzahl von guten Übungen.

    Unser U15-Trainer (Mädels) berichtete letztlich, dass er gegen einen Nachbarverein spielte, bei dem alle Spielerinnen ein Trikot mit der Nr. 10 trugen. Selbst das scheint erlaubt zu sein. Ist ja auch nicht anders als keine Nummern. ;o)

    Bei uns im Kreis (sehr ländlich) hat kaum ein Verein mehr als zwei F- bzw. E-Jugendmannschaften. Die einen teilen nach Leistung ein, die anderen nach Jahrgang. Letzteres bringt den Effekt mit sich, dass eine E1 nicht unbedingt stärker ist als eine E2. Damit wird die Staffelzuteilung problematisch, da der Staffelleiter davon ausgeht, dass die E1 die stärkere Mannschaft ist. Vereine, die nach Jahrgang einteilen haben oft zwei fast gleichstarke Teams, die dann manchmal sogar in der gleichen Staffel landen. Sinnvoll? Ich denke nein. Zwischen unserer E1 und E2, die wir rein nach Spielstärke einteilen, liegen Welten. Somit spielt unsere E1 in der stärksten unsere E2 in der schwächsten Staffel. Den Vorteil einer Einteilung noch Spielstärke sehe ich aber vor allen für die Spieler. Starke Jungjahrgänge werden wesentlich mehr gefordert und damit auch besser gefördert, wohingegen schwächere Altjahrgänge in der 2. Mannschaft ihre Erfolgserlebnisse bekommen. Meine guten Jungjahrgänge würden sich in der E2 zu Tode langweilen, die schwächeren Altjahrgänge wären in der E1 völlig überfordert. Ein vernünftiges Training wäre zumindest bei uns mit Jahrgangsmannschaften kaum möglich.


    Zuletzt hat mir der Trainer eines anderen Vereins nach dem Spiel erzählt, dass sie die Mannschaften in F und E immer unverändert lassen, weil die Kinder dann besser eingespielt wären, was mich nach der 0:8-Niederlage gegen unsere komplett neu gebildete und nicht eingespielte E1 doch etwas erstaunte. Das Argument hört man oft, es wird dadurch aber nicht richtiger. Spätestens wenn es auf's Großfeld geht, wird man neue Mannschaften bilden müssen. Dann kann es sicher nicht schaden, wenn die Spieler es gewohnt sind, sich auf unterschiedliche Mitspieler (und auf neue Positionen) einzustellen. Bei diesem Verein ist es übrigens so, dass in der Quali-Runde die E1 jede Woche verprügelt wurde und die E2 jede Woche haushoch gewonnen hat und jetzt beide in der gleichen Staffel spielen. Wo darin der Sinn liegt, verschließt sich mir.


    Jahrgangsmannschaften machen aus meiner Sicht nur dann Sinn, wenn mindestens 2 Mannschaften pro Jahrgang gebildet werden können. Letztlich erfolgt hier dann ja auch wieder eine Einteilung nach Spielstärke, nur halt innerhalb eines Jahrgangs.

    TW-Trainer: Mir ist nicht ganz klar, was Du mit "Bildung" meinst. Meinst Du tatsächlich die Bildung im eigentlichen Sinne oder meinst Du eher den Schulabschluss? Das eine muss ja nicht unmittelbar mit dem anderen zu tun haben, denn längst nicht jeder Abiturient verfügt über das, was ich als Bildung bezeichnen würde. ;o)


    Generell würde ich sagen, dass Bildung und Intelligenz nie schaden, dass es aber eindeutig auch noch auf andere Fähigkeiten ankommt. Mein Eindruck aus dem eigenen Verein ist allerdings, dass mit steigendem Bildungsniveau die Bereitschaft zunimmt über den eigenen Tellerrand zu schauen, die eigenen Vorgehensweisen kritisch zu hinterfragen und neuen Ideen sowie Ansichten Anderer gegenüber offener zu sein. Wie gesagt, das ist lediglich meine Beobachtung im eigenen Verein und muss nicht zwingend zu verallgemeinern sein. Große Unterschiede sehe ich auch in der methodischen Vorgehensweise, wie z.B. Schwerpunkte gesetzt, Trainingseinheiten strukturiert und wie die Inhalte den Spielern übermittelt werden. Je komplexer die Aufgaben eines Trainers werden, desto wichtiger ist die Fähigkeit methodisch und strukturiert vorzugehen, dies gilt vor allem für den Bereich der Taktik. Darüber hinaus zählt aber auch die soziale Kompetenz und die ist sicher nicht zwingend mit dem Schulabschluss verknüpft.


    Die Krux an der Sache ist aber, das die Frage im Grunde hypothetisch ist, da es sich doch kein Durchschnittsverein erlauben kann, seine Trainer nach (Aus-)Bildung auszusuchen.

    Ich weiß, in dem Alter sollte man die Kids einfach spielen lassen. Allerdings sind die meisten schon über ein Jahr dabei und sollen jetzt daran geführt werden.(also bitte keine Diskussion, ob es schon sinnvoll ist...)

    Tut mir leid, aber so etwas verstehe ich einfach nicht. Wie kann man eine Frage stellen, aber die Diskussion um deren Sinn ablehnen? Sorry, aber das ist aus meiner Sicht völliger Schwachsinn. Es sollte immer einen Grund geben, um eine Frage zu stellen. Das ist hier aber nicht der Fall. Du fragst, wie kann man Bambini abgewöhnen, dass alle zum Ball rennen? Es gibt aber überhaupt keinen Grund ihnen das abzugewöhnen, da das Verhalten entwicklungsphysiologisch bedingt und völlig normal ist. Man sollte sich daher auch nicht wundern, wenn man keine Antworten bekommt, da es auf sinnlose Fragen keine sinnvollen Antworten gibt.


    Lass die Kinder einfach ihr Spiel spielen und erzähl ihnen nicht wann sie den nächsten Entwicklungsschritt zu machen haben!